Seelenbilder
Gedichte über das Menschsein
EUR 18,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 114
ISBN: 978-3-7116-0727-0
Erscheinungsdatum: 31.07.2025
In Vierzeilern gibt Autor Helmut Mardek Einblick in die großen und kleinen Dinge des Lebens – mal tiefgründig, mal melancholisch, oft mit einem Augenzwinkern. So eröffnet das Buch Möglichkeiten zum Innehalten und Selbstbesinnen.
Helmut Mardek skizziert mit seinen Versen die großen und kleinen Dinge des Lebens – mal tiefgründig, mal melancholisch, oft mit einem Augenzwinkern.
So eröffnet das Buch – in einer immer globaleren und schnelllebigen Zeit – Möglichkeiten zum Innehalten und Selbstbesinnen.
Niederschreiben ist mehr
als über Erfahrungen sprechen,
tiefes Denken,
Nachdenken.
Kommunikation,
beim Menschen ausgeprägt,
auch bei Tieren vorhanden,
bei meiner Katze bestimmt.
Attraktion des Dorfes –
Tagebau.
Erst für Kohle und dann zum Baden.
Positiver Wandel.
Überlege,
was überwog,
Gutes oder Schlechtes.
Vielleicht beides in der Waage.
Unangenehm,
ich schnitt einen Apfel,
das Messer wollte mehr,
meine Hand war in der Nähe.
Reisen –
für mich Bildung und dann Vergnügen.
Heutiger Grundsatz:
erst Vergnügen, dann Bildung.
Was möchtest du sein?
Jung, reich, schön, gesund?
Nur zwei Worte:
nicht einsam.
Bücher –
bereichern das Wissen,
regen zum Denken an,
vervollkommnen das Ich.
Kummer
ist Kummer;
Ursachen stets unterschiedlich,
Tiefe und Dauer verschieden.
Er war Wissenschaftler,
nicht die Zeit ist Maßstab,
sondern das Ergebnis.
Mit 50 Jahren arbeitslos: Das war’s.
Individuelle und kollektive Verantwortung.
Kollektive steht für Verbrechen.
Nicht meine Zeit,
aber Verantwortung?
Glocken,
Ruf der Kirche,
Zeitverkündung,
Gefühle wecken.
Charakter formen,
nicht Wissen vermitteln,
nicht Glauben vermitteln,
Werte geben.
Veränderung –
stets und absolut.
Aufwärts, keine Zeit zum Nachdenken.
Abwärts, viel Zeit zum Nachdenken.
Stopp!
Beim Aufwärts nur Wende,
beim Abwärts bald Ende;
Unterschied aber normal.
Veränderung und Wiederholung.
Beides gehört zusammen.
Veränderung auch ein bisschen Wiederholung,
im Prinzip was Neues.
Wir, Studenten,
die sogenannte Viererbande:
Zwei sind tot,
die Übrigen grüßen Gott regelmäßig.
Neben Lesen, Schreiben, Denken,
Hauptbeschäftigung:
sich ständig verändernde Wolken beobachten.
Kindheitstraum – hinter welcher wird Gott sein.
Beine –
am Tage hilft der Rollator,
nachts unruhige Beine.
Noch keine Lösung.
Altsein –
noch nicht erlebt,
werde allseitig versorgt,
das Ich will mehr, Leben sagt, es reicht!
Mensch,
soziales Wesen,
im Kern Machtwesen;
für Natur unbekannt.
Habe mal, aber bald aufgegeben,
Tagebuch geschrieben:
Ich wusste nicht,
das Vergessen ist so schnell.
Empfehlung,
kann ich nicht beantworten,
den Fragenden in die Enge treiben,
ja/nein und aber.
Kindheitserlebnis,
sehe die Vergangenheit,
die Vergangenheit ist anders,
Gegenwart, dem alten Mann entsprechend.
Schreiben –
bisherige Erfahrungen bewerten;
öfter machen,
Leben gestalten.
