simply imagine
EUR 22,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 358
ISBN: 978-3-7116-1532-9
Erscheinungsdatum: 11.06.2026
Jeder Blick, jede Berührung stellt, gegen jede Vernunft, alles auf dem Kopf, woran sie je geglaubt haben. Eine Liebe, die sie dazu zwingt, Grenzen neu zu ziehen, ihre Prinzipien zu verraten und Entscheidungen zu treffen, die alles andere kosten könnten.
Fünf Uhr achtunddreißig an einem kalten, dunklen, verregneten Samstagmorgen.
Dass es Samstag ist, ist mir nicht direkt bewusst. Ein immer lauter werdendes Piepen hat sich in meinen Traum geschlichen. Erst jetzt registriere ich ihn als deinen Wecker, der seit einiger Zeit klingelt. Aber noch immer fehlt mir das Detail, dass es dein Wecker ist und nicht meiner.
Aufstehen. Arbeiten.
Wie lange er bereits Alarm schlägt, kann ich nicht sagen. Und trotzdem versuche ich, mich gegen das langsame Bewusstwerden meiner Extremitäten zu wehren. Versuche, das Gefühl des kribbelnden, mit Blut unterversorgten linken Arms ins Unterbewusstsein zurückzuschieben und zu meinem Traum zurückzufinden.
Doch der Inhalt wird, umso mehr ich versuche, mich darauf zu konzentrieren, blasser und blasser. Gleitet wie Sand durch meine Finger.
Meine Hand fühlt sich schwer an, meine Hüfte steif. Mein Rücken schmerzt etwas. Nicht mehr lange, und meine Blase wird mich zum Aufstehen zwingen. Und doch rühre ich mich nicht. Genau wissend: Bewege ich mich jetzt, bin ich endgültig wach. Dabei möchte ich mich viel lieber nur für einen kurzen Moment noch der Illusion hingeben, dass die schmalen Kissen, die vor und hinter mir liegen, eine deiner Umarmungen sind. Der Wecker. Er klingelt immer noch. Er lässt sich nicht mehr ausblenden.
Arbeiten. Mann. Scheiße. Ich möchte nicht. Bin müde. Will ausschlafen.
Welcher Tag ist heute? Wie viele Tage sind es noch bis zum Wochenende?
All diese Gedanken kommen gefühlt in langsamer Abfolge. Einer nach dem anderen. Und doch ist noch keine Minute um, während der Wecker dieses monotone Piepen von sich gibt. Mit bereits alltäglicher Enttäuschung, allein wach zu werden, kuschle ich mich, wie bereits unzählige Male zuvor, an das vor mir liegende Kissen. Versunken in dem Wunsch, der Vorstellung, der Fantasie, eben nicht allein zu sein. Das Kissen hustet. Das Heben und Senken deines Brustkorbs unter meinem Arm definiert die Wirklichkeit. Du bist hier. Hier in meinem Bett. Schlagartig fällt mir alles wieder ein. Mit der Erinnerung bin ich hellwach.
Es ist Samstag. Das monotone, nun nervig erscheinende Klingeln des Weckers möchte mich gar nicht auf Arbeit scheuchen.
Der Wecker tobt aus einem anderen Grund.
Überwältigt von dem Glück deiner Anwesenheit, schiebe ich mich den letzten Zentimeter näher an deinen warmen Körper. Verdränge das letzte bisschen Abstand und küsse deinen Hals. Ich erinnere mich an kurze, halbwache Momente, in denen wir uns heute Nacht gemeinsam drehten. Immer passte sich der eine dem anderen an. Scheinbar können wir nicht mal im Schlaf völlig auf körperlichen Kontakt verzichten. Der Gedanke huscht in Form eines halben, unbemerkten Lächelns über mein Gesicht.
Geräuschlos streckst du deine müden Glieder. Schaltest dabei deinen Wecker aus und sinkst, in Anbetracht der Uhrzeit, noch einmal mit dem Kopf zurück auf die Kissen. Nicht ohne mich in deinen Arm zu nehmen und mich an dich zu pressen. „Fünf Minuten noch“, nuschle ich gegen deinen Hals, um gleichzeitig zu deiner Körperwärme deinen ganz eigenen Geruch aufzusaugen – der Duft nach Regen auf trockenem Laub. Ein Kuss auf meine Stirn reicht mir als stumme Einwilligung. Meine Hand wandert über deinen, mit einem Shirt bekleideten Oberkörper zum Bund deiner Shorts. Bereits beim Zurücksinken hast du registriert, dass nicht nur dein Kopf wach ist. Deine Körpermitte hat mindestens genauso viel pulsierendes Blut gespeichert. Nichts Neues, nichts Außergewöhnliches für dich. Wohl wissend, dass sich der Druck beim Aufstehen und dem Weg ins Bad von allein abbauen und beruhigen würde. Ein wohliges Stöhnen verlässt meine Lippen, als meine Hand deine Körpermitte erreicht. Nur das Streifen über deine morgendliche Erektion provoziert ein spürbares Pulsieren. Schlagartig erhöht sich deine Herzfrequenz an meinem Mund, der noch immer deinen Hals liebkost. Mein Knie schiebt sich über das von dir gebaute Zelt deiner Shorts und presst gegen dein Glied. Gierig geworden, sauge ich nun an deinem Nacken, um dich mit Hilfe deiner erogensten Stelle gleichermaßen zu erregen. Ich will Sex, jetzt.
Gestern Abend war ich zu erschöpft, fällt mir ein. Ich erinnere mich noch, wie sich dein Glied zwischen meinen Schenkeln vor und zurück bewegte. Hätten wir dort weitergemacht, hätten wir die Nacht wohl kaum geschlafen. Stattdessen schlief ich erschöpft ein, trotz aufkeimender Lust. Jetzt ist diese umso intensiver nur durch deine pure Anwesenheit erwacht. Ich lasse dir keinen Zweifel daran, dass ich dich nicht ohne körperliche Interaktion aus diesem Bett lassen werde. Mein Wecker klingelt nun ebenfalls. Bereits gestern Abend wusste ich, dass du nicht vor mir aufstehen würdest. Da du eher zu den Morgenmuffeln gehörst, brauchst du etwas mehr Vorlauf, um wach zu werden. Nicht, dass ich daran gedacht hätte, dass mich dein Wecker natürlich ebenso aus dem Schlaf reißen würde, stellte ich damit meinen eigenen. Von der Unterbrechung leicht verärgert, schalte ich das Handy aus und ziehe mir, hastiger als ursprünglich geplant, meinen Slip von meinen Hüften. Um meinen linken, unter mir liegenden Arm dafür zur Verfügung zu haben, verlagere ich mein Gewicht noch ein bisschen mehr auf deine Körpermitte.
