Gefallene Engel …
oder der Teufel der Seele …
EUR 15,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 174
ISBN: 978-3-7116-1887-0
Erscheinungsdatum: 02.09.2026
Sarkastisch, schonungslos und erschreckend nah am echten Leben: Charly Kast nimmt die kleinen und großen Zumutungen des Alltags ins Visier – mit schwarzem Humor, bissiger Ironie und einer Prise fantasievoller Rache.
Vorwort
Hallo meine Lieben!
Ich habe dieses Buch geschrieben, damit ich eventuell doch ein paar Menschen davon überzeugen kann, dass, wenn das Leben scheinbar wirklich, wirklich schlimm ist und Sie sogar Gedanken haben, die nicht sein sollten, denken Sie mit Ihrem bezaubernden Lächeln an mich, denn ich garantiere Ihnen eines, es gibt Personen auf diesem Planeten, denen es in einigen Momenten sogar mieser geht als Ihnen. (Z. B. mir in gewissen Situationen!)
Also bleiben Sie stark, trotz sämtlicher Widrigkeiten, die das Leben mitunter so bietet, denn tatsächlich kommt nach jedem Regen wieder die Sonne, auch wenn dieses Pisswetter manchmal derart lange dauert, dass Sie sich die Haare vom Kopf reißen könnten!!! Warum ich Ihnen das sage? Nun, ich bin Tatortreinigerin und glauben Sie mir, ab und zu habe ich Aufträge, die Sie wirklich am Leben zweifeln lassen!!! Vermeiden Sie deshalb also so völlig absurde Gedanken wie Selbstmord! Denn ganz ehrlich, früher oder später sterben wir ja sowieso! Warum also Suizid? Einer der blödesten Einfälle, die ein Mensch haben kann! Darum, lassen Sie das! Schließlich heißt ein schönes Sprichwort:
„Aufgeben … tut man einen Brief …,
sonst gar nichts!!!“
Bevor Sie jetzt aber dieses Buch mit dem Gedanken: „Oh man, schon wieder so eine, die mir erklären will, wie ich mein Leben leben soll …“ in die Ecke schmeißen … und in Panik ausbrechen, keine Sorge, das mache ich definitiv nicht, denn ich bin weder Sigmund Freud noch sonst eine Koryphäe. Was ich Ihnen aber mitgeben werde, ist …
Seien Sie auf der Hut!
Womöglich versteckt sich hinter einer
wunderschönen Fassade das absolut Hässliche …!!!
Um den Datenschutz zu gewährleisten und die Privatsphäre sämtlicher Personen zu schützen, wurden Namen, Orte und selbstverständlich auch alle anderen wichtigen personenbezogenen Daten so weit abgeändert, dass ich hoffentlich keinen Anwalt aufgrund verletzter Persönlichkeitsrechte konsultieren muss.
Was ich allerdings nicht geändert habe, sind meine Gefühle und auch nicht meine persönliche Sprache, die ich benutzt habe, um dieses Buch zu schreiben. Da es MEINE Seele ist und meine Seele darf genau das aussprechen, was sie meint! Datenschutz hin oder her! Oder wie würde ich es (im Gegensatz zu Goethe) sagen:
„Jede Seele braucht ihren Raum zum Sprechen;
wenn es diesen (aufgrund diverser Gesetze) nicht mehr gibt … sollten wir aufhören zu atmen.“
(Charly)
„Jede Provinz liebt ihren Dialekt;
denn er ist doch eigentlich das Element,
in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“
(Johann Wolfgang von Goethe)
Noch was … für meine lieben Leserinnen:
Lassen Sie ab und zu – natürlich nicht immer – eine Kleinigkeit gegenüber Ihrem Adonis durch, denn diese Spezies hat tatsächlich die sogenannte „Nothing Box“, im Gegensatz zu uns Frauen, weshalb sie manchmal Sachen macht, die für unsere weibliche Art völlig absurd, unverständlich und nicht nachvollziehbar sind.
Und an alle meine „paar“ lieben männlichen Leser:
Da ich natürlich aus der Sicht einer Frau schreibe, drücken auch Sie bitte zuweilen ein Auge zu, wenn ich über Ihre Natur philosophiere. Danke!!!
Viel Spaß!!!
Charly
Meine Person – Mein Wesen
Naja, ich war immer der Überzeugung, dass, wenn ich mir, je nachdem frei- oder unfreiwillig und dementsprechend auch „unzumutbare“ Herausforderungen aufbürden würde, könnte ich mir irgendwann diese scheinbare Stärke, Muße – ja Weisheit – aneignen und fortan stolzen Schrittes mit einem Dauergrinsen durch die Gegend latschen! Nach dem Motto: „Alles, was du machst, kommt irgendwann auf dich zurück!!!“
Glauben Sie mir, das hat in meinen mehr als 40 Jahren bislang noch nicht geklappt! Leider! Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! Natürlich kann es ja möglich sein, falls ich noch einige Jahre lebe (was ich doch hoffe!), ich diese Idee revidiere, weil ich eventuell vom Glück oder der Seligkeit eines Besseren belehrt werde! Allerdings hat sich bis jetzt diese „Wahrheit“ noch nicht bestätigt! Denn entweder hat das Glück oder die Seligkeit in den letzten Jahren zuerst die Kurve gekratzt oder – was meine absolute Vermutung ist – die beiden haben sich heimlich abgesprochen und sind gleichzeitig miteinander abgehauen!!!
Nichtsdestotrotz versuche ich mein Leben so gut wie möglich gegenüber mir wie auch den anderen Mitbewohnern auf unserem Planeten zu meistern.
