Der Schmetterling, der das Feuer berührte
Der Hilfeschrei
EUR 17,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 240
ISBN: 978-3-99107-391-8
Erscheinungsdatum: 16.12.2024
Wo führt uns das Leben hin? Welche Erwartung hat das Leben an uns – oder wir ans Leben? Familie, Schule und Freunde haben darauf Einfluss wie beim Helden dieses Romans. Doch das Ziel seines Lebens ist ein ganz bestimmtes.
Kapitel 1
Wo fang ich an? Es sind die Neunzigerjahre, irgendwo an der Ostküste in Boston von New England. Wo fängt die Geschichte an und wo endet sie. Die Berliner Mauer ist schon längst gefallen. Der kalte Krieg ist beendet und Clinton ist der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Irakkrieg ist beendet und die Weltordnung nahm einen anderen Wandel. Es war Mai und ich machte ein Trip nach Italien nach dem Abschlussjahr 1993. Wir waren jung und rastlos, voller Träume und Ideale, die dieses Jahrzehnt kennzeichnete. Es war die Jugend der Generation X, die diese Zeit inspiriert hat und gegen das Establishment war. Die Musik der Neunzigerjahre ließ den Glam Rock im Schatten und wir waren bereit, uns zu etwas Ehrlichem, Unschuldigem, Idealistischem hinzugeben, dem Folk aus Athen, dem Grunge aus Seattle, dem alternativen Rock aus Chicago, dem Indie Rock aus New York. Wir erlitten eine Depression durch die Arbeitslosigkeit, wo schon längst die goldenen Achtziger ihren Glanz verloren haben. Im Radio spielten sie von R.E.M „Loosing my Religion“, da öffnete sich ein ganz neue Perspektive in der musikalischen Welt, alles davor war nicht mal ansatzweise die Ehrlichkeit, die dieser Song ausdrückte, kein Achtziger-Jahre-Song konnte sein Level erreichen, weder musikalisch noch textlich. Es war die Zeit der Demonstrationen gegen den Irakkrieg, gegen die Ausbeutung ärmerer Länder aus Afrika, gegen den Rassismus und das Problem mit Skopia, weil sie unser Makedonien einnehmen wollten, ein Hinterland, das seinen ursprünglichen Namen vergessen hat, im Namen Titos. Wir hatten damals keine richtigen Idole, wir brauchten auch keine. Wir waren unsere eigenen Helden. Wir balancierten auf einem dünnen Faden zwischen Selbstbewusstsein und Unsicherheit. Wir kommen auch aus einem Elternhaus, das unter dem Deckmantel unserer Familien zerbrechlich waren. Das Verhältnis zwischen unseren Eltern war zerbrechlich. Meine Familie war zusammen, aber nicht intakt.
Andere waren geschieden. Bei uns war der Vorwand, dass wir eine intakte Familie waren. Mein Vater war ein Bush-Anhänger, damals mit offensichtlichen konservativen, auch rechtspopulistischen Ansichten gegen die Juden. Er infiltrierte die Politik mit Ansätzen, die streng konservativ waren. Er war sehr streng und verprügelte mich, wenn ihm danach war. Schon damals war ich sehr unsicher.
Es war ein Jahrzehnt des Wandels. Es erübrigte sich die Frage, was man werden wollte. Wir hatten so viele Möglichkeiten, aber wir waren nicht sicher, was das Richtige für uns war. Das Chaos plagte uns in einer sich ständig verändernden Welt. Die Zweifel überwiegen dem Meer der Möglichkeiten und so gelang uns, dass wir einerseits sicher waren, andererseits orientierungslos in einem ständigen Kampf nach Idolen zu greifen, die nicht existierten. Wo begann und wo endete unsere Zukunft. Ein zweifelhaftes Spiel gegen die Gezeiten. Es eröffnete sich eine neue Welt, unberührt, fähig, alles zu tun, die Dinge, die verboten waren, auszukosten. Wir waren politisch engagiert für das Gute. Dukakis hatte die Wahlen 1988 sehr knapp verloren durch die Manipulation der Wahlscheine damals mit George Bush. Ich war jedenfalls für Dukakis, er war ein guter Politiker für die Demokraten. Er hatte gute Ansätze, aber er konnte sie nicht realisieren, weil er nicht Präsident war.
Wir spielten unsere Spiele in unserem kleinen Kosmos und waren glücklich mit Kleinigkeiten dieser Welt. Mit einem Stück Käse oder bevor es geregnet hat, der Duft der Luft, der uns umgab, eine neue Musik-CD von einer coolen Indie-Band. Der erste Kuss mit einem Mädchen oder die erste Zigarette. Es waren die Erfahrungen, die wir gerade durchlebten und einen großen etablierten Wert hatte in unserem Kosmos. Wir hatten nicht viel, aber wir schätzten jede Kleinigkeit. Die Levis 501 war Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger voll in Mode, die Boots, die Chuck von Converse wie auch die Vans, und die aber ich stand mehr auf Replay Jeans. Die Karohemden die Flanell-Shirts aus dem Skateboardshop, die Dickies, die Militärhosen. Der Grunge Look etablierte sich 91/92, Lederjacken münzen Capes, Es war das Jahrzehnt der Umstrukturierung und der weiteren Entwicklung sowohl gesellschaftlich als auch politisch und hinsichtlich Technologie. Die Dekade der Achtziger hinterließ in den Neunzigern keine Spuren, sie war viel authentischer, realistischer, anspruchsvoller und ehrlicher statt die Luftblase, die sich herauskristallisiert hat in den 80ern. Das war der Wegweiser des neuen Jahrzehnts, dass wir alles in Frage gestellt haben. Wir kifften, um entspannt durch das Leben zu gehen auf der Suche nach Gott.
