11 - 12 Jahre

Das magische gelbe Briefpapier

Pia Ursula Spichiger

Das magische gelbe Briefpapier

Die Schule wird unerträglich

Leseprobe:

28. Kapitel
Das Paket


Dienstag, 3. Mai 2005

Liebe Yolanda
Ich habe mich heute Morgen voll verschlafen, weil ich die ganze Zeit über Deine Streichtheorie nachdenken musste! Du hattest wieder einmal Recht! Du musst später einmal unbedingt Agent werden! Ich nerve mich überhaupt nicht über Deine Theorien! Ich bin sogar froh, wenn Du immer gerade die passende Theorie entwickelst, damit wir Didi immer einen Schritt voraus sind.

Ich hatte also keine Zeit mehr, vor den Historischen Tänzen Marilyns Zimmer aufzuräumen! Es hat gerade noch für ein bisschen Frühstück gereicht! Frau Reist sagte, wenn ich zurückkomme, sei es noch früh genug für Marilyns Zimmer! Na ja, so ganz früh genug war es dann eben nicht! Ausgerechnet heute hat Marilyn ein Paket gekriegt! Sie ist damit natürlich gleich in ihr Zimmer hoch gelaufen, und zwar alleine! Marilyn wollte offenbar zuerst sehen, was im Paket ist, bevor sie es ihren Tussis zeigt! Das Wort ›teilen‹ kennt Marilyn nämlich nicht!
Ich habe natürlich nicht erwartet, dass Marilyn im Zimmer ist, und bin einfach reingegangen. Sie war voll sauer auf mich, weil ich einfach reingegangen bin und ihr Zimmer noch nicht aufgeräumt war! Sie wird es natürlich Frau Schmidt erzählen! Und Frau Schmidt hat sicher noch eine Strafarbeit für mich auf Lager!
Das Fenster in ihrem Zimmer stand sperrangelweit offen! Sie war gerade dabei das Paket zu öffnen! Ich habe ihr gesagt, sie soll es nicht öffnen, es könnte eine Bombe drin sein! Marilyn hat mich natürlich nur ausgelacht! So blieb mir nichts anderes übrig, als zu ihr hinzugehen und ihr das Paket zu entreißen! Als sie das Packpapier entfernt hatte, kam eine Kartonschachtel zum Vorschein. Es war meine Schuhschachtel!
Ich habe darin meine Holzfiguren aufbewahrt, bis sie zu klein wurde. Herr Krämer hat mir freundlicherweise eine größere gegeben. Er kam nämlich gerade zu mir ins Büro, als ich die Figuren einpacken wollte. Er hat rasch eine größere Kartonschachtel geholt! Das war gestern!

Ich habe die Schuhschachtel einfach auf meinem Schreibtisch im Dachzimmer stehen lassen! Didi ist in mein Zimmer eingebrochen und hat die Schachtel geholt! Es war ganz bestimmt Didi. Es war gar nicht so einfach, Marilyn die Schachtel zu entreißen! Sie hat sich nämlich heftig gewehrt! Erst als die Schachtel plötzlich zu brennen begann und ein Feuerwerkskörper daraus hervorschoss, dicht an Marilyns Kopf vorbei, hat sie endlich losgelassen. Ich habe Marilyn absichtlich gestoßen, damit sie zu Boden fiel und nicht von den Feuerwerkskörpern getroffen wurde.
In der Schachtel ging nämlich die Post ab. Flora hat diesen Spruch gebracht, als nach unserer Gespensteraktion Frau Huber mit ihrem Geschrei alle Lehrer geweckt hatte! Ich habe versucht, die Schachtel aus dem Fenster zu schmeißen. Sie ist aber nur im Mülleimer gelandet! Marilyn hat nur noch hysterisch geschrien! Sie hat dabei aus Versehen die Zimmertür zugestoßen, sodass wir nicht raus konnten! Die Feuerwerkskörper schossen im ganzen Zimmer herum. Nirgends waren wir sicher vor ihnen! Sie sausten auch knapp über den Boden! Niemand kam uns zu Hilfe!

