Sonstiges & Allerlei

Man ist nur verloren wenn man sich selbst aufgibt

Christina Schriebl

Man ist nur verloren wenn man sich selbst aufgibt

Leseprobe:

Vorwort



Resilienz ist die innere Kraft, die ein Mensch hat,
um schwierige Situationen des Lebens zu meistern und
nach Krisen und Schicksalsschlägen wieder
zu Zufriedenheit und Glück zurückzufinden.

In meiner Arbeit als Psychiaterin und Psychotherapeutin begegne ich seit Jahren vielen Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Ich darf an ihren Erzählungen teilhaben, und man gewährt mir einen Einblick in ganz persönliche Gefühlswelten. Ich bin immer wieder berührt von den Schicksalen, die Menschen erleiden, und es fasziniert mich die Fähigkeit, wie es gelingt, aus den Tälern des Lebens unbeschadet oder sogar gestärkt herauszufinden.
Frau Schriebl durfte ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Psychiaterin kennenlernen. In unserem Gespräch war es ihr Wunsch, die bestehende antidepressive Medikation zu prüfen. Wir kamen jedoch schnell auf ihre bewegende Lebensgeschichte zu sprechen, die wir in dieser Stunde natürlich nur oberflächlich streifen konnten, doch ich blieb beeindruckt zurück. Resilienz ist das Wort, das mir einfiel – die innere Kraft. Es werden viele Forschungen in diese Richtung gemacht. Warum sind manche Menschen, trotz widriger äußerer Faktoren und fehlender Unterstützung, so positiv? Wie kommt es, dass sie sich gut entwickeln und nach Rückschlägen immer wieder auf die Beine kommen? Es gibt Faktoren, die für Resilienz begünstigend sind, doch es ist uns immer noch nicht klar, wo sie letztendlich herkommt: die Kraft, die manchen Menschen innewohnt, aus widrigen Umständen etwas Gutes zu machen – nicht zu verzweifeln und verbissen oder verhärmt mit dem Schicksal zu hadern. Frau Schriebl strahlte diese Kraft in unserer Begegnung für mich aus. Deshalb sprach ich sie auch darauf an, dass ihre Lebensgeschichte erzählt gehörte, weil sie vielen Mut geben könnte. Und so hat sie nun dieses Buch geschrieben.

„Gib jedem Tag die Chance,
der schönste deines Lebens zu werden.“
(Unbekannt)
Dr. Elke Schnabl










Hallo liebe Leser!



Sie haben sicher schon öfter gehört: „Du hast schon viel erlebt, du könntest ein Buch schreiben.“ Es ist noch nicht lange her, dass ich bei einer Fachärztin war, die mich nicht kannte. Ich wollte ein Medikament absetzen und hätte gerne gewusst, was sie davon hält. Nach einem kurzen Einblick in mein bisheriges Leben meinte sie, ich sei für sie resilient, das bedeutet psychisch widerstandsfähig. Ob ich schon daran gedacht hätte, über mein Leben zu schreiben, es würde sicher einigen Menschen Mut machen. Da mir diese Frage schon mehrmals gestellt wurde, habe ich schließlich wirklich darüber nachgedacht. Doch das alleine ist nicht der Grund, über mein Leben zu schreiben, ich erwarte mir dadurch auch eine Erleichterung bei der Verarbeitung noch bestehender Belastungen und Probleme. Mit ein Grund ist auch meine Zeit auf der Intensivstation. Ich habe mich so allein gelassen gefühlt, mit meinem Körper, der zu nichts mehr in der Lage war. Deshalb wäre es schön, wenn ich dem einen oder anderen, der vielleicht auch einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, Mut machen und Ansporn geben könnte. Glücklicherweise bin ich mit sehr wichtigen, positiven Eigenschaften wie Stärke und Ausdauer ausgestattet, und sehr gute Therapeuten haben es mir möglich gemacht, wieder ein durchwegs schönes Leben zu leben.
Ich heiße Christina, bin 50 Jahre alt, geschieden, seit 21 Jahren in Pension. Bin Mutter dreier Töchter im Alter von 32, 30 und 27 Jahren, sowie Großmutter von vier süßen Enkeln, sechs-, vier- und zweijährig.










