Alltag & Lebensführung

Tango & Nüsse

Dr. Gabriella Nyéki

Tango & Nüsse

Mit Tanz gegen die Krankheit Alzheimer

Leseprobe:

„Ich gebe dir das Buch in die Hand,
um nicht dein Wissen,
sondern deine Gedanken und
(dadurch vielleicht auch dein Leben)
zu bereichern.“
(III. Senuda)



Zahlen und Fakten

Bis zum Jahr 2050 werden etwa zwei Milliarden Menschen
auf der Erde über 60 Jahre alt sein. (WHO)
Im Jahre 2010 haben weltweit fast 36 Millionen Leute
mit Demenz gelebt.
Die Zahl der Demenzfälle wird sich nach Schätzungen
bis 2030 verdoppeln,
bis 2050 mehr als verdreifachen.
Bis 2030 wird die Zahl der an Alzheimer
und anderen Demenzformen leidenden Menschen
66 Millionen erreichen,
bis 2050 wird sie sich auf mehr als 115 Millionen erhöhen,
also jeder 85. Mensch auf der Erde wird davon betroffen sein.



Empfehlung

Dieses Buch empfehle ich allen herzlich, die noch nicht an der Alzheimer-Krankheit leiden, und jeder Familie, die im Kreis der Freunde oder Familie diese Krankheit schon erkannt haben. Eine Krankheit, die eine große Wirkung auf das Wohlbefinden der ganzen Familie ausübt, und ihr eine riesengroße Seelenlast aufbürdet.
Es ist eigentlich unnötig, eine Einleitung über das menschliche Gehirn zu schreiben, letzten Endes hat das Gehirn nämlich den Menschen zum Menschen gemacht. Es ist ein seltsamer Widerspruch, dass unser Organ, mit dessen Hilfe wir die Welt erfassen und erkennen, sich selbst eigentlich wenig kennt. Unser Gehirn speichert unsere Erinnerungen, analysiert die wahrgenommenen Stimmen, Bilder, Düfte und Geschmäcker, formt die breite Skala unserer Gefühle. Nach automatischen Tätigkeiten hat unser Gehirn auch eine völlig neue Qualitätsebene geschaffen: Das menschliche Selbstbewusstsein und den Geist, also die einzigartige Fähigkeit des Homo sapiens, sich seiner eigenen Existenz bewusst zu sein.
Unser Gehirn, unser Bewusstsein ist bis heute ein Reich zum Entdecken. Ohne Gedächtnis und Erinnerung hätte man keine Ahnung von Vergangenheit und Zukunft: Man würde immer in der Gegenwart leben. Unsere Eindrücke und Erinnerungen über die Welt versehen uns mit der Fähigkeit, unter Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden.
Der Hippocampus (Hyppos heißt im Griechischen „Pferd“), der tief in dem Vorderhirn liegt und in seiner Form einem Seepferdchen ähnelt, spielt eine entscheidende Rolle in der Tätigkeit der Gefühle und der Erinnerung: Er empfängt die durch die Sinnesorgane übermittelten Informationen, dann baut er diese zu einem einzigen Erlebnis zusammen.
Einige Eindrücke verschwinden schnell, andere bleiben das ganze Leben lang in uns. Das so gennante Arbeitsgedächtnis, ein Typ des Kurzzeitgedächtnisses, speichert die Erinnerungsspuren erst für einige Sekunden. Wird eine Information für wichtig gehalten, bemüht man sich sehr, sie sich zu merken, und wenn es mit starken Emotionen assoziiert wird, kommt es höchstwahrscheinlich aus dem Arbeitsgedächtnis ins Langzeitgedächtnis.
