Gefühlvolle göttliche Begegnungen

Gefühlvolle göttliche Begegnungen

Alexander Hofstetter


EUR 13,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 50
ISBN: 978-3-95840-667-4
Erscheinungsdatum: 20.02.2018
Ein Leben, das mit vielen Tiefpunkten gepflastert ist, wird durch einen schweren Autounfall und die darauf folgende Begegnung mit Gott vollkommen verändert. Für Alexander Hofstetter beginnt ein neuer Abschnitt.
Mein Date mit Gott


ALS ICH ENDLICH BEI IHM SEIN DURFTE!

Diese Geschichte erzählt von einer Seele, die mit 35 Jahren einen schweren Autounfall hatte, und während zehn Tagen im Koma beim Vater seiner Seele, dem lieben Gott, sein durfte!



Kindheit

Am 18. Januar 1968 um 3.50 Uhr durfte ich zum ersten Mal die Luft dieser Erde schnuppern. Na ja, es war wohl nicht ganz so toll mit dem ganzen Rotz und sonstigen Flüssigkeiten, die ich in meiner Nase mitbekommen habe. Zum Glück waren meine Geschmacksnerven zu diesem Zeitpunkt noch nicht so gut entwickelt, denn sonst wäre meine Beurteilung über die Landung auf diesem Planeten Erde sicher nicht positiv ausgefallen. Die Lebenserfahrungen der kommenden Jahre hatten allerdings den ersten recht guten Eindruck „relativ“ schnell zunichtegemacht!
Nun, das habe ich meiner biologischen Erzeugerin, die man eigentlich Mutter nennt, zu verdanken. Aber ihr werdet gleich sehen, warum ich sie nicht so nennen will! Das nun Folgende schreibe ich weniger aus eigener Erinnerung, die nur sehr schwach ist (aus psychologischer Sicht muss das so sein), sondern aus den Erzählungen meiner Tanten, Onkel und hauptsächlich meiner lieben Oma, die dann auch zwangsweise meine Ersatzmama wurde, obwohl sie sich das nicht unbedingt so ausgesucht hatte! Selber hat sie auch schon vier Jungen und vier Mädchen zur Welt gebracht und ihnen den Weg in ein liebevolles Leben gezeigt. Hin und wieder ergeben sich in solch einem Leben aber Dinge, die anders kommen, als man denkt. Und wenn man dann mit knapp sechzig noch mal zwei Jungs mit fünf und sechs Jahren bekommt, geht das nicht mehr einfach so nebenher wie mit den eigenen. Aber wenn man einen Sohn hat, der mit sich selber und seiner Lebenssituation überfordert ist, dann bekommt man eben ganz schnell Zwangsnachwuchs aufs Auge gedrückt!
Wir, das heißt mein Vater, ebenfalls nur biologischer Erzeuger, (er hatte nur Fußball und Saufen im Kopf, sonst weiß ich von nichts Gutem), meine Mutter und mein Bruder, der ein Jahr und zwei Monate vor mir geboren wurde und wahrscheinlich auch deshalb einen Kopf größer war als ich. Wir haben in der Mitte des Dorfes gewohnt und meine Oma vorne. Wie so oft am Freitagabend war wieder mal Streit angesagt bei meinen Eltern. Mein Vater wollte unbedingt noch ein Feierabendbier mit seinen Kollegen trinken gehen. Da wurde meine Mutter zu einer rasenden Furie und schrie meinen Vater an: „Wenn du jetzt schon wieder saufen gehst, dann lasse ich mich scheiden und die Kinder kommen in ein Heim!“ Drauf erwiderte unser Vater: „Dann geh doch Endlich, du blöde Kuh, ich komme auch alleine mit den Kindern zurecht.“ Und schwuppdiwupp fiel die Tür krachend ins Schloss. Am nächsten Morgen stand mein Vater irgendwie hilflos vor seiner Mutter und meinte: „Mama, ich will mich scheiden lassen. Das kann ich aber nur, wenn du die Kinder nimmst.“
„Junge, ich habe dir ja immer gesagt, sie ist nichts für dich, nun siehst du, was du davon hast.“