Deine linke Hand wandert an meiner Flanke entlang zu meinem Po. Am Ziel ihres Interesses angelangt, bedeckt sie meine linke Backe und greift beherzt zu. Eine weitere Steigerung meiner Lust. Unruhig, fast schon nervös schiebe ich mit meinem Fuß und meiner rechten Hand deine Shorts nach unten, wofür sich dein Becken hebt. Gerade so tief, um das Zentrum meines Interesses freizulegen. Der Gummibund deiner Shorts hob dabei kurz deinen Penis an, der nun mit einem leisen Klatschgeräusch wieder auf deinem Bauch landet, gefolgt von meinem Becken, das sich direkt darüber schiebt. Meine Brüste streifen über deine Haut, und trotz des Trägershirts, das ich trage, kannst du die Erregung meiner Nippel fühlen. Deine Eichel liegt genau vor dem Eingang meiner Vagina. In einer leichten Abwärtsbewegung über deinen Torso, die meine Brüste erneut über deine Haut reiben lässt, gleitest du in mich. Ich bin bereit, feucht und warm. Stöhne wohlig und sehnsüchtig zugleich, als du dich gleich wieder zurückziehst. Eilig stelle ich meinen rechten Fuß auf die Matratze auf Höhe deines Beckenkamms, um schneller mein Bedürfnis nach Sex mit dir zu stillen, als du mich, dem Zeitmangel geschuldet, von dir schieben kannst.
Meine Bedürfnisse, Gedanken, meine Lust konntest du schon immer gut lesen. Du weißt bereits, was ich vorhabe, noch bevor ich selbst einen klaren Gedanken zu meiner gewollten Körperbewegung habe. Deine linke Hand greift unter meinen rechten Oberschenkel und hebt mein Becken etwas an. Begleitet von einem leisen Brummen, das deine so verführerisch zart geschwungenen Lippen verlässt. Dieses Stöhnen klingt immer wieder nach Kapitulation. Ganz so, als würdest du aufhören, auf die Vernunft zu hören. Es ist ein ganz bestimmtes, tiefes, zwei Sekunden langes Brummen. Diese zwei Sekunden reichen aus, um mich noch mehr zu erregen. Ich liebe es, dich so sehr in Fahrt zu bringen, dass auch du dein Umfeld völlig vergisst. Im Gegensatz zu mir lässt du seltener so viel Erregung zu, dass die Lust dich ganz überrennt und du unsere Umgebung in Gänze vergisst. Diese Art deiner Beherrschung stellt eine weitere von mir geliebte Eigenschaft dar. Irgendwie vermittelt sie mir das Gefühl, beschützt und umsorgt zu sein. Und trotzdem erfreut und erregt es mich gleichermaßen, wenn ich es schaffe dich so zu reitzen, dass auch du jede Vorsicht vergisst.
Mein ganzes Gewicht auf deiner Hand erzeugt nicht mal ein Zittern deiner Muskulatur. Noch bevor ich mein Gleichgewicht wiedergefunden habe, drängst du dich mit einem einzigen Beckenstoß und ganzem erigierten Penis in mich. Mein aktueller Erregungszustand braucht kein langsames Vortasten. Ein Stoß und du füllst mich aus. Entlockst mir einen Ton des Gefallens und der Überraschung zugleich. Leicht gequält und doch erregt. Ausgelöst durch das Gefühl, dass du mich besitzt. Endlos besitzt. Als wäre mehr Raum nicht übrig, in den du dich drängen kannst, und dennoch hebst du dein Becken noch ein bisschen mehr. Reizt aus, was vor dir unberührt blieb. Ein leichtes, schmerzhaftes Ziehen im Becken entsteht, das mir meine anatomischen Grenzen aufzeigt. Dieses Gefühl entlockt mir ein weiteres Stöhnen, fast schon einem kurzen Quieken ähnlich. Selten verlierst du ganz und gar deine Kontrolle aus Sorge, deine Kraft verursache mir einen physischen Schaden. Das Ausreizen meiner maximal aushaltbaren Tiefe und Breite erregt uns jedoch beide. In den letzten Monaten habe ich dir klargemacht, dass Vorsicht und Zurückhaltung nichts sind, auf das ich beim Sex Wert lege. Umso erregter ich bin, desto weniger Schmerz fühle ich.
Jetzt bin ich bereits so von Sinnen, dass meine Lippen nass und meine Pforte sich für dich geöffnet hat. Deine Finger gesellen sich zu deinem Schwanz und nutzen meine Erregung. Durch streichende Bewegungen verteilst du meinen Saft über meine Vulva und gleitest über meinen Kitzler. Er rutscht unter deinen Fingern hin und her. Ganz so, als wäre er in Seife getaucht. Die zusätzliche Stimulation löst ein Kribbeln aus, das sich immer intensiver werdend bis zur Höhe des Bauchnabels ausbreitet. Jede neue Auf- und Abbewegung deines Beckens reizt mich noch ein bisschen mehr. Dein Schwanz fühlt sich noch präsenter in mir an. Ob das durch meine oder deine Schwellung kommt oder einer deiner Finger verstärkt, vermag ich gerade nicht zu erfassen. Dein Becken hebt und senkt sich schneller und schneller. So schnell, dass die Bewegung verschwimmt und zu einer gefühlten Vibration wird. Reizüberflutet ist mir egal geworden, dass du gerade alles gibst, während ich mein gesamtes Gewicht auf deinen Arm sinken lasse und nicht mehr beitrage, als dich zu genießen. Dein schneller, gepresster Atem spiegelt deine körperliche Anstrengung. Ohne dich bitten zu müssen, mich runterzulassen, sinkt mein Körper auf dich. Innere Wärme breitet sich in mir aus. Meine Lippen pressen sich auf die deinen. Der Kuss ist heftig, intensiv, willig, trotz der erhöhten Atmung, die zum Symptom unserer Erregung geworden ist. Ich strecke den Rücken durch, hebe dabei gleichzeitig mein Becken etwas an und reibe so meine Brüste an deinem Oberkörper. Ein leichtes Ziehen unter der Haut ist das Ergebnis. Die Vorstellung, meine Brüste nackt über deinen Oberkörper, sie von deinen Brusthaaren kitzeln zu lassen, ergreift mich, doch ist direkt wieder verschwunden. Als wüsstest du selbst von diesem flüchtigen Gedanken, bewegst du deine rechte Hand von meinem Becken zu meiner linken Brust und knetest sie. Befreist sie von