(R)Evolution in der PLANdemie
Das Leben nach dem Reset – Ein Fantasy Roman
EUR 25,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 170
ISBN: 978-3-99130-781-5
Erscheinungsdatum: 20.05.2025
Die Pandemie hat alles verändert. Great Reset und Cyber Polygon haben die Welt und die Menschen, die darin leben, zu etwas anderem gemacht. Können sich Noma und Martin in dieser neuen Welt behaupten? Wird die Menschheit, wie wir sie kennen, weiterexistieren?
Vorwort
Liebe Leserschaft!
Dieses Buch ist in in einer wilden und gleichzeitig sehr stillen Zeit entstanden. Weltweit wütete ein kleines Virus und brachte den gesamten Planeten zum Stillstand. Die Wirtschaft, die Gesellschaft, die Politik, die Religion, der Sport,. alle versanken im Chaos rund um Abstandsregeln, Testvorschriften und Masken. Abseits vom Mainstream begannen sich alsbald Stimmen zu regen, die vor einer möglichen Überreaktion und den Folgen der Maßnahmen warnten. Für mich war der Mann der ersten Stunde Bodo Schiffmann, damals noch Chef der Schwindelambulanz in Sinsheim. In Österreich erhob Martin Haditsch seine Stimme, um auf Fehlentscheidungen der Politik und die Gefährlichkeit des „Spikens“ hinzuweisen. Martin kenne ich nicht persönlich, doch ich habe viele seiner Videos und auch seine Filmproduktionen bei Servus- TV gesehen und ihm habe ich die Rolle meiner Hauptfigur Martin geschenkt. Auch meine Figur Judith ist in Anlehnung an einen ‚echten Menschen‘ entstanden, nämlich Judith Mikowits. Judith hat sich bekanntermaßen schon Jahre vor der Corona – Pandemie gegen Anthony Fauci aufgelehnt, der übrigens auch reales Vorbild für eine meiner Romanfiguren ist. Knut Wittkowski, ein deutscher Epidemiologe, der in New York lebt, hat sich ebenfalls kritisch zu diversen Maßnahmen seit 2019 geäußert, auch im Film „Pandemia“ hat er mitgewirkt. Knut spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in meinem Roman. Seine sachliche Art hat mich immer beruhigt. Weitere Vorbilder für die fiktiven Figuren meines Romans möchte ich hier mit einem großen DANKE für ihre Aufklärungsarbeit erwähnen:
Margarita Griesz- Brisson, die für mich während der Coronazeit wie eine Sonne war, Rhashid Buttar, der in den USA bereits lange vor der m-RNA-Impfung diversen Impfungen gegenüber kritisch war und in der Zwischenzeit leider verstorben ist, Dieter Klinghardt der das System durchschaut, David Icke, der mehr sieht, hört und spürt, als viele andere, Claus Köhnlein, der ebenfalls sachlich und fachlich präzise argumentiert, John Ioannidis, der die Zahlen und Fakten auf den Tisch gelegt hat, Michael Yeadon ebenso, und Dr. Vladimir Zelenko, ein jüdischer Arzt, der den Deep State vor seinem Tode durchschaut hat.
Charaktere, die ansonsten in die Geschichte eingeflossen sind:
Marina Abramovic, Masaru Emoto.
Alle Protagonisten sind in Anlehnung an reale Personen entstanden, die Charaktere und Handlungen meiner Romanfiguren allerdings sind frei erfunden.
Im Jahr 2019 wurden in diversen Laboren auf der ganzen Welt, aber vor allem in den USA, China und Kriegsländern wie der Ukraine, Versuche durchgeführt. Es waren unethische, die gesamte Menschheit bedrohende Versuche. Rassen und Arten wurden gekreuzt, gezüchtet und genetisch verändert, Gain-of-function-Forschung wurde betrieben, bei der harmlose Bakterien und Keime in ihrer Erbsubstanz so manipuliert wurden, dass sie zu Killern wurden und jeden Organismus, den sie befielen, töteten.
Dr. Fanci und seine satanistischen Kollegen dachten, sie hätten die Kontrolle über ihr weltumspannendes Experiment am Menschen, doch dem war nicht so. Abgesehen vom Genozid, den die Machtelite dieser Erde mit den modifizierten Viren und der darauffolgenden experimentellen Spritze auslöste, kam es zu Mutationen.
Viele Menschen reagierten auf die „Impfung“ und das „Shedding“, aber auch auf die modifizierten und mutierten Viren anders, als einfach nur an Gehirnthrombosen oder Herzinfarkten zu verrecken. Sie mutierten. Und das ging verdammt noch mal nicht immer gut aus! Manche der Mutanten wären im Nachhinein wahrscheinlich lieber an einem Blutgerinnsel gestorben. Doch für die, die ihre Mutation überlebten, ging es erst mal steil nach oben. Das kann ich bestätigen, denn ich bin ein Mutant.
Aber lasst mich der Reihe nach erzählen.
