Der Munk

Der Munk

Daniel Weber


EUR 15,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 186
ISBN: 978-3-99026-269-6
Erscheinungsdatum: 21.02.2012
Ein Buch über ein grausames koboldartiges Wesen sorgt für Grauen in einer amerikanischen Kleinstadt. Der 13-jährige Bobby wird von Albträumen geplagt, eine fremde Frau warnt ihn vor dem Bösen und Morde geschehen genau nach der literarischen Vorlage …
<strong>1</strong>

„Booobbyyy!!! Komm sofort runter ins Badezimmer!“, schrie Tabitha Garner. Es war Samstagnachmittag, ihr Sohn Bobby saß in seinem kleinen Zimmer im ersten Stock, war gerade in ein Buch mit dem Titel The Ghost City vertieft und aß nebenbei Erdnussflips, die in einer Schale vor ihm auf dem Schreibtisch standen. Es handelte sich um einen Gruselroman für Teenager mit 183 Seiten. Bobby war vor einem Monat dreizehn geworden. Das Buch war ein Geschenk von seiner Großmutter Christine aus Massachusetts gewesen, die genau wusste, dass ihr Enkel für sein Leben gern Gruselgeschichten las. Er mochte diese noch mehr als die Filme, obwohl er auch davon einige in dem kleinen Schränkchen neben seinem Fernseher stehen hatte.
Bobby freute sich immer riesig, wenn seine Großmutter zu Besuch kam, weil sie ihm jedes Mal ein anderes Schauermärchen erzählte, von dem sie immer behauptete, es selbst erlebt zu haben, obwohl er natürlich wusste, dass das geflunkert war. Seine Mutter war immer dagegen und sagte, Christine solle dem Jungen keine Angst machen, worauf Bobby jedes Mal beteuerte, er habe keine Angst.
„Ach Tabbie, lass doch den Jungen in Ruhe! Du weißt doch, dass er auf solche Geschichten abfährt. Außerdem ist er kein kleines Kind mehr“, hatte Joe Garner bei Christines letztem Besuch zu seiner Frau gesagt.
„Genau!“, hatte Bobby seinem Vater zugestimmt.
Im Bücherregal hinter seinem Bett hatte er einige Schauergeschichten stehen: The Creature, einige Bände von R. L. Stine’s Goosebumps, The Ghost Castle, einen Band voller Kurzgeschichten mit dem Titel Uncle Ray’s Shock Stories, welchen er im Jahr zuvor im Zeltlager in Augusta dabeihatte, um mal nur ein paar aufzuzählen. Es war eine Klassenfahrt gewesen, und ohne Uncle Ray’s Shock Stories hätte sich der Junge wahrscheinlich zu Tode gelangweilt. Bei dem Buch The Ghost City, welches er gerade las, war er soeben beim letzten Kapitel angekommen und hatte nur noch neun Seiten vor sich. Die Geschichte neigte sich langsam dem Ende zu, und Bobby konnte nicht aufhören zu lesen – es war einfach zu spannend. Die fünfzehnjährige Lisa Burton – die Hauptfigur – rannte gerade eine kleine, verlassene Straße entlang, auf der Flucht vor den Geistern, welche schon eine geraume Weile hinter ihr her waren.
„Boooobbyyyyyy!!!“, hörte er seine Mutter abermals rufen, diesmal lauter als zuvor.
„Ich komm ja schon, Mom!“ Bobby legte das Buch widerwillig zur Seite, eilte in den Flur hinaus und die Treppe hinunter.
Im Badezimmer angekommen, sah er, wie sich seine Mutter über das Waschbecken beugte und dieses mit einem Lappen abwischte. Seine zehnjährige Schwester Meg stand daneben und grinste hämisch.
„Wie oft soll ich dir eigentlich noch sagen, dass du nach dem Zähneputzen das Waschbecken wieder sauber machen sollst? Überall sind noch Reste von deiner Zahnpasta. Das ist eklig, Bobby!“
„Ja, tut mir leid, Mom“, murmelte er, obwohl er beim besten Willen keinen Fleck erkennen konnte.
„Ein Tut mir leid macht die Sache auch nicht besser“, entgegnete sie, ohne sich dabei vom Waschbecken abzuwenden. „Beim nächsten Mal machst du es selber weg, hast du verstanden, junger Mann?“
„Ja“, erwiderte Bobby kleinlaut.
„Außerdem hast du deinen Pyjama wieder mal liegen lassen. Denkst du, ich hab nichts Besseres zu tun, als dir hinterherzuräumen?“
„Genau, Bobby, denkst du, sie hat nichts Besseres zu tun?“, fügte Meg vorlaut hinzu. Sie war rotzfrech für ihr Alter.
Kleine Göre, dachte sich Bobby. „Tut mir leid, Mom“, wiederholte er. „Ich verspreche dir, beim nächsten Mal denke ich da­ran.“ Er ging zur Toilette hinüber, hob seinen Pyjama auf, welcher auf dem geschlossenen Deckel lag, schnitt eine Grimasse in Richtung seiner Schwester und verließ anschließend das Zimmer. Als er wieder die Treppen hochging, konnte er seine Mutter noch immer leise fluchen hören. Meg murmelte dabei irgendetwas Unverständliches und kicherte im Anschluss.
Tabitha war eigentlich keine strenge Mutter. Sie meinte es nicht böse mit ihm, und das wusste Bobby auch. Nur hatte sie diesen, gelinde ausgedrückt, etwas nervigen Putzfimmel. Wenn es um Ordnung ging, konnte sie schnell die Fassung verlieren. Das bekam sein Vater noch viel häufiger zu spüren als er selbst. Da war zum Beispiel die Sache mit dem Kaffee, ein paar Wochen zuvor. Joe hatte die Tasse auf dem Wohnzimmertisch abstellen wollen und dabei etwas verschüttet – wirklich nicht viel. Seine Fernsehzeitschrift mit den Sudokurätseln auf den letzten fünf Seiten, welche er so gerne löste, war ihm aus der Hand gefallen und auf dem Boden gelandet. Er hatte sofort einen Lappen aus der Küche holen wollen, um den verschütteten Kaffee damit aufzuwischen, weil er genau wusste, wie es um den Ordnungssinn seiner Frau stand, doch als er zurückgekommen war, hatte diese den Tisch bereits sauber gemacht und seine Zeitschrift zum Altpapier getan, mit der Begründung, sie sei von vorletzter Woche und würde nur unnötig Platz wegnehmen.
Wie dem auch sei, Bobby ging zurück in sein Zimmer und las das Buch in einem Stück zu Ende, ohne unterbrochen zu werden.