Z. B. bin ich nett!
Ich grüße anständig, egal wen, klein, groß, jung, alt oder um welche Zeit, ich grüße Menschen (sogar die Hunde in meiner Nachbarschaft …), die mir begegnen. Denn ich finde, man sollte das machen. Das ist doch eine kleine Höflichkeit gegenüber anderen. (Oder?)
Selbstverständlich renne ich natürlich nicht wie eine völlig Beklopfte mit einem ständigen Kopfnicken durch Barcelona, München oder sonst eine Großstadt! Denn dann hätte ich ja wirklich einen an der Latte und danach wahrscheinlich ein zweiwöchiges Dauernicken, aber hier in unserem Ort finde ich, sollte man grüßen!
Zudem sage ich immer: „Bitte und Danke“. Lärme nicht in einem Gasthaus über mindestens fünf Tische, nachdem ich gerade mal zwei, drei Minuten sitze: „Bier, ich brauche Bier, her damit!“, den beschäftigten Mitarbeitern hinterher, gebe ordentlich Trinkgeld, schmeiße nicht mit Aschenbechern oder sonstigen Utensilien durch die Gegend und werde nicht ausfällig.
Außerdem bin ich sehr hilfsbereit. Und wenn ich sehr hilfsbereit sage, meine ich damit: Ich gehöre zu dieser beklopften Spezies, die offensichtlich in der frühkindlichen Wachstumsphase (warum auch immer???) irgendwann im Hinterhirn die völlig absurde Idee abgespeichert hat, JEDEM, mit ALLEM, egal mit WAS und egal WO helfen bzw. schon fast RETTEN zu müssen! Das sieht dann in ungefähr so aus …
Bekannter: „Hallo Charly, wie geht es dir?“
Ich: „Geht schon … alles so weit OK.“
Bekannter: „Tja, mir leider nicht so gut … könntest du mir nicht … Geld, Job, Wohnung, dein Auto – leihen, geben oder schenken?“
ZACK und ich (keine Ahnung warum?), aber irgendeine Synapse in meinem Hirn dreht sofort sämtliche SOS-Notschaltstellen aus und befindet sich in einem Meer aus Mitleid gegenüber selbiger Person. Dieses, wie ich es zu sagen pflege: „Mutter-Teresa-Syndrom“ hat mir deshalb schon sämtliche seltsame Blüten beschert.
An dieser Stelle müssen Sie wissen, ich habe weder Millionen auf dem Konto noch sonst überflüssigen Reichtum. Ich wohne in einer kleinen Mietwohnung, die ich, Gott sei Dank, bezahlen kann, habe ein älteres Auto, das ich zum Arbeiten brauche, und zwei Katzen, da ich diese felligen „Flohsäcke“ gegenüber kleinen Kindern immer schon bevorzugte.
Apropos Kinder …
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag diese kleinen heranwachsenden Sabberbeutel wirklich! Aber ich wollte halt einfach keine eigenen Nachkommen und ich bin froh, wenn ich sämtliche dieser kleinen, wunderbaren Geschöpfe, die zum Glück nicht mir gehören, nach einer gewissen Zeit ihren Eltern, Großeltern, Schwererziehungsheim, Knast, Kloster oder sonst jemandem wieder in Obsorge geben kann. Hauptsache, ich bin die süßen „Biester“ nach einer gewissen (für mich sehr anstrengenden Zeit) wieder los.
Seltsame Blüten
Geld
Ja, ja … das liebe Geld! Wie Sie es wahrscheinlich schon ahnen, haben richtig viele Bekannte oder frühere „Freunde“ Schulden bei mir. Hach und Sie ahnen es, diese „Kohle“ kann ich ins Kamin schmieren! (GUT SEIN HEISST DUMM SEIN!!!) Denn entweder sind besagte arme Menschen auf Nimmerwiedersehen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion kontaktlos umgezogen und nicht mehr auffindbar (insgeheim vermute ich ja, dass diese Personen in einem Zeugenschutzprogramm untergekommen sind!), oder aber sie haben NIE die Möglichkeit, irgendeinen Cent zurückzuzahlen, weil kein Job, kein Geld oder immer noch kein Job und deshalb immer noch keine Scheinchen. Mein „Geld-Verleih-Syndrom“ führte aus diesem Grunde schon so weit, dass ich mein Geld ausgeliehen habe und mir danach selber etwas von jemandem anderen borgen musste. Völlig irre und Sie dürfen sich zurecht … auf die Stirn hämmern!
Auto
Tja, das liebe Fahrzeug! Wie viele Männer liebe ich diese motorisierten, verteufelt gutaussehenden Vehikel! Und wenn die dann noch richtig Power unter der Haube haben, dann ist es um mich geschehen. Das soll nicht heißen, dass ich wie eine Gestörte auf den Straßen herumrase. Eher im Gegenteil! Aber allein das Wissen, ich könnte es, macht mich einfach glücklich. Mein Favorit und absolutes (und wahrscheinlich auch absolut unerreichbares) Traumauto ist der Aston Martin Vantage! Ich kenne schon die Lackierung, die es haben muss, die Innenausstattung, Felgen usw. und klar den Preis und somit bleibt das wohl ein Traum! Ich gebe zu, ich habe wohl zu viele männliche Steroide, aber was soll ich sagen, wenn dieses Understatement-Gerät live vor mir steht, hat nicht mal mehr George Clooney eine Chance bei mir!
Jedenfalls hatte ich mal wieder ein Auto. Wieder, da ich in meinen Fahr-Anfängen Autos besaß, die weder Powermaschinen waren noch die Ähnlichkeit eines Aston Martins hatten, dafür einfach nur billig und immerhin im besten Fall ein Jahr fahrtüchtig.
Citroën Saxo (1,0 Liter/45 PS) – (Ja, ich weiß, wie viel Hubraum, PS und Drehmoment der Aston Martin Vantage hat!
