Fallen Angel
Teil 1 – Liebe findet einen Weg
EUR 31,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 542
ISBN: 978-3-99130-956-7
Erscheinungsdatum: 08.04.2026
Die Erde ist am Ende. Die Menschheit hat die Natur zerstört. Und nun sind auch noch außerirdische Wesen auf dem Planeten gelandet. Wollen sie den Menschen helfen oder haben sie andere Absichten? Und werden Luna und Jamie trotzdem noch die Liebe finden können?
Die ersehnte Rettung
Luna Tagus öffnete langsam ihre blau-grau-grünen Augen und schaute zum Himmel hoch. Dort oben schwebten viele Raumschiffe, die die Form von überdimensionalen Vögeln hatten. Während der Betrachtung dieses gewaltigen Himmelbilds berührte Luna mit ihren verletzten Händen, die in mittellangen dunkelroten Halbfingerhandschuhen steckten, welche aus einem weichen Material mit zusätzlichem Kunstleder auf der Handfläche sowie Handrücken gemacht waren, neben sich den kaputten Straßenboden. Sie drehte sich zur rechten Seite um, stützte sich auf ihren schmerzenden Händen ab, um sich dann wieder vom Boden hochzudrücken und so wieder aufrecht auf ihren langen, schlanken Beinen zu stehen. Sie strich sich mit den rechten und linken Fingern einzelne Haarsträhnen ihres schulterlangen, hellbraunen Haares hinter ihre beiden anliegenden Ohren.
Während sie ihren Blick an sich herunterschweifen ließ, kam auf einmal die Erinnerung an einen heftigen Schlag gegen ihren Hinterkopf wieder, der sie zu Boden stürzen lassen hatte. Woraufhin sie ihre rechte Hand vorsichtig an ihren Hinterkopf legte, um diesen nach eventuellen Verletzungen abzutasten. Da sie kein Blut oder Ähnliches spüren konnte und auch nichts Derartiges an ihrer Hand sehen konnte, machte sie sich keine großen Sorgen bezüglich schwerer Verletzungen. Stattdessen sammelte sie ihren 53 cm langen, schwarzen, 3-teiligen Teleskopschlagstock wieder vom Boden auf. Ihr Teleskopschlagstock war aus hartem, karbitverstärktem Stahl gefertigt, wodurch er hochbeständig gegen Abrieb und Kratzer war und auch bei harten Schlägen nicht verbog. Dazu besaß dieser robuste Teleskopschlagstock einen ergonomisch geformten, rutschfesten, gummierten, schwarzen Griff.
Anschließend nahm Luna Tagus den Griff ihres schwarzen Teleskopschlagstocks zwischen ihren Daumen und Zeigefinger und ließ ihn mit seinem Eigengewicht und ohne hohen Kraftaufwand mit seiner Spitze senkrecht zu Boden fallen, sodass der Teleskopschlagstock sich wieder in den Griff hineinschob, sich somit wieder schloss und auf 21 cm verkleinerte. Nun steckte sie den Teleskopschlagstock zurück in seine schwarze Halterung, die sich an der Außenseite ihres rechten Beins über ihrer langen Hose, oberhalb ihrer dunkelroten, bequemen, tierfreundlichen Stiefeletten, befand.
Diese Halterung bestand aus einem hochwertigen, weichen, atmungsaktiven Neopren-Wadenholster inklusive Schlagstockholster. Das Wadenholster bestand aus zwei breiten, waagerechten, verstellbaren Klettbändern, die durchgehend mit einem breiten, senkrechten Band auf der rechten Seite miteinander verbunden waren. Das obere Klettband war um den Bereich, wo die Wade begann, befestigt, während das untere Klettband oberhalb der Stiefeletten befestigt war. An der rechten Außenseite des unteren Klettbands befand sich ein integriertes Schlagstockholster. Diese Schlagstockhalterung war so gefertigt, dass sie den Teleskopschlagstock sicher in der Position hielt und somit ein Herausfallen und ein Herausnehmen durch jemand anderes verhinderte. Das Schlagstockwadenholster war perfekt an ihre Beinform angepasst und verhinderte so, dass es aufgrund großer Bewegungen verrutschte.
Nachdem Lunas Teleskopschlagstock wieder fest in seiner Halterung steckte, aus der er etwas herausschaute, drehte Luna sich nach hinten um. Sie erblickte eine zerstörte Umgebung, darunter waren zerstörte Häuser, Wege und umgekippte Autos. Sie begann zu lächeln, als sie sah, wie all die wenigen Pflanzen und Tiere, die es hier gab, unbeschadet überlebt hatten. Allerdings verschwand ihr Lächeln kurz darauf wieder, als sie die trübe und verbrannt riechende Luft einatmen musste. Dabei dachte Luna darüber nach, wie es sie immer noch sauer machte, dass die hier in diesem Land und allgemein auf dem Planeten herrschende Luft schon lange nicht mehr sauber war, und wie es den meisten Menschen einfach egal war. Obgleich die Natur darunter litt oder der Mensch selbst. Gleichzeitig ließ sie dies an all die anderen Umweltprobleme denken und wie sehr vor allem die Tiere und Pflanzen darunter leiden mussten. Luna versuchte sich nicht allzu sehr von ihrer Wut darüber ablenken zu lassen und sich stattdessen auf die weiter vorherrschende Gefahrensituation zu konzentrieren. Doch es fiel ihr nicht gerade leicht, denn zu dem schweren Einatmen des unreinen Sauerstoffs kam auch das drückende, feuchtwarme Klima hinzu, was ihr noch nie wohl bekommen war.
