Sonstiges & Allerlei

E Pluribus Unum – Eine Reise in die Vergangenheit

John Cheyne

E Pluribus Unum – Eine Reise in die Vergangenheit

Leseprobe:

Walk-in


Man sagt, dass Seelen im menschlichen Körper auf die Welt kommen und einige Aufgaben im Gepäck haben, um sich weiterentwickeln zu können. Wenn eine Seele nun alle ihre Aufgaben erfüllt hat, gibt es für den fleischlichen Körper zwei Möglichkeiten:
1. Die Seele kehrt zu ihrer „Heimat“ zurück und bereitet sich auf die nächste Reinkarnation vor. Der Körper stirbt.
2. Die Seele übergibt einer anderen Seele ihren fleischlichen Körper, weil er sich für die Aufgaben der neuen Seele sehr gut eignet (in der Natur werden keine Ressourcen vergeudet). Die neue Seele übernimmt dann in einem Annäherungsprozess, den ich gerne als „download“ bezeichne und der etwa fünf Jahre andauern kann, den Körper. Das ist der sogenannte Walk-in (Hineingehen). In diesem Prozess vereint die Seele sich mit dem Körper, setzt eigene Interessen um und erschafft neue Verknüpfungen im Gehirn und in den Energiekörpern. Man kann sich das in etwa so vorstellen, wie bei einem Neugeborenen. Das Kind benötigt ebenfalls etwa vier bis fünf Jahre, um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, in der es sich seiner selbst bewusst ist. Vermutlich ist es sogar dasselbe Prinzip. Der Wunsch der neuen Seele, ihre Persönlichkeit im Körper frei zu entfalten, sorgt natürlich für einige Veränderungen und Verwirrungen, weshalb die meisten Walk-ins sich des Prozesses nicht bewusst sind. Dies ist ein reiner Selbstschutz. Sie wundern sich lediglich, dass irgendetwas völlig anders ist als vorher. Es ist auch nicht wichtig, ob man es weiß oder nicht. Wichtig ist, dass man man selbst ist oder beziehungsweise wieder wird. Man braucht einfach nur dem Fluss zu folgen, den die eigene Seele vorgibt. Mit anderen Worten: Hören Sie mehr auf Ihr Bauchgefühl.
Es gibt Bücher, die sagen, dass der Wechsel der Seelen meist in Verbindung mit einem Unfall vollzogen wird oder einem anderen traumatischen Erlebnis. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, im Gegenteil. Gerade, wenn man sich bewusst für den Walk-in entscheidet oder den Prozess bewusst wahrnimmt, verläuft der Tausch wesentlich ruhiger.
In diesem Fall bemerkt man, wie die neue Seele für einige Zeit (Stunden oder Tage) in den Körper schlüpft, um ihn auszuprobieren. Für diese Zeit hat man das Gefühl, buchstäblich neben sich zu stehen. Man reagiert in gewissen Dingen auch völlig anders als sonst. Ist die neue Seele zufrieden und fühlt sich wohl, wird der Tausch besiegelt; am ehesten wird er durchgeführt, wenn der Körper schläft. Es ist von Vorteil, wenn das Tagesbewusstsein ruht. Von dem Moment des Tauschs an bemerkt man die neue Seele, wie sie halb in einem und halb außerhalb zu sein scheint.
Man spürt diese neue Persönlichkeit, und je mehr sie in den Körper „ge-downloaded“ wurde, desto mehr verschwindet das Gefühl.
Sie spüren Ihre eigene Haut schließlich auch nicht, wenn sie nicht gerade berührt wird oder juckt. Genauso wenig spürt man das eigene Wesen.
Man sieht die Konsequenzen und Entscheidungen, erlebt die Bedürfnisse und Emotionen, aber es ist etwas anderes, einem Menschen gegenüberzustehen oder eben dem Wesen ohne Körper.
Wenn Sie ein Walk-in sein sollten oder einen kennen, wundern Sie sich also nicht, wenn er plötzlich – quasi über Nacht – keinen Spinat mehr mag, seine Wohnung komplett umgestaltet oder einen gänzlich anderen Kleidungsstil bevorzugt. Es kann passieren, dass heiß geliebte Interessen über Nacht verschwinden und man am nächsten Tag davorsteht und sich fragt, wieso man sich je dafür interessiert hat. Das kann dann schon mal recht teuer werden. Umgekehrt kann es sein, dass man aufwacht und plötzlich den unbändigen Zwang hat, Pferde zu reiten. Diese Neuerungen treten zwar plötzlich auf, sind jedoch von Dauer. Wenn Sie sich also ein teures Pferd gekauft haben, so kann ich Sie beruhigen. Sie werden es auch noch in Jahren mögen. Das ist auch ein Unterschied zu diversen psychischen Erkrankungen, in denen plötzliche Veränderungen nur von kurzer Dauer sind bzw. mehr oder weniger unbewusst herbeigerufen wurden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ein Walk-in, der plötzlich Spinat total furchtbar findet, obwohl er ihn gestern noch liebte, und seinen Jahresvorrat entsorgt, wird das nicht tun, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Er wird den Spinat heimlich und kopfschüttelnd entsorgen und hoffen, dass die Nachbarn nicht komisch über den Gartenzaun gucken.
Folgen Sie ruhig dem inneren Zwang, solange er nicht durch eine Krankheit ausgelöst wurde, oder unterstützen Sie diese Person.





