Für die Seele geschrieben

Für die Seele geschrieben

Siegfried Langhein


EUR 13,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 68
ISBN: 978-3-95840-019-1
Erscheinungsdatum: 19.11.2015
Die Lyrik kann die Seele berühren, wenn sie für die Seele geschrieben ist. Die Gedichte spiegeln in Kurzform uns scheinbar wichtige, vielleicht auch schon verloren gegangene Werte wider. Nicht jeder Leser wird die gleichen Wertvorstellungen haben, sich vielleicht wundern, wie verschieden manches betrachtet werden kann.
Das Buch

Das Buch bringt uns Wissen
und erzählt uns Geschichten,
die wir vorher nicht kannten und
so fangen wir selber an zu dichten.

Eigentlich ist jeder ein Dichter,
wenn er das Buch hat verstanden.
Er beginnt seine Vorstellung,
seinen Sinn zu erlangen.

Das Buch gibt den Anstoß,
noch mehr zu wissen,
gibt uns Hilfen und Lehren,
die wir dann nicht mehr wollen missen.

Das Buch will uns Sprache vermitteln,
uns zum Nachdenken zwingen,
Bilder aufbauen und entwickeln,
die wir brauchen im täglichen Ringen.

Die moderne Welt
kann das Buch nicht vernichten,
kann uns die Bilder nicht nehmen,
die wir uns leihen, wonach wir uns richten.

Wer nicht liest, kann nicht dichten,
Bilder nicht setzen,
wird nicht reich in der Welt und
kann so sich verletzen.

***


Der Tag beginnt

Ich sitze am Waldrand.
Die Sonne geht auf.
Zu meinen Füßen beginnt eine Wiese.
Nicht weit entfernt schlängelt sich ein Flüsschen.
Der Morgentau steht über ihm.
Die Tiere wachen auf.
Zuerst zwitschern die Vögel.
Ein Fuchs läuft übers nasse Gras.
Den Kopf immer nach unten.
Er sucht wohl seinen morgendlichen Schmausch.
Dahinter spielen Rehe.
Ein Jungtier macht Luftsprünge.

Ich störe die Ruhe nicht.
Warum auch? Die Tiere würden schimpfen.
Allmählich steigt die Sonne.
Keine Wolke ist am Himmel.
Der Tag kann beginnen, nur jeder Tag beginnt anders.
Nicht immer genieße ich dieses Idyll.
Aber hier kann ich mich sammeln und überlegen,
was ist heute zu tun.
Wie war es gestern, wie wird es heute
und wie wird es morgen sein.
An solch einem Morgen
kann nur Friedvolles meinen Geist bewegen.

Ich sitze am Waldrand
und will nicht gehen von diesem Ort.
Doch der Tag beginnt,
ich kann nicht bleiben.
Was zwingt mich, den Ort zu verlassen?
Ist es Pflicht oder Unruhe?
Ich will etwas schaffen,
jeden Tag bis zum Abend,
manchmal auch nachts.
Die Natur hier gibt mir die Kraft.
Den Mut finde ich allein,
wenn mich nur keiner stört.

Kann einer den Tag beginnen, der Böses will?
Bestimmt gibt es Menschen,
die das wollen und tun.
Können die, die Böses wollen,
nicht auch am Waldrand sitzen
und sich berauschen lassen von der Natur?
Dann kommen dem Bösen bestimmt andere Gedanken
als Lügen oder Triebe zur Unvernunft.
Das Böse ist mir fremd; ich will keine Kriege,
keine Macht, um anderen Leid zu bringen.
Es sind nur wenige Menschen,
die Natur und Frieden nicht wollen.

***


Der Sonnenaufgang

Welche Urkraft zeigt die Natur,
der Horizont ist rein,
so auch der Morgenschein.

Der Himmel zeigt noch keine Wolken.
Was will uns die Natur nun sagen
oder soll ich sie fragen?

Glühend rot steigt die Sonne.
Worauf ist das gebaut,
was da so herrlich schaut?

Aus der Ferne kommen Strahlen.
Keiner kann sie fragen,
keiner braucht sich bangen.

Die Sonne gibt mir die Kraft.
Sie ist wie eine heiße Glut,
die dann den ganzen Tag nicht ruht.

***


Der Sonnenuntergang

Der Tag geht nun zu Ende.
Müde scheint die Sonne drein,
wir wollen nun alleine sein.

Noch einen Strahl wollen wir erhaschen.
Denken an so viel Gutes,
sind für Kommendes frohen Mutes.

Oft hat sich die Sonne nicht gezeigt.
Wir wollten schon auf Suche gehen,
uns dabei aber nicht im Wege stehen.

