Alltag & Lebensführung

Scherbenhaufen Seelenfreiheit & Co

Dorothee I. Sun

Scherbenhaufen Seelenfreiheit & Co

Scherben bringen Glück

Leseprobe:

Außer meiner Halbschwester blieb mir großteils jeder fern. Ich war noch nie zuvor so verzweifelt und einsam gewesen wie in dieser Zeit. Dass ich mir durch die Dankeschön-Geste eine Erkrankung dieses Ausmaßes eingehandelt hatte, das war für mich nicht nachvollziehbar. Ich war vollkommen überfordert, konnte nicht damit umgehen, dass ich Menschen geholfen hatte und mir als Dankeschön eine Krankheit zuteil wurde. Die mir so viel an seelischen Leid, Abwertungen, Drohungen, Einsamkeit und Kraftlosigkeit brachte, dass ich abschnittweise glaubte, nicht mehr aus dem Bett aufstehen zu können. Damals schrie meine Seele erneut nach Hilfe zum Überleben, ohne mich weiter zu gefährden, mit Selbstschutz und angstfrei meinen Weg weitergehen zu können. Meine Halbschwester begleitete mich in dieser Zeit zu einer notwendigen Untersuchung und brachte mir einen Folder zur Ansicht mit. Den Folder eines Reha-Institutes. Es war unglaublich, welche Aufgabe ich da noch zu bewältigen hatte.
Heute weiß ich, dass all diese unglaublich schmerzhaften Vorkommnisse nur einzig und allein zu meiner inneren Heilung, zu meinem Seelenheil in mein Leben kamen. Wenn ich nur einmal ganz auf meine innere Führung gehört und vertraut hätte, dann wären mir Jahre des Leides erspart geblieben.

So hörte ich nicht oder nur selten auf meine innere Führung. Stattdessen hörte ich auf meine Mutter, die wie bereits beschrieben im Krieg mit Angst, lieblos und mit Gewalt erwachsen wurde. Heute weiß ich, dass sie mit Sicherheit keine gute Ratgeberin für ein friedvolles und in Liebe geführtes Dasein war. Im Gegenteil, es ergab sich immer mehr an Scherben, an unerfüllter Liebe, an Missständen, an Trauer und Leid. Das ging sogar so weit, dass ich in diesem Zustand des Krankheitsverlaufes darum bangen musste, mein Kind zu verlieren.

Es schien sich damals alles gegen mich zu richten.
Dieser Weg war ein Ausklingen meines bisher schmerzvollen Weges.

Als ich mich in dieser Zeit von meinem angemieteten Haus, von all dem, was ich mir erneut aufgebaut hatte, verabschieden musste, da kam ein Zusammenbruch in mir, der war von Tränen, mit denen ich einen See füllen konnte, begleitet. Von hundertzwanzig Quadratmetern Wohnfläche mit Garten und Stall für meine Tiere landete ich auf sechsunddreißig Quadratmetern Fläche einer Wohnung eines Mehrparteienhauses. Dazu kam, dass ich mich in der Stadt aufhielt, wo meine Mutter und ich gewohnt hatten. Von wo ich mich Jahre zuvor freudig mit den Worten, hier seht ihr mich nicht wieder, verabschiedet hatte. Man sieht sich doch immer ein zweites Mal, so war es dann auch. So schnell kann es gehen und zwanzig Jahre danach kommt man doch noch einmal dahin zurück, wo man damals mit übertrieben großer Freude, aber Gott sei Dank in Frieden gegangen war.

Sag niemals nie.

Dass ich durch die fordernde Erkrankung und den Jobverlust auch noch durch diese Wohnsituation geschwächt wurde, das war offensichtlich. Es begannen ein monatelanger Krankenstand und eine berufsüberbrückende Auszeit.
Dass meinem Pflegeberuf ein einstweiliges Aus gesetzt war, das hatte ich auch nicht mit eingerechnet. Das Verhältnis zu meiner Mutter hatte sich nicht gerade rosig entwickeln können. In der Aufarbeitungsphase des Morbus Basedow hatte ich natürlich klar erkennen können, dass meine Mutter sehr nachlässig war, was uns Kinder und unsere Gesundheit betraf. Aber das habe ich ihr inzwischen schon verziehen wie auch alles andere, das sie bei uns Kindern übersehen hatte oder übersehen wollte. Ich wurde nicht wie sie und das war mir wichtig. Ich habe meine Geschichte, aber ich habe sie geheilt. Ich hatte meine Seitenhiebe erhalten, aber ich habe inzwischen gelernt, dass man Seitenhieben ausweicht, wenn man in Achtsamkeit zu leben gelernt hat und dies zu leben bereit ist. Damals war ich sehr alleine gelassen, weil die Menschen in Panik gerieten, wenn ich mich unwohl fühlte. Ich weiß noch, als ich auf der Couch lag und merkte, dass mich eine Schwäche überkam, das Medikament sorgte wiederholend für solch eine Schwäche, da erhielt ich einen Anruf von meinem geschiedenen Mann. Er teilte mir mit, dass unser gemeinsamer Sohn die Weihnacht nicht hier wäre. Dass er die Weihnacht bei ihm und seiner neuen Familie verbringen würde. Ohne Absprache mit mir, wieder einmal dasselbe. Somit war der Stein ins Rollen geraten, der eine Lawine auslöste, die mich zu überrollen drohte.

