S&M Schlangenkraft und Mondmagie – eine sexuelle Mysterienreise

S&M Schlangenkraft und Mondmagie – eine sexuelle Mysterienreise

Stephanie Kay


EUR 19,80

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 182
ISBN: 978-3-85022-989-0
Erscheinungsdatum: 26.05.2010

Leseprobe:

Vorwort

Die Erschliessung neuer Bewusstseinsräume, mit anderen Worten, das sinnlich nicht Fassbare erfahrbar zu machen, ist und war schon immer Hauptbetätigungsfeld der Mystik. Auch das Erleiden eines symbolischen Todes und das Wiedergeborenwerden sind Themen und Grenzerfahrungen, die in vielen Mysterientraditionen als Teil eines Weges der Seelenreifung beschrieben werden.

Allen Mysterienschulen ist ein Mysterienweg gemeinsam, der, sofern selbst gewählt, eine Bewusstseinsentwicklung beinhaltet, welcher die „Entgrenzung“ und die immer tiefere Verbindung zum „wahren“ Selbst sucht. Menschen, die unvorbereitet und ohne Unterstützung in unbekannte Räume geworfen werden, können sich verlieren im „Grenzenlosen“, sie müssen sich wieder finden, die „zerstreuten Glieder“ zusammensuchen und neu ordnen.
Sexualität kann grundsätzlich durch die inne liegende Schöpferkraft ungeheure Energien freisetzen, die Grenzerfahrungen auf dem Weg des persönlichen spirituellen Erwachens auslösen und mit einschliessen. Die Rituale, die in diesem Buch beschrieben sind, setzen Tradition und vertieftes Wissen voraus – eine Nachahmung ohne Anleitung ist nicht empfehlenswert. Ebenso sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Beschäftigung mit mys­tischen, spirituellen Fragen kein Therapieersatz für eine ungelöste, seelische Not ist. In dem Sinne seien im Speziellen die Menschen gewarnt vor diesem Buch, die aufgrund geschwächter Ich-Grenzen zu Wahrnehmungsverzerrungen neigen.

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Präludium – Krypta
M. liegt auf mir und ich sehe in der Dunkelheit nichts, fühle seinen starken, warmen männlichen Körper, wie er eingeölt über meine Haut gleitet, langsam, behutsam, einfühlsam. Sein Atem fällt heiss auf meinen Nacken, regelmässig und tief, seine warmen grossen Hände streichen abwechselnd meine Schultern und meine Hüften. In der Stille bin ich so weit entspannt, im Kerzenschein so erhitzt, dass der Schweiss zwischen M. und mir den Bauch hinunter-, die Innenseiten der Beine hinabgleitet. Mein Körper bebt in feinen Wellen von allein, vom Becken aus in die Höhe, weibliche Salamanderwellen, die selbstständig ihren eigenen Rhythmus finden. Im Strömen meiner Lust fliessen Säfte aus meiner Scheide, ­kreisende Spiralen drehen sich in meinem Inneren, mein Geist ist frei, um zu fliegen. Weiter wollen wir uns treiben, jede Schamschwelle überwinden, die zurückbinden könnte, innig und rücksichtsvoll. Ms. Piercings verteilen kühle Zwischenmomente auf meiner glühenden Haut, ich bin ganz in mir und ganz im Bewusstsein mehr als mir, dieses ganzheitliche Dasein, das in der tiefsten Wahrnehmung einer Ausdehnung und einem Schmelzen zugleich nahekommt.
Im Schweiss des Gleitens und der stillen Berührung liege ich auf einmal auf dem Steinaltar eines dunklen, mit Fackeln beleuchteten Grabgewölbes. Die Schatten der Gruft, des Verlieses, der Kirchensakristei, der Katakombe womöglich springen mich in dieser mörderischen Finsternis von den Wänden an; unerklärbar und doch behütet bleibe ich liegen.
Ms. Messer sticht auf mich ein und mit meinen Säften fliesst warmes Blut aus mir heraus. Mit jeder erotischen Salamanderwelle, die mich vom Becken durch die Glieder in den Kopf und weiter durchflutet, sticht das Messer zu und fliesst wieder mein Blut. Mein Schweiss und mein Urin vermengen sich mit dem Lebenssaft, meine Glieder spüren diese Hitze und die Wärme des flüssigen Nass, wie es an mir herunter pulsiert, herausspritzt und mich aufgeilt. M. ist ganz nahe bei mir, im Bild in mir, er hält mich mit jedem Messerstich ganz fest. Seine Gedanken malen dieselbe Geschichte und fühlen dieselbe Erregung, ohne Worte, er hält inne, gleitet weiter und flüstert mir zu: „Lass es durch“ … Welch ungeheure Hingabe fühle ich zu ihm, welch bedingungsloses Vertrauen erwacht in diesem Ritus, bei dem wir in der erotischen, sinnlich-sexuellen Begegnung den Tod herbeirufen, um das Tor zur Göttlichkeit zu erfahren.
Mein Herz geht unter ihm auf wie eine eingesperrte Schatztruhe, dessen Schlüssel in den Steinkammern der Unterwelt über Jahrhunderte, gar Jahrtausende verloren gegangen war. Tiefrotes, warmes Fleischherz der Demut, welche Süsse befindet sich dort! M. hält mich fest in seiner Liebe, während silbriges, gleitendes Ejakulat mit jeder Feuerwelle aus meiner Quelle flutet. Ich bebe und schüttle in ein tiefes Tal der Einheit und des Friedens und der Göttlichkeit und wir fallen zusammen, in mir und durch mich in die Sternennacht der Ewigkeit, mit jedem Messerstich zu den Weiten der Seelen im Kosmos, die sich wiedererkennen.
Hier liebe ich ihn zeitlos, denn es gibt nichts als die Liebe. Hier versöhne ich mich mit dem Bild der Folter, im Verständnis für die Suche, für den Trieb der Heimkehr. Dieser Sog in der Hitze, dieses ­kühne Wagnis in der Düsterheit, dieses Mysterium, wonach wir süchtig sind, dies ist meine, dies ist unsere Lebensglut. Blutüberströmt sterbe ich stückweise auf dem Altar, in erotischer Ekstase ganz sein, warm, zunehmend an Herzblut verlierend, heller werdend, lichtvoll.
Es ist kein Schmerz, es ist nur feucht, überall nass, wasserfallnass und riecht süss. Mein Verlangen löst in Zungenküssen unser Zerrbild auf und ich erlebe, ergeben und wieder geboren, die Tiefe und Berührbarkeit meiner Seele.
1. Kapitel
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Isis I – Der Ruf