dem Stoff, während unsere Hüften ihren ganz eigenen Rhythmus gefunden haben. Du widerstehst dem Bedürfnis, mir das Shirt vom Leib zu reißen. Konzentrierst dich auf den Nippel, der sich zwischen deine Finger schiebt. Benetzt ihn mit deiner Spucke und kehrst zu meiner Brust zurück. Dein Speichel vermischt sich mit den kleinen Schweißperlen auf meiner Haut und intensiviert deine Berührung. Meine linke Hand stützt sich neben deinem Kopf ab, womit sich mein Oberkörper noch ein paar Zentimeter hebt. Ich gleite an dir nach oben, sodass du bei jedem zukünftigen Stoß nur noch mit der Eichel in mich eindringst. Noch bevor ich darum bitten muss, saugst du an meinem, von deiner Hand umfassten Nippel. Die Sanftheit, die Müdigkeit, beides ist verschwunden. Ich gleite zurück auf deinem Penis. Ich möchte diesen Orgasmus jetzt und brauche dafür deine ganze Präsenz in mir. Schnell bewegst du nun wieder dein Becken. Mein Becken wiederum im festen Griff deiner linken Hand, meine linke Brust nun in deiner rechten Hand. Von so vielen gleichzeitigen Empfindungen überlagert, wird die Intensität dumpfer und wir ändern den Rhythmus. Ich richte mich auf dir sitzend auf, ziehe mein Shirt in Bruchteilen einer Sekunde über den Kopf. Es dauert noch einmal so lange, bis deine Hände zurück zu ihrem Ziel gefunden haben. Auf dir sitzend, meine Brüste in deinen Händen, bewege ich mein Becken auf dem deinen vor und zurück. Erneut bildet sich kleinperliger Schweiß zwischen meinen Brüsten, der auf seinem Weg über meinen Bauch kitzelt. Den Schweiß auf meinem Rücken nehme ich erst wahr, als deine Finger darüber streifen. Das Reiben meiner Klitoris über deiner Symphyse verursacht erneutes Versinken in der Wahrnehmung. Die Kippbewegung meines Beckens ändert das Rein- und Rausgleiten deines Schwanzes. Tief in mir versunken, spüre ich nun nur noch die Reibung meiner Cervix an deinem Glied, während unsere Becken sich mit Kraft aneinanderpressen. Mein Rücken streckt sich noch ein wenig weiter durch. Du setzt dich auf. Ein erneutes Saugen an meinem linken Nippel verursacht, dass sich dieser prompt noch ein bisschen mehr in deinem Mund zusammenzieht. Ich versinke in dem Gefühl, dass jeder Zentimeter meiner Haut an einem Zentimeter deiner reibt. Durch unseren Schweiß lösen sich unsere individuellen Grenzen auf. Während sich alles auflöst, brauche ich deinen Widerstand für meinen Halt. Mein Kiefer reibt sich reflexartig an deinem Kopf. Von hier ist der Orgasmus näher als der Verstand. Mein Ausatmen dicht an deinem Ohr bringt dich auf das gleiche Level des Verlangens. Noch mehr Schweißperlen steigern die Intensität der Reibung. Meine Hände haben sich in deinen frisch geschnittenen Haaren vergriffen, pressen deinen Kopf gegen meine Brüste. Nehmen dir die Luft. Immer weiter abgedriftet, bewegt sich mein Becken nicht mehr im Gleichtakt zu deinem. Du legst dich zurück. Dem Instinkt folgend, deinen Hautkontakt zu wollen, sinke ich mit dir. Durch den erneuten Positionswechsel abgelenkt, bleibt der Orgasmus aus. Das Auf- und Abfluten dieser Lust macht unseren Sex nur noch verführerischer. Erneut ergreifst du mein Becken, schwingst mich mit dir herum, sodass ich nun auf dem Rücken liege. Du packst meine Beine, legst sie dir gegen deine Schulter. Eine Hand hält meine Knöchel zusammen, mit der anderen ziehst du deinen Penis durch meine feuchten Lippen. Verrückt von dem Bedürfnis, dich wieder in mir zu spüren, strecke ich meine Beine durch, um mein Becken genug heben zu können, damit du bei der nächsten Gleitbewegung in mich rutschst. Meine Bewegung einkalkulierend, weichst du aus und reibst stattdessen noch zweimal über meine Klitoris, bevor du dich in mich drängst. Umso weiter du dich vorlehnst, umso enger werde ich und umso tiefer kannst du vorstoßen. Unfähig, mich in der Position irgendwie zu bewegen, besitzt du mich nun bis auf den letzten übrig geblieben Millimeter.
Dein Daumen legt sich erneut auf meinen Kitzler und reibt über das hindurchgestochene Piercing. Deine restlichen Finger drücken über meinem Schambein von außen gegen meinen Unterbauch. Ich weiß, dass du so deine eigene Bewegung in mir spürst. Selbst so erregt, dass mich der Druck auf meine Blase nicht stört, den du mit jedem Stoß deines Schwanzes ausübst.
Deine noch freie Hand findet den Weg zu meinem Hals und schränkt die Blutversorgung meines Hirns ein. Meine Umgebung wird schwammig, löst sich auf. Gefangen in all den Empfindungen bin ich nicht mehr in der Lage, irgendeinen Gedanken zu fassen. Ich ertrinke im Hier und Jetzt, mit dir. Ich will nur noch, dass du mich fickst. Es klingt vulgär, ist aber ganz und gar nicht so gemeint. Diese, deine Bewegungen, verbannen alles aus meinem Kopf.
Zu schnell bewegt sich deine Hüfte. Zu schnell ist die Abfolge, dich ganz in mir und dann wieder nicht zu spüren. Mein Kopf kribbelt, ist benebelt. Deine Hand löst sich von meinem Hals, während dein Becken unbeirrt das Tempo hält. Meine Hand greift beherzt deinen Po, was die schnelle Bewegung etwas drosselt. Ich möchte dir in die Unterlippe beißen. Möchte jeden Kontakt zu dir, den ich nur kriegen kann. Meine Hand in deinem Nacken, ziehe ich deinen Kopf zu mir. Die Tiefe deines Schwanzes in mir verursacht nun ein anhaltendes Ziehen. Meine Pussy pulsiert eng um dich, meine Atmung ist nur noch gepresst. Noch einen letzten Millimeter tiefer presst sich deine Erektion in mich. Ich presse mich mit meinem ganzen Körper gegen deinen und mein Kopf verabschiedet sich.
