Sonstiges & Allerlei

Jahreszyklus

Rosemarie Heihoff

Jahreszyklus

Ein Jahr der Trauer in Gedichten

Leseprobe:

Traurigkeit

Ihr Wolken dunkel und grau,
wie fliegt ihr am Himmel dahin!
Nehmt mit meine Traurigkeit,
tragt sie zu ihm!
Mein Herz, meine Gedanken
und so viel mehr.
Findet ihn, erzählt ihm,
er fehlt mir so sehr.

Die Regentropfen sind all meine Tränen,
Perlen voll Erinnerungen und Sehnen.
Der Kummer, der Schmerz,
er bricht mir mein Herz.

Auf Sturm und Regen
folgt Sonne irgendwann.
Ich muss darauf warten
und glauben daran.
Ich hoff auf ein Zeichen, ein Licht,
damit ich fühle, dass auch für mich
eines Tages neues Leben anbricht.

Tiefe Traurigkeit hält mich umfangen,
seit Du, mein Schatz, bist fortgegangen.
Ich fühl mich so einsam, so allein.
Lebensfreude kehrt nicht mehr ein.
Mein Herz ist so schwer.
Ich vermiss dich zu sehr.
Schaff ich es ohne dich?
Ich flehe: hoffentlich!!!


Sternenhimmel

Hab mir einen Stern am Himmel auserkoren.
Der leuchtet so schön, so klar und so hell.
Stell mir dann vor, Du strahlst von dort droben
mit lächelndem Blick auf unsere Welt,
bist aufgehoben in einer höheren Ganzheit
fern von Raum und Zeit.
In der Ewigkeit!

Schau in den Himmel und find meinen Stern.
Auf dem bist Du mir nah und doch so fern.
Schick ein stilles Gebet in die Nacht,
hoff darauf, dass es uns glücklich macht:
im Voranschreiten auf dem Weg zum Licht für dich,
wieder auch Lachen und Lebensfreude für mich.

Ich weiß, es gibt diese Art von Verbundenheit
in Liebe jenseits von Raum und Zeit,
die dauert in alle Ewigkeit!


Frühlingserwachen

Heut hab ich Schwärme von Kranichen gesehn.
Der Winter ist vorbei.
Hoch droben am Himmel sah ich sie ziehn,
hörte ihr lautes erlösendes Geschrei.

Momente von Freude, Momente von Glück!
Der Frühling ist da, der Frühling ist zurück!

In mir erklingt ein helles Lied.
Seine Melodie erfüllt ganz mein Herz.
Wie gern säng’ ich sie jetzt zusammen mit dir!
Ungeteilte Freude! Ein Hauch von Schmerz in mir.

Und doch ist der Frühling da, die Natur erwacht.
Sie will sprießen, will grünen, will blühen.
Ich wünsch mir, sie hat dabei auch an mich gedacht
und lehrt meine Seele wieder zu fliegen.


Ein Tag

Heut ist wieder mal solch ein Tag,
an dem mir nichts gelingen mag.
Meine Gedanken, meine Gefühle
fahren Karussell.
Sie drehen sich im Kreise
unkontrolliert und schnell.
Vermag ihnen nicht zu entrinnen,
kann meine Traurigkeit nicht bezwingen.
Immer wieder fließen die Tränen.
Mein Herz schreit in tiefem Sich-Sehnen.
Vor mir tut sich auf ein leerer Schlund,
will mich verschlingen, mich richten zugrund’.

Ich versuch ja, das Leben zu schaffen.
Doch manchmal denk ich,
es geht nicht mehr.
Hab nur noch den Wunsch,
für immer zu schlafen.
Das Alleinsein – ohne dich sein –
schmerzt einfach zu sehr.

Ich fühl mich nur noch zur Hälfte
in dieser Welt.
Der andere Teil ist jenseits
vom Sternenzelt.
Niemals je zuvor hätte ich gedacht,
dass so starke Emotionen haben Macht
über mich …


Vollmond

Frühlingsvollmond! Was für eine Nacht!
Ein Himmel übersät mit Sternen! Welche Pracht!
Steh hier unten, unter dem Sternenzelt,
blick nach oben in eine ferne Welt.

Zu meinem Stern im funkelnden Meer
reise ich in Gedanken,
bin für Momente bei dir
ohne jegliche Schranken
von Raum und Zeit,
vereint in der Ewigkeit.

Das Firmament mit seiner Weite
hüllt mich in seinen Frieden ein.
Fühl mich beschützt,
fühl mich geborgen,
bin Teil einer Ganzheit,
bin nicht allein.

Die Stimmung in dieser Nacht
ist mystisch, geheimnisvoll schön,
die Natur in Silberlicht getaucht,
dünne Wolken ziehn.

Der Mond, die Sterne, sie werden erlischen.
Diese Nacht heute wird vergehen.
Die Sonne, der Tag, werden wiederkehren,
und es wird wieder Morgen werden.


Die Schöpfung
im fortwährenden Kommen und Gehen,
die Schöpfung,
der ewige Rhythmus, das Leben!


Gedanken zu Leben und Tod

Der Sommer kommt, der Sommer geht,
mit seinen Spuren im Wind verweht.

Wir alle folgen den Spuren im Wind,
die viele schon vor uns gegangen sind.
Was bedeutet da schon ein Jahr!
Viel für uns, ein Stück Lebenszeit,
kostbar, hält Wachstum und Fülle bereit.

Ein Freund ist bei uns auf Schritt und Tritt,
begleitet uns durchs Leben Jahr um Jahr,
verlässt uns nie, ist immer uns nah.
Und eines Tages, das ist gewiss,
umarmt er uns und nimmt uns mit.

Wohin?
Heim vielleicht?

Ja.

Thoughts about life and death

Summer comes and summer goes
and over its traces the wind blows.

We all follow these traces in the wind
that many before us already went.
So what does a year mean after all!
A piece of lifetime, to us a lot,
precious time, a time full of growth and crop.

A friend is with us always and everywhere
walking by our side, counting our days year by year.
He will never leave us, always be near.
And when the hour has come
we’ll hear him call,
will feel his embrace
and without an escape
we’ll have to follow this call, we all.

Where to?
Home perhaps?

Yes.


All – Ein

Ich lieg am Strand
im warmen Sand,
fühl mich entspannt
und denk an dich.
Wind streichelt mein Haar,
Sonnenschein küsst mich.

Ich schließe die Augen
und lausche
dem Rauschen
von Wellen und Wind,
und meine Seele singt.

Über mir Möwengeschrei!
Meine Seele fühlt sich frei.
Sie schwebt in Harmonie,
fliegt ins Land der Fantasie,
taucht ins Universum ein,
fühlt sich mit dir vereint.

Glücksmomente von All – Ein!

All – One
Lying on the strand
in warm sand
feeling relaxed
thinking of you.
The wind is stroking my hair softly.
Sunrays fall like your kiss on me.

I close my eyes
and listen
to the roar
of the waves and the wind
and I hear my soul sing.

On high shouts from the birds of the sea!
My soul is feeling so free,
is floating in harmony
and flying into the lands of fantasy,
is diving deeply into the universe
and feeling one with you in space.

Moments of happiness in being All – One!

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 96
ISBN: 978-3-99026-616-8
Erscheinungsdatum: 05.09.2012
EUR 15,90
EUR 9,99

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