Cover: Since then?

Since then?


EUR 22,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 450
ISBN: 978-3-99146-765-6
Erscheinungsdatum: 02.07.2024
Was würde Mia nur ohne Nico machen? Ihr bester Freund hilft ihr durch die Trennung von Leo und in ihrem neuen Job. Nur seinetwegen erkundet Mia L.A.s Nachtleben und lernt Noah kennen. Auch tritt eine alte Flamme zurück in ihr Leben.
Kapitel 1


„Ich glaube, es macht keinen Sinn mehr. Es ist vorbei.“
Immer wieder höre ich diesen Satz in meinem Kopf.
Vor ungefähr zwei Monaten hat mich mein Freund, Exfreund, verlassen. Jetzt sitze ich zu Hause, der Fernseher läuft und ich denke nach. Ich lasse mir die Situation zwischen Leo und mir immer wieder durch den Kopf gehen.
Anfang Juni hat er die Beziehung beendet und ich weiß noch immer nicht genau, weshalb. Er konnte es mir nicht wirklich sagen. „Es fühlt sich nicht mehr richtig an“, hat er gesagt.
Aber das Schlimmste ist, er hat schon eine Neue.
Und ich? Ich sitze hier in meiner neuen Wohnung. Allein.
Bitte nicht falsch verstehen, ich mag meine Wohnung, aber trotzdem bin ich allein.
Vermutlich hat die Neue etwas mit dem Ende unserer Beziehung zu tun. Wieso sonst ist es so schnell gegangen?

Der nächste Morgen verläuft wie immer. Ich bin spät dran.
Ich hole mir meinen Kaffee und gehe ins Büro, wo mich leider wenig Arbeit erwartet. Keine Ablenkung oder nur sehr wenig. Aber mein neuer Chef ist im Urlaub, was die Einarbeitung nicht ganz einfach macht. Zudem hat der Verlag während des Sommers immer weniger Arbeit, weshalb ich im Moment überall helfe, bevor ich meinen Platz als Assistentin des Verlegers einnehmen kann.
Neben dem Verleger gibt es noch mehrere Lektoren, verschiedene Teams für den administrativen und personellen Teil, wie auch die Kreativen Köpfe im Marketing.
Da ich allen anderen helfe, lerne ich alle kennen und integriere mich schnell ins Team.
Ping. Oh, ich habe vergessen, mein Handy auf Vibration zu stellen.

Hi, wie geht es dir? Habe von dir und Leo gehört, es tut mir sehr leid. Falls ich was für dich tun kann, melde dich einfach – Chris

Ich lese die Nachricht noch einmal.
Woher hat Chris von meiner Trennung mit Leo erfahren? Vielleicht hat Lexi meinen Instagram-Account gecheckt. Aber wieso sollte sie es Chris mitteilen? Oder ist es ihm aufgefallen?

So weit so gut. Ich verarbeite das Ganze noch. Wie geht es dir? Wie war dein Urlaub? – Mia

Danach lasse ich mein Handy in der Schublade meines Schreibtisches verschwinden.
Ich will im Moment nicht wissen, was Chris darüber denkt. Klar, wir hatten eine gute Zeit. Ich war damals seine Assistentin und es hat mir Spaß gemacht. Aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass es zwischen uns knistert. Da ich nicht wirklich damit umgehen konnte und meine Beziehung mit Leo nie aufs Spiel setzen wollte, kündigte ich und nahm diesen Job an.
Ich wollte schon länger Lektorin werden. Das war ein weiterer Grund, wieso ich nicht länger in der Anwaltskanzlei arbeiten wollte.
Das Stelleninserat vom Jackson Verlag habe ich im Frühling rein zufällig entdeckt. Ich war erstaunt, als sie mich ohne Erfahrung eingestellt haben.
Leo hat mich damals ermutigt, mich zu bewerben. Kurz nachdem ich die Zusage hatte, hat er mich verlassen.

Erstaunlicherweise hatte ich den ganzen Tag keine Zeit mehr auf mein Handy zu schauen, obwohl es mich teilweise in den Fingern gejuckt hat.
Ich habe an Meetings teilgenommen, die ich später organisieren werde. Ich durfte das Protokoll führen und habe es gleich überarbeitet, damit meine Arbeitskollegin Emma es noch kontrollieren konnte. Sie wird nur noch zwei Wochen hier arbeiten und hilft mir, wo sie kann. Danach werde ich ihren Job selbstständig erledigen.

