B8 - Bergkristall

B8 - Bergkristall

F. L. Leansman


EUR 20,90
EUR 12,99

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 264
ISBN: 978-3-99048-172-1
Erscheinungsdatum: 18.08.2015
Im ehemaligen KZ Gusen in Oberösterreich sollen die Nazis unterirdische Anlagen gebaut haben. Viele Jahre später lernt Salomon in Wien Hannah kennen und die beiden verlieben sich. Hannahs Vater Franz möchte dem Geheimnis des Nazi-Baus auf die Spur kommen. Da macht Salomon eine zufällige Entdeckung.
Vorwort

Dieser Roman ist eingebettet in einen historischen Hintergrund. Zahlen, Daten und Fakten zur Geschichte sind überprüfbar. Im Vordergrund steht aber die Fantasie und die daraus resultierende frei erfundene Geschichte. Was genau die Nazis in den Stollen von Gusen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gemacht haben, lieferte seither viel Stoff für Spekulationen. Fast 70 Jahre nach Ende der Kampfhandlungen und der Befreiung der KZ-Häftlinge steht nun eine ernsthafte, geschichtliche Aufarbeitung durch eine Expertenkommission vor der Tür. Mögen uns die Forschungen neue Erkenntnisse oder – noch wichtiger – der Wahrheit ein Stück näher bringen.

***

Danksagung

Ich danke meiner geliebten Ehefrau für ihre Unterstützung und grenzenlose Liebe.

Die Protagonisten des Romans, Howard, David, Salomon, Franz, Hannah und wie sie noch alle heißen mögen, sind ebenso wie die Dialoge allesamt frei erfunden. Eine Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist vom Autor unbeabsichtigt und rein zufällig.

Möge dir/euch/Ihnen das Lesen so viel Freude bereiten wie mir das Schreiben.

Dezember 2014

***

„Möge die Arbeit beginnen“

Österreich war seit März 1938 an Hitler-Deutschland angeschlossen. Am 12. Mai 1938 reiste Hermann Göring mit seinem Tross nach Linz an der Donau, um am folgenden Tag den Spatenstich für die nach ihm benannten Hermann-Göring-Werke vorzunehmen. Im Beisein zahlreicher hoher Funktionäre der NSDAP schritt Göring ans Rednerpult und hielt eine von frenetischem Beifall begleitete Rede. Er schloss mit den Worten: „Möge die Arbeit beginnen!“