„Ja, Mama, ich weiß ja, aber ein Mann hat halt nicht immer die Kraft so eine rassige und hübsche Frau von der Bettkante zu stoßen, darin war sie wirklich einsame Spitze, du verstehst!“
„Ja, Junge, diesen Vorbau konnte man nicht übersehen. Bring die Kinder zu mir, dann werden sie auch Kinder sein dürfen, und die blauen Flecken werden auch ein Ende haben.“
Glücklicherweise habe ich keine direkte Erinnerung daran, dass unsere Mutter uns immer grün und blau geschlagen hat. Woran ich mich aber noch gut erinnern kann, ist, dass sie wirklich sehr wütend wurde, als ich nicht gerade angefangen habe zu weinen, als sie ihre Schlägersalven auf mich losgelassen hat. Leider hatte dies sehr unangenehme Folgen für meinen Bruder. Denn weil sie beim kleinen Alex (das ist der Schreiber dieser Zeilen) keinen Erfolg mit ihrer vor Wut entbrannten Leidenschaft, Schläge auszuteilen, hatte, rastete sie völlig aus und verdrosch meinen Bruder noch viel mehr und härter als ohnehin schon! (Er war ja auch einen Kopf größer.) Wer würde das eine Mutter nennen?
Leider bekam ich das von meinem Bruder im Laufe der Jahre wieder zurück!
(Er war ja immer noch größer als ich.)
Am Samstagnachmittag waren wir also mit unserem Vater auf dem Fußballplatz.
Dann hat er mit seiner Mannschaft Fußball gespielt. Ob sie allerdings gewonnen oder verloren hatten, war für die anschließende Kneipentour relativ egal. Eine der beiden Kneipen hieß Alte Schmiede, ab und zu waren wir auch oben in der „Sonne“. Dann haben die Fußballmänner ihrem liebsten Hobby gefrönt, sich Bier in ihre Kehlen zu schütten.
Und wie das eben so ist mit gewissen Süchten von Menschen, vertun sie sich dann gern mal mit der Zeit. Denn Zeit ist in solchen Augenblicken nicht mehr von Bedeutung. Um 2.00 Uhr morgens meinten sie dann nur: „Oh Mann, jetzt ist es schon wieder so spät geworden, wir wollten doch eigentlich um 12.00 Uhr gehen. Na ja, die Uhr ist halt wieder schneller gelaufen, als wir das Bier runterschlucken konnten.“ Als um 2.00 Uhr oder noch später endlich Schluss war mit dem Bier, war die Zeit gekommen, um mit den mühevoll angesammelten Promille nach Hause zu fahren. Ja, natürlich mit dem Auto, mit dem Fahrrad ging es ja nicht mehr!
Die wirklich prägendste Erinnerung an diese Promille-Fahrten könnte wirklich aus einem guten Krimi stammen. Wie immer ging es mit vier, fünf oder noch mehr Promille los. Wir stiegen ein wie immer. Ich hinten, mein Vater und mein Bruder vorne. Eine Stunde Fahrt hatten wir vor uns. Die erste halbe Stunde war wie immer, wie immer heißt, irgendwie im Zickzack! Entschuldigung, zwischendurch ging es auch mal geradeaus. Wahrscheinlich haben wir in diesem einen Moment unser Leben meinem Bruder zu verdanken. Denn unser Fahrer hatte nun für einen kurzen Augenblick, für den Bruchteil einer Sekunde, beschlossen, sich seinem Rausch hinzugeben und ein wohl verdientes Nickerchen zu halten. Als wir dann auf den Baum, der sich auf der andern Straßenseite befand, zusteuerten, nahm mein Bruder geistesgegenwärtig das Lenkrad in die Hand und brachte uns wieder in die richtige Richtung und rettete uns vor dem Baum! Dass beherzte Eingreifen in das Lenkrad musste zum Glück nur dieses eine Mal sein! Die sonst üblichen Zickzack-Fahrten bedurften keiner Hilfe von meinem Bruder, die gingen auch so mit einem „BLAUEN AUGE“ an uns vorüber!

