Parkinson Lyrisch und Sammelsurium
Lyrik und Kurzprosa aus dem Leben
EUR 17,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 76
ISBN: 978-3-7116-0868-0
Erscheinungsdatum: 02.09.2025
Nach der Diagnose Parkinson begann Johannes Urs Frahammer zu schreiben. Er besticht durch seinen Galgenhumor und Lebensmut, überzeugt aber auch durch eine einfühlsame Wortwahl. Sein breit gefächertes Repertoire an Themen hält für jeden Geschmack etwas bereit.
Einführung – Über mich, meine Krankheit und vor allem die ersten Gedichte dieses Buches
1964 wurde ich in Freiburg im Breisgau als Johannes Urs Frauhammer geboren. Aufgewachsen bin ich in einem gut katholisch geprägten Elternhaus im Freiburger Stadtteil Littenweiler. Nach meinem Abitur 1984 am Freiburger Berthold-Gymnasium leistete ich zunächst meinen Grundwehrdienst ab. Vom Herbst 1985 bis zum Frühjahr 1991 studierte ich an der Freiburger Universität Volkswirtschaftslehre. Ab Januar 1992 war ich in verschiedenen südbadischen Kanzleien als Prüfungsassistent, Steuerassistent und seit meiner Bestellung im Februar 1996 als angestellter Steuerberater tätig.
Im Jahre 1997 ließ ich meinen Geburtsnamen beim Standesamt in Lörrach von Frauhammer in Frahammer ändern. Der „Verkauf“ des überflüssigen und auch historisch völlig falschen „u“ im Nachnamen hatte einen ganz konkreten Zweck: Damit wollte ich meiner jetzigen Ehefrau die Probleme ersparen, die meine Mutter immer wieder hatte, wenn sie erklären musste, nein, sie sei nicht die „Frau Hammer“, sondern die „Frau Frauhammer“.
Noch ein „Schmankerl“ hierzu: Mein Vater, Johann Frauhammer, hatte sich telefonisch zu einer Tagung angemeldet. Vor Ort fand man ihn aber zunächst nicht auf der Anmeldeliste. Schließlich fand man ihn doch noch: Es fehlte nämlich eine Angemeldete: „Frau Johanna Hammer“.
Auch historisch gesehen, war der Nachname „Frauhammer“ alles andere als korrekt. Das Heimatdorf meines Vaters liegt heute auf ungarischem Staatsgebiet. Es liegt am sogenannten Heideboden, unweit der alten Nibelungenstadt Wieselburg-Altenburg, in der Nähe des Neusiedler Sees und zur Grenze nach Österreich. Die dort lebenden deutschen Familien der Heidebauern, wie sie sich zur Abgrenzung gegenüber den sogenannten Donauschwaben selbst nannten, wurden nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs aus ihrer angestammten Heimat in Konzentrationslagern zusammengepfercht und in Viehwaggons in die Bundesrepublik Deutschland vertrieben.
Das Heimatdorf meines Vaters hieß auf Deutsch Maria-Gahling (ungarisch: Máriakálnok); es war ursprünglich ein Marienwallfahrtsort mit einer Gnadenkapelle. Eines Tages kam dorthin ein ungarischer Pfarrer. Dieser war der deutschen Sprache nicht mächtig.
Damals führten noch die Pfarrer die sogenannten Matrikelbücher, die Geburtsbücher. Der neue Pfarrer also schrieb sämtliche Namen der Familien Frahammer um in „Frauhammer“. Denn er war der irrigen Annahme, der Namensteil fra stamme von Frau ab. Richtigerweise bedeutet das bairisch-österreichische fra hochdeutsch frei, und das bairisch-österreichische ham bedeutet hochdeutsch Heim. Also stand Frahammer für einen Mitbürger, der aus Fraham oder hochdeutsch Freiheim stammte. Noch heute findet man in Bayern und Österreich einige Orte und Ortsteile mit dem Namen Fraham.
Doch nun möchte ich nach diesem sicherlich interessanten Exkurs in die jüngere deutsch-ungarische Geschichte zurückkommen zum eigentlichen Thema dieser Einführung: zu meiner Person und zu diesem Buch.
An meiner letzten Tätigkeitsstelle in Freiburg war ich von August 2000 bis zur Anerkennung meiner Berufsunfähigkeit zum 1. Dezember 2022 beschäftigt. Also mehr als 22 Jahre.
Ich bin seit über 25 Jahren mit derselben Frau verheiratet und habe zwei volljährige Kinder. Mit meiner Ehefrau lebe ich in Freiburg.
