Sonstiges & Allerlei

Geheimnis Mensch Die Stimme

Gabriela Ackermann

Geheimnis Mensch Die Stimme

Ein Schlüssel zum Glück

Leseprobe:

Steuerzentrale Hirn


… Um einen Schlüssel für mein Glück zu finden, beginnen wir unsere Reise in der Zentrale für menschliche Steuerungen. Es wird Sie kaum erstaunen, dass wir somit bei Ihrem Hirn gelandet sind. Versuchen wir hier als Erstes herauszufinden, welche Hirnteile es gibt und wer für mich zuständig ist. Dafür muss ich Sie mit etwas Anatomie konfrontieren: Wenn Sie sich das Hirn als richtig große Computerzentrale vorstellen, mit Milliarden von Verbindungen, mit enorm komplexen Schalttafeln voller kompliziert verbundener Kabel, mit Arealen, die wechselnd aufleuchten, dann sind Sie der Realität des Hirns wahrscheinlich ziemlich nahe.

Diese Computerzentrale, die wir Hirn nennen, macht sich ununterbrochen ein Bild, wie es in Ihrem Körper zugeht. Milliarden von Verbindungen tauschen sich aus, es funkt hin und her …








Wohnraum Stimmlippe


Nachdem Sie nun etwas über meine Steuerung im Hirn gehört haben, kann ich mich nun auch ganz persönlich vorstellen. Ich bin Ihr Organ, das für Schwingung zuständig ist. Das klingt vielleicht unbedeutend, ist es aber nicht. Ich nehme an, es ist Ihnen nicht fremd, dass jede Materie Schwingung ist? Richtig? Vielleicht ist Ihnen jedoch gar nicht bewusst, dass Sie auch als Mensch biologische Materie sind. Damit sind Sie also auch Schwingung. Das ist eine Tatsache. Nun bin ich ohne Zweifel das menschliche Organ, mit dem Sie Schwingungen produzieren können. Warum also nicht durch Schwingung die Schwingung eines Körpers beeinflussen? Es könnte Sinn machen, was meinen Sie? Sie haben durch mich die unglaubliche Möglichkeit, Ihren eigenen Körper und ebenso Ihre Seele ganz direkt zu beeinflussen. Jedes Gewebe hat eine Eigenschwingung. Diese kenne ich als Ihre Stimmlippe. Die Schwingung, welche Sie mit mir erzeugen, hat einen Einfluss auf Sie als Mensch, auf Ihr Gewebe, auf Ihre Seele. Sie verändern über die Schwingung mit mir Ihre eigene Schwingung und damit auch Ihre Materie, also den Körper. Über mich haben Sie die Möglichkeit, jede Faszie, Muskeln, Knochen und jede kleinste Zelle über Schwingung Ihres eigenen Klanges genauestens zu verändern. Das gleiche geschieht auch, wenn Sie nur zuhören. Ich werde diesen Gedanken noch einige Male wiederholen, und noch mehr ausführen, da dieser Ansatz so entscheidend ist. Doch für den Moment …



… Ich berühre über den Stimmklang Ihr Inneres und wechsle dadurch von einer reinen Motorik zur Senso-Motorik. Ich berühre mit der Schwingung zum Beispiel Ihre Faszien im Körper, welche als Bindegewebe Ihren ganzen Körper umschließen. Das Bindegewebe ist für den Körper unverzichtbar, denn es hält Organformen aufrecht und schützt vor Beschädigungen, dient als Wasserspeicher und spielt als Ort von Abwehrreaktionen gegen Krankheitserreger eine zentrale Rolle. Die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen, werden auch als Faszien bezeichnet. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, wie stark die Frequenzen der Sängerformanten in einem Klang Faszien äußerst elegant und ohne großen Aufwand beeinflussen. Durch Gisela Rohmert und Ihren Mann Prof.?Rohmert fanden an der technischen Hochschule in Darmstadt in der Zusammenarbeit mit dem Lichtenberger Institut unzählige Untersuchungen und empirische Studien statt. Es begann vor 33 Jahren und es zeigten sich auf mehreren Gebieten erstaunliche Resultate. Klar ist, der Stimmklang kann den Körper über die genannten Frequenzen im Goldenen Schnitt beeinflussen. Es gibt unzählige arbeitswissenschaftliche Bücher darüber. Nochmals, hier geht es also nicht primär um Tonhöhe, diese interessiert mich gar nicht. Das klingt wahrscheinlich absurd und die Musiker unter Ihnen werden lautstark aufschreien oder mich steinigen. Ich kann damit leben. Versuchen Sie es: Kehren Sie den Spieß einfach einmal um. Nicht die Fixation einer Tonhöhe macht das Wunder der Stimme, sondern die Sängerformanten beeinflussen genau umgekehrt den ganzen Stimmklang. Damit werden die Brillanz, das Vibrato, Vokale, Konsonanten und auch die Tonhöhe durchtränkt. Es funktioniert genau umgekehrt! Gehen Sie aus dem Quadrat Ihres Denkens hinaus. Verstehen Sie, es geht in ganz erster Linie darum die Frequenzen zu entdecken, die Ihnen, Ihrem Gewebe gut tun. Es ist nicht so wichtig, ob Sie falsch oder sogenannt richtig singen. Das geschieht von selbst. Mit mir entdecken Sie zuerst meine Funktion und zwar physiologisch, also im Zusammenhang mit der realen Funktion Ihres Körpers. Danach wird die Tonhöhe in aller Regel kein Problem mehr darstellen. Das ist sehr praktisch, denn es bedeutet für Sänger/innen, dass der Kontakt zu diesen Sängerformanten, mir jede Tonhöhe mit Leichtigkeit ermöglicht. Sie sind in der Hierarchie zuoberst. Sie leiten und bewirken, dass es allen andern Elementen durch sie gut geht. Das ist die Hierarchie der menschlichen Physiologie im Stimmklang und in mir als Stimmlippe. Wie das funktioniert, kann ich gerne selber demonstrieren. Ich singe als Stimmlippe mit Vergnügen jederzeit eine Arie. Eines der Resultate der Untersuchungen zeigte ganz klar, wie leicht und effizient ich mit den Sängerformanten im Stimmklang schwinge. Tief in der Biologie jedes Menschen wurzelt über das Ohr also die Lösung über den Frequenz-Proportions-Code. Und nun staunen Sie: Es handelt sich dabei um eine Frequenz-Proportion, welche ähnlich in Bienenschwärmen oder beim Zirpen von Grillen vorkommt. Grillen und Bienen wiederum haben auch in der Mythologie eine heilige Bedeutung.



