Politik & Wirtschaft

Warum immer wieder Krieg

Fritz Tegeder-Teddendieck

Warum immer wieder Krieg

Unser Geld stirbt jetzt!

Leseprobe:

Vorwort


Verehrte Leserin, lieber Leser, bitte verzeihen Sie mir diese sehr persönliche Anrede. In Ihren Händen fühlen Sie Hinweise auf die seltsame Entwicklung unseres Weltbildes und ihre Verursacher. Ursprünglich wollte ich nur meinen zwei Söhnen und deren vier Jungs die auf den historischen Spuren des Groß-Kapitals entdeckten Geheimnisse mitteilen. Mein Manuskript habe ich Mitte Februar 2016 ohne Erwartungen dem NOVUM-Verlag für neue Autoren zugesandt. Einen Tag vor Pfingsten erhielt ich eine überraschende Mitteilung. Meine private Reportage über die bewusst geschaffene, irre Atmosphäre der Globalisierung und des Turbo-Kapitalismus wird im Frühjahr 2017 verlegt. Ich habe mich toll gefreut und bin immer noch begeistert. Leider dreht sich unsere Welt immer schneller. Viele der einstmals wichtigen Werte der Menschen der westlichen Welt werden absichtlich verdunkelt oder gar ganz gelöscht. Die früher favorisierte Weiterentwicklung des Menschen ist unter dem brisanten Dickicht eines unheilvollen Lügengebildes fast total verschwunden. Trotz besseren Wissens wird uns eine glorreiche Zukunft vorgegaukelt. Immer mehr Menschen empfinden und wissen es.

Die patriotische Gesinnung der Völker Europas hat in der Vergangenheit überhaupt erst die Bildung der europäischen Staaten begründet. Ihre Vielfalt ist besonders schön. Heute werden volksnahe Menschen in der Volksherrschaft der zwielichtigen Demokratie seit etwa 2010 plötzlich mit einem politisch vieldeutigen Begriff generell disqualifiziert. Viele Menschen werden von der „Hohen Politik“ missachtet und verachtet. Die von dem internationalen babylonischen Kapital-Kartell geschaffene „Europäische Union“ ist von den Völkern Europas sehr spät als totalitäre Machtinstanz erkannt worden. Fast täglich werden uns über die gesteuerten Medien die realen Katastrophen gezeigt. Diese fast ohne jede Bodenhaftung über uns schwebenden Figuren mit überhohen Einkommen sprechen seit 2014 alltäglich total verlogen über „Menschen, die sich abgehängt fühlen“. Die sogenannten Führer des deutschen Volkes sehen uns denkende Lebewesen bereits als ehemalige Menschen. Hosianna! Seltsam, doch danach folgt sofort die entsetzliche Floskel „Wir müssen …“. Das mit Worthülsen geschliffene Plappern der trainierten oder geklonten Elite unserer Heimat verdeckt ihre Unfähigkeit, Probleme sofort mittels Wahrheit und Transparenz anzugehen und frühzeitig zu lösen. Doch die verschwiegenen, wahren Aufgaben hat die „Hohe Politik“ mittels der geplapperten Ablenkungen glatt selbst vergessen. Wir wissen alle, dass der unselige Begriff mit der diktierten Globalisierung bereits zu einer auf der Erde noch nie dagewesenen Sklaverei geführt hat. Das gleichzeitig diktierte märchenhafte Einkommen einer winzigen Menschengruppe hat auf der Erde zu einem babylonischen Kapital bei dreitausend Menschen-Milliardären geführt, die unglaubliche zweihunderttausend Menschen-Millionäre nach sich ziehen. Das Mammon-Kapital ist über die geölte Rüstungs-Industrie im jungen Roboter-Zeitalter mit dem Spielgeld-Dollar einfach zu vervielfachen.

