Sonstiges & Allerlei

Die Lust auf das Mehr in meinem Leben

Simone Kreuzer

Die Lust auf das Mehr in meinem Leben

Leseprobe:

Es ist die Sehnsucht nach dem MEHR im eigenen Leben.

Welche uns antreibt. Uns über den Schatten springen lässt. Und hofft. Dass der Silberstreifen am Horizont,
sich immer mehr ausbreitet.

Es ist die Sehnsucht nach Abenteuer und Lust.
Die uns spüren lässt, den nächsten Schritt zu tun.

Die Lust auf das MEHR. Ist ein Rausch, der nie enden wird.

Mit jedem Ende einer Phase. Beginnt etwas Schönes, Neues. Ein ewiger Kreislauf. Der uns mitnimmt. Erst in die Tiefe. Um danach größer und stärker ins Licht zu gehen.

Weil das MEHR, den Unterschied macht.



WIDMUNG

Für all die Menschen, die Lust auf das MEHR in ihrem Leben haben.
Die ihrer Sehnsucht nach sich selbst nachgehen.

Für all die Menschen, die mich begleiten und begleitet haben.
Die mir gute Lehrer waren.

Für mich.
Um mir klar zu werden, meine eigene Wahrheit zu finden.
Die morgen schon eine andere sein kann.



VORWORT

Meine erste Kurzgeschichte „Die Sehnsucht nach mir selbst!“ habe ich innerhalb von sechs Stunden geschrieben. Unter anderem während des DFB-Pokal-Endspiels Bayern gegen Dortmund. Sie wurde in ihrer Urform veröffentlicht.

Diese Zeilen begleiteten mich fast zwei Jahre. Ich bekam ein Gespür dafür, was es bedeutet, selbst als Mensch, als Autorin zu reifen, und wie sich daraus das Geschriebene verändert.

Dieses Buch hat jetzt den dritten Titel. Aller guten Dinge sind drei.

Personen, die ich zu Beginn in dem Buch erwähnte, habe ich rausgenommen. Andere rein. Manche Passagen kürzte ich. Andere schrieb ich weicher. Tauchte tiefer in die Szene. Manche Stellen fielen meinem Rotstift zum Opfer.

Die Lust auf das MEHR in meinem Leben hat mich genau hierhergebracht. Wollte wissen, wer ich wirklich bin. Habe mich auf die Suche nach mir selbst begeben und Erstaunliches entdeckt, was ich so nie für möglich gehalten habe.

Ich bin eine Autorin, die gerne im Leben unterwegs ist. Ich rede sehr gerne über Kulturen, neue Ideen, neue Möglichkeiten und Erotik. Entdecke mich als Frau immer wieder neu und meine Natur sucht stets nach neuen Herausforderungen und Abenteuern.

So ist auch dieses Buch für mich eine abenteuerliche Reise gewesen. Weil sich während des Schreibprozesses so viel verändert hat in meinem Leben. Es war turbulent, aufregend, erfrischend. Dann wieder mal tragisch und befreiend zugleich.

Lust auf Veränderung? Lust auf das MEHR in deinem Leben? Vielleicht hält das Buch für dich ein Geschenk bereit. Wer weiß.

In liebevoller Verbundenheit
Simone Kreuzer



PROLOG

Im tiefsten Dunkel. Es ist kalt. Ich friere.
Die Angst greift um mich.
Hält mich fest. Ich ertrinke.
Weiß nicht, wo oben, wo unten ist.
Alles ist Nacht.

Ich spüre mich nicht. Ich sehe mich nicht.
Weiß nicht, wohin des Weges.
Die Angst lähmt mich. Zerfrisst mich.
Sie nimmt mich gefangen.
Bleibe am Boden. Weine. Bin leer.
Ein Ruck. Ein Aufbäumen. Ein Licht.
Im Inneren. In meinem Inneren.

Die Kraft. Sie sprießt. Nach all der Zeit.
Nach all den Mühen. Ich bin durch so viel gegangen.
So viele Ängste. So viele Muster. Die mich einsperrten.
Schicht für Schicht. Trug ich ab. Schritt für Schritt.
Bin ich weitergegangen.
Habe nie den Mut verloren.
Bin immer wieder aufgestanden.
Obwohl mir lieber zum Weinen gewesen wäre.


Menschen, die zur rechten Zeit da waren.
Die Sehnsucht nach mir. Die Leidenschaft nach mehr.
Die Liebe zu mir selbst.
Entdeckt. Ausgegraben.
Aus so viel Schutt und Asche.
Ich stehe im Licht. Habe mich erhoben.
Strecke mich der Sonne entgegen.
Fange an zu blühen.
Der Wind umkreist mich. Trägt mich. Setze neue Segel.
Habe das Schiff genommen.

Der Horizont schimmert. Verspricht Schönheit. In jeder Form.
Ich bin gefallen. Habe mich verfangen. Mich verloren.
Und im tiefsten Dunkel. Im tiefsten Schmerz.
Habe ich mich gefunden.



