Alltag & Lebensführung

Konkrete Schritte zur Glückseligkeit

Armand Luciani

Konkrete Schritte zur Glückseligkeit

Leseprobe:

Vorwort

Ein Buch schreibt man an erster Stelle, weil man etwas mitzuteilen hat und seine Mitmenschen auf einige Aspekte aufmerksam machen will. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, habe ich mich entschlossen, dieses Buch drucken zu lassen.
Ich möchte klarstellen, dass ich niemandem meine Überzeugungen aufzwingen will. Natürlich bin ich von dem, was ich schreibe, voll und ganz überzeugt, sonst würde ich dies hier erst gar nicht schreiben. Dennoch soll das nicht bedeuten, dass Sie alles, was ich sage, so hinnehmen sollen. Bleiben Sie kritisch, nehmen Sie nur das an, was für Sie Sinn ergibt. Wenn meine Worte sich gut anhören und Sie ein gutes Gefühl dabei verspüren, dann ist das meist der Garant, dass diese Aussagen für Sie Sinn machen und richtig sind.
Es geht mir darum, Ihnen einen Weg zu beschreiben, wie Sie glücklich werden. Gleichzeitig möchte ich zeigen, dass man einen spirituellen Weg gehen kann, ohne auf alles zu verzichten. Ganz im Gegenteil, man kann auf diesem Weg sehr viel Spaß und Freude haben. Ich behaupte sogar, dass die Essenz des spirituellen Lebens darin besteht, Freude und Spaß am Leben zu haben und sich gleichzeitig sehr bewußt zu sein, was im Leben vor sich geht.
Es geht also nicht darum, das Leben durch eine rosarote Brille zu sehen und alles Negative nicht wahrhaben zu wollen, sondern sich eine Lebenseinstellung anzueignen, die Ihnen ermöglicht, Ihr Leben voll und ganz zu genießen.
Mehr als auf steife Behauptungen zu verharren, möchte ich Fragen stellen. Aber ich kann mir vorstellen, wie mühsam es ist, ein Buch zu lesen, in dem nur Fragen gestellt werden. Abgesehen davon gibt es auch viele Behauptungen, die ich nicht infrage stellen werde, weil sie für mich Sinn ergeben und weil sie meine Ideen unterstützen. Dennoch ist dies ein Versuch, Denkanstöße zu vermitteln, mehr als steife Behauptungen zu unterbreiten. Es ist mir wichtig, dass Sie sich Gedanken machen, wie Sie meine Schritte in Ihrem Leben umsetzen können.
Meine Bitte an Sie: Ich empfehle Ihnen, das Buch nur dann zu lesen, wenn Sie sich in einem ruhigen Gemütszustand befinden. Sollten Sie verärgert oder tief enttäuscht sein, sollten Sie das Gefühl haben, nichts, aber rein gar nichts laufe heute so, wie Sie es wollen, dann würde ich Sie bitten, mit dem Lesen aufzuhören oder erst gar nicht zu beginnen. Nehmen Sie das Lesen des Buches erst dann wieder auf, wenn der Ärger verflogen ist, denn wenn man verärgert ist, kann man schlecht rational überlegen. Vor allem aber wenn negative Gefühle und negative Gedanken Sie noch im Griff haben, werden Sie abgelenkt und ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Worte Sie nicht erreichen werden.

Ich freue mich, wenn dieses Buch nicht nur interessierte Leser und Klienten anspricht, sondern auch andere Psychologen-Kollegen motiviert, mit meiner Methode zu arbeiten. Einfach nur, weil sie sehr erfolgreich ist.
Ich möchte betonen, dass ich nicht im Geringsten die Absicht habe, dieses Buch auf eine diskriminierende Art und Weise Frauen gegenüber zu schreiben. Ich habe den höchsten Respekt vor Frauen und es käme mir nicht in den Sinn, einen Mann einer Frau vorzuziehen. Sollte ich also von „ihm“ schreiben, dann ist selbstverständlich er oder sie gemeint. Ich finde nur, es liest sich schlecht, wenn da immer wieder von „ihm/ihr“ oder „er/sie“ die Rede ist. Andererseits abwechselnd von „ihr“ und „ihm“ zu schreiben, kann einen durcheinanderbringen.
Dieses Buches soll eine Therapie nicht ersetzen!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

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Einige Worte über mich

Während 25 Jahren meines Lebens habe ich bei namhaften Banken in Luxemburg als Wertpapierhändler und Portfoliomanager gearbeitet. In den ersten Jahren war mir oft mulmig zumute, weil wir mit erstaunlich großen Geldsummen handelten. Mit den Jahren gewöhnte ich mich daran und die Geldmassen, mit denen wir handelten, wurden stetig größer. Es gab Zeiten, in denen wir mit mehreren Milliarden Euro an einem Tag handelten. Ein einzelnes Ticket konnte sogar den stattlichen Betrag von etwa hundert Millionen Euro betragen! Stellen Sie sich vor, ich hätte mich um ein Prozent geirrt, daraus hätte sich ein Verlust von einer Million Euro ergeben. Ein Irrtum von „nur“ 0,1 Prozent wäre immer noch ein Verlust von hunderttausend Euro gewesen.

