AbenteuerLust

AbenteuerLust

Ernst Günther


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 54
ISBN: 978-3-99130-104-2
Erscheinungsdatum: 28.04.2022
Das Abenteuer ruft! In einprägsamen Versen führen diese Dichtungen hinaus in die Welt und zeigen auf, wie reich und vielfältig die Wagnisse sind, die der vermeintlich eintönige Alltag bereithalten kann. Das Leben wartet und diese sanften Zeilen weisen den Weg.
Danksagung

Meinen Eltern gilt mein Dank in besonderer Weise.
Sie haben in mir den Grundstein gelegt für
meine Entwicklung und meinen Lebensweg.


Ich komm nicht los

Ich komm nicht los von ihr
und komm auch nicht zusammen,
das Glück gesucht weit fort von ihr,
gefunden nur Täuschung und Verdammen.

Ich komm nicht los von ihr,
doch find ich die Erfüllung nicht,
die Seele treibt mich immer wieder fort von ihr,
scheinbares Glück zerbricht.

Warum, o Gott, tu ich das,
was gilt es da zu finden,
wartet doch noch irgendwas,
kannst du es begründen?

Ich vertraue doch auf mein Gespür
und glaube fest daran,
entscheide mich dafür
und gehe voller Mut voran.

Und doch, es zeigt sich immer wieder,
unsere Bindung ist so stark, so groß,
zerreißt nicht ihre Glieder,
lässt mich nicht mehr los.

Warum, o Herr, ist das so,
ist das Glück nicht in der Ferne,
such ich vergeblich wo,
merke nicht, wie ich mich mehr und
mehr davon entferne?


Wiedersehen

Der Gedanke ist schon da,
sagst du dazu Ja,
nach der langen Zeit,
bist du schon bereit?

„Ist auch für mich wichtig“,
schreibst du darauf züchtig,
der Tisch ist reserviert,
ich freu mich ungeniert.

Da kommst du schon dahergegangen,
ich seh dich, bin gefangen,
umarme dich ganz leicht,
meine Angst, sie weicht.

Fragen, plaudern, essen,
lassen Vergangenheit vergessen,
Blicke treffen sich,
berühren mich.

Die Hand, sie öffnet sich,
kommst mir entgegen, berührst auch mich,
umschlingen aneinander zart,
was war doch diese Trennung hart.

Mein Herz, es blickt in deins,
dein Herz, es blickt in meins,
spüren die Verbundenheit,
über alle Zeit.

Es berührt uns ganz tief drinnen,
flüstert: „Wollt ihr neu beginnen,
neue Wege gehen,
jetzt, nach diesem Wiedersehen?“

„Ja, ich will“,
denk ich still,
spüre unsere Herzen schwingen,
wird es uns gelingen?


Begegnung

Aus dem Nichts braust du daher,
fährst an meiner Seite,
ich frage mich, woher
kommt sie, die ich begleite?

Ein Blick, ein Gruß,
erweckt die Aufmerksamkeit in mir,
ich weiß, ich muss
dich kennenlernen heut und hier.

Das Schicksal fügt die Dinge,
du stoppst, ich bin bei dir,
ich fühle es, als klinge
Musik von Herz zu Herz in mir.

Neben dir zu sitzen, mit dir zu plaudern
ist so wunderschön,
es ist klar, es gibt kein Zaudern,
ich muss dich wiedersehn.

Dein Blick ist wie Berührung,
die mein Sein nun immer spürt,
zarteste Verführung,
die mein Herz berührt.


Das Blubbern der Motoren

Das Blubbern der Motoren,
ich hab es in den Ohren,
den Fahrtwind im Gesicht,
mehr brauch ich nicht.

Das Dröhnen der Motoren,
ich hab es in den Ohren,
die schiere Kraft tut gut,
sie gibt mir wieder Mut.

Das Vibrieren der Motoren,
ich hab es in den Ohren,
massiert mich und die Seele,
die Freud ich nicht verhehle.