Heute ist es schon erwiesen, dass das Altwerden nicht unbedingt mit mentalem Verfall verbunden ist. Vielerlei Symptome und etwa 50 Auslösungsgründe für Demenz sind bekannt. Das Wort Demenz stammt aus dem Lateinischen „mens“, was Geist, Sinn, Verstand bedeutet. Das Wort Demenz kann wortwörtlich als ohne Geist übersetzt werden, im Großen und Ganzen heißt es also „Zerfall des Geistes“. Der Verfall zieht in jedem Fall die Schädigung der Nervenzellen nach sich.
Die Ärzte diagnostizieren bei schweren Schädigungen zweier oder mehrerer Gehirnfunktionen eine Demenz, vor allem, wenn Gedächtnis und Sprache betroffen sind. Die Alzheimer-Krankheit ist die am häufigsten auftretende Form der Demenz. Sie greift Gehirnteile an, die in den Gedächtnisprozessen und beim rationalen Denken entscheidend wichtig sind. Den Verfall lösen vor allem zwei Prozesse aus: Einerseits bilden sich Eiweißablagerungen, sogenannte Plaques in den Zwischenräumen von Nervenzellen in Gehirngeweben, andererseits erscheinen fehlerhafte Tau-Proteine in den Zellkörpern. Wegen Vermehrung von Plaques sowie wegen chaotischer Degeneration von Neuronenverknüpfungen werden die Nervenzellen immer kleiner, bis sie am Ende vergehen.
Jeder kann betroffen sein: Die Alzheimer-Demenz kennt keine geografischen, ethnischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Grenzen, ein jeder kann diesem heute noch nicht heilbaren Leiden zum Opfer fallen.
Unter den Opfern der Alzheimer-Krankheit sind Wissenschaftler, Forscher, Ärzte, Philosophen, Soziologen, Schriftsteller, Diplomaten, Ingenieure, Architekten, Lehrer, Geschäftsführer von Großkonzernen usw. zu finden.
Die Liste der Betroffenen ist lang; es werden nur einige Namen von den berühmtesten Persönlichkeiten aufgezählt: Winston Churchill, Henry Ford, Ronald Reagan, Margaret Thatcher, der Nobelpreisträger Professor Harsányi János und Puskás Ferenc, die weltberühmte „ungarische Legende“.
Obwohl es Medikamente gegen progressive Demenz, gegen den sich verschlimmernden Gehirnverfall, also auch gegen Alzheimer gibt, kann der Krankheitsverlauf mit diesen Mitteln nur gelindert, nicht aber aufgehalten werden.
Bei der Alzheimer-Demenz sind Therapien mit Medikamenten erfolglos, denn die Kranken werden erst spät behandelt. Nach den am meisten pessimistischen Schätzungen wird sich die Zahl der Betroffenen bis 2050 voraussichtlich verdreifachen.
Die Alzheimer-Krankheit greift das Gehirn schon zehn Jahre vor dem Erscheinen der Symptome an, so ist es viel besser, den Akzent auf das Vorbeugen zu legen.