Lies viel,
Literatur bereichert,
kann aber nicht
das Leben ersetzen.
Was ist Glück?
Vollkommenheit.
Das heißt,
nur ein Augenblick!
Denken und Worte,
zuerst ist das Denken
und dann das Wort.
Es gibt Ausnahmen.
Worte, Äußerung
von Gedanken und Gefühlen,
auch Trennung
von Gedanken und Gefühlen.
Vergangenheit,
nicht veränderbar.
Gegenwart,
sehr wohl veränderbar.
Schreiben,
eine schöne Sache.
Resonanz und Widerhall
gewünscht.
Verschenken
von Büchern,
Verlegenheit,
aber auch Geist zeigen.
Buch, drei Sachen:
amüsant,
Wissen vermittelnd,
Denken anregend.
Kindheit noch mal erleben.
Bauernhof nicht mehr da,
Teich, unser Schwimmbad, nicht mehr da.
Kindheit weg.
Halt dich zurück,
keine Eigenliebe,
bei anderen nicht geringer,
Menschheit – Meer von Egoisten.
Tausende Bücher,
und es geht weiter,
weit langsamer.
Es muss sein.
Geschichten mit Moral
gibt es sicherlich.
Geschichte mit Moral
sicherlich nicht.
Kreislauf!
Erst das Dorf,
dann die Stadt,
vielleicht wieder Dorf, ich hab’ noch ein paar Jahre.
Der Deutsche:
„große“ Männer,
„große“ Verbrecher,
stolz sein?
Geschichte,
auch Vergangenheit lebendig halten;
bei gesellschaftlichem Bruch,
Kontinuität gibt es nicht.
Abhängigkeit,
Phrase braucht Realität,
Realität braucht Phrase.
Frage: Wer braucht den anderen mehr?
Irrtum aufgeben,
nicht automatisch Recht haben,
da sein Recht,
Recht ist relativ.
Winterzeit.
Bin „eingepackt“, friere nicht –
Wild und Vögel,
ich will nicht daran denken.
Viel gereist
und nichts aufgeschrieben,
nur an Zukunft gedacht,
Vergangenheit zählte nicht.
Schlaraffenland,
in alten Atlanten zu finden.
Vergangenheit,
bunt und voller Rätsel.
So eröffnet das Buch – in einer immer globaleren und schnelllebigen Zeit – Möglichkeiten zum Innehalten und Selbstbesinnen.
Niederschreiben ist mehr
als über Erfahrungen sprechen,
tiefes Denken,
Nachdenken.
Kommunikation,
beim Menschen ausgeprägt,
auch bei Tieren vorhanden,
bei meiner Katze bestimmt.
Attraktion des Dorfes –
Tagebau.
Erst für Kohle und dann zum Baden.
Positiver Wandel.
Überlege,
was überwog,
Gutes oder Schlechtes.
Vielleicht beides in der Waage.
Unangenehm,
ich schnitt einen Apfel,
das Messer wollte mehr,
meine Hand war in der Nähe.
Reisen –
für mich Bildung und dann Vergnügen.
Heutiger Grundsatz:
erst Vergnügen, dann Bildung.
Was möchtest du sein?
Jung, reich, schön, gesund?
Nur zwei Worte:
nicht einsam.
Bücher –
bereichern das Wissen,
regen zum Denken an,
vervollkommnen das Ich.
Kummer
ist Kummer;
Ursachen stets unterschiedlich,
Tiefe und Dauer verschieden.
Er war Wissenschaftler,
nicht die Zeit ist Maßstab,
sondern das Ergebnis.
Mit 50 Jahren arbeitslos: Das war’s.
Individuelle und kollektive Verantwortung.
Kollektive steht für Verbrechen.
Nicht meine Zeit,
aber Verantwortung?
Glocken,
Ruf der Kirche,
Zeitverkündung,
Gefühle wecken.