Entspannt liege ich unter dir. Aufgelöst, uns fühlend, nichts denkend. Der Gegendruck meiner Beine auf deinen Schultern ist verschwunden. Die Enge meiner Vagina um deinen Schwanz ist einem Pulsieren gewichen, welches deine Erektion massiert. Nun langsamer gleitest du in mich und zurück. Du nutzt meinen Orgasmus, die Nässe und die damit eingetretene Entspannung, um dich selbst in mir zu verlieren. Atemlos bemerkst du im selben Augenblick, wie sehr du die Kontrolle verloren hast, und mit einer schwungvollen Bewegung deinerseits liege ich nur noch neben dir. Deine Erektion hat mich verlassen. Für mich zu früh. Fluchend stöhne ich. Die Kontraktionen sind ohne dich deutlich unangenehmer. So intensiv, dass es auf unangenehme Art und Weise schmerzt. Schlagartig ist der angenehme Teil des Orgasmus, in dem ich nur vor mich hin schwebte, Körper und Geist noch nicht spürte, beendet. In einer Drehbewegung rutschst du nach unten zwischen meine Beine. Aus der Sorge heraus, die Zeit ganz zu vergessen, musstest du mich verlassen. Dass der frühzeitige Kontaktverlust für mich so unangenehm endet, war dabei nicht deine Absicht. Als Entschuldigung küsst du mich. Überempfindlich zucke ich zusammen. Ich möchte mich zusammenrollen, um dein Verschwinden zu kompensieren, doch deine Hände halten mich fest im Griff. Noch immer gehöre ich dir, und du wirst mich beherrschen, bis ich es selbst wieder kann. Wenn du es willst, aber auch darüber hinaus. Ich weiß, man sagt, die Person, die einem Sicherheit gibt, könne nicht dieselbe sein, die einen besitzt. Doch du kannst es. Du bist diese eine Person für mich, die das Gegenteil beweist. Deine Hände greifen mir fest in den Nacken, ziehen an meinen Haaren, halten meine Hände. Du bist es, der meine anatomischen Grenzen dehnt. Deine überlegene körperliche Kraft, gegen die ich spielerisch zwar ankämpfe, obwohl ich sehr wohl weiß, dass ich ihr und damit dir unterliege, erregt mich. All das hinterlässt das Gefühl, mein Körper gehöre mit Haut und Haaren dir. Gleichzeitig weiß ich, dass du diese Überlegenheit nie gegen meinen Wunsch zu deinem Vorteil nutzen würdest. Rational gedacht würde ich es lieber leugnen. An der Tatsache selbst würde es jedoch nichts ändern. Mein Körper ist für deine Lust gemacht und der deine für meine. Du besitzt mich. Du erregst mich, befriedigst mich, reizt mich wie kein anderer Mann. Fern von jedem rationalen oder gar feministischen Denken. Ein weiterer Kuss mit kurzem Zungenschlag gegen meine präsente Klitoris lässt mich fluchend stöhnen. Hin- und hergerissen zwischen der Erschöpfung und der Lust. Am Ende seiner Kräfte ist mein Körper immer noch bereit, dir noch mehr zu geben. Mein Leib würde den nächsten Orgasmus empfangen, selbst wenn ich diesen hier noch nicht mal ganz zu Ende gebracht habe. Ein weiterer Kuss deinerseits auf meine Symphyse, dann auf meinen Bauchnabel. Ich grunze, entspanne mich. Dein frühes Verlassen meiner Vagina ist dir bereits vergeben. Die Kontraktionen werden weniger. Du gleitest an mir nach oben, reibst dabei deinen Kopf über meinen verschwitzten Torso. Weiter, bis dein Kopf auf meiner Kopfhöhe angekommen ist. Erneut lande ich dabei im leichten Hohlkreuz, um die Reibung zwischen uns noch einmal zu genießen.
Du registrierst die Rötung meiner Wangen. Schiebst äußerst zärtlich meine von Schlaf und dem Sex verwirbelten, leicht klebrigen Locken von meinem Hals und küsst mich dort. Dein noch immer hart erigierter Penis gleitet zwischen meine nun geschlossenen Beine. Dein Schaft schiebt sich zwischen meine feuchten Lippen, die diesen so umarmen, wie du mich mit deinen Armen. Langsame, rhythmische Bewegungen beruhigen uns beide, während ich psychisch noch immer etwas benommen bin. Meine Nippel stupsen bei der Einatmung gegen deine Haut. Entspannt wie jetzt haben sie die Größe von zwei Erbsen. Dieser Versuchung kannst du nicht widerstehen. Als sie sich in deinem Mund wieder verhärten, hörst du auf. Ich ziehe deinen Kopf auf die Höhe von meinem, deine Lippen auf die meinen. Diese sowie deine zwischen honig- und haselnussbraun liegende Augenfarbe und deine Stupsnase stehen im Kontrast zu deinen hohen Wangenknochen, eher breiten Kieferknochen, deiner ausgeprägten Halsmuskulatur und deinem überwiegend schwarzen Haar, nur dein Bart ist von ein paar weißen, braunen und vereinzelten roten Härchen durchzogen.
Im jetzigen Kuss schwingt etwas zwischen Zärtlichkeit und Dankbarkeit. Wieder Herr meiner Sinne, lade ich dich wortlos dazu ein, dir die gleiche Entspannung zu schenken wie du mir.
Du stöhnst in tiefer Stimmlage während einer langen Ausatmung. Natürlich steht dir der Sinn nach noch mehr. Deine Erektion macht dir das durch ein unangenehmes Pochen einmal mehr klar.
Du wendest dich ab und schwingst als Motivation für dich selbst die Beine aus dem Bett. Dein erigierter Penis klappt dir wieder einmal gegen den Bauch. Noch bevor du ihn umgreifen und nach unten biegen kannst, spürst du bereits meine Küsse deine linke Flanke entlang sowie meine Hand, die um dich herum zu eben diesem gegriffen hat, um ihn weiter zu stimulieren. Das schlechte Gewissen dir gegenüber ist gerade präsenter als meine Erschöpfung. Trotz des Wissens, dass das Reizen, Verwöhnen, Erforschen meines Körpers dich so erregt, dass du deinen Orgasmus immer wieder, so lange du kannst, herauszögerst. Für dich ist das Erregendste an allem, mich von einem Orgasmus in den nächsten zu treiben. Doch umso öfter ich komme, desto eher verliere ich dich und deine Gelüste aus dem Blick. Was mir nicht fair erscheint, denn für mich gehört zu gutem Sex ein Orgasmus beiderseits. Sex ist für dich jedoch mehr als nur ein Orgasmus. Vor dir kannte ich keinen Mann, der sich selbst so diszipliniert zurückhielt, bis Lady nicht mehr kann. Mit dir habe ich schon oft meine körperlichen und seelischen Grenzen erreicht, und dennoch möchte ein Teil von mir immer mehr. Oder einfach nur kein Ende. Du bist es immer, der unserem Sex Einhalt gebietet.
