Cover: 5000 Söldner vernichten Deutschland

5000 Söldner vernichten Deutschland
Fürchtet Euch – Es gibt kein Entrinnen!


EUR 25,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 184
ISBN: 978-3-99185-277-3
Erscheinungsdatum: 15.10.2026
Im Kugelhagel einer Polizeirazzia verliert Banker Amadeus König Frau und Tochter. Neunzehn Jahre später beginnt sein Rachefeldzug: 5000 Söldner sollen Deutschland in weniger als 90 Tagen vernichten. Ein erschreckend realitätsnaher Polit- und Actionthriller.
Rückblick aus dem Jahre 2032:
Amadeus


Dies ist die Geschichte von Amadeus König. Amadeus wurde am 8. August 1968 in Gießen/Lahn geboren. Seine Eltern hatten ein kleines Häuschen in einer ruhigen Wohngegend in Gießen. Zum freistehenden Haus gehörte ein Garten von rund 180 m², wie er in dieser ruhigen Wohngegend üblich war. Sein Vater arbeitete als Bankangestellter und seine Mutter halbtags als Kassiererin in einem Supermarkt. Es war eine ganz normale Familie. Amadeus hatte keine Geschwister. Als er elf Jahre alt war und unbedingt einen Hund haben wollte, gingen seine Eltern mit ihm ins Tierheim, wo er sofort Freundschaft mit einem zweijährigen Boxermischling schloss. Beide waren fortan unzertrennlich. Dennoch vernachlässigte Amadeus seine Hausaufgaben nicht, sondern wurde vielleicht gerade wegen seines Hundes, den er wegen seines braunschwarz gestromten kurzen Felles „Stromer“ nannte, einer der besten Schüler. Amadeus lernte gerne, war kein Streber und hatte einen netten Freundeskreis unter seinen Mitschülern. Schon in seinen jungen Jahren entdeckte er durch Dokumentarfilme im Fernsehen und Bücher über Reisen seine Abenteuerlust. Er begann, von fremden Ländern zu träumen, und stellte sich vor, eine Villa am Meer zu besitzen. Wegen seiner guten Schulleistungen wechselte er auf ein neusprachliches Gymnasium in Gießen. Sprachenlernen fiel ihm leicht. Er hatte die Leistungskurse Englisch und Französisch und besuchte zusätzlich die Wahlfächer Spanisch und Portugiesisch. Mit seinem Hund Stromer unternahm er täglich und bei jedem Wetter Spaziergänge oder auch Waldläufe, bei denen er sich über die Schule und seine Zukunft Gedanken machte und sich ausmalte, irgendwann ein sorgenfreies Leben in Wohlstand zu führen. Er wollte es schaffen, er wollte ganz nach oben. Und er schaffte es, für seinen Wunsch nach oben zunächst das Abitur im Jahre 1987 mit der Abschlussnote 1,4 abzuschließen. Aus seiner Schulzeit hatten sich ihm zwei Erkenntnisse eingeprägt, von deren Richtigkeit ihn sein Leben überzeugen sollte:

„Die Gerechtigkeit befindet sich auf einer Etage,
zu der die Justiz keinen Zutritt hat.“

Und:

