Alltag & Lebensführung

Eine frohe Botschaft für die jüdische Gemeinde

Gabriele Schliesser

Eine frohe Botschaft für die jüdische Gemeinde

Wie gegenwärtige individuelle Körpersymptome den Holocaust erinnern, um daraus erlöst zu werden

Leseprobe:

„Erlösung bedeutet auch die Befruchtung
aus einer anderen Dimension.
Sie bringt immer das Göttliche im Menschen.“

„Der Gesalbte, der Erlöser, kann nur vom Jenseitigen
im Menschen verstanden werden.“

„Im Judentum gibt es die Auffassung, dass jeder Mensch
und jedes Ding heilig ist, weil alles den Funken in sich trägt.“

Friedrich Weinreb, aus „Schöpfung im Wort“.

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VORWORT

Liebe Leserin, lieber Leser!

Willkommen, im Bereich der A-logischen Erlösungsarbeit®.
Wahrscheinlich werden Sie sich nicht nur darüber wundern, was ich Ihnen zu erzählen habe, sondern auch über die sprachlichen Freiheiten, die ich mir heraus nehme. Die Sie eventuell befremden werden. Daher möchte ich Sie vorab mit meinen Benennungen vertraut machen, damit Sie nicht meinen die geschätzte Lektorin und der geschätzte Lektor hätten Schreibfehler übersehen. Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass wir uns im A-logischen Bereich befinden. Ich muss mich aber der „normalen“ Sprache bedienen, um Dinge zu benennen, für die es eigentlich keine Worte gibt. Unsere Sprache kommt aus der Logik. Ich muss aber vermitteln, dass es sich bei meinen Erzählungen um Gegebenheiten handelt, die bewusst machen müssen, dass es anders ist, als wir es gelernt haben zu sehen und zu denken.

Z. B. die Handhabung des Wortes, Erinnern. Als Untertitel lesen Sie, „wie gegenwärtige Symptome den Holocaust erinnern…“

Unser gewohntes Erinnern, ist in Bezug auf etwas, dass die Ich-Person schon einmal erlebt gedacht und daher quasi schon gewusst hat. Dieses Erinnern bringt es dann noch mal ins Bewusstsein. Hier gilt das rückbezügliche Ich-Mich. Ich erinnere mich an … In meinen Erzählungen, hat die aktuelle Ich- Person keine Kenntnis von alldem das sie in sich trägt. Daher sage ich, das Symptom, also der Körper erinnert und sorgt dafür, dass etwas erstmals ins Bewusstsein kommen kann. Es ist ein anderes erinnern und ein anderes Bewusst werden. Es handelt sich dabei um die Einsicht zu bekommen, dass da noch mehr ist, als dieses bekannte Ich. Und, in weiterer Folge erinnert das Symptom den Schöpferfunken, den wir verloren haben. Das erlaubt die Erfahrung zu machen, ein Teil der Schöpfung zu sein. Daran kann das Ich, sich nicht erinnern, aber unser inneres Wesen, das Selbst weiß darum. Es macht aufmerksam, durch das Symptom, auf den schmerzhaften Moment da der Verlust des Schöpferfunken stattgefunden hat. Das ist kein denkendes Erinnern. Das Wesen selbst denkt nicht, es ist reines Bewusstsein also Licht. Es ist ein körperliches erinnern, dem ausschließlich Spüren und konkretes Erleben zur Verfügung stehen. Das Körpersymptom erinnert den Holocaust. Die leidende Person kann sich dann dessen bewusst werden, was sie in sich trägt. Im Gegensatz dazu, wenn wir heute von einem Menschen Sprechen der den Holocaust überlebt hat, dann hat der sicher Symptome, die ihn an den Holocaust erinnern.
Das Erinnern von dem ich spreche, bezieht sich immer auf etwas, worauf die Ich-Person keinen Zugriff hat.

