Science Fiction & Fantasy

Countdown zur Apokalypse

Wolf Biedermann

Countdown zur Apokalypse

Die Jupiterkatastrophe 1994

Leseprobe:

Einführung

Das Universum, unser blauer Planet und die Evolution des Lebens darauf sind keine Laune der Natur, sondern die sichtbaren Schöpfungen unseres allmächtigen Gottes und Seines Heiligen Geistes. Nach Gottes Aussage in der Bibel ist das Ziel der irdischen Schöpfung der Mensch. Dazu hat Er das Leben auf der Erde ausgesät. Dass es eine solche Aussaat gegeben hat, darüber sind sich heute der überwiegende Teil der Evolutionsforscher inklusive des Mitentdeckers des genetischen Codes und Nobelpreisträgers Crick einig. Doch welcher Sämann würde wohl säen, wenn er nicht ernten wollte? Sollte das bei Gott anders sein? Nach Seinem Wort, zahlreichen Prophezeiungen und meiner wissenschaftlichen Erkenntnis stehen die Ernte der Erde und das damit verheißene Ende unserer Welt, die Apokalypse, unmittelbar bevor.
Nostradamus hatte schon im 16. Jahrhundert Prophezeiungen für unsere Zeit gemacht, welche auch heute noch die Gemüter der selbst ernannten Zukunftsdeuter erregen: In mehreren seiner berühmten Vierzeiler prophezeite er eine kosmische Katastrophe, als deren Folge – allerdings bereits im Jahr 1999 und damit überfällig – ein großer König des Schreckens vom Himmel kommen und den Weltuntergang einleiten sollte. Die Welt ist bisher (noch) nicht untergegangen. Und auch am 21. Dezember 2012 wird sie es nicht tun, nur weil der Mayakalender an diesem Tag endet. Denn Tag und Stunde weiß Gott allein.
Müssen nun die Propheten des Weltunterganges für immer schweigen?
Schließlich, so die Optimisten, kündigte Nostradamus für dieses Jahrtausend auch den Beginn eines Goldenen Zeitalters an. Steuert die Menschheit auf ein solches zu, obwohl der unmittelbar bevorstehende weltweite Kollaps auf allen Ebenen sichtbar ist? Eine eindeutige Antwort darauf gibt uns die Heilige Schrift, das Wort Gottes: Beides wird kommen, für die Atheisten der Untergang in der Apokalypse, für die Gläubigen die Errettung vor der Apokalypse und das Goldene Zeitalter.
Gott selbst hat bereits im Schöpfungsbericht darauf hingewiesen, dass seine obersten Engel, die Cherubim, mit dem Flammenschwert zuschlagen werden, wenn der Mensch den Baum des Lebens antastet und sich selbst zum Schöpfer aufschwingt. Der Baum des Lebens ist jedoch nichts anderes als die Erbsubstanz, die DNS, der universelle genetische Code des Lebens. Seine komplette Decodierung im März 2001, das im November 2001 begonnene Klonen menschlicher Embryonen und das von dem US-Mediziner Zavos verkündete erste Klon-Baby im Januar 2003 zeigen, dass wir genau in dieser Zeit leben.
Jesus Christus kündigte an, dass er wiederkommen werde, wenn die Menschen einen Gräuel der Verwüstung sehen werden und dass dies in der Zeit sein wird, wenn der Feigenbaum grünt. Nach seiner eigenen Erklärung meint Er mit dem Feigenbaum den nach 2000 Jahren wieder entstandenen Staat Israel und verweist somit auf unsere heutige Zeit. In der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, zeigt Jesus Christus seinem Knecht Johannes sogar den genauen kosmisch-physikalischen Ablauf des Weltunterganges, und die Gottesmutter kündigte im so genannten dritten Geheimnis der Botschaft von Fatima an, dass wir uns den letzten Tagen nähern.
Der israelische Mathematiker Rips entdeckte 1994 – im Jahr des apokalyptischen Kometeneinschlags auf dem Jupiter – im hebräischen Originaltext des Alten Testaments einen Bibelcode. Diesem zufolge hat die Apokalypse bereits begonnen und wird sich in unseren Tagen vollenden. Mehr noch, im Buch Jesaja, welches im Klartext die Apokalypse gleich zweimal prophezeit, entdeckte Rips zwei Monate vor dem Aufschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9 im Juli 1994 auf dem Jupiter die Codierung dieses Ereignisses mit dem exakten Namen des Kometen, dem genauen Datum und dem Jupiter als Einschlagsort. Dies kann jedoch nur bedeuten, dass zwischen der Apokalypse und dem Kometeneinschlag ein kausaler Zusammenhang bestehen muss.
Auch die viel belächelte polnische Nonne Marie Gabriel Paprocski sagte den Einschlag eines Riesenkometen im Juli 1994 auf dem Jupiter mit apokalyptischen Folgen für die Erde voraus. Die Zukunft wird ihr recht geben, denn der Einschlag des Apokalypse-Kometen Shoemaker-Levy 9 in der Woche vom 16.–22. Juli 1994 setzte eine kosmische Kettenreaktion in Gang, welche die Apokalypse auslösen wird. Der Countdown dazu läuft bereits, und keine Macht der Welt kann ihn wieder stoppen. Die Uhren auf unserem Planeten laufen bereits rückwärts. Die Erde geht unaufhaltsam ihrem Untergang entgegen.
