Der wahre Schlüssel für die wahre Liebe

Der wahre Schlüssel für die wahre Liebe

Natalia Jacobi


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 56
ISBN: 978-3-903861-51-0
Erscheinungsdatum: 03.11.2021
Mann und Frau lernen sich kennen und verlieben sich. Eine Geschichte so alt wie die Menschheit, aber immer wieder schön. Hier geht es um die beiden Krankenpfleger Lea und Sebastian und ihren Weg zueinander.
Hallo, ich heiße Lea und bin 19 Jahre alt. Ich wohne in einer Großstadt. Zurzeit wohne ich noch bei meinen Eltern in einem großen Haus. Ich mache gerade eine Ausbildung im Krankenhaus zur Pflegeassistentin. Ich bin jetzt im letzten Lehrjahr, ich brauche noch drei Monate, bis ich fertig bin. Dieser Beruf ist aufregend und spannend. Ich freue mich auf heute, es ist Freitag, ich habe Frühdienst und am Wochenende frei.
Heute Abend treffe ich mich mit meinen Freunden und dann werden wir auf die Piste gehen. Zugleich weiß ich, dass meine Eltern zu mir sagen werden, deine Schwester und dein Bruder werden heute zum Abendessen kommen, bitte sei nett. Und es wird wie immer beim Essen darüber gesprochen, wie toll meine Geschwister in der Schule waren und was sie bis heute geschafft haben. Mein Bruder ist ein erfolgreicher Scheidungsanwalt mit eigener Kanzlei. Meine Schwester hat sich mit ihrem Ehemann selbständig gemacht. Und ich werde mal wieder komisch von der Seite angeschaut, da ich ja nur eine Ausbildung als Pflegeassistentin mache. Damit ich die Ausbildung machen konnte, musste ich einen starken Willen haben, da meine Eltern strikt dagegen waren. Meine Eltern haben oft zur mir gesagt, dass ich stur bin. Na ja, ich habe halt meinen eigenen Kopf. Ich bin dann von der Arbeit gekommen, meine Mutter war schon in der Küche und hat das Abendessen vorbereitet. Als Vorspeise gab es eine Gemüsesuppe. Die Hauptspeise war ein Braten mit Soße, Kartoffeln und Rotkohl. Als Dessert gab es einen Pudding. Gegen 16 Uhr sind mein Bruder und meine Schwester mit ihren Partnern gekommen. Meine Eltern und ich haben sie freundlich empfangen. Da sind wir draußen auf die Terrasse gegangen, um Kaffee zu trinken. Meine Eltern haben meinen Bruder gefragt, wie es bei ihm mit Nachwuchs aussähe. Er antwortet, dass es in Arbeit sei. Meine Eltern haben sich sehr gefreut.
Endlich ist es 18 Uhr und wir saßen alle am Tisch und dann kam die Frage meines Vaters: „Lea, wird es nicht mal langsam Zeit, darüber nachzudenken eine eigene Familie zu gründen?“ Ich fragte meinen Vater: „Papa, wie meinst du das?“ „Tja“, sagte mein Vater, „so meine ich das: Bald bist du mit deiner Ausbildung fertig, aber du gehst ja lieber nach der Arbeit mit deinen Freunden Party machen, als sich einen netten jungen Mann zu suchen.“ Mein Vater sagte noch dazu, ob es nicht langsam Zeit ist erwachsen zu werden. Mein Bruder hat sich in dieses Gespräch eingemischt und sprang mir zur Seite, indem er sagte, dass ich noch jung sei. Dann legte mein Vater los: „Weiß du Richard, ich kann es einfach nicht fassen, dass Lea so einen Beruf gewählt hat. Ich bin Architekt für Schiffe, deine Mutter ist Professor an der Technischen Universität, du bist Anwalt und Diana ist Hotelmanagerin und außerdem habe ich Lea noch nie mit einem Freund gesehen oder etwas gehört, dass sie welche hat.“ Ich bin sauer geworden und bin vom Tisch aufgestanden und sagte zu meinem Vater. „Vater weiß du was, ich habe jemanden, mit dem ich ins Bett gehe, also brauchst du keine Angst haben, dass ich Frauen liebe.“ Mein Vater sagte zu mir, dass ich mich wieder hinsetzen und auf meine Wortwahl achten solle. Mein Vater fragte dann, als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten: „Warum bringst du ihn nicht mal mit, damit ich ihn auch mal kennenlernen kann.“ Ich sagte zu meinem Vater, dass ich ihn nicht vorbeibringen werde, da ich ihn nicht heiraten werde und basta. „Und was heiraten betrifft: Ich werde nie heiraten, wozu. Und außerdem Papa, jetzt findest du diesen Beruf doof, aber wenn ihr älter seid, dann kann ich euch pflegen und ihr müsst in kein Heim.“ Ich entschuldigte mich und bin aus dem Zimmer gegangen, da ich mich für den Abend fertig machen wollte. Mein Vater fragte mich, ob wir mal wieder in die Disco gehen. Ich sagte, dass wir bei Ela feiern werden, da ihre Eltern im Urlaub seien. Ok, sagte mein Vater und noch dazu, dass wir keinen Blödsinn anstellen sollten. Ich grinste und sagte ok. Wen er wüsste, was wir vorhatten. Ich bin dann hoch in mein Zimmer gegangen, dort habe ich mich fertig gemacht. Zwischendurch habe ich mit Ela und Anja geschrieben. Was wir alles heute Abend noch so vorhatten und so weiter. Ich bin bei Ela angekommen, unsere Clique war schon da. Alle freuten sich, dass ich auch endlich dort war, und begrüßten mich stürmisch. Meine Clique besteht aus mehr Jungs als Mädchen. Ela, Anja und ich sind die einzigen Mädels. Die Jungs heißen Patrick, Rene, Christian und Niclas. Die Jungs haben mal wieder ihre Eroberungen mitgebracht. Diese denken, es würde was für länger sein. Aber nicht bei diesen Jungs. Patrick studierte Autodesigne bei VW, Rene studierte Maschinenbau, Christian studierte bei einer Bank und Niclas studiert bei der Kriminalpolizei. Ela, Anja und ich arbeiten im Krankenhaus. Auf unseren Partys durften außer Alkohol ohne Ende auch keine Stripper fehlen, die wir immer bestellten, wen wir privat feierten. Natürlich war mein Freund auch da, genauso wie die von Anja und Ela. Wir haben kräftig angefangen zu feiern. Wir tanzten, lachten und tranken sehr viel. Irgendwann kamen die Stripper und wir haben dann mit den Strippern getanzt. Wir haben dem Stripper die Hose ausgezogen. Danach haben wir auf seinen Oberkörper Wodka geschüttet. Irgendwann schauten wir auf die Uhr, es war schon 6 Uhr morgens. Wir sind dann ins Bett gegangen.

