Krimi & Spannung

Eine Leiche vom Himmel

Knut Bastel

Eine Leiche vom Himmel

Leseprobe:

Die eine Person: „Nun sag mir endlich, gibt es das perfekte Verbrechen oder nicht!“
Die andere Person, genüsslich an der Zigarre ziehend und in die Rauchkringel hinein: „Das muss es geben. Es gibt es. Nur fünfundneunzig Prozent der Morde werden aufgeklärt. Das heißt, wenn die Polizei den Mord nicht aufklären kann, ist das Verbrechen perfekt. Doch das ist mir zu einfach. Kommt dann ein besserer Detektiv, wird der Mord aufgeklärt. Das perfekte Verbrechen kann nicht am Dritten, dem Polizisten, festgemacht werden. Die Qualität muss im Verbrechen selbst liegen.“
„Nun gut. Du fährst mit dem Auto von A nach B. Dann entschließt du dich spontan, vom Weg abzuweichen. So zweihundert Kilometer. Wirst nicht geblitzt oder so. Es regnet stark – also keine Spuren – und du trägst Handschuhe. Auf einem Parkplatz siehst du einen fremden Menschen, neben dem zufällig ein Ast liegt. Du hältst an, nimmst den Ast, schlägst die Person tot und fährst weiter. Kommst pünktlich nach Hause. Perfekt – bekommt nie einer raus.“
Und wieder zog die Person, im Sessel zurückgelehnt, an ihrer Zigarre.
„Das ist Quatsch und kein Mord. Der perfekte Mord hat kein Motiv. Jedenfalls so nicht. Für mich ist das perfekte Verbrechen, höre jetzt gut zu, wenn ein Mensch getötet wird und das Opfer als Mörder ermittelt und verurteilt wird.“
„Jetzt redest du aber Quatsch. Das Opfer eines Mordes ist tot und kann nicht für eine Tat an sich selbst verurteilt werden.“
„Du denkst zu eingleisig. Pass auf …!“
Beide Personen genossen ihre Zigarren und ihre Gedanken. Dann planten sie.
September

Die ganze Nacht konnte Kommissar Wilmar Krause nicht schlafen.
Hin und her hatte er sich in seinem Bett gewälzt. Ob Augen zu oder Augen auf – immer wieder sah er vor sich das erstaunte, traurige Gesicht dieser blonden jungen Frau. Es raubte ihm schon seit zwei Wochen die Ruhe und den Schlaf.
Was war das bloß für ein Albtraum! Zu einer Routineverhaftung in einem Drogendelikt von der Staatsanwaltschaft beordert, fanden sie, KK und seine Kollegin Marie Volkert, eine bewaffnete Frau vor. Doch was heißt „Frau“; mehr ein Mädchen, vielleicht zwanzig, höchstens fünfundzwanzig Jahre alt.
Dann hielt dieses Mädchen eine Pistole in seine Richtung und drückte ab. Ihr Kopf verschwand in einer Wolke aus Pulverrauch.
Blitzschnell hatte KK seine Pistole auf das Mädchen gerichtet und ihr in den Kopf geschossen; nicht in das Bein oder in die Schulter. In den Kopf. Der sich auflösende Pulverdampf offenbarte das Fiasko.
Warum schießt sie auf mich? Ich musste mich doch wehren. Aber in den Kopf?
Ganz starr stand er da, seine Augen auf das Mädchen, die junge Frau gerichtet, nur das Blut und die blonden Haare sehend.
Nur Blut und Haare.
KK rannte aus dem Raum. Gerade noch konnte er damals das Zimmer verlassen, um den Tatort nicht mit seinem Erbrochenen zu kontaminieren.
Ohnmacht, Verzweiflung und die Freude, selbst noch zu leben; unversehrt zu sein. Jetzt schämte sich KK ob dieses Momentes, ob dieses Gefühls. Denn Kommissarin Marie, die ihn wie immer bei diesem eigentlichen Routineeinsatz begleitete, kam aus dem Zimmer und sagte leise und zögerlich kurze Zeit später: „Sie hatte eine Gaspistole.“ Dieses Fiasko war in den letzten Tagen des Junis passiert und sein Martyrium dauerte nun schon fast zwei Monate. Der Fall war sofort seinem Kommissariat entzogen worden.
Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, war die Leiche der Frau noch vor der Obduktion aus der Pathologie des hiesigen Krankenhauses verschwunden. Ja, es gab nicht mal einen Totenschein. Um die Polizei nicht zu diskreditieren, gelangte keine Meldung an die Zeitung. „Erholen Sie sich erst mal, erholen Sie sich!“, hatte der Oberstaatsanwalt Wendisch ihn ermahnt. Als er sich nach dem Grab der Frau erkundigte, wurde ihm nur gesagt: „Was für ein Grab? Die Leiche ist verschwunden. Leider kann ich Sie nicht dafür verantwortlich machen. Doch diese Schlamperei bekommen wir auch noch heraus!“

Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Warum muss mir das passieren? Noch nie habe ich einen Menschen erschossen!
Und so manches Mal hätte ich schießen sollen.

Die dem „Unfall“ folgende Untersuchung durch die Kollegen ergab natürlich seine Unschuld. Kein Vorwurf, von niemandem. Er selbst konnte es sich nicht verzeihen. Er reichte seine Kündigung ein, zog sie wieder zurück, ging in den Urlaub, wurde krank- und gesundgeschrieben. Ganze sechs Wochen ging das nun schon so. Den ganzen Sommer.
Die Behandlung beim vermeintlich besten Therapeuten der Stadt, Professor Lehnert, war Bedingung für die Wieder-Indienst-Stellung. Dabei war KK im Rahmen der vor einem halben Jahr eingeführten psychologischen Betreuung des Kommissariats und der KTU durch das Lehnert-Institut schon Klient des Institutsleiters. Doch die Bemühungen des Professors halfen nur am Tage. Die Nacht wurde meistens zur Hölle für KK. Wenn er denn nicht alleinstehend gewesen wäre; Frau und Kinder hätten ihn abgelenkt. Doch für so etwas hatte Krause nie Zeit. Sein Beruf war ihm viel zu wichtig. Diese Einstellung verlangte er auch von seinen Kollegen und den Frauen im Kommissariat. Das hatte er nun davon!
Das habe ich nun davon!
Die vom Therapeuten Professor Max Lehnert mit ihm eingeübten Entspannungsübungen hatten nur teilweise Erfolg. Ruhig und ausgeglichen fühlte sich Wilmar Krause nach jeder Behandlungsstunde. Sein Entspannungsbild – der Waldsee am Morgen – beruhigte ihn, vertrieb die Schuldgefühle. Heute Morgen noch, bei seinem Besuch im Lehnert-Institut, hatte es funktioniert und er bekam die neue, extra für ihn komponierte Entspannungs-CD mit.
Das funktioniert ja doch nur im Behandlungszimmer – nicht nachts!
Die CD mit Professor Lehnerts Entspannungsmusik war abgelaufen. KK wollte aus dem Bett springen.
Wieso bin ich im Bett? Was ist für ein Tag?
Ich fahre an meinen See! Ich fahre in meinen See!
Doch KK konnte nicht aufstehen. Er war wie gefesselt. Mal auf seinem Sofa, auf dem Stuhl am Tisch, mal auf dem Boden. Die tote Frau war in seiner Wohnung. Auf seinem Sofa. Sie war nackt. KK wollte zu ihr, doch er war gefesselt – gelähmt. In diesem furchtbaren Albtraum nahm er noch andere Gestalten in seiner Wohnung wahr. Schemen – Geister, Vermummte.
Alles nur ein Albtraum!

Ich fahr an meinen See! Du fährst zu deinem See!
Du fährst zu deinem See und du vergisst!
Du fährst in deinen See – fahr hinein und du vergisst.