Luna Tagus wusste schon lange, dass sie hier nicht glücklich war, es noch nie gewesen war und es auch niemals sein würde. Sie war es schon lange leid, sich andauernd wütend und oder traurig fühlen zu müssen, obgleich es auf die Menschen bezogen war, die die Umwelt und die Tiere zerstörten, oder es wegen ihres eigenen Lebens war. Dieser Gefühlszustand musste endlich ein Ende haben. Um sich von ihren negativen Gedanken zu befreien, griff sie mit ihrer linken Hand in die linke, hintere Tasche ihrer Hose im Militärlook, die einen Low-Waist-Schnitt hatte und einen grünen Gürtel als Accessoire in den Gürtelschlaufen am Hosenbund hatte. Heraus nahm sie ihren wasserfesten, dicken, dunkelbraunen MP3-Player, auf dessen Rückseite ein großes, rotes Herz aufgemalt war, in das die Initialen MJ mit silberner Farbe eingraviert waren. Am Rand der Rückseite wie auch entlang der Vorderseite waren viele kleine, unterschiedliche, rote Musiknoten aufgemalt. Das Display und die Knöpfe, die sich auf der Vorderseite im oberen Bereich befanden, hatten eine silberne Umrandung.
Luna wickelte ihre langen, schwarzen In-Ear Kopfhörerkabel vom MP3-Player ab, die bereits miteinander verbunden waren, steckte sich ihre Kopfhörer in die Ohren, schaltete ihren MP3-Player ein und lauschte ihrer Lieblingsmusik. Sie genoss es sehr, verschiedenste, englischsprachige Musik aus den 70ern, 80ern, 90ern und Musik bis etwa 2014 zu hören. Sehr vieles, was danach erschienen war, entsprach nicht mehr ihrem Musikverständnis. Vieles, was danach erschienen war, tat ihr richtig in den Ohren weh und nervte sie so sehr, dass es ihre Stimmung ins Negative umschlagen ließ. Denn sie mochte nur Künstler, die sich und ihrem eigenen Stil treu blieben und sich nicht verkauften. Und nicht in fast jeder Szene ihres Musikvideos Werbung für ein oder gleich mehrere Markenprodukte machten. Genauso konnte sie es nicht ausstehen, wenn ein Sänger seinen eigenen Namen oder den eines anderen Sängers im Lied mit einbaute. Insbesondere konnte sie jene sogenannten Sänger nicht leiden, die nicht von Natur aus singen konnten, sondern dazu Hilfe von Technologie brauchten, damit sie mindestens im Studio halbwegs so klangen, als könnten sie singen. Es nervte Luna zutiefst, dass jene sogenannten Künstler damit berühmt wurden und dadurch dachten, sie wären genauso gut wie Künstler, die von Natur aus Talent besaßen und sich mit viel harter Arbeit ihre Top-Position erarbeitet hatten. Solche echten Künstler klangen live sogar noch besser als im Studio und Luna liebte das. Nachdem Luna ihren MP3-Player in ihre linke, vordere Hosentasche gesteckt hatte, steckte sie ihre verletzten Hände in die Taschen ihrer schwarzen Jacke in Lederoptik und machte sich weiter auf den Weg.
Unter ihrer Kunstlederjacke, deren Ärmel nur die Oberarme bedeckten, trug sie ein schwarzes, langärmliges Oberteil mit einem sexy Ausschnitt. Während sie in aufrechter Körperhaltung der ramponierten Straße weiter folgte, konnte sie in der Ferne mehrere Explosionen betrachten, ganz gleich, wo sie auch hinschaute. Doch das beängstigte sie keineswegs. Auch störte sie ihr schmerzender Körper nicht. Weiterhin hatte sie die Arme lässig an ihre Jacke angewinkelt und hörte ihrer Musik zu. Gleichzeitig beobachtete Luna nach wie vor die Umgebung, einschließlich des Himmels über ihr. Immer wieder konnte sie sehen, wie drohnenähnliche Flugobjekte in Form von sehr großen, bunten Schmetterlingen vorbeiflogen. Bei denen sie sich ziemlich sicher war, dass eine dieser Schmetterlingsdrohnen auch sie beobachtete, da sie immer wieder bemerkte, wie sie von einer verfolgt wurde. Nach einigen Minuten kam Luna an einem ziemlich zerstörten Schaufenster vorbei, in dem sich ein noch intakter, großer Spiegel befand. Vor diesem blieb Luna Tagus kurz stehen, um ihren schmerzenden Körper auf eventuelle weitere Verletzungen zu überprüfen. Dort zu sehen war eine 1,73 m große, 58 kg schwere, 25-jährige, hellhäutige Frau. Ihre schlanke Figur mit weiblichen Rundungen, die einen C-Körbchen-Busen und einen relativ kleinen, muskulösen Hintern hatte, zeigte eine ausgewogene Silhouette. Lunas schulterlange, dünne, glatte, hellbraune Haare hatten einen V-Form-Haarschnitt. Dabei bildeten die Spitzen ihrer Haare auf dem Rücken ein V. Dazu waren ihre Haare sanft durchgestuft und hatten eine angeschrägte Vorderpartie, wobei ein paar der vorderen Haarsträhnen etwas länger gelassen worden waren. Ihre hellbraunen, glatten Haare trug sie offen mit Seitenscheitel auf der rechten Seite. Lunas hübsches Gesicht hatte eine ovale Gesichtsform mit hohen Wangenknochen. Ihr Gesicht zeigte normale, natürliche, eckige, flache, braune