Ich weiß, diese Perspektiven sind ungewohnt. Es ist eben A-logisch. Aus der konkreten Erfahrung erfasst man den Unterscheid leichter.
Als nächste sprachliche Schwierigkeit sind die Zeiten, Gegenwart und Vergangenheit. In einer Sitzung habe ich es immer mit 2 Personen zu tun. Ich nenne sie zum Verdeutlichen, Martha und Ursula. Martha ist die gegenwärtige, der aktuellen Inkarnation, die mit ihrem Leid zu mir kommt.
Ursula ist die vergangene, aus einer vergangenen Inkarnation. Diese macht durch das Symptom auf sich aufmerksam, erzählt ihre Geschichte, die nie gesehen wurde. Nun stehe ich vor der Tatsache, dass alles gleichermaßen gegenwärtig ist. Ich berühre Martha, gleichzeitig sehe und spüre ich Ursula. Damit ist, obwohl Vergangenheit, Ursula gegenwärtig, also jetzt. In den Sitzungsmitschriften ist es immer jetzt, es zu erzählen macht es dann wieder zur Vergangenheit. Eine der vielen erstaunlichen Erfahrungen die ich durch die A-logische Erlösungsarbeit gemacht habe. Das alles immer Gegenwärtig ist. Alle Inkarnationen, alles was wir jemals erlebt haben ist zur Gänze in jeder neuen Inkarnation Präsent und steht zur Verfügung.
Sollte also gelegentlich die Zeit für Sie etwas durcheinander wirken, dann bitte ich um Verständnis.

Dann gibt es das Wort, Wandeln. Wandeln benennt die Tatsache, dass sich etwas aus sich selbst heraus, ohne persönliches Zutun, verändert. Im Vergleich zu umwandeln, wenn man aus dem Einen, ein Anderes macht.

Das Wort, Werten. Werten trägt für mich, das Richten in sich. Im Vergleich zu bewerten, da teilt man mit, wie man etwas persönlich empfindet.

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EINLEITUNG

Die A-logische Erlösungsarbeit®

Die A-logische Erlösungsarbeit® nach Gabriele Schliesser ist das Ergebnis meiner Einsicht in den Ursprung von Krankheit. Die „frohe Botschaft“ erzählt, was ich durch die Erlösungsarbeit erfahren habe. Für ausführliche Informationen über die Erlösungsarbeit und wie alles entstanden ist, darf ich Sie auf meine Publikation „Es will etwas gesehen werden“ verweisen.

Seit 25 Jahren begleite ich Menschen als spirituelle Begleiterin, anfangs im Rahmen von astrologischen Beratungen. Auch wenn Sie das verwundert und Sie meinen, Astrologie und Spiritualität, das ist ein Widerspruch, so ergänzen sich die beiden. Ich habe Astrologie sogar als Brücke zur Religion erfahren. Der Mensch ist ein Teil der Schöpfung. Das zu vermitteln, dass wir an dieser Schöpfung Anteil haben, ist mein spiritueller Auftrag. Alle meine Einsichten fließen in diese Aufgabe hinein.

Ich bekam die Einsicht, dass das, was wir weltweit als Krankheit wahrnehmen, in Wirklichkeit körperliches Erinnern ist. Das Erinnern einer wahrhaftigen, am eigenen Leib erlebten Zwangslage aus einer oder mehreren vergangenen Inkarnationen. Diese Zwangslagen wurden nie gesehen, es hat daraus keine Erlösung gegeben, und sie hatten den Tod zur Folge. So lautet die Definition dieser wahrhaftigen Tatsache, in die wir Menschen eingebunden sind. (Ein natürliches Ableben ist hier nicht gemeint.)
Aus dieser Einsicht habe ich eine Möglichkeit entwickelt, Menschen aus ihren Zwangslagen zu erlösen. Weil all das, was ich von da an täglich erlebte, mein Denken, ja unser aller Denken übersteigt und es sich außerdem jeder Logik entzieht, habe ich diese Erlösungsarbeit „A-logisch“ genannt. Aus dieser Einsicht verstand ich nun, dass jede Form von Leid das körperliche Erinnern an eine Zwangslage, an eine Ursprungsverwundung ist. Unser körperliches, seelisches und manchmal geistiges Leid erinnert etwas, das unsere gegenwärtiges ICH nicht wissen kann. Nur unser inneres Selbst weiß von allem, was wir jemals erlebt haben. So „erzählt“ es die Geschichte eines Leides, damit es endlich gesehen wird. Damit es wieder gut werden kann. Die A-logische Erlösungsarbeit kann jeder Mensch, ob groß ob klein, ob Frau oder Mann, in Anspruch nehmen, komplementär zu jeder Heilungsmethode. Sie hat sich nunmehr seit sechs Jahren bewährt. Vor allem jedoch hat sie sich bewahrheitet.
Sehr bald wurde mir bewusst, dass es gar nicht ausschließlich darum ging, die Menschen von ihren Schmerzen zu befreien. Oder dazu bei zu tragen, dass eine Therapie nun endlich erfolgreich abgeschlossen werden kann. Obwohl das natürlich eine große Erleichterung für Leidende bedeutet. Vielmehr habe ich zusätzlich erfahren, wie die Personen dieses vergangenen Schicksals durch die erlittenen Zwangslagen von ihrem Wesen abgeschnitten wurden. Es war sehr erstaunlich zu erfahren, dass in diesem Wesen ein Schöpferfunke ist. Der Teil von uns, der aus der Schöpfung kommt. Und in diesem Funken ist der Same für die jeweilige Inkarnation eingewoben: das, was sich durch die leibhaftige Person entfalten und manifestieren soll.
Alles geschah von selbst, denn ICH wusste nicht, was ich da tat. Mein inneres Selbst und meine Hände allerdings sehr wohl. ICH konnte zuschauen und lernen. Learning by doing. Mit der Zeit war ich gezwungen, meine Arbeit zu präzisieren. Ich erlöste vergangene Wesen aus ihren Zwangslagen, aus dem Leid, das sie erfuhren. Am gegenwärtigen Körper tröstete und versorgte ich den vergangenen. Aber darüber hinaus fand ich den Moment, als die Menschen sich selbst und ihren Schöpferfunken verloren hatten. Das, was wir Verdrängen nennen, ist in Wahrheit ein Verlieren. Wir verlieren uns. Wo hast du dich verloren? Wo finde ich dich wieder? Die heutige Person braucht den verlorenen Funken, um in dieser Inkarnation weitergehen zu können. Weil dort eine Information und ein Wissen enthalten sind, die der aktuellen Person zur Verfügung stehen sollten. Wenn der Funke verloren geht, fehlt etwas. Unser Kranksein sagt also: Ein verlorener Schöpferfunke will in dein Bewusstsein dringen und sich im Hier und Jetzt durch dich endlich manifestieren. Das geschieht nämlich aus uns heraus, ganz von selbst. Unser ICH hat davon keine Kenntnis, unser ICH kann daher auch nicht verdrängen und unser ICH kann das auch nicht bestimmen.

