Cover: Triquetra

Triquetra
Mika


EUR 18,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 146
ISBN: 978-3-7116-1158-1
Erscheinungsdatum: 21.10.2025
Mikas Leben ist normal – bis sie sich selbst begegnet. Ihre Doppelgängerin aus einer anderen Dimension enthüllt ein uraltes Familiengeheimnis: Mika ist die Auserwählte, die die Welt vor den finsteren Bugles retten muss.
PROLOG
KRÄFTE

„Was ist damals passiert? Wie kam es zu diesem Pakt und welche Kräfte habt ihr?“, wollte Mika wissen. Mikaelle verwandelte sich wieder in einen Menschen, sah Mika an und meinte: „Wir haben alle in jeder Dimension die gleichen Kräfte, nur du nicht, du hast Kräfte, die wir auch nicht kennen. Wir wissen nur, dass bis jetzt immer zu unterschiedlichen Zeiten beziehungsweise Generationen ein besonders mächtiger Mensch in nur eine Dimension geboren wird. Dieses Baby hat ein Zeichen am Bauchnabel, so wie du es hast. Dass du die Auserwählte bist, weiß keiner, außer deinen Brüdern und mir, ansonsten hätten viele schon nach deinem Leben getrachtet, vielleicht sogar mit Erfolg, wenn wir nicht gewesen wären. Deine Mutter war eine starke Frau, die in unsere Familie eingeheiratet hat, aber sie hatte keine Kräfte. Dein Vater kam um, als er sie beschützte. Wir haben eine Auffassung, die wir alle in unserer Familie beherzigen, und das ist:

„Wir haben uns verpflichtet, die Besten zu sein.“

So leben und agieren wir schon immer, deshalb gibt es uns und unsere Lieben noch, auch wenn viele schon von uns gegangen sind, war das immer unser Bestreben und Antrieb. Du aber musst für dich und auch für uns herausfinden, wofür du bestimmt wurdest.“
„Was für Kräfte habt ihr nun?“, wollte Mika wissen.
„Ich werde es dir zeigen, schließ deine Augen und gib mir deine Hände.“
Mika wandte sich Wulf zu und tat, was er verlangte. Es durchfuhr sie wie ein Blitz, als sich ihre Hände berührten.
Sie befand sich auf einer Lichtung im nahen Wald, die sie schon seit ihrer Kindheit immer wieder aufsuchte. Es war dämmrig und roch nach frischem Regen und Gras. Wulf, Franco und Gus standen mit erhobenen Händen nah beieinander, ihnen gegenüber große Gestalten, mit großen Händen und Füßen, sie sahen beängstigend aus, obwohl sie nur in geduckter Haltung Mikas Brüdern im Abstand von drei Metern gegenüberstanden. Wulf hob seine rechte Hand, und Steine, wie Pfeile geformt, schossen aus seinen Händen, wo vorher nichts zu sehen gewesen war, und trafen eine von den vier Gestalten auf ihre jetzt erhobenen riesigen Hände, die davon völlig zerschlagen wurden. Diese Gestalt wandte sich unter Schmerzen ab. Gus und Franco taten es Wulf gleich, aber die anderen machten einen großen Satz, als würden sie fliegen können. Die Steinsalve verfehlte ihr Ziel.


Mika

Sie war sehr jung, als alles begann … Sie schlief unruhig, wachte immer verschreckt, aber auch irgendwie voller Erwartung auf … sie wusste nicht genau, was und warum sie trotz ihrer leisen Angst auch so voller Hoffnung war. Ihr Vater war gestorben als sie vier Jahre alt war, ihre Mutter musste vier Kinder durchbringen, war deshalb bei der Arbeit oder müde. Ihre Brüder waren älter und hatten andere Interessen. Der jüngste, Wulf, ein Bursche rein im Herzen, aber voller Last, die auf seinen Schultern und seinem Herzen lag, stand ihr am nächsten. Der Traum fing immer gleich an … sie war erwachsen, stand auf einer Lichtung mit blutbefleckter Kleidung.