Für das 700 Hektar große Werksgelände wurden die beiden Ortschaften Zizlau und St. Peter vollständig abgesiedelt. Am 15. Oktober 1942 wurde in Linz der erste Hochofen angeblasen. Der Krieg war bereits in vollem Gange und so litten die Werke von Anfang an unter einem akuten Arbeitskräftemangel. Auch in anderen Industrie- und Rüstungsbetrieben des Deutschen Reiches fehlte es an Arbeitskräften. Jeder kampftaugliche Deutsche wurde an der Front benötigt. Als auch durch den immer stärkeren Einsatz von Frauen die Lücke nicht mehr geschlossen werden konnte, begann man Arbeitskräfte in den besetzten Gebieten zu rekrutieren. Fritz Saukel wurde 1942 in der NSDAP zum Generalbevollmächtigen für den Arbeitseinsatz bestellt. Unter Saukels Regie kamen 5 Millionen Arbeitskräfte, davon maximal 200.000 freiwillig, ins Deutsche Reich. Fritz Saukel wurde 1946 im Nürnberger Prozess zum Tode verurteilt.
Die Zwangsarbeiter wurden ganz im Sinne der Rassenideologie der Nazis schlecht behandelt. Ihre Versorgung war ungenügend, ihr Lohn karg und ihre Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Zwangsarbeiter aus Polen und anderen Ostländern standen in der Wertschätzung der Nazis am Ende der Skala und viele von ihnen bezahlten ihren Arbeitseinsatz für das Dritte Reich mit dem Tod.
Neben den Zwangsarbeitern kamen auch viele Häftlinge aus dem KZ Mauthausen beim Bau und im Betrieb der Hermann-Göring-Werke zum Einsatz. Speziell ab 1944 stieg ihre Zahl rasant an und so wurde auf dem Werksareal eine Außenstelle des KZ Mauthausen eingerichtet. Für die Bewachung der Häftlinge, die unter menschenunwürdigen Verhältnissen hausen mussten, war die SS zuständig.
In Mauthausen waren ebenso wie in Gusen zunächst die umliegenden Steinbrüche für die Standortwahl eines Konzentrationslagers ausschlaggebend. Die im Eigentum der SS stehende DEST, die Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH, wurde streng betriebswirtschaftlich geführt und spielte als wichtiger Rohstofflieferant für die Prachtbauten und den Straßenbau der Nazis eine wichtige Rolle.
Am 25. Juli 1944 erfolgte der erste Bombenangriff der Amerikaner auf Linz und das Werk. Von 450 Flugzeugen wurden 1600 Sprengbomben abgeworfen. 176 Menschen wurden in den Tod gerissen, weitere 180 zum Teil schwer verletzt. Ab September des gleichen Jahres wurde die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden erhöht und eine Urlaubssperre verhängt. Der Krieg wurde immer mehr zur Materialschlacht.
Sensible Teile der Rüstungsindustrie wurden zum Schutz vor den über das ganze Land verteilten Luftangriffen der Alliierten in unterirdische Stollen verlegt. Zu Jahresbeginn 1944 wurde in St. Georgen an der Gusen unter strengster Geheimhaltung durch den SS-Führungsstab B8 mit dem Bau eines unterirdischen Flugzeugwerkes für die Serienproduktion von Düsenflugzeugen der Marke Messerschmitt Me 262 begonnen. In nur ?13 Monaten Bauzeit schufen Häftlinge des Lagers Gusen II eine der größten und modernsten unterirdischen Produktionsanlagen des Deutschen Reiches. Das Projekt wurde unter der Tarnbezeichnung ?B8 – Bergkristall geführt.
Auf einer Fläche von etwa 45.000 Quadratmetern erzeugten bis zu 10.000 Häftlinge des Konzentrationslagers Gusen II bis Kriegsende etwa 987 voll ausgestattete Flugzeugrümpfe für die Me 262. In der Endausbaustufe sollten bis zu 1250 Einheiten geliefert werden. Koordiniert wurde die Erzeugung durch den Jägerstab und die Oberbayrische Forschungsanstalt Oberammergau. Wo genau das Herzstück der Me 262 produziert wurde, konnte von den Nazis lange Zeit im Verborgenen gehalten werden.
Die Messerschmitt Me 262, eine Entwicklung der Messerschmitt AG in Augsburg, war das erste in Serie gebaute Flugzeug mit Stahltriebwerken. Das Flugzeug wurde von der Propaganda der Nazis zur „Wunderwaffe“ hochstilisiert und sollte den „Endsieg“ bringen. Ende November 1943 wurde die Me 262 in der Version 5, ausgestattet mit einem Bugrad, Adolf Hitler vorgestellt, der darauf bestand, die Me 262 als „Blitzbomber“ und nicht als Abfangjäger zum Einsatz zu bringen. Alle Versuche, Hitler davon abzubringen, scheiterten und führten zu einem Zerwürfnis zwischen ihm und der Luftwaffenführung. Zwei Bomben mit je rund 250 Kilogramm konnten mitgeführt werden. Die Treffsicherheit beim Bombenabwurf war aber schlecht und durch die Außenlast war die Me 262 eine leichte Beute für die schnelleren Abfangjäger der Alliierten.
Ab Anfang 1943 siedelte auch die Steyr-Daimler-Puch AG ihre Rüstungsproduktion zum Teil in Gusen an.