<strong>2</strong>

„Lisa hat es tatsächlich geschafft, zu entkommen, Dad.“
„Wer?“ Joe sah seinen Sohn fragend an. Er saß auf dem bequemen Sessel im gemütlichen Wohnzimmer im Erdgeschoss des Hauses und war gerade dabei, die Tageszeitung zu lesen. Er hatte nicht einmal bemerkt, dass Bobby den Raum betreten hatte.
„Na … Lisa Burton, das Mädchen aus The Ghost City. Sie hat es geschafft, zu entkommen und das Tor ins Jenseits zu schließen, um somit die Geister ein für alle Mal zu verbannen. Ich habe dir doch von der Geschichte erzählt, weißt du das denn nicht mehr?“
„Doch, doch“, antwortete sein Vater. „Dann gab es also doch noch ein Happy End, hmm?“
„Ja.“
„Was hast du denn vor, als Nächstes zu lesen?“
„Ich weiß es noch nicht. Meine eigenen Bücher habe ich schon alle durch. Ich werd gleich mal in die Stadt gehen, vielleicht haben sie im Nancy’s books and toys ja ein gutes im Angebot … das heißt, wenn mein Taschengeld von diesem Monat überhaupt noch ausreicht. Hab nämlich nur noch knappe fünf Dollar übrig.“
Gut für Bobby, dass seine Mutter in der Küche war und nichts von ihrer Unterhaltung mitbekam, denn sie hätte ihn wahrscheinlich sofort ins Gebet genommen, er solle sein Geld nicht so schnell ausgeben.
„Wenn nicht, muss ich mir wohl eines aus der Bibliothek holen“, sagte er.
„Ist doch sowieso besser … so sparst du dir wenigstens dein Geld“, entgegnete sein Vater.
„Ja, schon, aber ich habe sie lieber selbst zu Hause. Ist halt besser, wenn man die Bücher besitzt und sie nach dem Lesen nicht wieder zurückbringen muss, weißt du?“
„Ja, stimmt auch wieder. Sei aber zum Abendessen zurück, hörst du?“
„Aber klar doch, Dad“, erwiderte Bobby und nahm noch eine Handvoll Käsecracker aus der Schale, die auf dem Tisch stand, bevor er in den Flur hinausging. Dort schlüpfte er in seine Schuhe und nahm seine Jacke vom Kleiderhaken, bevor er die Haustüre öffnete und hinaustrat. Der kalte Herbstwind fegte die Blätter wirbelnd durch den Garten. Meg jagte Stanley, der einen Tennisball im Maul hatte, quer über den Rasen. Der Jack-Russell-Terrier wich ihr dabei immer wieder geschickt aus.
Bobby beachtete die beiden nicht weiter. Er warf einen Blick auf seinen Kürbis, welcher sich neben der Haustür befand. Die grimmige Fratze hatte er vor ein paar Tagen selbst hineingeschnitzt. Er konnte es kaum erwarten, bis endlich Halloween war. Noch eine Woche Schule, dann begannen die Ferien, und in knapp zwei Wochen war es dann so weit. Meg würde wie jedes Jahr mit ihren Schulkameraden von Haus zu Haus ziehen und Süßes, sonst gibt’s Saures! rufen. Im Jahr zuvor ging sie als Hexe verkleidet. Bobby aber saß am Halloweenabend viel lieber mit seinem Vater auf der Wohnzimmercouch und sah sich einen Horrorstreifen an (er durfte sich keine Filme alleine anschauen, die für sein Alter noch nicht geeignet waren, aber zusammen mit seinem Vater ging es in Ordnung). Sogar Tabitha, die davon nicht besonders viel hielt, setzte sich meistens für ein paar Minuten dazu – schließlich war ja Halloween. Sie meinte aber stets, sobald sie merke, dass der Junge zu viel Angst bekommen sollte oder dass die Filme ihm in irgendeiner Weise schaden könnten, würde das sofort wieder aufhören!
Wie dem auch sei, er machte sich auf den Weg.