„Si vis pacem para bellum.“ –
„Wer Frieden will, rüste sich zum Krieg.“

Da die Justus-Liebig-Universität in Gießen quasi vor seiner Haustür lag, beschloss er, die Studienfächer Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft zu belegen. Zunächst musste er jedoch seinen Wehrdienst absolvieren und hatte Glück, dass er ins wenige Kilometer entfernte Wetzlar zur 5. Panzerdivision eingezogen wurde. Er brachte es dort zum Obergefreiten. An seinem Leben änderte der Wehrdienst nicht viel. Er war abends und an den Wochenenden regelmäßig zu Hause, wenn nicht gerade Manöver oder Wachdienste ihn in der Kaserne hielten. Ihm gefiel das durchorganisierte Leben in seiner Einheit und er liebte Waffen. Die Ausbildung an den verschiedenen Waffen machte ihm großen Spaß. Ihm war es wichtig, sich und auch die Bundesrepublik Deutschland im Ernstfall verteidigen zu können.
Im Jahre 1990 fing er mit dem Studium an. Die Hörsäle für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft waren ausgelagert in das ehemalige Gelände einer Nervenheilanstalt. Es war ein schönes Parkgelände. Die Studenten konnten sogar mit dem Auto bis kurz vor die Hörsäle fahren, weil es zahlreiche Parkplätze gab. Dort ließ es sich in entspannter Atmosphäre studieren. Es gab eine kleine Cafeteria im Hauptvorlesungsgebäude, wo er jeden Morgen einen halben Liter Vorzugsmilch in geselliger Runde mit Kommilitoninnen und Kommilitonen zu sich nahm. Zur Mensa waren es etwa fünf Minuten zu Fuß, sodass er mit seinen Kommilitonen seine Studien mittags zu einem kleinen Spaziergang zur Mensa unterbrechen konnte. Er fand schnell Anschluss zu seinen Mitstudierenden, mit denen er gemeinsam über die Vorlesungen und den Studienstoff diskutierte und sich austauschte. Zu manchen entwickelte sich eine Freundschaft. Er fuhr jeden Tag voller Freude zur Universität.
Sein geliebter Hund Stromer verstarb leider altersbedingt während seines ersten Studiensemesters. Für ihn war es ein kleiner Trost, dass sein geliebter Hund in seinen Armen friedlich einschlief. Der Verlust nahm ihn erheblich und sichtlich mit. Er weinte tagelang und irrte durch die nahen Wälder, in denen er viele Stunden mit Stromer verbracht hatte. Der Verlust seines geliebten Hundes machte ihn krank. Er brauchte zwei Wochen Pause, um über diesen Verlust halbwegs hinwegzukommen und wieder zur Universität gehen zu können. Jetzt lernte er umso verbissener, um auch so seine Trauer zu überwinden. Neben seinen eigentlichen Studienfächern begann er wieder, sich intensiver mit seinen Fremdsprachen, die er in der Schule belegt hatte, zu beschäftigen. In ihm reifte immer mehr der Entschluss, nach Abschluss des Studiums irgendwo in der Welt, die er sich noch ansehen wollte, Erfolg zu haben und auch so seinen Kindheitstraum zu verwirklichen. Er wollte reisen und sich einen Platz suchen, wo er seine Zukunft gestalten konnte. Irgendwann wollte er auch eine Familie gründen und er sehnte sich nach einem erfüllten beruflichen und familiären Leben. Er wohnte aber weiter zu Hause in seinem Zimmer. Seine Eltern ließen ihn in Ruhe studieren und ließen ihm alle Freiheiten, die er wollte, weil sie wussten, er würde diese nicht missbrauchen. Für die Eltern war er ein vorbildlicher, geliebter Sohn, der sie stolz machte.