Als wir wieder wach geworden sind, war der erste Gang in die Küche, um den Kaffee zu machen. Danach haben wir uns frisch gemacht. Dann haben wir das Chaos im Wohnzimmer gesehen. Von den Jungs war mal wieder keine Spur zu sehen, sie waren wie immer schon weg. Die ganze Arbeit blieb wie immer an uns hängen. Nachdem wir aufgeräumt hatten, haben wir uns hingesetzt und Kaffee getrunken. Dabei unterhielten wir uns über Männer. Anja fragte mich, ob ich meinen jetzigen Freund meinen Eltern schon vorgestellt habe. Ich sagte nein und fragte wieso. Anja sagte, er sei doch eine gute Partie, da sein Vater eine Fabrik habe und ich dann nicht mehr arbeiten bräuchte. Ich sagte zu Anja, ich wolle weiter nur Spaß mit ihm haben und ihn nicht heiraten. Ela lachte tierisch laut, dann sagte sie, dass ich doch auch auf der Arbeit unseren Ärzten den Kopf verdrehe. Ich sagte darauf, dass die meistens verheiratet sind und die anderen mir so verklemmt sind. Ich habe gelächelt und habe dann gesagt, dass ich nicht heiraten werde und bis jetzt habe ich noch keinen Mann gefunden, bei dem ich das Gefühl habe, dass ich Schmetterlinge und Flugzeuge im Bauch habe. Und solange dies nicht passiert, werde ich auch keinen meiner Freunde meinen Eltern vorstellen. Ela sagte darauf: „Das stimmt und nun beenden wir das Thema.“ Anja stimmte zu. Ich fragte Anja, wie ihre Gefühle bei ihrem sind. Anja sagte, dass sie Schmetterlinge im Bauch habe. Ela sagte, dass es bei ihr auch so wäre. Irgendwann bin ich nach Hause gegangen.
Als ich nach Hause kam, rief mich mein Vater. Irgendwie klang seine Stimme merkwürdig. Ich kam ins Wohnzimmer, wo mein Vater und meine Mutter saßen. Sie fragten mich, wie es mir geht. Ich antwortete, dass es mir gut gehe. Ich fragte sie auch, wie es ihnen gehen würde. Sie antworteten auch gut. Ich habe mich dann zu ihnen gesetzt. Dann fing mein Vater an zu reden. „Lea, es tut mir leid, was ich gestern so gesagt habe. Wir haben immer auf dich aufgepasst, als du noch klein warst. Ich hoffe nur, dass du mir verzeihst. Deine Mutter und ich sind für euch drei immer da, egal was passiert.“ Ich sagte zu meinem Vater, dass alles in Ordnung zwischen uns beiden ist.
Ich bin danach auf mein Zimmer und ins Bett gegangen. Es war Montag 5 Uhr morgens und der Wecker klingelte. Ich musste aufstehen und mich für die Arbeit fertig machen. Gott sei Dank war das Krankenhaus nur 5 Minuten Fußweg weg. Als ich auf der Arbeit ankam, habe ich mich umgezogen und bin auf die Station gegangen. Dort habe ich Ela und Anja getroffen. Wir drei arbeiten zusammen auf der Unfallchirurgie. Die Schwester Oberin war wie immer als Erstes auf der Station. Sie war unsere Ausbilderin. Sie ist eine Diakonische Schwester. Sie ist sehr streng, was die Arbeit betrifft, aber wenn man alles so macht, wie sie es gelehrt hat, kann man auch mit ihr Spaß haben. Sie begrüßte uns drei und lächelte. Dann fragte sie uns, ob wir auch eine Tasse Kaffee haben möchten. Wir sagten ja. Dann fragte sie uns, ob wir aufgeregt sind, da in den nächsten Wochen unsere Prüfungen anfangen. Wir sagten alle gleichzeitig: „Ja und wie.“ Sie lächelte und sagte zu uns, dass wir es schaffen werden. Dann sagte sie noch, dass, wenn wir eine Frage hätten oder Hilfe bräuchten, könnten wir immer zu ihr kommen. Wir haben dann angefangen Fragen zu stellen. Schwester Luise sagte: „Halt stopp, wenn ihr möchtet, kann ich euch morgen und übermorgen bei der Pflege beobachten und euch danach sagen, was ihr noch verbessern könnt oder was schon gut ist.“ Dann sagte sie noch, dass die Praxis den Meister mach, nicht der Meister die Praxis. Wir sagten sofort ja und danke, dass Sie uns dies angeboten hat. Dann haben wir angefangen zu arbeiten. Dabei sind uns einige Fehler unterlaufen, wir dachten, jetzt reißt sie uns den Kopf ab. Aber dies war nicht so. Sie blieb ruhig, hat gelächelt und uns gezeigt, wie es richtig geht. In diesem Moment waren wir froh und glücklich. Oberschwester Luise hat dann zu uns gesagt, dass sie stolz auf uns ist. „Wenn ich daran denke, als ihr das erste Mal hier wart und jetzt. Wie gut ihr euch entwickelt habt, dann mach ich mir keine Sorge um euch bei der Prüfung.“ Wir haben sie dann das erste Mal umarmt. Sie sagte noch, dass wir auch keine Angst vor der schriftlichen und mündlichen Prüfungen haben sollen. Für sie zählt hauptsächlich die praktische Prüfung und dann sagte sie, dass sie uns die Daumen für die Prüfungen drückt.

