Politik & Wirtschaft

Systemfehler beheben!

Norbert Josef Huber

Systemfehler beheben!

Raus aus den Abwärtsspiralen, dass nicht die Kinder drauf zahlen

Leseprobe:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Arbeit und Einkommen teilen
Teilen wir die Arbeit!
Und die Arbeit lässt sich teilen!
Ist es leistungsfeindlich, die Arbeit zu teilen?
Das Teilen der Arbeit soll auch den Kindern die Eltern zurückgeben
Importzölle schützen einen Wirtschaftsraum
Wozu die vielen Exporte? Sonnenwärmekraftwerke könnten helfen
Kinderarbeit beenden durch entsprechende Importzölle!

Fairness und Qualität steigern
Was tun gegen die geplante oder ungeplante Obsoleszenz?
Gegen die systematische Lebensmittelvernichtung
Menschen verhungern auf Erden. Aber was ist die Ursache? Wie lässt sich das Problem am besten lösen?
Aber dann kommen ja alle Flüchtlinge zu uns, wenn es uns so gut geht

Hilft mehr Bildung? Sind die Pensionen sicher?
Brauchen wir wirklich mehr Bildung, damit die hohe Arbeitslosigkeit ein Ende hat?
Die Pensionen (Renten) sind nicht sicher?

Vorhandene Baugründe und Wohnungen teilen!

Hält uns das Schuldgeldsystem arm? Verursacht es sogar Kriege?
Apropos Zinsen
„Über Geld spricht man nicht, das hat man“, sagt der Volksmund
Man sollte dringend über unser Finanzsystem sprechen, finde ich
Die wundersame Geldvermehrung
Das Schuldgeldsystem wirkt deflationär und inflationär zugleich
Die Steuerzahlerentschuldung
Weitere Aspekte der Steuerzahlerentschuldung
Das Schuldgeldsystem hält doch Staaten, Banken, Betriebe, ja, uns alle letztlich künstlich arm
Begünstigt das momentane Schuldgeldsystem Kriegsgewinnler?
Zinsen sind laut christlicher Lehre ohnehin verboten
Zu den momentanen Niedrigzinsen der EZB und den Befürchtungen vor einer Hyper-Inflation dadurch
Wer darauf wartet, dass die Staatsschulden jemals auf herkömmliche Weise zurückbezahlt werden, der wartet auf den Sankt Nimmerleinstag
Wie funktioniert denn die wirkliche Geldvermehrung?
Warum meint man allen Ernstes, der Staat sei wie ein Bürger?
Auch bezüglich der Griechenlandkrise wäre die Steuerzahlerentschuldung die Lösung
Auf halbem Wege umgekehrt
Habe eine unfassbare Lüge im Radio gehört und keiner hat reagiert

Banken, Aktien, Überbevölkerung, Kommunismus, Kapitalismus usw.
Um die Spekulationsblasen einzudämmen
Zu den Aktienkursen
Es stimmt nicht, dass die Banken ein Geschäft betreiben wie jedes andere Unternehmen
Das Geld sammelt sich automatisch immer bei den Superreichen
Was haben wir davon, wenn wir möglichst viele ausländische Investoren ins Land locken?
Arbeiten müssen vor allem diejenigen, denen es an Vermögen und sonstigem Einkommen fehlt
Das Boot ist nicht voll, die Reichen beanspruchen einfach nur zu viel Platz für sich
Die Deflationsvermeidung
Warum merkt man das nicht? Warum läuten da nicht die Alarmglocken, wenn sich das Geld immer mehr bei den Reichen sammelt?
Der Kapitalismus hat den Kommunismus sicher nicht besiegt!
Zu Mindestsicherung und Mindestlohn

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) oder Elterneinkommen
Emanzipation ist was anderes als die momentane Politik
Warum eine Umsatzsteuer als Wertschöpfungsabgabe und ein bedingungsloses ?Grundeinkommen (BGE) völlig gerechtfertigt sind
Das halbe bedingungslose Grundeinkommen

Deutschland und die EU
Ist Deutschland das Erfolgsmodell, dem man hinterher eilen soll?
Leider geht die EU genau in die entgegengesetzte Richtung
Die Macht der EU-Regierung gehört dringend massiv eingeschränkt oder die EU-Regierung ?ganz abgeschafft!
Zur Frage, ob man lieber mitmachen soll oder nicht

Innerliche Voraussetzungen
Statt zwischen Rechts und Links sollte man endlich zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden
Ich bin auch gegen eine Neid-Debatte
Die Vermögenssteuer
Die Aufgabe der Politik

Nachwort

***

Teilen!
Weil Armut längst gesetzlich verordnet ist.

Weil die Grundbedürfnisse ein Grundrecht sein sollen.
Weil mehr als genug für alle da ist.
Oder, woran mangelt es noch?

Denn, je mehr gearbeitet wird,
desto weniger ist die Arbeit wert.
Weil Arbeit nicht alles ist im Leben.
Aber ohne Einkommen alles nichts ist in unserer Gesellschaft.