Plötzlich war Ruhe im Mülleimer! Ich dachte schon, das Feuerwerk wäre endlich vorbei! Weit gefehlt! Ich nahm ein Kissen von Marilyns Bett und warf es auf den Mülleimer! Ich ging zum Mülleimer, packte ihn und schmiss ihn zum Fenster raus in den Teich! Als ich den Mülleimer gerade schmeißen wollte, schoss eine Rakete, oder was auch immer, durch die Plastikwand des Mülleimers hindurch, unter meinem linken Arm durch, dicht über Marilyn und durch die Zimmertür hindurch! Marilyns Kleider haben dabei Feuer gefangen! Die blöde Tussi schrie nur, statt sich in die Bettdecke einzuwickeln!
Bevor der Mülleimer endlich im Teich landete, schoss noch einmal eine Rakete durch das Kissen heraus und drang blöderweise ins Zimmer ein. Sie knallte voll in Marilyns Kleiderschrank. Sie wurde dadurch zwar gebremst, aber der Schrank fing Feuer! Jetzt brannte sowohl der Schrank, wie auch Marilyn! Ich habe einen Eimer voll Wasser mit in Marilyns Zimmer gebracht, damit ich die Fenster putzen konnte! Ich habe den Eimer genommen und das Wasser über Marilyn geschüttet! Du hättest sehen sollen, wie sie geschrien hat! Na ja, das Wasser war halt nicht kalt! Aber wenigstens hat’s das Feuer gelöscht! Der Schrank brannte allerdings immer noch! Marilyns Kleider und Schuhe brannten inzwischen auch! Dadurch entstand beißender Rauch im Zimmer, obwohl das Fenster immer noch offen stand!

Immer noch kam uns niemand zu Hilfe! Wo waren die alle? Wenigstens waren keine Bomben und Feuerwerkskörper mehr im Zimmer! Ich konnte die Tür öffnen! Marilyn hat nur blöd geschrien! Ich musste sie richtig aus dem Zimmer zerren und in den Gang bringen! Sie schrie und schrie und schrie, dabei hat sie schon lange nicht mehr gebrannt! Es ist ihr auch gar nichts passiert! Nur ihre Kleider waren verbrannt und hingen in Fetzen an ihr. Nur der blöde Schrank brannte noch. Der Teppich fing auch Feuer!
Ich habe Marilyns Nachthemd auch gerade mit rausgenommen! Ihre anderen Kleider waren ja im brennenden Schrank! Jetzt hat die Arme schon zum zweiten Mal keine Kleider mehr! Im Flur hat es einen Feuerlöscher! Ich habe damit den Schrank gelöscht! Der Rauch war echt Scheiße, anders kann ich es nicht sagen! Erstens habe ich kaum etwas gesehen und zweitens bin ich fast erstickt! Es wäre voll praktisch gewesen, wenn ich im Rauch normal hätte atmen können, wie im Traum! Ich musste immer wieder in den Flur hinaus um Luft zu hohlen! Zum Glück hat es im Flur zwei Fenster, weil gegenüber von Marilyns jetzigem Zimmer kein anderes Zimmer mehr ist!

Du fragst Dich jetzt sicher, woher ich weiß, wie du mit einem Feuerlöscher umgehen musst! Wir haben einmal sämtliche Feuerlöscher getestet, natürlich in der Nacht! Benjamin war der Ansicht, dass Feuerlöscher gar nichts nützen, wenn sie nicht funktionieren und niemand weiß, wie damit umgehen! Wir haben im Badezimmer im Dachgeschoss einen richtigen Feuerlöscher-Wettkampf veranstaltet! Jedes hat sich eine Übung dazu ausgedacht! In meiner Übung musstest du mit dem Feuerlöscher in einen Eimer treffen! Dabei musstest du bei jedem Treffer einen Schritt zurückgehen! Wer am meisten Treffer erzielte, hatte gewonnen. Michel und Benjamin haben leere Konservenbüchsen organisiert. Du musstest mit dem Feuerlöscher auf sie zielen und sie herunterwerfen! Natürlich auch aus unterschiedlicher Entfernung! Flora und Franziska haben einen Geschicklichkeitsparcours aufgebaut! Franziska hat im Turnen einen Ball geklaut, oder besser geliehen. Sie hat ihn danach ja wieder zurückgebracht! Wer den Parcours am schnellsten schaffte, hatte gewonnen! Regina hat sich ein Spiel ausgedacht, so ähnlich wie Rollmops. Wir haben dazu ein Waschbecken aus der Küche als Ball benutzt. Wir spielten immer drei gegen drei. Mit dem Feuerlöscher mussten wir das Becken hinter die gegnerische Linie treiben! Es hat voll Spaß gemacht! Wir mussten danach natürlich jedes Mal das ganze Badezimmer putzen! Auch wenn es von den anderen Schülern nicht benutzt wurde, wollten wir keine Spuren von unserer Feuerlöscher-Aktion hinterlassen.