Der Grund dafür ist folgender: Die beobachteten Explosionen beim Einschlag der 20 Brocken des zerbrochenen Apokalypse-Kometen auf dem Jupiter ließen den Astronomen den Atem stocken. Sie waren 30 Millionen mal stärker als erwartet, weil es dabei auf dem Wasserstoffplaneten thermonukleare Reaktionen gegeben hatte, die – wie Nostradamus ankündigte – den großen Stern sieben Tage lang kochen ließen. Die Einschläge waren zusammengenommen so gewaltig, als hätte ein Himmelskörper von der Größe unseres Mondes eingeschlagen. Dabei sind zwei Dinge geschehen, die eine Apokalypse unausweichlich machen:
1. Bei den großen thermonuklearen Explosionen des Kometeneinschlages ist der Jupiter übergeschwappt. Mehrere riesige Wasserstoffwolken in der Größenordnung von 100.000 Milliarden Tonnen (der Dinosaurier-Asteroid vor 65 Millionen Jahren hatte 200-mal weniger Masse als eine einzige solche Wolke) haben den König der Planeten innerhalb von sieben Tagen kaskadenförmig verlassen und werden seitdem auf absolut unsichtbaren Spiralbahnen von der Sonne angezogen. Sie können jederzeit mit einer Geschwindigkeit von 618 Kilometer pro Sekunde in die Sonne stürzen und dort unvorstellbar gigantische thermonukleare Monsterexplosionen auslösen. Nostradamus prophezeit, dass sie bei ihrem Aufprall auf der Sonne so gewaltig sein werden, dass sie ein doppeltes Bild der Sonne erzeugen. Dann kommt der von ihm bereits für 1999 prophezeite große Schreckenskönig vom Himmel. Er wird den in der Bibel angekündigten Gräuel der Verwüstung noch vor der Apokalypse anrichten.
2. Die Kometeneinschläge bremsten aufgrund ihres Einschlagswinkels und der entfalteten gigantischen thermonuklearen Sprengkraft die Geschwindigkeit des Jupiters in seiner Umlaufbahn um die Sonne um etwa 35 Zentimeter pro Sekunde ab. Das ist zwar nur der vierzigtausendste Teil seiner Bahngeschwindigkeit, doch dieser kleine Betrag reichte aus, um das Gleichgewicht zwischen der Gravitationskraft der Sonne und der Zentrifugalkraft des Planeten zu zerstören. Die Folge davon ist eine exponentielle, zunächst nur sehr geringe, im Laufe der Zeit jedoch rasch zunehmende Annäherung des Jupiters an die Sonne. Er wird schließlich mit 2000-facher Schallgeschwindigkeit (618 km/s) auf der Sonne aufschlagen. Dann werden in unvorstellbaren thermonuklearen Reaktionen, die einer gewaltigen Supernova gleichkommen, Himmel und Erde vergehen. Dann werden sich – wie der Prophet Jesaja verkündete – für unsere Erde die Schleusen aus der Höhe öffnen und die Grundfesten der Erde erbeben lassen.
Die Folgen des begonnenen Jupiterabsturzes sind auf unserer Erde bereits zu spüren: Mit seinem gewaltigen Gravitationspotenzial verursacht der herannahende Jupiter einen immer stärker anschwellenden Gezeiteneffekt auf der rotierenden Sonne, wobei ihre Magnetfelder regelrecht aufgewickelt und dabei die für die Strahlungsintensität verantwortlichen sogenannten Konvektionszonen immer tiefer aufgerissen werden. Immer heißere Zonen aus dem Inneren der Sonne werden somit freigelegt. Dabei entstehen in zunehmendem Maße das beobachtete Dauerfeuer von Kurzschlüssen und Explosionen, die registrierten gigantischen Sonnen-Tornados und immer gewaltigere Monstereruptionen. Somit strahlt die Sonne im Laufe der Zeit immer heißer, heller und härter auf und nimmt zunehmend vernichtenden Charakter an. Die Folgen für unsere Erde sind verheerend:
Zum Ersten wird unser Planet sehr rasch aufgeheizt, was zu sich häufenden Naturkatastrophen wie Hitzewellen, Dürren, Stürmen und Polschmelzen führt. Zum Zweiten geht mit dem exponentiellen Aufstrahlen der Sonne eine Verschiebung ihres Strahlungsspektrums in den kurzwelligen Bereich einher, wobei auch die Intensitäten der gefährlichen UV-, Röntgen- und Gammastrahlung exponentiell ansteigen. Dies wiederum hat tödliche Folgen für alle Geschöpfe dieses Planeten, für die Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen. Erkennbar ist die spektrale Verschiebung schon längst daran, dass die Sonne nicht mehr gelb, sondern zunehmend violett strahlt, sodass alle Gegenstände einen Violettstich bekommen. Zum Dritten bewirkt die Temperaturerhöhung der Sonne eine Zunahme ihrer Helligkeit, sodass sie immer gleißender wird und alle Gegenstände auf der Erde immer heller erscheinen werden.
Die Wissenschaftler glauben bis heute, dass es sich bei den an Häufigkeit und Intensität ständig zunehmenden Naturkatastrophen lediglich um die verstärkten Auswirkungen des von den Menschen verursachten Treibhauseffektes infolge des weltweit zunehmenden Kohlendioxidausstoßes handele. Dass wir es jetzt mit einem ganz anderen, dem letzten Phänomen, dem Countdown zum Weltuntergang, zu tun haben, der sich zunächst noch hinter dem Klimawandel versteckt, wissen sie noch nicht.