<strong>3</strong>

Heute geschlossen

Das kleine Kärtchen war von innen an die Glastür von Nancy’s books and toys geklebt. Es war nun genau vier Uhr. Bobby hatte fünfzehn Minuten bis hierher gebraucht. Er stand unter der roten Markise, drückte seine Nase gegen die Schaufensterscheibe und blickte ins Innere des Ladens. Er bemerkte, dass das Bücherregal neben der Kasse, welches in der Woche zuvor noch ein paar Lücken aufgewiesen hatte, nun wieder bis oben hin aufgefüllt war.
Sie müssen wohl eine neue Lieferung bekommen haben, dachte sich Bobby. Unter der Reihe mit den Liebesromanen befanden sich die Gruselbücher, und Bobby konnte auch ein paar neue entdecken.
„Warum müssen die denn ausgerechnet heute geschlossen haben?“, murmelte er ein wenig verärgert. Nun blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als doch noch in die Haddonfield Library zu gehen und sich dort eines auszuleihen. Diese befand sich an der anderen Seite der Stadt, und für Leseratten wie Bobby gab es, soweit er wusste, nur diese zwei Möglichkeiten in Haddonfield, an Bücher zu kommen. Die Stadt war zwar nicht besonders groß, und doch war es ein ganz schönes Stück zu gehen, denn die Lower Main Street war wegen Straßenerneuerungsarbeiten gesperrt, und somit musste er den Umweg durch den Midtown Park nehmen, der, wie der Name schon sagt, in der Mitte der Stadt lag.
Er machte sich auf den Weg und ging schnellen Schrittes, da er noch vor dem Abendessen wieder zu Hause sein wollte. Tabitha konnte es nicht leiden, wenn ihr Sohn zu spät kam.