Systemfehler beheben!
Weil die Kinder nichts dafürkönnen.
Weil die Zukunft eine andere, bessere sein kann.

Der (Finanz-)Wirtschaftshörigkeit ein Ende!
Schluss mit dem Raubtierkapitalismus!
Oder, wann werden die Gierigen genug haben? (Nie!)
Weil der Mensch sich was Besseres einfallen lassen kann.

Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Geteilte Freud ist doppelte Freud.
Teilen, teilen, das macht Spaß, wenn jeder teilt, hat jeder was.
Wer viel hat, kann leicht viel geben.
Wer nichts hat, wovon soll der denn leben?

***

Vorwort

Aus den Medien erfahren wir, dass die Politik alternativlos sei. In diesem Buch möchte ich einfache, verständliche Zusammenhänge und Alternativen zu den momentanen, systembedingten Problemen der heutigen Gesellschaft aufzeigen. Trotz der Tatsache, dass ich diese Alternativen den verantwortlichen Politikern seit Jahren nahegelegt habe, gelangte deren Inhalt bisher nicht in adäquatem Umfang und Aufrichtigkeit in die öffentliche politische Diskussion. Warum ist das so? Weil die Leute sich dafür schämen, weil die Alternativen zu naiv klingen? Oder weil man sich nicht ernsthaft genug damit auseinandergesetzt hat? Dazu möchte ich eben mit diesem Buch Gelegenheit bieten. Dass man sich mit den brennenden Themen ernsthaft auseinandersetzt, statt mögliche Alternativen als unmöglich oder zu einfach abzustempeln. Oder liegt es wirklich daran, dass ein Großteil der Politiker bestochen ist und sie Marionetten der Reichen dieser Welt sind? Naheliegend ist es. Möchte aber eine Verschwörungstheorie nicht vorwegnehmen und auch aufzeigen, dass, im Falle der Verschwörung, die Verschworenen sich irren in ihren Zielen. Was haben sie davon, wenn die Menschen und die Menschheit, wie die Menschlichkeit neben ihnen zugrunde gehen und sie ein immer unsichereres Leben fürchten müssen dadurch? Und wenn sie selber das Leben nicht mehr genießen können, wenn sie es anderen vergällen. Denn man erntet doch, was man sät im Leben. Haben sie nicht, wie alle anderen Menschen auch, weit mehr vom Leben, wenn es allen Menschen gut geht? Schneiden sie sich nicht vor allem auch selbst den Ast ab, auf dem sie sitzen, wenn sie Ziele verfolgen, die den Interessen des Volks zuwiderlaufen?

Das Gerücht von der Visionslosigkeit treibt sich schon seit Jahren durch die Medien. Im Gegensatz zu den etablierten politischen Parteien habe ich Visionen. Ich habe Vorstellungen, wie eine bessere Welt aussehen kann und soll. Die Menschen können zusammenhelfen, sollen sich das Wohnen so gut wie möglich, also zu vernünftigen Bedingungen, leisten können. Ein Haus, eine Wohnung. Ohne dabei ihre Kinder vernachlässigen zu müssen. Die Menschen sollten Zeit haben für ihre Kinder und Alten. Die Menschen sollten sich die Erwerbsarbeit teilen, statt sich das Einkommensniveau gegenseitig zu zerstören, dadurch, dass sie sich um die Erwerbsarbeit(splätze) raufen. Man sollte ein gerechtes Finanzsystem betreiben, das die Menschen nicht künstlich arm und immer ärmer macht und hält, nur damit die Reichen über die Ärmeren herrschen können.


Arbeit und Einkommen teilen

Teilen wir die Arbeit!

Wir leben mit der grotesken Situation, dass die Produktivität durch die ständig gestiegene Automatisierung einen nie da gewesenen Höchststand erreicht hat und gleichzeitig die Reallöhne sinken und sinken. Und damit auch die Kaufkraft, der Treibstoff für den Wirtschaftsmotor, den Konsum, also in Summe die Real-Umsätze der Betriebe. Warum ist das so?

Aufgrund des zunehmenden Automatisierungsgrads gibt es ein Überangebot an Arbeitskräften (= Arbeitslose) und dadurch eine geringe Nachfrage nach diesen. Deshalb sinkt das Lohnniveau. Weil die Betriebe die Löhne nach unten nivellieren können. Während im umgekehrten Fall, also einem Überangebot an Arbeitsplätzen (= KEINE Arbeitslosen), eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften die Folge ist und dieses das Lohnniveau hebt, weil die Betriebe den Arbeitsuchenden entsprechende Angebote machen müssen, um genügend Arbeitskräfte zu bekommen.

Haben die Betriebe vor ca. 30 bis 40 Jahren aufgrund der annähernden Vollbeschäftigung noch deutlich über dem Kollektivvertrag bezahlt, tut man dies heute kaum mehr, da:

die Lohnerhöhungen, bei bestehenden Beschäftigungsverhältnissen, seit Jahrzehnten nicht die Inflation abdecken. Und zwar, kollektivvertraglich gedeckt. Und
die Löhne sich bei Neuanstellungen viel näher am Kollektivvertrag, das heißt, am Mindestlohn, orientieren als früher.

