Giulio

Giulio

Peter Loetscher


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 196
ISBN: 978-3-99131-512-4
Erscheinungsdatum: 25.08.2022
Der bekannte Heiler Giulio befreit unzählige Menschen von ihren Leiden und viele verehren ihn. Doch der Regierung wird er unbequem. So wird Giulio Opfer einer Intrige und wird zum Tode verurteilt. Ein spannendes Spiel der Verstrickungen beginnt.
5

«Nein, nein, nein – zum letzten Mal: Nein!» Die Augen der Oberschwester Maria sind gerötet, ihr Blick ist aufgelöst und wütend zugleich. «Du verwendest jenes Material, das wir hier zur Verfügung haben und sonst gar nichts, klar?» Einmal mehr versteht Giulio die Welt nicht mehr. «Warum nur darf ich meinen Patienten nicht meine naturbelassenen und auch noch viel günstigeren Salben verabreichen als diese teuren Industrieprodukte?», fragt er sich. Salben haben es dem bald 40-Jährigen nämlich angetan. Er ist mittlerweile zu einem «wandelnden Lexikon über Naturheilkunde» herangereift. Die Grundrezeptur zur Herstellung von Salben kennt er längst auswendig. Giulio überließ nichts dem Zufall und passte die Zusammensetzung dieser heilenden Schmiere mit Rapsöl und Bienenwachs an seine Bedürfnisse an. Über 15 davon befinden sich griffbereit in seinen noch immer unbekannten Praxisräumen in der Innenstadt. Ursprünglich, in seiner Zeit des Pröbelns und Versuchens, arbeitete Giulio noch mit Vaseline. Er löste heißseine Kräuter in der heißen Masse, filtrierte diese anschließend, leerte sie zurück ins Glas und ließ alles erkalten. Et voilà: Seine heilende Vaseline war fertig. Doch das ist Schnee von gestern. In den letzten Jahren hat sich der Pfleger von der Vaseline verabschiedet und produziert nur noch Salben, deren Herstellung er mittlerweile zur Perfektion reifen ließ.
Giulio ist traurig und wütend zugleich. Er darf den ihm zur Pflege anvertrauten Patienten nur mit schulmedizinischen Mitteln helfen. Präparate notabene, die von der Gesundheitskommission auf Herz und Nieren geprüft wurden und von dieser zum Gebrauch frei gegeben wurde. Die Hospitalleitung will von den Taten, Vorstellungen und Visionen ihres Angestellten nichts wissen. Schon viel zu sehr hat sich Giulios Tun und Wirken herumgesprochen. Allen voran die Geschichte mit Karin. Das kleine Mädchen, welches nach der heilenden Behandlung durch Giulio plötzlich wieder alles essen kann.


6

Giulio sitzt auf einem alten Holzhocker, umgeben von Ratten, Mäusen, Spinnen und riesigen Küchenschaben. Seine Phobie vor all dem, was kreucht und fleucht, ist wie weggeblasen. Er hockt am Tisch eines alten Schuppens, welcher seine besten Jahre schon längst überschritten hat. Er spricht mit einem Mann am unteren Ende des Tisches. Es ist wieder derselbe alte, weise Mann, mit dem er sich nach dem Abend bei seiner Nachbarin im Traum unterhalten hat. Giulio redet, stellt Fragen, gestikuliert mit seinen Armen. Der alte Mann bewegt sich nicht, er hört seinem Gegenüber ruhig zu. Jetzt steht er auf, dreht sich zu Giulio um und sagt: «Vertraue dir selbst und glaube an dich!» Es sind genau die gleichen Worte, die Giulio von dem Greisen schon einmal gehört hat. Damals, als sich Giulio in seinem Bett wälzte und träumte. Der alte Mann geht ein paar Schritte, stolpert über eine Bodenschwelle und stößt gegen einen Holzpfeiler, welcher die Decke des Schuppens stützt. Jetzt hört Giulio das Knistern des Holzes. Es tönt, als ob sich die alten Balken und Bretter verschieben würden. Intuitiv steht er auf und hechtet nach draußen in den Hinterhof. Giulio schlägt hart auf dem sandigen Boden auf und hört ein Donnern und ein Dröhnen. Er dreht sich um und erstarrt: Der Schuppen stürzt in sich zusammen und begräbt den greisen Mann unter sich. Den Mann, der eben noch mit Giulio zusammen am Tisch gesessen hatte. Giulio schreit – und findet sich schweißüberströmt in seinem Bett wieder. Er hat geträumt. Auch dieser Traum ist ausschlaggebend für den Kräutermann. Giulio ist sich sicher; er weiß jetzt genau, was er tun muss.