Eines Tages hatte ich eine Sitzung, in der das Symptom, das meine Klientin zu mir führte, ein Holocaust-Erlebnis erinnerte.
Lesen Sie die Geschichte dieser Klientin. Sie war nicht die Erste mit einer Holocaust-Erinnerung, die Tatsache habe ich schon in meiner ersten Publikation erwähnt. Aber ihre gab mir den Impuls, die jüdischen Erlösungsgeschichten als frohe Botschaft zu erzählen. Alle weiteren Sitzungsberichte finden Sie anschließend.

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Als der erste Stein durch die Scheibe flog

Diese Klientin, ich nenne sie Else, kam zu mir mit einem Atemnotsyndrom, genannt ARDS. Ich berührte ihren Brustkorb, um zu „sehen“, was ihre Atemnot erinnert.
Ihr vergangenes Wesen, Else nennt sie Sarah, war Jüdin und ca. 30 Jahre alt. Sarah wurde vergast, hat aber um ihr Leben gekämpft. Sie hat versucht, so wenig wie möglich zu atmen in der Hoffnung, zu überleben. Und genau das ist die letzte körperliche Wahrnehmung ihrer selbst, sich zu bemühen, so wenig Gas wie möglich einzuatmen. In diesem Kampf ist Sarah gestorben. Für den Menschen ist Atmen Leben! In dieser Situation musste sie gegen ihr eigenes Lebensgesetz handeln. Nicht atmen! Das war ihre instinktive Überlebensstrategie.
Die Fragen „Wer bist du? Wo kommst du her?“ beantworteten sich erst, als ich die rechte Hand meiner Klientin berührte. Ich „sah“ eine kräftige, lebendige Hand, die mit Freude gestaltete. Ihre ganze kreative Kraft befand sich in ihren Händen. Langsam zeigte sich, was Sarah da so liebevoll gestaltete. Es waren Blumen. Ich konnte spüren, dass das Wesen dieser jungen Frau ganz friedlich und glücklich war. Sie hatte ein Blumengeschäft. Ihr Leben war in Ordnung und sie war im Einklang mit ihrem Leben. Dann wollte ich wissen, wo sie sich verloren hatte. Da flog ein Stein durch die Scheibe ihres Geschäftes. Der gespeicherte Schock war derart groß, dass ich ihren Schmerz in meinem Herzen spüren konnte. Und die Angst war derart gegenwärtig, dass ich einen Weinanfall bekam. Das hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Es kommt gelegentlich vor, dass ich ganz intensiv mitfühle. Dieses Gefühl war furchtbar.
Die Aufgabe der Erlösungsarbeit ist es, dafür zu sorgen, dass der verlorene Schöpferfunke gefunden wird und der gegenwärtigen Person wieder zur Verfügung steht. Als Teil ihrer selbst. Um sich bewusst miteinander zu verbinden. Den Schöpferfunken können wir spüren. Es gelang Sarah aber nicht, auch nur irgendetwas zu spüren. Ich fand heraus, dass ihr Überlebenskampf so intensiv gewesen war, dass Sarah ihr eigenes Sterben gar nicht wahrgenommen hatte. Das ist übrigens oft der Fall. So verstand ich, dass Sarah erst einmal sterben musste. Um den Tod vergegenwärtigen zu können, gibt es im Praxisraum einen Hocker mit einer schwarzen Bespannung. Den stellte ich an einen bestimmten Platz. Sarah/Else setzte sich auf den Hocker. Sarah konnte aber den Tod nicht spüren. Sie steckte im Überlebenskampf fest. Um den Kampf aus ihr heraus zubekommen, gab ich ihr ein sehr schweres Sitzkissen in die Hände. Das Gewicht hilft, körperlich zu spüren, zu vergegenwärtigen, wie viel Kraft der Kampf sie auf Dauer schon gekostet hat. Außerdem dient es dazu, symbolhaft sichtbar und greifbar zu machen, was sich innerlich abspielt. Teil der Erlösungsarbeit ist, zu erkennen, wovon jemand erlöst werden muss. Im Sinne von: „Das kann ich alleine nicht.