Er freundete sich mit einer Kommilitonin an, die seine Leidenschaft für das Studium und die Zukunftspläne teilte. Beide schwelgten in Träumen, nach dem Studium Karriere zu machen, sich international zu bewegen und trotzdem eine kleine glückliche Familie zu haben. Beide absolvierten das Studium mit Bravour. Amadeus schloss im Jahre 1996 das Studium der Betriebswirtschaft mit der Note 1,3 und in der Volkswirtschaft mit 1,7 ab. Seine Partnerin Tanja hatte Betriebswirtschaft studiert und schloss das Studium mit der Note 1,9 ab.
Durch Ferienjobs hatten sich beide etwas gespart und belohnten sich nach diesen glänzenden Studienabschlüssen mit einer halbjährigen Reise quer durch die Welt. Da sie relativ wenig Geld hatten, übernachteten sie nicht in Luxushotels, sondern in einfachen, aber sauberen Hotels oder Pensionen. Deshalb hatten sie schnell Zugang zu der Bevölkerung und lernten Land und Leute authentisch kennen. So erkundeten sie Teile von Afrika, Südamerika, Nordamerika, Asien und Australien, aber auch einige Länder in Europa. Sie waren begeistert von den vielen freundlichen Menschen, die sie auf ihren Reisen kennengelernt hatten, und vor allem von den Landschaften, von der Vielfalt der Natur, die sie erleben durften, und der Freiheit, die sie während dieser Reisen genossen. Sie waren ein Herz und eine Seele und verlobten sich in Namibia bei einem Sonnenuntergang über dem Meer. Sie hatten auf ihrer Reise in vielen Ländern Bekanntschaften geschlossen, die sie teilweise über Jahre durch Briefe und Telefonate pflegten, und einige dieser Reisebekanntschaften waren wichtige freundschaftliche Weichenstellungen für ihr Leben und ihr Schicksal, was sie aber zu diesem Zeitpunkt nicht ahnten.
Nach der Rückkehr begann wieder der Ernst des Lebens. Es war das Jahr 1997. Beide wollten und mussten sich um eine Stelle bewerben. Mit ihren Prädikatsnoten war dies jedoch für beide kein Problem. Amadeus entschied sich für eine aussichtsreiche Stelle bei einer großen Bank in Frankfurt am Main. Seine Verlobte suchte sich deshalb ebenfalls eine Stelle im Raum Frankfurt und fand diese in der Controllingabteilung eines Pharmakonzerns. Das Einstiegsgehalt von Amadeus lag als Trainee bei 80 000 DM und bei seiner Verlobten bei 70 000 DM. Sie suchten sich in Bad Homburg eine geräumige und renovierte Wohnung in einer Villa, die unter Denkmalschutz stand. Es waren vier Zimmer, davon ein Wohnzimmer mit 40 m², das Schlafzimmer hatte 28 m², ein Zimmer von 20 m² nutzten sie als gemeinsames häusliches Arbeitszimmer, dann gab es noch ein weiteres Zimmer mit 20 m², das man als mögliches Kinderzimmer vorgesehen hatte. Die traumhafte Altbauwohnung hatte Stuckdecken mit einer Raumhöhe von 3,20 m. Der Fußboden in den Zimmern und im Flur war aus neu verlegtem Eichenparkett, geölt und gekalkt. Die Wohnung hatte zwei Bäder und eine geräumige Küche von 15 m². Zusätzlich gab es noch einen Abstellraum mit 4 m². Die Wohnung befand sich im ersten Stock. Die Hauseingangstür bestand aus massivem dunklem Eichenholz mit einer abgedunkelten Scheibe, die durch ein Eisengitter geschützt war. Die Wohnung war sehr hell, es gab viele Fenster, allerdings noch jeweils mit zwei Fensterflügeln, wie es damals üblich war bei gehobener Bauweise. Die Wohnungstür war ebenfalls massiv Eiche, dunkel gebeizt, mit einem Türspion neuer Bauart versehen.
Wenn man die Wohnung betrat, wurde man von einem großen Flur empfangen, der eine Fläche von ca. 13 m² hatte und von dem aus man die einzelnen Zimmer betreten konnte. Küche und Wohnzimmer waren nebeneinander. Das geräumige Wohnzimmer war rechter Hand und links daneben die Küche mit einem großen Durchgang ins Wohnzimmer. In der Küche befand sich eine neue und hochwertige Einbauküche, die keine Wünsche offenließ.