Charakter formen,
nicht Wissen vermitteln,
nicht Glauben vermitteln,
Werte geben.
Veränderung –
stets und absolut.
Aufwärts, keine Zeit zum Nachdenken.
Abwärts, viel Zeit zum Nachdenken.
Stopp!
Beim Aufwärts nur Wende,
beim Abwärts bald Ende;
Unterschied aber normal.
Veränderung und Wiederholung.
Beides gehört zusammen.
Veränderung auch ein bisschen Wiederholung,
im Prinzip was Neues.
Wir, Studenten,
die sogenannte Viererbande:
Zwei sind tot,
die Übrigen grüßen Gott regelmäßig.
Neben Lesen, Schreiben, Denken,
Hauptbeschäftigung:
sich ständig verändernde Wolken beobachten.
Kindheitstraum – hinter welcher wird Gott sein.
Beine –
am Tage hilft der Rollator,
nachts unruhige Beine.
Noch keine Lösung.
Altsein –
noch nicht erlebt,
werde allseitig versorgt,
das Ich will mehr, Leben sagt, es reicht!
Mensch,
soziales Wesen,
im Kern Machtwesen;
für Natur unbekannt.
Habe mal, aber bald aufgegeben,
Tagebuch geschrieben:
Ich wusste nicht,
das Vergessen ist so schnell.
Empfehlung,
kann ich nicht beantworten,
den Fragenden in die Enge treiben,
ja/nein und aber.
Kindheitserlebnis,
sehe die Vergangenheit,
die Vergangenheit ist anders,
Gegenwart, dem alten Mann entsprechend.
Schreiben –
bisherige Erfahrungen bewerten;
öfter machen,
Leben gestalten.
Lies viel,
Literatur bereichert,
kann aber nicht
das Leben ersetzen.
Was ist Glück?
Vollkommenheit.
Das heißt,
nur ein Augenblick!
Denken und Worte,
zuerst ist das Denken
und dann das Wort.
Es gibt Ausnahmen.
Worte, Äußerung
von Gedanken und Gefühlen,
auch Trennung
von Gedanken und Gefühlen.
Vergangenheit,
nicht veränderbar.
Gegenwart,
sehr wohl veränderbar.
Schreiben,
eine schöne Sache.
Resonanz und Widerhall
gewünscht.
Verschenken
von Büchern,
Verlegenheit,
aber auch Geist zeigen.
Buch, drei Sachen:
amüsant,
Wissen vermittelnd,
Denken anregend.
Kindheit noch mal erleben.
Bauernhof nicht mehr da,
Teich, unser Schwimmbad, nicht mehr da.
Kindheit weg.
Halt dich zurück,
keine Eigenliebe,
bei anderen nicht geringer,
Menschheit – Meer von Egoisten.
Tausende Bücher,
und es geht weiter,
weit langsamer.
Es muss sein.
Geschichten mit Moral
gibt es sicherlich.
Geschichte mit Moral
sicherlich nicht.
Kreislauf!
Erst das Dorf,
dann die Stadt,
vielleicht wieder Dorf, ich hab’ noch ein paar Jahre.
Der Deutsche:
„große“ Männer,
„große“ Verbrecher,
stolz sein?
Geschichte,
auch Vergangenheit lebendig halten;
bei gesellschaftlichem Bruch,
Kontinuität gibt es nicht.
Abhängigkeit,
Phrase braucht Realität,
Realität braucht Phrase.
Frage: Wer braucht den anderen mehr?
Irrtum aufgeben,
nicht automatisch Recht haben,
da sein Recht,
Recht ist relativ.
Winterzeit.
Bin „eingepackt“, friere nicht –
Wild und Vögel,
ich will nicht daran denken.
Viel gereist
und nichts aufgeschrieben,
nur an Zukunft gedacht,
Vergangenheit zählte nicht.
Schlaraffenland,
in alten Atlanten zu finden.
Vergangenheit,
bunt und voller Rätsel.