Mit Tanz gegen Alzheimer?
In den Handbüchern und sonstigen Schriften über Tänze ist der Tanz jahrhundertelang als eine Körperbewegung betrachtet, und auch seine Vorteile unter diesem Aspekt gelobt worden. Nach den in der jüngsten Vergangenheit durchgeführten Forschungen sind aber auch Ergebnisse veröffentlicht worden, die weitere Gesundheitsvorteile vom Tanz aufdecken, wie zum Beispiel die Minderung von Stress und die Erhöhung des Serotoninspiegels, der für das „Wohlbefinden“ zuständig ist.
Heutzutage ist aber auch von einem weiteren Vorteil zu hören: Das regelmäßige Tanzen scheint uns klüger zu machen!
Die Medizinische Fakultät der amerikanischen Eliteuniversität Stanford hat in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass Tanzen das Risiko, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken, um bis zu 76 Prozent senkt. Diese beachtliche Studie fügt noch – nach weiteren Beweisen – hinzu, das Stimulieren der Vernunft reizt das menschliche Gehirn an, sich gegen die Alzheimer-Krankheit und gegen andere Demenzarten (Vergesslichkeit im hohen Alter) zu verteidigen, etwa ähnlich wie die Körperbewegung den Körper instand hält. Der Tanz verbessert auch die kognitiven Fähigkeiten (Wahrnehmung, Vernunft, Erkennen, Denkvermögen sowie andere geistige Funktionen) bei allen Lebensklassen.
Der Bericht des medizinischen Magazins New England Journal of Medicine [348(25), 2508-2516 Verghese, J. Lipton, R. B. & Katz, M. J. (2003). Leisure activities and the risk of dementia in the elderly.] ist im Themenkreis „die wohltuende Wirkung der Freizeitbeschäftigungen auf die geistlichen Fähigkeiten und auf das Altern“ vielleicht auch Ihnen bekannt.
Die Forschung wurde vom National Institute on Aging (Nationales Institut für Altern) gesponsert. Durchgeführt wurde sie in einem Zeitraum von 21 Jahren (1980–2001) unter Personen, die 75 Jahre oder älter waren, vom New Yorker Albert Einstein College of Medicine. Die Ergebnisse veröffentlichte das „New England Journal of Medicine“. Im Großen und Ganzen besagt diese Methode, objektive Messungen durchzuführen, um die Quantität geistiger Fähigkeiten festzustellen, damit das Stadium der Demenz, unter anderem der Alzheimer-Krankheit, diagnostiziert werden kann.
Dabei wurde erforscht, ob irgendein physischer oder psychischer Eingriff den Wiederaufbau der geistigen Fähigkeiten beeinflusst. Es wurde herausgefunden, dass bestimmte Tätigkeiten eindeutig positive Wirkungen haben, andere dagegen gar nicht wirken.
Die Forschungen ergeben, dass Tätigkeiten wie Lesen, Schreiben, Kreuzworträtsel lösen, Puzzle, Karten oder andere Spiele sowie physische Aktivitäten wie Tennisspielen, Golf, Schwimmen, Radfahren, Tanzen, Spazieren als Körperbewegung oder Hausarbeit dazu beitragen, den geistigen Abbau zu verhindern.
Eines der erstaunlichsten Ergebnisse war, dass eigentlich keine der physischen Tätigkeiten Demenz vorbeugen kann. Sie hatten natürlich positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, aber die Forschung hat den Akzent auf den Geist gelegt. Es gab aber eine wichtige Ausnahme: Die einzige physische Aktivität, mit deren Hilfe sich man gegen Demenz schützen kann, ist der regelmäßige Tanz!
Das Lesen reduziert das Risiko an Demenz um 35 %, das Schwimmen um 0 %, Kreuzworträtsel lösen – mindestens an 4 Tagen in der Woche – um 47 %, Golf spielen um 0 %, der regelmäßige Tanz um 76 %. Von allen Tätigkeiten, sowohl erkennende als auch physische Tätigkeiten inbegriffen, hatte also das Tanzen das beste Ergebnis im Sinne der Risikoverminderung.
Dr. Joseph Coyle, Psychologe an der Harvard Medical School kommentiert die Ergebnisse folgenderweise: „Der celebrale Cortex und Hippocampus, die Hirnregionen, die maßgeblich an diesen Prozessen beteiligt sind, sind erstaunlich anpassungsfähig und bilden basierend auf ihrer Nutzung ständig neue Verknüpfungen aus.“
Dr. Katzmann zitiert die Studie und hebt im Weiteren aus, diese Personen widerstehen den Wirkungen von Demenz, denn sie verfügen über mehr kognitive Reserve (Sammelbegriff für Funktionen von Erkennen und Wissen) sowie über erhöhte Komplexität der Nervensynapsen. So vermindern zum Beispiel der Unterricht oder die Teilnahme an manchen Freizeitbeschäftigungen das Demenz-Risiko durch Entwicklung kognitiver Reserve.
Die neuronalen Synapsen werden vom Gehirn immer wieder „verkabelt“, wenn sie gebraucht werden. Wenn sie aber nicht genutzt werden, erneuern sie sich nicht. (Use It or Lose It: Dancing Makes You Smarter: Richard Powers. July 30. 2010)
Lieber Leser, nach dieser kurzen, etwas wissenschaftlichen Einführung über die Alzheimer-Krankheit beginnt nun wirklich der Tanz, also meine Geschichte mit Frau Lisa, mit der ich einige Wochen in ihrem Haus auf dem Land verbracht habe, während sie mir über Geheimnisse des langen und gesunden Lebens erzählt hat. In dieser Zeit habe ich als Ärztin wieder tanzen gelernt, um mein Gehirn Tag für Tag neu zu verkabeln. Die Geschichte beruht auf wahren Ereignissen und ist mit manchen Gedanken und Geschichten durchwebt. Schauplätze sind Österreich und andere Teile der Welt.



