Ziemlich lustige Gedichte

Ziemlich lustige Gedichte

Christian Adam


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 456
ISBN: 978-3-99107-456-4
Erscheinungsdatum: 17.05.2021
Humor und gute Witze sind bekanntlich die beste Medizin. Christian Adam hat die besten, kursierenden Witze in Gedichtform so ausgearbeitet, dass die Pointen noch um vieles lustiger zur Geltung kommen.
Alkohol und Würmer

Faschingsdienstag war’s im Feber
und Herr Strasser unduldsam
als Patient mit kranker Leber
zu Herrn Doktor Adam kam.

Doktor Adam ohne Eile
sprach dem kranken Mann ins Ohr:
„Ehe ich Sie gründlich heile,
zeig’ ich Ihnen etwas vor:

Passen Sie gut auf, Herr Strasser,
was jetzt kommt, ist fast frivol:
Links hab’ ich ein Glas mit Wasser,
rechts ein Glas mit Alkohol.

Wenn zwei Würmer – völlig g’sunde –
man nun in die Gläser tut,
geht der Rechte gleich zugrunde
und dem Linken geht es gut.

Eindrucksvoll kann jeder sehen:
Alkohol löscht Leben aus,
und, wenn Sie’s exakt verstehen,
sag’n S’, was lernen Sie daraus?“

„Alles!“, rief Herr Strasser nickend,
„hab’ ich messerscharf beäugt,
und das Beispiel ist erquickend,
weil’s Ergebnis überzeugt:

Auf der Hand liegt ohne Frage:
Alkohol wirkt wie ein Schirm!
Und wer Schnaps trinkt alle Tage,
der kriegt nie und nimmer Würm’!“



Arnolds Urlaubsbekanntschaft

Arnold fuhr von San Francisco
auf Erholung nach Meran,
und dort sprach er in der Disco
eine blonde Dame an:

„Ich war immer schon ein Trimmer
und war mehrmals Mister Welt.
Geh doch mit mit mir aufs Zimmer,
denn ich weiß, was Frau’n gefällt!“

„Das“, sprach sie, „will ich mir loben,
denn ich seh’, du bist ein Bär!“
Und bereits im Lift nach oben
zeigte er den Bizeps her.

„Du hast Muskeln wie ein Ringer!“,
flötete begeistert sie,
„an den Armen solche Dinger
sah bei Männern ich noch nie!“

„Weil“, sprach Arnold, „jede Pause
in der Arbeit ich benütz’,
mach’ ich täglich statt der Jause
siebenhundert Liegestütz’!“

Dann nach weiterem Geplänkel
zog er seine Hose aus,
und sie sah die Oberschenkel
seines tollen Körperbaus.

„Dazu darf ich dir bekunden“,
meinte Arnold souverän,
„ich lauf’ täglich sieben Stunden,
und am Sonntag auch mal zehn!“

„Mensch, das wird ja immer bunter“,
hauchte sie in Liebes-Gier,
da riss er den Tanga runter
und stand pudelnackt vor ihr.

„Arnold!“, rief sie. „Nun gestehe,
das ist peinlich, gib’s doch zu:
Wenn ich alles richtig sehe,
warst du noch nicht oft Lulu!“



Autoverkauf

Die blonde Elisabeth bot zum Verkauf
ihr Auto nach fast dreißig Jahren
und 500.000 am Tacho war’n drauf –
so weit war sie nämlich gefahren.

Sie hat in der „Krone“ sofort inseriert,
und auch auf den Buchen und Linden
im Ort ringsherum hat sie’s aufplakatiert,
um rasch einen Käufer zu finden.

Doch wenn einer „500.000“ nur hört,
dann will er das Auto nicht haben.
Er greift an die Stirn und er lästert empört;
„Den können S’ am Friedhof begraben!“

Ihr Nachbar, der gab einen Rat ihr zum Glück:
„Den Tacho, den muss man frisieren!
Ich dreh Ihnen den auf zehntausend zurück,
dann können sie mächtig kassieren!“

Das hat er tatsächlich genauso getan
und wirklich die Menschen, die dummen,
die strömten zu ihr gleich in Massen heran
und boten ihr riesige Summen.

Nach Wochen der Nachbar die Liesel dann sah
noch immer mit selbigem Wagen
und fragte erstaunt: „War kein Abnehmer da?
Dann muss ich Entschuldigung sagen!“

Da meinte sie: „Abnehmer hätt’ ich zuhauf’,
doch bin ich nicht blöd, Gott bewahre,
denn jetzt sind am Tacho 10.000 nur drauf,
da hält er noch mal dreißig Jahre!“



Beim Urologen

Zu dem Facharzt Dr. Maier
klagt am Vormittag ein Mann:
„Ach, mich schmerzen meine Eier,
dass ich nicht mehr gehen kann!“

„Ihr Problem ist grad kein kleines“,
sagt Herr Dr. Maier drauf,
„wichtig ist zunächst nur eines:
Hör’n S’ zum Onanieren auf!“

„Was sind das für Dialoge?
Warum aufhör’n?“, fragt der Mann.
„Weil ich“, sagt der Urologe,
sonst nicht untersuchen kann!“



Das angepasste Theaterprogramm

Im Theater von Leoben,
haben Zuschauer gemangelt,
und man muss mit Nachdruck loben,
wie man jetzt nach Kunden angelt.

