Sonstiges & Allerlei

Blutlinie

Enrico Krull

Blutlinie

Band 1 – Der Fall Akkons

Leseprobe:

Vorwort


Liebe Leserin, lieber Leser,

ein kleines Vorwort in eigener Sache. Meine Geschichten spielen zwar in einer realen Welt, dennoch reizte es mich, sie ein wenig mit Fantasie-Elementen zu würzen.
Ich hoffe, Sie haben beim Lesen Freude und kurzweilige Unterhaltung, wie ich sie beim Schreiben hatte.
Niemand ist ohne Fehler und so mag sich der eine oder andere Schreibfehler auch hier eingeschlichen haben. Ich hoffe auf Ihre Nachsichtigkeit und Wohlwollen, wenn Sie welche finden sollten.
Auch würde ich mich sehr über konstruktive Kritik, aber natürlich auch über Zustimmung und Lob Ihrerseits freuen.
So bleibt mir nun noch, Ihnen viel Spaß beim Lesen zu wünschen.

Enrico Krull





Einen großen Dank an Sascha, der mir mit Gedanken, Ideen und Probelesen sehr dabei geholfen hat, dieses Buch zu schreiben.
Und einen ganz besonders großen Dank an Heike, die sich die Zeit und Muße nahm und mir mit Rat und Tat als persönliche Lektorin zur Seite stand. Ohne sie wäre dieses Werk wohl nie veröffentlicht worden.
Ich danke euch beiden und hoffe, euch auch für meine zukünftigen Werke begeistern zu können.

Auch möchte ich meinen Eltern, Ute, Laura, Luisa und Toni für das Probelesen und ihre Kritiken und Anregungen danken. Auch ihr habt mir sehr geholfen, meine Gedanken in die richtigen Bahnen zu lenken.





„And let thy feet millenniums hence be ?set in midst of knowledge“


(Spruch im Fußboden, der aus schwarzem Stein auf dem strahlend weißen Marmorboden des Lichthofs des British Museum eingelassen ist.)





I.


Es war einer dieser typischen verregneten Tage, wie sie London 2016 oft erlebte, wenn auch nicht unbedingt zu dieser Jahreszeit. Eigentlich war es Sommer. Die Temperaturen stimmten, doch dieses Grau in Grau schlug sich so langsam auf ihre Stimmung nieder. Hinzu kam auch noch, dass ihr die Gelder gestrichen worden waren.
Natürlich war das British Museum eines der größten und renommiertesten Institute, was die Erforschung der Geschichte und vor allem das Aufbewahren der selbigen anging. Was natürlich Unsummen an Geldern verschlang. Dennoch waren, ihrer Meinung nach, für alles Gelder und Wege dieses zu beschaffen da, nur nicht für sie. Selbst ihre Assistentenstelle war dem Rotstift zum Opfer gefallen und als wenn das noch nicht reichte, hatte sich ihr langjähriger Lebensgefährte mit einer jüngeren Frau auf und davon gemacht. Es lief schon lange nicht mehr viel zwischen ihnen, doch musste es gleich eine Jüngere sein? Sie war doch erst zweiunddreißig. War sie jetzt alt?
Nein!
Na ja, manchmal, nach einem dieser furchtbaren Tage, die immer länger wurden, je mehr Zeit verstrich und man trotzdem nicht vorankam. Und so ein vermaledeiter Tag war heute. Natürlich ein Montag, wie sollte es auch anders sein.
Das Wochenende war eine einzige Katastrophe für sie gewesen, die in Form ihrer lieben Mutter über sie hereingebrochen war. Und natürlich war ‚Dennis hier, Dennis da‘ ihr einziges Thema.
Wie sie sich dabei fühlte, dass Dennis sie für eine Jüngere hatte sitzen lassen, war ihrer Mutter natürlich völlig egal. Manchmal fragte sie sich wirklich, warum eigentlich sie mit Dennis zusammen gewesen war und nicht ihre Mutter? Die beiden hatten von Anfang an einen guten Draht zueinander.
Wahrscheinlich hatte Dennis sich bei ihrer Mutter über sie ausgeheult.
Gott, wie sie den Typ hasste. Warum sie sich auf so einen oberflächlichen Kerl eingelassen hatte, wollte ihr im Nachhinein nicht mehr so richtig in den Kopf. Aber egal, es war vorbei und das war auch gut so.
Wenn sie gehofft hatte, es würde nun alles besser werden und ihre Pechsträhne endlich vorbei sei, dann hatte sie die Rechnung ohne das Schicksal gemacht, das sich anscheinend mal wieder königlich auf ihre Kosten amüsierte.
Heute Morgen war sie zum Vorstand gerufen worden, der ihr so nebenbei mitteilte, dass man die Gelder für ihre Ausgrabung nun doch nicht bewilligte. Die ganzen Planungen, das Einholen von Genehmigungen und weiß der Teufel was noch alles, das sie in den letzten zwei Jahren in Atem gehalten hatte, sollte nun für die Katz gewesen sein?
Liebend gerne hätte sie etwas zerschlagen, so eine Wut hatte sie im Bauch. Doch das wäre weder angemessen noch besonders klug. Denn alles hier unten in den Lagern unter dem Museum hatte ein beträchtliches Alter und war unschätzbar wertvoll.
Dennoch. Sie kochte innerlich.
Sollte das hier alles sein, was sie erreicht hatte im Leben? Hatte sie nicht ihren Doktor in Archäologie und war sie nicht als Beste ihres Jahrganges promoviert worden? Nur, um hier unten im Archiv zu versauern?
Dummerweise brauchte sie diesen Job, da sie ihr Studium zum Teil mit einem Kredit finanziert hatte. Das wäre auch alles nicht so wild, wenn man sie wenigstens das machen ließe, was man ihr vor Jahren versprochen hatte. Aber wie immer waren die Haken im Kleingedruckten verborgen. Und das hatte sie damals vor Enthusiasmus wohl nicht richtig gelesen.
Es half alles nichts. Sie würde die Zähne zusammenbeißen und das Beste daraus machen. Was für eine Wahl hatte sie auch sonst.