Augenbrauen, die oberhalb ihrer äußeren Augenwinkel dezent geschwungen waren. Sie hatte normale, rundlich geformte, blau-grau-grüne Augen mit schwarzen, natürlichen Wimpern. Wobei ihr linkes Auge bläulicher und dunkler war, während ihr rechtes Auge grünlicher und heller war. Des Weiteren hatte sie eine schöne Nase, welche einen hohen Nasenrücken zeigte, der einen kleinen Bogen auf dem Nasenbein aufwies. Ihre Nase hatte eine runde Nasenspitze, die etwas nach oben zeigte. Hinzu hatte Luna wohlgeformte, anliegende Ohren. Außerdem hatte sie relativ normale, rote Lippen, wobei ihre Unterlippe etwas dicker war als ihre Oberlippe. Zudem hatten ihre roten Lippen einen weichen, runden Amorbogen. Des Weiteren zeigte Luna leicht nach oben gezogene Mundwinkel und gerade, weiße Zähne. Luna Tagus war eine Naturschönheit, die Make-up und kosmetische Eingriffe nicht nötig hatte. Unabhängig davon hatte sie auch nie Wert auf Botox, Make-up, Schmuck oder irgendwelche Modetrends gelegt. Mascara war das Einzige, was sie an Make-up auflegte, und Schmuck trug sie nur dann, wenn dieser mit einer besonderen Bedeutung verknüpft war. Bei der Auswahl ihrer Kleidungsstücke achtete sie zwar auch darauf, wie diese an ihr aussahen, aber sie legte viel mehr Wert darauf, wie die tierfreundlichen Stoffe sich auf ihrer Haut anfühlten. Generell war Luna nie jemand gewesen, der mit dem Strom schwamm, sondern jemand, der stets seiner eigenen Intuition folgte.
Da Luna keine allzu schlimmen Verletzungen sehen konnte und auch nur kleinere Verletzungen spürte, machte sie sich wieder auf den Weg. Dabei klopfte sie sich den Staub von ihrer Kleidung ab und versuchte dann mit ihrem halbwegs staubfreien Oberteil den Staub aus ihrem Gesicht und von ihrem Hals abzuwischen, indem sie ihre Hände unter ihr Oberteil legte und es so weiter nach oben zog. Nach einigen Minuten befand Luna sich in einer anderen, ebenfalls ziemlich mitgenommenen Gegend. Dort dauerte es auch nicht lange, bis sie beobachten konnte, wie vier türkische Männer sich von hinten einem weiblichen außerirdischen Wesen annäherten.
Wie die übrigen außerirdischen Wesen, die die Erde gerade besuchten, hatte auch dieses weibliche Geschöpf eine aufrechte Körperhaltung und auch ihr Körperbau war wie der von Luna. Sie alle hatten ebenfalls einen Kopf mit Gesicht, welches dem von Lunas Anatomie ähnelte. Zwei Augenbrauen, zwei Augen, eine Nase, zwei Ohren und einen Mund. Ebenso hatten sie alle einen Hals, zwei Arme, zwei Hände mit jeweils vier Fingern und einem Daumen, einen Brustkorb, auf dem sich bei den weiblichen Wesen ebenfalls zwei Brüste befanden, einen Bauch, einen Rücken, ein Becken, einen Intimbereich, einen Hintern, zwei Beine und zwei Füße. Genau wie Luna waren sie ebenfalls Sohlengänger. Unter anderem hatten sie alle eine graue Hautfarbe in einem mittelgrauen Farbton und deutlich erkennbare schwarze Adern. Bisher konnte Luna diese schwarzen Adern nur am Hals und im Gesicht sehen, wobei sie im Gesicht und an den Ohren viel schmaler, fast unscheinbar, waren als am Hals. Da der restliche Körper von Kleidung bedeckt war, konnte Luna nur erahnen, dass die Körper dieser Wesen überall eine graue Haut mit deutlich erkennbaren schwarzen Adern hatten. Des Weiteren hatten sie alle normal-rundlich geformte Augen mit jeweils einer ähnlich geformten, dunkelbraunen, fast schon schwarzen Iris, welche in ihrer Mitte eine rundlich geformte schwarze Pupille hatte, die sich auf einer weißen Sklera befand. Ebenso hatten sie alle schwarze Lippen, deren Oberlippe und Unterlippe Perlmuttweiß durchschimmern ließen. Das Gebiss der außerirdischen Spezies ähnelte dem eines Allesfressergebisses. Diese Wesen trugen alle eine einheitliche Kleidung. Die Vorderseite hatte unterschiedliche Farbmuster. Während der linke Ärmel des langärmligen Oberteils eine gelbe Farbe zeigte, war der rechte Ärmel rot gefärbt. Der Oberkörper war in Dunkelgrün getaucht, während die langen Hosenbeine der Hose im Low-Waist-Schnitt, die direkt mit dem Oberteil abschlossen, in einem Mix aus allen drei Farben gefärbt waren. Im Vergleich dazu schien die Rückseite komplett in schwarze Farbe getaucht worden zu sein. Ihre kurzen Handschuhe, die mit den Ärmelenden des Oberteils abschlossen, hatten ebenfalls diese komplette Farbgebung. Die Handrücken waren jeweils gelb-dunkelgrün-rot, während die Handinnenseiten schwarz gefärbt waren. Insgesamt zeigten die Farben aller Kleidungsstücke einen fließenden Übergang ineinander. Diese fließende Farbkombination der bunten und der schwarzen Seiten wurde auch für ihre kniehohen Stiefel, die hellbraune Sohlen hatten, angewandt.