<strong>4</strong>

Mrs Sheldon stand am Brunnen im Park und sprach mit einer etwa gleichaltrigen Frau. Ihre Tochter Kelly fütterte ein paar Meter entfernt Tauben. Sie ging mit Meg in dieselbe Klasse. Bobby beschleunigte das Tempo, denn er wollte nicht, dass Kelly ihn sah. Diese war noch frecher als Meg (kaum vorstellbar, aber wahr!) und würde ihm wahrscheinlich nur nachrennen und auf die Nerven gehen, sollte sie ihn bemerken. Er ging rasch an den Bänken vorbei, auf denen einige ältere Herrschaften saßen und darüber diskutierten, wie man denn am besten Bohneneintopf zubereitete. Unter ihnen befand sich ein Mann um die siebzig mit einem riesigen, an den Backen gekräuselten, weißen Bart und einem schwarzen Krückstock in der Hand. Bobby konnte sich ein Kichern nicht verkneifen. Der Mann sah einfach zu albern aus. Zwei Bänke weiter saßen zwei alte Damen, die ihre Erfahrungen im Socken- und Pulloverstricken austauschten.
„Was für interessante Unterhaltungen“, murmelte Bobby. Als sein Blick auf einen der Ahornbäume am Wegesrand fiel, bemerkte er, dass an dessen Baumstamm ein Flyer angebracht war. Bobby war von Natur aus ziemlich neugierig und machte ein paar schnelle Schritte darauf zu, um ihn sich anzusehen. Er nahm ihn vom Baum und blickte auf das Papier, welches zerknittert und auch ein wenig vergilbt war. Ein schlecht leserlicher Text war aufgedruckt:

Neueröffnung!!
„Old Gary’s“

Ein kleiner, gemütlicher Bücherladen für waschechte Leseratten.
Von A–Z, für jedermann ist etwas dabei!!!

Auf der anderen Seite des Haddonfield River,
etwa zweihundert Meter am Waldesrand entlang.

Ich freue mich auf Ihr Kommen.

Der Flyer kam Bobby etwas seltsam vor. Es war kein Datum für die Eröffnung aufgedruckt und außerdem nirgends eine Adresse zu sehen (andererseits war er sich nicht einmal sicher, ob es dort überhaupt eine Anschrift gab). Es handelte sich um eine ziemlich einsame, düstere Gegend am äußersten Stadtrand. Sie war selbst Bobby – dem abgebrühten Gruselfreak – nicht ganz geheuer. Er war einmal mit seinem Fahrrad dort gewesen. Auf der einen Seite des Flusses befand sich nur eine große Wiese, abgesehen von dem kleinen Schuppen am hinteren Feldrand, der den Förstern zur Unterbringung ihrer Ausrüstung diente. Auf der anderen Seite führte lediglich ein kleiner Weg am Waldrand entlang, und dieser war, soweit Bobby wusste, nicht einmal beschildert.
Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand in dieser Gegend einen Laden eröffnen wollte. Woher sollte man dort schon Kundschaft bekommen? Hin und wieder sah man lediglich einen Fahrradfahrer den Weg entlanghuschen, ein paar Jogger oder jemanden mit seinem Hund Gassi gehen.
Seltsam, dachte sich Bobby. Er betrachtete den Flyer in seiner Hand und grübelte. Wer ist dieser Old Gary? Gibt es diesen Laden wirklich oder ist das nur irgendein alberner Scherz?
Aber der Junge war einfach zu erpicht darauf, die Wahrheit zu erfahren, als es einfach dabei zu belassen, und somit steckte er den Flyer in seine Jackentasche, verließ den Midtown Park und machte sich auf den Weg in Richtung Haddonfield River.