„… no we’re never gonna survive unless we are a little crazy …“
Seal, Songtext aus „Crazy“
Es war abgemacht, im Labyrinth der düsteren Lebensschlaufen, in den Hinterhöfen des Mittelalters, in den Grotten der Götzen aus Stein und Marmor, in den efeu umrandeten Innenhöfen voller Zaubertränke und Kobolde, in regnerischen Nebelnächten aus den Fantasien früherer Priesterleben wieder auferstanden, ein Bündnis aus Asche und Blut, das den Totschlag und die Sexualität in ihrer extremen Form zum Tor zurück in die Heimat lobt.
In diesem Dunkeln, im Verborgenen, war aller Anfang versteckt: die Schöpfung, die Fiktion, der Kosmos. Mitternachtsschwarz das Licht, das geboren wird, manganschwarz, die ­feuchte Nässe des Waldbodens, schwarz-grün und tintenschwarz, die ­Tiefen des Ozeans, wie die Nerven im Gehirn, die platzen in der neu gefundenen Spaltung ihrer Atomfreude, reich und satt und bereit für neue Wege und neue Bahnen, die sich dort anbahnen, wo wir sie verstärken. Aus dem Universum dreht sich das Lebensrad einmal neu um und wir erleben einen Sinnestaumel, einen Sinneswandel und einen Sinneswechsel zu neuen Möglichkeiten unseres Daseins.
In einer solchen Drehung des Schicksals haben M. und ich uns an einem Weiher getroffen und in diesem Leben gefunden, wir hatten einander nicht gesucht, zumindest nicht bewusst, eher erträumt, aber wie das Leben so spielt, standen wir beide allein in der Sonne an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort und mein Arm legte sich freundschaftlich um seine Taille und er zitterte.
Das Zittern führte zum Hinsetzen auf eine Sonnenbank, das Hinsetzen zum Reden, das Reden zum Austausch des bisherigen Lebens, der Austausch zum Essen, das Essen zum Liegen, bis die Dämmerung uns einschmiegte in eine Oase der Nähe, die vertraut war. Sehr vertraut, unglaublich vertraut, warm und befreundet vertraut, vertraulich vertraut, faszinierend, wohlbekannt vertraut. Es war aufregend – und jetzt zitterte ich.
Ich tauchte hinein in den Wald und in mir trat die Wölfin hervor, die flüsterte, und in ihm der Bär, der kraftvoll wärmte, zwei wilde Tiere, die sich beschnupperten in der Dunkelheit, die inzwischen hereingebrochen war. Lautstark raunend, mit kräftigem Tatzendruck, liebevoll den Nacken leckend, glitt er über meinen Rücken, während ich ausgestreckt, geschmeidig, schnurrend, meinen Po zu ihm hingewandt, mich friedlich fressen liess.
Aus den Tieren wurden Vögel, aus den Vögeln Engelwesen, und mit unseren Flügeln flogen wir im Traum über die Wiesen und Wälder, in denen wir herumstreunten, und sahen zu, wie M., der grosse Krieger, schwere Steine den Berg hochschleppte, Staub unter den Kampfstiefeln, am Baum sich hinsetzte und zu Gott sprach. Wir sahen zu, wie S. in der Wiese im Regen sich nackt ausgestreckt auf dem Boden wälzte, Dreck in den Haaren, Blätter am Körper, Gras unter den Nägeln, zur Göttin sprach. S., die Erdkraft in sich saugend, wie M., die Himmelkraft in sich saugend, um händeringend zum Himmel sprechend M. in Gedanken zu berühren, der die Hände am Boden der Erdmutter tastend sich mit Schlamm vollrieb. Das alles sahen die Geflügelten, während S. und M., zwei Fremde in der Weite, zueinanderrückten, die Distanz überwindend, die gar nicht vorhanden, um lächelnd aufeinander zuzuschreiten im Wind.
Die nächste Bank, auf der wir uns tags darauf hinsetzten, krachte förmlich unter uns auseinander, während wir staunend und donnernd und laut lachend nach hinten umkippten und zu Boden fielen. Holzstangen flogen in alle Himmelsrichtungen, als hätten Götter ihre Blitze durch uns geschossen. Die Bank war bodenerdig mauseflach gewalzt; kohlschwarz waren unsere Hände, die berührend Halt suchten beieinander.
M. und ich spielen ein Spiel. Ich bin die Domina der Lust und er muss mir gehorchen. Im lakritzschwarzen Zimmer an das Pfahlkreuz gebunden, könnte ich ihn verhauen, aber meine Hand ist zu lieb, meine zerrissenen Worte könnten Körperfetzen an die Wand schlachten, aber ich zerreisse dabei auch mich. Die Güte des Lebens gewinnt die Oberhand, indem er mir auf meinen Befehl Erdbeeren aus meiner Honigblüte lecken muss. Ein kleines Rinnsal Menstruationsblut schmeckt eisern dazu. Er ist ergeben und unterwürfig, was mir gar nicht gefällt. Weit distanziert bin ich von ihm in dieser Rolle, aber er empfindet Lust und isst sich satt. Ein ganzes Feld von Früchten könnte ich ihm bieten, Mangos, Kürbiskerne, die Augen verbunden, die Hände verbunden, die Beine verbunden und er gibt keinen Widerstand, schleckt und leckt sich durchs Paradies.