Ouvertüre

Ich bin Ärztin. Ich lebe und arbeite nunmehr vorwiegend in Österreich.
Vielleicht erinnern Sie sich auch – ähnlich wie ich – wie ist es, am ersten richtigen Arbeitsplatz zu erscheinen. Wie ist der erste Tag nach der Beförderung, wenn man noch nicht weiß, ob man den Erwartungen des Arbeitgebers entsprechen kann – was auch immer diese Erwartungen sind. Es stellte sich für mich bald heraus, als Ärztin soll ich mit den Kurgästen unter anderem auch über gesunde Lebensweise, Bewegung, Training und Prävention sprechen.
Ich habe im Kurhotel vor Gästen, die an einer 3-Wochen-Kur teilgenommen haben, eine Vorlesung über die wohltuenden Wirkungen von Tanz und Walnüssen gehalten. Ich habe wie folgt begonnen: „Ich hätte eine Frage an Sie: Können Sie Tango tanzen? Wer ja, der möge bitte die Hand heben.“
Etwa 15 % der Kurgäste haben sich gemeldet.
„In Ordnung“, habe ich gesagt. „Jetzt kommt eine andere Frage: Wer Walnüsse liebt, der möge bitte die Hand heben.“ Mindestens 80 % der Anwesenden haben sich gemeldet. War das vielleicht eine wissenschaftliche Studie? Nein. War das aber vielsagend? Ja. „Ich habe noch eine Bitte an Sie. Wer weiß, was die Alzheimer-Krankheit ist, möge bitte die Hand heben.“ Fast alle haben sich gemeldet.
Dieses Buch ist zum Teil auf Einfluss der Kurgäste zustande gekommen, die sich im Kurhotel erholt haben, und mich nach obigen Fragen traurig angesehen haben, die zu mir gekommen sind, als ich eine Vorlesung gehalten habe, oder mir aus aller Welt viele Briefe über das die ganze Familie betreffende Problem der Vergesslichkeit in hohem Alter geschrieben haben. Diese Kurgäste haben mich gebeten, ein Buch aus dem Blickpunkt meines eigenen Lebens beziehungsweise meiner Erfahrungen zu schreiben.
Diese Zeit ist nun in meinem Leben gekommen.
Die Österreicher schätzen es hoch, wenn man pünktlich ankommt und sich auf die Vorlesungen präzise vorbereitet, es wird als Zeichen der verantwortungsvollen Persönlichkeit und der individuellen Haltung betrachtet.
Als ich an meinem Buch gearbeitet habe, ist mir all das eingefallen, was ich den Betroffenen in den konkreten Situationen sagen wollte, aber ich hatte da weder Zeit noch Möglichkeit, mit ihnen ausführlich zu sprechen.
Jetzt habe ich die Möglichkeit dazu.
Meine Geschichten und Ratschläge können für alle nützlich sein. Für alle Frauen der Welt, die im Beruf stehen, von Stress belastet, von der Globalisierung umgeben sind und die in verschiedene Situationen des 21. Jahrhunderts geraten können. Männer aus welcher Nation auch immer, Manager und Familienväter können aus meinem Buch etwas über ein ausgeglichenes Leben erfahren, und auch darüber, wie man dem Weg zur Vergesslichkeit ins hohe Alter vorbeugen kann. Glauben Sie mir, der Tanz ist die gesündeste Sportart auf der Welt. Er kann den Stress reduzieren und das Wohlbefinden fördern. Und das Ergebnis? Man erwartet mit erneuter Energie den Abend … Wir sollten versuchen, die dem Sport gewidmete Zeit mit Unterhaltung, Musik und Tanz zu kombinieren, und uns eine Tätigkeit suchen, die uns Freude bereitet.
Die folgenden Kapitel basieren auf meinen Beobachtungen während meiner Arbeit in Österreich sowie auf meinen Erfahrungen vielerorts in der Welt.
Ich nehme an, nach meinem Buch werden sich Ihre Vorstellungen über gesundes Leben und über Demenz im Alter verändern.

„Der gesunde Körper und der gesunde Geist betätigen sich zusammen. Um beides zu erhalten, ist nichts besser, als Lebensfreude.“
(Montaigne)