Es kreuzten sich die Wege für neue Freundschaften in der Gymnasium. Ich war aus Griechenland wieder in meinen Geburtsort, Boston, USA, hergezogen. Mein Bruder hatte einen Unfall an seinem Auge und ich war ein gutes halbes Jahr alleine mit meiner Cousine und Tante in Griechenland. Wir mussten wieder herziehen nach zehn Jahren, ein Rückschlag, den wir erlitten haben, insbesondere mein kleiner Bruder. Es war das Leid, das wir erfuhren, das das ganze Leben von mir und meinem Bruder verändert hat. Ein unglückliches Leben, das seine Strafe eines Unschuldigen büßen musste. Ich hatte in den USA keine Freunde und ich fühlte mich wie ein Außenseiter.
Du konntest in der Luft spüren, dass eine Veränderung im neuen Jahrzehnt der Neunziger stattfand. Ich hörte Kravitz. Aber so nahm alles seinen Lauf, wie es angefangen hat. Die Geschichte beginnt mit dem Schluss, wo alles sein Ende nahm. Es war kurzweilig, aber ein sehr intensives Jahr. Ich wollte mein Leben beenden im Rausch von Drogen, die ich zu mir zu nahm. Mein Verhältnis zu meinem Vater war gestört, sodass ich immer mehr nahm. Meine Mutter drängte mich, die Probleme zwischen uns beiden zu lösen, vergeblich, weil mein Vater ein Versager war, als Vaterfigur mit seiner antisemitischen, provokanten Kampagne von so einem abgefuckten Priester, der seine Seminare nicht besucht hat, oder überhaupt eine Ausbildung in seinem Beruf als geistiger abgeschlossen hat.
Ein erhofftes besseres Leben sollte mir bevorstehen, aber es richtete sich in einer anderen Gemütslage. Ständige Zweifel gepaart mit einer unendlich schweigsamen Leere mit Tendenzen zur Depression.
Ich war auf mich gestellt.
Ach, wo war ich stehengeblieben, ich war in Venedig in einem Hotel, ich war mit meinen Freunden Michael, Helena und Maria, die mir die Anerkennung gaben, dass ich nicht ein Nichts war in dieser Gesellschaft, die mich umgab, von meiner Familie oder den Lehren der Schule, die ein Problem hatten, dass ich nicht hier gehört habe, nicht von allen, aber von zwei Lehrern, die Altgriechisch lehrten und Volkswirtschaft. Mr. Collen und Mr. Macensy, zwei Arschlöcher, die mir das Jahr fast vermiest hätten. Ein selbstloses Spiel brachte uns dazu, an falschen Fäden anzuknüpfen. Wir kifften uns ein und aßen Pilze. Die Flasche drehte sich und fiel auf Helena, ich sollte ihr einen Zungenkuss verpassen. Fünfzehn Minuten lang hatte ich, um es mit ihr auszuprobieren, da hatte ich meine Chance, sie auszukosten, und sie war einverstanden. Es war leidenschaftlich, unsere Zungen berühren uns, und sofort merkte ich, dass ich in sie verliebt war. Sie war so was von erotisch mit ihren großen Brüsten, mit ihrem Schmollmund, ein Vollweib. Wir kümmerten uns um gar nichts, es war, als wenn wir in einer geschlossenen Dimension waren, wir vier, und keiner konnte diesen Kreis durchbrechen, wir waren in einer Gruppe und wir ließen keinen herein. Das war das Paradies auf Erden. Wir halluzinierten, wir begannen über das Universum zu reden, ob Gott existieren würde, oder das Böse in uns ausbrechen würde, weil wir jede Regel durchbrachen. Aber mein Problem war, dass Helena insgeheim in Michael verliebt war, obwohl sie mit mir zusammen war, und das war ein Hindernis, offen Sex zu haben war das Problem, sondern das Gefühl, bedeutungslosen Sex zu haben mit jedem war für mich das Problem. Der Neid hinterließ seine Spuren ebenso bei Maria und Helena, und so geschah es, dass das Gleichgewicht nicht aufrechterhalten werden konnte. Wir halluzinierten und gingen alle ins Bad, wo der Whirlpool uns entspannten mit eine Flasche Gin. Es war, wie einem Experiment eingeschlossen zu sein, in einem Raum, wo alles erlaubt war. Wie erlitten einen Rausch mit Fratzen, die so was von erschreckend waren vom Haschisch, dass wir uns am Ende völlig paranoid verhalten haben, ich besonders, sodass ich einen völligen Filmriss hatte in jener Nacht, wo wir in diesem geschlossenen Raum eingesperrt waren. Es war ein völliger Absturz auf der höchsten Ebene, der uns einen Augenblick der Ernüchterung brachte, der uns am nächsten Morgen traf. Die halluzinogene Droge, die wir einnahmen, intensivierte und stimulierte die Gefühle, sodass wir uns echt fühlten, ohne an die Konsequenzen zu denken, was dann passieren würde. Helena meinte zu mir: „Als du mich gefickt hast, sah ich einen Schatten, einen Geist!“ Ich meinte zu ihr: „Es sind die Pilze, die von dir herausbrechen, du warst nur am Halluzinieren.“
Der Schweiß überfiel mich mitternächtlich, wo alles außer Kontrolle geraten ist, und ich konnte beim besten Willen nicht begreifen, warum Helena und Maria dachten, dass ich am Ende meinen Schatten zeigte, den ich so lange verbarg. Aber das war schon lange nicht der absolute Showdown, soweit ich mich erinnern kann.