Die menschliche Denk- und Arbeitsenergie ist in der westlichen Welt diktatorisch zu einem großen Teil gelöscht. Die künftige Welt ohne Arbeit verlangt die Ausschaltung der bisherigen Denke. Das Halten der menschlichen Geschöpfe ist mit der staatlichen Zuteilung eines Spielgeldes möglich, um das Überleben zu sichern. Arbeit und Freude sind bereits teilweise durch Spiele und Spaß ersetzt. Nur die Ureinwohner zeigen jeden Tag ihres Lebens die Freude am natürlichen Leben auf der Erde. Niemand aus der sogenannten Elite spricht momentan über die wahre Zukunft der über 200 Millionen grundsätzlich ohne Arbeit lebenden Jugendlichen in Europa. Früher war die Jugend unsere Zukunft. Mögen Sie ohne das in uns liegende Bedürfnis nach Selbstverwirklichung leben? Scheinbar verlangt das bereits laufende Zeitalter der Roboter des Kapital-Kartells diese restlos unmenschliche Einstellung. Ohne uns! Pardon! Schon wieder stecke ich voll im Thema. Lassen Sie uns bitte gemeinsam unseren Kindern helfen, früh zu erkennen, dass die seit drei Generationen gefärbte Geschichte zu dem heutigen Weltbild geführt hat. Nur durch das rasche Erkennen ist eine Veränderung des uns alle beherrschenden diktatorischen Wirtschaft-Systems des privaten Dollars zu erreichen. Das in der Natur des Menschen angelegte Bedürfnis nach Selbst-Verwirklichung und ein selbstbestimmtes Leben sind nur mit begeisterndem Einsatz auf der wunderschönen Erde möglich.

Westfalen, 15. Januar 2016
Fritz Tegeder-Teddendieck



01.10.2015 – Wer ist deR Mensch, ?der dieser FRage nachgeht?

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, warum schreibe ich meine Gedanken nieder? Wozu? Aus der antiken Zeit der weisen Philosophen kennen wir den Satz „Was Du nicht festhältst – geht verloren!“ Seit Mitte Juni 1938 durfte ich im Bauch meiner Mutter wohlbehütet wachsen. In Diepholz an der „Hunte“ im Hannoverschen rutschte ich mit hilfreicher Unterstützung am 17. März 1939, 10:30, auf die Erde. Alle freuten sich. Ich weinte. In einer damals intakten Naturlandschaft Deutschlands konnte ich mit natürlichen Lebewesen weiter wachsen. Meine Eltern besaßen in ihrer kleinen, jedoch unbelasteten Landwirtschaft mit vier Kühen weder einen Motor noch eine Maschine. Dogmen habe ich in meinem 14. Lebensjahr infolge einer unberechtigten Kollektivstrafe für neun Monate als Machtinstrument einer Kapitalmacht erkannt und stets abgelehnt. Seit meiner arbeitsreichen Kindheit und Jugend hat mich die Frage umgetrieben: „Wozu gibt es immer wieder Krieg?“ Mit dieser Frageform ist eine Antwort ehrlicher zu finden. Ich habe ein prall gefülltes Familien- und Arbeitsleben geführt. Seit 2014 nutze ich alle Zeit, um Antworten auf meine ewigen Fragen zu finden: in der Geschichte! Obwohl ich bereits in jungen Jahren erkennen musste, dass die „Hohe Politik“ und auch die gelehrte Geschichte den Völkern häufig entscheidende Details glorios verschweigen.