Falls Sie sich inzwischen von Ihrem Lachkrampf erholt haben, machen wir weiter.)
Da war er wieder, dieser arme Kerl. Dieses Mal ein Arbeitskollege von mir, der unbedingt (weil wahrscheinlich ein unausweichlicher Asteroiden-Absturz in nächster Nähe bevorstand) – er brauchte dringend ein Fahrzeug, um die Welt noch zu retten. Genau und was macht meine eigensinnige Synapse? Die schaltet sämtliche Notampeln auf Schlafmodus! Ich überlasse also dem todesmutigen Kerl mein Auto, fahre nach der Arbeit mit dem öffentlichen Verkehrsmittel 15 km nach Hause und warte, bis die Kometen-Rettungsaktion erfolgreich getan ist und das „schnittige Gefährt“ bei mir vom Helden abgeliefert wird. (Logisch, oder?!?)
O. K., ich erzähle Ihnen, wie es wirklich war …
Ungefähr zwei Stunden später hat mich der „Weltretter“ telefonisch kontaktiert.
(Ja, für alle Youngsters, es gab schon Handys! Ok, große, schwere und ohne Touchscreen, aber immerhin konnte man schon ohne Festnetz telefonieren, vorausgesetzt, es gab in dieser Region einen Netzanbieter!)
Offensichtlich hatte bei der angehenden Rettungsfahrt zum Supergau-Zielort ein rotes Lämpchen im Saxo-Cockpit unaufhörlich angefangen zu flackern.
(Dazu muss ich – für alle Auto-Laien – sagen, falls an der Armatur Ihres Wagens ein rotes Lämpchen aufflackert, das aussieht wie ein Motor, hierbei wichtig: rot, nicht gelb, fahren Sie sofort auf die Seite, Pannenstreifen etc., von mir aus auch ins Gebüsch!!! Aber schalten Sie dann unverzüglich den Motor ab, vorausgesetzt, Sie stehen eh noch nicht! Falls dann noch ein weiß-graues Smog-Gemisch aus der Haube gen Himmel aufsteigt, ist es wie beim Asteroiden-Einschlag. Gefahr in Verzug!!! Fahren Sie nicht weiter, NIE, NIIEE, NIIIEEE! Bei Gelb ist es ja auch schon kritisch, aber da haben Sie immerhin noch ca. einen Kilometer Weg, bis Sie auch unbedingt anhalten sollten!)
Kurzum: Herr galaktischer Steine-Bekämpfer ist nicht stehen geblieben, dafür anschließend „seltsamerweise“ das vierrädrige weiße Häufchen, und zwar auf der Autobahn, immerhin mit dem letzten Kracher auf dem Pannenstreifen! Sodass der Abschleppdienst nach meinem flehenden Bitten zumindest nicht mitten auf der relativ gut befahrenen Autobahn das arme Teil runterzerren musste. Und der Retter der Welt? Der war jedenfalls auf sonderbare Art und Weise nicht mehr auf- find- oder kontaktierbar. Nicht mal mehr bei der Arbeit. Tja, Vorteil Leasingarbeiter! (Scheinbar im Urlaub oder vielleicht gekündigt worden?!? So viel zum Zeugenschutzprogramm!). Nachdem ich Abschleppkosten bezahlt und nach einiger, viel Zeit auch wieder im Besitz eines alten Autos war:
Resümee: NIE mehr Auto ausleihen! Habe ich tatsächlich auch nicht mehr gemacht! Ich klopf mir mal auf die Schultern! Immerhin etwas gelernt!
Herausforderungen
Männer
Ja, was soll ich sagen, ich liebe sie!!! Ganz ehrlich, ich liebe diese animalische Spezies mit ihrem Testosteron getränkten Geruch, ihren imposanten Körpern, dieser maskulinen Stimme, außer Sie heißen Dieter Bohlen (nicht böse sein, Herr Bohlen!), und ihrer außergewöhnlichen Art, das Leben so einfach oder pragmatisch wie möglich zu meistern, und ihrem, in meinen Augen etwas zwar sonderbarem, abstrakten Denken und Eigenheiten! Aber diese Aufgabe (Mann) lässt mich trotzdem schier verzweifeln!
In meinen bisherigen Jahren habe ich bis heute tatsächlich immer noch nicht begriffen, wie diese grundsätzlich bezaubernde Spezies tickt. Selbstverständlich versuche ich mit allen Methoden wie z. B. mit Hilfe der sogenannten Körpersprache oder bestimmter Lügenfallen sämtliche Tricks dieser Wesen zu durchschauen! (Ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal mehr, wie viele Bücher ich über diese Aufgabenstellung gelesen habe, aber ich schätze mal so ziemlich alle, die ich in Mitteleuropa erwerben konnte!) Mit dem Ergebnis, dass es mir gar nichts gebracht hat!!! Immerhin haben aber wenigstens ein paar Autoren mit mir etwas Geld verdient. Ganz ehrlich, entweder bin ich zu blöde, um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, oder ich bin definitiv zu naiv!
Männer-Hobbys
Bei diesem Thema bekomme ich definitiv Gänsehaut bzw. Atemnot und bitte deshalb die paar Männer, die das Buch noch in der Hand halten, überspringen Sie bitte die nächsten Seiten! Danke!!!