In der Anfangszeit schlief das Paar auf Luftmatratzen, weil die Möbelauswahl und die Möbellieferungen alles in allem rund zwei Monate dauerten. Aber in der Wohnung war man ohnehin nur zum Schlafen, weil beide sich voll in die Arbeit stürzten und der Job täglich mit Hin- und Rückfahrt mindestens zwölf Stunden benötigte. Da zur Wohnung auch zwei Fahrzeugstellplätze im Hof gehörten, konnte sich auch jeder der beiden ein Fahrzeug leisten. Am Anfang entschied Amadeus sich für einen vier Jahre alten VW Golf und Tanja sich für einen drei Jahre alten Opel Kadett. Die täglichen Fahrten zur Arbeit im Stop-and-go-Verkehr nach Frankfurt und zurück nervten, aber dafür machte die Arbeit umso mehr Spaß. Amadeus und Tanja waren glücklich. An ihren Jobs gab es nichts auszusetzen. Die Kolleginnen und Kollegen waren rundum nett und die Vorgesetzten waren jeweils bemüht, beide zu fördern. Amadeus durchlief, wie bei Trainees üblich, diverse Abteilungen der Bank. Tanja arbeitete planmäßig in ihrer Controllingabteilung.
Nach zwei Jahren hatte Amadeus sein Traineeprogramm mit Bravour absolviert. Die Bank machte ihm ein Angebot: Amadeus wurde im Jahre 1999 Referatsleiter in einer Investmentabteilung und sein Gehalt stieg auf 120 000 DM brutto p. a. Hinzu kam als Dienstwagen ein BMW 325i mit nahezu Komplettausstattung. Das Fahrzeug war natürlich banktypisch in Metallicschwarz und schwarzer Lederausstattung. Amadeus war auf steilem Weg nach oben, wie er es sich immer erträumt hatte.
Die Partnerschaft mit seiner geliebten Tanja verlief weiter glücklich. Sie liebten sich beide über alles, unternahmen in der knappen Freizeit viel zusammen. Am liebsten machten sie am Wochenende Spaziergänge im Taunus. Oft besuchten sie die Saalburg, die oberhalb von Bad Homburg gelegen ist, oder wanderten rund um den Kleinen Feldberg, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf das gesamte Umland hatte, auf der einen Seite Frankfurt am Main und sonst rundum Felder und Wiesen im Taunus. Bisweilen unternahm man auch Ausflüge ins Weiltal bis nach Weilburg an der Lahn, besichtigte dort das Schloss und ließ sich auch die traumhafte Aussicht von der Burg in Freienfels nicht entgehen. Einmal fuhren sie zu den bekannten Freienfelser Ritterspielen im malerischen Weiltal und nahmen an dem mittelalterlichen Treiben teil und bewunderten die Ritterkämpfe.
Im Urlaub unternahmen sie gerne Fernreisen. Neben Zielen in der Karibik und im Fernen Osten zog es sie immer wieder nach Bogotá in Kolumbien und Lagos in Nigeria. Dort hatten sie auf ihrer sechsmonatigen Reise nach Studienabschluss nette Leute kennengelernt, die sie dann im Urlaub besuchten, weil man in der Zwischenzeit immer wieder per Telefon oder Briefen Kontakt gehalten und sich so eine freundschaftliche Beziehung entwickelt hatte. Diese Freunde hatten es in ihrer jeweiligen Heimatstadt ebenfalls zu beruflichem Aufstieg und Wohlstand gebracht. Während ihrer Urlaube wurden sie dort bei Partys und Treffen weiteren Freunden ihrer Freunde vorgestellt, vorwiegend Unternehmern, Managern oder auch Politikern, sodass sie sich dort besonders wohlfühlten. Es waren Menschen mit derselben mentalen Wellenlänge, was ein Gefühl der inneren Verbundenheit erzeugte.