Ich bin an Morbus Parkinson erkrankt. Die Erstdiagnose erfolgte im März 2013, also vor rund zwölf Jahren. Damals war ich erst 48 Jahre alt. Ich leide am sogenannten hypokinetisch-rigiden Typ. Seit über drei Jahren trage ich einen Hirnstimulator (im Volksmund auch „Hirnschrittmacher“ genannt).
Sehr geholfen hat mir bei der Akzeptanz meiner Krankheit mein tiefer, in der Lehre der römisch-katholischen Kirche gründender Glaube. Mein großes Vorbild dabei war und ist der frühere polnische Papst, der heilige Johannes Paul II. (Karol Wojtyła), der selbst an der Parkinson-Krankheit gelitten hatte, ohne sich jemals laut darüber zu beklagen. Auch wenn ich niemals an dieses großartige Vorbild nur annäherungsweise heranreichen werde, vertraue ich auf seinen Beistand. Sehr geholfen haben mir auch die Unterstützung durch meine Familie, besonders durch meine Ehefrau, sowie mein ungebrochener Galgenhumor.
Die Parkinson-Erkrankung ist eine bisher nicht heilbare neurologische Erkrankung mit verschiedenen motorischen und nicht-motorischen Symptomen. Bei der Parkinson-Krankheit ist das Gehirn nicht (mehr) in der Lage, in ausreichender Menge den Botenstoff Dopamin zu produzieren bzw. zu speichern. Die bekanntesten motorischen Symptome sind der Ruhetremor (Zittern) und der Rigor (Muskelversteifungen).
Dabei treten nie alle Symptome bei allen Betroffenen in gleichem Maße auf. Jeder Krankheitsverlauf ist individuell verschieden. Die Ursachen der Erkrankung sind trotz intensiver Forschungen noch weitgehend unbekannt.
Im Jahr 2023 habe ich zwei Gedichte über meine Krankheit geschrieben, um mich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen. Im Oktober 2024 kam mein drittes und neuestes Parkinson-Gedicht dazu.
In meinen beiden ersten Parkinson-Gedichten greife ich die Ideen vom „Mietnomaden“ und vom „Hausbesetzer“ „James Parkinson“ auf, die ich versuche, lyrisch zu verarbeiten. Vor allem die Idee vom „Mietnomaden“ stammt dabei nicht von mir selbst.
Eine Fundstelle für die Idee des „Hausbesetzers“ habe ich im Nachhinein bei meinen Recherchen im Internet gefunden. Ich meinte aber, auf diese Idee auch schon bei der Lektüre meiner eigenen Parkinson-Literatur gestoßen zu sein. Leider konnte ich im Nachhinein keine konkrete Stelle hierzu mehr finden. Dieser Hinweis mag genügen, um mich vor dem Verdacht zu schützen, ich wollte mich mit fremden Federn schmücken.
Eine ähnliche Parallele findet sich bei Walter Schaub-Chan.
Bleibt noch ein Hinweis auf die allgemein verbreitete Personifizierung der Parkinson-Krankheit unter Verwendung des Namens des britischen Arztes James Parkinson, der die Krankheit als Erster unter der Bezeichnung „Schüttellähmung“ beschrieben hatte.
Mein eigenes Verdienst bleibt dann die Verarbeitung der genannten Ideen in einer mir angemessen erscheinenden lyrischen Art und Weise.
Noch ein weiterer Hinweis ist angebracht. In meinem ersten Parkinson-Gedicht zitiere ich eine Vielzahl motorischer und nicht motorischer Symptome der Parkinson-Krankheit mit ihren Fachbezeichnungen.
Da es sich dabei um medizinische Fachbegriffe handelt, die nicht für alle Leserinnen und Leser so einfach verständlich sein dürften, versuche ich im folgenden Kapitel, diese mit meinen eigenen Worten zu erklären. Bei der Reihenfolge orientiere ich mich daran, wie die Begriffe im Gedicht vorkommen.
Dazu bin ich im Regelfall der alphabetischen Anordnung gefolgt, außer bei den Reimwörtern. In jenem Teil des Gedichtes habe ich gänzlich auf die Einhaltung eines bestimmten Versmaßes verzichtet. Das erachte ich aber als nicht weiter dramatisch. In jenem Teil meines Gedichtes geht es ja gerade um die „Waffen“ des Mietnomaden James Parkinson, also um eine Situation, in der es gerade keine Harmonie geben wird. Das Verzeichnis folgt in einem eigenen Kapitel.
In meinem zweiten Parkinson-Gedicht steht das Schimpfwort „Schuhu“. Dieses Wort habe ich aus E.T.A. Hoffmanns „Der goldne Topf“ adaptiert.