Morgenstimmung am See.
Ein leichter Oktobernebel schwebte über dem Waldsee. Gerade noch erkennbar durch die milchig beschlagenen Scheiben des Autos. Der Motor des Autos tuckerte langsam.
Wie lange stehe ich schon hier? Habe ich geschlafen? Schon wieder ein Traum? Ein komisches Geräusch ist in der Luft. Es summt. Egal. Ich fahre jetzt in den See.
Vergessen!
Die Landschaft nahm KK wie durch einen Weichzeichner wahr. Verschwommen – Ort und Zeit verschwammen. Immer wieder versuchte er, sich auf das zu Sehende – hier und jetzt – zu konzentrieren. Es fiel ihm sehr schwer.
Ich fahre in den See!
Das war doch genau sein Entspannungsbild – wie mit Leh­nert eingeübt.
Ein ganz ruhiger, schwerer See. Keine Wellen. Wasserringe von Fischen, die die Seeoberfläche berührten, mal hier, mal da. Sie konnten die monoton graue Fläche nicht auflockern.
Das soll mich doch beruhigen, entspannen. Ganz ruhig, ganz entspannt!
Im See ist die Entspannung. Gleich fahre ich hinein.

Die am Ufer stehenden Bäume gaben dem grauen Wasser einen dunklen Rahmen. Nur unterbrochen von dunkelgrünem Schilf und grauen kleinen Sandstränden. Noch ein, zwei Stunden, dann würde das Grau und Dunkelgrün sich in Grün und Gelb verwandeln.
Hier, mit diesem Bild im Kopf, war er bei seinen Sitzungen beim Therapeuten. Dieser Gedanke verschaffte KK Ruhe. Er hörte die Stimme des Therapeuten und die monotone Musik im Hintergrund. Schwere, Wärme.
Fahr hinein!
KK entspannte sich mehr und mehr, tiefer und tiefer. Sein Autositz wurde bequem wie der Therapeutensessel. Die Zeit verschwand, mehr und mehr. Der Automotor tuckerte leise.
Träum ich oder bin ich wach? Ein komisches Geräusch ist in der Luft. Es summt.

Doch langsam, ganz langsam wurde sich KK bewusst, er saß im Auto und die Scheiben waren beschlagen. Eben im Kopf, in der Vorstellung noch ganz deutlich, konnte er jetzt die reale Landschaft nur noch erahnen.
Ruhe und Entspannung – ich fahre in den See.

Gerade, als er sich ganz ruhig und langsam bewegen wollte, um die Scheibe vor ihm abzuwischen, den Weg zum Ufer zu finden, da krachte das ganze Auto fürchterlich.
Das Dach wurde eingedrückt und schlug ihm auf den Kopf. Der Arm, den er im durch die Trance verlangsamten Reflex über den Kopf ziehen wollte, kam zu spät. Schmerzen.
Ein Meteorit! – Quatsch, ich lebe noch.
Immer noch halb benommen von seiner Trance und ihrem abrupten Ende, versuchte sich KK zu orientieren. Unbewusst drehte er den Zündschlüssel und stellte zuerst den tuckernden Motor ab.
Kein Loch im Dach – doch wie kommt mein Blut an die Scheibe?
Ein dünner Streifen roter Farbe lief über die immer noch von innen beschlagene Vorderscheibe. Die Heckscheibe war zersprungen. Die frische Morgenluft ließ das Kondensat an den heil gebliebenen Scheiben langsam gerinnen. Benommen sah KK auf den roten Streifen vor sich.
KK wollte das Blut von seinem Kopf, von seinen Augen wischen – doch er blutete nicht.
Das Blut läuft von außen über die Scheibe.
Wie gebannt beobachtete er den dünnen roten Streifen, der die Frontscheibe, mal dicker, mal dünner, teilte. Wie festgenagelt saß er im Auto. Er konnte nicht denken, nicht handeln.
Bin ich besoffen?
Und plötzlich – ein weiteres, aber weitaus leiseres Geräusch von oben und er riss die Arme über den Kopf. Es war nicht das Geräusch, sondern das, was er sah, das Kommissar Wilmar Krause aus seiner Starre riss. Eine Hand und etwas Gelbes, eine Strähne blonder Haare, rutschten über die Frontscheibe.

