Sonstiges & Allerlei

Wie alles begann

Norbert Vogel

Wie alles begann

Die Geschichte von Vindsvalur (Vater des Windes)

Leseprobe:


Ich erzähle euch eine Geschichte und danach werdet ihr bestimmt etwas Schönes träumen. Es sind noch weit über siebenhundert Winter wo zwei Menschen lebten mit dem Namen „Tag und Nacht“. Es sind die Tage, in denen es in dem Land Norden noch keine Ordnung gibt. Es gibt große Langhäuser, die später einmal zu Königshäusern werden oder die dem Verfall preisgegeben sind. Tage, an denen es noch keinen Gott im Land Norden gibt. Es ist die Zeit von Odin und seinem Sohn Thor mit seinen Gesellen. Götter, die von den Menschen immer angesprochen werden und bei Flüchen oder Ritualen ihren Einzug halten. Gibt es sie wirklich? Man kann es nicht sagen. In einer stürmischen Winternacht wird ein kleiner Junge in einem Buchenwald gefunden. Jeder Mensch wäre erfroren, aber er nicht. Sein Name ist Vindsvalur. Der Vater der Winde ist sein Name, er wurde ihm auf dem Weg gegeben, der Wind hat es der Familie mitgeteilt. Eine grausame Zeit für Mensch und Tier. Die Zeit, in der nur der Starke überleben kann und wird. Es sind die ersten Kontakte des Menschen mit der Natur. Dinge, die Vindsvalur erst lernen wird. Eine Gabe der Götter oder bereits der Vorbote von Gott? Keiner kann diese Frage beantworten. Oder hat Gott verschiedene Namen, die der Mensch erst lernen muss, wer weiß? Es ist auch die Geschichte vom verzauberten Buchenwald, der zu dieser Zeit schon sehr groß und mächtig ist und bedrohlich auf die Menschen wirkt, die um ihn herum lebten. Gewalt und Liebe sind auch ein Paar, welches erkennen muss, dass es nicht zusammenpasst. Der Wind der treue Begleiter von Vindsvalur und einem Traum, den er später haben wird und er nicht wusste, was ihm damit für schwere Last auf seinen Rücken gelegt wurde. Die zauberhafte Alvör (Name einer Elfe), welche ein normales Leben führt, aber nie einen Mann an ihrer Seite will. Listig und schlau erkennt sie die Gefahren und hat eine gefährliche Eigenschaft, ihre Neugierde. Es ist die Zeit der Drachenboote, des Miteinanderlebens an den Fjorden und Fjälls mit ihren Langhäusern. Des Sterbens und Getötetwerdens, der Einsicht und Gnade, der Geburt ihrer Kinder. Des Liebenlernens und Dankens. Des Lebens mit den Tieren des Landes Norden. Und es ist die Zeit des Zeugen der Zeit, des riesenhaften Rotwildbullen, des Königs der Wälder, des Herrschers der Zeit.
Es gibt ihn seit Anbeginn der Zeit. Sein Haus ist der verzauberte Buchenwald. Es ist der Beginn des Reiches Norden, einer Liebe, die es nicht gibt unter den Lebenden, das Ende ist der Beginn von Neuem. Und nun schließt eure Äugelein und träumt was Schönes. In euren Träumen werdet ihr ihn sehen und hören.