Die Wölfin in mir tuschelt, in meinem Wolfsbau habe ich mein Schaffell ausgelegt, meine Wände riechen nach Erde und Wald, nach Sträuchern und nach Feuer. Meine magischen Ketten hängen an der Wand, die wenigen Kleider liegen daneben. Diese umwitterten Wände versprechen Geborgenheit, eine Nähe zu den Elementen, die Kraft geben, und eine Nähe zu mir. Ich bin ganz wohl hier, bin verbunden mit dem Boden in mir, mit den Gütesiegeln der Herbstbeeren und dem Leuchten des farbigen Herbstlaubes. Welch neues Parfüm ich in mir entdecke!
Ich treffe mich mit einer anderen Wölfin, wir legen uns nackt auf ein Nest aus Tüchern, Blättern und Laub und öffnen unsere Schamlippen, um einander Heilung zu geben. Sie blutet ihre Tage und die Herausforderung ist besonders gross, zuerst mit meinen Fingern, dann mit meiner ganzen Hand in sie einzudringen, um ihre Rosenwände zu massieren. Sanft und behutsam gleite ich langsam von einer Schamschwelle zur nächsten. Die Fasern ihrer Scheidenwände sprechen ihre eigene Sprache: Sie erzählen von Geburten und von Liebhabern, von erfüllten und unerfüllten Sehnsüchten. Ich berühre ihre Narben und ihre Lustflächen, ich streiche ihre inneren Lippen zum Schmetterling aus. Als ich sie eine Stunde lang liebkost habe, gleicht ihre klaffende Schamspalte einem Schlachtbild, überall ist Blut, das aus ihr herausströmt. Ich kippe wieder ins Labyrinth der düsteren Lebensschlaufen, in den Hinterhöfen zu Christi Geburt, in den Grotten der Götzen aus Stein und Marmor, in die mit Zaubertränken bestückten und von Hexen bewohnten Innenhöfe. Ich tauche wieder auf, atme durch und sehe die Heiligkeit in diesem Bild, die sakrale Komponente der Leben spendenden Frau, die Schönheit dieses Geschenks der Natur. Kreisend, rhythmisch ist heilig, was wir gebären, was wir schöpfen, was wir kreieren, was wir bewusst und authentisch ins Leben rufen, ob Hexe oder Herrin, ob Magier oder Druide, in der lebensbejahenden Verantwortung für uns selbst.
Als die dritte Bank, auf der M. und ich uns verabreden und hinsetzen, ein paar Tage später selber zu zittern beginnt, wird es klar, dass rauchschwarz am Lagerfeuer wir beide im Verborgenen etwas erahnen, das uns ruft und uns dreht und uns kohlpech­rabenschwarz in die Augen glotzt und nicht nachlässt.
Ich warte, bis der volle Mond sich durch die schwarzen Bäume schiebt und meine Hand am Waldrand Ms. steifen Schwanz durch seine Hosen greift, und lecke zärtlich seinen Nacken. Die Zeit war gekommen, um mit den Göttern zu verhandeln.
Willig und ruhig holen wir Weihrauch und Myrrhe, Mastix und schwarzen Feuersand. Ich räuchere vor meinem Bau einen gedeckten Liegeplatz aus, M. räuchert mich, ich räuchere ihn. Zwölf Steine lege ich um uns in einem Kreis auf den Boden: einen für den Süden, einen für den Westen, einen für den Norden und einen für den Osten, einen für den Südosten, einen für den Südwesten, einen für den Nordwesten, einen für den Nordosten und vier kleine Steine in die Mitte unseres Platzes unter einem Kissen. Im Namen des Grossen Geistes, im Namen des höheren Intellekts, im Namen aller Seelen von allen Menschen und überhaupt im Namen von allem öffnen wir unser Herz und unser Wesen, um einzutauchen in unser Gebet. Einen Burgunder für das Blut und Weisswein für die Saat haben wir parat.
Ich nehme einen Schluck Rotwein und hebe mein Glas in die Höhe.
„Oh grosse Göttin des Lebens, grosse Göttin der Erde, oh Schwestern des Mondlichts, Schwestern aus Wasser und Blut, oh Grossmütter, Mütter meines Vaters und meiner Mutter, welches Leben Ihr schon in Achtung hinter Euch gelegt habt, oh ­Astarte, oh Aphrodite, oh Hekate, alle Erzengelfreunde im Licht, seid heute meine Gäste! Ich lade Euch ein zu meiner Zeremonie, dass Ihr mir beisteht und mich unterstützt, meine tiefe Bestimmung zu hören.“
Ich trinke noch einen Schluck und stelle mein Glas auf den Altar. Rote Kerzen und gelbe Kerzen haben wir hergerichtet, die rundhe­rum brennen, und ich sehe zu, wie M. sein Glas mit Weisswein in die Höhe hält und zu seinen männlichen Ahnen spricht: „Oh ­grosser Gott der Schöpfung, oh grosser Sonnengott, oh Heiliger Vater, Heiliger Geist und alle Brüder des Lichts, oh Zeus, oh Herkules, oh Hades, oh himmlische Grossväter meines Vaters und meiner Mutter, oh himmlische Ahnen, die mich liebt, wachet über mich bei diesem Ritus der Berufung, gebt mir Euren Beistand und Euren Segen!“
Er trinkt noch einen Schluck Weisswein und stellt sein Glas ebenfalls auf den Altar. Der Weihrauch zieht feine Rauchfäden in der Dunkelheit, Blumen und Gras schwimmen still in einer Schale Wasser. Die Ältesten lehren, dass Sexualität unsere Schöpferenergie ist; mit dieser transformierenden und stärksten Kraft wollen wir in Kommunion treten.
Ich habe meine Frage nach einem persönlichen „Wie weiter?“ zusammengefasst auf ein dreieckiges Stück rotes Papier, das ich unter einem farbigen Glaskelch, der uns als Heiliger Gral dient, auf den Altar lege.
Mit beiden Händen berühre ich die Erde und leite zu unserem gemeinsamen Gebet über:

„Hier spricht S., die Priesterin, ich rufe Euch!
Hier spricht M., der Priester, ich rufe Euch!
Ich berufe mich auf die heiligen Gesetze.
Ich berufe mich auf die heiligen Gesetze.
Ich befolge das Gesetz.
Ich befolge das Gesetz.
Ich atme das Gebot.
Ich atme das Gebot.
Ich bin die Bestimmung.
Ich bin die Bestimmung.
Ich träume einen neuen heiligen Traum, um verstärkt mit meinem persönlichen Traum den kollektiven Traum nähren zu können.
Ich träume einen neuen heiligen Traum, um verstärkt mit meinem persönlichen Traum den kollektiven Traum nähren zu können.
Ich wähle keinerlei Karma zu kreieren. Ich handle im Dharma.
Ich wähle keinerlei Karma zu kreieren. Ich handle im Dharma.
Ich stehe in Vertrauen und Unschuld.
Ich stehe in Vertrauen und Unschuld.
Ich bestimme einen neuen Entwurf der Energie in all meinen Bewegungen, und ich beschwöre, dass sich dieser durch das Gesetz des Dreiecks selbst manifestiert.
Ich bestimme eine neue Anordnung der Energie in all meinen Bewegungen, und ich beschwöre, dass sich diese durch das Gesetz des Dreiecks selbst manifestiert.
Ich entlasse meine bewussten Blockaden, die dem Komfort und der Sicherheit in meinem täglichen Leben im Wege stehen.
Ich entlasse meine bewussten Blockaden, die der Bequemlichkeit und der Sicherheit in meinem täglichen Leben im Wege stehen.
Ich entlasse aus meinem Unbewussten alle Energien, die in Disharmonie mit dem kosmischen Bewusstsein sind.
Ich entlasse aus meinem Unbewussten alle Energien, die in Abweichung mit dem kosmischen Bewusstsein sind.
Ich bündle durch die Sonne und durch mich die Metamorphosen, die ich erstrebe.
Ich bündle durch die Erde und durch mich die Umgestaltungen, die ich erstrebe.
Ich bündle durch den Mond und durch mich die Veränderungen, die ich erstrebe.
Ich bündle durch die Sterne und durch mich die Verwandlungen, die ich erstrebe.
Ich ersuche das Feuer um die Erweiterung und die Erleuchtung, die ich erstrebe.
Ich ersuche die Steine um die Stabilität und die Ausdauer, die ich erstrebe.
Ich ersuche das Wasser um das Fliessen und die Formwechsel, die ich erstrebe.