Unser Sohn wurde inzwischen von seinem Vater versorgt, weil ich in dieser Krankheitsphase gar nicht die Kraft hatte, für jemanden zu sorgen. Ich musste mich erst einmal um meine eigene Versorgung kümmern, gesunden, bevor ich die Versorgung eines Kindes übernehmen konnte. Das war mir sofort bei Eintritt der Krankheit klar und ich bat meinen Exmann um Unterstützung.
Dieser war wiederum ein sehr ängstlicher Mensch, was Erkrankung betraf. So kam es dann auch, dass er aus Angst, obwohl ich wie gesagt nicht ansteckend war, unseren gemeinsamen Sohn fernhielt. Das war damals das Schlimmste, was er tun konnte, seinerseits ein gravierender Fehler. Ein Fehler, der mir zugutekam, weil ich somit eine der wichtigsten Entscheidungen auf diesem Weg traf.

Ich tätigte einen Anruf für den Reha-Aufenthalt. Ich berichtete die Geschichte, welche mich bis dorthin gebracht hatte, wo ich in dem Moment des Anrufes war.
Ich erhielt die Zusage für ein Einzelzimmer, was bei meiner damaligen Situation und der vermehrten Ruhezeiten gar nicht anders möglich gewesen wäre. Es war wichtig, für meinen Heilungsprozess so schnell als irgend möglich Abstand zu bekommen. Das gesamte Umfeld meines Wohnortes war nicht zielführend für einen gelingenden Heilungsprozess und klare Gedanken.
Zwei Tage nach dem Telefonat war ich bereits im Zug und fuhr in eine neue Richtung. Die Richtung hieß Heilung und Reha bei einem zehnwöchigen Aufenthalt. Ich war bereit wie nie zuvor, mir einen neuen Schutzschild zu fertigen, der mich in Zukunft vor solchen dramatischen Situationen schützen würde. Es sollte mir kein solches Unglück mehr widerfahren. Die Zukunft sollte mir nur Gutes bringen und daran wollte ich intensiv arbeiten. Dass ich vom praktischen Arzt die Einwilligung bekam, das war auf Grund meiner damaligen Lebenssituation nicht schwer. Er freute sich mit mir, dass ich mich entschieden hatte, aufzustehen und tätig zu werden, auch wenn ich damals nur ganz wenig Kraft zur Verfügung hatte.

Ich wollte und somit war der Grundstein für einen Neubeginn gelegt.


Vollkommener Erfolg

Bis heute

Mein Erfolg, von Abhängigkeit frei zu sein und im liebevollen Sein meinen Lebensweg zu gehen, das ist nur durch intensive, erfolgreiche und sehr schöne Persönlichkeitsarbeit möglich geworden. Ohne meinen Glauben, mit Gott verbunden, geliebt und geführt zu sein, wäre mir niemals ein solch erfolgreicher Heilungsweg gelungen. Nicht, dass mir der Mut fehlte, es wäre mir die Kraft ausgegangen. Eine Kraft, die ich durch meine Gebete, in den Gesprächen und in den erfüllenden, wohltuenden Begegnungen der Gebetskreise erhalten habe. Ein Strahlen in meinem Herzen und aus meinem Herzen verdanke ich dieser Liebe, diesem Frieden.