Dann begann der Prüfungsstress. In dieser Zeit hatte ich immer wieder Magenkrämpfe und Durchfall. Dann bekam ich die Ergebnisse von den Prüfungen. Ich habe bestanden und Anja und Ela auch. Wir drei waren richtig stolz auf uns. Dann haben wir die Sektkorken knallen lassen und kräftig gefeiert. Was wir nicht wussten, war, dass sich Oberschwester Luise für uns stark gemacht hat, dass wir auf ihrer Station weiterarbeiten sollten. Anja, Ela und ich haben gerade entschlossen, dass wir erstmal Bewerbungen schreiben werden. Wir wollten gerade anfangen zu schreiben, da ging mein Handy. Am Telefon war der Pflegedirektor Christoph. Er sagte, dass ich weiter in diesem Krankenhaus arbeiten werde. Kurze Zeit später klingelten auch bei den beiden anderen die Telefone und ihnen wurde auch mitgeteilt, dass sie weiter im Krankenhaus arbeiten werden. Wir sind aufgesprungen und haben uns umarmt. Dann sind wir zur Personalabteilung gegangen und haben dort unsere Verträge unterschrieben. Nachdem wir fertig waren, sind wir auf die Station gegangen und haben uns bei der Oberschwester bedankt. Danach haben wir unsere Freunde angerufen. Die Jungs haben gesagt, das treffe sich gut, da sie auch ihre Prüfungen bestanden haben. Wir haben uns mit ihnen verabredet, um dies zu feiern. Ich kam strahlend nach Hause und sagte meinen Eltern, dass ich bestanden habe und wir übernommen worden sind. Meine Eltern freuten sich für mich und haben mich auf die Wange geküsst. Dann sagten sie zu mir: „Lea, wir sind sehr stolz auf dich und hätten nie gedacht, dass du die Ausbildung zu Ende machst, weil dieser Beruf sehr hart ist. Wir wissen, wie stur du bist, wenn es nicht gerade so läuft. Das muss gefeiert werden.“ Meine Mutter hat sofort alle angerufen, um zu sagen, dass ich bestanden habe. Am Freitag kommen sie alle. Bei meinem Bruder gibt es Neuigkeiten, er wird Vater, meine Eltern und ich sind stolz auf ihn. Meine Schwester wird auch mit ihrer kleinen Familie kommen. Genauso wie Oma und Opa. Ich fragte meinen Vater, ob meine Freunde auch zu der Feier kommen könnten. Mein Vater sagte natürlich ja, „ihr könnt dann weiter im Partykeller feiern. Deine Geschwister haben hier auch ihre Abschlüsse gefeiert.“