Mir geht es gut. Der Urlaub war schön, aber kurz. So wie es sich gehört ;-) Kann ich dich anrufen? – C

Oh, er hat schon versucht mich anzurufen, gleich fünfmal. Was wohl so dringend ist?
In dem Moment ruft er mich nochmals an. Ich nehme einen tiefen Atemzug, bevor ich ans Telefon gehe.
„Hallo?“ O Mann, wieso klinge ich so unsicher? Es ist nur Chris. Ich gebe mir mental eine Ohrfeige.
„Mia? Alles gut bei dir?“ Er klingt besorgt. „Natürlich Chris. Ich habe den ganzen Tag viel zu tun gehabt. Was kann ich für dich tun?“ Ich versuche zu lächeln, damit ich mich nicht so deprimiert anhöre, wie ich mich in letzter Zeit immer fühle.
„Ich wollte deine Stimme hören. Außerdem denke ich, wir sollten was gemeinsam unternehmen. Um dich abzulenken.“ Er wollte meine Stimme hören? Wie soll ich denn das verstehen?
Er hat sich, seit ich gegangen bin, kein einziges Mal gemeldet, und jetzt sagt er so was? Außerdem haben wir uns nie privat getroffen, als wir zusammengearbeitet haben.
Ich bin verwirrt.
Um herauszufinden, was er von mir will, muss ich zusagen. Aber eigentlich habe ich überhaupt keine Lust mich mit irgendjemanden zu treffen. „Ich bin so gar nicht in Stimmung. Ich bin gerne zu Hause und sehe fern.“ „Das ist das Problem, Mia. Du solltest was unternehmen. Wie wär’s mit Freitag?“ Ich seufze, aber überlege trotzdem einen Moment. Ob das so eine gute Idee ist?
„Mia, komm schon. Wir haben uns schon länger nicht mehr gesehen. Es wäre doch nett, uns wieder einmal auszutauschen.“ „Na gut. Unternehmen wir was. Schwebt dir schon etwas vor?“ Seine Überredungskunst mit so wenigen Worten verblüfft mich jedes Mal. Aber bei diesem Ton kann ich einfach nicht Nein sagen.
„Na klar habe ich schon einen Plan. Ich hole dich um achtzehn Uhr dreißig ab. Schick mir doch deine Adresse. Ich freue mich, dich wiederzusehen.“ Er legt auf.
Ich bin einen Moment verdattertet und merke erst, dass ich noch vor dem Bürogebäude stehe, als Emma mir nochmals einen schönen Abend wünscht. Ich lächle schüchtern zurück und gehe mit gesenktem Kopf zu meinem roten Audi A3. Währenddessen sende ich Chris meine neue Adresse.