KAPITEL 1


DIE UMKEHRUNG DER ENERGIEN

Vorbei die Hetzjagd. Vorbei die Treibjagd.
Ich bin nicht mehr der Fuchs.
Der ständig befürchten muss.
Erschossen zu werden.


Ich kann nicht mal sagen, wie, wann was passiert ist.
Das Leben. Die eigene Entwicklung. Begegnungen mit sich selbst. Mit dem Leben. Mit anderen Menschen. Verläuft nicht nach Lehrbuch. Erstens. Zweitens. Drittens.

So oft bin ich gefragt worden: „Wie bist du dahin gekommen? Wie bist du erfolgreich geworden? Woher wusstest du, ob du auf dem richtigen Weg bist? …“ Wohl eine Mischung aus zur richtigen Zeit am richtigen Ort, Mut, Tapferkeit und diese unstillbare Lust und Sehnsucht nach MEHR, großer Welt und berühmt sein zu wollen.

Ausgedacht, einfach so, habe ich mir das nicht. Es war einfach da. Die Begeisterung in mir schlug Purzelbäume. Das Feuer in mir erwachte. Mein Herz übernahm das Steuer. Mein Kopf hatte Sendepause. Und los ging es.

Turbulent. Aufregend. Irritierend. Teuflisch.

Verstecken meiner Person war plötzlich nicht mehr drin. Schonungslos konfrontierte mich das Leben mit meinen Lügen, mit meiner Scheinheiligkeit, meiner Unnahbarkeit und Ängsten. Nicht zuletzt mit meiner tief sitzenden Wertlosigkeit und der Verwirrung, was wahre Liebe wirklich bedeutet.

Ich hasste mich. Nichts ging vorwärts. Hing fest. Suchte im Außen Schuldige. Und auf der anderen Seite deckelte ich, was das Zeug hielt, meine Leichen im Keller und tat so, als wäre mein Leben großartig.

Pustekuchen. Nichts war gut. Und schon gar nicht heil.

Tief unten. Ganz schön versteckt. Wut. Hass. Verzweiflung. Das Gefühl. Eingesperrt zu sein. Nicht Herr seines eigenen Lebens zu sein. Die Umstände des Lebens. Alte Muster, Familienstrukturen hatten die Kontrolle über mich. Ich ließ es schließlich zu.

Es brach immer mehr in meinem Leben zusammen. Der quälende Schrei in mir wurde lauter. Ich zerstörte mich selbst in einem Ausmaß, was ich nie für möglich hielt. Setzte mich zu Hause auf die Couch und wartete. Ich habe gewartet. Auf den Prinzen auf dem weißen Pferd. Der mich wie Aschenputtel ins Schloss holt. Für mich sorgt. Mich glücklich macht. Der grandios aussieht. Mit einem tollen Körper. Geld und einen interessanten Job sollte er bitte auch haben. Schließlich habe ich Wünsche, die erfüllt werden möchten.

Wumm. Da lehrte mich das Leben eines Besseren. Bin mir, meinen Mustern, meiner Komfortzone ganz schön auf den Leim gegangen.

Ich bin trotz Emanzipation – wie überflüssig diese doch ist – in das alte Frauenbild gerutscht, was tief in mir schlummerte.

Der Mann, der die Versorgerrolle übernimmt. Der verantwortlich für mich und mein Wohlergehen ist. Die Frau zu Hause. Ihr Selbst, ihre Talente bleiben im Keller. „Muss ja nicht arbeiten. Mein Prinz macht das schon für mich.“

Warten. Hm. Das tun wir Frauen so gerne. Was macht das für einen Sinn? Richtig. Keinen!

Ich knallte so richtig mehrmals mit 360 km/h gegen die Wand. Muss wohl Spaß machen, sich selbst Schmerzen zuzufügen. Schließlich sind wir auf Leid, Schmerz, Kleinheit, Fehler getrimmt. Fühlen uns schuldig uns und unseren Familien und Freunden gegenüber, wenn wir uns dabei ertappen, ein anderes, vielleicht besseres Leben leben zu wollen.

Ab in die Tonne damit. Hält ja sonst keiner aus. Diesen Irrsinn. Wer hat uns eigentlich das mit der Schuld eingetrichtert? Gibt es überhaupt Schuld?

Wir kommen alle unschuldig auf diese Welt. Schuld wird benutzt, damit wir nicht unseren eigenen Weg gehen. Unsere eigene Größe nicht leben. Schuld benutzen wir, um andere emotional zu missbrauchen. Sie wird benutzt, um Angst zu erzeugen.