Es ist mal wieder Freitag. Meine Mutter steht wie immer in der Küche. Meine Schwester, meine Schwägerin und ich halfen mit. Diesmal waren auch Oma und Opa unterwegs zu uns. Sie wohnen 350 Kilometer von uns entfernt. In einer kleinen Stadt in Ostfriesland. Es klingelte an der Tür. Es waren Oma und Opa. Wir begrüßten sie, danach gingen wir auf die Terrasse und Opa trank eine Tasse Kaffee. Er sagte dann, dass unser Garten sehr schön und er richtig stolz auf mich sei. Dann sagte er noch, dass es in der heutigen Zeit es richtig schwer wäre übernommen zu werden, aber ich es geschafft hätte. Und im gleichen Atemzug sagte er, dass, wenn er oder Oma mal Hilfe in der Pflege bräuchte, ich das ja jetzt machen könnte, und lachte dabei. Dann haben meine Mutter, Schwester, Schwägerin und ich das Essen im Zimmer vorbereitet. Kurze Zeit später kamen dann auch meine Freunde und wir haben uns alle an den Tisch gesetzt und gegessen. Opa hat wie immer beim Essen Witze erzählt. Dieser Witz ging so: Ein alter Mann hat einen Spiegel in der Hand und guckte die ganze Zeit drauf. Dann kam die Oma rein und fragte ihn, was er darauf guckt. Sie nahm den Spiegel in die Hand und sagte dann so: „Wer ist das hässliche alte Weib, das du die ganze Zeit anstarrst?“
Dann hat mein Vater Musik angemacht und wir haben alle getanzt. Später sind meine Freunde und ich in den Partykeller gegangen und haben dort weiter gefeiert. Unerwartet kamen meine Eltern runter und haben mitgefeiert. Meine Freunde fanden es cool, ich nicht so. Irgendwann war die Party vorbei und wir sind ins Bett gefallen. Als wir wach geworden sind, haben wir eine Tasse Kaffee getrunken. Dann sind wir in die City gefahren, um uns Kleider für die Abschlussfeier zu kaufen. Der Tag ging schnell vorbei beim Shoppen, wir haben alle was gefunden. Nach dem Shoppen haben Anja, Ela und ich uns verabschiedet und sind alle nach Hause gegangen.