Ziel unserer Berufung ist es, unser eigenes, persönliches Gleichgewicht zu finden und zu erhalten, sowie zu erlernen, wie man Fehlschläge vermeiden kann.
Ich erzähle also viele Geschichten. Alte Geschichten über Tanzen und Lachen. Ich hoffe, ein jeder wird es genießen. Das Buch soll bis zum Ende gelesen werden. Tanzen lernen ist wie Sprachen lernen: Man soll sich darin vertiefen.
Der Tanz soll also beginnen!
Unser Beruf ist nur ein Teil unseres Lebens. Das Leben muss gelebt werden! Es gibt nichts Erhabenes, Großzügiges darin, wenn man das Leben nicht genießen kann oder es nicht zu genießen wagt!
Es verlangt eine andere Mentalität, als Arzt in einem Kurhotel zu arbeiten, wohin die Gäste für eine 3-Wochen-Kur kommen, als ein ganzes Leben lang am Operationstisch zu stehen.
Die Leute sind zwar ins Hotel gekommen, um zu genesen, aber sie wollten die hier verbrachten Tage auch genießen, es ist ja auch eine Art Urlaub. Niemand will für Leiden bezahlen. Tanzabende werden für sie organisiert, damit sie sich an die Vergangenheit erinnern und die Probleme im Alltag vergessen können.
Ich selbst, ähnlich wie viele, die auf einem neuen Arbeitsplatz beginnen (ja, noch mehr, in einer neuen Lebenssituation, auf einem neuen ärztlichen Gebiet, in einem neuen Land) war etwas erschrocken, dass ich den Herausforderungen nicht entsprechen kann. Wie es sich herausgestellt hat, konnte ich ihnen entsprechen. Warum hat man aber mich gewählt? Meine allgemeine Bildung, meine Berufung und mein ungarischer Akzent haben mich von den anderen abgehoben – hat mir einmal ein netter Hotelgast verraten.
Wir können, wann auch immer, in der Lage sein, etwas Neues zu erlernen – zum Beispiel Tanzen. Mit der Zeit können wir uns entwickeln, hart und vernünftig arbeiten, und uns über unsere Fähigkeiten im Klaren sein. Andere können dabei zudem unsere verborgenen Begabungen und Möglichkeiten entdecken, die wir selbst manchmal nicht erkennen.
Wenn ich meine Erfahrungen mit meinen Lesern teile und dabei einige Lehren erkenne, die ich in meinem Leben ziehen musste, kann ich Leute, die sich nach Anweisung sehnen, positiv beeinflussen.
Ich nutze darüber hinaus alle Möglichkeiten, als Missionar zu verkünden, wie man mit einem ausgeglichenen und gesunden Lebensstil den Erfordernissen des modernen Lebens entsprechen kann. So kann man auch der Alzheimer-Krankheit, die in unseren Zeiten immer mehr Leute bedroht und so vielen Familien das Leben verbittert, vorbeugen.
Ich kann behaupten, das Leben ist mir gnädig. Als Ärztin hatte ich aber manche Kollegen zu ertragen, die über ein niedrigeres Intelligenzniveau verfügen, zugleich aber ein hohes Ego haben.
(Sie sollen mir für all das vergeben, was ich jetzt von ihnen glaube.)
Die Lehren, die Männer und Frauen aus dem weltweiten Heilungsprozess ziehen können, entsprechen den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts. Ich erwähne bei meinen Kollegen oft, ich möchte nicht in der Vergangenheit leben, ich möchte nur daraus lernen.
In diesem Buch geht es – mit persönlichen Erfahrungen ergänzt – im Grunde genommen um Gedanken, nicht um mich. Hier sind einige alte, manche neue Ideen zu finden, und einige, die bestimmt in neuer Form erscheinen. Ich habe versucht, diese Gedanken aus meinen jahrzehntelangen Erfahrungen zu entnehmen.
Es ist charakteristisch für meine Karriere, dass ich über die Alzheimer-Demenz von einem umfassenden Standpunkt aus schreibe, und dass ich Erfahrungen in mehreren Ländern gesammelt habe. Es ist zugleich einer der Gründe, warum ich dieses Buch geschrieben habe. Ich hoffe, es wird in der Kommunikation über Alzheimer sowie über andere Demenzprobleme eine Lücke ausfüllen.
Im Idealfall treiben die hier aufgeführten Gedanken den Leser an, sich selbst zu prüfen und sich zu entfalten, unabhängig davon, welche Richtung sein Leben momentan nimmt.
ES HANDELT SICH HIER UM KEIN LEHRBUCH! Man kann damit nicht lernen, wie man Walzer oder Tango tanzen soll, um der Alzheimer-Krankheit vorzubeugen.
Der Leser findet hier vielmehr Ideen zur Strategie, Werte und Speisen, Erfahrungen und Geschichten über Tanz.
Dieses Buch möchte ich Frauen und Männern widmen, die durch meine Erkenntnisse und Methoden ihr eigenes Leben wieder in der Hand haben und ausgleichen können.
Darf ich Sie um einen Tanz bitten?

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 190
ISBN: 978-3-903067-17-2
Erscheinungsdatum: 22.07.2015
Durchschnittliche Kundenbewertung: 3
EUR 21,90
EUR 13,99

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