7

«Auf keinen Fall! Das geht nicht, nicht jetzt!», sagt Carl in lautem Ton. Carl ist der operative Chef des St. Katharina Hospitals und letztinstanzlich verantwortlich für das gesamte Krankenhauspersonal. Carls Stirn ist schweißgebadet. Die Adern am Hals treten hervor und es macht den Anschein, dass sie im nächsten Moment zerplatzen würden. Seine Anspannung ist riesig. Eben hat ihm Giulio mitgeteilt, dass er seinen Job als Krankenpfleger kündigen würde. Giulio hat es vorgezogen, sich direkt mit dem Boss zu unterhalten, und verzichtet auf die langwierigen Gespräche mit dem medizinischen Leiter des Hospitals. «Mein Entschluss steht fest», erwidert der Krankenpfleger seinem Gegenüber. «Seit nunmehr 21 Jahren gehe ich in diesem Krankenhaus ein und aus. Ich habe vieles gelernt hier drinnen, viel mehr, als ich mir je erträumen konnte. Doch jetzt ist Schluss.» Seine Worte sitzen. Sie wirken wie eine Ohrfeige für den heute 53 Jahre alten Carl. Am liebsten würde dieser jetzt noch lauter schreien und herumpoltern, doch er spürt: Es nützt nichts. «Giulio war einer meiner besten Krankenpfleger, vielleicht sogar der Beste, den ich je eingestellt habe», sinniert Carl vor sich hin. «Die Zeit ist gekommen», denkt er weiter. Intuitiv steht er auf, reicht Giulio seine Hand und spricht in leisem Ton: «Du hast mir zwar meinen heutigen Geburtstag versaut; meine gute Laune und die Vorfreude auf den heutigen Abend sind im Eimer. Doch du tust das Richtige.» Sein Gegenüber ist sprachlos. «Du bist ein unbequemer Zeitgenosse, doch bequeme sind nicht interessant. Giulio, ich wünsch dir alles Gute!» Dieser kann sich nicht erinnern, in all den Jahren je ein schöneres Lob erhalten zu haben. Der abtretende Krankenpfleger hat diese Hürde gemeistert. «Es war viel leichter, als ich mir das vorgestellt hatte», spricht Giulio mit sich selbst. Er geht zur Tür, dreht sich nochmal um und sagt nur: «Danke.» Der (Noch-)Krankenpfleger schließt hinter sich die Türe zum Büro, rennt durch den langen Gang, vorbei an seinen Kolleginnen und Kollegen, hinaus in die freie Natur. Er ist glücklich. Eine tiefe Zufriedenheit durchströmt seinen Körper. Der alte Mann in seinem Traum hatte recht behalten: «Vertraue dir selbst und glaube an dich …»


10

Giulios Bekanntheitsgrad ist mittlerweile derart gestiegen, dass er von seinen Anhängern mit einem Rockstar, Sport-Champion oder sonst einem Prominenten verglichen wird. Seine Eltern sind sehr stolz auf ihn; die Medienpräsenz ist enorm. In sozialen Medien konstituieren sich täglich neue Gruppen, welche alle dasselbe Ziel verfolgen: Teilhaben an den Ideen, den Praktiken und der Denkweise des Naturheilers. Die Menschen, einfache gleichsam wie wohlhabende, hängen an den Lippen dieses Mannes. Sie erkennen in Giulios Wirken ihre verborgenen Ideen und Wünsche. Während diese Menschen oft nur denken und reden, ist Giulio einer, der es tut! Das ist gewissen Leuten auf diesem Planeten zu viel geworden. Kräfte dagegen formieren sich. Kein Wunder, dass die Landesregierung eine außerordentliche Sitzung einberufen hat. Einziges Traktandum: Wie gehen wir mit Giulio um?