Verlorene Kindheit



Ich wurde am 14.06.1968 geboren. Vier Schwestern hatte ich bereits und meine Brüder, Zwillinge, kamen am 13.06.1970 zur Welt. Die ersten drei Mädchen wurden meinen Eltern schon im Kleinkindalter abgenommen. Mein Vater war Alkoholiker, der nicht viel von Arbeit hielt, meine Mutter unfähig für jede Hausarbeit. Somit konnte keine Basis für ein intaktes Familienleben geschaffen werden. Zu Hause waren nun meine um drei Jahre ältere Schwester, ich und meine Brüder. Meine Schwester hatte motorische Probleme, die man beim Laufen bemerkte, und ein leichtes Sprachproblem, weswegen sie in ein heilpädagogisches Heim gebracht wurde. Dort wurde ihr ihre älteste Schwester vorgestellt, die schon längere Zeit in diesem Heim war. In den Ferien durfte sie nach Hause kommen, worüber ich mich sehr freute, doch zum Schulbeginn im September hieß es wieder retour ins Heim, was ich gar nicht verstand und mich immer sehr traurig machte. Mit sechs Jahren wurde ich wie jedes Kind eingeschult. Meine Brüder kamen zwei Jahre später in dieselbe Schule. Da sie sich nicht so unauffällig benahmen wie ich, ging die Behörde den Unstimmigkeiten in der Schule nach und kam zu dem Schluss, einen der Buben in ein Heim für schwer erziehbare Kinder zu geben und den zweiten auf einen Pflegeplatz. So, nun war ich alleine. Da ich ein unproblematisches Kind war, dürfte man davon ausgegangen sein, dass meine Eltern mit mir kein Problem hatten, was ja auch stimmte. Das Problem hatte ja ich.
Ich musste regelmäßige Misshandlungen meiner Mutter, die schon alleine mit ihrer schlechten Ehe überfordert war, hinnehmen. Wenn ich vor ihr auf dem Boden lag, hat sie noch auf mich eingetreten. Aus lauter Angst machte ich mir die Hose nass, die sie mir dann zur Strafe über den Kopf gezogen hatte. So ließ sie mich einige Zeit sitzen, was in diesem Moment das Schlimmste für mich war. Immer wieder meinte sie anderen gegenüber, wie brav ich sei, zu Hause und in der Schule, wie stolz sie darüber wäre.
Nicht nur einmal versuchte meine Mutter sich das Leben zu nehmen. Wenn mein Vater spät in der Nacht betrunken nach Hause kam und den Großteil seines Gehaltes im Gasthaus beim Kartenspielen verloren hatte, kam es immer wieder zu heftigen Streitereien. Handgreiflichkeiten waren keine Seltenheit. Wir Kinder wurden bei dem Lärm wach, was meine Eltern nicht davon abhielt weiterzustreiten. Mein Vater war meiner Mutter im alkoholisierten Zustand bei Weitem unterlegen. Wir Kinder standen dicht aneinandergedrängt und haben aus lauter Verzweiflung geschrien, sie sollten doch bitte aufhören. Immer wieder riefen wir: „Bitte Mama, hör auf!“ Irgendwann, nach so einem heftigen Streit, nahm meine Mutter eine Menge Schlaftabletten. Sie lag im Bett, neben ihr die leeren Medikamentenschachteln. Mein Vater informierte uns und sagte: „Sie möchte keinen Arzt, sie will sich nicht helfen lassen.“ Wir weinten, wir waren hilflos, wir wollten unsere Mutter nicht verlieren. Sie lag schweigend im Bett, das Einzige, was sie auf unser Flehen hin entgegnete, war: „Das habt ihr eurem Vater zu verdanken.“ Es waren Minuten, die mir wie Stunden vorkamen. Irgendwann willigte meine Mutter dann doch ein, die Rettung zu rufen.