Nun gut, glücklicherweise hat sich meine biologische Erzeugerin dann aus dem Staub gemacht, als ich fünf Jahre alt war. Und sie startete ihren zweiten Versuch, ihr Glück in Italien zu finden. Mein biologischer Erzeuger tat eigentlich dasselbe, obwohl er nicht auszog! Jetzt, wo wir bei unserer Oma waren, gab es für ihn keinen Grund mehr, sich um seine Kinder zu kümmern. Das war für meine restliche Kindheit ein Segen. Denn meine Oma gab mir die Liebe, die Kinder eigentlich von ihren Eltern bekommen sollten! Meine Erzeuger haben in diesem Punkt, wie auch in allen anderen Punkten, die mit der Erziehung von Kindern zu tun haben, mehr als nur versagt!
Nach zwanzig Jahren Dolce Vita in Italien hat sich unsere biologische Erzeugerin vor lauter Sehnsucht nach ihren Söhnen in Deutschland doch wieder für einen sehr kurz entschlossenen Länderwechsel entschieden! Dafür musste sie aber den Kompromiss eingehen, das sie ihre beiden wirklich gut gelungenen Mädchen, wie die Söhne zuvor auch, bei ihrem Papa (der seine Mädchen beschützen wollte, wovor auch immer) in Italien lassen musste. Ob dies nun gewollt oder aus ihrer Sichtweise unfreiwillig geschah, darüber darf die Welt spekulieren! Dieser wohl eher nicht freiwillige Wechsel veranlasste sie, sich ungezwungen und hemmungslos über ihren Telefonhörer, der ja an dieser ganzen Misere unbeteiligt war, zu stürzen. Der liebe Alexander, (wieder ich) wollte von den ersten zehn Versuchen, ihn mit dem Telefonhörer in der Hand treffen zu wollen, allerdings erst mal nichts wissen. Nach dem alles entscheidenden elften Anruf war meine Neugier, diese für mich doch sehr fremde Person (meine Mutter?) zu treffen, soweit vorangeschritten, dass ich meinem Herzen einen Ruck gab und einem Treffen zustimmte. Dieses Treffen entwickelte sich allerdings nicht zum Vorteil für meiner „Mutter“. Natürlich hatte ich die für mich alles entscheidende Frage schon längst zurechtgelegt. Schließlich sollte sie viel über meine weitere Zukunft entscheiden. Endlich war es so weit und wir trafen uns in einer Kneipe. Nach dem sie mir dann vieles über Italien und meine Stiefschwestern erzählt hatte, stellte ich ihr diese eine Frage!
„Liebe Mama, warum hast du dich in deinem jugendlichen Leichtsinn (17) dazu hinreißen lassen, deine beiden Söhne grün und blau zu schlagen? Na ja, wenigstens hin und wieder, wenn dir gerade danach zumute war.“
Mit dieser unangenehmen Wahrheit konfrontiert, steckte sie den Kopf in den Sand und stritt erwartungsgemäß alles ab. „Nein, das ist nicht wahr, eure Oma und auch die Elisabeth logen beide, weil sie mich loswerden wollten!“ Dass ich darüber sehr großes Unverständnis äußerte, konnte sie mit keiner Faser ihres wohlgeformten Körpers verstehen. Daraufhin wollte sie mich natürlich unbedingt von ihrer Wahrheit überzeugen. Leider ist sie damit an meinem Steinbockwesen und der Wahrheit von meiner Oma und meinen Tanten kläglich gescheitert. Zu ihrem Missfallen habe ich ihr dann eröffnet: „Liebe Mama, es tut mir wirklich sehr leid, aber du wirst ja selber einsehen, dass deine Wahrheit und meine Wahrheit sich nicht in Einklang bringen lassen. Deshalb ist es mir leider nicht mehr möglich, dich noch mal zu sehen. Heute nicht, morgen nicht und in 500 Jahren immer noch nicht! Aber trotz dieser bitteren Tatsache für dich, wünsche ich dir ein ganz schönes Leben mit viel Ruhe und Frieden.“
Mein Vater musste damals etwas unterschreiben, dass er das alleinige Sorgerecht für uns beide übernimmt. Das konnte er natürlich nur, weil meine Oma damit einverstanden war und sie uns großgezogen hat. Das war dann aber auch das Beste, was er je für seine Söhne getan hat. Oder gab es da noch etwas von dem ich gar nichts weiß?
Entschuldigung, natürlich gibt es da noch etwas.

Beide versagenden Elternteile haben mir und meinem Bruder dieses wunder-schöne Leben geschenkt! Das darf man natürlich nicht vergessen!
Denn hätten sie sich nicht für diese mindestens zweimal der schönsten Sache der Welt hingegeben, wären mein Bruder und ich nie geboren worden. Dann hätte meine Seele nicht diese Erfahrungen machen, und diese Zeilen schreiben können!