In meinem dritten Parkinson-Gedicht wende ich mich vorwurfsvoll an die Substantia nigra. Dies ist eine ziemlich kleine Region im Gehirn, die bei Parkinson eine große Rolle spielt. Normalerweise sollte diese Region ausreichend hohe Mengen an Dopamin produzieren und speichern, was sie aufgrund der Erkrankung offensichtlich nicht kann.
Neben den Parkinson-Gedichten habe ich mich 2023 dazu entschlossen, auch die meisten meiner bisherigen sonstigen Gedichte aus meinem 60-jährigen Leben zu überarbeiten und zu veröffentlichen, die ich ursprünglich für mich privat geschrieben hatte. Das Spektrum umfasst dabei sowohl religiöse als auch weltliche, zum Teil politisch-historische Gedichte. Im Laufe der Zeit kamen weitere, neue Gedichte hinzu. Meine jüngsten Gedichte entstanden erst Ende 2023 sowie in den Monaten Mai bis Oktober des Jahres 2024. Außerdem kamen noch vier Kurzgeschichten dazu, die drei letzten ebenfalls erst im Jahre 2024.
Anmerken möchte ich, dass ich trotz meiner Erkrankung gegen Euthanasie, sogenanntes „selbstbestimmtes Sterben“ und die aktuell heftig diskutierte assistierende Sterbehilfe bin, weil der Mensch nicht der Herr über Leben und Tod ist. Dies müssen wir dem lieben Gott überlassen.
Danke sagen möchte ich meiner lieben Ehefrau Maria, meiner Logopädin Claudia Link-Kozub (in freiberuflicher Praxis gemeinsam mit Christel Jax in Freiburg tätig) sowie meiner Ergotherapeutin Meera Stenger von der Ergotherapie Martin in Freiburg, die mir allesamt wohlwollend dazu geraten haben, dieses Buch zu veröffentlichen.
Dieses Buch widme ich allen ebenfalls an Parkinson Erkrankten, damit sie ihren Mut nicht verlieren und ihre Hoffnung nicht kampflos aufgeben, insbesondere meinen Freundinnen, Freunden und Bekannten aus den beiden Freiburger Selbsthilfegruppen, der Regionalgruppe Freiburg der Deutschen Parkinson-Vereinigung e. V. sowie des Parkinson-Forums Freiburg-Breisgau-Schwarzwald e. V.
Damit bleibt mir nur noch, viel Spaß zu wünschen beim Lesen und Betrachten meiner hier veröffentlichten Gedichte und Kurzgeschichten.
Johannes Urs Frahammer, Freiburg im Breisgau, im Jahre 2025
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1964 wurde ich in Freiburg im Breisgau als Johannes Urs Frauhammer geboren. Aufgewachsen bin ich in einem gut katholisch geprägten Elternhaus im Freiburger Stadtteil Littenweiler. Nach meinem Abitur 1984 am Freiburger Berthold-Gymnasium leistete ich zunächst meinen Grundwehrdienst ab. Vom Herbst 1985 bis zum Frühjahr 1991 studierte ich an der Freiburger Universität Volkswirtschaftslehre. Ab Januar 1992 war ich in verschiedenen südbadischen Kanzleien als Prüfungsassistent, Steuerassistent und seit meiner Bestellung im Februar 1996 als angestellter Steuerberater tätig.
Im Jahre 1997 ließ ich meinen Geburtsnamen beim Standesamt in Lörrach von Frauhammer in Frahammer ändern. Der „Verkauf“ des überflüssigen und auch historisch völlig falschen „u“ im Nachnamen hatte einen ganz konkreten Zweck: Damit wollte ich meiner jetzigen Ehefrau die Probleme ersparen, die meine Mutter immer wieder hatte, wenn sie erklären musste, nein, sie sei nicht die „Frau Hammer“, sondern die „Frau Frauhammer“.
Noch ein „Schmankerl“ hierzu: Mein Vater, Johann Frauhammer, hatte sich telefonisch zu einer Tagung angemeldet. Vor Ort fand man ihn aber zunächst nicht auf der Anmeldeliste. Schließlich fand man ihn doch noch: Es fehlte nämlich eine Angemeldete: „Frau Johanna Hammer“.
Auch historisch gesehen, war der Nachname „Frauhammer“ alles andere als korrekt. Das Heimatdorf meines Vaters liegt heute auf ungarischem Staatsgebiet. Es liegt am sogenannten Heideboden, unweit der alten Nibelungenstadt Wieselburg-Altenburg, in der Nähe des Neusiedler Sees und zur Grenze nach Österreich. Die dort lebenden deutschen Familien der Heidebauern, wie sie sich zur Abgrenzung gegenüber den sogenannten Donauschwaben selbst nannten, wurden nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs aus ihrer angestammten Heimat in Konzentrationslagern zusammengepfercht und in Viehwaggons in die Bundesrepublik Deutschland vertrieben.
