Alltag & Lebensführung

Befreie dein Löwenherz

Andreas Herbert Auer

Befreie dein Löwenherz

Leseprobe:

<strong>Danksagung</strong>

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um meinem wahren Lehrmeister, und zwar meinem Sohn Lukas, zu danken – ich liebe dich! Danke dass es dich gibt, du bist eine große Bereicherung für mich.

Dieses Buch widme ich auch meinen beiden innerhalb eines Jahres verstorbenen Großmüttern (Landoma und Stadtoma). Sie traten fast zur selben Zeit ihre letzte große Reise in den Himmel an.
Hoffentlich seid ihr da glücklich, wo ihr jetzt zu Hause seid?

Danken möchte ich aber auch meiner Tante Erika, die mir dieses Buchprojekt finanziell überhaupt erst ermöglichte.

Und bedanken möchte ich mich auch bei meinen Eltern. Wäre mein Leben mit und bei euch nicht so mit emotionalen und seelischen Höhen und Tiefen verbunden gewesen, hätte ich niemals die Motivation gefunden, dieses Buch zu schreiben.


<strong>Vorwort und Einleitung</strong>

Ihr werdet jetzt vermutlich fragen, warum ich mich denn bemüßigt fühle, meine seelischen und emotionalen Ergüsse zu Papier zu bringen. Vermutlich deswegen, weil ich während des Schreibens so viel Lust und Leidenschaft verspürte, dass ich so etwas Ähnliches wie einen dauerhaft anhaltenden Orgasmus erlebte. Ich glaube fast, so müssen sich Tantra-Lehrer mit ihren Schülern während einer tantrischen Zeremonie fühlen. Nein, Spaß beiseite, ich möchte ein Buch für euch, für junge Frauen und Männer, Jugendliche und für alle Junggebliebenen schreiben. Der Grund dafür ist ein simpler: Meist lesen Ratgeberliteratur generell ältere Menschen, also das Publikum ab Mitte vierzig. Doch was ist mit unserer „New Generation“? Was ist mit der Generation von 14 Jahren aufwärts, die sich zwar Teenager nennen, aber in ihrem Leben von den „Oldies“ unverstanden fühlen. Darum ist bereits Mobbing ein massiv anwachsendes Thema in Schulen geworden ist. Liebe Eltern, Mobbing ist nicht das alleinige Recht der arbeitenden Schicht, sondern bereits bei Teenagern in Schulen stark präsent. Drogen, Alkohol, Zigaretten, Gewalt, Internet und noch eine Menge anderer Verlockungen, versuchen Jugendliche in den Abgrund zu zerren. Da wüten innerliche Kämpfe zwischen Hell und Dunkel, zwischen Gut und Böse, junge Frauen und Männer führen einen permanenten Krieg der Sterne in ihrem Inneren. Und mir kommt es leider so vor, als würden heutzutage nicht die „Jedi-Ritter“, sondern die „Darth Vaders“ unserer Welt die Oberhand gewinnen. Und das tut mir für die „New Generation“ ehrlich leid, weil sie an nichts mehr glauben, weder an Wunder noch an höhere Mächte, zum Beispiel Gott. Und gerade da möchte ich eingreifen und einen möglichen Weg aufzeigen, einen neuen Weg, der in schweren Zeiten ein Rettungsanker sein kann. Ich erlebte selbst schwere Zeiten in der Schule. Auch ich wurde von meinen Mitschülern gehänselt, weil ich für mein Alter viel zu klein und schwächlich war, meine Mitschüler aber groß und stark waren. Ich wurde auch andauernd zum Verlierer abgestempelt, ich war der „Nummer-eins-Loser“!
Im Glauben, sei es jetzt an Gott, Buddha, Shiva oder sonst irgendjemand, liegt große Kraft und Energie verborgen. Der Glaube gibt die Kraft, sich zu wehren und aus der Opferrolle zu befreien. Er gibt die Kraft, einen Kampf wie David gegen Goliath zu führen. Goliath war damals auch übermächtig, groß und bärenstark. Und David war im Vergleich dazu schmächtig und klein. Doch etwas hatte David Goliath voraus, er war schlau und listenreich. Und mit einer List besiegte er Goliath und wurde zum König der Herzen. Schlau zu sein und einen Pfad zu wählen, den vorher noch niemand beschritten hat, kann für sich selbst ein großer Vorteil und großes Glück sein. Kraft und Energie braucht ihr, um euch bereits in der Schule gegen Mitschüler zu behaupten, um nicht als Mobbing-Opfer gebrandmarkt zu werden. Kraft braucht ihr eventuell auch zuhause, um gegen ungeliebte Eltern zu bestehen bzw. euch zu behaupten. Euch sind Themen wie „Selbstliebe“, „bedingungslose Liebe“, „Leben im Hier und Jetzt“ und „Innere Kinder“ wahrscheinlich fremd. Doch ich sage euch, um aus Mobbing-Fallen herauszukommen, werdet ihr all das brauchen, um euch selbst zu erlösen. Das eigene Leben ist hartnäckig, löst ihr euer Mobbing-Problem nicht schon in der Schule, dann garantiere ich euch, gemäß dem Gesetz der Anziehung werdet ihr Mobbing entweder im Studentenleben oder später im Arbeitsleben anziehen. Und je älter ihr werdet, umso schwerer und entbehrungsreicher wird es sein, seine inneren Konflikte und Probleme zu lösen und den Weg aus der Misere zu finden. Jetzt fahrt ihr noch den Beginn der „Tour de France“. Doch 10 oder 15 Jahre später fühlt ihr euch so ausgelaugt wie ein Teilnehmer bei der Ankunft in Paris nach ca. 4.000 geradelten Kilometern, euch schmerzen die Oberschenkel aufgrund vorausgegangener Torturen, und ihr haltet euch bloß noch aus Stolz und wegen der Zuschauer im Sattel.
Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es tun: Ich würde rechtzeitig einen Ausweg suchen. Ich würde beginnen, mit eigenen Gedanken, geistigen Gesetzen, Kraftplätzen, Krafttieren zu spielen, um bärenstark zu werden und dafür zu sorgen, dass mich das spätere Leben in die richtige Richtung lenkt. Hätte ich ein solches Buch vor 20 Jahren lesen können, wäre mir Mobbing in der Schule erspart geblieben, weil ich begonnen hätte, mich selbst zu lieben. Und ich hätte die freie Wahl gehabt, in weiterer Folge den Weg bis zur bedingungslosen Liebe voranzuschreiten. Der neue Weg ist ein kraftvoller Pfad voller toller neuer Erkenntnisse, Aha-Erlebnisse und dem Erfassen tieferer Zusammenhänge. Und was ist schlecht daran, tiefere Einsichten in Beziehungen, Familien, Mitschüler, Kollegen, Lehrer und Vorgesetzte zu erhalten. Ein „neues Bewusstsein“ ist sowieso im Vormarsch, also warum nicht schon jetzt damit beginnen, es zu leben. Als Baby wirst du bereits mit einem „Löwenherzen“ geboren, rein, echt, authentisch und frei. Und dieses Buch hilft tatkräftig mit, dorthin wieder zurückzukehren. Ihr werdet schon sehen, ihr befreit euer „Löwenherz“ aus seiner Umklammerung, und ihr werdet wieder lernen, die unendliche Kraft in euch zu spüren.