Es war eine Nacht, die alles veränderte, die Unschuld, der Hass, das Verlangen, und die Grauzone, die uns in jener Nacht bewandert hat. Ich war nicht bereit zu verlieren, auch nicht zu vergeben in einem unbeholfenen Kreis von Demut und Zurückweisung, die mich von hinten traf ohne Gewissen mit Selbstleugnung und Augen, die mich verraten haben, schon damals, wo ich sie traf zum ersten Mal in der Schule. Es waren die betrügerischen Augen, die mich bezaubert haben, und mich am Ende zum Exodus straften und mich kraftvoll hinab zum Absturz katapultierte. Meine Würde war gekrängt und ich konnte es nicht mehr ertragen, zwischen den dreien zu stehen wie ein Püppchen, das ohne Willen handelt und nur benutzt wird, um die Motive und den eigenen Nutzen als Vorteil zwischen den Zeilen die Zweideutigkeit heraufzubeschwören, was am Ende zur Eskalation führt nach einem Jahr, und fast entschlossen, alles zu zerstören, was wahre Freundschaft und wahre Liebe bedeutet. Es war nur der Vorwand, was echte Gefühle sind, es war ein undurchschaubares Spiel am Anfang, aber Helena konnte es am besten verbergen. Maria war viel offensiver. Ein Kampf, der uns absonderte in verschiedene Richtungen, der gleichermaßen etwas hervorgebracht hat, was nicht sein sollte, ein Spiel, wo wir uns die Finger verbrannten in einem geschlossenen Kreis, im Kreis des Todes. Es wurden die Geheimnisse gelüftet, die dunklen Geheimnisse unseres Selbst, um uns gegenseitig zu schaden, ohne Rücksicht auf Konsequenzen, die Narben hinterlassen haben nach so vielen Jahren. Aber die Zeit, die ich hatte, war nicht zu meinen Gunsten und ich war abhängig von Haschisch, das ich mir nicht mal leisten konnte. Es war ein Hilfeschrei nach Anerkennung, die ich zu diesem Zeitpunkt nicht hatte, offensichtlich und nahe zu gefährlich, was mein Leben damals betraf. Der Neid hinterließ einen Schatten, den ich schon von klein auf hatte, ich spielte die zweite Geige in diesem unbeholfenen, armseligen Kreis, sodass ich beschlossen habe, was Unmenschliches zu mir selber zu tun.
Aber ich sollte die Geschichte von Anfang an erzählen und nicht sagen, wie es sein könnte. Ich betäubte mich mit Alkohol, weil eine große Last auf meinen Schultern verweilte, die Familie, meine Freunde und die Schule. Es veränderte unser ganzes Leben, eine missbrauchte Unschuld dahin verschwommen im Nichts, wo alles in unserer Jugend wertvoll war. Die Träume waren zerbrochen, das Schweigen bannte uns, was wir in jener Nacht trieben in Venedig, wo alles sein Ende nahm. Zerstörung hatte für mich auch was Kreatives, indem ich auf den Kopf stellen konnte, was alles wertlos ist, was Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Loyalität bedeutete. Das wollte ich vorzeigen, ich bin ein Rebell, der die Masken der Lügen aufdecken wollte, und das wahre Gesicht denjenigen hervorziehen wollte die ihn täuschen wollten mit Schmeicheleien und abstrakten Motiven, nur zu ihrem Vorteil nutzen wollten. Aber Maria und Helena hatten andere Pläne mit Michael, nämlich abzuhauen nach Griechenland, und das war der tödliche Fehler der drei, was ich nicht vergeben konnte. Es weilte das Böse hinter der Tür, wo eine Zweifellosigkeit lag, in einem traurigen Ende, das bis heute meine Narben hinterließ in einer anderen Welt, einer anderen Dimension, die sich erschlossen hat in differenzierten Wegen einer vollkommenen und undurchdringbaren Blase von Hoffnung und Liebe, die ich nicht erkannt habe im irdischen Leben. Ich war in großer Sorge, wie es mir anders ergehen würde, wenn ich diese Begegnung nicht hätte zum Guten oder zum Schlechten in einer verkehren Situation von Missbilligung und Verachtung gegenüber der Gesellschaft, die mich ständig umgab. Die Suche nach Anerkennung und Treue in einem poetischen und dramatischen Epos von Leiden und Lieben und Zurückweisung, die uns in einem nicht endenden und chaotischen Drama uns am Ende verwickelt haben. Ein Spiel, das am Ende keine Gewinne gab, was ich vorhergesagt habe, was die Zukunft von uns, die in den Sternen sich umgab und letzten Endes uns in einer tiefen Nacht uns gegenseitig ausgenutzt haben, wo die Motive jeweils von uns undurchschaubar waren, unabhängig voneinander. Es war unabsichtlich, weil wir so unsere Gefühle nicht kontrollieren konnten. Am Ende waren wir bezüglich Emotionalität und Gefühlen alle vier, insbesondere ich, ein Wrack schon mit 18 Jahren. Da erkannte ich zum ersten Mal, dass nicht alles schwarz-weiß ist.
Das Gewissen war vorzeitig dauerhaft abgeschaltet und so entwickelte sich ein Eindruck, dass für Außenstehende oberflächlich nur Freundschaft war, aber dabei ging es zwischen uns um viel mehr. Wir dachten nicht, dass wir uns gegenseitig wehtun, aber es war unausweichlich, wie es am Ende ausgehen würde. Obsessiv nachdenklich, aber unbesonnen, was uns angehen würde, was aus uns wird. Es war ein Ausgangspunkt, der alles und jenes in Frage stellte, was wir empfunden haben.