Die Liebe und Wertschätzung zu allen Lebewesen und der Natur war bei uns „auf dem Lande“ von Kindesbeinen an eine Selbstverständlichkeit. Es war das Wichtigste! Das Zeitalter des Zweiten Weltkrieges und die Zeit des von den Siegermächten besetzten diktatorisch regierten Deutschlands ist in fast allen Lebensbereichen mit der heutigen Zeit nicht identisch. Fast alle Menschen konnten damals lediglich die „Reichsbahn“, den elektrischen Strom, das Radio und das Fahrrad nutzen. Das war’s auf dem Lande! In den großen Fabriken und in manchen Betrieben des Handwerks gab es Maschinen und Motoren aller Art, die oft über Transmissionsriemen liefen. Im Straßenverkehr waren nur britische Militärfahrzeuge mit dem „Union Jack“ zu sehen. Hin und wieder konnte ich einen Lastkraftwagen mit Holz-Vergaser-Motor oder einen Pkw der Marke „Opel-P-4“ und mit viel Glück einmal einen tollen „BMW“ mit zwei riesigen, herrlich geformten Kotflügeln entdecken. Mir war nicht bewusst, dass GM – Opel ein Rüstungsbetrieb gewesen war. In den Büros der Kommunalverwaltung und der wenigen Geschäfte gab es Menschen, die am Telefon oder an Additionsmaschinen arbeiteten. Auch in den gemeinnützigen Sparkassen und den winzigen Spar- und Darlehens-Genossenschaften wurden an den Stehpulten alle Konten der Kunden mit Federhalter und Tinte handschriftlich geführt, die Zinszahlen im Kopf errechnet. Es herrschte in der Menschheit und im Zusammenleben mit allen Lebewesen und Pflanzen eine hohe Wertschätzung. In der Volksschule erhielten wir ab 1945 von der britischen Militärregierung bewilligte Lesebücher leihweise, jeweils ein Buch gemeinsam für vier Schülerinnen und Schüler. Das UK war extrem geizig, jedoch nicht mit der Zuweisung von über die alten Schulbänke laufenden, mit dem Rohrstock prügelnden Lehrern. Das „In der Ecke stehen und sich schämen“ war von 1945 bis 1947 alltägliche Folter für viele von uns. Das irre Starren in die Ecke des Klassenzimmers war nicht tragisch. Manchmal besuchte mich eine freundliche Fliege. Doch der gefühlte, scheinbar bloße Rücken war eine lange Zeit der gesamten Klasse zugewandt. Das war entsetzlich grausam. Wie auch das willkürliche Straf-Diktat der Lehrer, um das gesamte Volk zu dressieren. Die ersten eigenen Bücher erhielt ich 1949 von meinen Eltern. „Kon-Tiki“ von „Thor Heyerdahl“ und das „Knaurs“-Lexikon waren die ersten einer Sammlung, die bis 2012 sehr umfangreich weiterwuchs. Die Bücher waren während meines Lebens meine wertvollsten Schätze. Den Knaur las ich im Januar 1950 Zeile für Zeile. Er bildete in unserer Schulklasse ein echtes Monopol. Zum schnellen Viel-Lesen trieb mich „Karl May“ mit „Winnetou“ und seiner Freiheitsliebe und Menschlichkeit in exakt beschriebenen Natur-Landschaften. Die Schilderungen der Helden Karl Mays inmitten einer mir unbekannten Natur Nord-Amerikas, des Balkans und Arabiens reizten sehr. Diese einmaligen Werte in einer an Büchern armen Zeit und „Strucki“, Struckmeier, ein begeisternder, leidenschaftlicher, vielseitiger Mensch, säten den Samen, aus dem ich als euphorischer Mensch weiterwuchs. Die Bücher durfte ich im benachbarten „Lemförde“ zu je DM 0,20 pro Buch mieten. Um in den Nächten ab 1950 bis oft gegen 02:00 Uhr morgens unter der Bettdecke lesen zu können, organisierte ich eine kleine Batterie und eine ganz winzige Birne. Strucki hatte vor seiner Lehrer-Arbeit mehrere Jahre als Heckschütze in Norwegen gelebt und sehr viel erlebt. Wir profitierten reichlich davon. Besonders in den letzten Jahren konnte ich viele Ereignisse und Zusammenhänge der Geschichte nach der Weisheit des einstmals in „Königsberg in Preußen“, 1724–1804 lebenden und in Deutschland fast vergessenen Philosophen „Immanuel Kant“ enträtseln: „Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Von meiner Mama habe ich Friedfertigkeit, Sanftmut, Güte und Liebe gelernt. Der weise „Platon“ aus dem „Alten Athen“ und auch neue Forscher