Nach Plänen Himmlers sollten alle Zeugen und Geheimnisträger, insbesondere die Häftlinge der Konzentrationslager Gusen I, Gusen II und Mauthausen, bei Kriegsende in den unterirdischen Anlagen von Bergkristall durch Sprengungen getötet werden. Am 2. Mai 1945 erfuhr der Delegierte des Internationalen Roten Kreuzes, der Schweizer Louis Häfliger, von den wahnwitzigen Plänen Himmlers und entschied alles in seiner Macht Stehende zu tun, um das zu verhindern. Die Produktion wurde am ?3. Mai 1945 eingestellt.
Zwei Tage später wurden rund 20.000 unterernährte und in sehr schlechtem Zustand befindliche Häftlinge des KZ Gusen durch die U.S. Army befreit. Insgesamt waren an die 75.000 Häftlinge aus mehr als 20 Nationen in Gusen gefangen gewesen, mehr als die Hälfte von ihnen war gestorben. Das Lager Gusen II, ?das im März 1944 eröffnet worden war, musste wegen der Seuchengefahr komplett niedergebrannt werden. Die Amerikaner behielten sich nach Kriegsende den Wiederaufbau der unterirdischen Produktionsanlagen vor, mussten aber im Juli 1945 das Areal den Russen überlassen. Die Steinbrüche wurden von den Sowjets als deutsches Eigentum beansprucht und als USIA-Betrieb unter dem Namen Granitwerke Gusen bis 1955 weitergeführt. Alles, was verwertbar war, wurde von der Roten Armee abgebaut und wie bei anderen USIA-Betrieben in den Osten abtransportiert.
Am 15. November 1947 ließ die Rote Armee gezielte Sprengungen durchführen. Die Sprengung misslang und so befindet sich die Tunnelruine noch heute in unmittelbarer Nähe zum Ortszentrum von St. Georgen an der Gusen und trägt seit dem Jahr 2001 die Bezeichnung Luftschutzstollen OÖ 020. Verwaltet wird das Areal von der Bundesimmobiliengesellschaft, kurz BIG, in Wien. Ende 2013 gab der Eigentümer, die Republik Österreich, eine Probebohrung in Auftrag, die Aufschluss darüber geben sollte, ob es in den letzten Kriegstagen tatsächlich geheime, unterirdische Atomversuche der Nazis gegeben hatte. Die Suche nach Spuren der Wunderwaffe blieb erfolglos. Seit Jahren wird darüber spekuliert, was in dem unterirdischen Stollensystem unterhalb von St. Georgen an der Gusen geschehen sein mag.

War oder ist das System größer als bisher bekannt?
Warum gab es vor Ort so viele Chemiker und Physiker?
Was wurde auf dem Schienenweg angeliefert?
Wozu wurden die unzähligen Waggons benötigt?
Gelang es den Nazis Uran anzureichern?
Haben die Nazis schon an der Atombombe gebaut?
Waren die Nazis der Wunderwaffe näher als man heute glaubt?
Sollte in Gusen der erste Atombunker zum Abschuss von Mittelstreckenraketen entstehen?

Fragen über Fragen und deren Liste ließe sich beliebig fortsetzen!

***

Samuel I

Samuel und sein Trupp hatten die Arbeiten am Tunnel B8.27 beendet und er war froh darüber, denn nun konnte für ihn die eigentliche Arbeit beginnen. Mit einem kleinen Stück Holzkohle, das er in seiner Häftlingskleidung versteckt hielt, notierte er in seinem Buch:

Tunnel bis B8.27 fertig
10.2.1944

Er hütete das Buch wie seinen Augapfel. Er war sich der Gefahr dieser Notiz bewusst. Samuel hatte in München Technische Physik studiert und schon als Student als wissenschaftlicher Hoffnungsträger gegolten. Er war ein unverbesserlicher Optimist und in diesem Augenblick sehr glücklich. Er würde den Zweiten Weltkrieg überleben, er würde das KZ überleben und seinen Beitrag zum Ausgang des Krieges leisten. Er und seine Kollegen, die sich die zwölf Apostel nannten, sie alle würden das tun! „Möge die Arbeit beginnen“ – Ihm kamen die zynischen Worte von Hermann Göring, in sich hineinlachend, in den Sinn, die jeder Häftling im KZ nur zu gut kannte und oft gehört hatte. Er versteckte das Büchlein in seiner Häftlingshose und machte sich auf den Weg. Die SS-Wache stand bereit, um ihn zu eskortieren. Bald würde er dem Lager und den Baracken in Mauthausen Adieu sagen. Die Verlegung stand unmittelbar bevor. Er würde das Thema heute Abend ansprechen.
Die Szene hatte sich in den letzten Monaten schon so oft wiederholt und lief jedes Mal vollkommen gleich ab: Samuel nahm in der Beiwagenmaschine Platz, der Wachsoldat startete den Motor und sie brausten durch die stockfinstere Nacht. Wie gewohnt folgte der zweite Wachbeamte in kurzer Distanz, die Pistole geladen, entsichert und griffbereit. Samuel war an Händen und Füssen gefesselt, zusätzlich mit einer Stahlkette an den Beiwagen gebunden. An Flucht war nicht zu denken und er hatte auch nicht die geringste Absicht es zu tun. Wohin hätte er auch flüchten sollen? Wovor hatten die beiden Wachen solche Angst? Vor einem wehrlosen Juden, der nicht flüchten konnte? Selbst wenn er auf die abstruse Idee der Flucht gekommen wäre – er hätte keine Chance gehabt, weit zu kommen. Als Jude, noch dazu in Häftlingskleidung und ohne Schuhe, war man Freiwild. Oder stand etwa der Feind schon vor der Tür? Auch über die Lage des Krieges würden sie heute reden, so wie jede Woche. Samuels Magen knurrte vor unbeschreiblichem Hunger, er zitterte vor Kälte. Die Decke, in die er gewickelt war, schützte nur wenig gegen den eisigen Wind dieser sternenklaren Februarnacht. Es hatte viel geschneit in den vergangenen Tagen und der Weg war nicht geräumt und gefährlich. Wenigstens ein paar trockene Kekse hoffte er heute Abend zu bekommen und eine Tasse guten Tees.
Die Fahrt endete abrupt, Samuel wurde fast aus dem Beiwagen geschleudert. Es war finstere Nacht, nur der Mond und die Sterne spendeten etwas Licht. Warum stoppte der Fahrer mitten auf dem Weg? Samuel hatte plötzlich panische Angst. Sollte hier mitten im Wald sein Leben zu Ende gehen? Der zweite Wachsoldat hatte aufgeschlossen und blieb schräg hinter ihnen stehen.
„Was ist los, warum hältst du an?“, schrie er durch die Nacht seinem Kollegen zu, die Pistole gezückt und auf Samuel gerichtet.
„Stell den Motor ab und schalte das Licht aus, Aufklärer 12 Uhr“, bekam er zur Antwort.
Nur wenige Augenblicke später hörten sie das Brummen eines Flugzeugmotors. Sie warteten noch einige Minuten, lauschten in die Nacht, bevor sie ihre Fahrt ohne Licht fortsetzten. Samuel fiel ein Stein vom Herzen!
„Ihr seid spät dran!“, schrie ihnen ein SS-Offizier entgegen, als sie endlich ihr Ziel erreicht hatten. „Der Kommandant wartet schon!“
Die Wachsoldaten befreiten Samuel von seinen Fußfesseln und brachten ihn in die warme Stube. Alle Fenster waren abgedunkelt, der Raum mit wenigen Kerzen beleuchtet. Mitten im Zimmer standen zwei bequeme Polstersessel, dazwischen der niedrige, runde Holztisch mit dem Schachbrett. Die Figuren standen bereit. Auch der Kommandant hatte bereits Platz genommen.
„Liebermann, wo bleiben sie so lange?!“, brüllte er zornig durch den Raum.
„Setzen!“, befahl er nicht minder laut nach einer kurzen Pause.
Die Wache verließ den Raum.
„Habe Tee und Kekse bestellt, wird gleich alles kommen“, sagte der Kommandant in bereits freundlicherem Ton. Samuel hatte das schon oft erlebt, dass sich der Kommandant ihm gegenüber in Gegenwart von Untergebenen ganz anders verhielt als wenn sie alleine waren.
„Weiß beginnt“, sagte er und blickte Samuel fest in die Augen, der gegenüber von ihm im Polstersessel Platz genommen hatte.
„Und Schwarz gewinnt!“, fügte er hinzu.
Samuel eröffnete die Partie.