Kapitel 2
Es ist Herbst/Spätsommer und das letzte Jahr in der Gymnasium stand bevor uns. Ich war siebzehn und im November, der kommen würde, würde och volljährig werden. Ich war damals ziemlich viel alleine und hatte keine Freunde, ich war ein Jahr auf der Gymnasium, ich kannte an paar Leute, aber ich konnte mich nicht so richtig anfreunden. Ich suchte nach Tiefe, Freundschaft und nach einer Freundin. Es war September und der Unterricht fing an und alle waren aufgeregt und neugierig, was unsere Zukunft bringen würde. Ich war introvertiert, nicht gesellig und schüchtern. Ich hatte mein Schreiben, mein kreatives Schreiben autodidaktisch gelernt und hatte auch keine Lehrer, die mich gefordert hätten. Ich war seltsam zu den Leuten, die mich nicht mochten oder wie Luft behandelt haben. Ein absehbares Ziel war nicht vorhanden, ich wollte nur meinen Abschluss machen und dann nach Griechenland gehen, ich wollte studieren, aber das Problem war, ich wusste nicht, wo meine Stärken lagen. Ich war betäubt von der Auswahl und konnte mich nicht recht befassen mit trockenen Sachen, die angeblich gut waren, um sich abzusichern – Job mäßig eine sichere Zukunft aufzubauen, zum Beispiel ein BWL-Studium oder Jura. Aber das war nie mein Ding. Ich konnte ein bisschen singen, tanzen, schauspielern, zeichnen und schreiben. Aber das war nur eine Traumvorstellung, was mein Vater nie finanzieren wollte. Ein sicherer Job wäre die Zukunft und trotzdem war das nie mein Ding. Alles im Kreislauf des Establishments einer seriösen vorhersehbaren konstruktiven Welt von Yuppies, die die Welt beherrschen wollten mit Aktienpapieren und an DEN OBERSTEN ETAGEN sich privilegierte Frauen an Land ziehen nach Familienstand. Wo die Reichen reicher werden und die Armen ärmer werden. Das war konventionell und modern in den Achtzigern, aber in den Neunzigern hatte es eine andere Wendung. Ich kam aus einer Arbeiterfamilie und mein Durchschnitt in der Schule war bei 2,3, weshalb die Zukunft für mich gut aussah, aber es fehlte das Besondere, das Besondere zu etwas Größerem als Künstler, ich wollte etwas mit Theaterwissenschaften anfangen, Journalismus studieren, aber die Ziele meines Vaters waren woanders. Und das war ein Problem für mich, das hatte als Konsequenzen, dass ich unglücklich war, was mir bestimmt worden ist. So war der Stand der Dinge, so war ich dabei, ein unglückliches Leben zu führen, sodass ich von Zeit zu Zeit an Selbstmord gedacht habe, weil ich gegen eine Wand stand. Ein Leben, in dem ich offensichtlich mein Selbstbewusstsein verloren habe. Ein unendlicher Weg, bilanziert am seidenen Faden der destruktiven Verhöhnung meiner Lebensgeschichte, die durchaus was Kreatives hatte, am Ende, dass ich mir selber was antun wollte. War ein dramatischer Akt sich zu verabschieden von dieser Welt. Lebensfreude zu erlangen war wahre Freundschaft und die Liebe zu einer Frau. Das wollte ich erreichen im Laufe der Zeit, dass ich letzten Endes eine Entscheidung treffen musste, mein Leben jetzt zu verändern, wo die Zeit reif ist, um mich selbst zu verwirklichen, dass offenbar meine Zukunft unaufhaltsam und beständig sich steigern würde in der Blüte der Jugend.
Es war Zeit, eine Veränderung zu durchleben, ohne Angst auf Verluste ohne gegenwärtige Seifenoper, die mich an das Fernsehen erinnerte, wo ich die Nebendarstellerrolle übernehmen würde in einem Kreis, der mich in der Highschool ausschließe. Ich war gefangen vom Traum, die perfekte Freundin zu erobern. Es gab schon damals hübsche Mädchen, aber sie waren unreife Teenager, die ihre Träume bei den falschen Jungs, den Sportlern, suchten, offensichtlich nach einem Statussymbol, Beliebtheitsgrad und Geld, was ich nicht hatte. Ich hatte auch kein Auto, sondern ein Fahrrad. Ein Sonderling, der auf der Suche war nach Leben in einem unendlichen Zirkus von etablierten eigentlich Versagern, die mit Geld von ihrem Vater sich bereicherten in einem Vakuum einer Spirale der angeblich erhofften Sicherheit, Zukunft und Privilegierten von Schlägern, die die Regeln stellten in der Highschool. Ich fühlte mich wohl in meiner Rolle, dass ich gegen alle Regeln war, die uns vorgesetzt wurden von Lehren und Lieblingen. Ich wollte etwas verändern mit meinem Willen, suchen nach einer Lösung für meine Misere. Es war, als ob du durch ein Minenfeld gehen würdest, wo sich jeder gezwungen sah, das Richtige zu sagen im richtigen Augenblick, dass keiner sich beleidigt fühlte. Es gab die Upperclass, die Sportler, die privilegierten Footballer, Basketballer, die die Frage hielten für die Highschool des Bezirkes, die immer die bestaussehenden Freundinnen hatten, die Cheerleaderinnen, dann gab es die Looser, die dick waren, normal durchgingen, die streben und es gab die Freaks, Künstler, die in Theaterstücken spielten oder malten oder in einer Band waren, die gegen die Upperclass waren. Da gehörte ich dazu.
Da lernte ich auch Michael kennen, er hörte bereits Grunge aus Seattle. Bevor die ganzen Bands populär geworden sind, sechs Monate davor, wo die kommerziell den Riesendurchbruch hatten. Wir lernten uns im Bus kennen.
Es war ein endloser Kampf durch die ganzen Schichten. Die Scheinheiligkeit wirft ein zwielichtiges Gesicht auf sie und ich begab ich zum undurchdringbaren unsichtbaren Geist, der durch die Gymnasium geisterte. Es sind die Zeichen der Jugend, die mich gebrandmarkt haben, und mir den Weg ebneten, um meine Träume zu verwirklichen. Aber ich konnte nicht entkommen vor meiner Schattenseite, die mich tatenlos und meine Geheimnisse im Licht anders zeigen würden im Schachbrett um die Seele dieser Gymnasium. Ich war sehr intelligent, obwohl ich unter Legasthenie litt. Ich konnte viele Situationen verknüpfen, interpretieren, in Relation setzen, sich in die Lage eines anderen Charakters versetzen, aber die Auffassungsgabe hat darunter gelitten und ich musste mehr arbeiten als andere, wenn es ums Lernen ging. Die meisten Durchschnittslehrer hatten mich als dumm abgestempelt, dass ich ein Spätzünder sei, aber da lagen sie deutlich falsch.
Ich war noch völlig unberührt. Ich hatte keinen Sex gehabt und ich war neugierig, wie es wäre, Sex zu haben. Ich hatte schon in Pornofilmen gesehen, wie man Sex hat. Ich hatte schon meine ersten Erfahrungen mit Drogen gehabt, softe Drogen wie Gras und Alkohol, die uns in eine andere Welt schickten, in einen endlosen Raum, wo die Zeit anscheinend stehen geblieben ist. Wo du Gott erkennen kannst und mit ihm sprechen kannst.