Jahre später, sie war nun 20 Jahre alt, fuhr sie Richtung Kinderkrippe, in der sie arbeitete. Sie wusste auch nicht, warum, aber heute nahm sie den Weg über die Brücke am Teich nahe dem Wald, den sie sonst nie fuhr. Sie atmete die Waldluft ein, die noch frisch vom Regen der letzten Nacht war, und genoss die Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht, als sie einen Weg hinein in den Wald sah, der ihr bisher nie aufgefallen war. Sie wurde neugierig. Ihr war, als zöge sie der Weg magisch an. Da sie früh dran war, bog sie nach kurzer Überlegung ab und fuhr den Weg entlang. Nach etwa 200 m kam eine Biegung, und da sah sie es: Ein Haus strahlte hell, die Tür stand offen, als würde man auf sie warten. Sie stieg vom Rad und sah sich vorsichtig um, aber nichts und niemand war zu sehen. Wärme stieg aus ihrem Inneren auf, sie konnte der Versuchung, näher ranzugehen, nicht widerstehen. „Hallo“, rief sie. Keine Antwort. Mutiger geworden, trat sie näher an die offene Tür und blickte in das Haus hinein. Der Flur war zu sehen mit einem Tisch, auf dem schöne bunte Blumen standen, rechts davon eine schmale Anrichte mit großem Spiegel und modernen schwarzen Lampen, ebenfalls mit frischen Blumen in einer schmalen Vase. Ein Kasten, wahrscheinlich ein Schuhschrank – Schuhe standen davor –, war rechts davon, und auf der anderen Seite befand sich eine verschlossene Tür. Der schwarze Luster über dem Tisch leuchtete hell. Sie klopfte an der offenen Tür, und als keiner antwortete, trat sie ein. Das Muster auf dem Fliesenboden schien sich zu bewegen, bei jedem Schritt, den sie weiter eintrat. „Irritiert machte sie einen Schritt zurück – doch die Tür war auf einmal zu!“ Wer hatte sie geschlossen? Sie wollte die Tür öffnen, aber es ging nicht. Langsam drehte sie sich um, jetzt war die Tür zur Küche offen, sie sah ein Küchenpult mit frischem Obst in einer großen Schale. Sie trat ein. Rechts war eine Schiebetür zu einem Vorratsraum, in dem viele Einmachgläser mit Gemüse und Marillenmarmelade standen. Die Küche war groß und aufgeräumt, aber man sah, dass hier jemand wohnte, denn alles war stimmig und mit Geschmack eingerichtet. Auch hier stand ein großer Tisch und auf ihm eine Vase mit wunderschönen Blumen. Neben dem Tisch erkannte sie acht Sessel, die sehr gemütlich aussahen. Durch das große Fenster links und die geöffnete Terrassentür sah man eine Sommerküche, die ebenfalls sehr einladend wirkte. Ein Durchgang führte zum nächsten Raum. Neugierig ging sie um die Ecke und sah Stufen, die in den ersten Stock führten, und einen Gang, an dessen Ende das Wohnzimmer zu sehen war. Als sie weiterging sah sie dort ein großes Sofa, zwei Stufen tiefer gelegt. Eine Tür rechts und links, der Essbereich mit einem wunderschönen langen Holztisch mit diesmal zwölf Stühlen. Vorne beim Sofa war ein großer Fernseher, der einen langen Sandstrand zeigte, auf dem man Wellen kommen und gehen sah. Am Ende des Tisches waren schwebende Stiegen, die zu einer Galerie führten, zwischen Sofa und Esstisch hing ein Kamin mit Fell und Sitzsäcken davor, auf denen anscheinend vor kurzer Zeit noch jemand gesessen hatte, da man noch den Abdruck eines Körpers sah. An der großen Front war eine Glastür zum Garten mit Terrasse, die mit wunderschönen Möbeln ausgestattet war. Auf der Galerie erkannte man von unten einen Billardtisch, eine Dartscheibe und eine geöffnete Holzschiebetür, wo man ebenfalls einen Fernseher und ein Sofa erblickte. Sie wagte sich nicht hinauf, aber sie war neugierig und durchschritt den Wohnraum, betrat die Terrasse, von der man einen weitläufigen Garten sah, durch den ein Bach floss. Auf einer Seite standen vier Pferde, zwei Esel, und auf der anderen Seite, abgetrennt von den Pferden, drei Alpakas, die seelenruhig im Schatten wunderschöner Bäume standen. Auf der rechten hinteren Seite war ein riesiger Pool mit Pool Haus und daneben noch ein Tennisplatz. Alles war gepflegt und wirkte einladend. Auf der Wiese vor der Terrasse fuhr ein Mähroboter, und über den Bach gab es eine Brücke, die zu den Alpakas führte. Die Pferde tranken das Wasser vom Bach, sahen neugierig herüber, drehten sich dann aber gelangweilt weg und grasten weiter, bis auf ein Pferd, das sie genau zu mustern schien. Plötzlich hatte sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Sie drehte sich um – und erschrak, als sie eine Frau neben sich stehen sah.