Manche von den außerirdischen Wesen sowie auch das weibliche Geschöpf hatten zusätzlich Tierbilder eines vogelähnlichen Tiers auf der Kleidung. Auf der Vorderseite des Oberteils befand sich dieses vogelähnliche Tierbild in Schwarz auf der linken Brust. Dabei sah man das Tier von vorne mit zwei angelegten Flügeln. Dieses Bild befand sich auch auf den beiden Handrücken ihrer Handschuhe sowie auf den Stiefeln vorne vor der rundlichen Schuhspitze. An der Außenseite des rechten Oberschenkels befand sich ebenfalls ein Bild dieses vogelähnlichen Tiers. Allerdings war dort dieses Tier von vorne zu sehen und es hatte ausgestreckte Flügel. Auf der gelb-dunkelgrün-roten Hosenseite war die komplette Hälfte des Tiers schwarz, während die andere Hälfte auf der schwarzen Hosenseite bis auf seinen rechten, hellbraunen Fuß komplett gelb-dunkelgrün-rot war. Auf der Rückseite der Kleidung befand sich ein sehr viel größeres Bild dieses vogelähnlichen Tiers. Dort auf dem Rücken sah man das Tier von hinten mit ausgestreckten Flügeln. Der linke Flügel hatte eine gelbe, der rechte Flügel hatte eine rote, der Körper eine dunkelgrüne Färbung und die Füße des Tiers waren hellbraun.
Alle außerirdischen Wesen, die solche Tierbilder trugen, sowie manche Wesen ohne die Tierbilder, hatten auch an beiden ihrer Stiefel eine integrierte Halterung für je eine spezielle Waffe. Welche bei diesem weiblichen Wesen in den Halterungen steckten, während andere sie in ihren Händen hielten. Die silberfarbene Waffenhalterung befand sich an der jeweiligen Außenseite der Stiefel. Die Optik der Halterung ähnelte der eines Holsters, in dem ein Schlagstock und ein Schlagring Platz fanden, wobei der Schlagstock beziehungsweise der Griff der Waffe oben herausschaute. Zudem trug jedes einzelne außerirdische Wesen ein armbanduhrähnliches Gerät am linken Unterarm über dem Ärmel. Welches gerade auch von dem weiblichen Geschöpf genutzt wurde. Diese Frau benutzte es wie eine Art Kommunikationsgerät, indem sie es wie ein Telefon mit Freisprecherfunktion verwendete. Sie unterhielt sich mit einem anderen außerirdischen Wesen in einer außerirdischen Sprache.
Als Luna gerade dabei war, ihren ausgeschalteten MP3-Player mitsamt den Kopfhörern in ihrer rechten, hinteren Hosentasche zu verstauen, beobachtete sie, wie einer von den vier türkischen Männern sein Schrotgewehr auf das in einigen Schritten Entfernung stehende weibliche außerirdische Wesen richtete. Die Menschen wollten das Geschöpf von hinten erschießen. Gerade als er abdrücken wollte, ging Luna dazwischen und drückte mit ihrer rechten Hand seine Waffe schräg nach oben, sodass er den Schuss in die Luft abgab. In dem Augenblick, als Luna, die noch immer die Waffe nach oben gedrückt hielt, sich zum weiblichen Geschöpf umgedreht hatte, hatte auch das weibliche Geschöpf sich umgedreht und sah nun zu Luna und den türkischen Männern herüber. Dabei konnte Luna für einen kurzen Augenblick dieses Wesen noch besser von vorne betrachten.
Dieses weibliche außerirdische Wesen war 1,80 m groß und 67 kg schwer. Diese Frau war eine große, schlanke, durchtrainierte Frau mit einer B-Körbchen-Oberweite. Ihr glattes, dünnes, schwarz-pastellrosa-pastelllilafarbenes Haar trug sie als fetzige Kurzhaarfrisur mit langem Oberhaar, dem Seitenscheitel auf links und einem schrägen Pony. Des Weiteren hatte sie ein diamantförmiges Gesicht. Zudem hatte sie normale, runde, dezent geschwungene, schwarz-pastellrosa-pastelllilafarbene Augenbrauen. Außerdem zeigte sie schwarz-graue Wimpern und normal-rundlich geformte, dunkelbraune, fast schon schwarze Augen. Ihre schmale Nase hatte einen hohen Nasenrücken mit einer rundlichen, leicht nach unten zeigenden Nasenspitze. Zudem zeigte sie wohlgeformte, anliegende Ohren. Sie hatte große, volle Lippen, wobei die Oberlippe etwas dicker war als die Unterlippe. Ihre schwarzen Lippen mit durchschimmerndem Perlmuttweiß wiesen einen spitzen, ausgeprägten Amorbogen auf und ihre Mundwinkel waren nach oben gezogen.