Ich werde auch viel über den eigenen Verstand bzw. euren Geist erzählen. Damit meine ich vor allem die darin eingebetteten Egoanteile, weil nur jene Anteile euch tatsächlich Schwierigkeiten bereiten. Ego gegen Seele, Geist und Körper ist so wie der Kampf Gut gegen Böse. Ihr werdet jetzt denken, sowohl das Ego wie auch Seele, Körper und Geist sind alles eins, sind ich. Und das stimmt auch, doch nur das Ego drängt uns zu Süchten und hindert uns daran, alte Glaubensmuster aufzuarbeiten, das Ego beschert uns Krankheit, das Ego schenkt uns Angst. Das Ego ist dadurch mächtig und einflussreich. Doch will man den Pfad der Liebe beschreiten, Ängste, Krankheiten, Denkmuster und Süchte ablegen, so müssen wir vorerst Egoanteile minimieren. Es stimmt schon, das Ego ist Teil von uns, doch bis jene Verstandesteile die „Friedensflagge“ hissen, sind noch manche Kriege zu führen. Erst wenn das Ego einlenkt und uns von emotionalem bzw. seelischem Schmerz befreit, sind wir auf dem Wege der Heilung. Und Heilung heißt Befreiung und Frieden. Befreiung von unliebsamen Mobbing-Situationen, Lösung vom Hässlichen-Entlein- oder Dysmorphophobie-Syndrom. Alles, was man sich wünscht, wird eintreten, wenn man den Pfad der Liebe beschreitet, denn es wird einem auch gegeben, wenn man bittet.

Und noch etwas vorweg: In diesem Buch widme ich mich sehr ausführlich der Vater-Sohn-Problematik und wie ich es schaffte, meinen Vater-Sohn-Konflikt zu überwinden.
Meine Mutterproblematik thematisiere ich hier nicht, weil ich glaube, dass es den Rahmen eines einzigen Buches sprengen würde. Aber ich hoffe, dass ihr euch noch einen zweiten Band von mir wünscht, denn da würde ich einiges über mögliche Lösungswege zu Mutter-Sohn-Konflikten erzählen.