Der Zufall wollte es nach einem Jahr Tätigkeit als Referatsleiter Investment, dass Amadeus angeboten wurde, als Hauptabteilungsleiter Investment in einer Filiale seiner Bank in Bogotá aufzusteigen – zunächst voraussichtlich auf zwei Jahre befristet. Mit dieser Beförderung waren eine Gehaltserhöhung sowie die Stellung einer angemessenen Dienstvilla in Bogotá nebst Fahrzeug der gehobenen Klasse, vorliegend ein BMW 540 iA mit Vollausstattung, M-Paket und auf Wunsch ortsüblichem Chauffeurservice verbunden. Dieses verlockende Angebot diskutierte er eingehend mit seiner Verlobten, weil es für ihr beider Leben eine Weichenstellung bedeuten würde. Eine Fernbeziehung über zwei Jahre wollten beide nicht führen. Da sich beide sicher waren und jetzt angesichts dieser Situation noch sicherer wurden, dass sie für immer zusammengehörten, entschieden sie gemeinsam in einem von Liebe durchfluteten Gespräch, zu heiraten. Obwohl beide es bereits entschieden hatten, ließ es sich Amadeus nicht nehmen, seiner geliebten Tanja einen förmlichen Heiratsantrag zu machen. An einem Samstagvormittag verabschiedete er sich kurz von ihr und sagte, er müsse noch ein paar kleine Besorgungen machen, fuhr dann in ein Blumengeschäft und holte dort einen vorher bestellten prachtvollen Strauß roter Rosen ab und fuhr heim, öffnete ganz leise die Wohnungstür, legte den Rosenstrauß in die Badewanne, zog sich einen dunklen Anzug an, ein weißes Hemd und eine purpurrote Krawatte.
Tanja hatte es sich gerade im Wohnzimmer gemütlich gemacht und wollte sich etwas ausruhen, als Amadeus vor ihr stand, niederkniete, ihr die Rosen überreichte und zu ihr sagte: „Tanja, ich liebe dich, du bist die Frau meines Lebens, ich kann keinen Tag ohne dich sein, willst du mich heiraten?“ Tanja war gerührt vor Glück und Tränen flossen bei ihr. Sie fielen sich in die Arme und küssten sich. Zur Feier des Tages wurde eine Flasche vom feinsten Champagner geöffnet. Für abends hatte Amadeus bei einem Spitzenrestaurant in Bad Homburg einen Tisch reserviert, sodass sie beide glücklich diesen Tag feiern konnten. Sechs Wochen später fand die standesamtliche Trauung statt, an einem Freitag im Juni bei strahlendem Sonnenschein. Die Feier folgte am Samstag darauf. Hierzu hatten sie im Weiltal ein Hotel komplett gemietet. Es kamen rund 100 Gäste. Alkoholische und auch nichtalkoholische Getränke flossen in Strömen und lukullische Köstlichkeiten wurden vom Nachmittag bis Mitternacht aufgetragen. Es war eine wunderschöne Feier, die ihrer Liebe würdig war.