Der heutige Tag wird in die Geschichte dieses Landes eingehen. Alle Minister und der Regierungschef sind zu einer Besprechung zusammengekommen. Die Sitzung ist mehr als vertraulich, sie ist geheim. Kein Mensch außerhalb dieses Gremiums wird je erfahren, worüber hier gesprochen wird. Normalerweise werden zu solch einer Krisensitzung ranghohe Parlamentarier, Wirtschaftsvertreter, Militärs und wissenschaftliche Vertreter eingeladen; ebenso war bisher stets ein Protokollführer anwesend. Heute ist das anders. Keiner von ihnen ist eingeladen, niemand soll je etwas davon erfahren. «Kolleginnen und Kollegen, wir haben ein Problem.» Mit diesen Worten eröffnet Joseph, der Regierungschef die Besprechung. Detailgetreu schildert der hagere Mann Giulios Aufstieg zu einer nationalen Größe. Er erzählt weiter von der Tätigkeit dieses Mannes und dessen täglich steigender Anhängerzahl. Mit diesen Ausführungen zieht er alle in seinen Bann. Die Minister hängen an den Lippen ihres Chefs. Rhetorisch zur Perfektion gereicht schildert der Regierungschef die momentane Situation und zeigt auf, wie sehr diese Bewegung aus dem Ruder laufen würde. Doch das ist nur ein Vorwand. Er fürchtet sich nicht vor der Strömung. Vielmehr denkt Joseph, dass Giulio etwas weiß, das er auf keinen Fall wissen dürfte. «Ich sage Euch klipp und klar: Wenn Giulio seinen Mitmenschen erzählt, was er weiß, dann sind wir alle geliefert.» Es wird totenstill im Raum. Ein jeder ist sicher: Wenn das ans Tageslicht kommt, was Giulio weiß, dann ist es aus. Allen Ministern ist der Schrecken in ihre Glieder gefahren. Dreien der neun Anwesenden steht der nasse Schweiß auf der Stirn. Zwei weiteren stockt das Blut in den Adern. Die links neben Joseph sitzende Ministerin für innere Angelegenheiten hat plötzlich Schnappatmung, während ihr Gegenüber wie hypnotisiert dasitzt und denkt: «Wie konnte das bloß geschehen?»
Was sich in den Köpfen der Anwesenden abzeichnet, ist unbeschreiblich. Es sind wilde, abstruse Gedanken, welche im Gehirn eines jeden Einzelnen herumschwirren. Während sich Phil, der Vorsteher des Gesundheitsdepartements, an einer Klippe stehen sieht, von welcher er springen will, hockt Marc, der Energieminister, gedankenverloren in seinem leeren Haus und schaut seiner Frau und den drei Kindern nach, die eben ausgezogen sind. Ein Dritter in der Runde hält sich bildlich die Pistole an seine Schläfe, andere wiederum sehen gar nichts, sie sind eh schon der Verzweiflung nahe. «Also, Kolleginnen und Kollegen», unterbricht Joseph diese Stille. «Wir müssen was dagegen tun. Ich bitte um Vorschläge.»