„Ich weiß Nico, es tut mir leid. Er hat mich überrumpelt.“ „Das verstehe ich ja, Prinzessin, aber warum kannst du nicht absagen? Ich versuche dich schon seit Wochen aus der Wohnung zu locken, ohne großen Erfolg. Nun kommt dieser Chris und du gehst gleich mit ihm aus.“ „Ich geh nicht mit ihm aus, wir unternehmen als Freunde etwas. Nico, versteh doch, ich habe Chris schon lange nicht mehr gesehen. Es hat mich gefreut, dass er sich bei mir gemeldet hat.“
Nico ist mein bester Freund. Er versucht mir zu helfen, über Leo hinwegzukommen. Jeden Vorschlag, mit ihm und Freunden auszugehen, habe ich ausgeschlagen. Meistens sind wir bei mir und schauen uns auf Netflix Serien oder Filme an.
Ich verstehe ihn und es tut mir sehr leid, dass er sich zurückgewiesen fühlt, aber er muss mich doch auch verstehen. Ich kann langsam vorwärtsgehen und mich mit anderen Leuten treffen. Ich brauche Zeit, um mit Leo abschließen zu können und nach dem Gespräch mit Chris fühle ich mich langsam wieder bereit, unter die Leute zu gehen. Ich kann nicht sagen, wie er das geschafft hat, aber es fühlt sich richtig an.
„Na gut, aber wir sehen uns am Samstag, oder?“ „Klar, weißt du schon, was wir unternehmen wollen?“ „Also, wenn du schon den Schritt wagst, dann würde ich mich freuen, wenn wir mit den anderen losziehen würden und was trinken gehen.“ Es hört sich mehr nach einer Frage an, als dass er festentschlossen ist.
Ich seufze, es ist nur fair, wenn ich einwillige, denn wenn ich mich mit Chris treffen kann, kann ich mich auch mit meinen Freunden treffen. Ich bin es ihnen schuldig und irgendwie vermisse ich meine Leute.
„Also gut, aber ich möchte nicht in einen Club gehen, nur ins Circle.“ Das Circle ist unsere Stammbar, die wir normalerweise jeden Samstag mit unseren Freunden besuchen. Ich weiß nicht, ob die anderen in letzter Zeit dort gewesen sind. Ich habe Nico nie gefragt, ich wollte ihn nicht daran erinnern, dass er wegen mir etwas verpasst.
„Das ist super. Du hörst von mir, hab dich lieb“, sagt er enthusiastisch. „Hab dich auch lieb. Mach’s gut Nico.“ Ich lege lächelnd auf.
Zwischendurch merke ich, dass Nico ein paar Jahre jünger ist als ich. Trotzdem kennt er mich besser als sonst jemand und weiß, wie er mich ablenken kann. Deshalb habe ich auch zugesagt. Außerdem kann ich mich nicht für immer in meiner Wohnung verkriechen, auch wenn ich sie sehr mag. Nico hat mir geholfen, sie zu finden. Sie ist nicht gerade riesig, aber für mich reicht sie vollkommen aus.
Wenn man die Wohnung betritt, kommt man in einen kleinen Gang mit einer Garderobe für meine Jacken und Schuhe. Geradeaus ist mein Wohnzimmer. Darin steht mitten im Raum mein hellblaues Sofa, das man zu einem Bett ausziehen kann. An der linken Wand steht der Fernseher, rechts ist eine Kommode mit Gesellschaftsspielen, Filmen und Kram, den ich nicht weiß, wo ich ihn sonst verstauen soll. Nico hat Bilder von unseren Freunden und meiner Familie an die weiße Wand gehängt. Das macht es lebhafter.
Vom Wohnzimmer aus kommt man auf einen Balkon, der die meiste Zeit von der Sonne beschienen wird.
Das Schlafzimmer ist rechts vom Wohnzimmer. Es ist klein. Nur mein Bett, zwei Nachttische und ein Spiegel in der linken hinteren Ecke schmücken den Raum. Gegenüber von meinem Bett ist ein eingebauter Kleiderschrank, der rappelvoll ist. Die Wand, an dem mein Bett steht, haben Nico und ich gelb gestrichen. Die Farbe soll mich aufheitern. Das war ein lustiger Tag. Am Anfang war ich mürrisch und traurig. Nico hat sich „aus Versehen“ angemalt und unschuldig getan. Irgendwann hat mich seine Art zum Lachen gebracht. Ich denke gerne daran zurück.
Links vom Wohnzimmer ist die Küche, in die ich einen weißen Esstisch mit vier Stühlen gestellt habe. Viel mehr Platz ist da nicht.
Noch weiter links ist ein kleines Bad mit einer Dusche und einer Waschmaschine.

Die Woche vergeht wie im Flug. Ich muss ständig an Chris denken.
Auf der einen Seite ist das gut, denn es lenkt mich von Leo ab, auf der anderen Seite macht es mir Angst.
Am Freitagmorgen bin ich nervös. Ich weiß nicht genau, wieso. Es ist schließlich nur Chris. Na ja, gut sieht er schon aus. Er ist sehr groß und sportlich, hat einen Bart, dunkle, kurze Haare, die leicht gewellt sind, wenn er sie ein bisschen länger trägt, dunkle Augen und er ist immer leicht gebräunt. Das ist für L.A. nicht sehr ungewöhnlich, aber er ist Anwalt und arbeitet sehr viel. Er trägt immer einen Anzug. Ich habe ihn nie in legerer Kleidung gesehen.
Doch es ist noch immer Chris, ich kenne ihn. Außerdem hat er eine Freundin und mir macht noch immer die Trennung mit Leo zu schaffen. Was also macht mich so nervös?
Ungefähr um sechzehn Uhr verabschiede ich mich im Büro und gehe ins Wochenende. Ich brauche noch Zeit, um zu duschen und mich umzuziehen, und mich irgendwie seelisch auf den heutigen Abend vorzubereiten, denn die Nervosität hat sich nicht gelegt.
Da ich nicht weiß, was wir unternehmen, wieso habe ich nicht nachgefragt, entscheide ich mich für eine weiße Kurzarmbluse zu einem schwarzen A-Linienrock, der mir bis Mitte des Oberschenkels reicht, und schwarze Ballerinas. Es ist nicht zu chic und nicht zu lässig, es sollte also für jeden Anlass passen.
Ping.