Es war an einem kalten, verregneten Abend im Herbst 2020 in Österreich. Die Bäume hatten bereits ihre Blätter verloren, seit Wochen bedeckte feuchter, kalter Nebel die Täler. Am Fuße der Alpen stand in einer verlassenen Stadt ein Haus. Während Nieselregen sich auf meiner Stirn und meinen Wangen zu Tropfen formte und in kleinen Rinnsalen hinabrann, saß ich unbewegt in einem Apfelbaum. Ich sah durchs Küchenfenster direkt ins Wohnzimmer des Hauses und beobachtete dort ein Mädchen. Während der Stunden, die seine Mutation dauerte, tat es mir schrecklich leid. Ich dachte ehrlich gestanden nicht, dass es überleben würde, doch die Kleine schlug sich tapfer. Es schien ihr so zu ergehen wie den meisten von uns, die als Erste mutierten. Sie hatte keine Ahnung, was mit ihr geschah. Aufgewühlt und verängstigt lief sie in dem Raum auf und ab. Ab und zu blieb sie abrupt stehen, hielt sich vornübergebeugt den Bauch, würgte, atmete, manchmal stöhnte sie so laut auf, dass es bis in den Garten zu hören war, für mich jedenfalls. Irgendwann begann das Leuchten. Erst traten nur zarte Funken aus ihr hervor, die sich innerhalb von Minuten in regelrechte Blitze verwandelten und wahllos irgendwo im Raum einschlugen. Während das passierte, bäumte sich das Mädchen immer wieder auf, das Stöhnen war schmerzerfülltem Schreien gewichen. Nach endlos scheinenden Minuten des qualvollen Schmerzes, den ich fast spüren konnte, begann der ermattende Körper der Kleinen sanft in allen Regenbogenfarben zu schimmern.
Ich hatte außer meiner eigenen Mutation, die ganz anders abgelaufen war, noch nie einen derartigen Prozess miterlebt und erst wenige Mutanten, meist nur aus der Ferne, gesehen. Doch mir war klar, dass die Fähigkeiten dieser jungen Frau, die meinem Gefühl nach auf einem guten Weg war, die Tortur zu überleben, etwas Besonderes, etwas Einzigartiges waren. Irgendwann, Stunden später, als es hell zu werden begann, ließ das sanfte Schimmern nach. Das Mädchen begab sich in die Küche, wo es drei Gläser Wasser hintereinander leerte. Danach sank es erschöpft auf dem Ledersessel in der Küche zusammen. Ich hätte es gern in den Arm genommen, es getröstet, es wirkte so klein und verlassen. Doch alles, was ich im Augenblick für es tun konnte, ohne es weiter zu ängstigen, war, ein Auge auf es zu haben.
Die Welt veränderte sich sozusagen im Minutentakt. Es war schwer zu sagen, ob einen im nächsten leer stehenden Haus, das man auf der Suche nach etwas Essbarem durchstöberte, eine süße kleine Elfe oder eine künstliche Intelligenz mit zweifelhaften Befehlen erwartete.
In diesem Fall hier sah ich dort unten wohl ein einzigartiges Geschöpf, entstanden aus einem verlorenen Menschenkind und seinem mutierten Erbgut.
Ich beobachtete das Mädchen im Schaf. Völlig reglos kauerte es in dem Sessel, die Arme hatte es um den Oberkörper geschlungen, der Kopf war auf seine Brust gesunken. Während ich es so daliegen sah, empfand ich trotz der Einsamkeit und Kälte, die ich nicht körperlich, eine Auswirkung der Mutation, sondern nur in meinem Herzen empfand, plötzlich eine Wärme in mir, von der ich in den letzten Monaten, vielleicht sogar Jahren, fast vergessen hatte, dass es sie gab. Ich würde hier draußen im Regen verharren und mich keinen Millimeter bewegen, bis ich mir sicher war, dass es der Kleinen gut ging. Dieser Gedanke fühlte sich gut an. Ein zufriedenes Knurren entfuhr mir, ein Laut, der mir in den letzten Wochen vertraut geworden war genauso wie mein Heulen, Krallen, die im weichen Waldboden ausfuhren, sich hineingruben in die feuchte Erde und die Jagd. Bei dem Gedanken hob ich meine Nase hoch und atmete tief ein. Meine Mutation hatte ein Wesen in mir hervorgebracht, das mehr Tier als Mensch war, instinktgesteuert, jagend, suchend, voller Aggression. Genau genommen waren dies die ersten Stunden seit meiner Verwandlung, die ich wieder in meiner menschlichen Gestalt verbrachte. In dichtem grauen Wolfsfell, mit dem Geruch meiner Beute in der Nase, war ich auf den breiten Ast des Apfelbaums gesprungen, um zu warten. Ohne es steuern zu können oder zu wollen, hatte ich mich, während sich der Prozess der Mutation in dem Haus dort unten im Regen vollzog, in den Menschen zurückverwandelt, der ich einst gewesen war. Ich war nackt, Regentropfen perlten über meinen Körper und flossen in kleinen Rinnsalen an mir hinab. Dennoch war mir warm. Die klamme Feuchtigkeit konnte nicht in mein Inneres vordringen, der Anblick des Mädchens schon. Während ich in dem Baum hockte, ließ ich die letzten Tage (oder waren es Wochen?) meines alten Lebens Revue passieren. Mein Zorn auf die Menschen war grenzenlos gewesen. Die Dummheit, Feigheit und Obrigkeitshörigkeit, mit der sie all die Lügen hingenommen hatten, machten mich wütend. Gleichzeitig war ich unendlich traurig gewesen und bedrückt, als während der ersten großen Welle wirklich viele Menschen starben. Das war im Herbst gewesen. Die Menschen hatten sich in ihrer Angst gar nicht schnell genug die „Covid-Impfung“ verpassen lassen können. Nach der ersten Impfung geschah scheinbar noch nichts.
Doch auch das war ein riesengroßes Problem unserer Gesellschaft offenbar nicht nur hier in Europa, sondern auch an vielen anderen Orten der Welt. Denn die Ersten starben bereits, doch wir merkten es nicht! Genauso wenig wie wir uns damit abgaben, was im Nachbarhaus oder in der Nachbarwohnung passierte. Wir hatten vollständig verlernt aufeinander zu achten.
