Cover: Gib nicht auf, Dorothea!

Gib nicht auf, Dorothea!
Entführung, Flucht, Raketenbau


EUR 31,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 406
ISBN: 978-3-99185-045-8
Erscheinungsdatum: 04.02.2026
Dorothea wächst im Wien der Donaumonarchie auf. 1913 verschwindet plötzlich ihre beste Freundin, die fünfzehnjährige Anna. Dorothea folgt über Jahrzehnte beharrlich Annas Spur – durch alle Höhen und Tiefen der europäischen Geschichte.
Prolog


Königsbronn im September 1935

„Der Mann muss weg!“
Georg flüsterte es nachdenklich im Gehen, immer und immer wieder.
„Ja, dieser Mann muss weg. Er ist nicht gut für uns, nicht gut für Deutschland. Er muss weg und ich werde es erledigen.“
Georg war überaus sicher.
„Wie können die Leute nur so blind sein und dem schrecklichen Menschen alles glauben? Wie können sie ihm nur vertrauen? Innerhalb von fünf Jahren löschte dieser Teufel alles aus, was richtig und menschlich ist: die Freiheit, die Demokratie und die Brüderlichkeit!
Ja genau: die Brüderlichkeit, das Fundament unseres Zusammenlebens, des Anstandes und unserer Würde. Alles schaffte dieser Mann ab! Und jetzt werde ich ihn liquidieren, ich, Georg Elser.“
So dachte und murmelte er vor sich hin. Schon lange hatte er sich einen Plan zurechtgelegt. Der konnte durchaus gelingen, nur durfte er dabei keinen Fehler machen. Das war ihm klar.
Von seiner Frau Dorothea würde er sich trennen. Sie wäre ihm nur hinderlich und er sollte ohnehin niemanden in seine Pläne einweihen. Und Anna, ihre beste Freundin, konnte er auch nicht wieder herzaubern. Seine Mithilfe bei der Suche nach ihr nützte Doro nicht viel.
„Sie wird sicher entsetzlich weinen, wenn ich sie auffordere, mich zu verlassen“, überlegte Georg. „Aber es gibt keine andere Möglichkeit, und falls mein Plan gelingt, kann ich sie vielleicht eines Tages wiedersehen.“
Er zog eine kleine Fotografie seiner Frau aus der Manteltasche und blickte nachdenklich darauf.


Peenemünde im August 1943

Dorothea schaute aus dem Fenster und traute ihren Augen nicht. Die Straße draußen schien taghell erleuchtet, obwohl sonst finstere Nacht herrschte. Wieder ein Knall! Und noch einer und noch einer! Es knallte ununterbrochen.
„Wir werden bombardiert“, schoss es ihr durch den Kopf. „Mein Gott, wo bleibt nur Alfred? Er wollte doch binnen einer Stunde zurück sein.“
Sie rannte los. Nichts wie weg hier! Durchs Treppenhaus zog Rauch hoch. Zum Glück befand sich das Büro nur im ersten Stock. So hielt sie sich einfach Mund und Nase zu und rannte die Treppe hinunter auf die Straße. Da waren viele Leute, alle in großer Aufregung. Sie lärmten und liefen in Richtung Meer. Das Haus neben dem Bürogebäude war in sich zusammengefallen.
„Alfred! Alfred!“, rief Doro.
Es war zwecklos: Im Lärm der Leute, der Flieger und der Bomben gingen ihre Worte einfach unter.
„Soll ich auch zum Meer laufen?“, fragte sie sich. „Das wäre vielleicht am sichersten.“
Alles rundherum brannte. Die Häuser und die Gartenzäune, sogar die Trasse und Schwellen der Raketenbahn fielen den Flammen zum Opfer.
„Mein Gott, worauf habe ich mich da nur eingelassen?!“, dachte Doro in dem Moment. „Anna, meine beste Freundin, die ich schon seit dreißig Jahren suche, ist noch immer spurlos verschwunden. Stattdessen arbeite ich für Wernher von Braun, den Raketenmann, und nun fallen sogar Bomben vom Himmel!“
Sie sank ins Gras. Die Beine trugen sie nicht mehr weiter.