<strong>Achtung:
Mobbing Falle, Dysmorphophobie –
Hässliches-Entlein-Syndrom</strong>

Im Endeffekt ist dieses Kapitel schon ein Buch im Buch, und alle weiteren Kapitel dienen als Ergänzung, um den Weg zur Selbstliebe auch tatsächlich zu finden und euch nicht wie Odysseus in einer Irrfahrt zu verfangen. Ich möchte euch kräfteraubende Irrwege ersparen, die ich selbst immer gegangen bin. Mein Ziel war oft so nah, doch durch Unachtsamkeiten geriet mein persönliches Endziel wieder in weite Ferne. Wer von euch hat nicht schon selbst einen Sportwettkampf miterlebt, bei dem ihr im Rennen an zweiter Stelle gelegen und mit dem Führenden vor euch auf Tuchfühlung gewesen seid. Ja, ihr konntet das verschwitzte Trikot des Ersten förmlich riechen. Nur, du hast trotzdem nicht gewonnen, weil dir im richtigen Moment die Kraft versagt geblieben ist, damit du in Führung hast gehen können. So bist du energielos zurückgeblieben und dich erschöpft als „zweiter Sieger“ ins Ziel gerettet. Und genau so erging es mir auf meiner Irrfahrt zur Selbstliebe. Trotzdem, die Devise lautet „Durchhalten“, denn die Entbehrungen werden sich für den einen früher und für den anderen etwas später bezahlt machen. Wenn du willst, wirst du dich auf dieser Reise selbst wiederfinden, und findest den Weg zurück ins Glück, in deine ursprüngliche Heimat, dein Herz. Dann wirst du als Erster durchs Ziel laufen. Und dein innerer Diamant wird hell erstrahlen, leuchten und du wirst große Freude daran haben.

Vermutlich ist dieses Kapitel für euch „Martini-Extra Dry“, also eher knochentrocken, wenn ich euch die Höhen und Tiefen meines Hürdenlaufs zur Selbstliebe näherbringe. In kurzem Abriss erzähle ich etwas über meinen beruflichen Werdegang, meinen emotionalen Abwurf und den Weg zurück aufs oberste Siegertreppchen, zur Goldmedaille. Dann möchte ich auch kurz das Thema „Mobbing“ streifen. Ich meine, es ist völlig irrelevant, ob das Gegenüber Mitschüler, Lehrer, Arbeitskollegen oder Vorgesetzte sind, Mobbing bleibt Mobbing. Junge Frauen und Männer, Jugendliche und Kollegen, die da durchgehen müssen, erleben emotional und seelisch schwere Zeiten. Und ich möchte Pfade aufzeigen, wie ihr das schlafende „Löwenherz“ in euch erweckt und den Weg aus der Mobbing-Spirale findet.
Anhand eines weiteren Beispiels, des sogenannten Hässlichen-Entlein- oder Dysmorphophobie-Syndroms, möchte ich euch zeigen, wie ihr als Betroffene oder Betroffener von selbst zu den verflixten Gründen vorstoßen und euch davon befreien könnt.

Ihr werdet euch beim Durchlesen vermutlich denken, dass meine Erzählungen zeitversetzt hin- und herhüpfen, und ihr habt recht damit. Doch ich kann mich trotz vieler Recherchen nicht mehr daran erinnern, wann ich die beschriebenen Aha-Erlebnisse hatte und wann mir die Hilfsmittel für ein „neues Bewusstsein“ geschenkt wurden. Fakt ist jedoch, mein Veränderungsprozess dauerte sieben Jahre und meine Diagnose lautete: Burn-out-Syndrom.

Also, let’s rock: Beginnen möchte ich damit, eine Erklärung für den „Infarkt meiner Seele“ oder das Burn-out-Syndrom zu finden. Dazu ist es unbedingt notwendig, mich gedanklich bis ins Kleinkindzeitalter zurückzubeamen. Als Baby brauchte ich viel Liebe, Geborgenheit und Zuwendung. Von meinen Eltern bekam ich jedoch relativ wenig Liebe und Streicheleinheiten. Leider kümmerten sie sich lieber um sich selbst. Logisch, denn Streitereien, gegenseitige Verbalattacken sowie Härteeinlagen, standen an ihrer Tages- und Nachtordnung. Trennung, Versöhung, wieder Trennung, wieder Versöhnung wechselten sich andauernd ab. Und als ihre Beziehung scheiterte und diese nicht mehr funktionierte, zerrten sie mich in einen üblen Scheidungskrieg mit hinein. Also wie ihr seht, war mein Elternhaus nicht wirklich ein ideales und fruchtbares Umfeld um als Kind aufzuwachsen.