Nichtsdestotrotz zeigte der „Shot“ bei den Ersten seine Wirkung. Sie starben plötzlich und unerwartet im Turnsaal oder auf einem Fußballfeld. Doch kaum jemand reagierte, jedenfalls nicht die Politik und Leitmedien. Was dort nicht berichtet wurde, war ganz einfach nicht existent. Also folgten in kurzen Abständen die zweite und später die dritte Impfung, auch Schwangere und Kinder wurden in vielen Ländern mit der experimentellen Gentherapie behandelt. Im Winter begriffen bereits viele, dass etwas nicht stimmte, doch da war es längst zu spät.
Als Erstes kollabierte das Gesundheitssystem. Krankenhäuser waren massiv unterbesetzt, Krankenwägen hatten aufgehört zu fahren, da man nicht einmal die, die sich sterbend in die Ambulanzen schleppten, versorgen konnte. Bereits lange vor der PLANdemie hatte der Deep State begonnen, Bildungs-, Verteidigungs- und Gesundheitssysteme weltweit zu schwächen. Nun, durch die massiven Ausfälle von Menschen, die all diese Systeme aufrechterhalten hatten, meist mehr schlecht als recht, kamen sie beinahe vollständig zum Erliegen. Natürlich waren Menschen in Gesundheitsberufen, Lehrer, Polizisten und Soldaten die Ersten gewesen, die mit Nachdruck zur Gentherapie gezwungen worden waren. Sie waren auch diejenigen, die nun in den Krematorien gestapelt oder halb verwest am Schulhof, in den Gängen, vielleicht mit etwas mehr Glück im eigenen Bett lagen.
Geschäfte schlossen reihenweise. Die Leute in Dörfern und Städten begannen, sich an Sonntagen vor Kirchen zu treffen. Ich war in meiner Heimatstadt auch bei mehreren dieser Treffen gewesen. Ich blickte in weinende, verzweifelte Gesichter, doch sah auch Hoffnung und Zorn. Den Preppern, von denen es mittlerweile immer mehr gab, musste ich eines lassen: Sie hatten sich tatsächlich perfekt auf jede mögliche Form eines Blackouts vorbereitet. Diejenigen von ihnen, die ich in meinem Ort sonntags vor der Kirche mehrere Male getroffen hatte, bevor ich mutiert war, waren bestens ausgestattet, hilfsbereit, beruhigten aufgebrachte Menschen, die zu Hause hungernd froren. Die Männer, mit denen ich mich dort unterhalten hatte, konnten mir sogar einige Informationen über die Lage in Wien geben. Dort schien völlige Anarchie zu herrschen. Sie versuchten täglich Leute aus der Stadt zu schleusen, um sie vor rücksichtslosen, zornigen Randalierern zu retten, die äußerst gewaltbereit waren und so ziemlich alles für einen Einkaufswagen voller Lebensmittel getan hätten.
Zum ersten Mal in meinem Leben bereute ich es, so viel Zeit in meinen Beruf und speziell in die Aufklärung während der PLANdemie investiert zu haben. Meine Frau und ich hatten uns vor Jahren einvernehmlich scheiden lassen, denn ich war oft nächtelang nicht nach Hause gekommen, hatte im Büro geschlafen, um morgens keine Zeit zu verlieren. Ich hatte gut verstanden, dass sie ging. Kinder hatten wir keine gehabt. Darum war ich nun auch allein bei den sonntäglichen Treffen und fragte mich ernsthaft, für wen ich Aufklärungsarbeit geleistet hatte. So viele waren immer noch völlig ahnungslos! Diejenigen unter uns, die sich das Gentherapeutikum nicht spritzen lassen hatten, glaubten, dass sie nicht betroffen waren vom Sterben. Die „Geimpften“, die noch lebten und auch zu diesen Treffen kamen, meinten, die „Impfung“ wäre nicht die Ursache für das Sterben der Menschen. Wie sehr wir uns doch alle geirrt hatten!
Ich war am Heimweg vom städtischen Bestattungsinstitut gewesen, als meine Mutation begann. Ein völlig unbekannter Schmerz fuhr durch mein Rückgrat wie ein Blitz. Halb ohnmächtig fuhr ich rechts ran. Ich kam auf einem Gehweg zu stehen und fiel, vom nächsten stechenden Schmerz getroffen, neben dem Wagen auf die Knie. Schwer atmend richtete ich mich auf. Irgendjemand war sicher in der Nähe, um mir zu helfen. Was ich dann sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Abgesehen davon, dass für einen Mittwochnachmittag die Straße komplett ausgestorben war, krümmte sich einige Meter entfernt von mir ein Mann stöhnend am Boden. Ich sah zurück. Da lag eine weitere zusammengekrümmte Gestalt. Bevor ich das Bewusstsein verlor, sah ich eine hysterisch schreiende Frau in einem der oberen Geschoße des Wohnblocks gegenüber. Sie hatte das Fenster geöffnet, schrie und raufte sich mit angstvoll geweiteten Augen die Haare, während sie sich immer wieder zusammenkrümmte. Kurz bevor meine Sinne mich verließen, fiel sie.
