Elizabeth und Vlad

Elizabeth und Vlad

Sylvia Schwetz


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 184
ISBN: 978-3-99131-603-9
Erscheinungsdatum: 05.12.2022
Wahre Bestimmung? Elizabeth steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Und dann lernt sie auch noch Vlad kennen. Das Problem dabei? Er ist ein Vampir, verheiratet und erwartet von Elizabeth Dinge, mit denen sie mal so gar nicht einverstanden ist …
Vorwort

Es ist nicht einfach, etwas niederzuschreiben, von dem man weiß, dass man es schon fast sein ganzes Leben durchmacht.
Ganz einfach: Ich habe nun beschlossen, meine Geschichte und mein Geheimnis mit anderen zu teilen. Vielleicht werden mich einige für verrückt halten und denken, dass ich nur Aufmerksamkeit möchte, aber dem ist nicht so.
Ich weiß aber auch – und daran habe ich keinen Zweifel –, dass es auf dieser Welt andere Personen gibt, die so etwas wie ich erlebt haben und durch Schicksale und Erniedrigungen auch in solchen Parallelwelten Mut schöpften. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert, weil, immer wenn ich eine Therapie angefangen habe und ich meine Lebensgeschichte erzählte, war die Therapeutin sehr erstaunt, dass ich noch immer lebe. Sie hat mich auch einmal gefragt, ob ich denn keine Selbstmordgedanken hatte. Ich schaute sie lange an und sagte ihr: „Nein, hatte ich nicht, denn ich habe mir immer gesagt, dass es nicht mehr schlimmer werden kann und das Leben geht weiter.“
So, nun wäre der Anfang oder Beweggrund erzählt, warum ich meine Geschichte – die im Übrigen ganz anders ist – niederschreiben möchte.

Ich wuchs in einfachen Verhältnissen auf und wir waren am Anfang eine sehr glückliche Familie.
Da war mein Vater, der eine Anstellung in einem Radio- und Fernsehgeschäft hatte, dann meine Mutter, die als Sekretärin arbeitete. Meine Schwester und ich waren knapp zwei Jahre auseinander und hatten ziemlich verschiedene Charaktere.
Ich war die Ältere von uns beiden, aber auch die Labilere, das heißt, dass ich mit manchen Situationen nicht so schnell klarkam wie meine Schwester, die viel selbstbewusster und stärker war.
Ich möchte jetzt hier nicht ein Buch schreiben über meine ganze Kindheit und die Vorkommnisse in der Familie, sondern nur kurz diesen kleinen Einblick geben, da ich ja vorhabe, eine ganz andere Geschichte zu schreiben.
Ich möchte mal so anfangen, dass ich schon seit meiner Kindheit, die alles andere als rosig war, eine zweite Identität aufgebaut habe.
Ich weiß zwar nicht, warum, aber es hat mir immer geholfen über gewisse Schicksale hinwegzukommen.
Meine Kindheit war von der Scheidung meiner Eltern und den neuen Bekanntschaften meiner Mutter geprägt. Wir, meine Schwester und ich, waren oft allein zu Hause, haben nichts von unserer Jugend gehabt.
Als ich so elf Jahre alt war – meine Eltern hatten sich gerade scheiden lassen –, war ich eines Tages allein in der Wohnung. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich nicht allein war, sondern, dass da jemand war. Als ich gerade ins Wohnzimmer gegangen war, spürte ich es intensiver und drehte mich um, aber da war niemand. Aus lauter Panik fing ich an zu laufen und rannte in das Kinderzimmer, schloss die Türe hinter mir und versteckte mich zwischen Bett und Fenster. Als ich merkte, dass dieses Etwas – damals konnte ich es nicht anders formulieren – mich verfolgt hatte und die Türe öffnete und ins Zimmer trat, machte ich mich noch kleiner und legte mein Gesicht auf die aufgestellten Beine.
Ich versuchte so wenig wie möglich zu atmen, um mich nicht bemerkbar zu machen. Dann hörte ich die fast lautlosen Schritte, da das Zimmer mit einem Teppich ausgelegt war, in meine Richtung kommen.
Es war kaum auszuhalten – so gezittert habe ich –, dass mich fast der Mut verlor und ich fast in Panik davongelaufen wäre. Aber ich nahm allen Mut zusammen und wartete geduldig, wer da denn vor mir stehen würde.
Und dann stoppte es und ich hob vorsichtig den Kopf. Als ich dann nach links am Bett vorbeischaute zur Türe, sah ich niemanden und das Gefühl, das ich vorher hatte, war auch verschwunden. Nur eines hatte sich verändert: Die Türe stand weit offen.
Konnte das sein? Hatte ich mich so getäuscht in diesem Gefühl, beobachtet zu werden? Aber warum stand dann die Türe offen, von der ich wusste, dass ich sie geschlossen hatte, nachdem ich mich versteckt hatte?
Ich erhob mich also langsam und ging durch die geöffnete Türe in das Vorzimmer. Langsam und so leise wie möglich bewegte ich mich wieder in Richtung Wohnzimmer und kam bei der Wohnstube vorbei, wo die Türe auch offenstand, und, als ich an dem Raum vorbeiging, sah ich im Augenwinkel einen Schatten. Oder doch nicht? Spielten mir meine Sinne einen Streich?
Ich wollte es jetzt genau wissen und nahm all meinen Mut zusammen und drehte mich nach rechts und ging in den Raum hinein.
Und das ist nun der Moment, wo ich in einen neuen Abschnitt hineinfalle und meine zweite Identität beginnt.
Denn als ich den Raum komplett betreten hatte, begann vor meinem geistigen Auge eine Geschichte, die ich nun hier von Anfang an erzählen möchte.