Mann, der blöde Schrank wollte überhaupt nicht aufhören zu brennen! Ich habe die ganze Flache geleert! Plötzlich kam nämlich kein Schaum mehr raus! Es stank pestilenzialisch nach verbrannten Kleidern und Schuhen und nach Löschschaum! Marilyns Zimmer war voll im Eimer! Umziehen war wieder angesagt! Es fragt sich nur wohin?
Marilyn hatte inzwischen zum Glück aufgehört zu schreien! Von ihrem hysterischen Geschrei hast du fast einen Gehörschaden gekriegt! Sie saß einfach nur da und starrte auf den Boden! Ich dachte erst, sie sei tot! Sie hat nämlich überhaupt nicht reagiert, als ich sie anstieß und etwas zu ihr sagte! Nicht einmal das Nachthemd hat sie angezogen! Ich habe ihr die Kleiderfetzen ausgezogen. Sie hat überhaupt nicht mitgeholfen! So habe ich einfach eine Schere aus ihrem Zimmer geholt und die Kleiderfetzen zerschnitten! Sie waren ja sowieso nicht mehr brauchbar! Ich musste Marilyn wie eine Riesenpuppe anziehen! Das war voll Schwerarbeit! Marilyns blaue Haare waren angesengt! Sie stanken pestilenzialisch! Verbrannt hat sie sich nicht, sie war nur ein bisschen schwarz geworden, vom Ruß!

Ich habe mir gerade überlegt, was ich mit Marilyn anfangen sollte, als Herr Bauer mit einem Feuerwehrmann die Treppe hinaufkam! Mann, ich war vielleicht erleichtert! Herr Bauer war voll entsetzt, als er das ganze Schlamassel sah! Er wollte wissen, ob wir beide Starwars gespielt hätten! Ich fand das irgendwie gar nicht komisch! Wobei es wirklich eine Art Starwars war! Frau Koch, Herr Krämer und Frau Reist kamen ebenfalls! Sie waren nicht weniger entsetzt, als Herr Bauer! Der Feuerwehrmann sah sich Marilyns Zimmer an und wollte wissen, was passiert sei! Ich habe ihm alles erzählt!
Zwei Feuerwehrmänner haben Marilyn auf eine Trage gelegt und mitgenommen! Marilyn hat sich immer noch nicht gerührt! Der Feuerwehrmann sagte mir, Marilyn habe einen Schock erlitten! Ich habe keine Ahnung, ob er mir die Geschichte abgekauft hat! Jedenfalls kamen noch die Polizei und die Spurensicherung! Sie haben um den Teich herum alles abgesucht. Einer ist sogar in den Teich gestiegen und hat die Reste von der Schachtel und dem Mülleimer rausgeholt. Es war tatsächlich noch etwas übrig geblieben! Vom Kissen ist noch am meisten übrig geblieben. Sie haben sogar alle Federn vom Kissen eingesammelt!
Der Polizeiarzt kam und hat mich untersucht. Er wollte nur wissen, ob ich irgendwie verletzt bin. Er hat mir quasi eine Moralpredigt gehalten, weil ich die Schachtel mitsamt Mülleimer angefasst und aus dem Fenster geschmissen habe! Was hätte ich denn sonst tun sollen? Die blöden Raketen oder Bomben, oder was es waren, sausten ja voll durch den Mülleimer hindurch! Diese Dinger hatten extrem viel Schub! Ich habe ja nicht gewusst, dass es gleich weiter geht, wenn ich den Mülleimer anfasse! Die blöde Tussi Marilyn hat ja nur geschrien und mir kein bisschen geholfen! Ich hatte nichts abgekriegt, nur meine Kleider waren gelöchert von den Funken der Feuerwerkskörper! Der Polizeiarzt hat mir schon wieder Blut genommen! Er will wissen, ob ich eine Rauchvergiftung erlitten habe!