Das heißt, das Lohnniveau sinkt generell seit Jahrzehnten immer mehr in Richtung Mindestlohn. Und die von den Sozialpartnern beschlossenen Mindestlöhne waren immer schon ein Hohn für die arbeitende Bevölkerung.

Das führt dazu, dass auch die Wirtschaft nicht mehr wie gewünscht in Schwung kommt. Wir sind in einer Abwärtsspirale, sowohl was Einkommen als auch die Umsätze der Wirtschaft betrifft, und das trotz ständig gestiegener Produktivität bzw. zunehmend vorhandener Infrastruktur und Produktionsmöglichkeiten. Das heißt, die Wirtschaft wächst scheinbar schon immer wieder vor allem aufgrund der Geldproduktion. Doch die Wirtschaft hat ein viel höheres Potenzial. Kann viel mehr produzieren und verkaufen und viel besser wachsen und bessere Löhne bezahlen, wenn die Masse der Menschen ein höheres Lohnniveau hat.

Und das, trotzdem bereits viel mehr produziert wird als wir brauchen, trotz geplanter oder ungeplanter Obsoleszenz, also Sollbruchstellen und schlechter Qualität und trotz systematischer Lebensmittelvernichtung. Was ja sowohl davon zeugt, dass wir viel mehr produzieren können, die Menschheit viel besser versorgen können, wenn wir qualitativ hochwertiger produzieren, als auch davon, dass wir momentan viel mehr Einkommen brauchen um uns die benötigten Waren leisten zu können und dass die Menschen daher auch viel mehr erwerbsarbeiten müssen, als es nötig ist. Eine etwaige Unterversorgung ist also einzig dem Fehlen von Finanzmitteln zuzuschreiben. Alles, was fehlt, ist der zahlungsfähige Kunde. An den Produktionsmöglichkeiten liegt es schon lange nicht mehr.

Ist ja auch klar. Wir leben schließlich im fortgeschrittenen Roboterzeitalter, im Automatisierungszeitalter. Auch wenn uns immer wieder von verschiedenen Seiten in den Medien z. B. eingeredet werden will, wie viele neue Arbeitsplätze durch die technischen Fortschritte entstehen. Im Endeffekt fallen immer ein Vielfaches davon an alten Arbeitsplätzen weg. Und das schon seit Jahrzehnten.

Das heißt, die Erwerbsarbeit für die Menschen wird prinzipiell immer weniger und die Einkommen und somit die Kaufkraft ebenso. Aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen kommen immer geringere Realeinkommen zustande. Und Arbeitslose bekommen nur einen Bruchteil des Einkommens, das sie erhalten würden, wenn sie einer Erwerbsarbeit nachgehen könnten. Außerdem muss deren Einkommen der Steuerzahler zahlen. Während ihre Arbeitgeber, wenn sie einer Erwerbsarbeit nachgingen, Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitgeberbeiträge für sie zahlen würden.

Die Arbeitsplätze würden also prinzipiell immer weniger werden. Es sei denn, man teilt die Arbeit. Denn, wenn man die Arbeit teilt, das heißt, die Menschen Teilzeit arbeiten, entstehen, zum Verrichten der selben menschlichen Arbeit, selbstverständlich immer mehr Arbeitsplätze. Was für ein Glück also, dass viele Menschen in Österreich mittlerweile eine Teilzeitarbeit angenommen haben. Sonst hätten wir noch viel mehr Arbeitslose und noch viel weniger Arbeitsplätze und ein noch geringeres Lohnniveau und ein noch viel höheres nötiges Steueraufkommen um die zusätzlichen Arbeitslosen versorgen zu können.

Das Teilen der Arbeit ist deshalb dringend nötig, weil die meiste Arbeit und immer mehr davon von Maschinen verrichtet wird statt von Menschen. Doch Maschinen brauchen kein Einkommen. Maschinen brauchen keine Sozialversicherung. Maschinen brauchen keine Rente. Menschen brauchen diese.

Und wenn man die Arbeit teilt, so dass ein deutlicher Arbeitsplatzüberschuss herrscht und somit die Betriebe um ihre Arbeitnehmer konkurrieren müssen und dadurch das Lohnniveau steigt, steigen auch die Pensionsbeiträge und sind somit zukünftige Pensionen gesichert.

Das Problem ist, dass für alle ein viel geringeres Einkommen zustande kommt, solange die Arbeitsteilung nur freiwillig geschieht und nicht für alle gesetzlich so geregelt ist, dass auch wirklich ein entsprechender Arbeitsplatzüberschuss vorhanden ist, sodass ein Konkurrenzkampf um die Arbeitskräfte stattfindet.


Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 178
ISBN: 978-3-99048-762-4
Erscheinungsdatum: 31.01.2017
EUR 15,90
EUR 9,99

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