Erstes Kapitel

Als ich aus dem Krankenhaus kam – es war wieder einmal ein stressiger Tag gewesen –, ging gerade die Sonne unter.
Endlich konnte ich frische Luft schnappen und atmete tief ein.
Ich ging zu meinem Wagen und fuhr Richtung nach Hause. Natürlich war der Verkehr wieder einmal stockend, sodass ich das Radio aufdrehte und den Klängen lauschte. Dabei dachte ich an mein Leben zurück. Ich war jetzt eine junge Frau und erfolgreiche Ärztin. Mein Name ist Elizabeth Baker. Ich lebte mit meinem Vater in einem Haus am Stadtrand und er war einfach immer für mich da, wenn ich ihn brauchte.
Mit ihm konnte ich über alles reden und das war manches Mal ganz wichtig. Aber irgendwie spürte ich auch, dass er etwas vor mir verbarg, etwas Unheimliches, das mir Angst machte.
Ich wollte ihn auch nicht darauf ansprechen, da es mir peinlich war.
Dass ich bald herausfinden würde, was es war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Ich war später mit George, meinem Freund verabredet. Wir wollten essen gehen und dann hatte er gesagt, dass er eine Überraschung für mich habe.
Endlich war ich zu Hause angelangt und parkte den Wagen in der Auffahrt und ging ins Haus. Dort erwartete mich schon mein Vater und begrüßte mich herzlich. Er sagte, dass er mit mir sprechen müsse, und ich erwiderte, dass ich verabredet war und momentan keine Zeit hätte, da ich mich beeilen müsse. Er schaute mich an und ich versprach ihm, dass ich morgen mit ihm reden würde. Mein Vater war einverstanden und ich ging duschen und zog mich um.
Nach etwa einer Stunde saß ich im Auto und fuhr zu dem Restaurant, wo George schon auf mich wartete.
Wir gingen hinein, nahmen an einem Tisch Platz, aßen, tranken und erzählten uns Geschichten. Als wir dann nach einer geraumen Zeit das Restaurant wieder verließen, schaute George mich lange an und fragte mich, ob ich heute Nacht bei ihm bleiben wollen würde. Da ich George sehr liebte, willigte ich sofort ein und wir fuhren zu seinem Haus.
Ich war jetzt mit George ein halbes Jahr befreundet und ich liebte ihn wie am ersten Tag. Er hatte braune, kurze Haare, graue Augen und eine gut durchtrainierte Figur, also für mich einfach zum Verlieben.
Als wir bei seinem Haus ankamen und ausstiegen, gingen wir sofort hinein. Plötzlich nahm George mich in den Arm und küsste mich. Ich erwiderte seinen Kuss und danach schauten wir uns lange an und ich konnte erkennen, dass er mehr wollte, und ich gab ihm zu verstehen, dass ich bereit dazu war, indem ich ihn fest an mich drückte. Daraufhin hob er mich hoch und trug mich die Treppe hinauf ins Schlafzimmer.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lächelte er mich an und fragte, ob ich gut geschlafen hätte. Ich bejahte und lächelte glücklich zurück und küsste ihn lange. Dann stieg ich aus dem Bett und ging duschen. Als ich fertig angezogen war, ging ich die Treppe hinunter und betrat das Wohnzimmer, wo schon das Frühstück auf dem Esstisch stand. Ein Lächeln umspielte meine Lippen.
Wir frühstückten gemeinsam und als ich mich von ihm verabschiedete, sagte ich ihm, dass ich ihn anrufe. Er nickte, begleitete mich noch zu meinem Wagen, gab mir einen Kuss; ich stieg ein und fuhr nach Hause.
Unterwegs rief ich meinen Vater an, da ich wissen wollte, ob er zu Hause sei. Als er abhob, sagte er mir, dass er auf mich warten würde, und ich beeilte mich, nach Hause zu kommen.
Als ich die Haustür öffnete und ins Haus trat, fand ich meinen Vater im Wohnzimmer vor und setzte mich, nachdem ich mir einen Drink geholt hatte, neben ihn auf die Couch.