Danach hat Schenker mich in der Wohnung von Frau Reist verhört! Mir wäre viel lieber gewesen, wenn Sherlock Holms mich verhört hätte. Die Spurensicherung war nämlich in meinem Zimmer! Ich habe gestern Abend noch mein ganzes Zimmer mit einer Spezialpaste von Michael eingestrichen! Er hat im Chemieunterricht experimentiert und diese Paste hergestellt! Meine Aufgabe war es nun, diese Paste zu testen! Die Paste ist unsichtbar, bis du sie mit den Fingern oder den Schuhen berührst! Ich wollte eigentlich testen, ob Marilyn heimlich in mein Zimmer eindringt, wenn ich im Dählhölzli schlafe! Jetzt ist halt nicht Marilyn eingedrungen, sondern Didi. Ich selbst durfte die Paste natürlich auch nicht berühren! Ich habe mir eine Art Steg gebaut, damit ich das Zimmer verlassen kann! Den habe ich heute Morgen natürlich umgeworfen, damit der Eindringling nicht über den Steg auf mein Bett steigen kann! Deshalb war ich noch später dran!
Die Spurensicherung hat die Schuhabdrücke von Didi zum Glück bemerkt, bevor sie das Zimmer selber betraten! So hat es Schenker jedenfalls gesagt! Schenker wollte natürlich wissen, warum ich diese Paste benutzt und vor allem, woher ich sie habe! Warum ich sie benutzte, habe ich ihm gleich gesagt. Von wem ich sie habe, wollte ich ihm erst nicht sagen! Schenker wurde deswegen ziemlich aggressiv! Er sagte, dass ich den Ernst der Lage verkenne und mich durch mein Schweigen nur verdächte machen würde! Ich wollte nicht, dass Michael wegen der Paste Ärger kriegt!
Frau Koch wollte unter vier Augen mit mir sprechen. Wir gingen in die Küche. Sie hat mir klargemacht, dass ich es Schenker sagen müsse! Sie wollte, dass ich ihr erst sage, woher ich die Paste habe! So habe ich es ihr halt wohl oder übel erzählt. Frau Koch hat mir versichert, dass auch Minderjährige für neue Erfindungen keinen Ärger kriegen! Ich hätte ja schließlich nicht versucht, mit der Paste jemanden zu vergiften! Schenker denkt das sicher! Ich wette, er denkt auch, dass ich Marilyn das Paket geschickt habe! Er würde mich sowieso am liebsten verhaften! Ich habe nämlich nach dem Verhör das Gespräch zwischen ihm und Frau Koch belauscht! Es wurde überdeutlich, dass er mich nicht ausstehen kann. Er traut mir nämlich sogar zu, dass ich die Bomben gebaut habe!
Ich verstehe jetzt auch, warum Frau Koch sagte, Frau Frey habe Geld und Immobilien von ihren Verwandten geerbt. Sie wollte nicht, dass Schenker weiß, dass Frau Frey eine Vollwaise ist.

Schenker: Dieses Mädchen ist eine richtig harte Nuss, ein sturer Bock! Ich bin nämlich nicht davon überzeugt, dass sie uns die Wahrheit gesagt hat, in Bezug auf die Paste! Wir werden der Sache selbstverständlich nachgehen und alles überprüfen!