Mitten in der Nacht erwachte ich. Mein Wagen stand nach wie vor halb auf dem Gehsteig. Es war totenstill. Ich richtete mich langsam auf, war gefasst auf Schmerzen, Schwäche, Krankheit und den herannahenden Tod. Doch während mein benebeltes Gehirn meinen gepeinigten Körper anwies, sich langsam und vorsichtig aufzurichten, stieß sich mein Körper kraftvoll vom Boden ab. Ich sprang elastisch auf zwei Beine, federte ab, setzte kraftvoll auf, atmete tief durch und musste angewidert husten. Es roch nach einer umgekippten Biotonne, nach Verwesung und Tod.
Ohne mich umzusehen, stieg ich ein und fuhr nach Hause. Ich sah an dem Menschen, der dort am Gehsteig lag, starr vorbei und versuchte auch, das laute Motorengeräusch zu ignorieren, das regelrecht in meinen Ohren schmerzte. Ich musste dringend einen Mechaniker finden.
Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar gewesen, dass meine Mutation schuld an den lauten Motorengeräuschen war. Der Motor war nämlich völlig in Ordnung. Doch meine Ohren wie meine anderen Sinnesorgane waren jetzt hypersensibel. Ich nahm alles um das Hundertfache intensiver wahr. Während ich nun durch die ausgestorbenen Straßen fuhr, verspürte ich wachsenden Zorn auf diese dummen Schafe, die all das geglaubt hatten, was ihnen die finsteren Mächte dieser Zeit erzählt hatten, diese unglaublichen Märchen. Jetzt waren sie tot. Einerseits empfand ich darüber eine Art bösartige Freude, andererseits lag fast ständig ein Felsen in meinem Magen, wenn ich durch die leeren Straßen begleitet von grauenvollem Verwesungsgeruch schlich, der in manchen Häusern, die ich auf der Suche nach Essbarem durchforstete, so unerträglich wurde, dass ich bereits an der Schwelle umkehrte. Größere Ortschaften, in denen auf einen Schlag einfach zu viele Menschen gestorben waren, meide ich heute noch, ein ganzes Jahr nach dem großen Reset. Denn dort ist der Geruch immer noch allgegenwärtig, der Geruch von Verwesung, Tod, Verzweiflung und massenhaftem, angstvollem Sterben. Ja, all das hatte Spuren hinterlassen bei mir und jedem Wesen, das mir begegnete. Aber ich begegnete nicht vielen. Ich denke, das war auch der Grund dafür, dass ich irgendwann dem Wolf, der seit meiner Mutation in mir wohnte, die Herrschaft über meinen Körper und weitestgehend auch Geist überließ. Ich verwandelte mich in ein riesiges, zottelig-graues mit mächtigen Krallen und Zähnen bestücktes Waldwesen. Ich jagte. Lustvoll verbiss ich mich erbarmungslos in Hasen, Füchse und anderes kleines Getier, genoss das warme Blut, das über meine Lefzen rann. Das war besser, viel besser, als in stinkenden, verfallenen Häusern wie ein Dieb auf der Suche nach Essen in Dosen umherzuschleichen.
Skurrilerweise hatte meine Mutation, die – wenn es nach den Plänen des Deep State gegangen wäre – ganz sicher zu meiner Elimination gedacht war, bei mir das genaue Gegenteil bewirkt: Ich war voller übermenschlicher Kraft und Energie, ständig zum Absprung bereit, extrem aufmerksam. Alle meine Sinne waren feinstens ausgerichtet. Ich hatte keine Ahnung, wie lange dieser Zustand anhalten, ob meine Kräfte mich wieder verlassen würden. Oder würde ich ebenso wie viele andere vor mir „plötzlich und unerwartet“ sterben? Aber wenn du so viel Sterben, Verzweiflung und Leid gesehen hast, änderst du zwangsläufig deine Einstellung zu Leben und Tod. Das Leben DAVOR war für mich nur noch eine verschwommene Erinnerung. Die Phase der Mutation und ihr gesamtes Ausmaß an Grauen hatte sich unauslöschbar in mein Gehirn gebrannt. So ziemlich jede Nacht, egal ob in menschlicher oder wölfischer Gestalt, wachte ich heimgesucht von Albträumen auf, die aus dem Schrecken der Mutationsphase und deren unsäglichem Schmerz geboren waren.
Heute Nacht hockte ich bei strömendem Regen auf dem Ast eines Apfelbaums. Ich hatte keine Ahnung, ob Minuten oder Stunden vergingen. Nässe und Kälte perlten an meinem nackten Körper ab. Meinen Hunger hatte ich kürzlich im nahe gelegenen Wald gestillt. Meine Sinne waren im Gegensatz zu meinem völlig reglosen Körper hochaktiv. Ich checkte regelmäßig die nähere Umgebung ab und konzentrierte mich gleichzeitig voll auf das, was da unten in dem Haus vor sich ging. Ich konnte den – nun viel ruhigeren – Atem der Kleinen wahrnehmen, woraus ich schloss, dass sie nun tief und fest schlief. Ich gönnte ihr diesen Schlaf, denn ich wusste, es war nur eine Frage der Zeit, bis die Freaks kamen. Dann würden wir flüchten müssen. Ja, schon klar, auch ich war ein Freak, ein Mutanten- Freak. Doch die Freaks, vor denen solche wie ich, aber auch Kinder und (noch) völlig normale Menschen nun auf der Flucht waren, waren durch Drohnen oder – in größeren Städten – mächtige 5G-Anlagen gesteuerte Ex-Menschen. Das Graphenoxid in den „Impfstoffen“ modifizierte deren Gehirne zu Empfängern. Durch die Empfangssignale konnten diese Menschen nun gesteuert werden, und zwar vollkommen unbeeinflussbar vom Willen des Einzelnen. Es musste die Hölle sein, in einem dieser Körper zu stecken. Diese Freaks waren tatsächlich willenlose Huren der Satanisten, des Deep State, der dunklen Seite der Macht.