Von nun an konnte mein Vater, Entschuldigung, mein biologischer Erzeuger, seinem eigentlichen Lebenssinn frönen. Fußball, Saufen und anschließend sturzbetrunken mit seinen Kindern nach Hause fahren! Was für ein Vorbild! Da kann man richtig gut fürs Leben lernen.

Allerdings wandelte sich diese Sichtweise nach der göttlichen Begegnung.
Denn auf der anderen Seite dieses Lebens, (da oben im Zwischenraum – Himmel genannt) stellt man sich die Erfahrungen, die man in diesem Leben sammeln möchte, in einem großen Paket zusammen.
Ich, mein Bruder und Vater sind dann nach vorne zu meiner Oma gezogen. Von da an war meine Kindheit auch so „NORMAL“ wie die aller anderen Kinder.
Wenn man mal davon absieht, dass man mit einem Bruder aufwachsen musste, der durch seine Mutter psychisch so geschädigt war, dass er diese negativ geprägten Erfahrungen an seinem kleineren und jüngeren Bruder auslassen musste. He, schaut alle mal her, wer hier der Stärkere ist!
Als er dann in der fünften Klasse auch noch sitzen geblieben war, und wir ab da zusammen in einer Klasse waren, konnte er natürlich den starken Macker vor unseren Klassenkammeraden spielen! Und seinen kleinen Bruder immer wieder mal so zwischendurch verhauen und an den Ohren ziehen und irgendwelche dummen Sprüche loslassen. So konnte er seine Defizite, die er durch die Prügel unserer Mutter bezogen hatte, an seinem kleinen Bruder wieder auslassen. Er war ja schließlich einen Kopf größer und stärker als ich. Wenn dann beim Abendessen wieder mal einer nicht da war, wo er sein sollte, ist es dann für irgendjemanden noch eine Frage, wer das sein konnte? Nicht wirklich, oder?
Also musste sich der Suchtrupp wieder mal daran machen, den freiwillig verlorenen Sohn irgendwo in den Tiefen des Hotzenwaldes zu finden!
Dieses Finden konnte gut und gerne drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen!
Natürlich gab es nach dem Finden die übliche Standpauke. Aber nach einer gewissen Zeit kam dieses Verlangen, wieder verloren gehen zu wollen, zurück und das Suchen fing wieder von vorne an.



Engel

Als Kind war ich mir natürlich über die Anwesenheit von Engeln in meinem Leben noch nicht bewusst. Aber ich kann euch einzelne Ereignisse erzählen, wo sie mir zur Seite standen, sogar ohne mein Wissen!
Als achtjähriger Junge wollte ich mal den Rausch der Geschwindigkeit erleben und habe mich bei meinem Onkel Thomas auf die Stoßstange seines VW Käfers hinten draufgesetzt. Natürlich hat er das nicht bemerkt. Ungefähr zwei Kilometer nach einer Kurve, als die Geschwindigkeit nicht mehr so hoch war, dachte ich mir, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um abzuspringen. Das hab ich dann auch leider gemacht. Ich konnte natürlich nicht zählen, wie oft ich mich überschlagen habe, aber zwischen zehn und zwanzig Saltos werden es bestimmt gewesen sein. Irgendwie benommen und benebelt bin ich wieder zu Hause angekommen. Als meine Oma mich sah, fragte sie nur: „Alex, du siehst irgendwie anders aus. War irgendetwas?“ Ich schüttelte nur den Kopf.
Als wir bei meiner Oma vorne wohnten, wohnten wir in einem schönen älteren Bauernhaus. Es wurde von meinem Onkel Herbert, der für mich ein Vaterersatz war, umgebaut. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon 18 Jahre alt und hatte schon seit sechs Jahren nicht mehr dort gewohnt. An den Wochenenden bin ich aber oft die 40 km von Rheinfelden nach Rüßwihl mit dem Fahrrad gefahren. Da Onkel Herbert nicht allzu viel Geld hatte, und die ganze Familie handwerklich sehr geschickt war, machten wir sehr viel selber. Zu diesem Zeitpunkt war das Scheunendach an der Reihe. Wir hatten schon das ganze Dach abgedeckt. Ich stand auf einem Zwischenboden drei Meter über dem darunter liegenden Betonboden, als Herbert mir zurief: „Alex, zieh mal bitte diese Eisenzange dort raus.“ Ohne zu überlegen, tat ich, wie mir geheißen. Was Herbert mir sagte, war ja schließlich richtig. Ich traute meinen Augen und Ohren nicht. Es dauerte keine zwei Sekunden und ich stand drei Meter tiefer auf dem Betonboden unter mir. Die Holzbalken und Bretter flogen mir nur so um die Ohren und ich wusste nicht, wie mir geschah! Man höre und staune, ich trug nur eine leichte Schürfwunde an der linken Schulter davon. Das war alles. Heute danke ich meinem Schutzengel dafür, dass er die Bretter und Balken in eine andere Richtung gelenkt hat!