… Die Sängerformanten werden idealerweise zu einem neuen Ordner der Stimme. Wenn Sie tief vertrauen und nicht manipulierend eingreifen wollen, wird es eine wunderbare Erfahrung. Sie regeln dadurch Ihren Stimmklang mit mir in einer freiwilligen und nicht von Druck gesteuerten Selbstorganisation. Damit gehorcht der Mensch der Brillanz, lässt diese zum Anführer werden, womit Sie als Mensch einem Licht in der Stimme folgen. Einem Licht umfassender Lebensenergie. Das gleiche gilt …



… Interessanterweise zeichnet die Bewegung einer Biene, wenn man den Übergang vom Rund- zum Zittertanz betrachtet, die Bewegung meiner Stimmlippen. Der Biene wird Sinn für Musik und Gesang nachgesagt. (Stege 1961, aus: Der Sänger auf dem Weg zum Klang von Gisela Rohmert 1991). Alte Natur-Kulturen haben solch ähnliche hellen Frequenzen längst entdeckt und ähnlich genutzt. Der Dokumentarfilm über das „Kamel, das weinte“, ist ein schönes Beispiel dafür, was hohe Frequenzen bewirken können, die nicht auf einem Grundton basieren. Hier stehen akustische Phänomene der Grille und interessante Geräusche und Vibrationen im Fokus, die offensichtlich nicht nur den Menschen, sondern auch für Kamele in der Mongolei eine überraschend heilende Wirkung zeigen. Wenn sich Menschen mit mir auf die Frequenzen im Goldenen Schnitt einlassen, erlebe ich immer wieder, dass diese Proportionalität zutiefst berührende, beruhigende, glücklich machende und erheiternde Wirkung auf Menschen ausübt. Und genau dies ist die Proportionalität, welche Leonardo da Vinci benutzte. Es ist die Proportionalität von Schönheit schlechthin. 3-5-8-13. Vielleicht können Sie es nachvollziehen, wenn Sie an die große Wirkung denken, welche die Skulptur von David auf Menschen ausübt. Genau das passiert auch mit Klängen, welche diese Proportionalität im Bereich der Sängerformanten in sich tragen. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Proportionalität sowohl Schönheit, als auch Gesundheit und Harmonie spiegelt. Der Körper, die Seele und der Geist aller Menschen reagieren auf diese wohltuende Proportionalität der Natur. Immer wieder.








Urklänge und animalische Tierlaute


Sind Sie der Meinung, unsere Ausdrucksweise als Mensch sei so anders als die von anderen Säugetieren? Lassen Sie uns dafür doch den Ausdruck von Mensch und Tier etwas vergleichen. Wenn Sie auf die Körpermerkmale achten und Menschen mit Tieren vergleichen, werden Sie bemerken, dass Sie gleiche Emotionen erkennen können. Auf jeden Fall in Bezug auf Kampf, Flucht, Entspannung, Schlaf oder Sexualität. Schauen wir uns bei einer drohenden Gebärde die Lefzen bei einem Tier an, sehen wir, dass sich diese nach oben ziehen. Genau das gleiche kann man auch bei Menschen erkennen. Beobachten Sie dafür einmal die Gegend der Nase, die sich zusammenzieht und den Teil links und rechts neben der Nase, oberhalb der Lippen. Da wo beim Tier eben die Lefzen sind. Sehen Sie, wie sich dieser Teil auch beim Menschen gleich verhält? Fangen Sie an, auf eine neue Art zu beobachten. Sie werden staunen, wie oft es zu sehen ist, dass sich dieser Teil drohend zeigt