Das Heimatdorf meines Vaters hieß auf Deutsch Maria-Gahling (ungarisch: Máriakálnok); es war ursprünglich ein Marienwallfahrtsort mit einer Gnadenkapelle. Eines Tages kam dorthin ein ungarischer Pfarrer. Dieser war der deutschen Sprache nicht mächtig.
Damals führten noch die Pfarrer die sogenannten Matrikelbücher, die Geburtsbücher. Der neue Pfarrer also schrieb sämtliche Namen der Familien Frahammer um in „Frauhammer“. Denn er war der irrigen Annahme, der Namensteil fra stamme von Frau ab. Richtigerweise bedeutet das bairisch-österreichische fra hochdeutsch frei, und das bairisch-österreichische ham bedeutet hochdeutsch Heim. Also stand Frahammer für einen Mitbürger, der aus Fraham oder hochdeutsch Freiheim stammte. Noch heute findet man in Bayern und Österreich einige Orte und Ortsteile mit dem Namen Fraham.
Doch nun möchte ich nach diesem sicherlich interessanten Exkurs in die jüngere deutsch-ungarische Geschichte zurückkommen zum eigentlichen Thema dieser Einführung: zu meiner Person und zu diesem Buch.
An meiner letzten Tätigkeitsstelle in Freiburg war ich von August 2000 bis zur Anerkennung meiner Berufsunfähigkeit zum 1. Dezember 2022 beschäftigt. Also mehr als 22 Jahre.
Ich bin seit über 25 Jahren mit derselben Frau verheiratet und habe zwei volljährige Kinder. Mit meiner Ehefrau lebe ich in Freiburg.
Ich bin an Morbus Parkinson erkrankt. Die Erstdiagnose erfolgte im März 2013, also vor rund zwölf Jahren. Damals war ich erst 48 Jahre alt. Ich leide am sogenannten hypokinetisch-rigiden Typ. Seit über drei Jahren trage ich einen Hirnstimulator (im Volksmund auch „Hirnschrittmacher“ genannt).
Sehr geholfen hat mir bei der Akzeptanz meiner Krankheit mein tiefer, in der Lehre der römisch-katholischen Kirche gründender Glaube. Mein großes Vorbild dabei war und ist der frühere polnische Papst, der heilige Johannes Paul II. (Karol Wojtyła), der selbst an der Parkinson-Krankheit gelitten hatte, ohne sich jemals laut darüber zu beklagen. Auch wenn ich niemals an dieses großartige Vorbild nur annäherungsweise heranreichen werde, vertraue ich auf seinen Beistand. Sehr geholfen haben mir auch die Unterstützung durch meine Familie, besonders durch meine Ehefrau, sowie mein ungebrochener Galgenhumor.
Die Parkinson-Erkrankung ist eine bisher nicht heilbare neurologische Erkrankung mit verschiedenen motorischen und nicht-motorischen Symptomen. Bei der Parkinson-Krankheit ist das Gehirn nicht (mehr) in der Lage, in ausreichender Menge den Botenstoff Dopamin zu produzieren bzw. zu speichern. Die bekanntesten motorischen Symptome sind der Ruhetremor (Zittern) und der Rigor (Muskelversteifungen).
Dabei treten nie alle Symptome bei allen Betroffenen in gleichem Maße auf. Jeder Krankheitsverlauf ist individuell verschieden. Die Ursachen der Erkrankung sind trotz intensiver Forschungen noch weitgehend unbekannt.
Im Jahr 2023 habe ich zwei Gedichte über meine Krankheit geschrieben, um mich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen. Im Oktober 2024 kam mein drittes und neuestes Parkinson-Gedicht dazu.
In meinen beiden ersten Parkinson-Gedichten greife ich die Ideen vom „Mietnomaden“ und vom „Hausbesetzer“ „James Parkinson“ auf, die ich versuche, lyrisch zu verarbeiten. Vor allem die Idee vom „Mietnomaden“ stammt dabei nicht von mir selbst.
Eine Fundstelle für die Idee des „Hausbesetzers“ habe ich im Nachhinein bei meinen Recherchen im Internet gefunden. Ich meinte aber, auf diese Idee auch schon bei der Lektüre meiner eigenen Parkinson-Literatur gestoßen zu sein. Leider konnte ich im Nachhinein keine konkrete Stelle hierzu mehr finden. Dieser Hinweis mag genügen, um mich vor dem Verdacht zu schützen, ich wollte mich mit fremden Federn schmücken.