Fußball
Eines der beliebtesten Freizeitvergnügen dieser Wesen bei uns ist ja Fußball! Allerdings ist das eine Sportart, die ich im Leben nie begreifen werde. (Obwohl ich mir wirklich, wirklich viel Mühe gebe!) Keine Frage, es ist super, wenn Menschen Sport betreiben – schließlich hält Sport gesund, fit und überhaupt ist es gut, wenn man andere ähnlich gesinnte Artgenossen kennenlernt! Aber eben auf einem Sportplatz! Damit sich die Jungs nach einem Spiel ausgepowert in die Duschecke des Klubs verkriechen und danach noch vielleicht ein paar Biere miteinander genießen und Austausch halten können. Dann kommen die nicht mehr verschwitzten heldenhaften Männer hoffentlich völlig relaxt zu Ihnen nach Hause und Sie haben (eventuell) mit Ihrem Schatzi noch einen tollen romantischen Abend, sofern er nicht nach schwerem Alkoholmissbrauch nur mehr torkelnd das Schlafzimmer aufsuchen muss.
Bei mir läuft das seit Jahren ja so: Grundsätzlich erwische ich tatsächlich immer Männer, die unwiderrufliche Fußball-Experten sind, aber halt statt auf dem Spielfeld nur vor dem Fernseher oder in einer schummrigen, nicht gut durchlüfteten Bar.
Ich sitze also geballte 90 Minuten da (weil ich ja meinen Schatz so liebe!) und höre ihm bzw. auch den anderen Fußballprofis (die alle höchstens mal im Kindesalter etwas Ähnliches wie diese runde Lederkugel gesehen haben) inbrünstig zu, was diese „charmanten“ Typen in ihren überaus wichtigen Weisheiten als nächste angehende Sportmoderatoren oder Fußballtrainer bei wenigstens dem FC Mailand so von sich geben. Elende, nie enden wollende 90 Minuten lang!
Da ich ja aber nicht ganz blöd bin, habe ich während der letzten Jahre einen genialen Plan ausgeheckt, damit ich mir dieses Drama nicht mehr mindestens einmal in der Woche antun muss.
Erstens habe ich einen Zweitfernseher (der selbstverständlich viel kleiner ist als der andere!!!) gekauft und diesen in ein noch viel kleineres Zimmer in meiner Wohnung verbannt! Denn wenn mein Schatzi ein wichtiges Spiel anschauen will, dann natürlich im sogenannten „Speicher“! Falls ich aber doch wieder einmal zu einem unglaublichen Spiel in einer „Beiz“ mit anderen Fußballfans genötigt werde, weil mir langsam die Krankheiten meiner Verwandten bzw. das blöderweise tödlich dahinschleichende Siechtum meiner „Großfamilie“ ausgehen, musste ich dann doch zu anderen extremeren Mitteln greifen.
Nein, meine lieben Damen, nicht GIFT!!!! Meine Damen, das geht definitiv viel einfacher!!! Und vor allem kommen Sie damit nicht in den Knast!
Ich stelle einfach ununterbrochen Fragen und zwar richtig blöde, wie bei:
Anpfiff:
„Schatzi, also wer muss jetzt in welches Tor schießen?“
Nach der Halbzeit:
„Herzblatt, schießen die jetzt nicht in die falsche Richtung?“
Spielphase:
„Wie viele gelbe und rote Karten hat denn eigentlich der Schiri? Der braucht ja richtig viele, wenn er ständig ein paar Spielern eine gibt. Und überhaupt, was ist nochmal ein Freistoß, Elfer oder Ecke und warum? Ach Schatz, ich verstehe das einfach nicht, kannst du mir das nicht aufzeichnen?“
Am besten grölen Sie dann noch dem falschen Verein zu, wenn dieser ein Tor schießt, denn dann ist es definitiv vorbei mit der guten Laune Ihres Amores und er wird sich hüten, Sie jemals wieder in eine Bar mitzuschleppen, wenn – für ihn – ein wichtiges Spiel übertragen wird.
Klappt!!! Probieren Sie’s aus!
Nächstes Hobby: Angeln!!!
Halleluja, das ist auch so ein Hobby. Bei aller Liebe, ich meine, ich verstehe ja, dass unsere männlichen Artgenossen früher in der Steinzeit jagen und fischen mussten, um die Nachkommenschaft irgendwie durchzufuttern! Was wahrscheinlich auch sicher nicht so witzig war, wenn man sich Gedanken machen musste, zwischen einem Mammut, Säbelzahntiger oder einem gigantischen Meeresungeheuer zu entscheiden, ob es doch fettreiches Fleisch, Fisch, eventuell nur Nager oder zumindest immerhin ein paar proteinhaltige Insekten zum – von uns Frauen gesammelten – Beeren-Abendessen gab. Aber heutzutage?
Der wunderbare MR. T.
Tja, da ich doch offensichtlich ein sehr „exzentrisches“ Wesen bin, was Herausforderungen anbelangt, habe ich mir nach ein paar vorherigen Partnern dann ein ganz besonderes „prähistorisches“ Exemplar ausgesucht: MR. T.! Mit allem, auch was man unter urzeitlich versteht! Seine Eigenschaften:
Animalisch
Rülpst, furzt, bohrt ehrlich ab und zu in der Nase (und denkt, man merkt das nicht), macht diese seltsamen Männer-Raucher-Geräusche am Morgen nach dem Aufstehen: Sie wissen schon … Khakrrrhhhch … Hust … Khakrrrhhhch … Hust …
Aber er sieht (für mich zumindest) unglaublich gut aus, ist intelligent (meistens), hat Humor (nicht immer), ist liebenswert (mitunter) und riecht auch noch gut! (O. K., auch nicht immer, z. B. nach dem Fische-Abmurksen)
Naturverbunden
Keine Ahnung warum, aber jedenfalls hat MR. T. das unerforschte Bedürfnis – immer – außer es herrschen gerade minus 40 Grad, egal wo oder an welchem Ort, ständig barfuß durch die Gegend rennen zu müssen. Zu seiner Verteidigung muss ich allerdings festhalten, ganz selten gibt es auch im Hochsommer einige Events, die MR. T. tatsächlich bei Plusgraden mit Schuhen betritt. (Nachdem er natürlich ungefähr vier Wochen vor diesem wichtigen Anlass von mir vorsätzlich keifend instruiert wurde, dass jeder Mensch dort Schuhe trägt!!!)