Diese lächelte jedoch freundlich und sagte: „Willkommen, endlich bist du da, ich warte schon lange auf dich, Mika.“ Woher wusste sie ihren Namen? Verständnislos sah Mika sie an, war unfähig zu sprechen oder sich zu bewegen. Die Frau ging um sie herum und sah sie von oben bis unten an. Mika blickte in die hellblauen, leuchtenden Augen dieser Frau, die sich nun auch als Mika vorstellte.
Mika sah die Frau überrascht an und meinte: „Mika, so wie ich?“
Die Frau sprach: „Mika, so wie du, ich bin DU aus einer Parallelwelt!“
Mit großen Augen sah Mika sie an – und es traf sie wie ein Schlag: Die Frau sah exakt aus wie Mika, ein wenig älter vielleicht. Sie konnte sich jetzt wieder bewegen, trat einen Schritt zurück, wollte weglaufen, aber sie blieb stehen, sah die Frau, die behauptete, sie zu sein, verständnislos an.
Die andere Mika lächelte nur und meinte: „Wir haben zu tun, komm mit.“
Ihr angebliches anderes Ich erklärte ihr, ihr ihre Bestimmung zu zeigen. Mika war völlig perplex, wusste nicht, was sie sagen sollte, folgte ihr aber in die Küche. Mika aus der Parallelwelt machte beiden einen Kaffee und stellte vegane Kekse, die Mika kannte dazu, sie wollte wissen ob sie richtig läge, sie Kaffee schwarz trinke und sich vegan ernähre. Mika war erstaunt, da sie sich wirklich vegan ernährte und ihren Kaffee schwarz trank. Mika aus der Parallelwelt gestand ihr, dass Mikas Erinnerungen getäuscht wurden und Mika sich nur in ihren Träumen an einzelne Dinge erinnern könne. Die Welt, in der Mika lebte, war in Gefahr, und dies hatte auch Auswirkungen auf Mikas Parallelwelt. Mika wurde immer verwirrter, sie sollte die Welten retten?
„Wie und vor wem?“, stammelte sie.
„Von wem ist zu erklären“, meinte Mika aus der Parallelwelt, die Mika insgeheim schon Mikaelle nannte, da es sie irritierte, an sie als die Parallelwelt-Mika zu denken und ihren eigenen Namen auszusprechen. Das sagte sie ihr auch, und Mika meinte, Mikaelle passe genauso, da sie ihre Familie und Freundinnen in ihrer Welt auch so nannten. Irgendeine Verbindung bestand anscheinend, wie sollte Mika sonst auf Mikaelle kommen. Das alles war Mika dann doch zu viel, und sie flüchtete aus dem Haus und rief nur noch: „Ich brauche Zeit, das ist mir zu viel.“
Mikaelle ließ sie gehen und rief ihr noch nach, sie solle am nächsten Tag wiederkommen, sie warte auf sie.
Mika schwang sich auf ihr Rad und fuhr den Weg zurück und dann Richtung Krippe, jetzt war sie spät dran und musste kräftig in die Pedale treten, um pünktlich zur Arbeit zu kommen. Sie liebte Kinder, aber an diesem Tag war sie nicht richtig bei der Sache, ihre Gedanken schweiften immer wieder zu der eigenartigen Begegnung mit Mikaelle ab. Mittlerweile wurde sie immer nervöser und ungeduldiger, da so viele Fragen in ihrem Kopf schwirrten, auf die sie keine Antwort hatte. Wer war sie, was sollte sie bis jetzt nicht gewusst haben und warum? Parallelwelt, wie war das gemeint, gab es sie noch einmal oder sogar noch öfter? Wie war das gemeint, ihre Bestimmung? Bestimmung für was? Auf dem Heimweg fuhr sie fast einen Mann um, der sie dann aus grauen Augen, die so viel Hass widerspiegelten, ansah, dass sie erschrak und Angst bekam. Zu Hause war sie unfähig, etwas zu essen, da es in ihrem Kopf ein wildes Durcheinander gab. Einerseits wollte sie wissen, was Mikaelle meinte, aber andererseits hatte sie ein eigenartiges Gefühl, sie wusste nicht so recht, ob sie es eigentlich wissen wollte beziehungsweise dem gewachsen war. Sie aß einen Antipasti-Nudelsalat, setzte sich vor den Fernseher und hörte in den Nachrichten von einem eigenartigen Licht am Himmel, genau über der Stelle, wo das Haus stand, in dem sie heute gewesen war. Es sollten Lichter wie Blitze in kürzester Zeit ohne Regen und Gewitter zu sehen gewesen sein. Sie schaltete den Fernseher ab, ging ins Bad und machte sich bettfertig. Als sie im Bett lag, schrak sie hoch … sie hatte ihren Hund Luna gar nicht gesehen oder gehört. Hastig sprang sie aus dem Bett, lief barfuß in den Garten – im Haus hätte sie sie sehen müssen – und rief den Namen ihres Hundes …