...
Wo fang ich an? Es sind die Neunzigerjahre, irgendwo an der Ostküste in Boston von New England. Wo fängt die Geschichte an und wo endet sie. Die Berliner Mauer ist schon längst gefallen. Der kalte Krieg ist beendet und Clinton ist der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Irakkrieg ist beendet und die Weltordnung nahm einen anderen Wandel. Es war Mai und ich machte ein Trip nach Italien nach dem Abschlussjahr 1993. Wir waren jung und rastlos, voller Träume und Ideale, die dieses Jahrzehnt kennzeichnete. Es war die Jugend der Generation X, die diese Zeit inspiriert hat und gegen das Establishment war. Die Musik der Neunzigerjahre ließ den Glam Rock im Schatten und wir waren bereit, uns zu etwas Ehrlichem, Unschuldigem, Idealistischem hinzugeben, dem Folk aus Athen, dem Grunge aus Seattle, dem alternativen Rock aus Chicago, dem Indie Rock aus New York. Wir erlitten eine Depression durch die Arbeitslosigkeit, wo schon längst die goldenen Achtziger ihren Glanz verloren haben. Im Radio spielten sie von R.E.M „Loosing my Religion“, da öffnete sich ein ganz neue Perspektive in der musikalischen Welt, alles davor war nicht mal ansatzweise die Ehrlichkeit, die dieser Song ausdrückte, kein Achtziger-Jahre-Song konnte sein Level erreichen, weder musikalisch noch textlich. Es war die Zeit der Demonstrationen gegen den Irakkrieg, gegen die Ausbeutung ärmerer Länder aus Afrika, gegen den Rassismus und das Problem mit Skopia, weil sie unser Makedonien einnehmen wollten, ein Hinterland, das seinen ursprünglichen Namen vergessen hat, im Namen Titos. Wir hatten damals keine richtigen Idole, wir brauchten auch keine. Wir waren unsere eigenen Helden. Wir balancierten auf einem dünnen Faden zwischen Selbstbewusstsein und Unsicherheit. Wir kommen auch aus einem Elternhaus, das unter dem Deckmantel unserer Familien zerbrechlich waren. Das Verhältnis zwischen unseren Eltern war zerbrechlich. Meine Familie war zusammen, aber nicht intakt.
Andere waren geschieden. Bei uns war der Vorwand, dass wir eine intakte Familie waren. Mein Vater war ein Bush-Anhänger, damals mit offensichtlichen konservativen, auch rechtspopulistischen Ansichten gegen die Juden. Er infiltrierte die Politik mit Ansätzen, die streng konservativ waren. Er war sehr streng und verprügelte mich, wenn ihm danach war. Schon damals war ich sehr unsicher.
Es war ein Jahrzehnt des Wandels. Es erübrigte sich die Frage, was man werden wollte. Wir hatten so viele Möglichkeiten, aber wir waren nicht sicher, was das Richtige für uns war. Das Chaos plagte uns in einer sich ständig verändernden Welt. Die Zweifel überwiegen dem Meer der Möglichkeiten und so gelang uns, dass wir einerseits sicher waren, andererseits orientierungslos in einem ständigen Kampf nach Idolen zu greifen, die nicht existierten. Wo begann und wo endete unsere Zukunft. Ein zweifelhaftes Spiel gegen die Gezeiten. Es eröffnete sich eine neue Welt, unberührt, fähig, alles zu tun, die Dinge, die verboten waren, auszukosten. Wir waren politisch engagiert für das Gute. Dukakis hatte die Wahlen 1988 sehr knapp verloren durch die Manipulation der Wahlscheine damals mit George Bush. Ich war jedenfalls für Dukakis, er war ein guter Politiker für die Demokraten. Er hatte gute Ansätze, aber er konnte sie nicht realisieren, weil er nicht Präsident war.
Wir spielten unsere Spiele in unserem kleinen Kosmos und waren glücklich mit Kleinigkeiten dieser Welt. Mit einem Stück Käse oder bevor es geregnet hat, der Duft der Luft, der uns umgab, eine neue Musik-CD von einer coolen Indie-Band. Der erste Kuss mit einem Mädchen oder die erste Zigarette. Es waren die Erfahrungen, die wir gerade durchlebten und einen großen etablierten Wert hatte in unserem Kosmos. Wir hatten nicht viel, aber wir schätzten jede Kleinigkeit. Die Levis 501 war Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger voll in Mode, die Boots, die Chuck von Converse wie auch die Vans, und die aber ich stand mehr auf Replay Jeans. Die Karohemden die Flanell-Shirts aus dem Skateboardshop, die Dickies, die Militärhosen. Der Grunge Look etablierte sich 91/92, Lederjacken münzen Capes, Es war das Jahrzehnt der Umstrukturierung und der weiteren Entwicklung sowohl gesellschaftlich als auch politisch und hinsichtlich Technologie. Die Dekade der Achtziger hinterließ in den Neunzigern keine Spuren, sie war viel authentischer, realistischer, anspruchsvoller und ehrlicher statt die Luftblase, die sich herauskristallisiert hat in den 80ern. Das war der Wegweiser des neuen Jahrzehnts, dass wir alles in Frage gestellt haben. Wir kifften, um entspannt durch das Leben zu gehen auf der Suche nach Gott.
Es kreuzten sich die Wege für neue Freundschaften in der Gymnasium. Ich war aus Griechenland wieder in meinen Geburtsort, Boston, USA, hergezogen. Mein Bruder hatte einen Unfall an seinem Auge und ich war ein gutes halbes Jahr alleine mit meiner Cousine und Tante in Griechenland. Wir mussten wieder herziehen nach zehn Jahren, ein Rückschlag, den wir erlitten haben, insbesondere mein kleiner Bruder. Es war das Leid, das wir erfuhren, das das ganze Leben von mir und meinem Bruder verändert hat. Ein unglückliches Leben, das seine Strafe eines Unschuldigen büßen musste. Ich hatte in den USA keine Freunde und ich fühlte mich wie ein Außenseiter.