Zur selben Zeit, zu welcher die Regierung tagt, erwacht Giulio aus einem Tagtraum. Er ist doch tatsächlich kurz eingenickt, während er am Computer eine Abhandlung über Heilwegerich (auch Spitzwegerich genannt) gesucht hat. Der Medizinmann weiß längst um die Verwendung und Wirkung dieses am Wegrand wachsenden und unscheinbar scheinenden Krautes. Doch das reicht ihm nicht. Er will mehr, nein, alles über diese Pflanze erfahren. In einem unfreiwilligen Selbstversuch hat er die Wirkung von Spitzwegerich am eigenen Leib erfahren. Vor ein paar Tagen nämlich stürzte Giulio bei einem seiner Spaziergänge im hügeligen Gelände. Wie immer vertraute Giulio auch bei diesem Ausflug nur sich selbst und packte nichts weiter ein als eine Flasche Wasser. Dann geschah es. Giulio, in Gedanken versunken, stolperte über ein Querrinne auf seinem Weg und fand sich am Boden wieder. Auf seiner linken Hand bemerkte er eine Schürfwunde. Der Schmerz war gering. Trotzdem wollte Giulio mit der Wundpflege nicht zuwarten, bis er wieder zuhause wäre. Er schaute sich um. Zuerst auf der Wiese, dann am Waldrand, und er fand es. Da blühte dieses unauffällige Kraut und Giulio dachte: «Es wartet auf mich.» Er begann, einige Blätter davon zu zerkauen, denn er wusste, wie er mit Spitzwegerich umzugehen hatte. Mit dem entstandenen Mus deckte er die Wunden ab und belegte sie anschließend mit unzerkauten Blättern der unscheinbar wirkenden Pflanze. Noch schnell ein Taschentuch um die Hand gewickelt und die Erstversorgung war erledigt. Als Giulio am Abend das Resultat seiner Selbsthilfe vor Augen hatte, war er begeistert. Deshalb begann er heute am Notebook alles über Heilwegerich zu suchen, noch bevor er eingenickt war.
Giulio findet eine Unmenge an Informationen, Abhandlungen und Vorträgen über das heilende Kraut. Mit seinen Augen verschlingt er die gefundenen Texte. Der Kräutermann druckt jeden Artikel aus und stapelt alles fein säuberlich zusammen in einem seiner Ordner. Giulio nimmt sich vor, mit diesem Kraut zu experimentieren und noch weitere Anwendungsbereiche als jene für Wundheilung oder gegen Hustenanfälle zu entdecken.

Noch immer sind die 13 Menschen im Sitzungszimmer des Regierungsgebäudes fassungslos. Weder konkrete Vorschläge noch irgendwelche Äußerungen seitens der MinisterInnen werden diskutiert. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Alle Anwesenden spüren einen unheimlichen Druck. «So sieht also das Ende meiner politischen Karriere aus?», sinniert Jacqueline, die Innenministerin. Sie ist so sehr auf sich fixiert, dass sie gar nicht erkennt, welches Ausmaß das Aufdecken dieser Lüge auf das gesamte Land haben würde. Kein Wunder, dass sie spricht: «Giulio muss weg …» Was die übrigen MinisterInnen im Raum gedacht haben, spricht Jacqueline aus.
«Es wird doch sicher eine Möglichkeit geben, wie wir Giulio aus dem Verkehr ziehen können.»
«Egal, was es kostet …», führt ein anderer der 13 Anwesenden aus. Viele Ideen werden herumgereicht, realisierbare und völlig utopische Szenarien werden besprochen. Vehement wird geredet und diskutiert. Doch in einem sind sie sich alle einig. Giulio muss verschwinden.
«Ruhe bitte!», unterbricht der Regierungschef das wilde, laute Durcheinander. «Ich werde dazu den Geheimdienst einschalten. Dieser soll sich etwas einfallen lassen und Giulio aus dem Verkehr ziehen – für immer.» Noch bei keiner der bisherigen Sitzungen war sich das Gremium jemals derart schnell einig über das weitere Vorgehen. Jede/r der verantwortlichen MinisterInnen will nur noch die eigene Haut retten; egal, was es kostete. Alle sind sogar bereit, dafür einen Mord in Auftrag zu geben.