Die Fackeln sind seit dem Hof entzündet und weitere Fackeln trägt jeder in seinem Sack auf dem Rücken. Valdis und Skeggi haben etwas zum Essen, Trinken und warme Felle dabei. Sie werden alles nicht brauchen, aber die Vorsicht ist der Hüter des Lebens. Der Tag neigt sich dem Ende zu und beide haben nur noch wenige Meter bis zum Eintritt in den verzauberten Buchenwald. Der ist so dicht bewachsen, dass ein Betreten unmöglich scheint. Man sieht keine einzige Spur, die in den Wald führt, weder von Menschen noch von Tieren. „Ich habe Angst. Wir waren in unserem Leben noch nie so nah an diesem Wald und man hat das Gefühl, als wenn einen tausend Augen beobachten würden“, meint Skeggi. „Ja, aber ich habe keine Sorgen um unser Leben“, kommt es von Valdis. Beide ziehen ihre Fäustlinge aus, um sich gegenseitig an die Hand zu nehmen. Plötzlich neigen sich Zweige und Büsche zur Seite und geben einen kleinen Weg frei. Stärnfall ist schon in den Wald gerannt, sodass die beiden sie gar nicht mehr sehen können. Beide blicken sich an und die ersten Schritte in einem verzauberten Wald beginnen. Der Boden ist mit Schnee bedeckt, aber nicht in der Dichte und Höhe, wie er außerhalb des Waldes liegt. Auch haben alle Äste nach wie vor ihre saftigen grünen Blätter, auf denen immer noch sehr viel Getier zu sehen und zu hören ist. Leichter Bodennebel steigt in die Luft, sodass die Füße teilweise nicht mehr zu sehen sind. Auch ist es hier im Wald viel wärmer als außerhalb. „Denke an die wilden Tiere“, ist ein Gedanke, den Skeggi in sich trägt. Doch hier kann es keine Tiere geben, die irgendjemanden etwas Böses tun möchten. Es ist ein Wald, von dem die Alten immer gesprochen haben. „Der Wald von Thor und Odin“, geht den beiden durch den Kopf. Beiden steigen die Nackenhaare in die Höhe und jeder trägt eine gewisse Achtung und auch Ehrfurcht in sich, aber auch die Angst vor dem Unbekannten, sie spüren, dass sie auf Schritt und Tritt beobachtete werden. Plötzlich sehen sie nur dunkle Schwingen vor ihrem Gesicht – ein riesengroßer Uhu schlägt mit seinen Flügeln und ein lautes Uhu, Uhu geht durch das Geäst. Auf einmal gerät alles links und rechts, oben und unten in Bewegung. Viele kleine Glühwürmchen tanzen vor ihrem Gesicht, der Wald ist in Aufruhr. Beide bleiben wie angewurzelt stehen, ihre Füße sind wie festgewachsen. Knospen wollen vor ihren Füßen das dünne Schneefeld durchbrechen, um den beiden ihr Blütenkleid zu zeigen und das mitten in der beginnenden Dunkelheit. Der Wald verschließt wieder seinen kleinen Zugang. Die Fackeln, die jeder in seiner Hand trägt, werden von beiden noch fester gehalten. „Habt keine Angst, sie sind da!“, ruft der Wind durch die Äste oder sind es die Stimmen der Bäume? Diese haben einen Durchmesser, wie sie Skeggi noch nie gesehen hat. Drei erwachsene Männer, die sich an den Händen halten, könnten sie nicht umfassen. „Folgt eurem Gefühl, sie sind da!“, hört das junge Paar von überall. Alles spricht, doch keiner ist zu sehen, einmal ist es hell, dann wieder dunkel. Valdis dreht sich um und ihm wird klar, dass man sie hier niemals finden würde. Sie zupft an der schweren Jacke Skeggis, aber er sieht nicht zu ihr. Sie erleben etwas, wo sie nicht wissen, ob es einen Morgen für sie geben wird. Sie sehen und hören Bären, Wölfe, Vielfraße, Rehe, verschiedene Vögel und alles, was ein Wald als Heim für seine Freunde bereithält. Die Umgebung scheint Valdis und Skeggi dann aber die Ruhe zu geben und die Angst zu nehmen. Ihre Stärnfall, die wieder zurückgekommen ist, um sie zu holen, steht bei ihnen, sieht sie an, und sie können alles verstehen und hören; „Es hat begonnen, ihr zwei, und ich darf es mit euch erleben. Lange mussten wir alle warten. Aber jetzt kommt, wir werden erwartet“. Sie folgen den Spuren ihres Hundes. Sie gehen noch eine Weile, bis sie einen runden Platz erreichen. In seiner Mitte steht ein Weidenkorb und daneben steht der König der Wälder und sieht beide mit seinen riesengroßen braunen Augen