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Liebe Leserschaft!
Dieses Buch ist in in einer wilden und gleichzeitig sehr stillen Zeit entstanden. Weltweit wütete ein kleines Virus und brachte den gesamten Planeten zum Stillstand. Die Wirtschaft, die Gesellschaft, die Politik, die Religion, der Sport,. alle versanken im Chaos rund um Abstandsregeln, Testvorschriften und Masken. Abseits vom Mainstream begannen sich alsbald Stimmen zu regen, die vor einer möglichen Überreaktion und den Folgen der Maßnahmen warnten. Für mich war der Mann der ersten Stunde Bodo Schiffmann, damals noch Chef der Schwindelambulanz in Sinsheim. In Österreich erhob Martin Haditsch seine Stimme, um auf Fehlentscheidungen der Politik und die Gefährlichkeit des „Spikens“ hinzuweisen. Martin kenne ich nicht persönlich, doch ich habe viele seiner Videos und auch seine Filmproduktionen bei Servus- TV gesehen und ihm habe ich die Rolle meiner Hauptfigur Martin geschenkt. Auch meine Figur Judith ist in Anlehnung an einen ‚echten Menschen‘ entstanden, nämlich Judith Mikowits. Judith hat sich bekanntermaßen schon Jahre vor der Corona – Pandemie gegen Anthony Fauci aufgelehnt, der übrigens auch reales Vorbild für eine meiner Romanfiguren ist. Knut Wittkowski, ein deutscher Epidemiologe, der in New York lebt, hat sich ebenfalls kritisch zu diversen Maßnahmen seit 2019 geäußert, auch im Film „Pandemia“ hat er mitgewirkt. Knut spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in meinem Roman. Seine sachliche Art hat mich immer beruhigt. Weitere Vorbilder für die fiktiven Figuren meines Romans möchte ich hier mit einem großen DANKE für ihre Aufklärungsarbeit erwähnen:
Margarita Griesz- Brisson, die für mich während der Coronazeit wie eine Sonne war, Rhashid Buttar, der in den USA bereits lange vor der m-RNA-Impfung diversen Impfungen gegenüber kritisch war und in der Zwischenzeit leider verstorben ist, Dieter Klinghardt der das System durchschaut, David Icke, der mehr sieht, hört und spürt, als viele andere, Claus Köhnlein, der ebenfalls sachlich und fachlich präzise argumentiert, John Ioannidis, der die Zahlen und Fakten auf den Tisch gelegt hat, Michael Yeadon ebenso, und Dr. Vladimir Zelenko, ein jüdischer Arzt, der den Deep State vor seinem Tode durchschaut hat.
Charaktere, die ansonsten in die Geschichte eingeflossen sind:
Marina Abramovic, Masaru Emoto.
Alle Protagonisten sind in Anlehnung an reale Personen entstanden, die Charaktere und Handlungen meiner Romanfiguren allerdings sind frei erfunden.
Im Jahr 2019 wurden in diversen Laboren auf der ganzen Welt, aber vor allem in den USA, China und Kriegsländern wie der Ukraine, Versuche durchgeführt. Es waren unethische, die gesamte Menschheit bedrohende Versuche. Rassen und Arten wurden gekreuzt, gezüchtet und genetisch verändert, Gain-of-function-Forschung wurde betrieben, bei der harmlose Bakterien und Keime in ihrer Erbsubstanz so manipuliert wurden, dass sie zu Killern wurden und jeden Organismus, den sie befielen, töteten.
Dr. Fanci und seine satanistischen Kollegen dachten, sie hätten die Kontrolle über ihr weltumspannendes Experiment am Menschen, doch dem war nicht so. Abgesehen vom Genozid, den die Machtelite dieser Erde mit den modifizierten Viren und der darauffolgenden experimentellen Spritze auslöste, kam es zu Mutationen.
Viele Menschen reagierten auf die „Impfung“ und das „Shedding“, aber auch auf die modifizierten und mutierten Viren anders, als einfach nur an Gehirnthrombosen oder Herzinfarkten zu verrecken. Sie mutierten. Und das ging verdammt noch mal nicht immer gut aus! Manche der Mutanten wären im Nachhinein wahrscheinlich lieber an einem Blutgerinnsel gestorben. Doch für die, die ihre Mutation überlebten, ging es erst mal steil nach oben. Das kann ich bestätigen, denn ich bin ein Mutant.
Aber lasst mich der Reihe nach erzählen.