Die Verwandtschaft meines Vaters wohnte nicht weit von uns entfernt. Gelegentlich besuchte er sie. Ich musste immer auf dem Sozius seines Mopeds mitfahren. Bei den Besuchen wurde stets viel Alkohol getrunken und zum Abschluss beim Kartenspiel im Gasthaus griff er auch nicht zur Limonade. Damals war ich ungefähr sechs oder sieben Jahre alt, müde und hätte schon ins Bett gehört, doch das spielte keine Rolle für ihn. Der Wirtin tat ich immer leid, sie gab mir Schokolade oder Schnitten. Irgendwann hatte er dann genug und wir fuhren nach Hause.
Auf dem Heimweg bog mein Vater von der Straße ab, in den Wald hinein. Er verging sich an mir. Ich weiß bis heute nicht, wie weit mein Vater ging. Ich kann mich nur erinnern, dass er mich aufforderte, zärtlich mit seinem Glied zu spielen. Der Geruch seines Körpers hat mich sehr lange verfolgt. Bevor wir nach Hause fuhren, redete er eindringlich mit mir und meinte: „Du darfst niemandem etwas sagen, ansonsten musst du auch ins Heim, wie deine Geschwister.“ Ich habe geschwiegen, weil ich mir gedacht habe, dass mein Vater schon wissen würde, was richtig ist. Ungefähr drei Jahre musste ich diesen Missbrauch über mich ergehen lassen. Eines Abends verfolgte mein Vater ein Fußballspiel im Fernsehen. Meine Mutter sah sich bei einer Nachbarin einen Film an und kam früher zurück, als er angenommen hatte. Als er Geräusche vernahm, schickte er mich rasch in mein Bett. In der Hektik vergaß ich mein Nachthemd, das meine Mutter entdeckte und ihr die Augen öffnete. An diesem Abend fand mein Martyrium ein Ende. Jahre danach kam es zwischen mir und meinem Vater zum Streit. Auf meine Frage, wieso er mir das angetan hatte, entgegnete er mir, dass er mir nur zeigen wollte, wie man Kinder zeugte. Ich könnte heute eine Rückführung machen, wodurch unter Umständen Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein wieder hervorgeholt werden würden. Doch damit würde ich mir selber schaden. Mich belastet es zurzeit nicht, deshalb lasse ich es auch ruhen.
Meine Eltern lebten von der Kinderbeihilfe, damit musste alles bestritten werden. Für meinen Bruder, der im Heim war und als schwer erziehbar galt, erhielten meine Eltern sogar die doppelte Kinderbeihilfe. Oftmals wurde der Strom abgezwickt, weil der Rückstand schon zu groß war. Da es immer wieder Mietrückstände gab, mussten wir dann doch ausziehen. Mein Vater kochte ab und zu, sonst gab es nur Brot mit Butter und Marmelade. Weihnachten, Ostern oder Geburtstage gab es für uns nicht. Wir lebten zu der Zeit auf dem Land und zogen dann in Stadtnähe. Damit wurden meine Probleme noch größer, in der Schule wurde ich nicht akzeptiert. Ich hatte kaputte Zähne und musste Kleidung und Schuhe meiner Schwester nachtragen. Meine Leistungen in der Schule wurden schlechter. Nach dem Wechsel von der Volks- in die Hauptschule stand ich