Vorwort

Die Erschliessung neuer Bewusstseinsräume, mit anderen Worten, das sinnlich nicht Fassbare erfahrbar zu machen, ist und war schon immer Hauptbetätigungsfeld der Mystik. Auch das Erleiden eines symbolischen Todes und das Wiedergeborenwerden sind Themen und Grenzerfahrungen, die in vielen Mysterientraditionen als Teil eines Weges der Seelenreifung beschrieben werden.

Allen Mysterienschulen ist ein Mysterienweg gemeinsam, der, sofern selbst gewählt, eine Bewusstseinsentwicklung beinhaltet, welcher die „Entgrenzung“ und die immer tiefere Verbindung zum „wahren“ Selbst sucht. Menschen, die unvorbereitet und ohne Unterstützung in unbekannte Räume geworfen werden, können sich verlieren im „Grenzenlosen“, sie müssen sich wieder finden, die „zerstreuten Glieder“ zusammensuchen und neu ordnen.
Sexualität kann grundsätzlich durch die inne liegende Schöpferkraft ungeheure Energien freisetzen, die Grenzerfahrungen auf dem Weg des persönlichen spirituellen Erwachens auslösen und mit einschliessen. Die Rituale, die in diesem Buch beschrieben sind, setzen Tradition und vertieftes Wissen voraus – eine Nachahmung ohne Anleitung ist nicht empfehlenswert. Ebenso sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Beschäftigung mit mys­tischen, spirituellen Fragen kein Therapieersatz für eine ungelöste, seelische Not ist. In dem Sinne seien im Speziellen die Menschen gewarnt vor diesem Buch, die aufgrund geschwächter Ich-Grenzen zu Wahrnehmungsverzerrungen neigen.

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Präludium – Krypta
M. liegt auf mir und ich sehe in der Dunkelheit nichts, fühle seinen starken, warmen männlichen Körper, wie er eingeölt über meine Haut gleitet, langsam, behutsam, einfühlsam. Sein Atem fällt heiss auf meinen Nacken, regelmässig und tief, seine warmen grossen Hände streichen abwechselnd meine Schultern und meine Hüften. In der Stille bin ich so weit entspannt, im Kerzenschein so erhitzt, dass der Schweiss zwischen M. und mir den Bauch hinunter-, die Innenseiten der Beine hinabgleitet. Mein Körper bebt in feinen Wellen von allein, vom Becken aus in die Höhe, weibliche Salamanderwellen, die selbstständig ihren eigenen Rhythmus finden. Im Strömen meiner Lust fliessen Säfte aus meiner Scheide, ­kreisende Spiralen drehen sich in meinem Inneren, mein Geist ist frei, um zu fliegen. Weiter wollen wir uns treiben, jede Schamschwelle überwinden, die zurückbinden könnte, innig und rücksichtsvoll. Ms. Piercings verteilen kühle Zwischenmomente auf meiner glühenden Haut, ich bin ganz in mir und ganz im Bewusstsein mehr als mir, dieses ganzheitliche Dasein, das in der tiefsten Wahrnehmung einer Ausdehnung und einem Schmelzen zugleich nahekommt.
Im Schweiss des Gleitens und der stillen Berührung liege ich auf einmal auf dem Steinaltar eines dunklen, mit Fackeln beleuchteten Grabgewölbes. Die Schatten der Gruft, des Verlieses, der Kirchensakristei, der Katakombe womöglich springen mich in dieser mörderischen Finsternis von den Wänden an; unerklärbar und doch behütet bleibe ich liegen.
Ms. Messer sticht auf mich ein und mit meinen Säften fliesst warmes Blut aus mir heraus. Mit jeder erotischen Salamanderwelle, die mich vom Becken durch die Glieder in den Kopf und weiter durchflutet, sticht das Messer zu und fliesst wieder mein Blut. Mein Schweiss und mein Urin vermengen sich mit dem Lebenssaft, meine Glieder spüren diese Hitze und die Wärme des flüssigen Nass, wie es an mir herunter pulsiert, herausspritzt und mich aufgeilt. M. ist ganz nahe bei mir, im Bild in mir, er hält mich mit jedem Messerstich ganz fest. Seine Gedanken malen dieselbe Geschichte und fühlen dieselbe Erregung, ohne Worte, er hält inne, gleitet weiter und flüstert mir zu: „Lass es durch“ … Welch ungeheure Hingabe fühle ich zu ihm, welch bedingungsloses Vertrauen erwacht in diesem Ritus, bei dem wir in der erotischen, sinnlich-sexuellen Begegnung den Tod herbeirufen, um das Tor zur Göttlichkeit zu erfahren.
Mein Herz geht unter ihm auf wie eine eingesperrte Schatztruhe, dessen Schlüssel in den Steinkammern der Unterwelt über Jahrhunderte, gar Jahrtausende verloren gegangen war. Tiefrotes, warmes Fleischherz der Demut, welche Süsse befindet sich dort! M. hält mich fest in seiner Liebe, während silbriges, gleitendes Ejakulat mit jeder Feuerwelle aus meiner Quelle flutet. Ich bebe und schüttle in ein tiefes Tal der Einheit und des Friedens und der Göttlichkeit und wir fallen zusammen, in mir und durch mich in die Sternennacht der Ewigkeit, mit jedem Messerstich zu den Weiten der Seelen im Kosmos, die sich wiedererkennen.
Hier liebe ich ihn zeitlos, denn es gibt nichts als die Liebe. Hier versöhne ich mich mit dem Bild der Folter, im Verständnis für die Suche, für den Trieb der Heimkehr. Dieser Sog in der Hitze, dieses ­kühne Wagnis in der Düsterheit, dieses Mysterium, wonach wir süchtig sind, dies ist meine, dies ist unsere Lebensglut. Blutüberströmt sterbe ich stückweise auf dem Altar, in erotischer Ekstase ganz sein, warm, zunehmend an Herzblut verlierend, heller werdend, lichtvoll.
Es ist kein Schmerz, es ist nur feucht, überall nass, wasserfallnass und riecht süss. Mein Verlangen löst in Zungenküssen unser Zerrbild auf und ich erlebe, ergeben und wieder geboren, die Tiefe und Berührbarkeit meiner Seele.
1. Kapitel
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Isis I – Der Ruf