Hallo meine Lieben!
Ich habe dieses Buch geschrieben, damit ich eventuell doch ein paar Menschen davon überzeugen kann, dass, wenn das Leben scheinbar wirklich, wirklich schlimm ist und Sie sogar Gedanken haben, die nicht sein sollten, denken Sie mit Ihrem bezaubernden Lächeln an mich, denn ich garantiere Ihnen eines, es gibt Personen auf diesem Planeten, denen es in einigen Momenten sogar mieser geht als Ihnen. (Z. B. mir in gewissen Situationen!)
Also bleiben Sie stark, trotz sämtlicher Widrigkeiten, die das Leben mitunter so bietet, denn tatsächlich kommt nach jedem Regen wieder die Sonne, auch wenn dieses Pisswetter manchmal derart lange dauert, dass Sie sich die Haare vom Kopf reißen könnten!!! Warum ich Ihnen das sage? Nun, ich bin Tatortreinigerin und glauben Sie mir, ab und zu habe ich Aufträge, die Sie wirklich am Leben zweifeln lassen!!! Vermeiden Sie deshalb also so völlig absurde Gedanken wie Selbstmord! Denn ganz ehrlich, früher oder später sterben wir ja sowieso! Warum also Suizid? Einer der blödesten Einfälle, die ein Mensch haben kann! Darum, lassen Sie das! Schließlich heißt ein schönes Sprichwort:
„Aufgeben … tut man einen Brief …,
sonst gar nichts!!!“
Bevor Sie jetzt aber dieses Buch mit dem Gedanken: „Oh man, schon wieder so eine, die mir erklären will, wie ich mein Leben leben soll …“ in die Ecke schmeißen … und in Panik ausbrechen, keine Sorge, das mache ich definitiv nicht, denn ich bin weder Sigmund Freud noch sonst eine Koryphäe. Was ich Ihnen aber mitgeben werde, ist …
Seien Sie auf der Hut!
Womöglich versteckt sich hinter einer
wunderschönen Fassade das absolut Hässliche …!!!
Um den Datenschutz zu gewährleisten und die Privatsphäre sämtlicher Personen zu schützen, wurden Namen, Orte und selbstverständlich auch alle anderen wichtigen personenbezogenen Daten so weit abgeändert, dass ich hoffentlich keinen Anwalt aufgrund verletzter Persönlichkeitsrechte konsultieren muss.
Was ich allerdings nicht geändert habe, sind meine Gefühle und auch nicht meine persönliche Sprache, die ich benutzt habe, um dieses Buch zu schreiben. Da es MEINE Seele ist und meine Seele darf genau das aussprechen, was sie meint! Datenschutz hin oder her! Oder wie würde ich es (im Gegensatz zu Goethe) sagen:
„Jede Seele braucht ihren Raum zum Sprechen;
wenn es diesen (aufgrund diverser Gesetze) nicht mehr gibt … sollten wir aufhören zu atmen.“
(Charly)
„Jede Provinz liebt ihren Dialekt;
denn er ist doch eigentlich das Element,
in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“
(Johann Wolfgang von Goethe)
Noch was … für meine lieben Leserinnen:
Lassen Sie ab und zu – natürlich nicht immer – eine Kleinigkeit gegenüber Ihrem Adonis durch, denn diese Spezies hat tatsächlich die sogenannte „Nothing Box“, im Gegensatz zu uns Frauen, weshalb sie manchmal Sachen macht, die für unsere weibliche Art völlig absurd, unverständlich und nicht nachvollziehbar sind.
Und an alle meine „paar“ lieben männlichen Leser:
Da ich natürlich aus der Sicht einer Frau schreibe, drücken auch Sie bitte zuweilen ein Auge zu, wenn ich über Ihre Natur philosophiere. Danke!!!
Viel Spaß!!!
Charly
Meine Person – Mein Wesen
Naja, ich war immer der Überzeugung, dass, wenn ich mir, je nachdem frei- oder unfreiwillig und dementsprechend auch „unzumutbare“ Herausforderungen aufbürden würde, könnte ich mir irgendwann diese scheinbare Stärke, Muße – ja Weisheit – aneignen und fortan stolzen Schrittes mit einem Dauergrinsen durch die Gegend latschen! Nach dem Motto: „Alles, was du machst, kommt irgendwann auf dich zurück!!!“
Glauben Sie mir, das hat in meinen mehr als 40 Jahren bislang noch nicht geklappt! Leider! Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! Natürlich kann es ja möglich sein, falls ich noch einige Jahre lebe (was ich doch hoffe!), ich diese Idee revidiere, weil ich eventuell vom Glück oder der Seligkeit eines Besseren belehrt werde! Allerdings hat sich bis jetzt diese „Wahrheit“ noch nicht bestätigt! Denn entweder hat das Glück oder die Seligkeit in den letzten Jahren zuerst die Kurve gekratzt oder – was meine absolute Vermutung ist – die beiden haben sich heimlich abgesprochen und sind gleichzeitig miteinander abgehauen!!!
Nichtsdestotrotz versuche ich mein Leben so gut wie möglich gegenüber mir wie auch den anderen Mitbewohnern auf unserem Planeten zu meistern.
Z. B. bin ich nett!
Ich grüße anständig, egal wen, klein, groß, jung, alt oder um welche Zeit, ich grüße Menschen (sogar die Hunde in meiner Nachbarschaft …), die mir begegnen. Denn ich finde, man sollte das machen. Das ist doch eine kleine Höflichkeit gegenüber anderen. (Oder?)