Gott Koma und die Auswirkungen


ENDLICH WAR ES SO WEIT! AM 1. JULI 2003, 18.45 UHR

Es war die erste Nacht in meinem Leben, wo ich im Wald schlafen wollte.
Na ja, von schlafen kann nicht wirklich die Rede sein, denn für so manche Waldbewohner ist man ja in ihr Revier eingedrungen, ohne um Erlaubnis zu fragen! Und genau deshalb liefen die Ameisen weiterhin über Stock und Stein und über Nase und Augen von diesem Menschenkörper, der da im Weg herumlag. Bei den Ohren angelangt, machten sie aus dem Bauch heraus wieder kehrt, wie ihnen ihre innere Stimme sagte: Nein, dieser Tunnel führt nicht in unser Zuhause!
Da ich in dieser Nacht nicht wirklich zum Schlafen kam, war der Heimweg mehr als nur verschlafen.
Als kleiner Junge wollte ich schon immer mal mit einem Hubschrauber fliegen. Dieser Wunsch wurde mir vom Universum auch erfüllt, aber nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte! Man sagt zwar, das Koma-Patienten alles um sich herum mitbekommen können, aber bei mir war das leider oder vielleicht auch zum Glück, wer weiß das schon so genau, nicht der Fall. Denn nachdem ich die Polizeiabsperrung mit einem eleganten Schlenker umfahren hatte, stand da plötzlich die 100 Jahre alte Eiche im Weg, und mein Auto und sein Fahrer sahen auf die Schnelle keinen Ausweg mehr und es blieb ihnen keine andere Wahl, als der Eiche einen ganz dicken Kuss mit der Stoßstange aufzudrücken. Leider hat die Eiche eine bleibende Narbe davongetragen, aber sie steht noch, was mir wirklich sehr am Herzen liegt.
Genau in dem Moment, als die Eiche von meiner Stoßstange geküsst wurde, blies sich auch der Airbag in einem Sekundenbruchteil auf, der meinem Kopf und infolgedessen auch mir das Leben rettete. Von da an durfte ich Gottes Liebe spüren.

Auf einmal war alles federleicht, sehr ruhig und der Himmlische Frieden, die unendliche Liebe Gottes, war mit allen Fasern meines Seins zu spüren. Die Engelglöckchen läuteten zum Abendgebet und alle Himmelbewohner sangen im Himmlischen Einklang, um Gott zu ehren.
Die unendliche Liebe unseres Schöpfers kann ein menschliches Wesen nur sehr schwer in Worte fassen. Denn Gott kann man nur fühlen. Wenn ein Erdenkind Gott fühlen könnte, müsste es auf der Stelle tot umfallen! Weil diese unendlich große liebe uns auf der Stelle „zerdrücken“ würde! Weil die Seele diese Liebe als „Mensch“ noch nie erfahren durfte, könnten wir es gar nicht ertragen! Wenn man diese Liebe in Worte fassen könnte, würde sie sich in etwa so anhören: Erinnere dich mal daran, als du das erste Mal in einen anderen Menschen verliebt warst. Du dachtest dir, wenn er nicht mehr da ist, dann will auch ich nicht mehr sein. Ohne ihn macht mein ganzes Leben keinen Sinn mehr. Ich liebe ihn so sehr, dass es wirklich keiner verstehen kann.
Und wenn du nun dieses Gefühl des Verliebtseins, dieses Gefühl der unendlich großen Liebe, mit ZEHN MILLIONEN multiplizierst, dann bist du sehr nahe dran an der unendlichen Liebe Gottes!
Lieber Leser, ich hoffe, du kannst es mir verzeihen, dass ich als Mensch nicht in der Lage bin, dir das Gefühl, dass ich zehn Tage im Koma erleben durfte, zu vermitteln! Dazu bin ich einfach nur Mensch! Du siehst, mit menschlichen Worten kann man diese Liebe einfach nicht beschreiben!