...
Dass es Samstag ist, ist mir nicht direkt bewusst. Ein immer lauter werdendes Piepen hat sich in meinen Traum geschlichen. Erst jetzt registriere ich ihn als deinen Wecker, der seit einiger Zeit klingelt. Aber noch immer fehlt mir das Detail, dass es dein Wecker ist und nicht meiner.
Aufstehen. Arbeiten.
Wie lange er bereits Alarm schlägt, kann ich nicht sagen. Und trotzdem versuche ich, mich gegen das langsame Bewusstwerden meiner Extremitäten zu wehren. Versuche, das Gefühl des kribbelnden, mit Blut unterversorgten linken Arms ins Unterbewusstsein zurückzuschieben und zu meinem Traum zurückzufinden.
Doch der Inhalt wird, umso mehr ich versuche, mich darauf zu konzentrieren, blasser und blasser. Gleitet wie Sand durch meine Finger.
Meine Hand fühlt sich schwer an, meine Hüfte steif. Mein Rücken schmerzt etwas. Nicht mehr lange, und meine Blase wird mich zum Aufstehen zwingen. Und doch rühre ich mich nicht. Genau wissend: Bewege ich mich jetzt, bin ich endgültig wach. Dabei möchte ich mich viel lieber nur für einen kurzen Moment noch der Illusion hingeben, dass die schmalen Kissen, die vor und hinter mir liegen, eine deiner Umarmungen sind. Der Wecker. Er klingelt immer noch. Er lässt sich nicht mehr ausblenden.
Arbeiten. Mann. Scheiße. Ich möchte nicht. Bin müde. Will ausschlafen.
Welcher Tag ist heute? Wie viele Tage sind es noch bis zum Wochenende?
All diese Gedanken kommen gefühlt in langsamer Abfolge. Einer nach dem anderen. Und doch ist noch keine Minute um, während der Wecker dieses monotone Piepen von sich gibt. Mit bereits alltäglicher Enttäuschung, allein wach zu werden, kuschle ich mich, wie bereits unzählige Male zuvor, an das vor mir liegende Kissen. Versunken in dem Wunsch, der Vorstellung, der Fantasie, eben nicht allein zu sein. Das Kissen hustet. Das Heben und Senken deines Brustkorbs unter meinem Arm definiert die Wirklichkeit. Du bist hier. Hier in meinem Bett. Schlagartig fällt mir alles wieder ein. Mit der Erinnerung bin ich hellwach.
Es ist Samstag. Das monotone, nun nervig erscheinende Klingeln des Weckers möchte mich gar nicht auf Arbeit scheuchen.
Der Wecker tobt aus einem anderen Grund.
Überwältigt von dem Glück deiner Anwesenheit, schiebe ich mich den letzten Zentimeter näher an deinen warmen Körper. Verdränge das letzte bisschen Abstand und küsse deinen Hals. Ich erinnere mich an kurze, halbwache Momente, in denen wir uns heute Nacht gemeinsam drehten. Immer passte sich der eine dem anderen an. Scheinbar können wir nicht mal im Schlaf völlig auf körperlichen Kontakt verzichten. Der Gedanke huscht in Form eines halben, unbemerkten Lächelns über mein Gesicht.
Geräuschlos streckst du deine müden Glieder. Schaltest dabei deinen Wecker aus und sinkst, in Anbetracht der Uhrzeit, noch einmal mit dem Kopf zurück auf die Kissen. Nicht ohne mich in deinen Arm zu nehmen und mich an dich zu pressen. „Fünf Minuten noch“, nuschle ich gegen deinen Hals, um gleichzeitig zu deiner Körperwärme deinen ganz eigenen Geruch aufzusaugen – der Duft nach Regen auf trockenem Laub. Ein Kuss auf meine Stirn reicht mir als stumme Einwilligung. Meine Hand wandert über deinen, mit einem Shirt bekleideten Oberkörper zum Bund deiner Shorts. Bereits beim Zurücksinken hast du registriert, dass nicht nur dein Kopf wach ist. Deine Körpermitte hat mindestens genauso viel pulsierendes Blut gespeichert. Nichts Neues, nichts Außergewöhnliches für dich. Wohl wissend, dass sich der Druck beim Aufstehen und dem Weg ins Bad von allein abbauen und beruhigen würde. Ein wohliges Stöhnen verlässt meine Lippen, als meine Hand deine Körpermitte erreicht. Nur das Streifen über deine morgendliche Erektion provoziert ein spürbares Pulsieren. Schlagartig erhöht sich deine Herzfrequenz an meinem Mund, der noch immer deinen Hals liebkost. Mein Knie schiebt sich über das von dir gebaute Zelt deiner Shorts und presst gegen dein Glied. Gierig geworden, sauge ich nun an deinem Nacken, um dich mit Hilfe deiner erogensten Stelle gleichermaßen zu erregen. Ich will Sex, jetzt.
Gestern Abend war ich zu erschöpft, fällt mir ein. Ich erinnere mich noch, wie sich dein Glied zwischen meinen Schenkeln vor und zurück bewegte. Hätten wir dort weitergemacht, hätten wir die Nacht wohl kaum geschlafen. Stattdessen schlief ich erschöpft ein, trotz aufkeimender Lust. Jetzt ist diese umso intensiver nur durch deine pure Anwesenheit erwacht. Ich lasse dir keinen Zweifel daran, dass ich dich nicht ohne körperliche Interaktion aus diesem Bett lassen werde. Mein Wecker klingelt nun ebenfalls. Bereits gestern Abend wusste ich, dass du nicht vor mir aufstehen würdest. Da du eher zu den Morgenmuffeln gehörst, brauchst du etwas mehr Vorlauf, um wach zu werden. Nicht, dass ich daran gedacht hätte, dass mich dein Wecker natürlich ebenso aus dem Schlaf reißen würde, stellte ich damit meinen eigenen. Von der Unterbrechung leicht verärgert, schalte ich das Handy aus und ziehe mir, hastiger als ursprünglich geplant, meinen Slip von meinen Hüften. Um meinen linken, unter mir liegenden Arm dafür zur Verfügung zu haben, verlagere ich mein Gewicht noch ein bisschen mehr auf deine Körpermitte.