1. Kapitel:
Anna verschwindet


Wien 1913–1914

Dorothea Schweighofer erinnerte sich ganz genau: Es lag viel Schnee in der Stadt, doch ihre Eltern erlaubten ihr trotzdem, mit Anna nach Schönbrunn zu gehen. Was wollten die beiden Mädchen eigentlich dort? Die zwei kannten sich aus der Schule, waren vierzehnjährig und konnten manchmal richtige Nervensägen sein. Genau: Nervensägen!
„Doro, du nervst wieder mal“, pflegte ihr Bruder Paul zu sagen, wenn sie sich bereits zum dritten Mal umzog und noch immer nicht den passenden Hut zum Kleid fand. Diesmal sah sie besonders schick aus.
„Fast eine Dame“, spöttelte er. Sie stieß ihn mit dem Ellenbogen in die Seite und streckte ihm kurz die Zunge heraus.
Im Schlosspark von Schönbrunn sah es prächtig aus. Der frische Schnee auf den geschnittenen Büschen, den Wegen und Abschrankungen glänzte zauberhaft im fahlen Januarlicht. Zu dieser Jahreszeit war der Park öffentlich zugänglich, da der Kaiser mit seiner Entourage im Winter in der Hofburg wohnte. Und die lag in der Innenstadt.
Ja, der Kaiser: Er war schon sehr alt, fast eine Legende. Dorothea sah ihn nur einmal. Letzten Sommer, als er im offenen Automobil durch die Stadt fuhr: ein eleganter Herr in Uniform mit großem Backenbart, einer ovalen Hutkappe und dem grünen Federbusch darauf.
„Was denkst du, Anna?“, fragte Doro, als die beiden Mädchen durchs eiserne Tor in den Schlosspark liefen. „Möchtest du eine Prinzessin sein?“
„Nein, lieber nicht. Da hätte ich einen Privatlehrer und könnte nicht mit dir in die Schule gehen. Wir würden uns wahrscheinlich gar nicht kennen.“
Doro und Anna hängten sich an den Armen ein und wie auf Kommando gingen sie im Gleichschritt.
„Setzen wir uns doch dort auf die Bank“, meinte Anna.
Gesagt, getan. Die Mädels blickten sich um. Gegenüber auf einer anderen Bank saß ein junger Mann, der nicht sehr gut angezogen war. Etwas weiter entfernt hielt sich ein zweiter Herr auf.
„Der hat aber einen herzigen kleinen Schnurrbart“, sagte Doro, auf den Ersten deutend, und fügte gleich an: „Er gefällt mir.“
„Der andere besitzt eindeutig den größeren Schnurrbart“, kicherte Anna. „Er sieht auch besser aus, finde ich.“
Die Freundinnen alberten noch eine Weile so herum und keine von ihnen ahnte, dass diese zwei Schnurrbartmänner Europa bald noch gründlich verändern würden. Jetzt war es aber noch nicht so weit. Annas schicksalshafte Zukunft lag näher.
Doro hielt plötzlich ein Kronenstück in der Hand. „Das hat mir meine Mutter mitgegeben. Auf der Straße beim Eckhaus kann man eine heiße Schokolade bekommen. Trinken wir doch etwas und gehen nachher ins Lichtspieltheater.“
„Für beides reicht das Geld wohl nicht“, vermutete Anna. „Warte hier. Ich hole uns zwei Becher heiße Schokolade. Die wird uns aufwärmen.“
Sie zog mit dem Kronenstück los. Doro blieb auf der Bank sitzen und betrachtete wieder ihren jungen Mann mit dem kleinen Schnurrbart.
„Er sieht nachdenklich aus, fast traurig“, fand sie.
Der Herr mit dem größeren Schnurrbart stand nun auf und spazierte weiter. Es war das erste und letzte Mal, dass sich diese zwei Männer so nahekamen: Adolf Hitler und Iosseb Dschughaschwili, später Josef Stalin genannt.
Dorothea wartete lange, aber ihre Freundin kehrte nicht mehr zurück.
„Wo bleibt sie nur?“
Weit und breit war niemand zu sehen. Jetzt kriegte es Doro mit der Angst zu tun und lief zum Eckhaus, wo die Leute für eine heiße Schokolade anstanden.
„Anna, Anna, wo bist du?“
Keine Antwort, es blieb ruhig. Alle Leute schauten Doro an, die immer lauter nach Anna rief und ganz aufgeregt hin- und herrannte. Das lange Kleid war ihr dabei äußerst hinderlich.
„Du suchst sicher deine Schwester“, sagte nun ein netter alter Herr.
„Nein, sie ist meine beste Freundin, hat blonde Zöpfe und trägt eine grüne Jacke mit roten Blumen.“
„Da kann ich dir leider nicht helfen. Ich habe niemanden mit blonden Haaren und einer grünen Jacke gesehen.“
„Aber Anna musste Ihnen doch aufgefallen sein!“
Jetzt liefen Doro Tränen über die Wangen.