Ich wünsche dir heute Abend viel Spaß. Pass auf dich auf und lass ihn nicht gleich ran! Hab dich lieb – N

Ich schnappe nach Luft. Nico ist manchmal einfach unmöglich! Trotzdem muss ich ein bisschen grinsen. Es ist schön zu sehen, dass er sich Sorgen um mich macht. Aber dieses Spiel können wir beide spielen.

Ups, die Unterwäsche passt zusammen ;-) – M

Mia is back! Du bist unmöglich! Bis morgen – N

Bin da – C

Ich schaue nochmals in den Spiegel. Ich bin zufrieden mit meinem Look.
Meine hohen Wangenknochen habe ich mit etwas Rouge betont. Meine braunen Augen werden von langen dunklen Wimpern umrandet, mein gelocktes braunes Haar fällt mir über meinen Rücken. Zum Schluss habe ich noch etwas Lipgloss aufgetragen, damit meine Lippen leicht glänzen.
Ich schnappe mir meine Handtasche, stecke mein Handy hinein, schließe die Tür ab und gehe langsam die Treppen hinunter. Plötzlich bin ich wieder unsicher. Bin ich wirklich bereit, wieder unter die Leute zu gehen?
Nun ja, jetzt ist es ohnehin schon zu spät. Chris wartet bei seinem schwarzen BMW X5.
Er sieht gut aus, lockerer als bei der Arbeit. Er trägt Bluejeans und ein weißes Hemd, bei dem er die Ärmel nach hinten geschoben hat. Also bin ich weder over- noch underdressed. Das erleichtert mich.
Als er mich sieht, lächelt er. Meine Nervosität ist wie weggeblasen und ich fühle mich richtig wohl.
„Hallo, Mia, schön dich zu sehen. Wie geht es dir?“ „Hi, Chris. Es ist auch schön, dich zu sehen. Mir geht es gut. Ich bin gespannt, was du geplant hast.“ Er umarmt mich und zuckt nur mit den Schultern. Das ist so typisch für ihn. Er hält mir die Tür auf und ich steige in seinen Wagen.
„Mia, du siehst super aus.“ „Ach was, das ist nichts Besonderes.“ Ich muss wegsehen, damit er nicht sieht, dass ich leicht rot werde. Immer wenn er mir Komplimente macht, passiert mir das. Ich musste es schon immer runterspielen. Ob er das schon mal bemerkt hat?
„Ich mag es. Ich weiß nicht, ob du darüber sprechen möchtest, aber wie geht es dir mit der Trennung?“ Uff, darüber will ich wirklich nicht sprechen, aber er versucht mir nur zu helfen. Ich überlege, wie ich ihm meine Situation erklären sollte. Ich will nicht zu viel sagen, aber genug, dass er merkt, dass ich nicht darüber sprechen möchte.
„Na ja, am Anfang ist es mir sehr schlecht gegangen. Ich bin ein paar Tage nicht im Büro gewesen. Weisst du noch? Ich habe mich zurückgezogen und mit niemanden Kontakt gehabt. Da habe ich bei meinen Eltern gewohnt. Nico ist nach ungefähr zwei Wochen gekommen, um mich aufzumuntern. Er hat mich gezwungen, nach vorne zu sehen und mir eine eigene Wohnung zu suchen. Das habe ich dann auch mit seiner Hilfe getan. Aber besser war das nicht. Ich habe mich in meiner Wohnung verkrochen. Ich war jetzt immer zu Hause, bis du dich bei mir gemeldet hast. Ich weiß nicht, aber es zieht mich ziemlich runter, wenn ich daran denke. Es macht mich fertig! Deshalb vermeide ich es, darüber nachzudenken.“ Das war ja doch mehr, als ich eigentlich Preis geben wollte.
Ich lächle leicht, obwohl mir gerade nicht danach ist. Ich hätte gleich wieder losheulen können, aber ich reiße mich wegen Chris zusammen. Er soll mich so nicht sehen.
„Du warst nicht bei der Arbeit? Ihr seid schon so lange nicht mehr zusammen? Und du hast nichts gesagt? Mia, das ist so viel Ballast, du hättest mit mir darüber sprechen können!“ „Na ja, ich wollte niemanden damit belasten. Vor allem ist es etwas peinlich, dass ich so heulen musste, da Leo anscheinend schon länger damit abgeschlossen hat.“ „Das war nicht fair von Leo und das muss dir überhaupt nicht peinlich sein. Du hättest wirklich mit mir darüber sprechen können. So wie mit Nico. Wer ist das überhaupt?“ Ich muss schmunzeln. Wir haben uns bei der Arbeit immer gut verstanden, aber von unseren Privatleben sprachen wir nur selten.
