3 - 5 Jahre

Kleine Brillengeschichten

Manuela Kerschbaumer

Kleine Brillengeschichten

Leseprobe:

Eduard, das Brillenhäschen

„Guten Morgen, Eduard“, sagte Mama Langohr und streichelte ihrem kleinen Sohn liebevoll über den Kopf, „heute ist ein ganz besonderer Tag für dich, dein erster Kindergartentag.“ Eduard spitzte seine langen Löffelohren und bekam riesengroße Kulleraugen. „Oh Mann“, meinte der kleine Hase, „diese Nacht ist aber besonders schnell vergangen. Da muss ich ja sofort aufstehen“, und hoppelte aus dem Bett. Zum Glück war der Kindergarten nicht weit weg, denn Eduard wollte unbedingt der Erste sein. Er wurde auch gleich von Tante Schnuppernase begrüßt: „Komm nur herein, kleiner Mann“, sagte sie und zeigte ihm seinen Garderobenplatz. Jeder Platz hatte ein anderes Bild, damit man immer gleich wusste, wo man hingehörte. „Möchtest du den Platz mit dem Fahrradbild?“, fragte Tante Schnuppernase. Aber Eduard konnte kein Fahrrad erkennen. Er sah nur so etwas Ähnliches wie eine Wolke ...
Tipsi, die Schlange mit der Brille
Wusstest du, dass Schlangen sehr schlecht sehen können? Nein? Dafür können sie sehr gut hören, obwohl sie keine Ohren haben. Denn hören können sie mit ihrer Zunge, unglaublich, nicht wahr?
Tipsi, eine kleine Schlange, wohnte im Zoo. Sie wurde dort geboren. Es gefiel ihr ja auch sehr gut. Bis auf eines: Sie konnte ihre Umgebung nicht so recht sehen. Von den anderen Tieren erfuhr sie immer, wie toll es hier aussehen würde und ob die Besucher nett wären, was der Zoowärter wieder so brachte und all die Kleinigkeiten, die das Leben lebenswert machten. Eines Tages aber hörte Tipsi etwas sehr Aufregendes: „Mit meiner neuen Brille sehe ich jetzt alles viel besser“, sagte ein kleines Mädchen im Zoo. Es stand direkt neben dem Gehege, in dem Tipsi wohnte. „Und außerdem siehst du damit sehr hübsch aus“, antwortete ihre Mutter. Brille ..., sehen ..., hübsch sein ... Tipsi war ganz aus dem Häuschen. Die kleine Schlange wollte auch gut sehen können und auch hübsch sein. Konnte man das denn mit einer Brille? Es war ihr sehnlichster Wunsch, auch so eine Brille zu haben ...


Der Brillenparkplatz

Oma Berta war in der ganzen Stadt bekannt und zwar deswegen, weil sie ständig etwas suchte. Neulich erst verbrachte sie einen ganzen Tag damit, nach ihrer Brille zu suchen. Vor allem deswegen, weil sie die Brille immer woanders hinlegte. „Wo habe ich denn meine Augengläser bloß hingelegt?“, murmelte sie und stöberte in allen Schubladen und Kästen. Dann setzte sie sich zum Tisch und überlegte noch einmal, was sie denn an diesem Tag alles gemacht hatte: „Also, zum Frühstück hatte ich meine Brille noch auf. Das weiß ich ganz genau. Denn in der Zeitung stand heute etwas über den Zirkus. Danach ging ich zum Markt, um Gemüse einzukaufen. Da hatte ich die Brille bestimmt noch. Ich konnte ja lesen, wie teuer die Karotten waren. Am Nachmittag war meine Enkelin Sabine zu Besuch. Da hatte ich die Brille bestimmt auch noch. Sabine zeigte mir ja ihr Schulheft. Und beim Abendessen hatte ich die Brille auch noch, weil sie mir fast in den Suppentopf gefallen wäre.“ Aber so sehr Oma Berta sich auch anstrengte, sie konnte sich nicht erinnern, wo sie die Brille zuletzt hingelegt hatte ...
So ein Pech!
Stell dir vor, du hast eine Brille. Und dieser Brille passiert etwas Unglaubliches. Sie wird so verbogen, dass du sie nicht mehr aufsetzen kannst. Genau das ist nämlich Sophies Brille neulich passiert. Doch zum Glück gibts`s Herrn Horst, den Optiker ...


In der Brillenfabrik

Endlich, der langersehnte Tag war da. Konrad durfte seinen Onkel besuchen. Der hatte nämlich eine Fabrik, in der Brillen gemacht wurden. Genauer gesagt, die einzelnen Teile für eine Brille. Dafür waren eine Menge fleißiger Hände notwendig und natürlich auch Maschinen: Es gab eine Fräse, um das Mittelteil aus einer großen Platte herauszusägen und eine Stanzmaschine für die Bügel ...


Das komische Ding auf der Nase

Maximilian merkte es schon lange. Allerdings machte er ein großes Geheimnis daraus. Er wollte und wollte einfach nicht zugeben, dass er schlechter sehen konnte als seine Freunde. Doch bei der letzten Schuluntersuchung kam es heraus. Der Schularzt zeigte mit seinem Stab auf eine Buchstabentafel. Maximilian sollte die gezeigten Buchstaben laut vorlesen. In der ersten und auch in der zweiten Zeile ging das noch ganz gut. In der dritten Zeile jedoch, konnte er das F vom E nicht mehr unterscheiden. „So, jetzt haben wir den Salat“, murmelte Maximilian, als ihm der Arzt den Zettel für seine Eltern mitgab. „KURZSICHTIG – Brille unbedingt nötig“ stand darauf. „Naja“, dachte Maximilianm „wenn es unbedingt sein muss.“ ...

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 44
ISBN: 978-3-99038-263-9
Erscheinungsdatum: 10.03.2014
Durchschnittliche Kundenbewertung: 3
EUR 17,90
EUR 10,99

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