Die Gendarmerie lag nicht weit weg von Schweighofers Wohnhaus. Dort saßen nun das Mädchen und ihr Vater in der Empfangshalle und warteten. Annas Eltern waren auch da. Doro konnte sich kaum stillhalten. Ständig rutschte sie auf dem Stuhl hin und her.
„Beruhige dich doch“, sagte der Vater. „Für diese Vermisstenanzeige brauchst du jetzt einen klaren Kopf.“
Nun ging die Tür links auf und ein Polizeibeamter bat die vier Leute, ihm zu folgen. In einem Büro nahm er sämtliche Personalien auf und Doro musste detailliert erzählen, was an dem besagten Nachmittag geschehen war. Sie erwähnte auch die beiden Schnurrbartmänner. Doch dieselben schien bei der Gendarmerie niemand zu kennen. Für dieses Wissen war es noch zwanzig Jahre zu früh.
„Die Anna ist also deine beste Freundin“, stellte der Beamte fest.
„Ja, wir kennen uns von der Schule und verbringen viel Freizeit miteinander. Oft spielen wir Karten, stricken zusammen oder gehen im Park spazieren. Manchmal nehmen uns die Eltern sogar mit in die Operette.“
„Ach so, in die Operette geht ihr. Sicher hast du da den ‚Zigeunerprimas‘ von Emmerich Kálmán gesehen?“
„Oh ja, den sahen wir letzten Herbst im Johann-Strauss-Theater. Wissen Sie, was da passiert ist, Herr Gendarm?“
Doro beruhigte sich und jetzt sprudelte es nur so aus ihr heraus. „Anna hat immer mitgesummt, weil sie die Musik so gut kannte. Am Ende, als der Vorhang fiel, ist sie auf die Bühne gesprungen, um den Alexander Girardi ganz aus der Nähe zu sehen. Stellen Sie sich vor, dann hat er der Anna ein Küsschen gegeben!“
„Ach Mädel, das gehört doch gar nicht hierher“, sagte ihr Vater jetzt, doch der Gendarm lachte. Der Sänger Girardi war damals der Publikumsliebling und große Frauenschwarm im operettensüchtigen Wien.
Wieder zu Hause dachte Dorothea noch lange über die Vermisstenanzeige nach.
„Wir werden Anna schon finden“, beruhigte sie der Polizeibeamte. „Darauf kannst du dich verlassen.“
Doch sie hatte ein ungutes Gefühl. Wie intensiv würde die Gendarmerie wohl suchen? Es gab viel zu wenige Anhaltspunkte. Am liebsten würde sie selbst durch die ganze Stadt laufen, um nach Anna Ausschau zu halten.
„Ich muss etwas unternehmen. Ich bin doch ihre beste Freundin und sie fehlt mir so sehr.“