wie „Stefan Klein“ und später „Tolle“ haben mich begeistert! In meiner Lehrzeit fesselte mich „Jack London“, der nur kurz auf der Erde gelebt hat, mit seinem „Wolfsblut“ vom Klondike-River und der Natur seiner Jugend. Im Laufe meines Lebens ist er mir immer wieder durch veröffentlichte Abschnitte seines abenteuerlichen Lebens aufgefallen. Er war nach armer und entbehrungsreicher Jugend nach der Veröffentlichung von „Wolfsblut“ in jungen Jahren Millionär und Eigentümer von zuerst 50 ha im „Mondtal“ von Kalifornien um 1905. Er blieb trotzdem ein euphorisch sozial handelnder Mann. Er führte ein besonders aktives, naturbetontes Leben auf der Erde, die er sehr früh verließ. Seitdem reizten mich extreme Lebensgeschichten, die mir bereits über die herrlichen, winzigen LUX-Lesebogen zu DM 0,15 pro Heft um 1950 aufgefallen waren. „Edison“ machte den Anfang. Ich bin als bekennender Individualist aufgewachsen. Meine Eltern haben ihren hinterfragenden Jungen nie in eine bestimmte Richtung gedrängt. Ich entwickelte mich im Denken absolut frei. Eine Verziehung oder eine Dressur ist mir erspart geblieben. Danke. Das Geheimnis des Lebens und die Natur sorgten später immer für die notwendigen gedanklichen Unterbrechungen in meiner Arbeitswelt. Seltsamerweise benötigte ich stets eine umfangreiche Vielfalt von interessanten Wissensgebieten. Selbst die Kiesel im winzigen „Goldbach“ des Vinschgaus in Süd-Tirol und die markanten Kalkstein-Formationen oberhalb der romantischen Bäche in der „Fränkischen Alb“ mit der Wasser-Amsel und den flinken Forellen sind stets lebendig. Im Frühjahr gehört auch das vielfarbige Blumenmeer in den Wiesen nahe der „Wiesent“ dazu. Sogar sehr lebendig sind der mir zugelaufene Bergkristall und die an Energie reiche Amethyst-Druse. Ein warmer Türkis begleitet mich seit 1979. Er erinnert mich an die Ameisenstraße bei „Hungenberg“ in der „Fränkischen Alb“. Diese Straße voller quirliger Ameisen war 2013 noch intakt. Herrlich, Jungs! Als zu motivierender Mensch im Arbeitsleben habe ich auf viele Lehren von „Dale Carnegie“ sowie auf die Lehren meines Freundes „Werner Simmerl“ vom Main mit „Aus meinen Wurzeln strömt die Kraft“ zurückgreifen können. Durch die wöchentlichen Waldläufe in frischer Luft seit 1976 und Werners „Schlüssel zur inneren Schatzkammer“ aus dem Jahr 1989 ist es mir gelungen, sehr lebendig zu bleiben. Ein Schlüssel-Erlebnis der ganz besonderen Art mit einem helfenden Kollegen beim Balancieren auf einem dicken Tau im „Schloss Sugenheim“ im „Steigerwald“ brachte mir in einem extrem konzentrierten Moment eine unglaubliche Mischung von Spannung, Erkenntnis und Mut, die meinen Helfer aus dem „Hohen Adel“ Nord-Deutschlands und die Beobachter sichtlich beeindruckte. Einen Altersruhesitz wollte ich nicht. Ich habe nie an ihn gedacht. Von den übermächtigen Lebensimpulsen im Steigerwald profitiere ich heute noch. Mein Helfer führt inzwischen ein renommiertes Consulting-Unternehmen für Manager als „Angel“. Ich schreibe unentwegt und frage: Wie sah unsere Geschichte wirklich aus? Von meinen Enkeln weiß ich, dass die meisten Schulkinder das Fach „Geschichte“ einfach doof finden. Doch Falk und Erik sind ganz anderer Meinung. Ich gehe, anders als die Historiker, der Spur des Großkapitals nach und hoffe, dass ich auch Sternstunden finde. Ich möchte ein fröhlicher Mensch bleiben. Für den Fall der Fälle habe ich die „Lebensregel von Baltimore“ auf dem Tisch liegen. Die sonore, wohltönende Stimme des in Brasilien aufgewachsenen „Friedrich Schütter“ um 1972 habe ich noch im Ohr: „Halte Frieden mit Deiner Seele! Die Welt ist immer noch schön. Lebe begeistert – versuche, glücklich zu sein!“ Bitte lesen Sie später die Zeilen in meiner „deutschen“ Geschichte mit den geschwärzten Jahreszahlen in meiner historischen Zeittafel in einem Zusammenhang. Bitte verfahren Sie ebenso mit den grau unterlegten Jahreszahlen der Geschichte der EU.