„Nico ist mein bester Freund. Ich kenne ihn seit meiner Collegezeit. Wir haben zusammen in einem Café gearbeitet.“ „Ich finde es toll, dass du so einen guten Freund hast. Aber ich denke, wir sollten das Thema wechseln. Ich wollte dich von Leo ablenken. Außerdem sind wir da.“ Chris parkt sein Auto und grinst mich an. Ich kenne das Restaurant nicht, aber das ist nichts Außergewöhnliches. Ich gehe meistens in der Nähe vom Büro essen oder koche zu Hause selbst.
„Es sieht sehr schön aus.“ „Warte, bis wir drin sind.“ Chris öffnet die Tür vom Restaurant und ich bin überwältigt. Das unscheinbare Beachhaus hat eine Glasfront zum Meer hinaus. Es sieht wunderschön aus. Draußen gibt es eine Terrasse, wo auch gegessen werden kann. Ich bin sprachlos.
„Guten Abend, Mr. Taylor. Ihr Tisch ist bereit, wenn Sie mir bitte folgen.“ Ich bin so überwältigt, dass mir beinahe der Blick der Kellnerin entgangen wäre, aber nur beinahe. Sie ist groß, hat ihr blondes Haar zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden und sieht sehr gepflegt aus. Ich habe mein Haar an der Luft trocknen lassen, alles andere hat bei diesem Klima keinen Sinn.
Wir gehen nach draußen, die Luft ist angenehm. Die Kellnerin bringt uns zu einem Tisch ganz vorne mit der schönsten Aussicht. Wir sehen direkt auf das Meer. Es riecht sogar danach. Ich liebe es.
„Kann ich Ihnen das Übliche bringen?“ „Bringen Sie uns doch ein Bier, einen Martini und einen Krug mit Wasser.“ „Sehr gerne Mr. Taylor.“ Die Kellnerin wirft mir einen kurzen Blick zu, dann geht sie und ich muss lachen.
„Was ist so komisch?“ Chris hat ein verwirrtes Lächeln auf den Lippen. Oh, es ist wie immer.
„Keine Ahnung. Ich glaube, die Kellnerin ist neidisch auf mich oder sie ist wegen Nadine skeptisch.“ „Na ja, ich esse zwar regelmäßig hier, aber Nadine war noch nie dabei.“ „Wieso war sie noch nie hier?“ „Hat sich noch nie ergeben.“ Damit hat er das Thema beendet. Ich merke es an seinem Gesichtsausdruck. Er ist ernster geworden. Es verunsichert mich, aber ich belasse es dabei. Es geht mich schließlich nichts an. Außerdem würde Chris sich schon melden, wenn er darüber sprechen will.
Ich schaue in die Karte und kann mich fast nicht entscheiden, was ich essen soll. Es hört sich alles sehr lecker an. Die Kellnerin kommt mit unseren Getränken und nimmt unsere Bestellung auf. Ich nehme den Fitnessteller und Chris ein Steak mit Reis und Gemüse.
Als wir miteinander anstoßen und ich einen Schluck von meinem Martini nehme, wird mir bewusst, dass Chris für mich bestellt hat. „Woher hast du gewusst, dass ich gerne Martini trinke?“ „Das letzte Mal auf dem Teamevent hast du auch solche getrunken.“ „Das weißt du noch?“ „Natürlich, warum denn nicht? Außerdem trinken den viele.“ Er zuckt leicht mit den Schultern, was mich zum Lächeln bringt. Normalerweise trinke ich Bier, aber zu Martini sage ich nur ungern nein.
Wir unterhalten uns über die Arbeit, wie es bei ihm im Büro aussieht.
Er bringt mich auf den aktuellen Stand aller Arbeitskollegen, so viel er mitbekommen hat. Dass er ohne mich völlig aufgeschmissen sei, erwähnt er ein paar Mal, was ich ihm nicht glaube. Schließlich hat er eine neue Assistentin. Ich habe sie nie kennengelernt, aber ich habe noch mitbekommen, dass sie jemanden eingestellt haben.
Er interessiert sich für meine neue Stelle, ich erzähle ihm von meinem Arbeitsalltag und was auf mich zukommen wird.
Die Kellnerin bringt unser Essen. Sie versucht, Chris’ Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich finde es sehr lustig, denn sie hat wirklich keine Ahnung, dass er eine Freundin hat.
„Was ist?“ „Du ignorierst sie. Ich glaube, das mag sie nicht.“ Chris muss auch lachen.
„Na ja, sonst bin ich mit meinen Freunden hier, da hat sie schon mehr Aufmerksamkeit.“ Wir lachen beide. Ich vermisse das. Dieses unbeschwerte Zusammensein, ohne sich Gedanken über irgendetwas zu machen.
5 Sterne
Since then? - 29.01.2025
Isabella Riedrich