Während Luna das weibliche Geschöpf freundlich lächelnd musterte, merkte sie, wie einer der türkischen Männer versuchte seine Waffe aus ihrer rechten Hand zu reißen. Genervt drehte Luna sich wieder zu ihm um und ließ seine Waffe genau in der Sekunde los, als er diese mit Schwung nach hinten reißen wollte.
…
Luna Tagus öffnete langsam ihre blau-grau-grünen Augen und schaute zum Himmel hoch. Dort oben schwebten viele Raumschiffe, die die Form von überdimensionalen Vögeln hatten. Während der Betrachtung dieses gewaltigen Himmelbilds berührte Luna mit ihren verletzten Händen, die in mittellangen dunkelroten Halbfingerhandschuhen steckten, welche aus einem weichen Material mit zusätzlichem Kunstleder auf der Handfläche sowie Handrücken gemacht waren, neben sich den kaputten Straßenboden. Sie drehte sich zur rechten Seite um, stützte sich auf ihren schmerzenden Händen ab, um sich dann wieder vom Boden hochzudrücken und so wieder aufrecht auf ihren langen, schlanken Beinen zu stehen. Sie strich sich mit den rechten und linken Fingern einzelne Haarsträhnen ihres schulterlangen, hellbraunen Haares hinter ihre beiden anliegenden Ohren.
Während sie ihren Blick an sich herunterschweifen ließ, kam auf einmal die Erinnerung an einen heftigen Schlag gegen ihren Hinterkopf wieder, der sie zu Boden stürzen lassen hatte. Woraufhin sie ihre rechte Hand vorsichtig an ihren Hinterkopf legte, um diesen nach eventuellen Verletzungen abzutasten. Da sie kein Blut oder Ähnliches spüren konnte und auch nichts Derartiges an ihrer Hand sehen konnte, machte sie sich keine großen Sorgen bezüglich schwerer Verletzungen. Stattdessen sammelte sie ihren 53 cm langen, schwarzen, 3-teiligen Teleskopschlagstock wieder vom Boden auf. Ihr Teleskopschlagstock war aus hartem, karbitverstärktem Stahl gefertigt, wodurch er hochbeständig gegen Abrieb und Kratzer war und auch bei harten Schlägen nicht verbog. Dazu besaß dieser robuste Teleskopschlagstock einen ergonomisch geformten, rutschfesten, gummierten, schwarzen Griff.
Anschließend nahm Luna Tagus den Griff ihres schwarzen Teleskopschlagstocks zwischen ihren Daumen und Zeigefinger und ließ ihn mit seinem Eigengewicht und ohne hohen Kraftaufwand mit seiner Spitze senkrecht zu Boden fallen, sodass der Teleskopschlagstock sich wieder in den Griff hineinschob, sich somit wieder schloss und auf 21 cm verkleinerte. Nun steckte sie den Teleskopschlagstock zurück in seine schwarze Halterung, die sich an der Außenseite ihres rechten Beins über ihrer langen Hose, oberhalb ihrer dunkelroten, bequemen, tierfreundlichen Stiefeletten, befand.
Diese Halterung bestand aus einem hochwertigen, weichen, atmungsaktiven Neopren-Wadenholster inklusive Schlagstockholster. Das Wadenholster bestand aus zwei breiten, waagerechten, verstellbaren Klettbändern, die durchgehend mit einem breiten, senkrechten Band auf der rechten Seite miteinander verbunden waren. Das obere Klettband war um den Bereich, wo die Wade begann, befestigt, während das untere Klettband oberhalb der Stiefeletten befestigt war. An der rechten Außenseite des unteren Klettbands befand sich ein integriertes Schlagstockholster. Diese Schlagstockhalterung war so gefertigt, dass sie den Teleskopschlagstock sicher in der Position hielt und somit ein Herausfallen und ein Herausnehmen durch jemand anderes verhinderte. Das Schlagstockwadenholster war perfekt an ihre Beinform angepasst und verhinderte so, dass es aufgrund großer Bewegungen verrutschte.
Nachdem Lunas Teleskopschlagstock wieder fest in seiner Halterung steckte, aus der er etwas herausschaute, drehte Luna sich nach hinten um. Sie erblickte eine zerstörte Umgebung, darunter waren zerstörte Häuser, Wege und umgekippte Autos. Sie begann zu lächeln, als sie sah, wie all die wenigen Pflanzen und Tiere, die es hier gab, unbeschadet überlebt hatten. Allerdings verschwand ihr Lächeln kurz darauf wieder, als sie die trübe und verbrannt riechende Luft einatmen musste. Dabei dachte Luna darüber nach, wie es sie immer noch sauer machte, dass die hier in diesem Land und allgemein auf dem Planeten herrschende Luft schon lange nicht mehr sauber war, und wie es den meisten Menschen einfach egal war. Obgleich die Natur darunter litt oder der Mensch selbst. Gleichzeitig ließ sie dies an all die anderen Umweltprobleme denken und wie sehr vor allem die Tiere und Pflanzen darunter leiden mussten. Luna versuchte sich nicht allzu sehr von ihrer Wut darüber ablenken zu lassen und sich stattdessen auf die weiter vorherrschende Gefahrensituation zu konzentrieren. Doch es fiel ihr nicht gerade leicht, denn zu dem schweren Einatmen des unreinen Sauerstoffs kam auch das drückende, feuchtwarme Klima hinzu, was ihr noch nie wohl bekommen war.