Mein Vater drehte sich zu mir und schaute mich eine Weile an, bevor er zu sprechen begann. Er sagte mir, dass er eine Entscheidung getroffen hätte und es nun der richtige Zeitpunkt wäre, meine eigentliche Bestimmung zu erfahren. Dazu müsse ich nach Rumänien reisen, dort würde ich am Flughafen in Bukarest abgeholt werden und dann zu einer Burg gebracht.
Ich schaute ihn mit erstauntem Blick an und fragte ihn, wie lange ich denn Bedenkzeit hätte für diese Entscheidung und welche Bestimmung ich hätte. Vater antwortete, dass mein Flug schon morgen wäre und sich alles andere zu gegebener Zeit fügen würde.
„Nun gut“, dachte ich und sagte meinem Vater, dass ich nun packen werde und dann noch einen Besuch machen müsste.
Ich ging traurig, da ich an George und unsere erste gemeinsame Nacht denken musste, in mein Zimmer und rief ihn sofort an. Er war besorgt und sagte, dass er mich in einer Stunde abholen würde. So begann ich, bis dahin meinen Koffer zu packen und war einfach nicht in der Stimmung, George so schnell zu verlassen. Ich rief auch noch im Krankenhaus an und gab Bescheid, dass ich für längere Zeit nicht verfügbar sein würde, da ich auf unbestimmte Zeit verreisen müsse. Man sagte mir dort, dass das kein Problem wäre, und wünschte mir alles Gute und ich sollte mich dann wieder melden.
Als der Koffer fertig gepackt war, läutete mein Handy und George sagte, dass er schon da wäre. Ich sagte ihm, dass ich gleich bei ihm wäre, und schloss den Koffer. Ich ging noch mal zu meinem Vater ins Wohnzimmer und verabschiedete mich von ihm. Er stand auf, kam auf mich zu und nahm mich in den Arm und erklärte mir, dass das der Lauf der Dinge sei.
Ich schaute ihn an, nickte und verließ das Haus, um zu George in den Wagen zu steigen. George gab mir einen Kuss und wir fuhren los. Nach einer Weile hielten wir bei einem Park und stiegen aus. Wir gingen ein gutes Stück hinein und hielten dann bei einer Parkbank, die, wenn man sich setzte, einen Ausblick auf einen kleinen See gab.
Schöner und romantischer konnte es gar nicht sein. Wenn mir jetzt auch noch die richtigen Worte einfielen, wie ich George das sagen sollte, dann wäre der Moment perfekt gewesen.
Ich schaute George lange an und er merkte, dass ich ihm etwas sagen wollte, aber nicht wusste, wie. Er nahm meine Hände und gab mir zu verstehen, einfach anzufangen. So erzählte ich ihm, was mein Vater mir an diesem Tag gesagt hatte und dass wir uns – und dieser Teil fiel mir besonders schwer – nicht mehr sehen werden. Dann begann ich zu weinen und entschuldigte mich bei ihm.
George schaute mich lange mit traurigen Augen an und konnte es nicht fassen, was er da gerade gehört hatte. Er war fassungslos, dass es jetzt, wo wir uns gerade so verbunden hatten, einfach vorbei war. Ich konnte ihm nicht mehr länger in die Augen sehen und senkte meinen Kopf, doch er hob mein Kinn an und küsste mich sehr lange und innig und dann umarmten wir uns für eine lange Weile. Wir beide wussten, dass wir uns nie wieder sehen würden. Dann standen wir auf, gingen zum Wagen zurück und George fuhr mich nach Hause. Als wir dort ankamen, nahm er mich ein letztes Mal in den Arm und sagte mir, dass ich auf mich aufpassen solle. Ich schaute ihn an und küsste ihn und versprach ihm, dies zu machen. Dann stieg ich aus und er fuhr sofort los. Ich ging ins Haus und in mein Zimmer. Dort legte ich mich auf das Bett und weinte und weinte.