Sehr schön beschrieben es ist sehr interessant würde es weiter empfehlen

5 Sterne
Since then? - 29.01.2025
Isabella Riedrich

Sehr gutes Buch ist sehr gut beschrieben würde es weiter empfehlen👍👌

5 Sterne
Mitreissender Roman - 10.01.2025
LE

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die Stunden vergessen, während ich Kapitel um Kapitel verschlungen habe. Es ist unterhaltsam, emotional und gleichzeitig unglaublich spannend – ein absolutes Muss für alle, die auf mitreissende Romane stehen.

5 Sterne
Spannung garantiert - 09.12.2024
Julia B.

Rieses Kompliment für die Autorin - was für ein tolles Buch!🤩 Beim Lesen taucht man vollkommen in die Welt der Geschichte ein, die Emotionen kann man fühlen und bibbert mit den Charakteren mit. Ein absolutes Lesehighlight.🥰

5 Sterne
spannende Unterhaltung bis zum Schluss  - 19.08.2024
SK

Since then* von Priscilla Schumacher ist eine packende Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite mitreisst Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser durchgehend zu fesseln und ein Interesse daran zu wecken wie es weitergeht. Besonders toll sind die sympathischen Charaktere, deren Beziehungen untereinander sehr schön dargestellt werden. Das Buch bietet eine gelungene Mischung aus Spannung und emotionaler Tiefe, was es zu einer interessanten Lektüre macht, die man kaum aus der Hand legen kann.

4 Sterne
Schöne und prikelnde Geschichte - 28.07.2024

Das Buch ist sehr fässelnd. Ich fand die Geschichte sehr schön und auch die vermittelten Werte finde ich schön: Vor allem die Liebe, aber auch Freundschaft zwischen Jungs und Mädchen, Familie usw. Einige Schreibfehler/Tippfehler haben sich eingeschlichen. Ansonsten, alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch.

5 Sterne
Fortsetzung folgt hoffentlich bald - 27.07.2024
Riedrich Cornelia

Diese Buch ist einfach der Hammer es hat echt alles was es sehr interessant macht!!! Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung und bin echt schon gespannt!!!

5 Sterne
Fortsetzung folgt hoffentlich bald - 27.07.2024
Riedrich Cornelia

Diese Buch ist einfach der Hammer es hat echt alles was es sehr interessant macht!!! Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung und bin echt schon gespannt!!!

5 Sterne
Since then ist der 1.Roman von Priscilla Schumacher und ist im Juli2024 im Novum Verlag erschienen  - 21.07.2024
Michaela Schumacher

Ich glaube es macht keinen Sinn mehr. Es ist vorbei!!.....Mia wurde nach einer 5jährigen Beziehung von ihrem Freund Leo verlassen..Mia erlebt so einiges, sowie wie im Berufsleben in dem sie einen Neustart wagt und mit ihren Freunden, die sie immer unterstützen. Ihre Familie und ihre Freunde lassen sie nicht in Stich und zeigen ihr das das Leben weiter geht.Ich persönlich fand es ein tolles Buch, spannend, witzig, sexy und einfach süss Freue mich schon sehr darauf noch mehr von der Schriftstellerin Priscilla Schumacher zu lesen.

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Christina Masch

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