an. Die kreisrunde Fläche ist hell erleuchtet vom Mond. Die Fackeln sind erloschen, Valdis und Skeggi tragen nur noch ein Stumpen Holz in der Hand. Sie bleiben stehen, legen die Reste auf den leicht verschneiten Waldboden und ihre Hände verkrampfen sich ineinander. Valdis löst dann den Griff und macht sich auf den Weg zum König der Wälder. Groß und mächtig steht er neben dem Weidenkorb, sein Schweif schlägt von rechts nach links und aus seinen Nüstern kommt der Hauch von Kälte. Er nimmt die Formen der Zukunft von Skeggi und Valdis an, in der Mitte ist ein Kind und Stärnfall ist auch zu erkennen. Valdis steht vor dem riesigen Haupt und legt ihre Hand wie von selbst darauf. „Wir kennen uns, ich habe von dir geträumt. Wie ist dein Name?“ „Du kennst meinen Namen, ehrenwerte Valdis. Du hast eine bezaubernde Reife erreicht. Vor vielen Wintern hatten wir schon einmal miteinander zu tun. Das ist sehr lange her und ich freue mich dich, euch beide zu sehen. Aber gerne sage ich dir meinem Namen noch einmal. Ich bin der König der Wälder, mein Leben ist unendlich, solange es mich gibt, wird es immer einen Nachfahren von Vindsvalur geben. Wir sind eine Einheit, der eine kann und möchte nicht ohne den anderen leben. Sieh auf meine Seite, dort unten in dem Korb liegt der Mensch, der eine ganz besondere Aufgabe in eurer und unserer Welt haben wird. Eure Aufgabe wird es sein, ihn aufzunehmen und mit eurer Liebe zu erziehen“, kommt es aus den Augen. „Ihr beide kennt seinen Namen, ich habe ihn dir letzte Nacht zukommen lassen und dein Mann Skeggi kennt ihn auch. Das ist sein Name ‚Vindsvalur, der Vater des Windes‘. Fragt nicht, wer seine Eltern sind! Hierauf wird es keine Antwort von mir geben. Die Eltern, die Vindsvalur jetzt hat, sind die ehrenwerte Valdis und der treue Skeggi. Nehmt ihr diese Aufgabe an?“ „Aber wenn wir …“ Ihr werdet keine eigenen Kinder bekommen, das ist euer Schicksal.“ Valdis dreht sich zu Skeggi, der immer noch wie angewurzelt dort steht. Aber seine Augen haben bereits Kontakt zu ihr und dem König der Wälder aufgenommen. Er konnte alles hören, was der riesenhafte Rotwildbulle von sich gegeben hat. „Wir nehmen es an“, spricht er und macht sich auf den Weg zum Korb. Er blickt hinein und nimmt seinen Sack vom Rücken ab, um das Fell zu holen. Himmelblaue Augen sehen ihn an, ein Korb gefüllt mit Heu, aber keine Decke darin. Aber der kleine Vindsvalur friert nicht, er ist etwas Besonderes.
Skeggi geht auf die Knie, hebt den kleinen Mann heraus und wickelt ihn in das Fell. Auch Valdis hat sich zum Korb gedreht und ist auf die Knie gegangen. „Wundert euch niemals über die vielen Dinge, die er machen und tun wird! Lasst ihn es machen, es hat einen bestimmten Grund! Nehmt ihn an wie euren eignen Sohn und ihr werdet reich dafür belohnt werden! Bei Gefahr für Leib und Leben kommt zu uns in den Wald! Baut euer Haus direkt vor unserem verzauberten Buchenwald!“, ist das Letzte, was der König der Wälder sagt, der sich bereits gedreht hat und jetzt tiefer in den Wald hineingeht. Ein letztes Röhren hallt durch den verzauberten Buchenwald. Beide Fackeln stecken im Schnee. Valdis nimmt das Bündel in der Decke an ihre Brust und ihr Gesicht strahlt vor Glück. Sie stehen beide auf, Skeggi nimmt seinen Sack, hebt die Fäustlinge wieder vom Boden auf und begleitet seine Frau auf dem gemeinsamen Weg zum Ausgang des Waldes. In der gesamten Zeit war ihre Stärnfall bei ihnen und gab ihnen die Sicherheit, dass alles in Ordnung ist. Sie hat auch bereits den ersten Kontakt mit dem Vater des Windes, ihrem neuen Herrn. Sie weiß es schon und freut sich auf die Zeit, in der sie ein ganz besonderer Hund sein wird.
„Skeggi, Valdis, wo seid ihr?“, hören sie aus der Ferne und sie wissen, dass sie bereits am Ausgang des Waldes erwartet werden, „Skeggi, Valdis wo seid ihr“, tönt es nur noch wenige Meter vor dem Ausgang. Plötzlich gehen wieder alle Zweige und Büsche ohne Geräusche auseinander und geben somit für die beiden den Weg frei.