Raus hier!
KK fand den Türgriff, öffnete die Tür und wollte raus. Angeschnallt!
Mist! Das ist doch ein Film!
Abschnallen. Raus. Ganz gelang ihm der normale Ausstieg nicht. Mit dem rechten Fuß blieb er am Schweller der Autokarosserie hängen und stürzte mit dem Gesicht auf den feuchten, sandigen Waldboden. Ein auf dem Boden liegender Stein verursachte eine kleine Wunde auf seiner Stirn. Den Schmerz spürte er nicht.
Im Sitzen drehte er sich um und sah eine Leiche auf seinem Auto.
Eine Puppe, Arme und Beine verdreht! Es ist eine Puppe!

Was für ein schlechter Scherz seiner Kollegen. Er fürchtete, hoffte, dass sie gleich hinter den Büschen hervortreten und „Überraschung“ rufen würden. Doch es kam keiner und das rote Blut bildete große Flecken über seinem blauen kaputten Auto.
Es ist eine Leiche!

KK erhob sich und schaute sich die Leiche an.
Das ist, das war eine Frau.
Er kannte sie nicht. Wie in einem Register rief er Frauen ab, mit denen er beruflich zu tun hatte, die er kannte.
Die blonde Fixerin? Ich habe nie ihr Gesicht gesehen. Sie ist tot!
Langsam wurde aus Wilmar wieder KK. Er musste das Kommissariat und den Notarzt rufen.
Die Kollegen glauben mir das sowieso nicht.
Mit einem Blick auf die Frauenleiche dachte er auch an den Leichenwagen. Das Handy war im Auto. Um in den Wagen zu kommen, musste KK den über das Dach gerutschten Arm zur Seite schieben. Bei der Berührung überlief ihn ein kalter Schauer.
Das Fleisch ist kalt. Das Fleisch ist kalt!
Er fing an, zu beobachten. Kein Reif auf dem Fleisch – nicht aus dem Flugzeug – von einem Flugzeugabsturz. Den Himmel hatte er schon vorher abgesucht. Nichts zu sehen.
Und wenn, wie hätte sie sich im Flug, im Sturz auch entkleiden können? KK lächelte in sich hinein – sehr finster – aber doch ein erstes Lächeln. Beim Klettern ins Auto rutschte ihm wieder der Arm der Leiche auf den Rücken.
Furchtbar. Das komische Geräusch ist weg. Was war das?
Dann endlich hatte er sein Handy gefunden. Noch immer vor seinem Auto kniend, halb im Fond, drückte er auf seine Taste – Wahlwiederholung Kommissariat.
Was soll ich sagen? Das glaubt mir ja doch keiner.
Keiner ging ran.
Schlafen die noch?
Und mit einem Blick auf seine Armbanduhr:
Die schlafen noch!
So drückte er Maries Nummer.

„Hier KK, bist du es, Marie? Marie, höre mir bitte gut zu. Ich mach jetzt keinen Quatsch!
Ich stehe hier im Wald am See. Besser, ich knie vor meinem Auto und auf dem Dach liegt eine nackte tote Frau. Sie hätte mich beinahe erschlagen … Ich bin nicht besoffen und hab auch sonst nichts eingenommen … Ich habe sie nicht erschlagen. Sie ist vom Himmel gefallen – gibt es irgendwelche Nachrichten von einem Flugzeugabsturz …? Marie, höre jetzt auf! Ich brauch euch hier, die KTU, einen Notarzt und einen Leichenwagen … Ja, sie ist tot. Mein Auto auch. Ich bin am Waldsee im Lauchwald – dem Teufelsschlund. Da gibt es nur einen Weg hin. Ihr werdet es finden. Los jetzt! Kein Quatsch.“ Und leise: „Mir geht es nicht gut.“
Hoffentlich werde ich nicht verrückt. Oder bin ich es schon?
Das wirft meine Behandlung bei Professor Lehnert um Monate zurück. Der denkt, ich spinne mir das nur zurecht. Wieso muss ich jetzt an meinen Therapeuten denken?
Wieso nicht? Das hält man doch sonst nicht aus!

r



Ende Mai – im Frühling davor

Heiß ist in diesem Jahr der Frühling – wenn der Juni auch noch so wird – hoffentlich ist es nicht schon der Sommer und wir erleben im Juli den Herbst. Ich werde wohl eine neue Klimaanlage einbauen lassen. Eigenartig, die Patientin hat gar nicht geschwitzt. Eigentlich hätte sie schwitzen müssen. Auf Entzug und dieser dicke Pullover. Schüttelfrost hatte sie nicht.