Zu meiner Person


Ich bin tatsächlich Krankenpfleger. Schon immer interessierte ich mich dafür, wie die Welt und das Universum wohl funktionieren könnten. Ich beschäftige mich deshalb mit den unterschiedlichsten Themen, die es mir ermöglichen, einen Einblick in ein weitgefächertes Spektrum unseres Daseins zu erhalten.
Mein Ziel ist es, die Wahrheit zu finden, was nicht immer einfach ist, weil jeder Mensch seine eigene Wahrheit in sich trägt. Ich bemühe mich, verschiedene Sichtweisen einzunehmen, um meinen Horizont zu erweitern.
Bin aber genauso ein sturer Realist, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht und längst nicht alles glaubt, was man ihm erzählt. Darum mag ich es, Aussagen verifiziert zu sehen, und bin motiviert, dies auch – und vor allem für mich – umzusetzen.
Gerade bei spirituellen Themen ist dies scheinbar unmöglich, zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Geht es in der Spiritualität primär um den Glauben an sich, geht es in meiner Welt eher um das Wissen, wieso etwas so ist, wie es ist. Was ich nicht weiß, wird durch meine Intuition ausgeglichen. Diese sehe ich als natürlich an.
Durch die jahrelange Recherche für dieses Buch habe ich jedoch einige Indizien sammeln können, die leider nicht alle erwähnt werden konnten, die es aber sehr wahrscheinlich machen, dass es so etwas wie Reinkarnation und Walk-in gibt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass meine Ansammlung an Indizien in den meisten Fällen dafür spricht und nur in wenigen Ausnahmen dagegen. Das finde ich auch heute noch faszinierend. Dennoch werde ich weiterhin versuchen, logische Erklärungen dafür oder dagegen zu finden.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim weiteren Lesen.