Aber sein Vater schaut sofort zu den anderen und das Grinsen verschwindet. Rikissa sieht die beiden Kinder kommen und stupst Gefjun an, auch die anderen Frauen werden aufmerksam. Ein leichtes Lächeln liegt auf den Lippen der Mutter und sie geht den beiden entgegen. „Hier ist Sigur, er macht die ganze Zeit nur Ärger und keiner kann so richtig arbeiten“, kommt es vom Bruder. „Komm her, mein kleiner Mann, bei uns ist es viel schöner und lustiger“, sie geht in die Knie und nimmt ihn für einen Moment auf den Arm. „Lass mich runter, Mama! Hier sind nur Frauen und Mädchen und das ist verdammt langweilig“, entgegnet er trotzig. „Es ist auch Birta im Haus, sie ist genauso alt wie du, schon ganze sechs Winter.“ „Und, sie ist ein Mädchen und Mädchen sind doof.“ „Das reicht jetzt, komme mit rein und vertreibe dir die Zeit bis heute Abend!“, kommt es etwas strenger von Rikissa. Im Langhaus stehen viele Frauen und tratschen miteinander und es ist laut und wild. Es dauert nicht lange, bis sich Sigur von seiner Mutter entfernt und zum nahe gelegenen Wasser geht. Dort findet er auch den acht Winter zählenden Mulinn und dessen Schwester Birta. Er läuft zu den beiden, da er mit ihnen spielen möchte. „Was macht ihr da am Wasser?“, ruft er ihnen zu. „Wir spielen, dass die Drachenboote den Fluss herauffahren“, ruft Mulinn. „Darf ich mitspielen?“, bittet Sigur, als er neben beiden steht. „Zuerst musst du uns sagen, wie du heißt. Und dann solltest du ein Boot mit einem langen Stock haben“, kommt es frech von Birta. „Mein Name ist Sigur. Ich kann doch deines nehmen. Das ist ein Spiel für Männer und nicht für kleine Mädchen“, ist seine vorlaute Antwort. Birta stellt sich vor ihm auf und sieht ihn an. „Das ist mein Holzboot und mein langer Stecken. Von mir bekommst du sie nicht!“ „Das werden wir ja sehen“, kommt es von Sigur und er beginnt, Birta die Dinge wegzunehmen. Bevor Mulinn einschreiten kann, rangeln die beiden am Rande des Teichs, und einer stößt den anderen. Dabei verliert Birta plötzlich das Gleichgewicht und fällt kopfüber in das Wasser. „Bist du verrückt, meine Schwester kann nicht schwimmen“, schreit Mulinn und springt hinterher. Für einen Moment sieht Birta nur noch das Wasser und sie versinkt. Angst breitet sich in ihrem Körper aus, und selbst als ihr Kopf wieder auftaucht, hat sie keine Kraft zu schreien. Alle Sachen, die sie trägt, sind nass und ziehen sie wieder in die Tiefe.
Als Mulinn und Sigur sehen, was geschehen ist, überlegen beide keinen Augenblick. Beide ziehen ihre Jacken aus und springen hinterher. Mulinn kann schwimmen, aber der kleine Sigur nicht, doch er macht sich in diesem Moment keine Gedanken darüber, dass es sein Tod sein könnte. Doch die beiden Knaben wurden beim Sprung in das Wasser von zwei Frauen beobachtet. Diese erkannten die Gefahr, halten mit beiden Händen ihre Schürzen hoch und rennen zum großen Wasser. Inzwischen ist es Mulinn gelungen, Birta aus der Tiefe zu ziehen und ans Ufer zu bringen. Dort nehmen ihm die Frauen das Mädchen ab. Sie legen die Kleine auf den Bauch, klopfen auf ihren Rücken und nach kurzer Zeit beginnt diese zu husten und Wasser auszuspucken. Mulinn hat sofort wieder umgedreht und sucht jetzt nach Sigur. Aber er kann ihn nicht finden. Es scheint, als wäre der Kleine mit seinen Kleidern auf den Grund des Teiches gesunken. Ohne zu überlegen, hält sich Mulinn die Nase zu und taucht unter Wasser, in der Hoffnung, das Kind sehen zu können. Aber genau an dieser Stelle strömt Wasser des mündenden Flusses, der besonders schmutzig ist, ein und verhindert jede Sicht. Jetzt nimmt Mulinn allen Mut zusammen, taucht noch tiefer und tastet mit seinen Händen nach Sigur. Nach wenigen Stößen mit seinen Armen spürt er eine Masse, die weich und groß ist. Er packt sie mit beiden Händen und zieht sie mit allem, was ihm an Kraft zur Verfügung steht, an die Oberfläche und beide Köpfe kommen zum Vorschein. Dann hört Mulinn auch das wilde Durcheinander, das am Ufer im Gange ist.