Du konntest in der Luft spüren, dass eine Veränderung im neuen Jahrzehnt der Neunziger stattfand. Ich hörte Kravitz. Aber so nahm alles seinen Lauf, wie es angefangen hat. Die Geschichte beginnt mit dem Schluss, wo alles sein Ende nahm. Es war kurzweilig, aber ein sehr intensives Jahr. Ich wollte mein Leben beenden im Rausch von Drogen, die ich zu mir zu nahm. Mein Verhältnis zu meinem Vater war gestört, sodass ich immer mehr nahm. Meine Mutter drängte mich, die Probleme zwischen uns beiden zu lösen, vergeblich, weil mein Vater ein Versager war, als Vaterfigur mit seiner antisemitischen, provokanten Kampagne von so einem abgefuckten Priester, der seine Seminare nicht besucht hat, oder überhaupt eine Ausbildung in seinem Beruf als geistiger abgeschlossen hat.
Ein erhofftes besseres Leben sollte mir bevorstehen, aber es richtete sich in einer anderen Gemütslage. Ständige Zweifel gepaart mit einer unendlich schweigsamen Leere mit Tendenzen zur Depression.
Ich war auf mich gestellt.
Ach, wo war ich stehengeblieben, ich war in Venedig in einem Hotel, ich war mit meinen Freunden Michael, Helena und Maria, die mir die Anerkennung gaben, dass ich nicht ein Nichts war in dieser Gesellschaft, die mich umgab, von meiner Familie oder den Lehren der Schule, die ein Problem hatten, dass ich nicht hier gehört habe, nicht von allen, aber von zwei Lehrern, die Altgriechisch lehrten und Volkswirtschaft. Mr. Collen und Mr. Macensy, zwei Arschlöcher, die mir das Jahr fast vermiest hätten. Ein selbstloses Spiel brachte uns dazu, an falschen Fäden anzuknüpfen. Wir kifften uns ein und aßen Pilze. Die Flasche drehte sich und fiel auf Helena, ich sollte ihr einen Zungenkuss verpassen. Fünfzehn Minuten lang hatte ich, um es mit ihr auszuprobieren, da hatte ich meine Chance, sie auszukosten, und sie war einverstanden. Es war leidenschaftlich, unsere Zungen berühren uns, und sofort merkte ich, dass ich in sie verliebt war. Sie war so was von erotisch mit ihren großen Brüsten, mit ihrem Schmollmund, ein Vollweib. Wir kümmerten uns um gar nichts, es war, als wenn wir in einer geschlossenen Dimension waren, wir vier, und keiner konnte diesen Kreis durchbrechen, wir waren in einer Gruppe und wir ließen keinen herein. Das war das Paradies auf Erden. Wir halluzinierten, wir begannen über das Universum zu reden, ob Gott existieren würde, oder das Böse in uns ausbrechen würde, weil wir jede Regel durchbrachen. Aber mein Problem war, dass Helena insgeheim in Michael verliebt war, obwohl sie mit mir zusammen war, und das war ein Hindernis, offen Sex zu haben war das Problem, sondern das Gefühl, bedeutungslosen Sex zu haben mit jedem war für mich das Problem. Der Neid hinterließ seine Spuren ebenso bei Maria und Helena, und so geschah es, dass das Gleichgewicht nicht aufrechterhalten werden konnte. Wir halluzinierten und gingen alle ins Bad, wo der Whirlpool uns entspannten mit eine Flasche Gin. Es war, wie einem Experiment eingeschlossen zu sein, in einem Raum, wo alles erlaubt war. Wie erlitten einen Rausch mit Fratzen, die so was von erschreckend waren vom Haschisch, dass wir uns am Ende völlig paranoid verhalten haben, ich besonders, sodass ich einen völligen Filmriss hatte in jener Nacht, wo wir in diesem geschlossenen Raum eingesperrt waren. Es war ein völliger Absturz auf der höchsten Ebene, der uns einen Augenblick der Ernüchterung brachte, der uns am nächsten Morgen traf. Die halluzinogene Droge, die wir einnahmen, intensivierte und stimulierte die Gefühle, sodass wir uns echt fühlten, ohne an die Konsequenzen zu denken, was dann passieren würde. Helena meinte zu mir: „Als du mich gefickt hast, sah ich einen Schatten, einen Geist!“ Ich meinte zu ihr: „Es sind die Pilze, die von dir herausbrechen, du warst nur am Halluzinieren.“
Der Schweiß überfiel mich mitternächtlich, wo alles außer Kontrolle geraten ist, und ich konnte beim besten Willen nicht begreifen, warum Helena und Maria dachten, dass ich am Ende meinen Schatten zeigte, den ich so lange verbarg. Aber das war schon lange nicht der absolute Showdown, soweit ich mich erinnern kann.