Der vergessene Krieg


Ich fuhr gerade, wie so oft, am frühen Morgen mit meinem Fahrrad die Hauptverkehrsstraße entlang, um zu meiner nächsten Patientin zu kommen. Für Pflegepersonal in der ambulanten Pflege war das die Normalität. Im Großstadtdschungel war man mit dem Fahrrad einfach schneller unterwegs.
Die Sonne ging gerade auf und tauchte alles in ein angenehmes blaues Licht. Es war schon recht mild, zumindest, wenn man sich sportlich betätigte. Trödeln durfte man in der ambulanten Pflege nicht, denn jeder Arbeitsabschnitt war zeitlich genau vorgegeben. Pflegezeit und auch die Fahrzeit. Natürlich waren rote Ampeln nicht mit einkalkuliert, also musste man schneller fahren, sobald man durfte.
„Jedes Mal an dieser Kreuzung schlägt diese verdammte Ampel auf Rot um!“, fluchte ich in Gedanken. Wie ich bereits erwähnte, war es noch sehr früh am Tage, und mein Körper hätte gerne noch zwei bis drei Stunden länger geschlafen. Ich hielt also an, gezwungenermaßen.
Auf die nächste Grünphase wartend, beobachtete ich den Verkehr jenseits der Kreuzung, da, wo ich gleich hinmusste. Unglücklicherweise war heute wieder Wochenmarkt, der den ohnehin nicht sehr breiten Radweg um einige Zentimeter verkleinerte. Aber das war nicht so sehr das Problem, sondern die Leute, die, ohne auf die Straße zu gucken, einfach aus den kleinen Zwischenräumen der geparkten Lieferwagen mitten in den laufenden Verkehr rannten. Wobei „rannten“ reichlich übertrieben war. Es glich eher einem gemütlichen Sonntagsspaziergang, zusammen mit der fußkranken Großmutter, die mit ihrem Rollator in jeder Unebenheit der Straße hängen blieb. Die Fußgänger kümmerten sich in der Regel nicht um den Verkehr, man hatte sich ihnen anzupassen, nicht umgekehrt. Meine Laune kam im Keller an.
Wenigstens war kaum eine Wolke am Himmel zu sehen, nur ein paar kleine Fetzen. Seit ein paar Tagen hielt sich der Frühling mit schönstem Wetter über der Stadt.
Es war einfach angenehmer, wenn es nicht regnete, während man auf die Grünphase wartete. Ich bemerkte, wie schnell sich die kleinen Wölkchen verfärbten und langsam rosa wurden.
„Grün!“ Ich trat, wie von einer Tarantel gestochen, in die Pedale, und fuhr los.
Auf der Höhe des Marktes reduzierte ich meine Geschwindigkeit wieder und rechnete mit besagten Spaziergängern. Ich achtete auf jeden Zwischenraum der Autos und Lkw, als mir plötzlich etwas passierte, was ich mir nicht erklären konnte.
Ich, der bodenständige Realist, hätte niemals damit gerechnet, doch nun sollte ich etwas erleben, was gänzlich gegen meine Einstellung ging.
Irgendetwas oder irgendwer zog mich binnen eines Wimpernschlages in eine Art Trance. Ich fühlte, wie ich regelrecht seitlich aus mir herausgezogen und die Straße, die ich eben noch sah, von einer anderen Szenerie überlagert wurde. Ich befand mich plötzlich mitten im Koreakrieg!
Ich wusste es einfach. Mich überrollte ein Wall unlogischer Gefühle, die allesamt zu dem passten, was ich gerade sah, jedoch nicht zu mir, dem Krankenpfleger, der eigentlich gerade Fahrrad fuhr. Außerdem war ich viel zu jung, um im Koreakrieg gewesen sein zu können. Und dennoch sah ich nun dieses Bild vor mir, welches sich absolut real anfühlte. Ich stand knöcheltief mit meinen Stiefeln im Schlamm, auf etwas, was eine Straße darstellen sollte. Der Weg war unbefestigt, und es hatte scheinbar wochenlang geregnet. Aus der Grasfläche, sollte je eine dort gewesen sein, wurde die reinste Schlammstraße. An den Seiten war die Grasfläche noch relativ intakt, aber auch total aufgeweicht.