Berühren Sie den Hals wieder mit der Hand, spüren Sie die Vibration und lassen Sie Ihren Instinkt ganz von selbst herausfinden, wie er noch mehr Vibration herstellen kann. Sprechen Sie wieder. Gleiche Tonhöhe, gleiche Worte. Nur der Instinkt kann das, nicht der Verstand. Suchen Sie nicht! Finden Sie einfach. Eine Vision klar trainieren und stärker werden lassen mit der Zeit. Nur geistig. Dann riskieren. Dem Klang übergeben. Und wieder: sprechen Sie den gleichen Satz. Stellen Sie sich eine starke Vibration vor. Es verhält sich ähnlich, wie bei einem Trüffelschwein, das den Trüffel liebt und ihn darum instinktiv finden wird. Das muss Ihre Einstellung sein. Vertrauen Sie sich. Imagination ist gefragt! Ihr Geist ist gefragt! Nur die Vorstellungskraft, keine Motorik! Kinder entdecken …



… Es ist wie ein spannendes Abenteuer mit mir, ein Enthüllen und Nutzen der unbewussten, animalisch, organischen Sprache großer Vibrationsfähigkeit in unserem akustischen Körper. Eine animalische Instinkt-Sprache lernt uns Leben zu spüren, auch oder eben gerade weil sie nicht primär mit dem Willen oder mit Denken beeinflusst werden kann. Damit Sie als Ganzes mehr und mehr zu einem optimal gestimmten Instrument Mensch, zu einer Stradivari oder zu einem Steinway werden, und dadurch, wenn Sie wollen, hohe Leistungen vollbringen können, braucht es ein Pendeln beider Systeme von Anspannung und Erholung, von Großhirn und Reptilienhirn, es braucht einen ruhigen Zugang zu Emotionen und einen individuell angepassten Rhythmus, eine exakte individuelle Dosierung, bis höchste Energie und tiefste Entspannung gleichzeitig da sind. Dann ist es möglich, angepasst auf alles zu reagieren, was das Leben bringt. Und auf Veränderung reagieren zu können, ist in meinen Augen die größte Sicherheit. Es ist ein herrliches und kreatives Gefühl mit Freude an Herausforderungen an Stelle von Angst. Und das ist Leben. Und hier noch ein kleiner Input: Unsere Kultur hat durch die Fähigkeiten des Großhirns sehr viel Tolles erreicht. Jedoch hat diese Kultur den andern Teil des Gehirns (Reptilienhirn) offenbar etwas vergessen. Das passiert in der menschlichen Entwicklung immer. Das Pendel ist nur einfach jetzt da, wo wir wieder etwas in die andere Richtung korrigieren sollten, um gut weiter zu überleben und das Beste aus uns herauszuholen. Im Denken sind Menschen sensationell. Die Gesundheit bei einer guten Verbindung mit Emotionen ist mehr oder weniger wenigstens bekannt. Doch das Reptilienhirn ist vernachlässigt. Instinkte werden nicht mehr geübt, wir haben so viele tolle …








Zurück zu den Wurzeln


„Unter den Sängern galt Orpheus als der beste; er betörte Götter, Menschen und sogar Tiere, Pflanzen und Steine. Die Bäume neigten sich ihm zu, wenn er spielte, und die wilden Tiere scharten sich friedlich um ihn, und selbst die Felsen weinten angesichts seines schönen Gesangs. Sein Mythos verkörperte die Unsterblichkeit
der Seele.“ Wikipedia
Wenn Sie sich mit Gesang befassen, ist es sicher sinnvoll, zur Quelle zu gehen, und die finden wir bei Orpheus, dem Ursänger, Priester, Heiler und Mediziner zugleich. Ich glaube, dass er mich als Stimmlippe verstand. In der Mythologie von Orpheus 1500 v. Chr. waren Medizin und Gesang vereint. Je älter ein Mensch wurde, desto weiser wurde er und desto besser, größer, differenzierter und heilender wurde seine Stimme. Erst viel später gab es Instrumente und Musik mit dem Ziel von Leistung. Das Ziel und der Sinn des Lebens zu Orpheus Zeiten war ein Geistiges. Genauso wie auch heute noch beim Naturvolk von Bali. Es ging um die Harmonisierung, die Gesundheit, Erleuchtung für die Menschen, nicht um Selbstausdruck, Individualität und Selbst-Darstellung. Orpheus versöhnte mit seinem Gesang Mensch und Natur und verstand die Sprache der Tiere. Drei heilige Tiere werden mit ihm verbunden: Grille, Heuschrecke und Biene. Ja, da haben wir es wieder: die Tiere mit …

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 212
ISBN: 978-3-903155-82-4
Erscheinungsdatum: 29.03.2018
EUR 19,90
EUR 11,99

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