Gerade hatte die Patientin nach einem Erstinterview seinen Behandlungsraum verlassen. Zufrieden, selbstgefällig lehnte sich Lehnert auf seinem schwarzen bequemen Lederschreibtischsessel zurück. Die Arme hinter den Nacken gelegt, resümierte er in Gedanken das Gespräch.
Sie ist eine Frau und weiß gar nicht, was es bedeutet. Eine Frau und ein armes Schwein zugleich. Nichts hat sie in ihrem Leben bisher gehabt. Nur Scheiße.
Pass schön auf, Lehnert, dass du nicht in Mitleid verfällst! Sie ist dir vom Sozialamt übergeben worden und das Honorar ist klein. Sie will gar nicht so richtig weg von der Nadel, also hab ich nur wenige Chancen. Jeder Trip ein partieller Suizid. Nun gut, sie ist schon auf Entzug. Könnte auch eine von zehntausend werden.
Wie hält sie bei diesem Leben ihre Haut so rein, so makellos?
Lehnert betrachtete seine Patientin im Geist.
Die Haut so rein, so makellos. Große, blaue, unschuldige Augen. Wenige Augenringe, nur kleine, fast sympathische Fältchen. So unschuldig, wie sonst nur dunkle Augen es sein können. Volle Lippen. Ob sie schon jemals einen Lippenstift benutzt hat? Ihre Lippen, so voll und doch so verletzlich. Die Farbe? Keine Frisur für die blonden Haare. Ob das Blond echt ist? Blöde Frage – die geht nicht zum Friseur. Klar, es passt zu den Augen, zum Mund nicht. Die Augen klar, nicht geädert. Und das bei diesem Leben. Die Zähne haben gestört. Eklig – eigentlich. Das könnte man richten.
Mit einem Blick auf die vor ihm liegende Patientenkarte:
Dreiundzwanzig Jahre alt. Was sich wohl unter dem dicken Pullover und der zu weiten Hose verbirgt? Die Füße in den Sandalen waren schlank, mit gepflegten Zehennägeln. Da hat sie von Mutter Natur eine gehörige Portion Schönheit mitbekommen und wirft sie weg. Andere sehen bei diesem Lebenswandel zwanzig Jahre älter aus. Keine Einstiche zu sehen. Der Körper passt nicht zu ihrer Geschichte! Waisenhaus, Straße, kaputte Pflegeeltern und immer wieder Straße. Das kann nicht stimmen! Doch das steht auch in der Akte vom Sozialamt. Mal sehen. Dreißig bis fünfzig Sitzungen Gesprächstherapie mit Hypnose als Therapiemittel werde ich beantragen.

Der Beruf eines Psychotherapeuten wurde Max Lehnert buchstäblich in die Wiege gelegt: Mutter und Vater hatten sich dem Menschenverstehen verschrieben. Psychoanalyse und Verhaltenstherapie, eigentlich einander spinnefeind, hatten sich hier ineinander verliebt und Max gezeugt. In dem großen weißen Haus, dem Lehnert-Institut für Psychotherapie, wuchs Max, vom Kindermädchen liebevoll umsorgt, in der gebotenen Stille auf. Gehörte am Tage Max dem Kindermädchen, wurde er am Abend zunehmend in die liebevollen Streitgespräche seiner Eltern einbezogen. Und Verständnis hatten seine Eltern, Verständnis für alles Menschliche.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 350
ISBN: 978-3-99003-235-0
Erscheinungsdatum: 13.12.2010
EUR 20,90
EUR 12,99

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