„Du sollst nicht töten!“

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, diesen Abschnitt meiner Reportage habe ich erst eingefügt, als mir der NOVUM-Verlag die Chance bot, meine Gedanken zu veröffentlichen. Um Ihnen zu zeigen, wer mit Ihnen unsere Geschichte und die Gegenwart aufrollt, möchte ich Ihnen ein paar entscheidende Zeiträume meines Lebens schildern. Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein privater Mensch der Historie auf den Spuren des Großkapitals nachgeht. Ich habe noch Fragen nach dem Sinn des Lebens und die Frage „Warum immer wieder Krieg?“ Ich versuche jetzt, anders als die gelehrten Historiker, auf den Spuren des Groß-Kapitals die wahre Geschichte unserer Vergangenheit aufzurollen und mit Ihnen die entscheidenden Einflüsse und Maßnahmen der letzten 102 Jahre zu enträtseln und zu beleuchten. Nur die einigermaßen wahre historische Aufbereitung unserer Vergangenheit und Gegenwart lässt Schlussfolgerungen für die Mitgestaltung unserer Zukunft zu. Ein markantes Ereignis erlebte ich 1943. Der direkte MG-Beschuss aus zwei „Spitfire“ der Tommys, die „vom Himmel stürzten“, und ein lang dauerndes Geknatter zwangen mich mit meinem Bollerwagen in eine Ackerfurche. Wenige Wochen später überlebte ich die explodierenden Bomben des UK. Unser Wohnzimmerschrank fing die scharf-zackigen Metall-Splitter auf, die meinem Holzkopf nicht gut bekommen wären. Die seltsame Zeit mit einem abwesenden Vater setzte sich durch die 1943 einquartierten vier fremden Menschen fort, die nicht nur den Wohnbereich stark beanspruchten. Die Abwehr des gefährlichen „Corynebacterium diphtheriae“ 1944 gelang mir. Die erfolgreiche Flucht aus dem „schreienden“ NSDAP-Kindergarten desselben Jahres gelang mir jedoch nicht sofort. Die mir auf meiner Flucht am ersten Tag nacheilende Dame mit wehendem Kittel hatte ich nicht abschütteln können. Verflixt! Diesen Versuch vom ersten Tag wiederholte ich im lärmenden Dressur-Garten sofort am nächsten Tag. Er gelang, da ich mit aller Kraft schneller als am Vortag bis zur Scheune eines Nachbarn lief und mich im rettenden Holunderbusch versteckte. Erst während der Dämmerung kehrte ich heim. Den brüllenden, überfüllten Dressur-Garten, den fremde Menschen meiner Mama diktiert hatten, durfte ich vergessen. In einer urigen Graslandschaft an der Hunte-Dümmer-Mündung zur Zeit der Heuernte 1945 konnte ich ein Ertrinken in einem Kanal beim Spielen mit zwei älteren Jungs nur knapp infolge des einmaligen Auftauchens verhindern. Danke! Meine etwa um zwei Jahre älteren Spielknaben sah ich in weiter Ferne laufen. Alle seltsamen Geschehnisse lagen über Jahrzehnte im Hintergrund. Jedoch nicht die Erlebnisse mit folternden und schlagenden Lehrern in den letzten Monaten 1945 sowie im Jahre 1946. Die nächsten Jahre mit freundlichen, preußischen Damen in der Schule beendeten eine wenig heitere Serie, die in eine phantastische Lebenszeit mit einem begeisternden Lehrer 1949 umschlug. „Strucki“ hatte in Norwegen als Heckschütze der deutschen Luftwaffe gearbeitet und oft seine Weisheit gesagt: „Schaut über den Horizont hinaus!“ Später fanden alle zehn Jahre Klassentreffen statt, um mit ihm verbunden zu bleiben und um ein Zeichen der Dankbarkeit zu setzen. Seine naturbetonte, leidenschaftliche Lehrtätigkeit mit allen universellen Themen bereicherte mein Leben und spielte darin eine große Rolle. Die oft harte körperliche Handarbeit in der an Maschinen und Motoren leeren Landwirtschaft meiner Eltern kombinierte ich mit der ungebremsten Leselust. Die freiheitsliebenden Menschen und die Urvölker der Erde fesselten meine Aufmerksamkeit. Gleichzeitig entstand eine vielseitige Sammelleidenschaft. Dogmen einer diktatorischen Macht erkannte ich bereits 1953. Nötigung und Erpressung der „Evangelischen Kirche“ mit einer vollkommen irdischen Dr.-Dr.-Kreatur erlebte ich nach drei Jahren des Unterrichtes in Form einer absolut willkürlichen Kollektivstrafe über neun Monate. Sie entschied sehr stark mein weiteres Leben. Die Gedankenkette „Macht-Diktatur“ war entstanden. Aber auch die Erkenntnis: „Die Gedanken sind frei!“