Luna Tagus wusste schon lange, dass sie hier nicht glücklich war, es noch nie gewesen war und es auch niemals sein würde. Sie war es schon lange leid, sich andauernd wütend und oder traurig fühlen zu müssen, obgleich es auf die Menschen bezogen war, die die Umwelt und die Tiere zerstörten, oder es wegen ihres eigenen Lebens war. Dieser Gefühlszustand musste endlich ein Ende haben. Um sich von ihren negativen Gedanken zu befreien, griff sie mit ihrer linken Hand in die linke, hintere Tasche ihrer Hose im Militärlook, die einen Low-Waist-Schnitt hatte und einen grünen Gürtel als Accessoire in den Gürtelschlaufen am Hosenbund hatte. Heraus nahm sie ihren wasserfesten, dicken, dunkelbraunen MP3-Player, auf dessen Rückseite ein großes, rotes Herz aufgemalt war, in das die Initialen MJ mit silberner Farbe eingraviert waren. Am Rand der Rückseite wie auch entlang der Vorderseite waren viele kleine, unterschiedliche, rote Musiknoten aufgemalt. Das Display und die Knöpfe, die sich auf der Vorderseite im oberen Bereich befanden, hatten eine silberne Umrandung.
Luna wickelte ihre langen, schwarzen In-Ear Kopfhörerkabel vom MP3-Player ab, die bereits miteinander verbunden waren, steckte sich ihre Kopfhörer in die Ohren, schaltete ihren MP3-Player ein und lauschte ihrer Lieblingsmusik. Sie genoss es sehr, verschiedenste, englischsprachige Musik aus den 70ern, 80ern, 90ern und Musik bis etwa 2014 zu hören. Sehr vieles, was danach erschienen war, entsprach nicht mehr ihrem Musikverständnis. Vieles, was danach erschienen war, tat ihr richtig in den Ohren weh und nervte sie so sehr, dass es ihre Stimmung ins Negative umschlagen ließ. Denn sie mochte nur Künstler, die sich und ihrem eigenen Stil treu blieben und sich nicht verkauften. Und nicht in fast jeder Szene ihres Musikvideos Werbung für ein oder gleich mehrere Markenprodukte machten. Genauso konnte sie es nicht ausstehen, wenn ein Sänger seinen eigenen Namen oder den eines anderen Sängers im Lied mit einbaute. Insbesondere konnte sie jene sogenannten Sänger nicht leiden, die nicht von Natur aus singen konnten, sondern dazu Hilfe von Technologie brauchten, damit sie mindestens im Studio halbwegs so klangen, als könnten sie singen. Es nervte Luna zutiefst, dass jene sogenannten Künstler damit berühmt wurden und dadurch dachten, sie wären genauso gut wie Künstler, die von Natur aus Talent besaßen und sich mit viel harter Arbeit ihre Top-Position erarbeitet hatten. Solche echten Künstler klangen live sogar noch besser als im Studio und Luna liebte das. Nachdem Luna ihren MP3-Player in ihre linke, vordere Hosentasche gesteckt hatte, steckte sie ihre verletzten Hände in die Taschen ihrer schwarzen Jacke in Lederoptik und machte sich weiter auf den Weg.
Unter ihrer Kunstlederjacke, deren Ärmel nur die Oberarme bedeckten, trug sie ein schwarzes, langärmliges Oberteil mit einem sexy Ausschnitt. Während sie in aufrechter Körperhaltung der ramponierten Straße weiter folgte, konnte sie in der Ferne mehrere Explosionen betrachten, ganz gleich, wo sie auch hinschaute. Doch das beängstigte sie keineswegs. Auch störte sie ihr schmerzender Körper nicht. Weiterhin hatte sie die Arme lässig an ihre Jacke angewinkelt und hörte ihrer Musik zu. Gleichzeitig beobachtete Luna nach wie vor die Umgebung, einschließlich des Himmels über ihr. Immer wieder konnte sie sehen, wie drohnenähnliche Flugobjekte in Form von sehr großen, bunten Schmetterlingen vorbeiflogen. Bei denen sie sich ziemlich sicher war, dass eine dieser Schmetterlingsdrohnen auch sie beobachtete, da sie immer wieder bemerkte, wie sie von einer verfolgt wurde. Nach einigen Minuten kam Luna an einem ziemlich zerstörten Schaufenster vorbei, in dem sich ein noch intakter, großer Spiegel befand. Vor diesem blieb Luna Tagus kurz stehen, um ihren schmerzenden Körper auf eventuelle weitere Verletzungen zu überprüfen. Dort zu sehen war eine 1,73 m große, 58 kg schwere, 25-jährige, hellhäutige Frau. Ihre schlanke Figur mit weiblichen Rundungen, die einen C-Körbchen-Busen und einen relativ kleinen, muskulösen Hintern hatte, zeigte eine ausgewogene Silhouette. Lunas schulterlange, dünne, glatte, hellbraune Haare hatten einen V-Form-Haarschnitt. Dabei bildeten die Spitzen ihrer Haare auf dem Rücken ein V. Dazu waren ihre Haare sanft durchgestuft und hatten eine angeschrägte Vorderpartie, wobei ein paar der vorderen Haarsträhnen etwas länger gelassen worden waren. Ihre hellbraunen, glatten Haare trug sie offen mit Seitenscheitel auf der rechten Seite. Lunas hübsches Gesicht hatte eine ovale Gesichtsform mit hohen Wangenknochen. Ihr Gesicht zeigte normale, natürliche, eckige, flache, braune