Zweites Kapitel

Irgendwann musste ich dann eingeschlafen sein, denn, als ich aufwachte, war es dunkel in meinem Zimmer und ich schaltete die Nachttischlampe ein. Dann streckte ich mich und stand auf. Ich zog meine Kleidung aus und ging ins Badezimmer, wo ich mich unter die Dusche stellte und einfach nur das warme Wasser an mir herunterrinnen ließ. Ich war so traurig, dass ich keinen einzigen Gedanken an etwas Erfreuliches verschwenden wollte. Es war eine Welt für mich zusammengebrochen.
Nach einer Weile stellte ich die Dusche ab und nahm ein Handtuch, um mich abzutrocknen. Dann schlüpfte ich in meinen Bademantel und stellte mich vor den Spiegel und betrachtete mein Gesicht. Es war erschreckend zu sehen, wie ich aussah, die Augen gerötet vom Weinen, das Gesicht bleich und dieser traurige Ausdruck war nicht zu beschreiben.
Ich beschloss, diesen Anblick zu beenden und ging wieder ins Zimmer zurück, wo ich mich auf das Bett warf und wieder zu weinen anfing. Es wollte nicht aufhören, aber andererseits war es wahrscheinlich ganz gut, so ging es mir dann vielleicht schneller besser, hoffte ich zumindest.
Als ich mich dann im Bett aufsetzte und meinen Blick durch das Zimmer schweifen ließ, fiel mir erst jetzt auf, dass einige Sachen auf meinem Schreibtisch lagen, von denen ich wusste, dass ich sie nicht dort hingelegt hatte. Ich stand also auf und ging zu meinem Schreibtisch und schaute darauf. Da lagen einige Unterlagen wie Flugtickets, ein paar Zeilen meines Vaters und andere Kleinigkeiten.
Als ich die Sachen näher betrachtete, wusste ich jetzt wieder, wozu sie waren: für die Reise nach Rumänien.
Aber irgendwie hatte ich keine Lust, dorthin zu fahren. Schon allein, weil ich nicht wusste, was mich dort erwarten würde – oder wer.
Ich nahm den Brief meines Vaters in die Hand, setzte mich auf das Bett und begann zu lesen:

„Meine liebe Elizabeth,
es tut mir leid, dich so schnell zu dieser Reise gedrängt zu haben, aber du bist nun erwachsen, hast einen großartigen Beruf gewählt und nun ist es an der Zeit, dass du deine wirklichen familiären Wurzeln erkennst und weißt. Ich habe versucht, dir immer ein guter Vater zu sein und dir jeden Wunsch zu erfüllen. Deine Mutter hat das leider nicht mehr erleben dürfen, da sie ja kurz nach deiner Geburt verstorben ist. Aber das weißt du ja, wir haben einmal darüber gesprochen.
Es fällt mir schwer, aber ich kann dir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Anhaltspunkte geben, als dass du bitte nach Rumänien reist und dort deine Bestimmung erfährst.
Elizabeth, Liebes, bitte erfülle mir diesen Wunsch und vergiss nicht: Ich denke jeden Tag an dich.

Dein Vater“

Ich las den Brief noch einmal und mir standen die Tränen in den Augen. Was sollte ich davon halten? Es war so geheimnisvoll und liebevoll zugleich geschrieben. Da ich meinen Vater immer schon respektiert habe, wollte ich ihm daher zeigen, dass ich dies für ihn tun würde.
Ich wollte ihm dies auf jeden Fall auch in einer kurzen Notiz beweisen. Also schrieb ich auf einen Zettel:

„Lieber Vater,
ich danke dir für diesen Brief, den du mir geschrieben hast, obwohl er mir zeigt, dass ich darin auch nicht die Antworten finde, die ich gerne wüsste. Aber du hast mir ja deutlich gemacht, dass ich sie in Rumänien finden werde. Ich hoffe es.
Es fällt mir schwer, dich hier zurückzulassen, aber ich habe dich und deine Entscheidungen immer respektiert und werde dir diesen Wunsch erfüllen.
Ich werde dich schrecklich vermissen und werde auch jeden Tag an dich denken.

Deine Tochter“

Mittlerweile war es schon hell geworden und ich zog mich rasch an. Ich schaute mir die Flugtickets an und merkte, dass mein Flug in drei Stunden ging. Ich schnappte meinen Koffer, meine Handtasche und den Zettel an meinen Vater und verließ nach einem letzten Blick mein Zimmer.
Auf dem Weg zur Haustür kam ich am Arbeitszimmer meines Vaters vorbei. Dort wollte ich auf seinem Schreibtisch die geschriebenen Zeilen an ihn deponieren.
Ich betrat also das Arbeitszimmer, das geöffnet war, und ging zum Schreibtisch. Als ich das Zimmer durchquerte, fiel mir erst heute diese Düsternis auf, die dieser Raum zeigte. Waren es die Figuren, von denen ja einige furchteinflößend waren oder war es nur ein dummer Eindruck von mir. Ich konnte es nicht wirklich deuten und legte den Zettel auf den wuchtigen Schreibtisch und verließ so schnell wie möglich wieder das Arbeitszimmer. Ich nahm meinen Koffer und ging zur Haustür. Bevor ich sie öffnete, drehte ich mich noch einmal um und ließ meinen Blick schweifen.
Irgendwie konnte ich mir noch nicht vorstellen, dies alles vielleicht nie wieder zu sehen. Aber meistens ist es die innere Stimme, auf die man hören sollte, und die sagte mir, dass ich dies alles nie wieder sehen würde.
Als ich endlich wieder aus meiner Starre – ich weiß nicht, wie lange ich so dagestanden hatte – erwachte, öffnete ich endlich die Haustüre und ging hinaus ins Freie. Dort stand schon ein Taxi für mich bereit und der Fahrer nahm mein Gepäck und verstaute es im Kofferraum. Dann öffnete er mir die Wagentür und ich stieg zögerlich ein. Der Fahrer schloss die Wagentür und nahm an der Fahrerseite Platz, startete den Wagen und fuhr los Richtung Flughafen.

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