Die Apokalypse ereignet sich somit nicht erst in mehr als 100 Milliarden Jahren, wenn das ganze Universum im Big Crunch auf die Größe eines Tennisballes kollabiert, nicht in etwa fünf Milliarden Jahren, wenn die Sonne zu einem Roten Riesen mutiert, nicht vielleicht in Millionen Jahren, wenn ein fester Himmelskörper auf der Erde einschlägt oder bereits im 23. Jahrhundert als Folge einer bösartigen Heuschreckeninvasion aus dem All, und auch nicht in den nächsten Jahrzehnten als Folge einer Klimakatastrophe, sondern genau in unseren Tagen. Und dies nicht etwa, weil sich ein Millennium vollendet hat oder weil es in den zu Ende gehenden Maya-Kalender hineingedeutet wird und es die Weltuntergangspropheten wieder einmal herbeireden wollen, sondern als Folge des größten und letzten je von Menschen beobachteten Kometeneinschlags auf dem Jupiter.
Der Heiligen Schrift zufolge wird es inmitten der totalen Finsternis – unmittelbar vor der Vernichtung der Erde – eine Göttliche Errettung der Gläubigen geben. Dann erscheint nämlich – wie in der Bibel verheißen – der Gottessohn Jesus Christus. Er wird im Auftrag Gottes, Seines Vaters, die Ernte der Erde – den Menschen als ein Ebenbild Gottes – einsammeln. Sein Erscheinen wird somit das größte welthistorische Ereignis auf diesem Planeten und zugleich das letzte sein, denn die Ernte der Erde ist nach Christi Worten das Ende der Welt.



I Gott, die Welt und der Mensch

1 Gottes Schöpfung und Urknall

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,
und Gott war das Wort.
Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist (Joh. 1.1–1.3)
Und Gott sprach: Es werde…und es ward…(aus 1. Mose 1)[1]
Der Heiligen Schrift zufolge dauerte der Schöpfungsakt unseres Universums nur sechs Tage. Demgegenüber steht die heute gültige wissenschaftliche Theorie vom Urknall, der nach neuesten Messungen des Weltraumteleskops Hubble vor etwa 13,7 Milliarden Jahren stattfand. Diese scheinbar riesige Diskrepanz zwischen beiden Aussagen ist auch heute noch für die meisten Wissenschaftler – und erst recht für die einfachen Menschen – Grund genug, die biblische Schöpfungsgeschichte in das Reich der Märchen einzuordnen. Sie sind der Meinung, Wissenschaft habe nichts mit Religion zu tun. Und umgekehrt behaupten die Glaubenshüter, dass Religion nichts mit Wissenschaft zu tun habe. Beide verkennen, dass Gott der größte Wissenschaftler des Universums ist. Der genialste irdische Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, Albert Einstein, resümierte richtig:

Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Naturwissenschaft blind.