Der Frühling hielt Einzug und Doro war ungeduldig. Dreimal ging sie bei Annas Eltern vorbei, die sagten ihr, sie müsse sich noch weiter gedulden. Die Suche nach ihrer Tochter mit allen nötigen Abklärungen sei voll im Gang. Es fehlte also nach wie vor jede Spur.
Dorothea war ein eigenwilliges Mädchen, aber auch eine sehr Genaue und konnte durchaus logisch denken. Deshalb mochte sie von allen Schulfächern die Mathematik am liebsten. Aber nun ging es um etwas ganz anderes.
„Jetzt nehme ich die Sache in die Hand“, überlegte sie. „Ich werde überall in der Stadt suchen, auf den Plätzen, in jedem Park und als Wichtigstes in allen Kaffeehäusern.“
Sicher tauchte Anna in einem solchen Lokal unter und arbeitete als Bedienung, um genügend Geld anzusparen, damit sie sich endlich das dunkelblaue Kleid mit den gelben Sternen kaufen könnte. So dachte Doro in ihrer Fantasie.
Aber wo sollte sie mit der Suche anfangen? Kaffeehäuser gab es zu dieser Zeit in Wien fast wie Sand am Meer. Dort traf man sich von morgens bis abends, um die Zeitung zu lesen oder zum täglichen Meinungsaustausch. Die Wiener liebten den Kaffee sehr. In den etwas vornehmeren Lokalen konnte man oft auch Prominenz antreffen.
Dorothea hatte eine Idee. Als Erstes würde sie das Kaffeehaus Dobner beim Getreidemarkt aufsuchen. Es lag nicht weit von ihrem Zuhause entfernt. Schon mehrmals war sie dort mit den Eltern eingekehrt und sicher würde man sie da kennen.
„Zu Hause Däumchen drehen bringt jetzt gar nichts. Es muss endlich etwas geschehen!“
Ihrer Mutter sagte sie, dass sie mit zwei Schulkolleginnen für die morgige Probe Mathe büffeln würde. Es reichte aber durchaus, wenn sie die Hefte abends nochmals anschaute. Mathematik war ihre Stärke und gute Noten brachte sie noch jedes Mal mit nach Hause.

Im Dobner hielten sich am späteren Nachmittag sehr viele Leute auf. Die Kundschaft bestand hauptsächlich aus Herren. Lediglich an der rechten Wand saß ein Ehepaar an einem Tischchen. Doro fiel sofort auf, als sie das Lokal betrat. Höchst unangenehm, all diese Blicke!
Die Vierzehnjährige war ein äußerst hübsches Mädchen, mit langen kastanienbraunen Haaren, die sie jetzt unter ihrem Hut versteckt hielt. Sie hatte ein rundes Gesicht mit großen braunen Augen, war schlank und ihre etwas dunklere Haut unterschied sich deutlich von all den anderen Wienerinnen. Diese Haut erfüllte sie mit Stolz, denn schließlich stammte sie von italienischen Vorfahren ab.
Zudem zog sie sich immer modisch an. Das lange, vielfarbige Kleid passte gut zu ihr und noch besser zu ihrem Hut. Alle schauten sie bewundernd an. Es war ihr peinlich und sie blieb einen Augenblick stehen. Ein Mädel allein im Kaffeehaus, völlig ungewöhnlich!
Zuhinterst neben dem Ehepaar stand ein freies Tischchen. Schnellen Schrittes ging sie dorthin und setzte sich.
„Nimm dich allzeit vor den Männern in Acht!“, warnte die Mutter Doro immer wieder. „Vertraue ihnen nicht. Du bist jetzt noch sehr jung.“
Die meisten Mädchen im Wien der Belle Époque, der guten alten Zeit, waren nur schlecht oder gar nicht aufgeklärt, und viele wurden noch vor ihrer Volljährigkeit schwanger. Natürlich vertuschten sie dies so gut wie möglich. Es gab auch einige junge Frauen, die ein solches Kind wegmachen ließen.
Frau Schweighofer sagte ihrer Tochter jedoch alles Notwendige zu diesem Thema, und sie wusste jetzt bestens Bescheid. „So etwas wird mir nie passieren.“
„Was darf ich dem gnädigen Fräulein bringen?“
Sie lächelte den Kellner an. „Ich hätte gern einen Kaffee.“
„Mit oder ohne Schlagobers?“
„Bitte ohne.“
Doro wurde fast ein bisschen verlegen. „Gnädiges Fräulein“ nannte sie der Kellner. In letzter Zeit kam es wiederholt vor, dass man sie so betitelte. Das hing auf jeden Fall mit ihrem bereits erwachsenen Aussehen zusammen.
Sie stellte fest, dass im Kaffeehaus Dobner nur Männer bedienten. Kellnerinnen sah man keine, und sie seufzte: „Dieser Gang hat sich nicht gelohnt.“