Es war eine Nacht, die alles veränderte, die Unschuld, der Hass, das Verlangen, und die Grauzone, die uns in jener Nacht bewandert hat. Ich war nicht bereit zu verlieren, auch nicht zu vergeben in einem unbeholfenen Kreis von Demut und Zurückweisung, die mich von hinten traf ohne Gewissen mit Selbstleugnung und Augen, die mich verraten haben, schon damals, wo ich sie traf zum ersten Mal in der Schule. Es waren die betrügerischen Augen, die mich bezaubert haben, und mich am Ende zum Exodus straften und mich kraftvoll hinab zum Absturz katapultierte. Meine Würde war gekrängt und ich konnte es nicht mehr ertragen, zwischen den dreien zu stehen wie ein Püppchen, das ohne Willen handelt und nur benutzt wird, um die Motive und den eigenen Nutzen als Vorteil zwischen den Zeilen die Zweideutigkeit heraufzubeschwören, was am Ende zur Eskalation führt nach einem Jahr, und fast entschlossen, alles zu zerstören, was wahre Freundschaft und wahre Liebe bedeutet. Es war nur der Vorwand, was echte Gefühle sind, es war ein undurchschaubares Spiel am Anfang, aber Helena konnte es am besten verbergen. Maria war viel offensiver. Ein Kampf, der uns absonderte in verschiedene Richtungen, der gleichermaßen etwas hervorgebracht hat, was nicht sein sollte, ein Spiel, wo wir uns die Finger verbrannten in einem geschlossenen Kreis, im Kreis des Todes. Es wurden die Geheimnisse gelüftet, die dunklen Geheimnisse unseres Selbst, um uns gegenseitig zu schaden, ohne Rücksicht auf Konsequenzen, die Narben hinterlassen haben nach so vielen Jahren. Aber die Zeit, die ich hatte, war nicht zu meinen Gunsten und ich war abhängig von Haschisch, das ich mir nicht mal leisten konnte. Es war ein Hilfeschrei nach Anerkennung, die ich zu diesem Zeitpunkt nicht hatte, offensichtlich und nahe zu gefährlich, was mein Leben damals betraf. Der Neid hinterließ einen Schatten, den ich schon von klein auf hatte, ich spielte die zweite Geige in diesem unbeholfenen, armseligen Kreis, sodass ich beschlossen habe, was Unmenschliches zu mir selber zu tun.
Aber ich sollte die Geschichte von Anfang an erzählen und nicht sagen, wie es sein könnte. Ich betäubte mich mit Alkohol, weil eine große Last auf meinen Schultern verweilte, die Familie, meine Freunde und die Schule. Es veränderte unser ganzes Leben, eine missbrauchte Unschuld dahin verschwommen im Nichts, wo alles in unserer Jugend wertvoll war. Die Träume waren zerbrochen, das Schweigen bannte uns, was wir in jener Nacht trieben in Venedig, wo alles sein Ende nahm. Zerstörung hatte für mich auch was Kreatives, indem ich auf den Kopf stellen konnte, was alles wertlos ist, was Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Loyalität bedeutete. Das wollte ich vorzeigen, ich bin ein Rebell, der die Masken der Lügen aufdecken wollte, und das wahre Gesicht denjenigen hervorziehen wollte die ihn täuschen wollten mit Schmeicheleien und abstrakten Motiven, nur zu ihrem Vorteil nutzen wollten. Aber Maria und Helena hatten andere Pläne mit Michael, nämlich abzuhauen nach Griechenland, und das war der tödliche Fehler der drei, was ich nicht vergeben konnte. Es weilte das Böse hinter der Tür, wo eine Zweifellosigkeit lag, in einem traurigen Ende, das bis heute meine Narben hinterließ in einer anderen Welt, einer anderen Dimension, die sich erschlossen hat in differenzierten Wegen einer vollkommenen und undurchdringbaren Blase von Hoffnung und Liebe, die ich nicht erkannt habe im irdischen Leben. Ich war in großer Sorge, wie es mir anders ergehen würde, wenn ich diese Begegnung nicht hätte zum Guten oder zum Schlechten in einer verkehren Situation von Missbilligung und Verachtung gegenüber der Gesellschaft, die mich ständig umgab. Die Suche nach Anerkennung und Treue in einem poetischen und dramatischen Epos von Leiden und Lieben und Zurückweisung, die uns in einem nicht endenden und chaotischen Drama uns am Ende verwickelt haben. Ein Spiel, das am Ende keine Gewinne gab, was ich vorhergesagt habe, was die Zukunft von uns, die in den Sternen sich umgab und letzten Endes uns in einer tiefen Nacht uns gegenseitig ausgenutzt haben, wo die Motive jeweils von uns undurchschaubar waren, unabhängig voneinander. Es war unabsichtlich, weil wir so unsere Gefühle nicht kontrollieren konnten. Am Ende waren wir bezüglich Emotionalität und Gefühlen alle vier, insbesondere ich, ein Wrack schon mit 18 Jahren. Da erkannte ich zum ersten Mal, dass nicht alles schwarz-weiß ist.
Das Gewissen war vorzeitig dauerhaft abgeschaltet und so entwickelte sich ein Eindruck, dass für Außenstehende oberflächlich nur Freundschaft war, aber dabei ging es zwischen uns um viel mehr. Wir dachten nicht, dass wir uns gegenseitig wehtun, aber es war unausweichlich, wie es am Ende ausgehen würde. Obsessiv nachdenklich, aber unbesonnen, was uns angehen würde, was aus uns wird. Es war ein Ausgangspunkt, der alles und jenes in Frage stellte, was wir empfunden haben.