Es war an einem kalten, verregneten Abend im Herbst 2020 in Österreich. Die Bäume hatten bereits ihre Blätter verloren, seit Wochen bedeckte feuchter, kalter Nebel die Täler. Am Fuße der Alpen stand in einer verlassenen Stadt ein Haus. Während Nieselregen sich auf meiner Stirn und meinen Wangen zu Tropfen formte und in kleinen Rinnsalen hinabrann, saß ich unbewegt in einem Apfelbaum. Ich sah durchs Küchenfenster direkt ins Wohnzimmer des Hauses und beobachtete dort ein Mädchen. Während der Stunden, die seine Mutation dauerte, tat es mir schrecklich leid. Ich dachte ehrlich gestanden nicht, dass es überleben würde, doch die Kleine schlug sich tapfer. Es schien ihr so zu ergehen wie den meisten von uns, die als Erste mutierten. Sie hatte keine Ahnung, was mit ihr geschah. Aufgewühlt und verängstigt lief sie in dem Raum auf und ab. Ab und zu blieb sie abrupt stehen, hielt sich vornübergebeugt den Bauch, würgte, atmete, manchmal stöhnte sie so laut auf, dass es bis in den Garten zu hören war, für mich jedenfalls. Irgendwann begann das Leuchten. Erst traten nur zarte Funken aus ihr hervor, die sich innerhalb von Minuten in regelrechte Blitze verwandelten und wahllos irgendwo im Raum einschlugen. Während das passierte, bäumte sich das Mädchen immer wieder auf, das Stöhnen war schmerzerfülltem Schreien gewichen. Nach endlos scheinenden Minuten des qualvollen Schmerzes, den ich fast spüren konnte, begann der ermattende Körper der Kleinen sanft in allen Regenbogenfarben zu schimmern.
Ich hatte außer meiner eigenen Mutation, die ganz anders abgelaufen war, noch nie einen derartigen Prozess miterlebt und erst wenige Mutanten, meist nur aus der Ferne, gesehen. Doch mir war klar, dass die Fähigkeiten dieser jungen Frau, die meinem Gefühl nach auf einem guten Weg war, die Tortur zu überleben, etwas Besonderes, etwas Einzigartiges waren. Irgendwann, Stunden später, als es hell zu werden begann, ließ das sanfte Schimmern nach. Das Mädchen begab sich in die Küche, wo es drei Gläser Wasser hintereinander leerte. Danach sank es erschöpft auf dem Ledersessel in der Küche zusammen. Ich hätte es gern in den Arm genommen, es getröstet, es wirkte so klein und verlassen. Doch alles, was ich im Augenblick für es tun konnte, ohne es weiter zu ängstigen, war, ein Auge auf es zu haben.
Die Welt veränderte sich sozusagen im Minutentakt. Es war schwer zu sagen, ob einen im nächsten leer stehenden Haus, das man auf der Suche nach etwas Essbarem durchstöberte, eine süße kleine Elfe oder eine künstliche Intelligenz mit zweifelhaften Befehlen erwartete.
In diesem Fall hier sah ich dort unten wohl ein einzigartiges Geschöpf, entstanden aus einem verlorenen Menschenkind und seinem mutierten Erbgut.
Ich beobachtete das Mädchen im Schaf. Völlig reglos kauerte es in dem Sessel, die Arme hatte es um den Oberkörper geschlungen, der Kopf war auf seine Brust gesunken. Während ich es so daliegen sah, empfand ich trotz der Einsamkeit und Kälte, die ich nicht körperlich, eine Auswirkung der Mutation, sondern nur in meinem Herzen empfand, plötzlich eine Wärme in mir, von der ich in den letzten Monaten, vielleicht sogar Jahren, fast vergessen hatte, dass es sie gab. Ich würde hier draußen im Regen verharren und mich keinen Millimeter bewegen, bis ich mir sicher war, dass es der Kleinen gut ging. Dieser Gedanke fühlte sich gut an. Ein zufriedenes Knurren entfuhr mir, ein Laut, der mir in den letzten Wochen vertraut geworden war genauso wie mein Heulen, Krallen, die im weichen Waldboden ausfuhren, sich hineingruben in die feuchte Erde und die Jagd. Bei dem Gedanken hob ich meine Nase hoch und atmete tief ein. Meine Mutation hatte ein Wesen in mir hervorgebracht, das mehr Tier als Mensch war, instinktgesteuert, jagend, suchend, voller Aggression. Genau genommen waren dies die ersten Stunden seit meiner Verwandlung, die ich wieder in meiner menschlichen Gestalt verbrachte. In dichtem grauen Wolfsfell, mit dem Geruch meiner Beute in der Nase, war ich auf den breiten Ast des Apfelbaums gesprungen, um zu warten. Ohne es steuern zu können oder zu wollen, hatte ich mich, während sich der Prozess der Mutation in dem Haus dort unten im Regen vollzog, in den Menschen zurückverwandelt, der ich einst gewesen war. Ich war nackt, Regentropfen perlten über meinen Körper und flossen in kleinen Rinnsalen an mir hinab. Dennoch war mir warm. Die klamme Feuchtigkeit konnte nicht in mein Inneres vordringen, der Anblick des Mädchens schon. Während ich in dem Baum hockte, ließ ich die letzten Tage (oder waren es Wochen?) meines alten Lebens Revue passieren. Mein Zorn auf die Menschen war grenzenlos gewesen. Die Dummheit, Feigheit und Obrigkeitshörigkeit, mit der sie all die Lügen hingenommen hatten, machten mich wütend. Gleichzeitig war ich unendlich traurig gewesen und bedrückt, als während der ersten großen Welle wirklich viele Menschen starben. Das war im Herbst gewesen. Die Menschen hatten sich in ihrer Angst gar nicht schnell genug die „Covid-Impfung“ verpassen lassen können. Nach der ersten Impfung geschah scheinbar noch nichts.
Doch auch das war ein riesengroßes Problem unserer Gesellschaft offenbar nicht nur hier in Europa, sondern auch an vielen anderen Orten der Welt. Denn die Ersten starben bereits, doch wir merkten es nicht! Genauso wenig wie wir uns damit abgaben, was im Nachbarhaus oder in der Nachbarwohnung passierte. Wir hatten vollständig verlernt aufeinander zu achten.