<strong>5</strong>

Etwa zwanzig Minuten später marschierte er die Hempton Street entlang. Bobby konnte schon die kleine Brücke über dem Fluss erkennen. Der Wind hatte etwas aufgefrischt, es begann zu regnen und der Himmel war mit dunklen Wolken überzogen. Bobby fror und zog den Reißverschluss seiner Jacke bis oben hin zu.
„Sauwetter“, murmelte er, während er auf dem brüchigen Asphalt auf die Brücke zuging.
Die Hempton Street führte aus der Stadt heraus und ging direkt in eine Landstraße über. Er hatte die letzten Geschäfte und Wohnhäuser längst hinter sich gelassen. Hier befanden sich lediglich ein alter, mit Unkraut überwucherter Kinderspielplatz, welcher schon lange nicht mehr benutzt wurde, seit in der Nähe der Haddonfield Library der Fun Park gebaut wurde, und die ehemalige Walton technologies – eine seit sieben Jahren leer stehende Fabrikhalle, in der sein Vater etliche Jahre gearbeitet hatte, als Bobby noch in die Windeln schiss, bevor er zu einer Chemiefab­rik im Zentrum der Stadt wechselte.
Der Junge sah auf die Uhr. Es war bereits Viertel vor fünf. Irgendwo in der Nähe hörte er eine Krähe krächzen. Ihm war etwas mulmig zumute. Warum, wusste er selbst nicht genau. Lag es vielleicht an diesem merkwürdigen Flyer? Oder an dieser einsamen Gegend? Würde er diesen Laden wirklich vorfinden? Obwohl er ein flaues Gefühl im Magen hatte, hoffte Bobby es natürlich, doch in seinem tiefen Inneren hegte er Zweifel.
„Wahrscheinlich hat sich nur irgendein Witzbold einen albernen Streich ausgedacht“, murmelte er.
„Hast wohl heute ’nen Clown gefrühstückt, hmm?“, fiel ihm der Spruch seines Onkels Bill ein, welcher ihm immer Geschichten vorgelesen hatte, als er noch kleiner war. Bobby hatte seine Ferien immer wahnsinnig gerne bei ihm und Tante Ardelia in ihrem Strandhäuschen in New Haven verbracht. Bill war vor drei Jahren, im Alter von nur sechsundvierzig, an einem Herzinfarkt gestorben. Die Ärzte hatten es auf seine Tablettensucht zurückgeführt. Den Jungen hatte der Tod seines Onkels ziemlich mitgenommen. Auch Ardelia war damals mit den Nerven am Ende. Sie lebte seitdem ziemlich zurückgezogen und isoliert und hat das Ableben ihres Mannes bis heute nicht verkraftet. Ein wirklich schwerer Schicksalsschlag.
Bobby lenkte seine Gedanken wieder auf den Bücherladen, den er hoffte vorzufinden.
Er hatte nun die Brücke erreicht. Sie war schon sehr alt. Bobby setzte zaghaft einen Fuß darauf und begann sie langsam zu überqueren, wobei die Holzdielen bei jedem Schritt unter seinen Füßen knarrten. Einen Augenblick lang dachte er schon, sie würden brechen und ihn in den Fluss befördern (das Wasser musste zu dieser Jahreszeit eiskalt sein!), doch zu seiner Erleichterung kam er heil am anderen Ufer an.
Er warf noch einmal einen kurzen Blick zurück und ging dann schnellen Schrittes weiter den schmalen Weg entlang, wobei er den Flyer aus seiner Jackentasche kramte. Etwa zweihundert Meter am Waldesrand entlang, so hieß es. Bobby ging weiter und lauschte dem Rauschen des Flusses. Im Wald vernahm er wieder das lang gezogene Krächzen einer Krähe.
Warum tust du das nur?, hörte er eine Stimme in seinem Kopf fragen. Du wirst doch sowieso nichts vorfinden! Bist du denn wirklich so dämlich, Bobby Garner?
Aber er konnte seine Neugier einfach nicht zügeln und hatte irgendwie das Gefühl, er würde diesen Laden tatsächlich vorfinden, wobei er es andererseits auch wieder bezweifelte. Das widerspricht sich eigentlich, aber so empfand er nun mal.
Nur noch ein paar Augenblicke, dann würde er es herausfinden. Nun verstärkte sich auch das flaue Gefühl in seinem Magen.
5 Sterne
Der Munk - 22.08.2018
Adrian Susoi

Das Buch ist sehr gut geschrieben und behält eine hohe Spannung von Anfang bis Ende.Ich kann es nur weiterempfehlen.Gratulation Daniel, weiter so!!! Freue mich schon auf das nächste Buch.

4 Sterne
Der Munk - 12.06.2016
Doris Gaede

das Buch hat mir sehr gefallen.Konnte mich gut reinversetzen.hoffe da kommt noch mehr,Gratulation an den Autor

5 Sterne
Der Munk von Daniel Weber - 19.01.2013
Oswald Monika

Also mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist echt spannend, man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Da das Ende offen ist, könnte ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen. Ich hoffe, noch mehr von diesem Autor zu lesen.

5 Sterne
Der Munk - 02.09.2012
Andrea Scheler

Wirklich spannend und sehr bildhaft geschrieben und was mir sehr gut gefallen hat, war die moderne Sprache.Ich könnte mir vorstellen, dass sich diese Geschichte auch blendend verfilmen ließe.

4 Sterne
Der Munk - 10.04.2012
Lindner, Johann

Unterhaltsam und spannend.

4 Sterne
Der Munk - 09.04.2012
Olga R.

... das Buch hat mir ganz gut gefallen, es nimmt dich schon in seinen Bann mit, es geht vielleicht nicht sofort los mit den Gruseleien, aber wenn es so weit ist, dann kann man gar nicht vom Buch loslassen ...

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