Es war sehr trüb und ziemlich dunkel. Nebel hing über dem Boden. Mir war nicht klar, ob es aufgrund der tief hängenden Regenwolken so dunkel war oder aufgrund der Uhrzeit. Die Gegend war recht hügelig, teilweise sogar leicht bergig. Ich schaute nicht genau hin, weil mein Fokus auf dem stehenden Militärtransporter lag, hinter dem ich stand.
Es war ein altes Auto, nach heutigen Maßstäben, zu der Zeit in der Trance war es jedoch ein Standardgefährt. Die groben Reifen waren derart mit Schlamm und Dreck verschmutzt, dass man das Gummi kaum noch sehen konnte. Ein Wunder, dass der Transporter nicht stecken geblieben war.
Ich hatte eine einfarbige, grüne Militäruniform an, wie meine anderen Kollegen, die mit mir dabei waren, den Transporter zu beladen. Unsere Uniformen sahen nicht mehr aus wie frisch aus dem Katalog. Wir waren mehr oder weniger komplett durchweicht, und durch den ganzen Dreck hatten wir die perfekten Tarnfarben am Leib. Auch die Art von Regenjacke nützte nicht sehr viel.
Sie erkannten mich als einer der Ihren und reagierten, als sei nichts Besonderes geschehen, außer der übliche Wahnsinn, mit dem sie seit geraumer Zeit zu kämpfen hatten. Es wurde nicht viel geredet, und die Stimmung war dem Wetter angepasst.
Ich war gerade dabei, ihnen zu helfen, obwohl ich den Eindruck hatte, aus einer anderen Einheit zu stammen. Vielmehr, ein anderes Aufgabengebiet zu haben. Aber wir mussten und wollten hier weg, so packte jeder mit an.
Verdutzt schaute ich mir die Szenerie an, es war, als hätte ich just eine Zeitreise gemacht. Wir beluden den Transporter bei laufendem Motor. Die schwarze Abgaswolke umhüllte uns und vermischte sich mit dem Nebel zu einer unangenehmen Geruchswolke. Mir stiegen die Autoabgase des laufenden Motors in die Nase. Ein Albtraum im Vergleich zu heutigen gefilterten Abgasen.
Sogar das Ladegut, welches ich nach einer kurzen Pause, nur um mich kurz umzusehen, auf die Ladefläche schob, hatte einen eigenen Geruch. Es roch metallisch und ölig. Es waren relativ kleine und mittelgroße Boxen aus Holz und Metall, die wir auf die Ladefläche schoben, wo sie von einem Soldaten in Empfang genommen und sortiert wurden, damit mehr hineinpasste und nichts verrutschte.
Im Inneren des Transporters war es recht dunkel, es gab kein Licht, doch ich erkannte neben dem dunklen Umriss des Soldaten auch eine waagerechte Struktur an den Wänden, vermutlich hölzerne Querstreben, die am metallischen Gerüst angebracht waren. Die Ladefläche wurde mit einer dicken grünen Plane, die über dem Gerüst hing, verdeckt. Innerlich seufzend half ich weiter. In mir verspürte ich ein Gefühl der Kälte und des Unwohlseins. Es war ein nasskaltes Wetter, und ich wollte nur noch weg von diesem schrecklichen Ort. Genau wie die anderen.
Plötzlich war ich wieder auf der Hauptverkehrsstraße, im Trockenen. Kein Schlamm und Regen weit und breit. Obwohl die Szene in Korea einige Sekunden oder sogar Minuten zu dauern schien, war es so, als hätte ich mich mit meinem Fahrrad keinen Zentimeter weit bewegt. Es war, als hätte mich jemand von der Straße weggeholt, in die 1950er-Jahre nach Korea gebracht und dann wieder zurück in die Gegenwart geschoben, an dieselbe Stelle, von wo ich weggeholt worden war. Mir schoss das mir unbekannte Wort „Elohim“ durch den Kopf, ich vergaß es jedoch schnell wieder, weil ich mit den erlebten Eindrücken erst einmal klarkommen musste.
Mit wackeligen Knien und Übelkeit, bedingt durch die Abgase und den schrecklichen Ort, fuhr ich die letzten Meter zu meiner Patientin, die in einem Mehrparteienhaus wohnte. Nachdem ich das Fahrrad abgeschlossen hatte, ging ich die Treppen hinauf zum Eingang.