Nichtsdestotrotz zeigte der „Shot“ bei den Ersten seine Wirkung. Sie starben plötzlich und unerwartet im Turnsaal oder auf einem Fußballfeld. Doch kaum jemand reagierte, jedenfalls nicht die Politik und Leitmedien. Was dort nicht berichtet wurde, war ganz einfach nicht existent. Also folgten in kurzen Abständen die zweite und später die dritte Impfung, auch Schwangere und Kinder wurden in vielen Ländern mit der experimentellen Gentherapie behandelt. Im Winter begriffen bereits viele, dass etwas nicht stimmte, doch da war es längst zu spät.
Als Erstes kollabierte das Gesundheitssystem. Krankenhäuser waren massiv unterbesetzt, Krankenwägen hatten aufgehört zu fahren, da man nicht einmal die, die sich sterbend in die Ambulanzen schleppten, versorgen konnte. Bereits lange vor der PLANdemie hatte der Deep State begonnen, Bildungs-, Verteidigungs- und Gesundheitssysteme weltweit zu schwächen. Nun, durch die massiven Ausfälle von Menschen, die all diese Systeme aufrechterhalten hatten, meist mehr schlecht als recht, kamen sie beinahe vollständig zum Erliegen. Natürlich waren Menschen in Gesundheitsberufen, Lehrer, Polizisten und Soldaten die Ersten gewesen, die mit Nachdruck zur Gentherapie gezwungen worden waren. Sie waren auch diejenigen, die nun in den Krematorien gestapelt oder halb verwest am Schulhof, in den Gängen, vielleicht mit etwas mehr Glück im eigenen Bett lagen.
Geschäfte schlossen reihenweise. Die Leute in Dörfern und Städten begannen, sich an Sonntagen vor Kirchen zu treffen. Ich war in meiner Heimatstadt auch bei mehreren dieser Treffen gewesen. Ich blickte in weinende, verzweifelte Gesichter, doch sah auch Hoffnung und Zorn. Den Preppern, von denen es mittlerweile immer mehr gab, musste ich eines lassen: Sie hatten sich tatsächlich perfekt auf jede mögliche Form eines Blackouts vorbereitet. Diejenigen von ihnen, die ich in meinem Ort sonntags vor der Kirche mehrere Male getroffen hatte, bevor ich mutiert war, waren bestens ausgestattet, hilfsbereit, beruhigten aufgebrachte Menschen, die zu Hause hungernd froren. Die Männer, mit denen ich mich dort unterhalten hatte, konnten mir sogar einige Informationen über die Lage in Wien geben. Dort schien völlige Anarchie zu herrschen. Sie versuchten täglich Leute aus der Stadt zu schleusen, um sie vor rücksichtslosen, zornigen Randalierern zu retten, die äußerst gewaltbereit waren und so ziemlich alles für einen Einkaufswagen voller Lebensmittel getan hätten.
Zum ersten Mal in meinem Leben bereute ich es, so viel Zeit in meinen Beruf und speziell in die Aufklärung während der PLANdemie investiert zu haben. Meine Frau und ich hatten uns vor Jahren einvernehmlich scheiden lassen, denn ich war oft nächtelang nicht nach Hause gekommen, hatte im Büro geschlafen, um morgens keine Zeit zu verlieren. Ich hatte gut verstanden, dass sie ging. Kinder hatten wir keine gehabt. Darum war ich nun auch allein bei den sonntäglichen Treffen und fragte mich ernsthaft, für wen ich Aufklärungsarbeit geleistet hatte. So viele waren immer noch völlig ahnungslos! Diejenigen unter uns, die sich das Gentherapeutikum nicht spritzen lassen hatten, glaubten, dass sie nicht betroffen waren vom Sterben. Die „Geimpften“, die noch lebten und auch zu diesen Treffen kamen, meinten, die „Impfung“ wäre nicht die Ursache für das Sterben der Menschen. Wie sehr wir uns doch alle geirrt hatten!
Ich war am Heimweg vom städtischen Bestattungsinstitut gewesen, als meine Mutation begann. Ein völlig unbekannter Schmerz fuhr durch mein Rückgrat wie ein Blitz. Halb ohnmächtig fuhr ich rechts ran. Ich kam auf einem Gehweg zu stehen und fiel, vom nächsten stechenden Schmerz getroffen, neben dem Wagen auf die Knie. Schwer atmend richtete ich mich auf. Irgendjemand war sicher in der Nähe, um mir zu helfen. Was ich dann sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Abgesehen davon, dass für einen Mittwochnachmittag die Straße komplett ausgestorben war, krümmte sich einige Meter entfernt von mir ein Mann stöhnend am Boden. Ich sah zurück. Da lag eine weitere zusammengekrümmte Gestalt. Bevor ich das Bewusstsein verlor, sah ich eine hysterisch schreiende Frau in einem der oberen Geschoße des Wohnblocks gegenüber. Sie hatte das Fenster geöffnet, schrie und raufte sich mit angstvoll geweiteten Augen die Haare, während sie sich immer wieder zusammenkrümmte. Kurz bevor meine Sinne mich verließen, fiel sie.
Mitten in der Nacht erwachte ich. Mein Wagen stand nach wie vor halb auf dem Gehsteig. Es war totenstill. Ich richtete mich langsam auf, war gefasst auf Schmerzen, Schwäche, Krankheit und den herannahenden Tod. Doch während mein benebeltes Gehirn meinen gepeinigten Körper anwies, sich langsam und vorsichtig aufzurichten, stieß sich mein Körper kraftvoll vom Boden ab. Ich sprang elastisch auf zwei Beine, federte ab, setzte kraftvoll auf, atmete tief durch und musste angewidert husten. Es roch nach einer umgekippten Biotonne, nach Verwesung und Tod.