Einige Zeit später, sie war gerade auf dem Weg zu ihrer wohlverdienten Kaffeepause in dem kleinen Café um die Ecke und mit ihren Gedanken ganz woanders, prallte sie plötzlich mit einer anderen Person zusammen.
„Haben Sie keine Augen im Kopf?“, empörte sich die andere Frau.
„Ver… Verzeihung, ich war wohl etwas in Gedanken“, stammelte sie überrascht.
„Offensichtlich“, meinte die andere und sah sie intensiv an.
Sie hatte bemerkenswert tiefblaue Augen, die in einem wunderschönen Gesicht mit einer fein geformten Nase lagen. Ihre platinblonden Haare fielen in sanften, natürlichen Wellen über ihre Schultern, bis fast hinunter zu ihren Hüften und passten farblich hervorragend zu ihrem grauen Business-Outfit.
Sie war etwas größer als sie selbst und durch die verdammt hohen Absätze ihrer High Heels überragte sie sie sogar um einen ganzen Kopf. Ihr Körper hätte jedes Model vor Neid erblassen lassen. Sie verkörperte das, was man in den sechziger Jahren eine Sexbombe oder Sexgöttin nannte. Die Frau konnte gerade einmal Mitte zwanzig sein, wenn überhaupt.
Doch ihre Augen, die sie magisch anzogen, wirkten so, wie sollte sie es sagen …, so wissend. Als würden sie auf die Erfahrungen eines ganzen Lebens zurückblicken.
Sie ärgerte sich über ihre Tollpatschigkeit und darüber, dass diese Fremde sie verunsicherte. Zudem kam sie ihr irgendwie bekannt vor. Doch sie wusste nicht, wo sie sie einordnen sollte.
„Tut mir wirklich leid“, meinte sie nur und wollte sich gerade zum Gehen wenden.
„Wo Sie mich nun schon fast über den Haufen gerannt haben, da könnten Sie mir auch sagen, wo ich Professor Stuart finde?“, meinte die Fremde in einem schon fast arroganten Tonfall.
Über den Haufen? Sie stand doch noch. Und außerdem war sie nicht gerannt. Sie hatte es nur eilig, zu ihrem geliebten Kaffee zu kommen. Das Einzige an diesem unsäglichen Tag, das ihr Freude bereiten würde. Und das wollte sie sich auf keinen Fall auch noch vermiesen lassen.
„Den Gang runter bis Sie zu einer großen Tür kommen. Es ist nicht zu verfehlen“, meinte sie leicht angefressen.
Die Fremde nickte nur kurz, dann ging sie geschmeidigen Schrittes, einer Raubkatze gleich, davon.
Sie sah ihr noch einige Augenblicke hinterher.
Aufgeblasene Schnepfe, dachte sie nur und beeilte sich, die verlorene Zeit ihrer Kaffeepause wieder aufzuholen.
Zum Glück konnte sie nicht sehen, wie sich ein feines, geheimnisvolles Lächeln um die sinnlich verführerischen Lippen der Blondine in ihrem grauen Business-Outfit mit der schneeweißen Bluse, dem knielangen Bleistiftrock und den hohen Pfennigabsätzen ihrer Schuhe stahl. Alles an ihr war teuer und schrie förmlich nach Geld. Nur Schmuck schien sie nicht zu tragen. Und wenn sie es richtig gedeutet hatte, war sie auch nur sehr dezent geschminkt.
Ach zum Teufel mit der arroganten Kuh, grollte sie innerlich. Warum machte sie sich eigentlich Gedanken über die Frau. Von Weitem konnte sie schon ihr italienisches Café erkennen und beschleunigte ihre Schritte. Sie hatte schließlich nur diese halbe Stunde und die wollte sie auch genießen.