„Luna, Luna, wo bist du?“
Keine Luna weit und breit, aber in der hintersten Ecke neben dem Feigenbaum sah sie, wie sich etwas bewegte. Langsam und vorsichtig ging sie weiter. Da war sie. Luna saß nur da, blickte starr auf den Baum und machte ein eigenartiges Geräusch, nicht ängstlich, eher voll Freude. Mika sah nach oben und entdeckte zwischen den Blättern eine kleine Gestalt. Sie trug einen schwarzen Anzug und eine Augenbinde, durch die sie mit großen, klugen, blauen Augen zu ihr heruntersah. Eigenartigerweise wunderte sie sich gar nicht, eine kleine Gestalt in ihrem Feigenbaum zu sehen, einen kurzen Augenblick hatte sie das Gefühl, dieses Wesen zu kennen oder schon einmal gesehen zu haben.
Leise, um das Wesen nicht zu erschrecken, sprach sie es an. „Wer bist du? Was machst du in meinem Garten?“
Das Wesen neigte den Kopf, lächelte und war von einer Sekunde zur anderen verschwunden. Luna stand auf, wedelte mit dem Schwanz und lief zurück ins Haus. Mika lief hinterher und fand Luna wartend vor ihrer leeren Hundeschüssel. Sie gab ihr Futter, das sie gierig fraß. Mika setzte sich auf ihr Sofa, Luna sprang satt zu ihr und schmiegte sich an sie. Ihre Gedanken gingen wieder zu dieser Gestalt im Feigenbaum, sie wunderte sich über Lunas Verhalten und auch darüber, dass ihr dieses Wesen so vertraut vorkam. Müde von der ganzen Aufregung dieses Tages nickte sie gemeinsam mit Luna auf ihrem Sofa ein. Sie schlief unruhig und wachte am nächsten Morgen auf, froh, dass sie jetzt zwei Wochen Urlaub hatte. Sie streckte sich, stand auf, ging in die Küche, gab Luna Futter und nahm sich eine große Tasse Kaffee. Mit der Tasse in der Hand ging sie in den Garten und dachte über ihren Traum von letzter Nacht nach. Der Traum war wie immer:
Mit blutbefleckter Kleidung stand sie auf einer Lichtung, doch dieses Mal waren dort kleine Wesen wie dieses in ihrem Garten neben ihr und sprangen um sie herum. „Es ist vollbracht“, jubelten sie und sahen Mika glücklich an. An mehr konnte sie sich von diesem Traum nicht erinnern.
Langsam ging sie zum Feigenbaum, in der Hoffnung, dieses Wesen zu sehen, aber sie wurde enttäuscht. Niemand war da, nur eine jetzt satte Luna stand schwanzwedelnd neben ihr und sah sie erwartungsvoll an. Sie ging zurück ins Haus, duschte und machte sich fertig, holte ihr Fahrrad und fuhr wieder zum weißen Haus von gestern.
Dort angekommen, wusste sie nicht so recht, was sie hier wollte oder annahm zu sehen. Die Tür stand wieder offen, als würde sie schon erwartet werden. Sie lehnte ihr Rad an einen Strauch, stieg die Stufen hinauf und betrat wieder den Vorraum. Langsam ging sie weiter zur Küche, blieb jedoch überrascht stehen, denn wen sie hier seelenruhig stehen sah, war ihr Bruder Wulf, der sich wie selbstverständlich einen Kaffee machte und sie zaghaft anlächelte. Aus dem Wohnzimmer nebenan kam Mikaelle um die Ecke, nahm Wulf die Tasse aus der Hand, trank einen Schluck Kaffee, reichte sie wieder Wulf, legte den Kopf leicht schräg und lächelte mit dem gleichen Lächeln wie schon das kleine Wesen in ihrem Feigenbaum. Langsam verwandelte sich Mikaelle vor ihren Augen in das kleine Wesen. Ungläubig starrte Mika sie an, das Wesen lächelte nur verschmitzt. Wulf erklärte der völlig verwirrten Mika, dass sie sich in diese Wesen verwandeln konnten, wenn wir es wollten.
Mika sah ihn an und meinte: „Was meinst du mit WIR!?“
