Cover: Gefühle im Gedankenpalast

Gefühle im Gedankenpalast


EUR 22,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 62
ISBN: 978-3-99146-875-2
Erscheinungsdatum: 06.08.2024
Im Kopf eines jeden befindet sich ein Palast. Dieser Palast beherbergt Gedanken aller Art. Doch hin und wieder schleichen sich Gefühle hinein und bringen Unruhe mit sich.
Die Literatur, in ihrer mehrseitigen Form, ist für jeden einzelnen Menschen etwas anderes. Für die einen ist sie ein Zufluchtsort in schweren Zeiten, für andere eine Inspiration, selbst etwas zu schreiben. Für mich ist sie noch mehr. Durch die Literatur, in Form von Gedichten, kann ich meine Gedanken aussprechen, ohne sie jemals gesagt zu haben. Ich kann meine Gefühle ausdrücken, ohne sie jemandem wirklich gezeigt zu haben. Durch Gedichte kann ich mich in einer Art ausdrücken, die es mir erlaubt, meine Gefühle und Gedanken besser zu verstehen. So habe ich Gedichte geschrieben, welche von meinen Erlebnissen handeln, wie eine Kreuzfahrt oder plötzliche Gedankenzüge über das Thema Persönlichkeit. Aber auch Gefühle sind ein großer Punkt, sei es einfach nur meine aktuelle Gefühlslage oder die Liebe zu einer Person. All diese Themen konnte ich durch die Literatur zum Ausdruck bringen, weswegen sie für mich zusätzlich noch eine Art Medium ist.




Leben

Gezogen in das Licht
Entnommen der Dunkelheit
Das Schreien nicht bricht

An der Hand des Geleiters
Bis zur Selbstständigkeit
Hoch die Sprossen der Leiter

Die Leiter nun hoch erklommen
Bereit für Eigenständigkeit
Das eigen Kind bereit zum Kommen

Am Ende nun angelangt
Mit näherkommender Dunkelheit
Der Tod die Hände um die Seele rangt




Gesichter

Jeder Mensch, ob groß ob klein
Scheint äußerlich eins zu sein
Doch innerlich total verschieden
Je nach Person, mit der sie agieren
Ob freundlich oder gehässig
Sie bleiben einfach hässlich




Lieben wollen

Ich möchte es sehr, lieben
Mich dafür aber niemals biegen
Ich möchte gern ihre Nähe spüren
Sie dabei ganz zart berühren

Doch fürcht ich mich zu binden
Möchte nur die Eine finden
Die Eine, die mich versteht
Mit mir durch alles geht

Möchte mit ihr alles teilen
Soll mich von allem heilen
Möchte, dass sie mich vermisst
Mich niemals vergisst

Doch darf es nur die Eine sein
Niemals eine Andere, nein
Möchte nicht alles offenlegen
Um wieder den Schmerz zu queren

Doch wie kann ich sie finden?
Muss wohl mich selbst überwinden
Doch dann muss ich mich biegen
Ich werd wohl niemals lieben




Gefangen

Voller Euphorie einen Pakt begangen
Erst spät bemerkt, die Qual der Pflicht
Ich fühle mich darin gefangen
So lang, bis mein Geist zerbricht

Versuche durchzuhalten bis zum Ende
Doch mein Geist kommt mir in die Quere
Wie Steine meine Hände
Ziehen mich in die Leere




Unsichtbar

Ich wandle wie jeder auf dieser Welt
Doch schenkt mir niemand Beachtung
Ich weiß, ich bin nicht wirklich ein Held
Doch verdiene ich nicht Verachtung

Gerade für das andere Geschlecht
Bin ich nicht mehr als Luft
Sie haben dafür kein Recht
Mich zu behandeln wie einen Schuft

Sie sollen mich einfach sehen
Mich besser kennenlernen
Versuchen, mich zu verstehen
Ohne sich von mir zu entfernen

Doch leider ist es nicht gelungen
Sie von mir zu überzeugen
Ich habe nichts bezwungen
Und verblasse in Lichtersäulen




Still

Mitten im Wald, ein einsamer See
Gut versteckt hinter Blätterlaub
Ein einsames, verirrtes Reh
Sich dem See immer näher traut

Der See völlig ruhig und still
Lässt das Reh näherkommen
Gibt ihm, was es will
Und hat es in sich aufgenommen




Liebe

Von schönen Gefühlen erschlagen
Lässt mein Kopf total versagen

Umgarnt mich mit angenehmen Worten
Treten ein in des Herzens Pforte

Nisten sich ein im Zentrum
Bleiben niemals stumm

Lassen das Herz schneller schlagen
Bis hin zum völligen Versagen




Warum du?

Jede Nacht, da träume ich
Doch nicht von mir
Sondern träum ich von dir
Bis ich mich völlig verlier

Ich kann dich spüren
Kann dich berühren
Ich fühle deine Nähe
Deine Wärme wehe

Du bist in meinem Kopfe
Verdirbst mir mein’ Schopfe
Du stehst in meiner Sicht
Doch möchte ich das nicht

Ich möchte mich lösen
Von dir und deinem Bösen
Doch frage ich mich
Warum ausgerechnet dich?




Wer würde?

Wer würde mich lieben?
Versuchen, mich zu verstehen
Ohne sich dafür zu biegen
Mich endlich als Ganzes sehen

Wer würde meine Interessen teilen?
Mit mir Zeit verbringen
Mich vom Alltag heilen
Sich für mich Zeit erzwingen

Wer würde mich vermissen?
Wenn ich einst fort
Aus dem Leben gerissen
Nicht mehr am gängigen Ort

Wer würde um mich weinen?
An meinem Grabe stehen
Die Tränen im Licht scheinen
Um meine Nähe flehen

Wer würde alles für mich sein?
Alles für mich machen
Sich nennen mein
Über mich wachen
...
5 Sterne
Gefühle im Gedankenpalast - 29.08.2024
Michaela Engemann

Danke für so ein tolles Buch. Der Verfasser hat echt ein Talent. Bin sehr,sehr begeistert.Liebe Grüße

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