Vor einigen Jahren begegnete mir ein Mann, bei dem ich mich so wohl und geborgen fühlte wie noch nie zuvor. Ich glaubte zuerst an Täuschung. Es war keine Täuschung. Es war eine Verschmelzung und Verbindung unserer Herzen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt des Kennenlernens nicht, mit wem ich es wirklich zu tun hatte. Als ich es erfuhr, musste ich mich erst einmal damit auseinandersetzen, dass ein Fußballprofi meinen Weg gekreuzt und neben mir Platz genommen hatte. Er imponierte mir, weil er trotz eines schweren Schicksalsschlages seinen Weg ging, aufrecht und mit seinem Ziel vor Augen. Das gefiel mir sehr, weil auch ich ein Mensch bin, der aufrecht durchs Leben geht. Beide waren wir gezwungenermaßen in einer Neuorientierung gelandet. Er in einer anderen als ich. Wir machten das Beste daraus und verbrachten über Wochen, Tag für Tag, in einer Weiterbildung.
Es war eine schöne, erfüllende Zeit. Unsere Wege trennten sich. Ich traf ihn nach Jahren des Kontaktverlustes wieder. Zuletzt nach meiner erfolgreich bestandenen Diplom-Prüfung zur Mentaltrainerin nach Tepperwein. Eine bereichernde Zeit, denn an unserer verschmelzenden Herzverbindung hatte sich in all den Jahren nichts verändert, sie war noch immer so erfüllend wie in unserer damaligen Zeit. Ich erkannte deutlich, dass wir beide gereift waren. Trotz Herzverbundenheit sind wir auf unterschiedlichen Wegen und in eine entgegengesetzte Richtung gegangen. Dennoch ist unsere Verbindung bis heute aufrecht und wie es aussieht kann sie durch nichts getrennt werden. Ich weiß seither, dass es den Menschen gibt, mit dem eine herzliche und liebevolle Verschmelzung sein kann. Das Allerschönste daran ist, dass ich zu einer Frau herangereift bin mit der eine von Liebe getragene, herzliche Verschmelzung gelebt werden kann, die der Glückseligkeit die Tür geöffnet hat und die anstatt der Scherbenhaufen nun Liebe und Zufriedenheit erhält.


Öffnen auch Sie der Glückseligkeit die Tür.

Vier Fragen zu Ihrer inneren Bewegung und Reifung:

Haben Sie schon ein solch erfüllendes Erlebnis zu Ihrem Lebensgut hinzugefügt?

Was erfüllt Sie mit Liebe?

Was ist für Sie Glückseligkeit?

Sind Sie schon Ihrer Liebe begegnet?


Ja, herzliche Gratulation!

Nein, dann haben Sie ab jetzt die besten Chancen.

Viel Glück!


In unendlicher Liebe
Wünsche an dich, mein geliebtes Kind

Ich wünsche dir Liebe,
für dein Denken und Tun.
Wünsche dir Ruhe,
um zu pausieren und auszuruh´n.

Gewünscht von mir ist auch geistige Stärke und Kraft.
Für die mühsamen Wege des Lebens,
wenn du glaubst, dass du es nicht schaffst.

Ich wünsche dir Hoffnung,
wenn du glaubst, es ist alles vergebens.
Wünsche dir auch Zuversicht und Mut
für die steilen Stücke deines Lebens.

Ich wünsche dir zu erkennen, wie wertvoll das Leben ist.
Dass es sich gut leben lässt,
wenn man es etwas mehr genießt.

Gewünscht von mir ist auch die Weisheit,
dir dein Umfeld gut zu wählen.
Dich von dem zu trennen, was dich runterzieht,
was schadhaft für dich ist,
was dazu beiträgt, dass Gedanken dich quälen.

Von Herzen kommt auch der Wunsch,
dich wieder aufzurichten und
das Schöne im Leben zu sehen.
Auch, wenn es anfangs etwas holprig wird,
trotzdem nicht aufgeben und weitergehen.

Mit erhobenem Kopf zu gehen,
deine Schritte bewusst zu lenken,
das ist ein weiterer Wunsch, denn
mit geneigtem Kopf siehst du die Sonne nicht,
kannst kein Lächeln verschenken.

Ich wünsche dir auch Eigenliebe,
um zu dir selbst zu stehen.
Worte, die dich verletzen,
dürfen ruhig an dir vorübergehen.

Die Wünsche sind aus tiefstem Herzen,
in Liebe für dich gesprochen.

Im Jetzt zu leben und nicht ununterbrochen
in der Vergangenheit zu waten,
das wär von mir noch so ein Wink,
der dich auf neue Wege bringt.

Wünsche wären da noch viele für dich.
Ich bin überzeugt, du schaffst es sicherlich,
auch mit diesen Wünschen, über den Berg.
Findest Liebe und Freude in dir und
erkennst des Menschseins wundervollen Wert.

In unendlicher Liebe deine Mum

Verfasserin © Dorothee I. Sun

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 168
ISBN: 978-3-99038-859-4
Erscheinungsdatum: 10.12.2018
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
EUR 15,90
EUR 9,99

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