Selbstverständlich renne ich natürlich nicht wie eine völlig Beklopfte mit einem ständigen Kopfnicken durch Barcelona, München oder sonst eine Großstadt! Denn dann hätte ich ja wirklich einen an der Latte und danach wahrscheinlich ein zweiwöchiges Dauernicken, aber hier in unserem Ort finde ich, sollte man grüßen!
Zudem sage ich immer: „Bitte und Danke“. Lärme nicht in einem Gasthaus über mindestens fünf Tische, nachdem ich gerade mal zwei, drei Minuten sitze: „Bier, ich brauche Bier, her damit!“, den beschäftigten Mitarbeitern hinterher, gebe ordentlich Trinkgeld, schmeiße nicht mit Aschenbechern oder sonstigen Utensilien durch die Gegend und werde nicht ausfällig.
Außerdem bin ich sehr hilfsbereit. Und wenn ich sehr hilfsbereit sage, meine ich damit: Ich gehöre zu dieser beklopften Spezies, die offensichtlich in der frühkindlichen Wachstumsphase (warum auch immer???) irgendwann im Hinterhirn die völlig absurde Idee abgespeichert hat, JEDEM, mit ALLEM, egal mit WAS und egal WO helfen bzw. schon fast RETTEN zu müssen! Das sieht dann in ungefähr so aus …
Bekannter: „Hallo Charly, wie geht es dir?“
Ich: „Geht schon … alles so weit OK.“
Bekannter: „Tja, mir leider nicht so gut … könntest du mir nicht … Geld, Job, Wohnung, dein Auto – leihen, geben oder schenken?“
ZACK und ich (keine Ahnung warum?), aber irgendeine Synapse in meinem Hirn dreht sofort sämtliche SOS-Notschaltstellen aus und befindet sich in einem Meer aus Mitleid gegenüber selbiger Person. Dieses, wie ich es zu sagen pflege: „Mutter-Teresa-Syndrom“ hat mir deshalb schon sämtliche seltsame Blüten beschert.
An dieser Stelle müssen Sie wissen, ich habe weder Millionen auf dem Konto noch sonst überflüssigen Reichtum. Ich wohne in einer kleinen Mietwohnung, die ich, Gott sei Dank, bezahlen kann, habe ein älteres Auto, das ich zum Arbeiten brauche, und zwei Katzen, da ich diese felligen „Flohsäcke“ gegenüber kleinen Kindern immer schon bevorzugte.
Apropos Kinder …
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag diese kleinen heranwachsenden Sabberbeutel wirklich! Aber ich wollte halt einfach keine eigenen Nachkommen und ich bin froh, wenn ich sämtliche dieser kleinen, wunderbaren Geschöpfe, die zum Glück nicht mir gehören, nach einer gewissen Zeit ihren Eltern, Großeltern, Schwererziehungsheim, Knast, Kloster oder sonst jemandem wieder in Obsorge geben kann. Hauptsache, ich bin die süßen „Biester“ nach einer gewissen (für mich sehr anstrengenden Zeit) wieder los.
Seltsame Blüten
Geld
Ja, ja … das liebe Geld! Wie Sie es wahrscheinlich schon ahnen, haben richtig viele Bekannte oder frühere „Freunde“ Schulden bei mir. Hach und Sie ahnen es, diese „Kohle“ kann ich ins Kamin schmieren! (GUT SEIN HEISST DUMM SEIN!!!) Denn entweder sind besagte arme Menschen auf Nimmerwiedersehen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion kontaktlos umgezogen und nicht mehr auffindbar (insgeheim vermute ich ja, dass diese Personen in einem Zeugenschutzprogramm untergekommen sind!), oder aber sie haben NIE die Möglichkeit, irgendeinen Cent zurückzuzahlen, weil kein Job, kein Geld oder immer noch kein Job und deshalb immer noch keine Scheinchen. Mein „Geld-Verleih-Syndrom“ führte aus diesem Grunde schon so weit, dass ich mein Geld ausgeliehen habe und mir danach selber etwas von jemandem anderen borgen musste. Völlig irre und Sie dürfen sich zurecht … auf die Stirn hämmern!
Auto
Tja, das liebe Fahrzeug! Wie viele Männer liebe ich diese motorisierten, verteufelt gutaussehenden Vehikel! Und wenn die dann noch richtig Power unter der Haube haben, dann ist es um mich geschehen. Das soll nicht heißen, dass ich wie eine Gestörte auf den Straßen herumrase. Eher im Gegenteil! Aber allein das Wissen, ich könnte es, macht mich einfach glücklich. Mein Favorit und absolutes (und wahrscheinlich auch absolut unerreichbares) Traumauto ist der Aston Martin Vantage! Ich kenne schon die Lackierung, die es haben muss, die Innenausstattung, Felgen usw. und klar den Preis und somit bleibt das wohl ein Traum! Ich gebe zu, ich habe wohl zu viele männliche Steroide, aber was soll ich sagen, wenn dieses Understatement-Gerät live vor mir steht, hat nicht mal mehr George Clooney eine Chance bei mir!
Jedenfalls hatte ich mal wieder ein Auto. Wieder, da ich in meinen Fahr-Anfängen Autos besaß, die weder Powermaschinen waren noch die Ähnlichkeit eines Aston Martins hatten, dafür einfach nur billig und immerhin im besten Fall ein Jahr fahrtüchtig.
Citroën Saxo (1,0 Liter/45 PS) – (Ja, ich weiß, wie viel Hubraum, PS und Drehmoment der Aston Martin Vantage hat!
Falls Sie sich inzwischen von Ihrem Lachkrampf erholt haben, machen wir weiter.)