Es kam der Tag der Abschlussfeier, es waren alle Leute da. Sämtliche Dozenten der Schulleiter und viele mehr. Der Schulleiter hielt eine Rede. Die wie immer sehr langweilig war. Irgendwann war er fertig, dann bekamen wir unsere Zeugnisse. Wir sind dann nach Hause gegangen, um uns für den Abend fertig zu machen. Das heißt, wir sind zum Frisör gegangen und haben uns geschminkt. Dann haben wir uns unsere Abendkleider angezogen Ela, Anja und ich sind wie die 3 Musketiere. Unsere Begleiter waren unsere Jungs aus der Clique. Unsere Jungs können sich sehen lassen. Alle groß und schlank. Wir waren ein eingeschworener Haufen. Jeder hat jedem geholfen. Die Jungs haben sich richtig rausgeputzt. So dass wir richtig baff waren. Wir waren richtig aufgedreht und wollten endlich losgehen. Als uns die Jungs abholten, haben unsere Eltern gesagt, wie gut wir aussehen, und uns viel Spaß gewünscht. Als wir auf der Feier ankamen, wurden wir drei komisch angeschaut. Dann kamen die eingebildeten Zicken aus unserem Kurs zu uns und waren ganz baff, dass wir besser aussahen als sie. Und sie waren überrascht, dass wir alle drei mit so hübschen Jungs da waren. Sie dachte, sie wären unsere festen Partner. Wir ließen sie in dem Glauben. Danach sind wir zu unserem Tisch gegangen. Das Büfett war sehr reichhaltig. Nach dem Essen sind wir auf die Tanzfläche gegangen. Irgendwann sind wir raus zum Rauchen, dort haben wir uns eins geschworen, dass wir immer im Kontakt bleiben werden. Dann sind wir wieder rein, um weiter zu feiern. Wir waren alle gut angeheitert, als unsere Jungs die Mädels klargemacht haben. Sie haben sie einfach auf der Toilette vernascht. Die Jungs haben es uns erzählt und wir uns totgelacht darüber.
Die Feier war vorbei. Ela, Anja und ich sind zu mir gegangen, um dort zu schlafen.
Am nächsten Morgen sind wir in die Küche gegangen und haben uns über die Zicken weiter totgelacht. Uns wurde dann bewusst, dass es sich alles ein wenig ändern wird, da wir drei jetzt Vollzeit arbeiten werden. Das heißt, dass wir weniger Zeit mit unserer Clique verbringen werden. Daraufhin haben wir unsre Clique angerufen, um uns in dem Park zu treffen, wo wir schon als Kinder gespielt hatten. Um 17 Uhr waren wir alle dort. Dann haben wir nur gedacht, könnte die Skaterbahn reden, was würde sie alles sagen können. Wir erinnerten uns an die schöne Zeit, die wir dort hatten. Wir haben gelacht, aber auch ein wenig Wehmut kam auf. Dann haben wir uns voneinander verabschiedet.