Deine linke Hand wandert an meiner Flanke entlang zu meinem Po. Am Ziel ihres Interesses angelangt, bedeckt sie meine linke Backe und greift beherzt zu. Eine weitere Steigerung meiner Lust. Unruhig, fast schon nervös schiebe ich mit meinem Fuß und meiner rechten Hand deine Shorts nach unten, wofür sich dein Becken hebt. Gerade so tief, um das Zentrum meines Interesses freizulegen. Der Gummibund deiner Shorts hob dabei kurz deinen Penis an, der nun mit einem leisen Klatschgeräusch wieder auf deinem Bauch landet, gefolgt von meinem Becken, das sich direkt darüber schiebt. Meine Brüste streifen über deine Haut, und trotz des Trägershirts, das ich trage, kannst du die Erregung meiner Nippel fühlen. Deine Eichel liegt genau vor dem Eingang meiner Vagina. In einer leichten Abwärtsbewegung über deinen Torso, die meine Brüste erneut über deine Haut reiben lässt, gleitest du in mich. Ich bin bereit, feucht und warm. Stöhne wohlig und sehnsüchtig zugleich, als du dich gleich wieder zurückziehst. Eilig stelle ich meinen rechten Fuß auf die Matratze auf Höhe deines Beckenkamms, um schneller mein Bedürfnis nach Sex mit dir zu stillen, als du mich, dem Zeitmangel geschuldet, von dir schieben kannst.
Meine Bedürfnisse, Gedanken, meine Lust konntest du schon immer gut lesen. Du weißt bereits, was ich vorhabe, noch bevor ich selbst einen klaren Gedanken zu meiner gewollten Körperbewegung habe. Deine linke Hand greift unter meinen rechten Oberschenkel und hebt mein Becken etwas an. Begleitet von einem leisen Brummen, das deine so verführerisch zart geschwungenen Lippen verlässt. Dieses Stöhnen klingt immer wieder nach Kapitulation. Ganz so, als würdest du aufhören, auf die Vernunft zu hören. Es ist ein ganz bestimmtes, tiefes, zwei Sekunden langes Brummen. Diese zwei Sekunden reichen aus, um mich noch mehr zu erregen. Ich liebe es, dich so sehr in Fahrt zu bringen, dass auch du dein Umfeld völlig vergisst. Im Gegensatz zu mir lässt du seltener so viel Erregung zu, dass die Lust dich ganz überrennt und du unsere Umgebung in Gänze vergisst. Diese Art deiner Beherrschung stellt eine weitere von mir geliebte Eigenschaft dar. Irgendwie vermittelt sie mir das Gefühl, beschützt und umsorgt zu sein. Und trotzdem erfreut und erregt es mich gleichermaßen, wenn ich es schaffe dich so zu reitzen, dass auch du jede Vorsicht vergisst.
Mein ganzes Gewicht auf deiner Hand erzeugt nicht mal ein Zittern deiner Muskulatur. Noch bevor ich mein Gleichgewicht wiedergefunden habe, drängst du dich mit einem einzigen Beckenstoß und ganzem erigierten Penis in mich. Mein aktueller Erregungszustand braucht kein langsames Vortasten. Ein Stoß und du füllst mich aus. Entlockst mir einen Ton des Gefallens und der Überraschung zugleich. Leicht gequält und doch erregt. Ausgelöst durch das Gefühl, dass du mich besitzt. Endlos besitzt. Als wäre mehr Raum nicht übrig, in den du dich drängen kannst, und dennoch hebst du dein Becken noch ein bisschen mehr. Reizt aus, was vor dir unberührt blieb. Ein leichtes, schmerzhaftes Ziehen im Becken entsteht, das mir meine anatomischen Grenzen aufzeigt. Dieses Gefühl entlockt mir ein weiteres Stöhnen, fast schon einem kurzen Quieken ähnlich. Selten verlierst du ganz und gar deine Kontrolle aus Sorge, deine Kraft verursache mir einen physischen Schaden. Das Ausreizen meiner maximal aushaltbaren Tiefe und Breite erregt uns jedoch beide. In den letzten Monaten habe ich dir klargemacht, dass Vorsicht und Zurückhaltung nichts sind, auf das ich beim Sex Wert lege. Umso erregter ich bin, desto weniger Schmerz fühle ich.
Jetzt bin ich bereits so von Sinnen, dass meine Lippen nass und meine Pforte sich für dich geöffnet hat. Deine Finger gesellen sich zu deinem Schwanz und nutzen meine Erregung. Durch streichende Bewegungen verteilst du meinen Saft über meine Vulva und gleitest über meinen Kitzler. Er rutscht unter deinen Fingern hin und her. Ganz so, als wäre er in Seife getaucht. Die zusätzliche Stimulation löst ein Kribbeln aus, das sich immer intensiver werdend bis zur Höhe des Bauchnabels ausbreitet. Jede neue Auf- und Abbewegung deines Beckens reizt mich noch ein bisschen mehr. Dein Schwanz fühlt sich noch präsenter in mir an. Ob das durch meine oder deine Schwellung kommt oder einer deiner Finger verstärkt, vermag ich gerade nicht zu erfassen. Dein Becken hebt und senkt sich schneller und schneller. So schnell, dass die Bewegung verschwimmt und zu einer gefühlten Vibration wird. Reizüberflutet ist mir egal geworden, dass du gerade alles gibst, während ich mein gesamtes Gewicht auf deinen Arm sinken lasse und nicht mehr beitrage, als dich zu genießen. Dein schneller, gepresster Atem spiegelt deine körperliche Anstrengung. Ohne dich bitten zu müssen, mich runterzulassen, sinkt mein Körper auf dich. Innere Wärme breitet sich in mir aus. Meine Lippen pressen sich auf die deinen. Der Kuss ist heftig, intensiv, willig, trotz der erhöhten Atmung, die zum Symptom unserer Erregung geworden ist. Ich strecke den Rücken durch, hebe dabei gleichzeitig mein Becken etwas an und reibe so meine Brüste an deinem Oberkörper. Ein leichtes Ziehen unter der Haut ist das Ergebnis. Die Vorstellung, meine Brüste nackt über deinen Oberkörper, sie von deinen Brusthaaren kitzeln zu lassen, ergreift mich, doch ist direkt wieder verschwunden. Als wüsstest du selbst von diesem flüchtigen Gedanken, bewegst du deine rechte Hand von meinem Becken zu meiner linken Brust und knetest sie. Befreist sie von