***

Salomon

Salomon war hochbegabt. Schon als Dreijähriger hatte ihm sein Vater, ein Musiklehrer, eine Kindergeige geschenkt und Salomon hatte das Musikinstrument vom ersten Tag an zu seinem besten Freund gemacht. Alle Stofftiere traten in den Hintergrund. Sie durften zwar nach wie vor sein Kinderbett teilen, aber sie wurden an den Rand gedrängt und dienten ab diesem Zeitpunkt nur noch als Kulisse und stumme Zuhörer für seine „Konzerte“. Es dauerte gar nicht lang bis es ihm gelang, der Geige den ersten Ton zu entlocken, zuerst zupfend, später sogar mit dem Bogen. Auch wenn es sich um ein Plastikspielzeug made in Taiwan handelte, so strahlte es Magie aus und wurde zu seinem wahren und besten Freund.
Vor seinen Geschwistern versteckte er die Geige und behütete sie mit aller Konsequenz und Aufmerksamkeit. Seine Eltern, vor allem sein Vater, waren stolz darauf, wie Salomon sich für Musik interessierte, und hofften damals schon insgeheim, ihr jüngster Sohn würde es dem Vater gleichtun und den Weg der Musik gehen. Seine älteren Geschwister, zwei Mädchen und ein Junge, waren ebenfalls begabte und interessierte Schüler, aber Salomon, der Jüngste im Quartett, war der kleine Musikus der Familie. Kaum konnte der Säugling sitzen, da bewegte er sich schon im Rhythmus der Musik. Egal ob Klassik, Jazz oder Pop – er schunkelte, klatschte in die Hände und war ein zufriedenes Kind, sobald Musik an seine Ohren drang. Kaum konnte er krabbeln, war die Küche, wo das Radio den ganzen Tag lief, sein Lieblingsort. Er genoss die Anwesenheit seiner Mutter, räumte mit Begeisterung die Laden aus und entdeckte Töpfe, Pfannen und Plastikgeschirr als wunderbare Musikinstrumente. Das Radio lief den ganzen Tag und solange es Musik zu hören gab, war er glücklich.
test
5 Sterne
tiefgründiger Krimi mit allem was ein guter Roman braucht! - 31.08.2015
Daniela Lukarsch

Das Buch handelt hauptsächlich in zwei Zeiten - der Gegenwart und der Zeit des Naziregimes.Die Sequenzen, welche in der Nazizeit handeln, fühlen sich zum Teil sehr real an und man fühlt die „Nähe zum Bösen“ direkt - Gänsehauteffekt!In der Jetztzeit sprüht das Buch vor Witz und Charme, bei machen Szenen lacht man Tränen und es ist insgesamt mit einer beeindruckenden Eloquenz geschrieben.Mit Schwenkern in die Kindheit und Jugend schafft es der Autor ohne viel Umschweife einen guten Überblick über das Leben und auch die Vergangenheit der Protagonisten darzustellen.Sehr interessant fand ich die Beschreibung des Lebens eines jungen jüdischen Mannes, der anfangs in Israel lebt und dann in Wien studiert, spontan auf Liebe trifft und auf die Fährte der Vergangenheit gerät….Nebenbei der unbedarfte Fotograf, der ähnlichen Spuren hinterher ist - ein typischer Österreicher vom Lande wie er leibt und lebt und wo man erst mit der Zeit merkt, dass mehr hinter dieser Person steckt, als man ihr zutrauen würde …und zur Krönung noch der charmante Texaner mit all seinen Connections und Eigenarten, ein Lebemann durch und durch!Auch die Liebesgeschichte darf, für mich als weibliche Leserin, nicht fehlen und man kommt hier auch nicht zu kurz an Romantik, ganz schlicht, mit viel Feingefühl und ohne viel Kitsch, aber gerade so wie es im echten Leben passieren könnte.Das ganze Buch lang fiebert man gespannt der Auflösung entgegen und ist erstaunt wie nun alles ineinanderfliesst, erfährt dabei noch etwas geschichtlichen Hintergrund inkl. „Atombombenphysik“ was das Ganze toll abrundet.Obwohl ich eine „Vielleserin“, aber persönlich nicht unbedingt Fan von Romanen der Nazizeit bin, hat mich dieser Roman in seinen Bann gerissen und mir die Geschichte, welche - wie auch bei „Honigtot“ - wieder einige grausame Facetten der Nazi’s aufzeigt, unerwartet gut gefallen. Vom Autor selber weiss man ja nicht viel, aber ich habe das Buch aus guter Quelle empfohlen bekommen und somit auf meine Leseliste gesetzt.Ansonsten würden mich weder Cover noch Titel bei der Suche nach neuem Lesestoff „anspringen“, doch es war definitv wert es gelesen zu haben.Eine Freude einen solchen talentierten Neuling unter den österreichischen Jungschriftstellern zu wissen!