Er zeigte bereits im Jahre 1905 mit seiner Relativitätstheorie auf, dass die Diskrepanz zwischen der Zeitdauer der Schöpfung und dem wissenschaftlich ermittelten Alter unseres Universums auf der Relativität der Zeit in den verschiedenen Bezugssystemen beruht. Der israelische Gelehrte Schroeder [2] machte deutlich, dass die Zeit in einem Bezugssystem von seiner Schwerkraft und von seiner Bewegung abhängt, also von seiner Größe und Geschwindigkeit, sodass tausend oder gar eine Milliarde Jahre eines Ereignisses in dem einen Bezugssystem in einem anderen Bezugssystem als Tage erscheinen können. Daher ticken im Universum Milliarden kosmische Uhren, jede mit einer anderen und doch für den Ort, an dem sie stehen, richtigen Geschwindigkeit. Vom Universum als Bezugssystem (von der Göttlichen Uhr) aus betrachtet vergingen seit dem Urknall sechs Tage, für das Bezugssystem Erde (für unsere irdische Uhr) sind jedoch gleichzeitig 13,7 Milliarden Jahre verstrichen. Erst als Gott Adam geschaffen hatte, verschmolz die Chronologie der Bibel [und damit des Universums] mit dem Ablauf der Zeit auf der Erde – jetzt war die gemeinsame Raum-Zeit-Beziehung zwischen Gott und dem Menschen festgelegt, führt Schroeder aus. Somit besteht zwischen biblischer Schöpfungsgeschichte und kosmologischer Theorie keineswegs ein Widerspruch. Im Gegenteil: Sie bilden vielmehr eine untrennbare Einheit.
Die Urknall-Theorie, welche sich weitestgehend mit dem Schöpfungsbericht deckt, geht davon aus, dass das heutige Universum mit seinen etwa 10 hoch 85 Teilchen und einem Durchmesser von 10 hoch 24 Kilometern entstanden ist aus einer unendlichen Raumzeitkrümmung, der sogenannten Singularität, d.h. aus einem Raum mit der Dimension Null und unendlich hohem Druck. 10 hoch –43 Sekunden nach dem Urknall betrug die Temperatur 10 hoch 32 Kelvin. Das Universum war zu diesem Zeitpunkt noch völlig masselos. Die Materie existierte zunächst nur als energiereicher Nebel. Doch dann erfolgte eine ungeheuer schnelle Aufblähung – auch kosmische Inflation genannt. Ein Satellit der NASA hat – wie im März 2006 bekannt wurde – Daten gesammelt, wonach sich das Universum beim Urknall in weniger als einer Billionstelsekunde durch eine bislang unverstandene Energie, die sog. Einstein’sche kosmologische Konstante (die er später leider selbst als die größte Eselei seines Lebens bezeichnete) von einem subatomaren Flimmern zum Weltraum-Giganten ausdehnte. Bei dieser Aufblähung kondensierte die Energie – wie Dampf zu Wassertröpfchen – in Materie- und Antimaterieteilchen. Bis heute rätseln die Astrophysiker, weshalb ein Teil der kondensierten Materie das unmittelbar darauffolgende Inferno der Verstrahlung von Materie und Antimaterie überlebte und sich dann aus dem zunächst gebildeten Wasserstoff und Helium Galaxien, Sterne, Planeten, Mikroorganismen, Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen formten. Der große Senior der Astronomen, Sandage [3], auch Mister Cosmology genannt, stellte bewundernd fest:

Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, dass die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären lässt.

Doch nicht nur die Existenz der Materie ist ein Wunder; auch die präzise Feinabstimmung der physikalischen Kräfte und Gesetze, denen die gesamte Materie im Universum vom kleinsten Elementarteilchen bis zur größten Galaxie gehorcht, wird als Wunder betrachtet. Der genialste Wissenschaftler unserer Zeit, der an der Cambridge University in Oxford lehrende Stephen Hawking [5], der wie kein anderer in den letzten Jahrzehnten die Astrophysik beflügelte, erklärt:

Wäre die Expansionsgeschwindigkeit eine Sekunde nach dem Urknall nur um ein 100 Billionstel kleiner gewesen, so wäre das Universum bereits wieder in sich zusammengefallen, bevor es seine gegenwärtige Größe erreicht hätte.