Da sie verheiratet waren und Tanja mit nach Bogotá umzog, erklärte sich die Bank bereit, die Wohnungsmiete in Bad Homburg für die Dauer des Aufenthalts in Bogotá weiter zu bezahlen, damit diese Wohnung nach der Rückkehr weiterhin zur Verfügung stand. Mobiliar musste nach Bogotá nicht mitgenommen werden. Die dortige Dienstvilla war voll eingerichtet. Tanja konnte mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass das Arbeitsverhältnis für zwei Jahre des voraussichtlichen Auslandsaufenthalts ruhen sollte.




Versetzung nach Bogotá
im Jahre 2000


Mit wenigen Koffern erfolgte dann die Abreise nach Bogotá. Was man dort gegebenenfalls brauchte, konnte man kaufen.

Die Dienstvilla in Bogotá war ein Traum. Sie stand in einem kleinen Park mit rund 7 000 m² Grund. Kleine Wege führten durch ein Meer von Bäumen, Sträuchern, Blumen, Rasen und grazilen Gräsern. Die Villa war im Kolonialstil gebaut und in bestem Zustand erhalten. Das Haus hatte eine Grundfläche von rund 400 m². Das Wohnzimmer alleine hatte eine Größe von 150 m², daran grenzte eine offene Küche an von rund 40 m², dann ein großzügiger Flur, ein Bad mit Toilette sowie zwei zusätzliche Toiletten und drei großzügige weitere Räume waren im Erdgeschoss. Vom großzügig angelegten Treppenhaus führte die Treppe zu drei Schlafzimmern von jeweils rund 40 m². Ein Whirlpool, eine großzügige Badewanne für zwei Personen und eine Dusche ebenfalls für mindestens zwei Personen zierten das Badezimmer. Hinzu kamen zwei großzügige Waschbecken. Die komplette Badezimmereinrichtung war aus hellem, marmoriertem Marmor, die Wasserhähne und Armaturen zeitlos schön und vergoldet. Das zweite Stockwerk wurde bereits vom Dach umschlossen, sodass die dortigen Zimmer abgeschrägte Decken hatten, die jedoch durch großzügige Dachgauben ausgebaut waren.
Für zwei Personen war diese Villa jedenfalls weit überdimensioniert. Dennoch freuten sich Amadeus und Tanja über die großzügige Bauweise. Da beide gerne schwammen, nutzten sie regelmäßig den Swimmingpool, der ebenfalls großzügig bemessen war mit einer Länge von 25 m und einer Breite von 12 m. Am Rande des Grundstücks befand sich ein kleineres Haus, das über eine Wohnfläche von rund 180 m² verfügte und in dem ein Ehepaar wohnte, das sich um die Villa kümmerte, die Einkäufe tätigte und das Grundstück pflegte. Dieses Ehepaar war vom Alter her in den Fünfzigern, der Mann hatte eine leichte Halbglatze, sonst kurze Haare, gütige Augen, einen leichten Bauchansatz und war vornehm zurückhaltend. Seine Ehefrau war etwas lebhafter als er, aber ebenfalls zurückhaltend. Sie war vom Typ her freundlich und gütig. Sie hatte lange schwarze lockige Haare, war schlank und kleidete sich dezent, wie dies für Bedienstete üblich war.
Amadeus und seiner Tanja fehlte es an nichts. Während Amadeus von morgens bis abends in der Bank arbeitete, musste sie die Zeit anderweitig zubringen. Sie traf sich mit den Ehefrauen ihrer früheren Urlaubsbekanntschaften, mit denen sie mittlerweile eine Freundschaft verband. Da ihre neuen Freundinnen Golf spielten, ließ sie sich überzeugen, ebenfalls mit diesem Sport anzufangen. Da man mit Golfen den ganzen Tag zubringen kann, vom Training auf der Driving Range bis zum Spielen auf dem Platz, gehörte natürlich auch dazu, sich nach der Golfrunde mit lukullischen Raritäten und exotischen Cocktails, die mehr oder weniger Alkohol enthielten, verwöhnen zu lassen. Das Schöne an Golfplätzen ist, dass diese in der Regel über ausgezeichnete Clubrestaurants verfügen. Somit war Tanja tagsüber „aufgeräumt“, sie konnte das Leben genießen, während ihr Mann die Erfüllung bei der Arbeit finden musste oder durfte – je nach Sichtweise. Aber ihm machte seine Arbeit Spaß. Er lernte immer neue Kunden kennen. Viele davon kamen mit Personenschutz, natürlich ortsüblich bewaffnet.
Seine Fähigkeiten als Investmentbanker wurden zunehmend gefragt, weil sich schon nach kurzer Zeit herausgestellt hatte, dass er über sehr viel Geschick verfügte, die Gelder seiner Kunden sicher und gewinnbringend anzulegen. Hier kam Amadeus auch zugute, dass er nicht nur Betriebswirtschaft, sondern auch Volkswirtschaft studiert hatte und sich deshalb mit globalen Märkten und Marktveränderungen bestens auskannte. Die Kunden waren am Anfang ihm gegenüber freundlich zurückhaltend. Immerhin war er ein Fremder und man wusste nicht, was von ihm zu halten war. Um ihn und seine Ehefrau besser kennenzulernen, wurden beide immer öfter von Kunden der Bank eingeladen, natürlich mit seinen Vorgesetzten, jedenfalls in der Anfangszeit. Amadeus und seine Frau mussten sich daran gewöhnen, dass sie zu solchen Feiern im Konvoi abgeholt wurden in Begleitung bewaffneter Personenschützer, um gegen Angriffe von Banden gewappnet zu sein.
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