Ich hatte zu dieser Zeit nur ein Ziel, Geld verdienen für die Bank und für mich selbst. Ich war ein überzeugter Materialist. Ich wurde darauf gedrillt, Geld zu verdienen, aber das Schlimmste war, ich habe mich zu einem großen Teil selbst dazu gedrillt, bis zu meinem vierzigsten Geburtstag.
An dem Tag ist mir bewusst geworden, wie schnell die Zeit verfliegt. Dabei habe ich mir eine für mich sehr wichtige Frage gestellt: Bin ich mit meinem Leben zufrieden? Die Antwort war ein klares Nein. Ich spürte eine innere Leere, wusste aber nicht, wieso. Obwohl es mir finanziell sehr gut ging und mir die Arbeit sehr gefiel, kamen mir immer wieder solche Ausdrücke wie TGIF (thanks God it’s Friday) in den Sinn, also „Gott sei Dank, es ist Freitag“. Irgendwann kam ich zu der Überlegung, da stimmt etwas nicht. Es kann doch nicht sein, dass ich mich fünf Tage in der Woche nur noch auf das Wochenende freue.
Als ich eines Tages im Internet surfte, bin ich auf eine Seite gestoßen, die mein Leben verändern sollte. Einige Menschen diskutierten offen, welche Art und Weise die Beste sei, sich das Leben zu nehmen. Ich war erstaunt, dass manche Menschen solche schwerwiegenden Probleme haben könnten. In meinem Leben verlief alles mehr oder weniger glatt und ich hatte nie mit solch extremen Problemen zu kämpfen. Der erste Gedanke war: Diese Leute sind verrückt. Dennoch wollte ich mich nicht einfach so von ihnen abwenden, denn ich sagte mir, es ist viel zu einfach, jemanden als verrückt abzustempeln, ohne sich die Mühe zu geben, herauszufinden, welche Probleme wirklich dahinterstecken. Mir drängte sich ein Bild auf. Es war mir, als wenn ich an einem Fluss spazieren ginge und ich würde jemanden sehen, der dabei wäre, zu ertrinken. Ich sagte mir, in dem Falle würde ich mich auch nicht abwenden. Also habe ich versucht, den Menschen zu helfen. So war ich über ein Jahr jeden Tag drei bis vier Stunden in dem Forum, um einen kleinen Beitrag an Hilfestellung zu leisten.
Einige Leute warnten mich, ich solle mich nicht von negativen Gedanken der potenziellen Selbstmörder herunterziehen lassen. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, ich wäre in der Hölle. Es war, als konnte ich mir bildlich vorstellen, welche Qualen die Menschen leiden mussten. Nicht meine, weil ich selbst nicht litt oder wenigstens nicht in dem Maße wie diese Leute. Ich hatte eher das Gefühl, ich würde ihnen einen Besuch in ihren eigenen Höllen abstatten. Oft habe ich mir vorgestellt, dass wenn die Menschen sich so sehen könnten, wie ich es tat, sie genauso schnell wieder aus ihren Höllen herausspazieren könnten, wie ich es vermochte. Während dieser Zeit in den Foren und Chats habe ich viel gelernt.
Meine Intuition erstaunte und faszinierte mich. Ich hatte zum Beispiel zuvor weder Bücher noch Fachzeitschriften über selbstverletzendes Verhalten (SVV) gelesen. Ich wusste nicht einmal, dass Menschen sich derartig benehmen konnten. Aber ich verstand intuitiv, wieso manche Menschen geneigt waren, sich selbst zu verletzen.
Der starke Wunsch, diesen Menschen aus ihrer Misere zu helfen und die Gewissheit, ich hätte die Fähigkeit dazu, haben mich dazu gebracht, ein akademisches Studium der Psychologie zu absolvieren. Ich entschied mich für eine englische Universität.
Seit ich 2009 meine eigene Praxis für Psychotherapie eröffnet habe, gibt es kein TGIF mehr. Im Gegenteil, wenn ich sonntagmittags auf meinen Terminkalender schaue, dann freue ich mich schon auf den Montag, wenn ich mit Frau X oder Herrn Y interessante Gespräche führen kann.