Frau Koch: Wieso sind Sie auf einmal so misstrauisch gegenüber Christina? Es besteht absolut kein Grund, ihr nicht zu glauben! Christina hat nur nicht geantwortet, weil sie ihre Freunde nicht in Schwierigkeiten bringen wollte!

Schenker: Wenn der Junge die Paste wirklich selber hergestellt hat und dabei alles mit rechten Dingen zuging, hat er nichts zu fürchten! Etwas erfinden, ist schließlich nicht strafbar!

Frau Koch: Für Sie liegt das natürlich auf der Hand. Schließlich sind Sie Kommissar bei der Polizei und kennen sich berufsbedingt mit dem Gesetz aus. Woher soll aber ein zwölfjähriges Mädchen wissen, was alles erlaubt ist und was nicht, wenn sie wegen jedem Fliegendreck bestraft wird? Christina wird ständig für Dinge bestraft, die sie gar nicht getan hat! Seit einiger Zeit spielen Schüler des Internats Marilyn Evans Streiche. Jedes Mal wurde Christina dafür bestraft, obwohl sie nichts getan hat! Sie weiß ja gar nicht mehr, was strafbar ist und was nicht!

Schenker: Ja gut, mag ja alles sein. Ich gehe davon aus, dass Ihnen der Begriff Trittbrettfahrer bekannt ist! Zudem ist Christina ein hochbegabtes Mädchen! Im Internet findet man Anleitungen zum Bau von Briefbomben! Christina war auf dieser Website. Die Spurensicherung hat sich auch ihren PC in der Wohnung von Frau Reist angeschaut!

Frau Koch: Und warum haben Sie Christina vorhin beim Verhör nicht darauf angesprochen?

Schenker: Ich stehe nicht besonders auf Christinas abenteuerliche Geschichten! Ich bin Kommissar und versuche, Verbrechen aufzuklären und bin nicht auf der Suche nach Stoff für einen Abenteuerroman oder ein Drehbuch!

Frau Koch: Verstehe! Sie sind also der Ansicht, dass Christina zu viel Fantasie hat und alles erfindet? Warum sollte sie das tun? Ihre Spurenleute haben doch diese Paste in ihrem Zimmer gefunden, mit Schuhabdrücken von einem erwachsenen Mann! Folglich besteht kein Zweifel, dass jemand in Christinas Zimmer eingedrungen ist, und zwar heute Morgen!

Schenker: Sicher, so sollte es zumindest aussehen!

Frau Koch: Was wollen Sie damit sagen?

Schenker: Ich will damit sagen, dass alles nur inszeniert sein könnte! Christina organisiert sich große Männerschuhe, zum Beispiel aus dem Dählhölzli, zieht sie an und geht damit im Zimmer herum! Sie fasst alles Mögliche mit Handschuhen an und schon hat sie die perfekte Spur gelegt!

Frau Koch: Das ist doch nicht etwa Ihr ernst? Warum liegt Ihnen so viel daran, Christina fertigzumachen? Wir haben es hier mit einem sehr gefährlichen Täter zu tun, und Sie beschuldigen Christina alles inszeniert zu haben! Ist Ihnen auch schon der Gedanke gekommen, dass unser Täter genau das erreichen will? Unter diesen Umständen ist eine weitere Zusammenarbeit mit Ihnen nicht möglich, Herr Schenker! Ich werde Doktor Waldmann umgehend darüber informieren, was geschehen ist, und veranlassen, dass er Christina aus dem Internat holt und irgendwo außerhalb von Bern unterbringt. Ich habe dieses Versteckspiel mit dem Detektiv sowieso gründlich satt! Sehen Sie selber zu, wie Sie ihren Täter kriegen!

Schenker: Jetzt schnappen Sie doch nicht gleich ein, Frau Koch! Ich habe ja gar nicht gesagt, dass ich Christina für die Täterin halte! Ich habe nur erwähnt, wie die Gegenpartei argumentieren könnte!

Frau Koch: Verstehe! Und wer ist in diesem Fall die Gegenpartei? (betont die Gegenpartei)

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 496
ISBN: 978-3-99038-678-1
Erscheinungsdatum: 19.02.2015
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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