“ Die Zwangslage für eine Jüdin, die vergast wird und um ihr Leben kämpft, ist, dass es ein ihr aufgezwungener Kampf ist, den sie nicht gewinnen kann. Denn ihr Tod ist ja vorher schon beschlossene Sache. Sie hat das Ende des Kampfes nicht erlebt und weiß daher nicht, wie es sich anfühlt, wenn er vorbei ist. Ich habe ihr den Kampf (das schwere Kissen) abgenommen. Da konnte Sarah sich endlich entspannen, zur Ruhe kommen und vor allem spüren, dass es vorbei ist.
Meine Klientin Else konnte nun ihr gegenwärtiges Leben wieder in die Hand nehmen. Wir trennten sie rituell von Sarahs Schicksal, das gehört in die Vergangenheit. Wir nahmen eine Decke als symbolhaften Körper von Sarah, und Else gab ihr ein Grab. Eine rituelle Würdigung, die in der Erlösungsarbeit besagt: „Du bist in deinem individuellen Leid gesehen worden. Jetzt kann es gut werden.“ Das vergangene Leben muss immer verabschiedet werden, sodass eben unterschieden werden kann, zwischen der vergangenen Person und der gegenwärtigen. Das Magische an der Erlösungsarbeit ist der Moment, in dem die gegenwärtige Person quasi das erste Mal einen neuen Schritt macht. Denn sie muss die vergangene, für Else war es Sarah, nicht mehr erinnern. Sie muss ihr Leid nicht mehr in irgendeiner Form erzählen und wiederholen. Sie ist frei! Else sah sich in „ihrem Leben“ neu um. Sie ging ans Fenster, atmete frische Luft ein. Denn nun konnte es weitergehen und es galt, einen neuen Fokus zu finden.
Else’s Blick fand den Erzengel Raphael, der im Praxisraum auf einer Konsole steht. Raphael hat Blattvergoldete große Flügel. Sie nahm ihn herunter und brachte ihn in „ihr Leben“. Raphael ist als Erzengel sehr mächtig. Er ist von Gott ermächtigt! Im Gegensatz zu jenen, die sich selbst ermächtigten. Else spürte erstmals nach der erinnerten Machtlosigkeit von Sarah, ihre eigene, lebendige, schöpferische, von Gott gegebene Eigenmacht.
Dieses Erlebnis hat in mir den Impuls geweckt, der jüdischen Gemeinschaft von der Erlösung zu berichten. In dieser Sitzung wurde mir das erste Mal bewusst, wie wichtig es ist zu wissen, dass es für alle Opfer des NS-Regimes weitergeht. Sie kommen alle wieder! Nicht in der Form wie man sie kannte. Jedoch als Teil ihres eigenen Inkarnationspotentials, das so komplex ist, dass es unsere Vorstellungen davon weit übertrifft. Mit anderen Worten: Jeder Mensch ist so viel mehr, als er meint zu sein.
Meine persönliche Freude war, für Else, Sarah gefunden zu haben. Ohne deren individuellen Schöpferfunken wäre Else nicht ganz, nicht heil! Sie kann nun wieder einfach atmen. Ihr Symptom kann sich wandeln!

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Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 70
ISBN: 978-3-903067-56-1
Erscheinungsdatum: 04.05.2016
EUR 19,90
EUR 11,99

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