Der Abend nimmt die Sonne mit.
Auf ihr Wiederkommen hoffen alle nur,
so ist es mit der Natur.

***


Der Himmel

Schau manchmal zum Himmel,
wenn du suchst einen Rat.
Vielleicht kommt eine Antwort
für eine selige Tat.

Selig sein ist ein sanftes Gemüt,
wenn wir mit Blicken fragen.
Der Himmel bleibt ruhig und
kann Antworten tragen.

So schwer auch die Last,
der Himmel schaut zu.
Wir können weinen und lachen,
die Seele kommt langsam zur Ruh.

Der Himmel hat Wolken,
auch die Sonne und Sterne,
bringt Regen und Wonne,
den Blick in die Ferne.

Wie edel doch alles
im Leben sein kann.
Der Himmel sagt es
und wir fangen an.

***


Das Meer

Das Meer ist wohl der Reichtum der Erde.
Die Kontinente scheinen Erhebungen der Meere zu sein.
Das Meer erobern können wir noch nicht,
nur befahren und etwas Beute machen ist uns gelungen.

Die Tiefe des Meeres ist uns unheimlich.
Manchmal tauchen wir ab in die Tiefe und sagen:
„Ich bin froh wieder oben zu sein,
glücklich wieder Land unter den Füßen zu haben.“

Wenn der Sturm auf dem Meer tobt,
suchen wir einen Hafen und den Schutz vor seiner Kraft.
Der Sturm auf dem Meer schafft Respekt und
Ehrfurcht bei uns vor seiner Macht.

Das Leben im Meer ist vielfältiger,
als wir meinen zu wissen.
Nur der Fluss, der zum Meer führt,
verbindet Land und Meer.

Am Ufer zu stehen und
Leuchttürme zu setzen
ist Ausdruck von Sehnsucht,
die wir in uns bergen.

Wir brauchen nicht unsere Muskeln zeigen
oder größere Schiffe und gewaltige Hafenbecken bauen,
denn das Meer nimmt alles wieder zu sich zurück,
wenn wir es achtlos unterschätzen.

***


Der Berg und das Tal

Wir sehen den Berg und wollen dort hoch,
die Kräfte werden reichen, wir wollen einfach los.
Oben angekommen schauen wir zufrieden ins Tal.
Wir haben es geschafft, die Freude ist groß.

Doch wie sieht es aus, wenn die Kräfte nicht reichen,
wir atmen heftig beim Aufstieg und wir bleiben stehen.
Was wollen wir machen? Wir drehen einfach um und
versuchen später noch einmal auf den Berg zu gehen.

Wie ist es im Leben?
Es gibt dort auch Berg und Tal,
wir müssen kämpfen und streben.
Oder versuchen wir später erneut diese Wahl?

Den Berg zu erklimmen,
das muss uns gelingen.
Die Höhe zu messen
bleibt ein ständiges Ringen.

***


Der Wasserfall

Nun weiß jeder,
das Wasser fließt immer nur runter,
nicht alleine rauf auf den Berg,
sondern talabwärts, unruhig und munter.

Schau hoch zum Berg,
da kommt das Wasser geschossen.
Ein Wunder, wie es sich teilt
und im Tal ist verflossen.

Die gewaltige Kraft im Wasser,
keiner weiß genau wie viel.
Die Menge lässt sich ahnen
im Fallen und im Spiel.

Manche nutzen das fallende Wasser,
der Boden, die Technik halten es aus.
Je tiefer es fällt,
umso heller das Haus.

Unentwegt treibt der Strom,
der sich oben teilt.
Wer die Tropfen zählt,
hat sich mächtig beeilt.

Unten angekommen
ist alles gut.
Was war da so wild
in der unruhigen Flut?

***


Das Eichhörnchen

Eichhörnchen, da bist du ja.
Spring nicht gleich weg!
Erzähl mir, wie es im Wald sich lebt.
„Im Winter hart, im Sommer gut?“

Du springst frei umher,
die Sonne lockt dich zum Spielen.
Auch ich hab zu tun, bin aber nicht so frei.
Der Winter ist kalt, der Sommer ist warm.

Bleib ein Stück Natur im Wald, lass dich öfter sehen.
Ich komme dann auf andere Gedanken,
freue mich, wenn du auf den Ästen tanzt.
Im Frühjahr bist du wach, im Herbst kannst du ernten.

Nicht alle sehen dich so wie ich,
doch Freude bringst du allemal.
Deine Welt ist klein, meine Welt ist größer.
Der Winter kommt wieder, der Sommer lässt alles blühen.

***

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