Sie hatte einen interessanten Duft und niedlich war sie auch noch, ging es Shandyra durch den Kopf. Schade nur, dass ich etwas anderes zu tun habe.
Mit diesen Gedanken klopfte sie an die reich verzierte, große Mahagonitür, die das geräumige Büro von Professor Stuart von der Außenwelt trennte. Wobei trennte durchaus die richtige Beschreibung war. Professor Stuart war noch von der alten Schule und eine Koryphäe auf seinem Gebiet der Archäologie.
„Herein!“, rief es von drinnen und Shandyra trat ein. Sie hatte schon lange auf diesen Termin gewartet, seit sie vor einigen Wochen von der geplanten Expedition ins Heilige Land erfahren hatte.
Selbstbewusst und elegant trat sie in das mit Büchern, Regalen, Folianten, Exponaten von Ausgrabungen und anderem Zeug überladene Büro, das eher an ein Lager als an einen Arbeitsplatz erinnerte. Doch so kannte sie ihren alten Mentor und Tutor aus ihrer Zeit in Oxford.
„Ah, Lady Shandyra. Es ist mir wie immer eine große Freude, Sie in unserem bescheidenen Hause willkommen zu heißen“, dabei erhob er sich und umrundete den Schreibtisch, der als solcher kaum zu erkennen war, so voll war er mit unzähligen Büchern, die teilweise schon seit Jahren unter ihrer Staubschicht schlummerten.
„Professor Stuart, es freut mich Sie wiederzusehen. Wie geht es Ihnen?“, sie reichte dem an die siebzig Jahre heranreichenden, dennoch stattlichen Mann die Hand.
„Gut, gut. Wie es einem alten Schlachtschiff eben so geht“, schmunzelte er und räumte einen der viktorianischen Sessel frei, um ihr einen Platz anzubieten.
Elegant schlug sie die Beine übereinander, nachdem sie sich gesetzt hatte, zog ihren grauen Rock etwas zurecht und stellte ihre Aktentasche neben sich an die Seite.
„Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten, Lady Shandyra?“, fragte er zuvorkommend.
„Nein, im Moment nicht, vielen Dank Professor Stuart“, lehnte sie höflich ab.
„Oh, gut, gut. Also weswegen will mich meine beste Studentin, die ich jemals hatte, so dringend sprechen?“, kam er gleich zum Punkt. Eine seiner charakteristischen Eigenschaften. Er war keiner dieser leicht senil wirkenden Altakademiker. Im Gegenteil, er wirkte mindestens zwanzig Jahre jünger, als er in Wirklichkeit war.
„Sie übertreiben da wohl ein wenig, Professor“, lächelte sie geschmeichelt.
„Ich denke nicht, meine Liebe. Und das wissen Sie auch. Ich habe nur nie verstanden, dass Sie sich mit diesem Talent nie in Oxford um eine Professur für Archäologie beworben haben“, sinnierte er.
„Was nicht ist, kann ja noch werden. Aber deswegen bin ich nicht hier, Professor Stuart. Ich habe gehört, das British Museum plant eine Ausgrabung in Akkon, um die Überreste der alten Templerfestung freizulegen. Hat man sie denn endlich gefunden, die Eisenburg, meine ich?“, fragte sie interessiert.
„Ähm, nun ja. Doktor Winter ist sich ziemlich sicher, wo sich die ehemalige Festung befunden haben soll“, meinte er verhalten.