Eine ähnliche Parallele findet sich bei Walter Schaub-Chan.
Bleibt noch ein Hinweis auf die allgemein verbreitete Personifizierung der Parkinson-Krankheit unter Verwendung des Namens des britischen Arztes James Parkinson, der die Krankheit als Erster unter der Bezeichnung „Schüttellähmung“ beschrieben hatte.
Mein eigenes Verdienst bleibt dann die Verarbeitung der genannten Ideen in einer mir angemessen erscheinenden lyrischen Art und Weise.
Noch ein weiterer Hinweis ist angebracht. In meinem ersten Parkinson-Gedicht zitiere ich eine Vielzahl motorischer und nicht motorischer Symptome der Parkinson-Krankheit mit ihren Fachbezeichnungen.
Da es sich dabei um medizinische Fachbegriffe handelt, die nicht für alle Leserinnen und Leser so einfach verständlich sein dürften, versuche ich im folgenden Kapitel, diese mit meinen eigenen Worten zu erklären. Bei der Reihenfolge orientiere ich mich daran, wie die Begriffe im Gedicht vorkommen.
Dazu bin ich im Regelfall der alphabetischen Anordnung gefolgt, außer bei den Reimwörtern. In jenem Teil des Gedichtes habe ich gänzlich auf die Einhaltung eines bestimmten Versmaßes verzichtet. Das erachte ich aber als nicht weiter dramatisch. In jenem Teil meines Gedichtes geht es ja gerade um die „Waffen“ des Mietnomaden James Parkinson, also um eine Situation, in der es gerade keine Harmonie geben wird. Das Verzeichnis folgt in einem eigenen Kapitel.
In meinem zweiten Parkinson-Gedicht steht das Schimpfwort „Schuhu“. Dieses Wort habe ich aus E.T.A. Hoffmanns „Der goldne Topf“ adaptiert.
In meinem dritten Parkinson-Gedicht wende ich mich vorwurfsvoll an die Substantia nigra. Dies ist eine ziemlich kleine Region im Gehirn, die bei Parkinson eine große Rolle spielt. Normalerweise sollte diese Region ausreichend hohe Mengen an Dopamin produzieren und speichern, was sie aufgrund der Erkrankung offensichtlich nicht kann.
Neben den Parkinson-Gedichten habe ich mich 2023 dazu entschlossen, auch die meisten meiner bisherigen sonstigen Gedichte aus meinem 60-jährigen Leben zu überarbeiten und zu veröffentlichen, die ich ursprünglich für mich privat geschrieben hatte. Das Spektrum umfasst dabei sowohl religiöse als auch weltliche, zum Teil politisch-historische Gedichte. Im Laufe der Zeit kamen weitere, neue Gedichte hinzu. Meine jüngsten Gedichte entstanden erst Ende 2023 sowie in den Monaten Mai bis Oktober des Jahres 2024. Außerdem kamen noch vier Kurzgeschichten dazu, die drei letzten ebenfalls erst im Jahre 2024.
Anmerken möchte ich, dass ich trotz meiner Erkrankung gegen Euthanasie, sogenanntes „selbstbestimmtes Sterben“ und die aktuell heftig diskutierte assistierende Sterbehilfe bin, weil der Mensch nicht der Herr über Leben und Tod ist. Dies müssen wir dem lieben Gott überlassen.
Danke sagen möchte ich meiner lieben Ehefrau Maria, meiner Logopädin Claudia Link-Kozub (in freiberuflicher Praxis gemeinsam mit Christel Jax in Freiburg tätig) sowie meiner Ergotherapeutin Meera Stenger von der Ergotherapie Martin in Freiburg, die mir allesamt wohlwollend dazu geraten haben, dieses Buch zu veröffentlichen.
Dieses Buch widme ich allen ebenfalls an Parkinson Erkrankten, damit sie ihren Mut nicht verlieren und ihre Hoffnung nicht kampflos aufgeben, insbesondere meinen Freundinnen, Freunden und Bekannten aus den beiden Freiburger Selbsthilfegruppen, der Regionalgruppe Freiburg der Deutschen Parkinson-Vereinigung e. V. sowie des Parkinson-Forums Freiburg-Breisgau-Schwarzwald e. V.
Damit bleibt mir nur noch, viel Spaß zu wünschen beim Lesen und Betrachten meiner hier veröffentlichten Gedichte und Kurzgeschichten.
Johannes Urs Frahammer, Freiburg im Breisgau, im Jahre 2025
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