Ohne mich umzusehen, stieg ich ein und fuhr nach Hause. Ich sah an dem Menschen, der dort am Gehsteig lag, starr vorbei und versuchte auch, das laute Motorengeräusch zu ignorieren, das regelrecht in meinen Ohren schmerzte. Ich musste dringend einen Mechaniker finden.
Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar gewesen, dass meine Mutation schuld an den lauten Motorengeräuschen war. Der Motor war nämlich völlig in Ordnung. Doch meine Ohren wie meine anderen Sinnesorgane waren jetzt hypersensibel. Ich nahm alles um das Hundertfache intensiver wahr. Während ich nun durch die ausgestorbenen Straßen fuhr, verspürte ich wachsenden Zorn auf diese dummen Schafe, die all das geglaubt hatten, was ihnen die finsteren Mächte dieser Zeit erzählt hatten, diese unglaublichen Märchen. Jetzt waren sie tot. Einerseits empfand ich darüber eine Art bösartige Freude, andererseits lag fast ständig ein Felsen in meinem Magen, wenn ich durch die leeren Straßen begleitet von grauenvollem Verwesungsgeruch schlich, der in manchen Häusern, die ich auf der Suche nach Essbarem durchforstete, so unerträglich wurde, dass ich bereits an der Schwelle umkehrte. Größere Ortschaften, in denen auf einen Schlag einfach zu viele Menschen gestorben waren, meide ich heute noch, ein ganzes Jahr nach dem großen Reset. Denn dort ist der Geruch immer noch allgegenwärtig, der Geruch von Verwesung, Tod, Verzweiflung und massenhaftem, angstvollem Sterben. Ja, all das hatte Spuren hinterlassen bei mir und jedem Wesen, das mir begegnete. Aber ich begegnete nicht vielen. Ich denke, das war auch der Grund dafür, dass ich irgendwann dem Wolf, der seit meiner Mutation in mir wohnte, die Herrschaft über meinen Körper und weitestgehend auch Geist überließ. Ich verwandelte mich in ein riesiges, zottelig-graues mit mächtigen Krallen und Zähnen bestücktes Waldwesen. Ich jagte. Lustvoll verbiss ich mich erbarmungslos in Hasen, Füchse und anderes kleines Getier, genoss das warme Blut, das über meine Lefzen rann. Das war besser, viel besser, als in stinkenden, verfallenen Häusern wie ein Dieb auf der Suche nach Essen in Dosen umherzuschleichen.
Skurrilerweise hatte meine Mutation, die – wenn es nach den Plänen des Deep State gegangen wäre – ganz sicher zu meiner Elimination gedacht war, bei mir das genaue Gegenteil bewirkt: Ich war voller übermenschlicher Kraft und Energie, ständig zum Absprung bereit, extrem aufmerksam. Alle meine Sinne waren feinstens ausgerichtet. Ich hatte keine Ahnung, wie lange dieser Zustand anhalten, ob meine Kräfte mich wieder verlassen würden. Oder würde ich ebenso wie viele andere vor mir „plötzlich und unerwartet“ sterben? Aber wenn du so viel Sterben, Verzweiflung und Leid gesehen hast, änderst du zwangsläufig deine Einstellung zu Leben und Tod. Das Leben DAVOR war für mich nur noch eine verschwommene Erinnerung. Die Phase der Mutation und ihr gesamtes Ausmaß an Grauen hatte sich unauslöschbar in mein Gehirn gebrannt. So ziemlich jede Nacht, egal ob in menschlicher oder wölfischer Gestalt, wachte ich heimgesucht von Albträumen auf, die aus dem Schrecken der Mutationsphase und deren unsäglichem Schmerz geboren waren.
Heute Nacht hockte ich bei strömendem Regen auf dem Ast eines Apfelbaums. Ich hatte keine Ahnung, ob Minuten oder Stunden vergingen. Nässe und Kälte perlten an meinem nackten Körper ab. Meinen Hunger hatte ich kürzlich im nahe gelegenen Wald gestillt. Meine Sinne waren im Gegensatz zu meinem völlig reglosen Körper hochaktiv. Ich checkte regelmäßig die nähere Umgebung ab und konzentrierte mich gleichzeitig voll auf das, was da unten in dem Haus vor sich ging. Ich konnte den – nun viel ruhigeren – Atem der Kleinen wahrnehmen, woraus ich schloss, dass sie nun tief und fest schlief. Ich gönnte ihr diesen Schlaf, denn ich wusste, es war nur eine Frage der Zeit, bis die Freaks kamen. Dann würden wir flüchten müssen. Ja, schon klar, auch ich war ein Freak, ein Mutanten- Freak. Doch die Freaks, vor denen solche wie ich, aber auch Kinder und (noch) völlig normale Menschen nun auf der Flucht waren, waren durch Drohnen oder – in größeren Städten – mächtige 5G-Anlagen gesteuerte Ex-Menschen. Das Graphenoxid in den „Impfstoffen“ modifizierte deren Gehirne zu Empfängern. Durch die Empfangssignale konnten diese Menschen nun gesteuert werden, und zwar vollkommen unbeeinflussbar vom Willen des Einzelnen. Es musste die Hölle sein, in einem dieser Körper zu stecken. Diese Freaks waren tatsächlich willenlose Huren der Satanisten, des Deep State, der dunklen Seite der Macht.
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