dem Stoff, während unsere Hüften ihren ganz eigenen Rhythmus gefunden haben. Du widerstehst dem Bedürfnis, mir das Shirt vom Leib zu reißen. Konzentrierst dich auf den Nippel, der sich zwischen deine Finger schiebt. Benetzt ihn mit deiner Spucke und kehrst zu meiner Brust zurück. Dein Speichel vermischt sich mit den kleinen Schweißperlen auf meiner Haut und intensiviert deine Berührung. Meine linke Hand stützt sich neben deinem Kopf ab, womit sich mein Oberkörper noch ein paar Zentimeter hebt. Ich gleite an dir nach oben, sodass du bei jedem zukünftigen Stoß nur noch mit der Eichel in mich eindringst. Noch bevor ich darum bitten muss, saugst du an meinem, von deiner Hand umfassten Nippel. Die Sanftheit, die Müdigkeit, beides ist verschwunden. Ich gleite zurück auf deinem Penis. Ich möchte diesen Orgasmus jetzt und brauche dafür deine ganze Präsenz in mir. Schnell bewegst du nun wieder dein Becken. Mein Becken wiederum im festen Griff deiner linken Hand, meine linke Brust nun in deiner rechten Hand. Von so vielen gleichzeitigen Empfindungen überlagert, wird die Intensität dumpfer und wir ändern den Rhythmus. Ich richte mich auf dir sitzend auf, ziehe mein Shirt in Bruchteilen einer Sekunde über den Kopf. Es dauert noch einmal so lange, bis deine Hände zurück zu ihrem Ziel gefunden haben. Auf dir sitzend, meine Brüste in deinen Händen, bewege ich mein Becken auf dem deinen vor und zurück. Erneut bildet sich kleinperliger Schweiß zwischen meinen Brüsten, der auf seinem Weg über meinen Bauch kitzelt. Den Schweiß auf meinem Rücken nehme ich erst wahr, als deine Finger darüber streifen. Das Reiben meiner Klitoris über deiner Symphyse verursacht erneutes Versinken in der Wahrnehmung. Die Kippbewegung meines Beckens ändert das Rein- und Rausgleiten deines Schwanzes. Tief in mir versunken, spüre ich nun nur noch die Reibung meiner Cervix an deinem Glied, während unsere Becken sich mit Kraft aneinanderpressen. Mein Rücken streckt sich noch ein wenig weiter durch. Du setzt dich auf. Ein erneutes Saugen an meinem linken Nippel verursacht, dass sich dieser prompt noch ein bisschen mehr in deinem Mund zusammenzieht. Ich versinke in dem Gefühl, dass jeder Zentimeter meiner Haut an einem Zentimeter deiner reibt. Durch unseren Schweiß lösen sich unsere individuellen Grenzen auf. Während sich alles auflöst, brauche ich deinen Widerstand für meinen Halt. Mein Kiefer reibt sich reflexartig an deinem Kopf. Von hier ist der Orgasmus näher als der Verstand. Mein Ausatmen dicht an deinem Ohr bringt dich auf das gleiche Level des Verlangens. Noch mehr Schweißperlen steigern die Intensität der Reibung. Meine Hände haben sich in deinen frisch geschnittenen Haaren vergriffen, pressen deinen Kopf gegen meine Brüste. Nehmen dir die Luft. Immer weiter abgedriftet, bewegt sich mein Becken nicht mehr im Gleichtakt zu deinem. Du legst dich zurück. Dem Instinkt folgend, deinen Hautkontakt zu wollen, sinke ich mit dir. Durch den erneuten Positionswechsel abgelenkt, bleibt der Orgasmus aus. Das Auf- und Abfluten dieser Lust macht unseren Sex nur noch verführerischer. Erneut ergreifst du mein Becken, schwingst mich mit dir herum, sodass ich nun auf dem Rücken liege. Du packst meine Beine, legst sie dir gegen deine Schulter. Eine Hand hält meine Knöchel zusammen, mit der anderen ziehst du deinen Penis durch meine feuchten Lippen. Verrückt von dem Bedürfnis, dich wieder in mir zu spüren, strecke ich meine Beine durch, um mein Becken genug heben zu können, damit du bei der nächsten Gleitbewegung in mich rutschst. Meine Bewegung einkalkulierend, weichst du aus und reibst stattdessen noch zweimal über meine Klitoris, bevor du dich in mich drängst. Umso weiter du dich vorlehnst, umso enger werde ich und umso tiefer kannst du vorstoßen. Unfähig, mich in der Position irgendwie zu bewegen, besitzt du mich nun bis auf den letzten übrig geblieben Millimeter.
Dein Daumen legt sich erneut auf meinen Kitzler und reibt über das hindurchgestochene Piercing. Deine restlichen Finger drücken über meinem Schambein von außen gegen meinen Unterbauch. Ich weiß, dass du so deine eigene Bewegung in mir spürst. Selbst so erregt, dass mich der Druck auf meine Blase nicht stört, den du mit jedem Stoß deines Schwanzes ausübst.
Deine noch freie Hand findet den Weg zu meinem Hals und schränkt die Blutversorgung meines Hirns ein. Meine Umgebung wird schwammig, löst sich auf. Gefangen in all den Empfindungen bin ich nicht mehr in der Lage, irgendeinen Gedanken zu fassen. Ich ertrinke im Hier und Jetzt, mit dir. Ich will nur noch, dass du mich fickst. Es klingt vulgär, ist aber ganz und gar nicht so gemeint. Diese, deine Bewegungen, verbannen alles aus meinem Kopf.
Zu schnell bewegt sich deine Hüfte. Zu schnell ist die Abfolge, dich ganz in mir und dann wieder nicht zu spüren. Mein Kopf kribbelt, ist benebelt. Deine Hand löst sich von meinem Hals, während dein Becken unbeirrt das Tempo hält. Meine Hand greift beherzt deinen Po, was die schnelle Bewegung etwas drosselt. Ich möchte dir in die Unterlippe beißen. Möchte jeden Kontakt zu dir, den ich nur kriegen kann. Meine Hand in deinem Nacken, ziehe ich deinen Kopf zu mir. Die Tiefe deines Schwanzes in mir verursacht nun ein anhaltendes Ziehen. Meine Pussy pulsiert eng um dich, meine Atmung ist nur noch gepresst. Noch einen letzten Millimeter tiefer presst sich deine Erektion in mich. Ich presse mich mit meinem ganzen Körper gegen deinen und mein Kopf verabschiedet sich.