in Mathematik auf einem Genügend. Doch nach der Wiederholung der ersten Klasse lief alles gut. Ich mochte meinen Klassenvorstand sehr gerne, mein Selbstvertrauen wuchs, ich war nun alle Jahre Vorzugsschülerin und ging alleine zum Zahnarzt. Zwei meiner Zähne waren nicht mehr zu retten und mussten herausoperiert werden, was sehr schlimm für mich war, denn es ging um Schneide- und Eckzahn. Nach der Schule machte ich eine Kellnerlehre. Mit der ersten Lehrlingsentschädigung ließ ich mir vom Zahnarzt eine Zahnprothese anfertigen. Die Kosten dafür konnte ich auf zweimal begleichen. Später ersetzte ich das Provisorium durch Stiftzähne. Bald darauf lernte ich den Vater meiner Kinder kennen und fuhr mit ihm auf Wintersaison ins Zillertal. Nach Saisonende, wir waren schon wieder zu Hause, bemerkte ich meine erste Schwangerschaft. Wir freuten uns sehr darüber, bald eine kleine Familie zu sein, zogen zusammen, hatten oft Geldnot, doch irgendwie bekamen wir es immer hin. Als unsere Tochter auf der Welt war, wurde unser Leben zusehends schwieriger. Wir beschlossen mit meinen Eltern zusammen in eine Neubauwohnung zu ziehen. Die Kosten für die Wohnung teilten wir uns, ich konnte auch arbeiten gehen und so für ein eigenes Heim sparen. Doch Führerschein, Auto und mal ein Urlaub, das kostete Geld. Unsere zweite Tochter wurde geboren. Ich blieb ein Jahr zu Hause und ging dann wieder arbeiten. Mein Vater war zwischenzeitlich verstorben. Ich hatte ihn sowieso kaum gesehen. Drei Schlaganfälle und Lungenkrebs hatten ihn bettlägrig gemacht.
Mein Exmann war des Öfteren arbeitslos, somit war ich diejenige, die für die Familie sorgte. Da er sich zu viele Freiheiten herausnahm und ich sehr selbstständig war, reichte ich schließlich die Scheidung ein; ich habe immer sehr spontan reagiert, hatte vor nichts Angst und stand mit beiden Beinen im Leben. Aber ich liebte meinen Exmann immer noch. Nach der Arbeit ging ich öfter etwas trinken, und als ich ihn mit einer anderen gesehen hatte, wollte ich ihn unbedingt wiederhaben. Wir fanden auch wieder zueinander und hatten vor, noch mal von vorne zu beginnen. So kam noch unser Versöhnungskind, unsere dritte Tochter, zur Welt. Er fand eine Firma, in der er dann auch blieb. Wir waren glücklich. Ja, es passte wirklich alles. Wir hatten sogar noch mal geheiratet. Nach der Geburt unserer dritten Tochter blieben wir noch vier Jahre in der Wohnung, waren aber schon lange auf der Suche nach einem Haus. Endlich, ein paar Ortschaften weiter war ein Bungalow zu mieten. Wir sahen ihn uns an, er gefiel uns und wir unterschrieben den Mietvertrag. Die Zeit des Umzugs nahte, mir schien alles perfekt. Für unseren Yorkshire Terrier zäunten wir die Wiese ein, damit er im Freien herumtollen konnte. Das war meine letzte Tätigkeit im Haus, an die ich mich erinnere. Am Wochenende hatte ich frei. Wir fuhren zu meiner Schwester, um bei der Heuarbeit zu helfen. Ich hatte sie Jahre zuvor kennengelernt. Wir haben gelegentlich telefoniert und uns manchmal sogar gesehen.