„Aber?“, hakte sie nach. Sie ahnte schon, dass etwas nicht ganz stimmte oder zumindest gab es wohl Schwierigkeiten. Doch davon hatte sie sich noch nie abhalten lassen.
Was sie mit Charme nicht erreichte, erreichte sie mit Geld. Und davon hatte sie mehr als sie jemals brauchen würde.
„Der Vorstand und auch das Gremium im Parlament, das die Gelder für das Museum verwaltet, haben sich gegen eine Ausgrabung in Akkon mit ungewissem Ausgang entschieden. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, Lady Shandyra. Aber es wird keine Expedition nach Akkon geben. Auch sehr zum Verdruss von Doktor Winter, wie ich Ihnen versichern kann.“
„Und wenn ich nun die Kosten übernehme, Professor? Sie wissen, die Kreuzzüge sind eines meiner wissenschaftlichen Fachgebiete. Es wäre mir ein Bedürfnis diese Ausgrabung zu finanzieren, ohne Eigennutz natürlich. Einzige Bedingung, die ich stelle, ist, dass man mich als gleichberechtigte Leiterin neben diesem Doktor Winter bestätigt.“
„Sind Sie sich da ganz sicher, Lady Shandyra? Wir sprechen hier über Millionen von Pfund Sterling.“
Sie sah ihn an und wippte leicht mit ihrem überschlagenen Bein.
„Ich denke mal, das sollte reichen“, sie zog einen Scheck aus der Innentasche ihres grauen Business-Jacketts und reichte ihn Professor Stuart. Der setzte sich die Brille auf die Nase und musste erst einmal schlucken.
„Sieben Millionen Pfund Sterling, Lady Shandyra?“, rief er überrascht aus.
„Das sollte mehr als ausreichen und den Rest können Sie für was auch immer verwenden. Nur zwei Bedingungen stelle ich“, sagte sie, ganz Geschäftsfrau.
„Lassen sie hören, Lady Shandyra“, seine Stimme zitterte unmerklich.
Die Hälfte der Summe hätte schon die Kosten der geplanten Ausgrabung mehr als gedeckt.
„Wie bereits erwähnt, will ich neben Doktor Winter als gleichberechtigte Ausgrabungsleiterin fungieren und zweitens will ich einige der Stücke für mich persönlich haben. Nichts von allzu hohem historischen Wert. Nur so ein paar kleine Trophäen, wenn sie wollen.“
„Ich muss das erst mit dem Gremium besprechen, aber ich denke, ich sollte sie überzeugen können. Schon alleine damit“, dabei wedelte er mit dem Scheck.
„Ich freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit, Professor. Wie in alten Zeiten“, meinte sie verschwörerisch.
„Oh, erinnern Sie mich bloß nicht an Ihre Eskapaden und zahlreichen Frauengeschichten. Es verwundert mich noch immer, wie Sie es angestellt haben, in der wissenschaftlichen Welt so erfolgreich zu sein. Nur um dann im Privaten kleinere Ausgrabungen zu finanzieren und zu leiten.“
„Mir ist der Ruhm nicht so wichtig, Professor. Das wissen Sie auch. Mir geht es eher um das Abenteuer, die Suche nach Artefakten“, meinte sie ehrlich.
Er hob ein wenig amüsiert die Augenbraue.
„Ja. Auch die etwas anderen Abenteuer“, lachte sie leise. Sie wusste, dass er stumm auf die unzähligen Romanzen mit anderen Frauen hindeutete. Sie hatte schnell ihren Ruf als Verführerin in Oxford weggehabt.