Entspannt liege ich unter dir. Aufgelöst, uns fühlend, nichts denkend. Der Gegendruck meiner Beine auf deinen Schultern ist verschwunden. Die Enge meiner Vagina um deinen Schwanz ist einem Pulsieren gewichen, welches deine Erektion massiert. Nun langsamer gleitest du in mich und zurück. Du nutzt meinen Orgasmus, die Nässe und die damit eingetretene Entspannung, um dich selbst in mir zu verlieren. Atemlos bemerkst du im selben Augenblick, wie sehr du die Kontrolle verloren hast, und mit einer schwungvollen Bewegung deinerseits liege ich nur noch neben dir. Deine Erektion hat mich verlassen. Für mich zu früh. Fluchend stöhne ich. Die Kontraktionen sind ohne dich deutlich unangenehmer. So intensiv, dass es auf unangenehme Art und Weise schmerzt. Schlagartig ist der angenehme Teil des Orgasmus, in dem ich nur vor mich hin schwebte, Körper und Geist noch nicht spürte, beendet. In einer Drehbewegung rutschst du nach unten zwischen meine Beine. Aus der Sorge heraus, die Zeit ganz zu vergessen, musstest du mich verlassen. Dass der frühzeitige Kontaktverlust für mich so unangenehm endet, war dabei nicht deine Absicht. Als Entschuldigung küsst du mich. Überempfindlich zucke ich zusammen. Ich möchte mich zusammenrollen, um dein Verschwinden zu kompensieren, doch deine Hände halten mich fest im Griff. Noch immer gehöre ich dir, und du wirst mich beherrschen, bis ich es selbst wieder kann. Wenn du es willst, aber auch darüber hinaus. Ich weiß, man sagt, die Person, die einem Sicherheit gibt, könne nicht dieselbe sein, die einen besitzt. Doch du kannst es. Du bist diese eine Person für mich, die das Gegenteil beweist. Deine Hände greifen mir fest in den Nacken, ziehen an meinen Haaren, halten meine Hände. Du bist es, der meine anatomischen Grenzen dehnt. Deine überlegene körperliche Kraft, gegen die ich spielerisch zwar ankämpfe, obwohl ich sehr wohl weiß, dass ich ihr und damit dir unterliege, erregt mich. All das hinterlässt das Gefühl, mein Körper gehöre mit Haut und Haaren dir. Gleichzeitig weiß ich, dass du diese Überlegenheit nie gegen meinen Wunsch zu deinem Vorteil nutzen würdest. Rational gedacht würde ich es lieber leugnen. An der Tatsache selbst würde es jedoch nichts ändern. Mein Körper ist für deine Lust gemacht und der deine für meine. Du besitzt mich. Du erregst mich, befriedigst mich, reizt mich wie kein anderer Mann. Fern von jedem rationalen oder gar feministischen Denken. Ein weiterer Kuss mit kurzem Zungenschlag gegen meine präsente Klitoris lässt mich fluchend stöhnen. Hin- und hergerissen zwischen der Erschöpfung und der Lust. Am Ende seiner Kräfte ist mein Körper immer noch bereit, dir noch mehr zu geben. Mein Leib würde den nächsten Orgasmus empfangen, selbst wenn ich diesen hier noch nicht mal ganz zu Ende gebracht habe. Ein weiterer Kuss deinerseits auf meine Symphyse, dann auf meinen Bauchnabel. Ich grunze, entspanne mich. Dein frühes Verlassen meiner Vagina ist dir bereits vergeben. Die Kontraktionen werden weniger. Du gleitest an mir nach oben, reibst dabei deinen Kopf über meinen verschwitzten Torso. Weiter, bis dein Kopf auf meiner Kopfhöhe angekommen ist. Erneut lande ich dabei im leichten Hohlkreuz, um die Reibung zwischen uns noch einmal zu genießen.
Du registrierst die Rötung meiner Wangen. Schiebst äußerst zärtlich meine von Schlaf und dem Sex verwirbelten, leicht klebrigen Locken von meinem Hals und küsst mich dort. Dein noch immer hart erigierter Penis gleitet zwischen meine nun geschlossenen Beine. Dein Schaft schiebt sich zwischen meine feuchten Lippen, die diesen so umarmen, wie du mich mit deinen Armen. Langsame, rhythmische Bewegungen beruhigen uns beide, während ich psychisch noch immer etwas benommen bin. Meine Nippel stupsen bei der Einatmung gegen deine Haut. Entspannt wie jetzt haben sie die Größe von zwei Erbsen. Dieser Versuchung kannst du nicht widerstehen. Als sie sich in deinem Mund wieder verhärten, hörst du auf. Ich ziehe deinen Kopf auf die Höhe von meinem, deine Lippen auf die meinen. Diese sowie deine zwischen honig- und haselnussbraun liegende Augenfarbe und deine Stupsnase stehen im Kontrast zu deinen hohen Wangenknochen, eher breiten Kieferknochen, deiner ausgeprägten Halsmuskulatur und deinem überwiegend schwarzen Haar, nur dein Bart ist von ein paar weißen, braunen und vereinzelten roten Härchen durchzogen.
Im jetzigen Kuss schwingt etwas zwischen Zärtlichkeit und Dankbarkeit. Wieder Herr meiner Sinne, lade ich dich wortlos dazu ein, dir die gleiche Entspannung zu schenken wie du mir.
Du stöhnst in tiefer Stimmlage während einer langen Ausatmung. Natürlich steht dir der Sinn nach noch mehr. Deine Erektion macht dir das durch ein unangenehmes Pochen einmal mehr klar.
Du wendest dich ab und schwingst als Motivation für dich selbst die Beine aus dem Bett. Dein erigierter Penis klappt dir wieder einmal gegen den Bauch. Noch bevor du ihn umgreifen und nach unten biegen kannst, spürst du bereits meine Küsse deine linke Flanke entlang sowie meine Hand, die um dich herum zu eben diesem gegriffen hat, um ihn weiter zu stimulieren. Das schlechte Gewissen dir gegenüber ist gerade präsenter als meine Erschöpfung. Trotz des Wissens, dass das Reizen, Verwöhnen, Erforschen meines Körpers dich so erregt, dass du deinen Orgasmus immer wieder, so lange du kannst, herauszögerst. Für dich ist das Erregendste an allem, mich von einem Orgasmus in den nächsten zu treiben. Doch umso öfter ich komme, desto eher verliere ich dich und deine Gelüste aus dem Blick. Was mir nicht fair erscheint, denn für mich gehört zu gutem Sex ein Orgasmus beiderseits. Sex ist für dich jedoch mehr als nur ein Orgasmus. Vor dir kannte ich keinen Mann, der sich selbst so diszipliniert zurückhielt, bis Lady nicht mehr kann. Mit dir habe ich schon oft meine körperlichen und seelischen Grenzen erreicht, und dennoch möchte ein Teil von mir immer mehr. Oder einfach nur kein Ende. Du bist es immer, der unserem Sex Einhalt gebietet.
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