5 Sterne
tiefgründiger Krimit mit allem was ein guter Roman braucht! - 31.08.2015
Daniela Lukarsch

Das Buch handelt hauptsächlich in zwei Zeiten - der Gegenwart und der Zeit des Naziregimes.Die Sequenzen, welche in der Nazizeit handeln, fühlen sich zum Teil sehr real an und man fühlt die „Nähe zum Bösen“ direkt - Gänsehauteffekt!In der Jetztzeit sprüht das Buch vor Witz und Charme, bei machen Szenen lacht man Tränen und es ist insgesamt mit einer beeindruckenden Eloquenz geschrieben.Mit Schwenkern in die Kindheit und Jugend schafft es der Autor ohne viel Umschweife einen guten Überblick über das Leben und auch die Vergangenheit der Protagonisten darzustellen.Sehr interessant fand ich die Beschreibung des Lebens eines jungen jüdischen Mannes, der anfangs in Israel lebt und dann in Wien studiert, spontan auf Liebe trifft und auf die Fährte der Vergangenheit gerät….Nebenbei der unbedarfte Fotograf, der ähnlichen Spuren hinterher ist - ein typischer Österreicher vom Lande wie er leibt und lebt und wo man erst mit der Zeit merkt, dass mehr hinter dieser Person steckt, als man ihr zutrauen würde …und zur Krönung noch der charmante Texaner mit all seinen Connections und Eigenarten, ein Lebemann durch und durch!Auch die Liebesgeschichte darf für mich als weibliche Leserin nicht fehlen und man kommt hier auch nicht zu kurz an Romantik, ganz schlicht, mit viel Feingefühl und ohne viel Kitsch, aber gerade so wie es im echten Leben passieren könnte.Das ganze Buch lang fiebert man gespannt der Auflösung entgegen und ist erstaunt wie nun alles ineinanderfliesst, erfährt dabei noch etwas geschichtlichen Hintergrund inkl. „Atombombenphysik“ was das Ganze toll abrundet.Obwohl ich eine „Vielleserin“, aber persönlich nicht unbedingt Fan von Romanen der Nazizeit bin, hat mich dieser Roman in seinen Bann gerissen und mir die Geschichte, welche - wie auch bei „Honigtot“ - wieder einige grausame Facetten der Nazi’s aufzeigt, unerwartet gut gefallen. Vom Autor selber weiss man ja nicht viel, aber ich habe das Buch aus guter Quelle empfohlen bekommen und somit auf meine Leseliste gesetzt.Ansonsten würden mich weder Cover noch Titel bei der Suche nach neuem Lesestoff „anspringen“, doch es war definitv wert es gelesen zu haben.Eine Freude einen solchen talentierten Neuling unter den österreichischen Jungschriftstellern zu wissen!

5 Sterne
B8 Bergkristall - das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe!!! - 24.08.2015
iris kitzmüller

Sehr spannend geschrieben - man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen!!!Ich kann dieses Buch allen Krimilesern ( und auch Anderen)nur weiterempfehlen.Wer steckt dahinter??? - wer ist dieser Autor ???Es ist sein 1.Buch und ich hoffe, dass es bald ein 2. Buchvon diesem unbekannten Autor gibt!Ich bin mir ganz sicher, dass man von F.L. Leansman nochviel hören wird!!!!

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