Kapitel 2
Es ist Herbst/Spätsommer und das letzte Jahr in der Gymnasium stand bevor uns. Ich war siebzehn und im November, der kommen würde, würde och volljährig werden. Ich war damals ziemlich viel alleine und hatte keine Freunde, ich war ein Jahr auf der Gymnasium, ich kannte an paar Leute, aber ich konnte mich nicht so richtig anfreunden. Ich suchte nach Tiefe, Freundschaft und nach einer Freundin. Es war September und der Unterricht fing an und alle waren aufgeregt und neugierig, was unsere Zukunft bringen würde. Ich war introvertiert, nicht gesellig und schüchtern. Ich hatte mein Schreiben, mein kreatives Schreiben autodidaktisch gelernt und hatte auch keine Lehrer, die mich gefordert hätten. Ich war seltsam zu den Leuten, die mich nicht mochten oder wie Luft behandelt haben. Ein absehbares Ziel war nicht vorhanden, ich wollte nur meinen Abschluss machen und dann nach Griechenland gehen, ich wollte studieren, aber das Problem war, ich wusste nicht, wo meine Stärken lagen. Ich war betäubt von der Auswahl und konnte mich nicht recht befassen mit trockenen Sachen, die angeblich gut waren, um sich abzusichern – Job mäßig eine sichere Zukunft aufzubauen, zum Beispiel ein BWL-Studium oder Jura. Aber das war nie mein Ding. Ich konnte ein bisschen singen, tanzen, schauspielern, zeichnen und schreiben. Aber das war nur eine Traumvorstellung, was mein Vater nie finanzieren wollte. Ein sicherer Job wäre die Zukunft und trotzdem war das nie mein Ding. Alles im Kreislauf des Establishments einer seriösen vorhersehbaren konstruktiven Welt von Yuppies, die die Welt beherrschen wollten mit Aktienpapieren und an DEN OBERSTEN ETAGEN sich privilegierte Frauen an Land ziehen nach Familienstand. Wo die Reichen reicher werden und die Armen ärmer werden. Das war konventionell und modern in den Achtzigern, aber in den Neunzigern hatte es eine andere Wendung. Ich kam aus einer Arbeiterfamilie und mein Durchschnitt in der Schule war bei 2,3, weshalb die Zukunft für mich gut aussah, aber es fehlte das Besondere, das Besondere zu etwas Größerem als Künstler, ich wollte etwas mit Theaterwissenschaften anfangen, Journalismus studieren, aber die Ziele meines Vaters waren woanders. Und das war ein Problem für mich, das hatte als Konsequenzen, dass ich unglücklich war, was mir bestimmt worden ist. So war der Stand der Dinge, so war ich dabei, ein unglückliches Leben zu führen, sodass ich von Zeit zu Zeit an Selbstmord gedacht habe, weil ich gegen eine Wand stand. Ein Leben, in dem ich offensichtlich mein Selbstbewusstsein verloren habe. Ein unendlicher Weg, bilanziert am seidenen Faden der destruktiven Verhöhnung meiner Lebensgeschichte, die durchaus was Kreatives hatte, am Ende, dass ich mir selber was antun wollte. War ein dramatischer Akt sich zu verabschieden von dieser Welt. Lebensfreude zu erlangen war wahre Freundschaft und die Liebe zu einer Frau. Das wollte ich erreichen im Laufe der Zeit, dass ich letzten Endes eine Entscheidung treffen musste, mein Leben jetzt zu verändern, wo die Zeit reif ist, um mich selbst zu verwirklichen, dass offenbar meine Zukunft unaufhaltsam und beständig sich steigern würde in der Blüte der Jugend.
Es war Zeit, eine Veränderung zu durchleben, ohne Angst auf Verluste ohne gegenwärtige Seifenoper, die mich an das Fernsehen erinnerte, wo ich die Nebendarstellerrolle übernehmen würde in einem Kreis, der mich in der Highschool ausschließe. Ich war gefangen vom Traum, die perfekte Freundin zu erobern. Es gab schon damals hübsche Mädchen, aber sie waren unreife Teenager, die ihre Träume bei den falschen Jungs, den Sportlern, suchten, offensichtlich nach einem Statussymbol, Beliebtheitsgrad und Geld, was ich nicht hatte. Ich hatte auch kein Auto, sondern ein Fahrrad. Ein Sonderling, der auf der Suche war nach Leben in einem unendlichen Zirkus von etablierten eigentlich Versagern, die mit Geld von ihrem Vater sich bereicherten in einem Vakuum einer Spirale der angeblich erhofften Sicherheit, Zukunft und Privilegierten von Schlägern, die die Regeln stellten in der Highschool. Ich fühlte mich wohl in meiner Rolle, dass ich gegen alle Regeln war, die uns vorgesetzt wurden von Lehren und Lieblingen. Ich wollte etwas verändern mit meinem Willen, suchen nach einer Lösung für meine Misere. Es war, als ob du durch ein Minenfeld gehen würdest, wo sich jeder gezwungen sah, das Richtige zu sagen im richtigen Augenblick, dass keiner sich beleidigt fühlte. Es gab die Upperclass, die Sportler, die privilegierten Footballer, Basketballer, die die Frage hielten für die Highschool des Bezirkes, die immer die bestaussehenden Freundinnen hatten, die Cheerleaderinnen, dann gab es die Looser, die dick waren, normal durchgingen, die streben und es gab die Freaks, Künstler, die in Theaterstücken spielten oder malten oder in einer Band waren, die gegen die Upperclass waren. Da gehörte ich dazu.
Da lernte ich auch Michael kennen, er hörte bereits Grunge aus Seattle. Bevor die ganzen Bands populär geworden sind, sechs Monate davor, wo die kommerziell den Riesendurchbruch hatten. Wir lernten uns im Bus kennen.
Es war ein endloser Kampf durch die ganzen Schichten. Die Scheinheiligkeit wirft ein zwielichtiges Gesicht auf sie und ich begab ich zum undurchdringbaren unsichtbaren Geist, der durch die Gymnasium geisterte. Es sind die Zeichen der Jugend, die mich gebrandmarkt haben, und mir den Weg ebneten, um meine Träume zu verwirklichen. Aber ich konnte nicht entkommen vor meiner Schattenseite, die mich tatenlos und meine Geheimnisse im Licht anders zeigen würden im Schachbrett um die Seele dieser Gymnasium. Ich war sehr intelligent, obwohl ich unter Legasthenie litt. Ich konnte viele Situationen verknüpfen, interpretieren, in Relation setzen, sich in die Lage eines anderen Charakters versetzen, aber die Auffassungsgabe hat darunter gelitten und ich musste mehr arbeiten als andere, wenn es ums Lernen ging. Die meisten Durchschnittslehrer hatten mich als dumm abgestempelt, dass ich ein Spätzünder sei, aber da lagen sie deutlich falsch.
Ich war noch völlig unberührt. Ich hatte keinen Sex gehabt und ich war neugierig, wie es wäre, Sex zu haben. Ich hatte schon in Pornofilmen gesehen, wie man Sex hat. Ich hatte schon meine ersten Erfahrungen mit Drogen gehabt, softe Drogen wie Gras und Alkohol, die uns in eine andere Welt schickten, in einen endlosen Raum, wo die Zeit anscheinend stehen geblieben ist. Wo du Gott erkennen kannst und mit ihm sprechen kannst.
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