Der Direktor sprach mit Freude:
„Ja, wir haben uns geschunden
und für das Kulturgebäude
folgendes Konzept gefunden:

In der Zukunft gibt’s ab heute
eine angepasste Jause
ohne Kosten für die Leute –
frisch serviert in jeder Pause.

Darf ich nun als Beispiel bringen,
was wir haben so beraten:
Wenn wir mal den Freischütz singen,
gibt es gratis Wildschweinbraten.

Wird die Fledermaus gesungen,
werden wir uns übernehmen,
denn kaum ist ein Lied verklungen,
fließt Champagner in Strömen.

Zar und Zimmermanns Finale –
das ist schließlich nicht zu fassen,
da servieren wir im Saale
echten Kaviar in Massen!“

Der Minister sprach begeistert:
„Dann will ich nicht lange warten!
Wenn man so die Flaute meistert,
hätt’ ich gern für morg’n zwei Karten!“

Der Direktor voll von Pflichten
antwortete diplomatisch:
„Darf ich Sie noch unterrichten:
Dieser Tag ist problematisch.

Denn ich glaube, nicht für jeden
passt das Stück, dass morg’n wir bringen:
Um nicht lang herumzureden:
Wir spiel’n: … Götz von Berlichingen!“



Das große Grundstück

Kurt aus Kärnten war als schlauer
Landwirt weit und breit bekannt,
neulich traf er Franz, der Bauer
war im grünen Steirerland.

Ackern taten sie mit Freude
reich war’n sie so nebenbei,
aber plötzlich stritten beide,
wessen Grund der größte sei.

Kurt – mit Schultern wie ein Förster –
hatte sich breit hingestellt
und berichtete als Erster
prahlerisch und stolzgeschwellt:

„Will mein Grundstück ich umrunden
samt der ganzen Rinderschar,
brauch’ ich netto hundert Stunden,
wenn ich mit dem Traktor fahr’!“

Franz mit Überlegenheitsfaktor
rief: „Ich lach’ mir in den Bauch!
So einen beschiss’nen Traktor
hatt’ vor vierzig Jahr’n ich auch!“



Das Jubiläum

Zwanzig Jahre ohne Schrammen
sind die Hubers nun zusammen,
und sie reisten kurz nach Bayern,
um den Jubeltag zu feiern.

Einmal noch – wie früher eben –
wollt’ Frau Huber was erleben,
denn im Bett war einst ihr Alter
ein famoser Unterhalter.

Als sie dann nach sieben Tagen
heimwärts fuhren mit dem Wagen,
fragte sie ihr Mann, der nette,
wie es ihr gefallen hätte.

Schnippisch sagte sie: „Im Innern
kann ich mich genau erinnern,
wie exakt vor zwanzig Jahren
kraftvoll deine Triebe waren.

Damals – und ich konnt’s nicht fassen –
hast d’ mir nicht mal Zeit gelassen,
mich auch kurz nur hinzuknien,
um die Strümpfe auszuziehen.

Diesmal war beim Liebeswerken
schon ein Wandel zu bemerken:
Um das Kind beim Nam’ zu nennen:
Ich hätt’ Strümpfe STRICKEN können!“



Das Messer in der Brust

Der Lungenarzt sperrte die Praxistür ab,
da kam noch ein Mann völlig müde und schlapp,
dem steckte ein Messer ganz tief in der Brust –
der Lungenarzt war sich des Ernstfalls bewusst.

Doch andererseits war die Sprechstunde aus
und er wollte selbst schon zum Fernseh’n nach Haus,
da hatte er plötzlich wie ein Diplomat
den richtigen Einfall zur Rettung parat.

Er zog dieses Messer heraus fulminant
und stach es dem Fremden ins Ohr kurzerhand.
Dann sprach er: „Dort drüb’n wohnt der Ohrenarzt Böhm!
Der hat heut’ noch offen, jetzt geh’n Sie zu dem!“

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ICH BIN GLÜCKLICH !JEDERMANN KANN JETZT DEINEN UNERSCHÖPFLICHEN, GRANDIOSENFUNDUS IN SEINEN HÄNDEN HALTEN.NICHTS VON DEINEN TIEFSINNIGEN UND HEITEREN, AMORÖSEN POEMSGEHT SO VERLOREN."BIST DU BETRÜBT, SO SCHLAG EINFACH NACH BEI DR. ADAM.

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