Der Tag, der mein Leben aus der Verankerung riss!



Nach der Heuarbeit fuhren wir zum Buschenschank, um uns bei einer guten Jause zu stärken. Ich sehe mich noch heute in der Dusche meiner Schwester stehen, doch an alles, was danach geschah, habe ich keine Erinnerung. Laut Erzählung meines Mannes waren wir auf einer Bergstraße ohne Verkehr unterwegs. Im Auto waren meine Schwester, die auch gefahren ist, am Beifahrersitz saß ich, hinter mir mein Mann und neben ihm mein Bruder. Es war der 10.07.1995, ein sehr schöner Sommertag. Um etwas Luft ins Auto zu lassen, drehte ich die Autoscheibe runter und hielt den rechten Arm raus. Zur selben Zeit unterhielt sich meine Schwester mit meinem Mann, plötzlich verriss sie aus reiner Unachtsamkeit das Lenkrad und wir stürzten siebzig Meter ab. Meine Kinder befanden sich Gott sei Dank nicht im Auto, sie waren ein Auto vor uns, im Wagen meines Schwagers. Ich möchte noch bemerken, dass ich als Einzige angegurtet war. Durch das mehrmalige Überschlagen hatte ich mir den Kopf angeschlagen und verlor sofort das Bewusstsein. Mein Bruder wurde durch die Heckscheibe geschleudert, dabei erlitt er einen Schleimbeutel am Arm, meine Schwester kam mit einer Schulterverletzung davon, mein Mann hatte lediglich Schnittwunden an den Beinen und natürlich Prellungen. Er schaffte es auszusteigen, was gar nicht so einfach war, denn das Auto war mit Stacheldraht umwickelt. Sofort schaute er nach mir und transportierte mich vom Auto auf die Wiese. Zweimal musste er mich wiederbeleben, dann hieß es warten auf den angeforderten Hubschrauber. Der brachte mich ins LKH nach Graz auf die Intensivstation der Chirurgie, wo man mich in den Tiefschlaf versetzte. Mein rechter Oberarm, den ich zum Fenster rausgehalten hatte, war unters Auto geraten und ich hatte dadurch eine böse Fraktur erlitten. Ich wurde am Arm operiert, verplattet. Folgende Diagnose wurde gestellt: schweres Schädel-Hirn-Trauma, Hemiparese rechts (Halbseitenlähmung), ausgeprägte Ataxie, Hypotonie. Für die folgenden drei Wochen versetzte man mich in einen Tiefschlaf, damit sich mein Körper, insbesondere mein Kopf beruhigen konnte. Meine Schwester, die den Unfall verursacht hatte, nahm meine Kinder für ein paar Tage zu sich, kurz darauf brachte man sie zu meiner um drei Jahre älteren Schwester, die meinen Kindern auch etwas vertrauter war. Mein Mann wurde im Krankenhaus versorgt, unterschrieb einen Revers und fuhr nach Hause. Mein Kampf ums Überleben hatte begonnen. Drei Tage war nicht klar, ob ich diese schwere Kopfverletzung überleben würde. Nach drei Tagen war die kritische Zeit überstanden, ich war im Tiefschlaf, doch mein Zustand hatte sich stabilisiert. Noch vor dem Aufwecken verlegte man mich auf die Intensivstation der Nervenklinik. Man versuchte mich nach drei Wochen aufzuwecken, doch mein Körper wehrte sich, ich bekam Streckkrämpfe; erst beim dritten Versuch hat es dann geklappt. Da ich hauptsächlich nachts gearbeitet hatte, wurde mein Körper auch nachts aktiv. Ich trat so heftig zum Bettrand, dass ich mir dabei Zehen brach, tagsüber schlief ich friedlich. Als ich schön langsam munter wurde, wusste ich einfach gar nichts, weder wo ich bin, noch was passiert war. Wieso lag ich im Krankenhaus, angeschlossen an Maschinen? Mein Bett stand am Fenster, auf der Fensterbank stand angelehnt ein Pappkarton, auf dem Fotos befestigt waren. Ich sah alles doppelt, dadurch brauchte ich sehr lange, um zu erkennen, wer auf den Fotos war. (Doppelbilder hatte ich ungefähr 18 Monate.) Drei Kinder waren abgelichtet, ein Mann und ich. Wer waren diese Leute? Ich kannte sie nicht. In der Aufwachphase bekam ich Besuch, ich weiß noch heute, wie ich damals empfunden habe, ich war zornig, wirklich sehr wütend, trat wieder heftig an den Bettrand; ich wollte nicht, dass man mich so sieht, fühlte mich derart ausgeliefert. Ich wünschte mir, dass sie sofort gingen, was dann auch der Fall war.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 52
ISBN: 978-3-99064-380-8
Erscheinungsdatum: 28.11.2018
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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