Es sind jetzt 2 Jahre vergangen. Ela, Anja und ich arbeiten immer noch zusammen auf der Station. Einmal im Jahr treffen wir uns auf dem Weihnachtsmarkt mit unserer alten Clique. Dann reden wir so über unsere alte Zeit, aber auch über das, was so passiert ist. Unsere Jungs haben alle Jobs bekommen. Anja und Ela sind immer noch mit ihren Partnern zusammen. Niclas ist der einzige von den Jungs, der in einer Beziehung ist. Was mich betrifft, ich bin wieder Single und ich finde es super. Ich kann machen, was ich will, und bin keinem Rechenschaft schuldig.

Es ist wieder ein Jahr vergangen, da kam ein Anruf von Anja und sie sagte mir, dass sie heiraten wird. Ihre Frage war, ob ich ihre Trauzeugin werden würde. Ich sagte sofort zu. Sie hat auch unsere alte Clique eingeladen. Dann kam der Tag der Hochzeit. Anja sah richtig schön aus. Wir sind zum Standesamt gegangen. Dort haben die beiden sich das Jawort gegeben. Danach sind wir zum Saal gefahren, wo die Hochzeitsfeier stattfand. Es war von allem reichlich da. Als ich den Saal betrat, dachte ich, ich wäre in einem Märchen. Es war alles so schön geschmückt, auch die Blumen waren auf den Tischen sehr schön arrangiert. Dann kam die Zeit, dass der Brautstrauß geworfen wird. Anja warf den Strauß und er landete bei mir. Ela und Anja fingen an zu lachen. Ich sagte zu Anja, sie müsste den Strauß noch mal werfen, weil er falsch angekommen ist. Sie sagte: „Warum denn, er ist bei dir gelandet, also wirst du als Nächstes heiraten.“ Ich sagte dann zu ihr, dass diese nie passiert werde und wir fingen an zu lachen. Anja ist dann auf Hochzeitsreise gegangen. Ela und ich sind wieder arbeiten gegangen.
Nur 6 Monate später hat Ela geheiratet. Wieder haben wir uns alle dort getroffen. Natürlich haben wir auch dort kräftig gefeiert. Am Montag bin ich dann wieder zur Arbeit gekommen. Ela hatte Urlaub wegen der Hochzeitsreise, deshalb war mit mir nur Anja auf der Arbeit.
Ela kam dann von der Reise wieder und sie erzählte davon. Anja hat auch noch etwas von ihrer Reise erzählt. Drei Monate später ist Ela schwanger geworden. Leider kann Anja keine Kinder bekommen, ihr wurde die Gebärmutter entfernt. Was die Jungs angeht, es haben sich zwei von ihnen verlobt. Ela war noch in Mutterschutz, so dass nur Anja und ich auf der Station arbeiten.