Steht mir ins Gesicht geschrieben,
schweb auf Wolke Sieben,
das Donnern der Motoren,
ich hab es in den Ohren.

Genieß die Fahrt mit dir,
öffnet das Herz in mir,
das Säuseln der Motoren,
ich hab es in den Ohren.

Ich mag sie,
lieb sie,
flüstern die Motoren
mir in meine Ohren.

Tief im Herz verbunden,
drehen wir unsre Runden,
das Blubbern der Motoren,
ich hab es in den Ohren.


Die Ausfahrt

Lang geplant und heiß ersehnt
ist der Tag nun da,
der mich glücklich wähnt,
bin ich dir doch nah.

Doch der Himmel ist getrübt,
Nebelschwaden ziehen, es ist kalt,
„Ich bin ganz betrübt“,
sagt das Wetter zu uns halt.

Ach, das kann doch jetzt nicht sein,
jetzt beginnt auch noch der Nieselregen,
bleiben wir daheim
oder sind wir so verwegen?

Wir haben uns so sehr darauf gefreut,
der Mutige gewinnt,
ich hätt es sonst bereut,
wenn wir zu feige sind.

Los, den Startknopf rasch gedrückt,
es bollern die Motoren,
wir sind jetzt so verrückt,
vielleicht sind wir auserkoren.

Raus geht’s aus der Stadt,
wir tauchen ein ins Labyrinth,
wir sehn uns an der Landschaft satt,
erfahren, wie die Kurven sind.

Und flugs, wir glauben’s kaum,
lacht die Sonne uns entgegen,
die Ausfahrt wird zum Traum,
für die Seele ist’s ein Segen.

Das Herz geht auf,
der Fahrtwind braust,
links, rechts, geradeaus, hinauf,
wie du nur glücklich schaust.

Schon ist das Ziel erreicht,
ich spüre deine Gegenwart,
ein Lächeln dir nicht von den Lippen weicht,
so schön war diese Fahrt.

Ich spüre deine Hand,
die Anspannung, sie schwindet,
es ist da dieses Band,
das uns verbindet.

Dein Blick, er findet mich,
verschmilzt mit mir,
meine Hand, sie streichelt dich,
das Glück ist hier.


Motorrad

Der Motor blubbert vor sich hin,
ich gleite durch das Land,
ich spüre, dass ich BIN,
schön, dass ich dich fand.

Viele Jahre mir verwehrt,
hab ich’s jetzt getan,
ich mach in meinem Leben kehrt,
fang ganz von vorne an.

So denk ich und genieß die Fahrt,
empfind die Freude tief,
es war doch ganz schön hart,
wie so mein Leben lief.

In die Kurve rein,
Gas, und wieder raus,
ach, wie ist das fein,
wenn ich durch die Lande braus.

Ich spür es tief in mir,
es pulsiert, vibriert, schaudert mich,
so stark ist das Gefühl zu dir,
Freund auf ewig, sicherlich.

Du bist bereit zu geben,
ohne Wenn und Aber,
vorwärts wir gemeinsam streben,
ist es Liebe? Klingt makaber.

Bist doch nur Metall und seelenlos,
für alle, die es nicht verstehen,
doch wir, wir legen los,
das Glück, ich kann es sehen.

Steht in mein Gesicht geschrieben,
Freude, Lachen, Glück,
so sind wir getrieben,
vorwärts, kein Zurück.

Und wenn zur Ruh ich mich begeb,
seh ich dich vor mir,
spür die Liebe, die ich heg,
mein Motorrad, zu dir.
4 Sterne
Innenschau - 21.05.2022
M. H.

Der Autor lässt wirklich tief in seine Seele blicken und legt seine Gefühlsstürme offen dar, sehr mutig.Sanfte Worte und doch kraftvolle Ausdrücke,Bestechende Ehrlichkeit!

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