Die letzten Worte von Valdis an Vindsvalur.

„Komm her, mein Sohn, ich möchte mit dir sprechen. Es ist die Zeit gekommen, dass ich von dieser Welt Abschied nehme.
Nimm mein altes Haupt in deinen Schoß und streiche mir über die Haare, lass mich deine warmen Hände spüren!
Ich bin schon sehr alt geworden und ich spüre, dass meine Zeit auf diesem Platz auf der Erde zu Ende geht.
Mach dir keine Sorgen, mein Weg war steinig und hart, ich habe Dinge gesehen, die so mancher nie sehen wird!
Aber alles, was ich erlebte habe, hat dazu beigetragen, dass du, mein Sohn, jetzt so bist.
Aufrecht und stolz, bereit mit mir den letzten Gang zu gehen.
Ich trage keinen Schmerz in mir, nur den Wunsch, dass alle, die noch hier sind, ein aufrechtes Leben führen werden.
Das wünsche ich mir, aber ich weiß, dass dies auch der Fall sein wird.
Ich habe dich erzogen, nach dem besten Wissen, das mir zur Verfügung stand.
Und ich bin eine stolze Frau. Nein, das stimmt nicht. Ich bin so stolz wie kein anderer Mensch auf dieser Welt.
Dich meinen Sohn zu nennen, war das schönste Geschenk, das ich erhalten durfte.
Mein Platz wird für immer in deiner Nähe und bei allen Kindern sein, welche dir geboren werden, bei Kindern und Kindeskindern.
Streichle jetzt mein Haupt und sprich mir etwas in mein Ohr. Ich werde meine Augen schließen und nicht wieder öffnen.
Deine Tränen sind nötig für den letzten Schritt, den wir beide gemeinsam jetzt vollführen.
Lass deinen Tränen freien Lauf, sie bringen mich in meine Welt! Die später auch deine Welt sein wird. Wir werden auf jeden Einzelnen aus unserer Familie warten. Die ganze Zeit.
Ich spüre und rieche dich wie damals, als ich dich mit deinem Vater aus dem Wald holte.
Es tut so gut, dich zu riechen, es ist deine Nähe, die es mir einfach macht.
Danke, dass es dich gibt, mein Sohn!
Lasse mich in Ruhe schlafen.
Ich höre das Röhren meines Vaters im Buchenwald.
Ich komme Vater, ich komme“, sind ihre letzten Worte.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 446
ISBN: 978-3-99038-518-0
Erscheinungsdatum: 29.07.2014
EUR 24,90
EUR 14,99

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