In der Tat würde jede noch so winzige Verschiebung der Naturkonstanten verhindern, dass irgendwo im Universum Leben und damit Intelligenz entstehen kann. Der britische Physiker Davies [3] bemerkt dazu:

Wenn wir Gott spielen und die Werte für die Naturkonstanten und -kräfte durch Knopfdruck frei wählen könnten, würden wir wohl entdecken, dass fast alle Einstellungen das Universum unbewohnbar machen würden.

Stellen wir uns zum Beispiel vor, die elektromagnetische Kraft, mit der die Elektronen auf ihren stabilen Umlaufbahnen um den Atomkern gehalten werden, würde sich geringfügig ändern. Wenn sie kleiner würde, würden die Elektronen davonfliegen, es gäbe nur Atomkerne, keine Moleküle und schließlich auch kein Leben. Wäre sie nur minimal größer, könnten die Elektronen die Atome nicht verlassen, es könnten keinerlei chemische Reaktionen stattfinden und somit ebenfalls keine Moleküle, geschweige denn Leben entstehen. Oder, ein anderes Beispiel: Bereits die winzigste Veränderung im Verhältnis zwischen der Gravitationskraft und der elektromagnetischen Kraft würde unsere Sonne entweder in einen für uns viel zu heißen blauen Riesen oder einen für die Entstehung des Lebens viel zu kalten roten Zwerg verwandeln.
Der Physiker Townes [3], der 1964 für die Entwicklung des Lasers mit dem Nobelpreis geehrt wurde, sagte:

Bei den Gesetzen des Universums ist ein intelligentes Wesen involviert,

und der britische Religionsphilosoph Swinburne [3] konstatiert:

Die Existenz der Ordnung im Universum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Gott gibt, beträchtlich.

Der Quantenphysiker Dürr [4] resümiert, den Urknall betreffend:

Somit muss im Prinzip alles, was sich dann daraus im Laufe der Jahrmilliarden entwickelt hat, in diesem Anfang bereits angelegt gewesen sein.

Der Vater der Urknall-Theorie, der belgische Priester und Astronom Lemaitre [3], verglich die Entwicklung des Universums mit dem Ende eines Feuerwerks:

Wir stehen auf einer gut gekühlten Schlacke und sehen das langsame Schwinden der Sonnen.

Die entscheidende Bestätigung für den Urknall funkte erst vor wenigen Jahren der NASA-Satellit Cobe aus dem All. Die Sonde hatte die Temperatur der kosmischen Hintergrundstrahlung vermessen, die als Glutrest der Anfangsexplosion gilt. Die Messwerte deckten sich mit den theoretischen Vorhersagen der Urknall-Theorie. Der Cobe-Projektleiter Smoot [3] soll, sich bekreuzigend, dazu bemerkt haben:

Wenn du wie ich ein religiöser Mensch bist, hast du das Gefühl, du blickst auf Gott.

Im Jahre 2006 wurden er und sein Kollege Mather dafür mit dem Nobelpreis geehrt.
Papst Pius XII. sagte bereits zu Beginn der 50er-Jahre, als die Urknall-Theorie aufkam, enthusiastisch, jetzt habe die Physik den Schöpfer bewiesen [4]. Weiters sagte er:

Wahre Naturwissenschaft entdeckt Gott immer mehr. Es ist so, als warte er hinter jeder geschlossenen Tür, die von der Naturwissenschaft geöffnet wird.



2 Heiliger Geist – die Urkraft des Universums und Weltformel

Ich bin der Herr, der alles tut, der den Himmel ausbreitet allein
und die Erde weit macht ohne Gehilfen. (Jesaja 44.24,25)
Wie hat man sich das Wirken Gottes im Universum und in Seiner irdischen Schöpfung vorzustellen? Paradoxerweise kam die Erklärung hierfür nicht von der Astrophysik, die den größten Überblick über unser Universum haben sollte, sondern ganz im Gegenteil von derjenigen Wissenschaft, welche sich mit den kleinsten Teilchen der Materie, den Elementarteilchen, befasst: von der Quantenphysik. Nach Erkenntnissen des deutschen Quantenphysikers Dürr [4] löst sich die materielle Struktur im subatomaren Bereich letztlich in einem Feld auf, welches die Eigenschaft hat, immer wieder zu gerinnen und das zu erzeugen, was man Teilchen nennt. In der erweiterten Quantentheorie, so Dürr, gibt es überhaupt keine Materie mehr, sondern nur noch scheinbar regellose Impulse und Schwingungen unsichtbarer Felder, die eine Art Potenzial darstellen; ein Potenzial, das die Fähigkeit hat, sich zu materialisieren.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 300
ISBN: 978-3-99038-061-1
Erscheinungsdatum: 19.09.2013
EUR 19,90
EUR 11,99

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