Die Entlassungen von zwei Schulklassen 1954 zwangen mich in der noch nicht erwachten deutschen Nachkriegs-Wirtschaft mit den erbärmlichen Einkommen der meisten Familien im Frühjahr desselben Jahres zum Nichtstun oder alternativ zum Besuch einer kostspieligen, weit entfernten, weiterführenden Schule. Trotz des mäßigen Einkommens ermöglichten mir meine Eltern den Besuch der „Städtischen Handels-Lehranstalt“ in Osnabrück an der „Hase“. Nach der Aufnahme-Prüfung der „Zweijährigen Handelsschule“, bei der 2/3 der Kinder infolge der großen Anmeldezahl durchfallen mussten, erweiterte der dumme Junge aus einem Dorfe mit etwa 1.013 (1871 = 1.095) Einwohnern seine tolle Schulzeit, die nach genau drei Wochen sehr abrupt zu Ende ging. Ein Spar- und Kreditinstitut des Kreises Lübbecke suchte im Jahre 1954 erstmals und dringend zwei Lehrlinge. Die Mitarbeit in der deutschen Nachkriegs-Wirtschaft begann recht unfreiwillig. Die anschließenden Berufsjahre förderten mein hinterfragendes Engagement. Ich wurde dank der begeisterten Leselust ein schneller Viel-Leser und ein großer Fan der Vielseitigkeit. Sie führte mich oft zu Herausforderungen und zu leidenschaftlichen Lösungen. Auf den jährlichen Touren mit dem Fahrrad in den kurzen Urlauben durch wunderschöne Landstriche und romantische, mittelalterliche Stadt-Winkel lernte ich in meiner Jugend viele deutsche Volksstämme und ihre Geschichte kennen. Jedoch auch die größten Kunden „Adolf Kaul KG Mühlenwerke“ und „Central-Molkerei Haldem EGmbH“, die gegen 1980 erloschen sind. Es wuchs in den Jahren ab 1957 ein starkes Urvertrauen. Mein langer Atem begünstigte eine als wirklich toll und als sehr nachhaltig empfundene Lebenszeit 1960/1961 in der Panzer-Artillerie 1/215 der siebten Panzer-Brigade im lippischen „Augustdorf“ in der „Senne“. In dieser 1892 noch menschenleeren Landschaft wurde ich infolge meiner widerspenstigen Meinungen im politischen Unterricht Kompanie-Meister im Kasernenplatz-Rundlauf und im Liegestütz. Die Zeit der Wehrpflicht wurde durch die abwechslungsreichen Einsätze als leitender Tastfunker trotz der nur 50 Morsezeichen pro Minute sehr interessant und machte mich relativ unabhängig. In der Zentrale der Kreissparkasse Lübbecke wurde ich für das spätere beamtenmäßige Dasein als Filialleiter ausgebildet. Mein wichtigster Kunde war die „Aufbaugemeinschaft Espelkamp-Mittwald GmbH“. Sie gestaltete und finanzierte stets Neubauten auf 2.500 m2 großen Grundstücken, um in Notzeiten die Siedler autark zu stellen. Aber diesen Karriereplan einer Machtinstitution lehnte ich ab wie auch die Angebote aus Stuttgart, Diepholz und Gernsbach am Rande des Schwarzwaldes. Inzwischen hatte ich mich mit meiner Frau für das „Tecklenburger Land“ und die „Kreis-Sparkasse in Ibbenbüren“ mit ihren vielen Zweigstellen entschieden. Hier war ich als helfender