Im nächsten Lokal hatte Doro mehr Glück. Eine jüngere Frau bediente sie, und ein graugekleideter Herr nahm neben ihr Platz.
„Dürfte ich um Ihre Bekanntschaft bitten?“, fragte er höflich.
Sie nannte ihren Namen, worauf er sich mit Dr. jur. Egon Weber vorstellte.
„Ein Jurist also: gebildet und mit guten Manieren ausgestattet“, überlegte sie und erklärte ihm, warum sie allein in einem Kaffeehaus saß.
„Das ist ja interessant“, meinte Weber. „Da kann ich Ihnen vielleicht helfen. Bei uns im Hausblock wohnt seit zwei Monaten ein blondes Mädchen. Sie mag wohl in Ihrem Alter sein. Jeden Nachmittag geht sie weg und kommt in der Regel erst gegen einundzwanzig Uhr nach Hause. Sie redet mit niemandem und verschwindet jeweils sofort in ihrer Wohnung.“
Doro wurde hellhörig. „Blond haben Sie gesagt? Seit zwei Monaten in Ihrem Wohnblock? Das kann nur Anna sein! Ja, das ist sie!“
Ganz aufgewühlt erkundigte sie sich weiter: „Darf ich mit Ihnen kommen, Herr Weber?“
Dieser schien die Frage gar nicht abzuwarten, stand auf und legte ein Geldstück als Bezahlung auf den Tisch. Doro folgte ihm nach draußen. Sie vermutete keine Falle. Weber sah vertrauensvoll aus und hatte gewiss keine bösen Absichten.
Bis zum Wohnblock war’s nicht weit. Weber schloss das Haustor auf, und sie stiegen bis in den ersten Stock hinauf.
„Warten Sie hier vor dieser Tür“, instruierte er das Mädchen. „Ich muss noch rasch etwas holen.“
Sie schaute sich um. Ein langer, finsterer Gang lag vor ihr, und das Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie jetzt an die besagte Tür klopfte. Gleich würde Anna aufmachen, und sie könnten sich in die Arme schließen.
„Gehen Sie nur hinein“, sagte Weber plötzlich hinter ihr. Er hielt eine Flasche Wein in der Hand und trug keinen Mantel mehr. Sie wurde misstrauisch.
„Was wollen Sie mit diesem Wein?“
„Den werden wir jetzt zusammen trinken, Kleine.“
Dr. jur. Weber öffnete die Tür, machte Licht und schubste Doro hinein. Ein ausgestopfter Uhu schaute sie drinnen mit großen Augen an. Sie stieß einen Schrei aus, drehte sich um und rannte davon. Nur knapp war sie der Gefahr entronnen!
„In Zukunft muss ich vorsichtiger sein.“
Während der nächsten Wochen besuchte sie noch mindestens zehn Kaffeehäuser, alle gut zu Fuß von daheim aus erreichbar. Anna blieb jedoch verschollen.
...
5 Sterne
Beachtliches Erstlingswerk von Peter Ryser - 10.08.2026
Claude

Beeindruckt hat mich, wie die fiktive Geschichte von Dorothea mit den realen Weltgeschehnissen verknüpft ist. Die politischen Umbrüche der beiden Weltkriege, kulturelle Höhepunkte sowie technische Leistungen dieser Zeit werden sehr spannend in die Handlung integriert. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf eine Fortsetzung macht.

5 Sterne
Spannend! - 13.07.2026
Daniel Rolli

Ich finde, der Autor verbindet Realität und Fantasy geschickt zu einer sehr interessanten Geschichte.Trotz mehreren Schicksalsschlägen und Enttäuschung und Schmerz, hat Hilfsbereitschaft und die Liebe immer ihren Platz.Ich kann das Buch sehr empfehlen.