„Wenn du das nicht tust, dann … Du gibst mir das, dann bekommst du … Ich habe dich aufgezogen, also … Wenn du dich nicht so verhältst, wie ich mir das vorstelle, dann … Das ist richtig und das ist falsch … Das ist böse und das ist brav … Du hast Schulden bei der Bank, geht ja gar nicht.“

Jemanden für schuldig zu erklären, damit man sich selbst besser fühlt. Ist für mich ein No-Go. Dadurch versucht man, den anderen festzuhalten. In seiner Kleinheit zu drängen und ihn zu erniedrigen. Es ist ein gefährliches Unterfangen, sich über einen anderen zu stellen. Es ist ein dunkles Spiel um Besitz und Eigentum. Mit emotionalem Druck, Vorwürfen, die meist unterschwellig sind, jemanden besitzen zu wollen. Den anderen für unsere Erfüllung der Bedürfnisse auszunutzen. Ist egoistisch und sorgt für ein Ungleichgewicht in jeder Beziehung.

Ich nehme mich da nicht aus. Ich habe Männer dazu benutzt, um zu beweisen, dass sie Arschlöcher sind. Sie waren schuld an meinen scheiternden Beziehungen. Habe meinen Geldmangel dazu benutzt, um mir lieber einen Mann mit Geld zu suchen, als selbst in die Gänge zu kommen. Meine Krankheiten habe ich als Ausreden benutzt, um nicht weiterzugehen. Mich in der Komfortzone zu suhlen und zu jammern, war ja einfach. Ich musste meinen Arsch nicht bewegen.

Doch es sollte anders kommen.

Wir sind alle unschuldige Wesen. Gott hat uns alle lieb. Selbst wenn wir das Schlimmste anstellen würden. Gott ist wie Mama und Papa. Unsere Eltern würden uns auch nicht gleich auf die Straße setzen, wenn wir was angestellt haben.

Göttlich sind wir alle. Jeder von uns. In uns wohnt ein großes Licht, welches leuchten möchte, um andere mitzunehmen. In das Machtvolle.

Also wann habe ich begonnen, die Energien zu drehen? Das große Aufräumen in meinem Leben gestartet?

Als ich begriff, dass all die Menschen um mich herum mein Spiegelbild waren. Meine Mit- und Gegenspieler. Sie zeigten mir meine Schattenseite. All dies, was ich an mir selbst nicht anschaute. Hasste ich Menschen, so hasste ich einen Teil von mir selbst. Knallte ich mit Menschen zusammen, zog ich mich beleidigt zurück und wandte mich von ihnen ab. So war irgendwo in mir ein Ungleichgewicht, welches gelöst werden wollte.

Mein männerfreies Leben. Keine Beziehung weit und breit in Sicht, war ein Indiz dafür, dass ich wohl keine Männer neben mir zuließ. Weil ich selbst so in der männlichen Energie feststeckte. Ich bin stark. Brauche keinen Mann.
Die männerfeindliche Mauer, welche ich um mich gebaut hatte, hatte eine beachtliche Größe und Stärke. In Sachen Mauerbau um mein Herz bin ich unschlagbar meisterlich gewesen. Tja. Und jetzt war es Zeit, dieses selbsterrichtete Monstrum niederzureißen.

Immer öfter wagte ich mich an die Mauer. Erst mit ganz viel Furcht und Schrecken. Weil mir immer bewusster wurde, was für ein schrecklicher Mensch ich sein kann und welche dunklen Glaubenssätze mein Leben durchzogen. Irgendwann erfüllte es mich mit Freude, die Abrissbirne zu betätigen. Um diese Mauer plattzumachen.

Mit der Zeit wurde es leichter.

Doch von vorne. Befinde mich im Nirgendwo. Doch wo? Keine Ahnung. Habe null Plan. Das hatte ich noch nie. Cooles Gefühl. Sollte ich öfters haben. Meine Lebendigkeit ist echt nichts für schwache Nerven.

Sternzeichen Zwilling. Aszendent Waage. Zweimal Luft. Himmel. Sehr luftig. Wo ist die Erde? Die ich brauche. Um Wurzeln zu schlagen, um gesund zu wachsen. Wie ein Baum.
Ich fand die Wurzeln. Und zwar starke Wurzeln. Die mich kräftig tragen. Die mich bei Wind und Wetter stützen und mich wunderbar versorgen.

Doch wie geschah das? Wie konnte ich das lügengestrafte Phantom in mir töten? Wie schaffte ich es, jetzt da zu sein, wo ich bin?

Vorbei die Hetzjagd. Vorbei die Treibjagd. Ich bin nicht mehr der Fuchs. Der ständig befürchten muss. Erschossen zu werden.

Ich sitze bei herrlichem Wetter im Café. Bei Prosecco, Espresso und leckerem Kuchen.Um mich herum so viele Leute. Ferngesteuerte Menschen, die ihren Blick auf ihr Smartphone richten, SMS schreiben oder einem Pokémon hinterherjagen.

Auf meinem Schoß liegt ein Buch. Ein Tagebuch. Gefüllt mit so vielen Zeilen. Mit so vielen Seiten. Mein ganzes Leben. Bisheriges Leben. So viel schon erlebt. Ein Lebenslauf. Der absolut beachtlich ist. Dazu klug, charmant, gut aussehen, witzig, frech. Finde, das gehört einfach dazu.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 94
ISBN: 978-3-95840-588-2
Erscheinungsdatum: 11.07.2018
EUR 13,90
EUR 8,99

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