Zum Glück erwähnte er die grausamen Morde an einigen ihrer Liebhaberinnen nicht.
Selbst in ihrem alten College in Oxford verschwieg man das Thema gerne. Es warf ein unschönes Bild auf die alte Universität.
Er lächelte verhalten.
„Ach, wenn Sie schon einmal hier sind, könnte ich Sie gleich Doktor Winter vorstellen. Sie sollte eigentlich schon wieder aus ihrer heißgeliebten Kaffeepause zurück sein. Ich weiß gar nicht, warum alle Welt so auf das Zeug abfährt? Es geht doch nichts über eine gute Tasse Tee.“
Dann nahm er den Hörer des Telefons ab und drückte eine Taste.
Nach wenigen Sekunden meldete sich die Dame vom Empfangsbereich.
„Hier Professor Stuart. Sagen Sie, ist Doktor Winter schon wieder zurück von ihrer Pause? … Gut. Richten Sie ihr bitte aus, sie möchte sich umgehend bei mir im Büro melden, es ist sehr wichtig. Danke“, damit legte er wieder auf. „Sie ist auf dem Weg hierher“, sprach er nun zu Shandyra.
„Gut“, sagte sie knapp. Hoffentlich ist das nicht so eine von sich überzeugte Akademikerin.
Nach einigen Minuten klopfte es.
„Ja bitte!“, rief er.
Die Tür wurde geöffnet und die Frau, mit der sie vor einer guten halben Stunde zusammengeprallt war, trat ein. Auch sie sah sie ein wenig überrascht an. Vermutlich befürchtet sie, ich hätte mich über sie beschwert und sei jemand ganz Wichtiges, überlegte Shandyra amüsiert.
Shandyra betrachtete die Frau nun genauer und es gefiel ihr, was sie sah. Sehr zum Leidwesen der anderen, die die intensiv musternden Blicke der Blonden deutlich spürte.
„Sie hatten mich rufen lassen, Professor Stuart?“, fragte sie leicht nervös. Was passierte hier gerade?
„Ähm … ja, genau. Darf ich Sie miteinander bekannt machen. Doktor Lora Winter, Professor Doktor Lady Shandyra Swannesha, Countess of Oxfordshire. Sie wird Ihre Ausgrabung in Akkon finanzieren und als Leiterin an Ihrer Seite fungieren. Na, was sagen Sie, Lora?“
„Ich … ich bin sprachlos.“
Das war sie wirklich. Noch vor wenigen Stunden war ihr Projekt, in das sie mehr als zwei Jahre Arbeit und Vorbereitung gesteckt hatte, an der Finanzierung gescheitert und abgelehnt worden und nun tauchte diese arrogante Fremde auf und plötzlich war es möglich? Was wurde hier gespielt?
„So ein Projekt wird wohl kaum eine zweite Leiterin brauchen, Professor. Und außerdem habe ich über zwei Jahre in dieses Projekt gesteckt, da lasse ich mir nicht die Butter vom Brot nehmen. Nichts für ungut, Professor Doktor Swannesha“, empörte sie sich.
„Es ist Ihre Entscheidung, Lora. Aber bedenken Sie eines. Ohne mein Geld wird es keine Ausgrabung geben“, meinte Shandyra siegessicher lächelnd.
„Sieben Millionen, Lora“, raunte ihr Professor Stuart zu.
Sie sah ihn an, als ob er vom Mars wäre.
Hatte er gerade sieben Millionen gesagt?
Professor Stuart nickte eifrig.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 212
ISBN: 978-3-95840-679-7
Erscheinungsdatum: 24.05.2018
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