In unserem Beruf gibt es auch mal harte Momente. Unsere Oberschwester Luise ist in Rente gegangen. Wir haben für sie eine kleine Feier ausgerichtet. Sie hat sich sehr darüber gefreut. Leider gibt es keine Oberschwester mehr. Man hat es in eine Stationsleitung umfunktioniert. Ela ist aus dem Mutterschutz wieder da, aufgrund dieses ist sie auf Teilzeit gegangen. Irgendwann haben sie und Anja beschlossen sich weiterzubilden. Beide wollten die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung machen. Ich wollte dieses erst mal nicht machen. Ich war auch so glücklich. Wir haben uns nach der Arbeit immer in unserer Stammkneipe getroffen. Nur dieses Mal hat es nicht geklappt. Mein Frühdienst war zu Ende und ich bin zur Umkleide gegangen. Als ich dort war, klingelte mein Handy. Es war meine Mutter dran, sie hörte sich besorgt an, so dass ich ganz schnell nach Hause gegangen bin. Dort erzählte sie mir, dass Oma angerufen habe und es Opa schlecht gehen würde. Kurze Zeit später hat Opa noch mal angerufen. Meine Mutter ist drangegangen. Opa sagte, er habe Prostatakrebs und er wolle mich unbedingt sprechen. Meine Mutter reichte das Telefon weiter an mich. Ich sagte: „Hallo Opa, wie geht es dir?“ Opa sagte: „Nicht so gut mein Diern“ und dann sagte er mir seine Diagnose, die er heute von seinem Arzt bekommen hat. Ich merkte, dass er tief schluckte. In diesem Moment war ich sehr still und in meinen Augen bildeten sich langsam ein paar Tränen. Opa redete weiter. Dann fragte er mich, ob er eine Chemotherapie machen sollte oder nicht. Des Weiteren fragte er mich, ob er sich schon mal einen Heimplatz holen soll. Ich sagte ihm dann mit ernster Stimme, dass ich mich um ihn kümmern werde. Meine Mutter stimmte zu. Ich sagte dann zu meinem Opa, dass wir ihn zu uns holen werden. Mein Opa sagte dann zu mir: „Liebe Lea, ich bin ein Ostfriese und ich möchte nicht noch in diesem Alter, was ich jetzt habe, in einer Großstadt leben, ich bin hier aufgewachsen und ich möchte auch hier sterben.“ Dann sagte ich: „Ok Opa und wir werden die richtigen Entscheidungen treffen.“ Ich sagte zu meinem Opa, dass wir noch einen Notartermin machen müssten, damit alles geregelt und in seinem Sinne passieren wird. Und nicht irgendeine fremde Person das regeln wird. Meine Mutter hat uns drei Geschwister zusammengerufen. Sie hat uns erzählt, wie es mit Opa aussieht. Sie hat uns dann gefragt, wie wir es machen sollen. Opa zuhause pflegen oder ihn in ein Heim bringen. Mein Bruder und meine Schwester haben sofort gesagt, dass sie es nicht machen werden. Da beide mit ihren Familien und beruflich so eingespannt sind, dass sie nicht aus der Stadt wegkönnten. Mir kam es so vor, dass sich die beiden nur rausreden wollten. SO wie ich es immer gedacht habe, Akademiker reden sich immer raus, damit sie diese Sachen nicht machen müssen. Meine Geschwister haben auch gesagt, dass sie keine Ahnung von der Pflege haben, und fragten mich, warum ich das nicht mache. Da ich es ja gelernt und hier noch keine Familie hätte, die mit müsste. Ich war natürlich ein wenig sauer auf die Aussage meiner Geschwister. Daraufhin habe ich dann gesagt: „Ok, ich werde nächste Woche zu Opa fahren und dort werde ich mit ihm sprechen, ob ich ihn pflegen soll.“ Insgeheim habe ich für mich entschieden Opa zu pflegen. Ich wollte aber noch meine Geschwister ein wenig schmoren lassen.
5 Sterne
Eine Tolle Buch - 29.11.2021
Manuela Manolova

Ich kann weiter empfehlen es hatte mir sehr gefallen

5 Sterne
Sehr gutes Buch  - 29.11.2021
Penka Georgieva

Sehr gutes Buch mir hatte es sehr gefallen kann ich nur weiterempfehlen

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