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Einführung

Ich habe dieses Buch in zwei Bestandteile aufgeteilt, einen psychologischen und einen spirituellen Teil.
Im psychologischen Teil geht es mir darum konkrete Hinweise zu geben, wie man glücklich werden kann. Ich werde einige Probleme meiner Klienten schildern, die Ihnen zeigen sollen, wie wir Menschen uns das Leben manchmal selbst schwer machen wegen kleiner Denkfehler. Unter anderem möchte ich auf einige falsche Glaubenssätze hinweisen. Bei einigen weiß jeder Bescheid, dass eine gewisse Vorgehensweise nicht glücklich macht und dennoch, wenn man sieht, was in der Welt passiert, dann fragt man sich wieso, einige hundert Millionen Menschen ihr Leben nach einem falschen Glaubenssatz aufbauen. Zehn konkrete Schritte werden aufgeführt, die sich in meiner Praxis bewährt haben und die auch Ihnen helfen sollen, glücklich oder noch glücklicher in Ihrem Leben zu werden.
Der zweite Teil verläuft ähnlich, zuerst will ich auf einige Gegebenheiten hinweisen, die uns hindern könnten, glücklich zu werden. Danach werde ich zwei zusätzliche Schritte angeben, die, wenn Sie sie umsetzen, ihr Leben unweigerlich bereichern werden.

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Teil 1
Psychologischer Teil

Meine Methode

Ein Psychologe oder ein Psychotherapeut wird sich in den meisten Fällen monatelang damit beschäftigen, was in der Vergangenheit des Klienten geschehen ist, um die Ursache eines psychischen Problems herauszufinden. Vor allem Psychoanalysten bohren bei ihren Patienten bis in die früheste Kindheit hinein, um zu analysieren, was der Patient Schreckliches erlebt hat (Katharsis).
Das Problem ist, man kann die Vergangenheit nicht mehr ändern. Man kann sie akzeptieren oder auch nicht.

In anderen Worten: Sollte man nach langem Suchen herausfinden, was der Auslöser zur Depression war, so bedeutet das noch lange nicht, dass der Patient die Vergangenheit ruhen lassen kann. Es könnte durchaus sein, dass er ein negatives Erlebnis nicht verarbeiten kann oder es einfach nicht verarbeiten will. Manchmal ist es vielleicht besser, man wühlt einige Sachen erst gar nicht auf.
Manche Menschen brauchen sehr viel Energie, um das Erlebte zu verdrängen. Das ist ein Schutzmechanismus und zugleich ein Versuch, mit dem Leben klarzukommen.

Meine Idee ist daher, einen Klienten in solch einen Gemütszustand zu bringen, dass er die Vergangenheit ruhen und loslassen kann.
Darum sehe ich meine Hauptaufgabe als Psychologe, meinen Klient in einen positiven Gemütszustand zu bringen. Wenn er mit seinem Leben wirklich zufrieden ist, wenn er in Harmonie mit sich selbst und seinen Mitmenschen ist, lösen sich seine Probleme von selbst. Meist braucht man dann gar nicht lange in der Vergangenheit herumzuwühlen.
Mit diesem Konzept arbeite ich mit meinen Klienten. Das positive Resultat ist mehr als erstaunlich.

Derjenige, der mich auf die Idee brachte, eine neue Methode anzuwenden, war Mario. Dieser Mann war schwer depressiv. Sein Hausarzt hatte ihm Antidepressiva verordnet und gleichzeitig empfohlen, einen Psychologen aufzusuchen. Er litt unter Panikattacken, hatte keine Lust mehr, am Leben teilzunehmen, keine Kraft mehr und am liebsten hätte er sich in eine dunkle Ecke verkrochen oder sich ins Bett gelegt und nur noch die Decke über seinen Kopf gezogen.
Als ich Mario das erste Mal sah, war mein erster Gedanke: Dieser junge Mann sieht gar nicht aus, als hätte er schwere Depressionen, so wie sein Hausarzt diagnostiziert hatte. Ein netter junger Mann mit einem freundlichen Lächeln erzählte mir von seinen Depressionen, von seinen Panikattacken und von der Lustlosigkeit in seinem Leben. Obwohl er erst Anfang 30 war, hatte er keine Lust mehr auf Sexualität.
Natürlich sieht man einem Menschen seine Depression selten an, auch wenn es bei einigen schwer Depressiven der Fall sein kann. Aber bei Mario erschien mir ein großer Unterschied zwischen seinem inneren und seinem äußeren Erscheinungsbild.

Format: 12 x 19 cm
Seitenanzahl: 184
ISBN: 978-3-903067-43-1
Erscheinungsdatum: 13.08.2015
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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