Bereichsleiter im langfristigen Kreditgeschäft und als bestallter Sachverständiger für Immobilien in der öffentlichen Sparkasse tätig. Dank meiner offenen Art wurde ich als Gewinner von Personalratswahlen zuerst von der Belegschaft in diese Vertretung und nach Jahren auch infolge des komplizierten öffentlichen Personalrechts durch den „Kreistag Tecklenburg“ in den neu gegründeten Aufsichtsrat der damals echt sozialen und mündelsicheren Sparkasse berufen. Die nebenberufliche Leitung eines privaten Aktien-Clubs mit den Aktien von AAC, Litton, Pan Am und LIAC förderte meine Begeisterung zum ganzheitlichen Leben. Die nebenberufliche Tätigkeit für die Landesbausparkasse Münster und später Düsseldorf erweiterte meinen Blickwinkel und eröffnete neue Perspektiven. Die Abschlüsse der Bausparverträge an der Spitze von über 40.000 Sparkassen-Mitarbeitern im Lande mündeten ab 1978 in die Tätigkeit als querdenkender Repräsentant für freie Vermittler und als Vertriebs-Beauftragter der selbständigen Außendienstler der „LBS“ in Westfalen. In diesem Spezial-Bankunternehmen konnte ich meine Stärken mit großer Begeisterung austoben. Die erfolgreichen Vertriebs-Strategien bei Neukunden und im Verbundgeschäft mit der PROVINZIAL-Lebensversicherung ließ die LBS stets nach Aufenthalten in Paris, Dublin und Mallorca im „Mövenpick“ zu Münster ausklingen. Nach der Einreichung eines Verbesserungsvorschlages, den gleichzeitig und unabhängig von mir ein junger Kollege aus Remscheid eingereicht hatte, erhielten wir ein interessantes Angebot. Die innovative „LBS“ der großen „Westdeutschen Landesbank“ beauftragte uns, eine Spezialeinheit als Organisationsberatung im Außendienst der Freiberufler zu planen, einzurichten und auszubauen. Es gelang. Die Dynamik im Bereich der Neukunden nahm volle Fahrt auf. Diese wurde infolge der wöchentlichen Langläufe im „Teutoburger Wald“ und danach in der bergigen Natur des „Ardeygebirges“ ab 1976 bis in das Jahr 2007 hinein wöchentlich mit überlangen 5.000-Meter-Waldläufen mit Energie geladen. Nach der unvermeidlichen Pensionierung 2001 folgte nahtlos die bereits 1999 aufgebaute, helfende „finanzierende“ Begleitung des holländischen Wohnbaukonzerns NEDBOUW in Dortmund für Familien aus Polen, Sibirien, Rußland, Vietnam, Kurdistan, Kasachstan und Afghanistan. Die Heilerin „Katharina“ aus Tadschikistan im hessischen „Eschenburg“, die Reiki-Meisterin „Angelika“ in Dortmund sowie die hilfsbereite „Marina“ aus St. Petersburg zählten nicht dazu. Ziel war es, den Familien mit kleinen Kindern die finanziellen Probleme zu lösen und ihnen den Erwerb eines staatlich geförderten Wohnhauses zu ermöglichen.


Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 632
ISBN: 978-3-95840-249-2
Erscheinungsdatum: 14.02.2018
EUR 31,90
EUR 19,99

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