Während der nächsten zehn Tage war das Leben einfach nur Liebe.
Ungewollt bekam ich einen Nagel in meinen rechten Oberschenkel gehämmert, und der schlagartige Airbag Kuss meinte, mir ein Schädelhirntrauma aufdrücken zu müssen! Nun, es gab nicht nur Schönes bei diesem Gottesunfall. Den negativen Seiten wollen wir aber keine weitere Beachtung schenken. In den nächsten sechs Monaten bewegte ich mich auf einem sehr unbekannten Terrain. Nicht genau wissen zu dürfen, ob man auf der Erde als „NORMALER“ Mensch bleiben darf oder nicht, kann schon eine gewisse Spannung in einem hervorrufen. Nachdem die Spannung abgebaut war, blieb ein normaler „NEUER“ Mensch übrig. Als ich nach einem halben Jahr wieder einen klareren Kopf hatte, musste ich mit einem überraschenden Ausdruck feststellen, dass alles um mich herum irgendwie anders war! Dann kam im Laufe der Zeit aber die Erkenntnis hinzu, dass nicht meine Umgebung sich verändert hatte, sondern dass ich derjenige war, der auf einmal alles in einem andern neuen Blickwinkel sah! Was war geschehen? Was für Auswirkungen kann Gott auf einen normalen Menschen haben? Auf einmal und unmerklich nimmt man alles um sich herum mit einem neuen BEWUSSTSEIN wahr!
Alles scheint auf einmal mit mehr Sinn erfüllt zu sein. Mit einfachen Worten ausgedrückt, das Leben ist dazu da, damit unsere Seele ERFAHRUNGEN SAMMELT auf diesem wunderschönen Planeten Erde.
Ja, ich weiß, dass sich das vielleicht banal anhört, aber es ist der wahre Sinn in diesem Leben, die Seele will Erfahrungen sammeln.
Das war in unseren vorherigen Leben so, und wird es in unseren zukünftig kommenden Leben auch sein. Dafür wurde die Seele erschaffen, um in jedem Leben neue Erfahrungen zu sammeln!
Und wenn unsere Seele so weit entwickelt ist, dass sie nicht mehr als Mensch auf der Erde wandeln muss, dann dürfen wir als Engel oder Kobolde im Universum herumflitzen.



ZWEITER VERSUCH, GOTT IN WORTE ZU FASSEN!

ABSOLUTE
WAHRE
LIEBE
LIEBE LIEBE LIEBE LIEBE LIEBE, MEHR LIEBE GEHT NICHT

Liebe so weit das Auge reicht und so weit Ohren hören können, Liebe hinten, vorne, oben, unten und sonst auch überall. Unser aller Schöpfer, der liebe Gott, ist eine riesengroße Energieform. Diese Energie hält das ganze Universum in seinen Händen und diese Energie ist absolute, wahre, reine Liebe.
Ein menschliches Gehirn ist nicht annähernd in der Lage, diese Liebe geistig erfassen zu können. Wenn das möglich wäre, müsste man auf der Stelle tot umfallen!
Sorry, es tut mir leid, aber meine Gotteserfahrung sagt mir genau das. So viel Liebe kann der Mensch nicht begreifen, weil er es als Mensch noch nie so erleben durfte. Diese Liebe ist so groß und überstrahlt alles, sodass ich daran verzweifle, euch diese Schönheit von absoluter, wahrer Liebe erzählen zu wollen!
Im Koma ist der Geist auf einer viel höheren geistigen Stufe als der Mensch, deshalb kann man dort die Liebe Gottes spüren und sich der ewigen Liebe hingeben, sich fallen lassen in die so unendliche Liebe Gottes.

Ich denke, dass ich eine sehr begnadete Seele bin, weil ich dieses Erlebnis für zehn kurze Erdentage erleben durfte! Die unendliche Liebe Gottes spüren zu dürfen.

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