„… no we’re never gonna survive unless we are a little crazy …“
Seal, Songtext aus „Crazy“
Es war abgemacht, im Labyrinth der düsteren Lebensschlaufen, in den Hinterhöfen des Mittelalters, in den Grotten der Götzen aus Stein und Marmor, in den efeu umrandeten Innenhöfen voller Zaubertränke und Kobolde, in regnerischen Nebelnächten aus den Fantasien früherer Priesterleben wieder auferstanden, ein Bündnis aus Asche und Blut, das den Totschlag und die Sexualität in ihrer extremen Form zum Tor zurück in die Heimat lobt.
In diesem Dunkeln, im Verborgenen, war aller Anfang versteckt: die Schöpfung, die Fiktion, der Kosmos. Mitternachtsschwarz das Licht, das geboren wird, manganschwarz, die ­feuchte Nässe des Waldbodens, schwarz-grün und tintenschwarz, die ­Tiefen des Ozeans, wie die Nerven im Gehirn, die platzen in der neu gefundenen Spaltung ihrer Atomfreude, reich und satt und bereit für neue Wege und neue Bahnen, die sich dort anbahnen, wo wir sie verstärken. Aus dem Universum dreht sich das Lebensrad einmal neu um und wir erleben einen Sinnestaumel, einen Sinneswandel und einen Sinneswechsel zu neuen Möglichkeiten unseres Daseins.
In einer solchen Drehung des Schicksals haben M. und ich uns an einem Weiher getroffen und in diesem Leben gefunden, wir hatten einander nicht gesucht, zumindest nicht bewusst, eher erträumt, aber wie das Leben so spielt, standen wir beide allein in der Sonne an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort und mein Arm legte sich freundschaftlich um seine Taille und er zitterte.
Das Zittern führte zum Hinsetzen auf eine Sonnenbank, das Hinsetzen zum Reden, das Reden zum Austausch des bisherigen Lebens, der Austausch zum Essen, das Essen zum Liegen, bis die Dämmerung uns einschmiegte in eine Oase der Nähe, die vertraut war. Sehr vertraut, unglaublich vertraut, warm und befreundet vertraut, vertraulich vertraut, faszinierend, wohlbekannt vertraut. Es war aufregend – und jetzt zitterte ich.
Ich tauchte hinein in den Wald und in mir trat die Wölfin hervor, die flüsterte, und in ihm der Bär, der kraftvoll wärmte, zwei wilde Tiere, die sich beschnupperten in der Dunkelheit, die inzwischen hereingebrochen war. Lautstark raunend, mit kräftigem Tatzendruck, liebevoll den Nacken leckend, glitt er über meinen Rücken, während ich ausgestreckt, geschmeidig, schnurrend, meinen Po zu ihm hingewandt, mich friedlich fressen liess.
Aus den Tieren wurden Vögel, aus den Vögeln Engelwesen, und mit unseren Flügeln flogen wir im Traum über die Wiesen und Wälder, in denen wir herumstreunten, und sahen zu, wie M., der grosse Krieger, schwere Steine den Berg hochschleppte, Staub unter den Kampfstiefeln, am Baum sich hinsetzte und zu Gott sprach. Wir sahen zu, wie S. in der Wiese im Regen sich nackt ausgestreckt auf dem Boden wälzte, Dreck in den Haaren, Blätter am Körper, Gras unter den Nägeln, zur Göttin sprach. S., die Erdkraft in sich saugend, wie M., die Himmelkraft in sich saugend, um händeringend zum Himmel sprechend M. in Gedanken zu berühren, der die Hände am Boden der Erdmutter tastend sich mit Schlamm vollrieb. Das alles sahen die Geflügelten, während S. und M., zwei Fremde in der Weite, zueinanderrückten, die Distanz überwindend, die gar nicht vorhanden, um lächelnd aufeinander zuzuschreiten im Wind.
Die nächste Bank, auf der wir uns tags darauf hinsetzten, krachte förmlich unter uns auseinander, während wir staunend und donnernd und laut lachend nach hinten umkippten und zu Boden fielen. Holzstangen flogen in alle Himmelsrichtungen, als hätten Götter ihre Blitze durch uns geschossen. Die Bank war bodenerdig mauseflach gewalzt; kohlschwarz waren unsere Hände, die berührend Halt suchten beieinander.
M. und ich spielen ein Spiel. Ich bin die Domina der Lust und er muss mir gehorchen. Im lakritzschwarzen Zimmer an das Pfahlkreuz gebunden, könnte ich ihn verhauen, aber meine Hand ist zu lieb, meine zerrissenen Worte könnten Körperfetzen an die Wand schlachten, aber ich zerreisse dabei auch mich. Die Güte des Lebens gewinnt die Oberhand, indem er mir auf meinen Befehl Erdbeeren aus meiner Honigblüte lecken muss. Ein kleines Rinnsal Menstruationsblut schmeckt eisern dazu. Er ist ergeben und unterwürfig, was mir gar nicht gefällt. Weit distanziert bin ich von ihm in dieser Rolle, aber er empfindet Lust und isst sich satt. Ein ganzes Feld von Früchten könnte ich ihm bieten, Mangos, Kürbiskerne, die Augen verbunden, die Hände verbunden, die Beine verbunden und er gibt keinen Widerstand, schleckt und leckt sich durchs Paradies.