„So, wie ich es sage“, entgegnete Wulf ruhig. „Wir sind du, Mika, wir deine Brüder und die Kinder von Gus.“
Wieder völlig überfordert schüttelte Mika den Kopf und konnte nicht fassen, was ihr Bruder, den wie immer ein Hauch von Traurigkeit und Wehmut umgab, von sich gab. „Du meinst, ihr alle wisst davon und wart schon in der anderen Dimension?“
Als fiele ein Schleier über Wulfs Gesicht, bejahte er. „Aber Gus nicht mehr. Er wurde fast getötet und will nichts mehr damit zu tun haben, er bestand auch darauf, dich erst mit 21 Jahren in unser Geheimnis einzuweihen, um dich zu schützen.“
„Schützen wovor?“, wollte Mika wissen.
„Vor den Gefahren, die mit dieser Macht einhergehen“, antwortete Wulf.
„Die Gabe oder Macht, wie immer du es auch nennen willst, birgt Gefahren in sich“, hörte Mika das Wesen beziehungsweise Mikaelle sagen – oder auch nicht sagen, denn sie sprach nicht mit ihrer Stimme zu Mika, sondern über ihre Gedanken. Wulf, der es auch hören konnte, erklärte Mika, dass, wenn sie sich verwandelten, sie mit ihren Gedanken miteinander kommunizierten, so könnte niemand sie hören oder verstehen. Dieser Wahnsinn schien kein Ende zu nehmen, sondern immer eigenartiger zu werden, dachte Mika. Wulf erklärte ihr, dass sie sich in der anderen Dimension meist verwandelten, da es sie dort ja auch gab, um nichts durcheinanderzubringen. Warum aber war Mikaelle älter als sie, gab es eine Zeitverschiebung?
Als hätte Mikaelle sie gehört, antwortete sie ihr. „In meiner Dimension bin ich euch in der Zeit voraus, deshalb hoffe ich, dass du, Mika, in eurer Zeit das zu verhindern weißt, was in meiner Welt schon passiert ist!“
„Was ist denn passiert?“, wollte Mika wissen.
„Um dir das zu sagen, müssen wir dich mit deinem verborgenen Ich vereinen, denn so, wie du jetzt bist, kannst du nichts ausrichten“, erklärte Wulf. „Wir und unsere Brüder stammen aus einer Familie, die für das Wohl aller Menschen schon immer mit Menschen oder Wesen gemeinsam oder gegeneinander gekämpft haben, um die Welt zumindest so zu erhalten, wie sie jetzt hier ist, wenn nicht sogar zu einem besseren Ort zu machen.“
Mika hörte nur „immer schon kämpfen“, „Menschen“ und „Wesen“. Wulf erklärte ihr, dass ihre Familie schon seit vielen Generationen für den Frieden der Welten einstand.“
„Warum wollte Gus nicht, dass ich alles weiß?“
„Gus wurde, als du noch sehr klein warst, bei einer Auseinandersetzung mit unseren Feinden, den Bugles, schwer verletzt, als er dich vor ihnen zu beschützen versuchte. Du hast, wie aus einer Prophezeiung hervorgeht, die größte Macht in unserer Familie. Solange du nicht 21 Jahre bist, was du bald wirst, ließen sie dich in Ruhe. Diesen Pakt hat Gus mit den Bugles geschlossen, unter der Bedingung, dass er seine Kräfte bis zu deinem 21. Geburtstag ebenfalls nicht einsetzt. Da Gus sehr große Kräfte hat, war das für die Bugles in ihrem Interesse, ihr seid bis zu deinem Geburtstag tabu. Wir bekamen von verschiedenen Quellen Hinweise, dass es sich schon eher ändern wird, da schließlich niemand weiß, zu was du fähig bist, wie wir leider auch nicht. Wir müssen vorbereitet sein.“
„Welche Kräfte habt ihr?“, wollte Mika wissen. Mikaelle verwandelte sich wieder in einen Menschen, sah Mika an und meinte: „Wir haben alle in jeder Dimension die gleichen Kräfte, nur du nicht, du hast Kräfte, die wir auch nicht kennen. Wir wissen nur, dass bis jetzt immer zu unterschiedlichen Zeiten beziehungsweise Generationen ein besonders mächtiger Mensch in nur eine Dimension geboren wird. Dieses Baby hat ein Zeichen um den Bauchnabel, so wie du es hast. Dass du die Auserwählte bist, weiß keiner außer deine Brüder und mir, ansonsten hätten viele schon nach deinem Leben getrachtet, vielleicht sogar mit Erfolg. Deine Mutter war eine starke Frau, die in deine Familie eingeheiratet hat, aber ohne Kräfte. Dein Vater kam um, als er sie beschützte. Wir haben eine Auffassung, die wir alle in unserer Familie beherzigen, und das ist:

‚Wir haben uns verpflichtet, die Besten zu sein.‘

So leben und agieren wir schon immer, deshalb gibt es uns und unsere Lieben noch, auch wenn schon viele von uns gegangen sind, war dies immer unser Bestreben und Antrieb. Du aber musst selbst für dich und auch für uns herausfinden, wofür du bestimmt wurdest.“
„Was für Kräfte habt ihr nun?“, wollte Mika wissen. Wulf sah Mikaelle an. „Ich werde es dir zeigen, schließ deine Augen und gib mir deine Hände.“

5 Sterne
Triquetra - 30.11.2025
Karin

Der Inhalt überrascht, da er nicht die Gewalt in den Vordergrund stellt, sondern das Miteinander. Es ist sehr fantasievoll geschrieben, viele Szenen sind nicht vorhersehbar und deshalb so erfrischend. Das Buch ist sehr zu empfehlen.

5 Sterne
Nabehamhmwd940@gmail.com - 26.11.2025
نبيهه محمود

Nabehamhmwd940@gmail.com

5 Sterne
Nabehamhmwd940@gmail.com - 26.11.2025
نبيهه محمود

Nabehamhmwd940@gmail.com

5 Sterne
Triquetra Mika  - 25.11.2025
Romana H.

Das Buch handelt von Mika, die auserwählt wurde die Welt zu retten. Eine spannende Geschichte, die klar und verständlich erzählt wird. Auch die Romantik kommt bei dieser mystischen Geschichte nicht zu kurz! Eine erfrischende, fesselnde Erzählweise macht das Buch interessant und lesenswert. Freu mich schon auf weitere Bücher.

3 Sterne
Triquetra Mika von Gudrun Vrana - 18.11.2025
Anita Garea

Das Buch der Autorin Gudrun Vrana handelt von Mika, die auserwählt wurde die Welt zu retten. Sie stammt aus einer Parallelwelt und muss sich gegen böse Gestalten den Bugles behaupten. Eine spannende Geschichte, die klar und verständlich erzählt wird. Auch die Romantik kommt bei dieser mystischen Geschichte nicht zu kurz! Eine erfrischende, fesselnde Erzaehlweise macht das Buch interessant und lesenswert.

5 Sterne
Triquetra Mika von Gudrun Vrana  - 17.11.2025
Stefan

Ein fesselndes Buch, das ich kaum aus der Hand geben konnte. Die Geschichte packt einen von der ersten Seite an und lässt einen bis zum Ende nicht los. Hoffe auf eine Fortsetzung.

5 Sterne
Triquetra Mika von Gudrun Vrana  - 17.11.2025
Stefan

Ein fesselndes Buch, das ich kaum aus der Hand geben konnte. Die Geschichte packt einen von der ersten Seite an und lässt einen bis zum Ende nicht los. Hoffe auf eine Fortsetzung.

5 Sterne
Triquetra Mika von Gudrun Vrana  - 17.11.2025
Stefan

Ein fesselndes Buch, das ich kaum aus der Hand geben konnte. Die Geschichte packt einen von der ersten Seite an und lässt einen bis zum Ende nicht los. Hoffe auf eine Fortsetzung.

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