Meine Mutter geizte mit Nestwärme und Liebkosungen. Was soll ich dazu sagen, sie war und ist noch immer ein gefühlskalter Mensch. Und mein Vater war auch ein Eisberg: unterkühlte Zuwendung, unterkühlte Liebe, kühle Aufmerksamkeit, keine Gefühlsregungen. Und mit dieser „Nordpol-Mentalität“ wurde ich größer und erwachsen. Vater und Sohn sprachen nicht miteinander. Probleme und Gefühle wurden nicht an- bzw. ausdiskutiert. Am Nordpol war es kalt, und da die Daunenjacke fehlte, erstarrten Gefühle zu Eis, deshalb entwickelte sich zwischen uns beiden auch kein Vertrauen. Vater-Sohn-Konflikte wurden nicht ausgetragen. Mir fehlten dadurch auch Reibungsmomente mit männlichen Bezugspersonen in meiner Pubertät. Das mein Vater für mich wenig Gefühle entwickelte, begann ich zu verdrängen. Und dieses Verdrängen fühlte sich an, als ob mir für mein weiteres Leben ein Klotz am Bein anhaften würde. Es ist wie ein T-Shirt, das ich nicht in der Lage war auszuziehen. Verdrängen wurde bei mir zu einem tief sitzenden emotionalen Stachel, der immer heftiger zu schmerzen begann.
Wer von euch hat schon mal einen Stein in ein Gewässer geworfen? Habt ihr die Wellen beobachtet? An der Einwurfstelle sind die Wellen klein und intensiv, doch sie beginnen immer größere und weitere Kreise und Wellen zu ziehen. Genau so geschieht es, wenn offensichtliche Probleme aus der Kinderzeit verdrängt werden. Je länger ihr zuschaut, euch starr wie eine Statue euren Problemen verweigert und die schwarze Brille des Versteckens aufsetzt, desto größer werden die Kreise und Wellen. Im Untergrund brodelt es, Probleme und Schwierigkeiten werden größer und größer, bis der Vulkan ausbricht und die flüssige Lava eure gesamte Seelenlandschaft überflutet. Es gibt in diesem Fall leider nur eine Lösung: Die schwarze Brille abnehmen, hinschauen, und den Mut entwickeln, euch zu verändern. Solange ihr euch nicht mutig mit einem befreiten „Löwenherzen“ euren Problemen und Ängsten stellt, werdet ihr immer stärker entweder in der Schule, im Beruf, in der Verwandtschaft oder im Beziehungsleben in eine Opferrolle gedrängt. Und in der Opferhaltung kommen Schwierigkeiten ohne Ende auf euch zu. Ich legte den Grundstein für „Opferhaltung“ und „fehlende Selbstliebe“ bereits in meiner Kinderzeit. Und ich war zu feig, im passenden Moment wie ein Löwe die Zähne zu fletschen, zu brüllen und mich zur Wehr zu setzen.

Und um mit „Löwengebrüll“, Stärke, Kraft, Mut und Vertrauen, zu entwickeln, um mich vom „Opfersein“ zu lösen, zu meiner Selbstliebe zurückzukehren und meinen Diamanten wieder zum Erstrahlen zu bringen, bekam ich Schicksalsschläge, Krankheiten und Mobbing-Spiralen geschenkt. Ich vollzog den Wandel von der „grauen Maus“ zum „brüllenden Löwen“.

Um das auch tatsächlich aus eigener Kraft zu schaffen, raste ich vorher ohne Fallschirm und im freien Fall aus einem Flugzeug auf den sicheren Tod zu. An dieser Stelle warne ich davor, nicht den Mut aufzubringen, seinen eigenen Weg zu beschreiten.
Einen Beruf oder die Schule nur der Eltern halber zu wählen, ist Feigheit und macht euch bereits im Teenageralter um eine seelische Blockade reicher. Sicher, wenn man in die Fußstapfen der Eltern treten möchte und das „Löwenherz“ die innere Ampel auf Grün stellt, dann ja, aber eben nur dann. Ich selbst wählte einen Berufsweg den Eltern zuliebe, der zwar „solide“, „erzkonservativ“ und „sicher“ ist, aber stets Freude, Leidenschaft, Begeisterung und Liebe vermissen ließ. Ich weiß, dass die Karriere „im zweiten Frühling“, zwar möglich, doch wesentlich schwerer realisier- und umsetzbar ist.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 208
ISBN: 978-3-99003-498-9
Erscheinungsdatum: 29.06.2011
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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Herbstlektüre