Die Wölfin in mir tuschelt, in meinem Wolfsbau habe ich mein Schaffell ausgelegt, meine Wände riechen nach Erde und Wald, nach Sträuchern und nach Feuer. Meine magischen Ketten hängen an der Wand, die wenigen Kleider liegen daneben. Diese umwitterten Wände versprechen Geborgenheit, eine Nähe zu den Elementen, die Kraft geben, und eine Nähe zu mir. Ich bin ganz wohl hier, bin verbunden mit dem Boden in mir, mit den Gütesiegeln der Herbstbeeren und dem Leuchten des farbigen Herbstlaubes. Welch neues Parfüm ich in mir entdecke!
Ich treffe mich mit einer anderen Wölfin, wir legen uns nackt auf ein Nest aus Tüchern, Blättern und Laub und öffnen unsere Schamlippen, um einander Heilung zu geben. Sie blutet ihre Tage und die Herausforderung ist besonders gross, zuerst mit meinen Fingern, dann mit meiner ganzen Hand in sie einzudringen, um ihre Rosenwände zu massieren. Sanft und behutsam gleite ich langsam von einer Schamschwelle zur nächsten. Die Fasern ihrer Scheidenwände sprechen ihre eigene Sprache: Sie erzählen von Geburten und von Liebhabern, von erfüllten und unerfüllten Sehnsüchten. Ich berühre ihre Narben und ihre Lustflächen, ich streiche ihre inneren Lippen zum Schmetterling aus. Als ich sie eine Stunde lang liebkost habe, gleicht ihre klaffende Schamspalte einem Schlachtbild, überall ist Blut, das aus ihr herausströmt. Ich kippe wieder ins Labyrinth der düsteren Lebensschlaufen, in den Hinterhöfen zu Christi Geburt, in den Grotten der Götzen aus Stein und Marmor, in die mit Zaubertränken bestückten und von Hexen bewohnten Innenhöfe. Ich tauche wieder auf, atme durch und sehe die Heiligkeit in diesem Bild, die sakrale Komponente der Leben spendenden Frau, die Schönheit dieses Geschenks der Natur. Kreisend, rhythmisch ist heilig, was wir gebären, was wir schöpfen, was wir kreieren, was wir bewusst und authentisch ins Leben rufen, ob Hexe oder Herrin, ob Magier oder Druide, in der lebensbejahenden Verantwortung für uns selbst.
Als die dritte Bank, auf der M. und ich uns verabreden und hinsetzen, ein paar Tage später selber zu zittern beginnt, wird es klar, dass rauchschwarz am Lagerfeuer wir beide im Verborgenen etwas erahnen, das uns ruft und uns dreht und uns kohlpech­rabenschwarz in die Augen glotzt und nicht nachlässt.
Ich warte, bis der volle Mond sich durch die schwarzen Bäume schiebt und meine Hand am Waldrand Ms. steifen Schwanz durch seine Hosen greift, und lecke zärtlich seinen Nacken. Die Zeit war gekommen, um mit den Göttern zu verhandeln.
Willig und ruhig holen wir Weihrauch und Myrrhe, Mastix und schwarzen Feuersand. Ich räuchere vor meinem Bau einen gedeckten Liegeplatz aus, M. räuchert mich, ich räuchere ihn. Zwölf Steine lege ich um uns in einem Kreis auf den Boden: einen für den Süden, einen für den Westen, einen für den Norden und einen für den Osten, einen für den Südosten, einen für den Südwesten, einen für den Nordwesten, einen für den Nordosten und vier kleine Steine in die Mitte unseres Platzes unter einem Kissen. Im Namen des Grossen Geistes, im Namen des höheren Intellekts, im Namen aller Seelen von allen Menschen und überhaupt im Namen von allem öffnen wir unser Herz und unser Wesen, um einzutauchen in unser Gebet. Einen Burgunder für das Blut und Weisswein für die Saat haben wir parat.
Ich nehme einen Schluck Rotwein und hebe mein Glas in die Höhe.
„Oh grosse Göttin des Lebens, grosse Göttin der Erde, oh Schwestern des Mondlichts, Schwestern aus Wasser und Blut, oh Grossmütter, Mütter meines Vaters und meiner Mutter, welches Leben Ihr schon in Achtung hinter Euch gelegt habt, oh ­Astarte, oh Aphrodite, oh Hekate, alle Erzengelfreunde im Licht, seid heute meine Gäste! Ich lade Euch ein zu meiner Zeremonie, dass Ihr mir beisteht und mich unterstützt, meine tiefe Bestimmung zu hören.“
Ich trinke noch einen Schluck und stelle mein Glas auf den Altar. Rote Kerzen und gelbe Kerzen haben wir hergerichtet, die rundhe­rum brennen, und ich sehe zu, wie M. sein Glas mit Weisswein in die Höhe hält und zu seinen männlichen Ahnen spricht: „Oh ­grosser Gott der Schöpfung, oh grosser Sonnengott, oh Heiliger Vater, Heiliger Geist und alle Brüder des Lichts, oh Zeus, oh Herkules, oh Hades, oh himmlische Grossväter meines Vaters und meiner Mutter, oh himmlische Ahnen, die mich liebt, wachet über mich bei diesem Ritus der Berufung, gebt mir Euren Beistand und Euren Segen!“
Er trinkt noch einen Schluck Weisswein und stellt sein Glas ebenfalls auf den Altar. Der Weihrauch zieht feine Rauchfäden in der Dunkelheit, Blumen und Gras schwimmen still in einer Schale Wasser. Die Ältesten lehren, dass Sexualität unsere Schöpferenergie ist; mit dieser transformierenden und stärksten Kraft wollen wir in Kommunion treten.
Ich habe meine Frage nach einem persönlichen „Wie weiter?“ zusammengefasst auf ein dreieckiges Stück rotes Papier, das ich unter einem farbigen Glaskelch, der uns als Heiliger Gral dient, auf den Altar lege.
Mit beiden Händen berühre ich die Erde und leite zu unserem gemeinsamen Gebet über:

„Hier spricht S., die Priesterin, ich rufe Euch!
Hier spricht M., der Priester, ich rufe Euch!
Ich berufe mich auf die heiligen Gesetze.
Ich berufe mich auf die heiligen Gesetze.
Ich befolge das Gesetz.
Ich befolge das Gesetz.
Ich atme das Gebot.
Ich atme das Gebot.
Ich bin die Bestimmung.
Ich bin die Bestimmung.
Ich träume einen neuen heiligen Traum, um verstärkt mit meinem persönlichen Traum den kollektiven Traum nähren zu können.
Ich träume einen neuen heiligen Traum, um verstärkt mit meinem persönlichen Traum den kollektiven Traum nähren zu können.
Ich wähle keinerlei Karma zu kreieren. Ich handle im Dharma.
Ich wähle keinerlei Karma zu kreieren. Ich handle im Dharma.
Ich stehe in Vertrauen und Unschuld.
Ich stehe in Vertrauen und Unschuld.
Ich bestimme einen neuen Entwurf der Energie in all meinen Bewegungen, und ich beschwöre, dass sich dieser durch das Gesetz des Dreiecks selbst manifestiert.
Ich bestimme eine neue Anordnung der Energie in all meinen Bewegungen, und ich beschwöre, dass sich diese durch das Gesetz des Dreiecks selbst manifestiert.
Ich entlasse meine bewussten Blockaden, die dem Komfort und der Sicherheit in meinem täglichen Leben im Wege stehen.
Ich entlasse meine bewussten Blockaden, die der Bequemlichkeit und der Sicherheit in meinem täglichen Leben im Wege stehen.
Ich entlasse aus meinem Unbewussten alle Energien, die in Disharmonie mit dem kosmischen Bewusstsein sind.
Ich entlasse aus meinem Unbewussten alle Energien, die in Abweichung mit dem kosmischen Bewusstsein sind.
Ich bündle durch die Sonne und durch mich die Metamorphosen, die ich erstrebe.
Ich bündle durch die Erde und durch mich die Umgestaltungen, die ich erstrebe.
Ich bündle durch den Mond und durch mich die Veränderungen, die ich erstrebe.
Ich bündle durch die Sterne und durch mich die Verwandlungen, die ich erstrebe.
Ich ersuche das Feuer um die Erweiterung und die Erleuchtung, die ich erstrebe.
Ich ersuche die Steine um die Stabilität und die Ausdauer, die ich erstrebe.
Ich ersuche das Wasser um das Fliessen und die Formwechsel, die ich erstrebe.

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