Lyrik & Dramatik

Das Lied der Philosophen

Teresa Rita Cavaco Howe

Das Lied der Philosophen

Gedichte für alle, die gern träumen

Leseprobe:

Vorwort

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen einem Lied, Lyrik und Philosophie, wird jeder Leser fragen.
Meine Spiele mit Wörtern, Ideen, Gedanken und Überlegungen können auch gesungen werden, wenn jeder einen Refrain ergänzt. Interessante Ideen haben für mich persönlich eine Art von Melodie im Leben.
Auch die Erinnerungen an meine Heimat Portugal, Familie, das Schicksal von Bekannten, die Orte, die ich mag wie Lissabon, Albufeira, Deutschland und Österreich sowie die Fachthemen wie Philosophie, Geschichte und Natur, die ich ziemlich mag, haben meine Gedichte beeinflusst.
„Das Lied der Philosophen – Gedichte für alle, die gern träumen“ besteht auf 46 Seiten mit 31 Gedichten. Die sind meistens in Versform geschrieben, in Strophen unterteilt, ohne die gleiche Anzahl von Silben. Der Stil ist emotional und kunstvoll. Manche Gedichte ähneln einer Hymne und einige Gedichte haben ein paar Kennzeichen einer Ode, obwohl eine Ode kein festes Reimschema hat. Fast alle meine Gedichte haben alternierende Reim. Zwei Strophen in einem Vers haben Reime; entweder die erste und die dritte Strophe oder die zweite und die vierte Strophe.

***

Dachte Shakespeare

„Sein oder nicht sein“,
dachte Shakespeare
in seiner Welt
voll von Neugier.

Seine Sehnsucht
nach Antworten
machte er fliegen
durch die Unendlichkeit der Wörter.

Die Flammen seiner Gefühle
waren wie verzauberte Pfeile
für die Herzen aller Menschen,
die seine Träume verstehen.

***

India oder Amerika

Ich wollte im Himmel leben,
aber es hat keinen Sinn.
Viel besser ist es, hier zu schreiben,
und lege meine Hand unter das Kinn.

Wo soll ich leben?
In India oder in Amerika?
Ich will bald verreisen.
Und ich nehme meine Anika.

Wir nehmen tausend Koffer,
unsere Körper, Seelen und Glauben.
Wir finden einen Weg.
Wir haben offene Augen.
Ich lasse hier
Greta, Maria, Sofia nur mit Rosen.
Mein Herz ist nun für Anika geschlossen.
Leider fahre ich nicht mehr nach Polen.

Das Schiff nach Indien
ist angekommen.
Mein Gesicht ist voll von Tränen,
aber bessere Tage werden kommen.

Berge, Meere und Wälder
sind keine Hindernisse für mich.
Die heiße Sonne macht mir auch keine Angst.
Nur die lange Reise macht Anika ärgerlich.
Ich verlasse mein Land.
Ich werde das schon schaffen.
Meine Tasche ist voll von Gold.
Wir werden halten in jedem Hafen.

Warte auf mich, India!
Mein Herz ist bald bei dir.
Anika freut sich schon.
Das Glück ist immer bei mir.

Ich lasse meine Freunde zurück.
Ich brauche neue Abenteuer.
Auf Wiedersehen meinem Land.
Ich habe Liebe, keine Reue.

***

Die Seele eines Dichters

Die Seele eines Dichters
ist wie ein Wasserfall
von Gefühlen und Emotionen.
Die Wörter, eine Fabrik von Träumen.

Jede Strophe ist wie ein „Ave Maria“
mit der Hoffnung auf mehr.
Ohne Gnade wartet die Seele
auf Sand, Erde und Feuer.

Mein Gedicht.
Dein Gedicht.
Sind wie das Licht der Sonne.
Es brennt in jedem Herz.

***

Maria

Maria.
Du bist das Meer, Salz und Sonne.
Ohne Schuhe läufst du am Strand.
Aber du spürst keinen Sand.
Mit Hut oder ohne
bist du die schönste Frau.
Nur das Meer ist rau.

Maria.
Wenn du auf den Dünen bist,
es rennt der Wind und die Luft.
Und keiner versteht, was das ist.
Die Wellen sind wie deine Hüften,
rund und entlüftet.

Maria.
Du bist die Mutter aller Madonnas.
Schön wie eine Kathedrale.

***

Es war einmal

Es war einmal
ein Märchen ohne Ende.
Das ist doch nicht normal.
Ein Buch ohne Ende.

Schöne Geschichten
zu erzählen, ohne zu singen.
Aber mit Gedichten
für immer und ewig singen.

Jedes wache Kind
würde sich wünschen
mit einem anderen Kind
zu lesen, um etwas zu wünschen.

***

Das Lied der Philosophen

Wer will Sokrates oder Voltaire
kennenlernen?
Wer will mehr wissen,
ohne sich zu beschweren?

Alle schreien.

Wer will Bacon und Sartre
kennenlernen?
Wer will mehr wissen,
ohne sich zu bewegen?

Alle singen.

Wer klopft an meine Tür?
Materialismus oder Rationalismus?
Wer will mehr wissen
mit Hegel oder Descartes?

***

Die Prinzessin

Die Küsse einer Prinzessin,
sie sind wie ein Wunder der Engel.
Rubis und Perlen will sie angeln
in dem kalten See mit Schwänen.

Ihr Mund will jeden küssen.
Ihr Mund, rote Blätter des Herbsts.
Die Prinzessin ist nie ernst.
Sie liebt ihre Poeme.

Keine Schatten oder Nebel
hindern sie zu singen.
Sie macht alles, damit alles gelingt.
Die Welt steht vor ihren Füßen.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 50
ISBN: 978-3-99048-027-4
Erscheinungsdatum: 27.04.2016
Durchschnittliche Kundenbewertung: 4
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EUR 8,99

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