12

«Geld oder Leben! Entscheid dich schon, du Affe!» Mit entsicherter Pistole steht ein knapp 30-jähriger Mann vor dem Besitzer eines Zigarrenladens. Er braucht dringend Geld und will es sich auf diese Art besorgen. Dem alten Mann hinter der Ladentheke bleibt keine Wahl. Mit zitternden Händen öffnet er seine Kasse und kratzt sowohl Noten wie auch Münzen zusammen. «Schneller, schneller!», keift der Räuber. Er will so schnell wie möglich das Geld und sich danach aus dem Staub machen. Jetzt macht der Ladenbesitzer einen entscheidenden Fehler. «Ja, ja, ich mach das so schnell, wie ich nur kann», entgegnet er dem Fremden. Dieser verliert die Nerven und hechtet über die Ladentheke. Er packt den Alten am Arm; hält in seiner rechten Hand noch immer die entsicherte Pistole. Ein riesiger Knall dröhnt durch den Laden. Ein Schuss hat sich aus der Pistole gelöst und trifft den alten Mann mitten ins Herz. Dieser ist sofort tot. In wilder Panik greift der Schütze das Geld, rennt um den Ladentisch herum nach draußen und sucht das Weite. Ein Bild des Schreckens bleibt zurück.

Die von den Nachbarn herbeigerufene Polizei ist schnell vor Ort. Die beiden diensthabenden Streifenpolizisten erkennen die Lage sofort und rufen sowohl Arzt wie auch Ermittler und die Spurensicherung an den Tatort. Solche Szenen präsentieren sich den örtlichen Sicherheitsleuten immer wieder. «Schlimm, und das alles nur wegen ein paar lumpiger Kröten. Der Alte hatte bestimmt nicht viel Geld in seiner Kasse», sagt sich Curd, der Ältere der beiden Polizisten. «Dafür musste dieser Mann sterben.» Der Polizist versteht die Welt nicht mehr. Er versteht sie schon lange nicht mehr.
Als Erste der Herbeigerufenen ist die diensthabende Ärztin auf dem Platz. Sie stellt den Tod des alten Mannes fest und wird diesen letztlich routinemäßig im medizinischen Institut untersuchen müssen. Der mit einem weißen Regenmantel bekleidete Ermittlungsbeamte entpuppt sich schließlich als Chef der Mordkommission. Er lässt sich von seinen Untergebenen über den möglichen Tathergang informieren. Schnell ist dem schlitzohrig erscheinenden Kommissar Leo klar, dass sich irgendwo im Raum eine Überwachungskamera befinden muss. Er weiß, dass sich viele Ladenbesitzer seit geraumer Zeit mit einem der neuartigen Überwachungssysteme ausgerüstet haben. Ein Schutz derer selbst vor einem allfälligen Einbruch oder Raub. Das war auch bei diesem getöteten Mann nicht anders. Nicht gerade schnell, doch dafür umso präziser suchen zwei vom Kommissar herbeigerufenen Spezialisten den Tatort ab. Was sie finden, erstaunt Leo nicht. Nachdem einer der beiden die Kamera, versteckt zwischen Zigarrenschachteln, entdeckt hat, entfernt er die Speicherkarte aus dem Gehäuse und übergibt diese seinem Chef. Mit der Micro-Card in seiner Manteltasche entfernt sich der Kommissar vom Tatort. Er will schnellstmöglich Klarheit über den Täter haben und nach diesem fahnden.

In Leos direkt unterstellten Beamten Mike zeichnet sich einmal mehr der IT-Spezialist ab. Längst hat er die Chip-Karte in seinen PC geschoben und durchsucht sie nach der letzten Aufzeichnung. Mike sieht den Täter auf seinem Screen und beginnt, dessen Gesicht zu zoomen. Die Pixel sind noch viel zu groß, das wird er mit einer speziellen Software ändern. In diesem Augenblick erkennt Mike vor seinem Screen eine visitenkartengroße Plakette. Zu Tode erschrocken schaut er hoch und erkennt einen stattlichen Mann; Ende vierzig. Dieser hält ihm seine Dienstmarke unter die Augen. Er entpuppt sich als ein Mitglied des Geheimdienstes. Seine Sprache ist klar und deutlich: «Diese Karte wurde niemals gefunden, ist das klar?» Der Mann nimmt die Karte aus dem PC des Beamten und verschwindet, vorbei an den verdutzten Leo und Mike.

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