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Das Lazarettkind

Sarah Samuel

Das Lazarettkind

Kundenbewertungen:

5 Sterne
Ein neuartiges literarisches Kunstwerk - 28.12.2017
Dr. Rainer Göttfert

Das Lazarettkind ist ein vielfältiger und facettenreicher Roman. Anders als alles was ich bisher gelesen habe. Es kommt immer wieder zu unerwarteten Wendungen. Stark kulturbetont auf angenehme, unterhaltsame Weise.Im ersten Teil ein Porträt der intellektuellen Entwicklung der 68-er Generation und die Erzählung zweier Liebesgeschichten, eine glücklich, eine unglücklich, eine lesbisch, eine heterosexuell. Der zweite Teil ist ein flammender Appell gegen Faschismus und Antisemitismus und die Geschichte eines originellen jüdischen Einzelschicksals während des Zweiten Weltkriegs. Erzählt in einer sprachlichen Schönheit, die nicht zu überbieten ist und mit psychologischen Tiefgang.Das Verbindungsstück zwischen den beiden Teilen – und vielleicht der literarische Höhepunkt des Romans – bildet ein kurzer Bericht über die Ereignisse und Zustände in einem Wiener Kriegslazarett. In diesem Bericht herrscht nochmals eine ganz andere Atmosphäre als in den Teilen 1 und 2 des Buchs. Mit wenigen Worten wird das Leid und die Trostlosigkeit der in diesem „Vorhof der Hölle“ gestrandeten Soldaten skizziert. Es wirkt so authentisch und realistisch als wäre man mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1943 an diesen Ort des Schreckens versetzt worden und erlebt alles selbst mit.Der erste Teil hat mich streckenweise an Hugo Bettauer erinnert - wegen der speziellen, lieblichen Atmosphäre, die - trotz der expliziten Beschreibung erotischer Szenen - etwas Unschuldiges hat. Der zweite Teil an Leo Perutz und Gustav Meyrink. Einerseits wegen der sprachlichen Perfektion, die das Niveau dieser beiden Sprachmeister mindestens erreicht, dann aber auch wegen des überraschenden Endes. Wie bei Meyrink hat das Ende der Erzählung einen Hauch Esoterik. Und wie bei Perutz ergeben sich am Schluß plötzlich mehrere Interpretationen des Gelesenen. Beide Effekte sind beim Lazarettkind allerdings subtiler.Starke Empfehlung

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 250
ISBN: 978-3-903155-40-4
Erscheinungsdatum: 29.06.2017
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
EUR 22,90
EUR 13,99

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