Da war er wieder, dieser arme Kerl. Dieses Mal ein Arbeitskollege von mir, der unbedingt (weil wahrscheinlich ein unausweichlicher Asteroiden-Absturz in nächster Nähe bevorstand) – er brauchte dringend ein Fahrzeug, um die Welt noch zu retten. Genau und was macht meine eigensinnige Synapse? Die schaltet sämtliche Notampeln auf Schlafmodus! Ich überlasse also dem todesmutigen Kerl mein Auto, fahre nach der Arbeit mit dem öffentlichen Verkehrsmittel 15 km nach Hause und warte, bis die Kometen-Rettungsaktion erfolgreich getan ist und das „schnittige Gefährt“ bei mir vom Helden abgeliefert wird. (Logisch, oder?!?)
O. K., ich erzähle Ihnen, wie es wirklich war …
Ungefähr zwei Stunden später hat mich der „Weltretter“ telefonisch kontaktiert.
(Ja, für alle Youngsters, es gab schon Handys! Ok, große, schwere und ohne Touchscreen, aber immerhin konnte man schon ohne Festnetz telefonieren, vorausgesetzt, es gab in dieser Region einen Netzanbieter!)
Offensichtlich hatte bei der angehenden Rettungsfahrt zum Supergau-Zielort ein rotes Lämpchen im Saxo-Cockpit unaufhörlich angefangen zu flackern.
(Dazu muss ich – für alle Auto-Laien – sagen, falls an der Armatur Ihres Wagens ein rotes Lämpchen aufflackert, das aussieht wie ein Motor, hierbei wichtig: rot, nicht gelb, fahren Sie sofort auf die Seite, Pannenstreifen etc., von mir aus auch ins Gebüsch!!! Aber schalten Sie dann unverzüglich den Motor ab, vorausgesetzt, Sie stehen eh noch nicht! Falls dann noch ein weiß-graues Smog-Gemisch aus der Haube gen Himmel aufsteigt, ist es wie beim Asteroiden-Einschlag. Gefahr in Verzug!!! Fahren Sie nicht weiter, NIE, NIIEE, NIIIEEE! Bei Gelb ist es ja auch schon kritisch, aber da haben Sie immerhin noch ca. einen Kilometer Weg, bis Sie auch unbedingt anhalten sollten!)
Kurzum: Herr galaktischer Steine-Bekämpfer ist nicht stehen geblieben, dafür anschließend „seltsamerweise“ das vierrädrige weiße Häufchen, und zwar auf der Autobahn, immerhin mit dem letzten Kracher auf dem Pannenstreifen! Sodass der Abschleppdienst nach meinem flehenden Bitten zumindest nicht mitten auf der relativ gut befahrenen Autobahn das arme Teil runterzerren musste. Und der Retter der Welt? Der war jedenfalls auf sonderbare Art und Weise nicht mehr auf- find- oder kontaktierbar. Nicht mal mehr bei der Arbeit. Tja, Vorteil Leasingarbeiter! (Scheinbar im Urlaub oder vielleicht gekündigt worden?!? So viel zum Zeugenschutzprogramm!). Nachdem ich Abschleppkosten bezahlt und nach einiger, viel Zeit auch wieder im Besitz eines alten Autos war:
Resümee: NIE mehr Auto ausleihen! Habe ich tatsächlich auch nicht mehr gemacht! Ich klopf mir mal auf die Schultern! Immerhin etwas gelernt!
Herausforderungen
Männer
Ja, was soll ich sagen, ich liebe sie!!! Ganz ehrlich, ich liebe diese animalische Spezies mit ihrem Testosteron getränkten Geruch, ihren imposanten Körpern, dieser maskulinen Stimme, außer Sie heißen Dieter Bohlen (nicht böse sein, Herr Bohlen!), und ihrer außergewöhnlichen Art, das Leben so einfach oder pragmatisch wie möglich zu meistern, und ihrem, in meinen Augen etwas zwar sonderbarem, abstrakten Denken und Eigenheiten! Aber diese Aufgabe (Mann) lässt mich trotzdem schier verzweifeln!
In meinen bisherigen Jahren habe ich bis heute tatsächlich immer noch nicht begriffen, wie diese grundsätzlich bezaubernde Spezies tickt. Selbstverständlich versuche ich mit allen Methoden wie z. B. mit Hilfe der sogenannten Körpersprache oder bestimmter Lügenfallen sämtliche Tricks dieser Wesen zu durchschauen! (Ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal mehr, wie viele Bücher ich über diese Aufgabenstellung gelesen habe, aber ich schätze mal so ziemlich alle, die ich in Mitteleuropa erwerben konnte!) Mit dem Ergebnis, dass es mir gar nichts gebracht hat!!! Immerhin haben aber wenigstens ein paar Autoren mit mir etwas Geld verdient. Ganz ehrlich, entweder bin ich zu blöde, um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, oder ich bin definitiv zu naiv!
Männer-Hobbys
Bei diesem Thema bekomme ich definitiv Gänsehaut bzw. Atemnot und bitte deshalb die paar Männer, die das Buch noch in der Hand halten, überspringen Sie bitte die nächsten Seiten! Danke!!!
Fußball
Eines der beliebtesten Freizeitvergnügen dieser Wesen bei uns ist ja Fußball! Allerdings ist das eine Sportart, die ich im Leben nie begreifen werde. (Obwohl ich mir wirklich, wirklich viel Mühe gebe!) Keine Frage, es ist super, wenn Menschen Sport betreiben – schließlich hält Sport gesund, fit und überhaupt ist es gut, wenn man andere ähnlich gesinnte Artgenossen kennenlernt! Aber eben auf einem Sportplatz! Damit sich die Jungs nach einem Spiel ausgepowert in die Duschecke des Klubs verkriechen und danach noch vielleicht ein paar Biere miteinander genießen und Austausch halten können. Dann kommen die nicht mehr verschwitzten heldenhaften Männer hoffentlich völlig relaxt zu Ihnen nach Hause und Sie haben (eventuell) mit Ihrem Schatzi noch einen tollen romantischen Abend, sofern er nicht nach schwerem Alkoholmissbrauch nur mehr torkelnd das Schlafzimmer aufsuchen muss.