Irgendwie war ich froh, dem Albtraum entkommen zu sein, andererseits warf mich dieses Erlebnis komplett aus meiner Bahn. Als ich die Türklingel „Heidelberg“ drücken wollte, bemerkte ich, dass auch meine Hand zitterte. Was war da gerade mit mir passiert? So etwas gibt es doch gar nicht, oder? Ich dachte schon, ich würde verrückt werden, als mir geöffnet wurde und ich mich wieder auf die Arbeit konzentrieren musste. Ich betrat die Wohnung, dessen Tür mir von Herrn Heidelberg geöffnet wurde.
„Guten Morgen“, sagte ich lächelnd. Das Ehepaar grüßte zurück.
Elke Heidelberg war es jedoch aufgrund ihrer Erkrankung nicht möglich, aufzustehen, und so begrüßte ich sie ein zweites Mal persönlich an ihrem Bett. Lediglich ihren Kopf und ihren linken Arm konnte sie noch bewegen. Mit ihrem üblich-kritischen Blick musterte sie mich von Kopf bis Fuß. Trotzdem, dass sie meine Patientin war, war die Beziehung zwischen dem Pflegedienst und der Familie Heidelberg eher freundschaftlich, und so fragte Elke mich lächelnd: „Was ist denn mit Ihnen passiert? Haben Sie etwa einen Geist gesehen?“
Etwas erschrocken, dass man mir mein Erlebnis ansah, antwortete ich mit: „Ja, irgendwie so etwas in der Art.“ Ich erzählte ihr jedoch nicht, was geschah, da es mir selbst zu unrealistisch vorkam, obwohl es sich total realistisch angefühlt hatte.
Am Ende der Tour fuhr ich ins Büro zurück, um mein Arbeitsmaterial abzugeben. Auch meinem Boss entging es nicht, dass ich etwas neben mir stand. Sie stand von ihrem Schreibtisch auf, kam zu mir in den Pausenraum, wo sie sich einen Kaffee machte, und fragte, vielleicht aus Besorgnis, ich könnte krank werden und ausfallen, oder aus persönlichem Interesse, was mit mir los sei.
„Ist alles in Ordnung, John?“
„Ja, alles okay. Wieso?“
„Du wirkst heute irgendwie verhuscht.“ Silvia war sehr bemüht, mir nicht auf die Füße zu treten, und dennoch hegten wir einen relativ offenen und direkten Kommunikationsstil.
„Nee, alles o.?k. Wirklich. Ich bin nur in Gedanken.“
Ich machte Silvia eine kurze Übergabe, es gab zum Glück keine besonderen Vorkommnisse. Wie sich das anhörte!
Es gab keine besonderen Vorkommnisse bei den Patienten, ich war nur kurz mal eben im Koreakrieg, sagte ich in Gedanken und spielte das mögliche Szenario durch, entschied mich aber dafür, es nicht laut zu wiederholen.
Als ich meinen Dienst um etwa 13:30 Uhr beendete, fuhr ich mit dem Rad noch kurz ein paar Teile einkaufen. Ich wählte aus dem breit gefächerten Angebot an Supermärkten und Drogerien die Galerie, weil ich dort alles an einem Ort fand und mir so unnötige Wege ersparen konnte. Für Umwege hatte ich nach dem heutigen Tag wirklich keine Lust mehr. Beim Eintritt in die Galerie schaute ich leicht genervt den langsam gehenden Menschen zu und versuchte, durch das Gewimmel zu gelangen. Aus einem mir bis dahin noch unbekannten Grund verspürte ich den innerlichen Drang zu joggen. Ich joggte also im Slalom an den erheblich langsameren Kunden vorbei, was bei einigen den Anschein erweckt haben musste, ich sei ein Taschendieb auf der Flucht, der in die falsche Richtung lief.
Etwas zufriedener erreichte ich den Supermarkt und schnappte mir zielstrebig das, was ich kaufen wollte, um an die Kasse zu gehen. Die Schlange war sehr ungeordnet, und die Kunden stellten sich von zwei Seiten an, was früher oder später zu Konflikten führen würde, da einer dem anderen vorwerfen würde, sich vorzudrängen.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 214
ISBN: 978-3-95840-578-3
Erscheinungsdatum: 07.12.2017
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
EUR 16,90
EUR 10,99

Winter-Tipps