Augenbrauen, die oberhalb ihrer äußeren Augenwinkel dezent geschwungen waren. Sie hatte normale, rundlich geformte, blau-grau-grüne Augen mit schwarzen, natürlichen Wimpern. Wobei ihr linkes Auge bläulicher und dunkler war, während ihr rechtes Auge grünlicher und heller war. Des Weiteren hatte sie eine schöne Nase, welche einen hohen Nasenrücken zeigte, der einen kleinen Bogen auf dem Nasenbein aufwies. Ihre Nase hatte eine runde Nasenspitze, die etwas nach oben zeigte. Hinzu hatte Luna wohlgeformte, anliegende Ohren. Außerdem hatte sie relativ normale, rote Lippen, wobei ihre Unterlippe etwas dicker war als ihre Oberlippe. Zudem hatten ihre roten Lippen einen weichen, runden Amorbogen. Des Weiteren zeigte Luna leicht nach oben gezogene Mundwinkel und gerade, weiße Zähne. Luna Tagus war eine Naturschönheit, die Make-up und kosmetische Eingriffe nicht nötig hatte. Unabhängig davon hatte sie auch nie Wert auf Botox, Make-up, Schmuck oder irgendwelche Modetrends gelegt. Mascara war das Einzige, was sie an Make-up auflegte, und Schmuck trug sie nur dann, wenn dieser mit einer besonderen Bedeutung verknüpft war. Bei der Auswahl ihrer Kleidungsstücke achtete sie zwar auch darauf, wie diese an ihr aussahen, aber sie legte viel mehr Wert darauf, wie die tierfreundlichen Stoffe sich auf ihrer Haut anfühlten. Generell war Luna nie jemand gewesen, der mit dem Strom schwamm, sondern jemand, der stets seiner eigenen Intuition folgte.
Da Luna keine allzu schlimmen Verletzungen sehen konnte und auch nur kleinere Verletzungen spürte, machte sie sich wieder auf den Weg. Dabei klopfte sie sich den Staub von ihrer Kleidung ab und versuchte dann mit ihrem halbwegs staubfreien Oberteil den Staub aus ihrem Gesicht und von ihrem Hals abzuwischen, indem sie ihre Hände unter ihr Oberteil legte und es so weiter nach oben zog. Nach einigen Minuten befand Luna sich in einer anderen, ebenfalls ziemlich mitgenommenen Gegend. Dort dauerte es auch nicht lange, bis sie beobachten konnte, wie vier türkische Männer sich von hinten einem weiblichen außerirdischen Wesen annäherten.
Wie die übrigen außerirdischen Wesen, die die Erde gerade besuchten, hatte auch dieses weibliche Geschöpf eine aufrechte Körperhaltung und auch ihr Körperbau war wie der von Luna. Sie alle hatten ebenfalls einen Kopf mit Gesicht, welches dem von Lunas Anatomie ähnelte. Zwei Augenbrauen, zwei Augen, eine Nase, zwei Ohren und einen Mund. Ebenso hatten sie alle einen Hals, zwei Arme, zwei Hände mit jeweils vier Fingern und einem Daumen, einen Brustkorb, auf dem sich bei den weiblichen Wesen ebenfalls zwei Brüste befanden, einen Bauch, einen Rücken, ein Becken, einen Intimbereich, einen Hintern, zwei Beine und zwei Füße. Genau wie Luna waren sie ebenfalls Sohlengänger. Unter anderem hatten sie alle eine graue Hautfarbe in einem mittelgrauen Farbton und deutlich erkennbare schwarze Adern. Bisher konnte Luna diese schwarzen Adern nur am Hals und im Gesicht sehen, wobei sie im Gesicht und an den Ohren viel schmaler, fast unscheinbar, waren als am Hals. Da der restliche Körper von Kleidung bedeckt war, konnte Luna nur erahnen, dass die Körper dieser Wesen überall eine graue Haut mit deutlich erkennbaren schwarzen Adern hatten. Des Weiteren hatten sie alle normal-rundlich geformte Augen mit jeweils einer ähnlich geformten, dunkelbraunen, fast schon schwarzen Iris, welche in ihrer Mitte eine rundlich geformte schwarze Pupille hatte, die sich auf einer weißen Sklera befand. Ebenso hatten sie alle schwarze Lippen, deren Oberlippe und Unterlippe Perlmuttweiß durchschimmern ließen. Das Gebiss der außerirdischen Spezies ähnelte dem eines Allesfressergebisses. Diese Wesen trugen alle eine einheitliche Kleidung. Die Vorderseite hatte unterschiedliche Farbmuster. Während der linke Ärmel des langärmligen Oberteils eine gelbe Farbe zeigte, war der rechte Ärmel rot gefärbt. Der Oberkörper war in Dunkelgrün getaucht, während die langen Hosenbeine der Hose im Low-Waist-Schnitt, die direkt mit dem Oberteil abschlossen, in einem Mix aus allen drei Farben gefärbt waren. Im Vergleich dazu schien die Rückseite komplett in schwarze Farbe getaucht worden zu sein. Ihre kurzen Handschuhe, die mit den Ärmelenden des Oberteils abschlossen, hatten ebenfalls diese komplette Farbgebung. Die Handrücken waren jeweils gelb-dunkelgrün-rot, während die Handinnenseiten schwarz gefärbt waren. Insgesamt zeigten die Farben aller Kleidungsstücke einen fließenden Übergang ineinander. Diese fließende Farbkombination der bunten und der schwarzen Seiten wurde auch für ihre kniehohen Stiefel, die hellbraune Sohlen hatten, angewandt.