5 Sterne
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5 Sterne
Fesselnde Sommerlektüre 07.07.2026 - 07.07.2026
Ingrid Brunner

Leichter und sehr spannend geschriebener Roman, welcher zur Zeit des 1. Und 2. Weltkrieges handelt. Geschichtskenntnisse werden nebenbei aufgefrischt. Die Suche nach der verschwundenen Freundin Anna, mit immer wieder überraschenden Wendungen, begleiten durch das Buch. Vielleicht gibt es ein Zusammenfinden der Freundinnen in einem 2. Roman.

5 Sterne
Dorothea gib nicht auf 14.06.2026 - 14.06.2026
Monika und Ulrich Rolli

Schöne Bucheinfassung.Der Roman lässt sich gut Lesen, spannend bis zum Ende, hoffe auf einen 2.Band.

5 Sterne
Neugier am Ende, Lesefluss von Anfang an - 04.06.2026
Béatrice

Spannend und gut verständlich geschrieben – das Buch lässt sich flüssig lesen. Man merkt dem Autor das Herzblut an, und die Geschichte zieht einen schnell hinein. Die Mischung aus Spannung und zugänglicher Sprache macht Lust auf eine Fortsetzung, denn am Ende bleibt man gerne neugierig. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

5 Sterne
Gib nicht auf, Dorothea! - 31.05.2026
Ingo Linsel, Weimar

Auf diese Idee muss ein Autor erst mal kommen: Er sieht in einem Wiener Park zwei junge Männer mit markanten Schnurrbärten auf Parkbänken gegenübersitzen, die in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts dort tatsächlich weilen. Später liefern sie sich einen Kampf, bei dem die Zahl der geopferten Toten nur noch geschätzt werden kann. Als wäre er Augenzeuge führt der Autor seine Leser hautnah an einzelne Etappen dieses Geschehens, wobei ihm ein aus Wien entführtes Mädchen zu Hilfe kommt, die von ihrer Freundin verbissen gesucht wird. Jene Dorothea folgt nun den Spuren, die zu einschneidenden Ereignissen dieser Zeit führen. Angefangen vom Putsch der Nazis in München, wo sie zwischen die Fronten gerät oder als spätere Frau eines Schreiners, der im Bürgerbräukeller dem gräulichen Führer-Spuk ein Ende bereiten will, lässt Dorothea die Leser mitfiebern. Auch das nahende Ende des Mannes mit dem Oberlippenbärtchen erlebt sie am eigenen Leib in Peenemünde, als die Briten die deutsche Raketenproduktion mit einem Bombenteppich beerdigen wollen. Wer detailreich an der Geschichte teilhaben möchte, wird von dem Schweizer Autoren Peter Ryser mitgerissen.

5 Sterne
Spannendes Erstlingswerk - 15.05.2026
Beatrice Biberstein

Die mit viel Sachverstand und voller spannender Wendungen geschriebene Geschichte machte es mir fast unmöglich, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen.Da das Ende des Buches alles offen lässt, wäre toll zu erfahren, was die Zukunft Doro, Anna, Georg etc. bringt.

4 Sterne
Ein Roman mit geschichtlichem Hintergrund - 05.05.2026
Theres Ellenberger

Die Geschichte ist spannend, kurzweilig und verständlich erzählt. Eingebunden in die Zeit des 1. und 2. Weltkrieges.Ein offener Schluss lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

5 Sterne
Ein spannender Geschichtsroman. - 03.05.2026
Luigi

Am Schluss vom Roman wünscht man sich eine Fortsetzung. Die Geschichte von Dorothea ist gut eingebetet in Ereignisse aus der Zeit von 1913 -1943.

5 Sterne
Spannender Roman eingebettet in die realen Gegebenheiten von 1913 bis 1942 - 26.04.2026
Urs Brand

Die erfundenen Figuren sind wunderbar eingebettet in die reale Geschichte des 1. und 2. Weltkriegs. Durch die vielen Konversationen ist das Buch sehr lebendig gestaltet und die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel. Ein grissartiges Erstwerk!

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