Bei mir läuft das seit Jahren ja so: Grundsätzlich erwische ich tatsächlich immer Männer, die unwiderrufliche Fußball-Experten sind, aber halt statt auf dem Spielfeld nur vor dem Fernseher oder in einer schummrigen, nicht gut durchlüfteten Bar.
Ich sitze also geballte 90 Minuten da (weil ich ja meinen Schatz so liebe!) und höre ihm bzw. auch den anderen Fußballprofis (die alle höchstens mal im Kindesalter etwas Ähnliches wie diese runde Lederkugel gesehen haben) inbrünstig zu, was diese „charmanten“ Typen in ihren überaus wichtigen Weisheiten als nächste angehende Sportmoderatoren oder Fußballtrainer bei wenigstens dem FC Mailand so von sich geben. Elende, nie enden wollende 90 Minuten lang!
Da ich ja aber nicht ganz blöd bin, habe ich während der letzten Jahre einen genialen Plan ausgeheckt, damit ich mir dieses Drama nicht mehr mindestens einmal in der Woche antun muss.
Erstens habe ich einen Zweitfernseher (der selbstverständlich viel kleiner ist als der andere!!!) gekauft und diesen in ein noch viel kleineres Zimmer in meiner Wohnung verbannt! Denn wenn mein Schatzi ein wichtiges Spiel anschauen will, dann natürlich im sogenannten „Speicher“! Falls ich aber doch wieder einmal zu einem unglaublichen Spiel in einer „Beiz“ mit anderen Fußballfans genötigt werde, weil mir langsam die Krankheiten meiner Verwandten bzw. das blöderweise tödlich dahinschleichende Siechtum meiner „Großfamilie“ ausgehen, musste ich dann doch zu anderen extremeren Mitteln greifen.
Nein, meine lieben Damen, nicht GIFT!!!! Meine Damen, das geht definitiv viel einfacher!!! Und vor allem kommen Sie damit nicht in den Knast!
Ich stelle einfach ununterbrochen Fragen und zwar richtig blöde, wie bei:
Anpfiff:
„Schatzi, also wer muss jetzt in welches Tor schießen?“
Nach der Halbzeit:
„Herzblatt, schießen die jetzt nicht in die falsche Richtung?“
Spielphase:
„Wie viele gelbe und rote Karten hat denn eigentlich der Schiri? Der braucht ja richtig viele, wenn er ständig ein paar Spielern eine gibt. Und überhaupt, was ist nochmal ein Freistoß, Elfer oder Ecke und warum? Ach Schatz, ich verstehe das einfach nicht, kannst du mir das nicht aufzeichnen?“
Am besten grölen Sie dann noch dem falschen Verein zu, wenn dieser ein Tor schießt, denn dann ist es definitiv vorbei mit der guten Laune Ihres Amores und er wird sich hüten, Sie jemals wieder in eine Bar mitzuschleppen, wenn – für ihn – ein wichtiges Spiel übertragen wird.
Klappt!!! Probieren Sie’s aus!
Nächstes Hobby: Angeln!!!
Halleluja, das ist auch so ein Hobby. Bei aller Liebe, ich meine, ich verstehe ja, dass unsere männlichen Artgenossen früher in der Steinzeit jagen und fischen mussten, um die Nachkommenschaft irgendwie durchzufuttern! Was wahrscheinlich auch sicher nicht so witzig war, wenn man sich Gedanken machen musste, zwischen einem Mammut, Säbelzahntiger oder einem gigantischen Meeresungeheuer zu entscheiden, ob es doch fettreiches Fleisch, Fisch, eventuell nur Nager oder zumindest immerhin ein paar proteinhaltige Insekten zum – von uns Frauen gesammelten – Beeren-Abendessen gab. Aber heutzutage?
Der wunderbare MR. T.
Tja, da ich doch offensichtlich ein sehr „exzentrisches“ Wesen bin, was Herausforderungen anbelangt, habe ich mir nach ein paar vorherigen Partnern dann ein ganz besonderes „prähistorisches“ Exemplar ausgesucht: MR. T.! Mit allem, auch was man unter urzeitlich versteht! Seine Eigenschaften:
Animalisch
Rülpst, furzt, bohrt ehrlich ab und zu in der Nase (und denkt, man merkt das nicht), macht diese seltsamen Männer-Raucher-Geräusche am Morgen nach dem Aufstehen: Sie wissen schon … Khakrrrhhhch … Hust … Khakrrrhhhch … Hust …
Aber er sieht (für mich zumindest) unglaublich gut aus, ist intelligent (meistens), hat Humor (nicht immer), ist liebenswert (mitunter) und riecht auch noch gut! (O. K., auch nicht immer, z. B. nach dem Fische-Abmurksen)
Naturverbunden
Keine Ahnung warum, aber jedenfalls hat MR. T. das unerforschte Bedürfnis – immer – außer es herrschen gerade minus 40 Grad, egal wo oder an welchem Ort, ständig barfuß durch die Gegend rennen zu müssen. Zu seiner Verteidigung muss ich allerdings festhalten, ganz selten gibt es auch im Hochsommer einige Events, die MR. T. tatsächlich bei Plusgraden mit Schuhen betritt. (Nachdem er natürlich ungefähr vier Wochen vor diesem wichtigen Anlass von mir vorsätzlich keifend instruiert wurde, dass jeder Mensch dort Schuhe trägt!!!)