Manche von den außerirdischen Wesen sowie auch das weibliche Geschöpf hatten zusätzlich Tierbilder eines vogelähnlichen Tiers auf der Kleidung. Auf der Vorderseite des Oberteils befand sich dieses vogelähnliche Tierbild in Schwarz auf der linken Brust. Dabei sah man das Tier von vorne mit zwei angelegten Flügeln. Dieses Bild befand sich auch auf den beiden Handrücken ihrer Handschuhe sowie auf den Stiefeln vorne vor der rundlichen Schuhspitze. An der Außenseite des rechten Oberschenkels befand sich ebenfalls ein Bild dieses vogelähnlichen Tiers. Allerdings war dort dieses Tier von vorne zu sehen und es hatte ausgestreckte Flügel. Auf der gelb-dunkelgrün-roten Hosenseite war die komplette Hälfte des Tiers schwarz, während die andere Hälfte auf der schwarzen Hosenseite bis auf seinen rechten, hellbraunen Fuß komplett gelb-dunkelgrün-rot war. Auf der Rückseite der Kleidung befand sich ein sehr viel größeres Bild dieses vogelähnlichen Tiers. Dort auf dem Rücken sah man das Tier von hinten mit ausgestreckten Flügeln. Der linke Flügel hatte eine gelbe, der rechte Flügel hatte eine rote, der Körper eine dunkelgrüne Färbung und die Füße des Tiers waren hellbraun.
Alle außerirdischen Wesen, die solche Tierbilder trugen, sowie manche Wesen ohne die Tierbilder, hatten auch an beiden ihrer Stiefel eine integrierte Halterung für je eine spezielle Waffe. Welche bei diesem weiblichen Wesen in den Halterungen steckten, während andere sie in ihren Händen hielten. Die silberfarbene Waffenhalterung befand sich an der jeweiligen Außenseite der Stiefel. Die Optik der Halterung ähnelte der eines Holsters, in dem ein Schlagstock und ein Schlagring Platz fanden, wobei der Schlagstock beziehungsweise der Griff der Waffe oben herausschaute. Zudem trug jedes einzelne außerirdische Wesen ein armbanduhrähnliches Gerät am linken Unterarm über dem Ärmel. Welches gerade auch von dem weiblichen Geschöpf genutzt wurde. Diese Frau benutzte es wie eine Art Kommunikationsgerät, indem sie es wie ein Telefon mit Freisprecherfunktion verwendete. Sie unterhielt sich mit einem anderen außerirdischen Wesen in einer außerirdischen Sprache.
Als Luna gerade dabei war, ihren ausgeschalteten MP3-Player mitsamt den Kopfhörern in ihrer rechten, hinteren Hosentasche zu verstauen, beobachtete sie, wie einer von den vier türkischen Männern sein Schrotgewehr auf das in einigen Schritten Entfernung stehende weibliche außerirdische Wesen richtete. Die Menschen wollten das Geschöpf von hinten erschießen. Gerade als er abdrücken wollte, ging Luna dazwischen und drückte mit ihrer rechten Hand seine Waffe schräg nach oben, sodass er den Schuss in die Luft abgab. In dem Augenblick, als Luna, die noch immer die Waffe nach oben gedrückt hielt, sich zum weiblichen Geschöpf umgedreht hatte, hatte auch das weibliche Geschöpf sich umgedreht und sah nun zu Luna und den türkischen Männern herüber. Dabei konnte Luna für einen kurzen Augenblick dieses Wesen noch besser von vorne betrachten.
Dieses weibliche außerirdische Wesen war 1,80 m groß und 67 kg schwer. Diese Frau war eine große, schlanke, durchtrainierte Frau mit einer B-Körbchen-Oberweite. Ihr glattes, dünnes, schwarz-pastellrosa-pastelllilafarbenes Haar trug sie als fetzige Kurzhaarfrisur mit langem Oberhaar, dem Seitenscheitel auf links und einem schrägen Pony. Des Weiteren hatte sie ein diamantförmiges Gesicht. Zudem hatte sie normale, runde, dezent geschwungene, schwarz-pastellrosa-pastelllilafarbene Augenbrauen. Außerdem zeigte sie schwarz-graue Wimpern und normal-rundlich geformte, dunkelbraune, fast schon schwarze Augen. Ihre schmale Nase hatte einen hohen Nasenrücken mit einer rundlichen, leicht nach unten zeigenden Nasenspitze. Zudem zeigte sie wohlgeformte, anliegende Ohren. Sie hatte große, volle Lippen, wobei die Oberlippe etwas dicker war als die Unterlippe. Ihre schwarzen Lippen mit durchschimmerndem Perlmuttweiß wiesen einen spitzen, ausgeprägten Amorbogen auf und ihre Mundwinkel waren nach oben gezogen.
Während Luna das weibliche Geschöpf freundlich lächelnd musterte, merkte sie, wie einer der türkischen Männer versuchte seine Waffe aus ihrer rechten Hand zu reißen. Genervt drehte Luna sich wieder zu ihm um und ließ seine Waffe genau in der Sekunde los, als er diese mit Schwung nach hinten reißen wollte.
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