Science Fiction & Fantasy

Die vier Auserwählten

Sarah Schach

Die vier Auserwählten

Im Bann der dunklen Magie

Leseprobe:

Für ALLE meine Freunde!
Ihr seid die Besten!


Zufall oder doch Wirklichkeit?

Lindsay Taylor wohnte mit ihren Eltern und ihrem neunjährigen Bruder Luke in einem Einfamilienhaus in der Nähe von Manchester, Großbritannien. Sie besuchte mit ihren vier besten Freunden die Manchester Academy of English. Ihre beste Freundin hieß Tamina Turner und ihre beiden besten Freunde Jake Iron und Robby Castle. Sie waren hier auf der Manchester Academy eine der unbeliebtesten Cliquen. Robby meinte, es würde sich irgendwann ändern, aber Lindsay glaubte nicht daran. Ihr war es eigentlich auch egal, was andere über sie dachten. Jake war der Verrückteste von ihnen. Er mochte viele Fabelwesen, lebte auch manchmal in einer Fantasy-Welt, verlor sich oft in Büchern, aber sonst war er ein toller Freund. Robby dagegen war ein harter Kerl, der Action-Spiele liebte, gerne bis zum Umfallen trainierte, öfters auch Risiken einging und sich manchmal mit Aggressionen gegenüber anderen auseinandersetzen musste. Natürlich hatte er auch eine sanfte Seite. Er war, wenn es darauf ankam, der Treueste und Lustigste von ihnen. Tamina war einfach die beste Freundin, die es gab. Sie war klug, wunderschön, behielt immer die ihr anvertrauten Dinge für sich, man konnte so viel Spaß mit ihr haben und sie hörte einem immer zu. Und Lindsay, sie liebte es, wenn sie einfach mit ihren Freunden Tamina, Jake und Robby herumhängen und lachen konnte. Ein Leben ohne sie könnte sie sich nicht mehr vorstellen. Sie gingen jeden Morgen zusammen zur Schule. Aber an diesem Schultag ahnten sie nicht, was sie erwarten würde.

»Ihr habt eine halbe Stunde Zeit, noch was unklar?« Die Mathematik- Professorin - Ms. Aloisia teilte Zettel aus.
»Ein Test? Heute?«, fragte Lindsay voller Hoffnung, dass es ein Scherz war. »Ach kommen Sie, wir haben erst vorgestern einen geschrieben.« »Es ist kein Test, Ms. Taylor. Es ist eine Wiederholung.« »Was ist da denn der Unterschied?«, brummte Robby genervt.»Der Unterschied, mein lieber Mr. Castle, ist, dass es eine Wiederholung und kein Test ist! Und jetzt fangt endlich an!«, befahl Ms. Aloisia mit einem ungeduldigen Unterton. Diese halbe Stunde verging wie im Flug. Lindsay wusste nicht, wie sie diese Rechnungen lösen sollte. Natürlich, der Test war nur zum Ankreuzen, doch es waren mal wieder sehr blöde Beispiele dabei. Tamina konnte sicher wieder alles. Ob sie gelernt hatte? Nein. Tamina nicht. Sie wusste alles, auch ohne gelernt zu haben.
»Eure halbe Stunde ist um!«, stellte Miss Aloisia fest.
»Ich bin aber noch nicht fertig«, raunte Lindsay, um Zeit zu schinden. »Dann hätten Sie sich die Zeit besser einteilen müssen! Sehen Sie nicht, Ms. Taylor, dass alle anderen fertig sind? Und jetzt geben Sie einfach ab!«Lindsay sah Miss Aloisia noch einmal finster an und danach gab sie den bescheuerten Test ab.Endlich klingelte es zur Pause. Miss Aloisia sammelte alle Blätter ein, legte sie auf den Tisch und verschwand kurz in der Lehrertoilette im Nebenzimmer.»Tamina, konntest du alle Rechnungen lösen?«, fragte Lindsay, nachdem ein paar die Klasse verlassen hatten.»Klar. Aber bei einer war ich mir nicht so sicher.«»Und konntet ihr die Rechnungen verstehen?«, wollte Lindsay von Jake und Robby, die sich gerade zu ihnen setzen, wissen. »Nee, ich nicht.« Robby verdrehte die Augen.»Also, ich hatte ein System«, grinste Jake. »Ach so? Und welches?«, fragte Tamina neugierig.»Einen Drachen.« »Einen Drachen?« Robby verzog verwirrt den Mund. »Ich hab die Ergebnisse so verbunden, dass sie einen Drachen ergeben haben.« Jake grinste noch stolzer. Wie konnte man nur auf so eine Idee kommen?»Lindsay, und du?« Tamina sah Lindsay ermunternd an. Seufzend schüttelte Lindsay den Kopf. »Warum kann nicht irgendwas mit den Tests passieren? Irgendwas, damit sie nicht gewertet werden können.« »Das existiert leider nur in deiner Fantasie. Danach müssten wir die Prüfung wiederholen und Ms. Aloisia würde ganz bestimmt DICH verdächtigen«, vermutete Tamina Luft holend. »Ja Lindsay, ich glaub, da hat Tamina recht«, verkündete Jake neunmalklug. Lindsay zuckte mit den Schultern. Es störte sie trotzdem. Plötzlich hörten sie neben sich ein lautes Blubbern. »Was ist das?« Tamina schaute verdutzt in die Runde. Das Blubbern wurde lauter. Mehr und mehr blubberte es. Es wurde jetzt so laut, dass Lindsay fast meinte, das Schulhaus würde einstürzen. Puffff!! Das Abflussrohr knarrte, als ein großer Wasserstrahl herauskam. Dieser landete platschend auf den Tests, die am Lehrerpult lagen. Aber wisst ihr, was verrückt war? Nur die Tests wurden nass. Alles andere war trocken geblieben. »Äh Lindsay, hast DU das irgendwie gerade gemacht?«, flüsterte Robby.»Ich, äh …« Sie bekam keinen Satz heraus. »Egal Leute, wir müssen hier weg. Sonst verdächtigen die Lehrer uns!« Kaum hatte Jake das gesagt, waren sie auch schon im Korridor. Nun mussten sie nur noch zu ihren Spinden gelangen.»Oh Mann, jetzt krieg ich sicher Ärger. Warum musste das auch passieren? Ms. Aloisia wird mich verdächtigen, da ich vorher so genervt war. Sie wird meine Mom anrufen und dann krieg ich zwei Monate Hausarrest.« Lindsay klang verzweifelt.»Ich weiß nicht, dich trifft doch gar keine Schuld, wahrscheinlich gab es in diesem Moment einen Rohrbruch und deswegen kam ein Wasserstrahl aus dem Waschbecken«, beruhigte Tamina Lindsay.Robby hielt ihr ein Taschentuch hin, das nach Flieder roch. Lindsay trocknete sich die Tränen, die ihr vor Schreck in die Augen geschossen waren. Tamina stupste Lindsay an der Schulter an und zeigte auf Ms. Aloisia, die gerade mit dem Hausmeister sprach und dann in die M-Klasse ging. Möglicherweise gab es irgendeinen Schüler, der Ms. Aloisia von den durchnässten Blättern auf dem Pult berichtet hatte. Sie schlichen sich zur Tür und versuchten etwas zu erkennen. Ms. Aloisia zeigte mit ihrem Finger zum Waschbecken und dann zu den nassen Tests. Irgendwie sah sie nicht sonderlich ärgerlich aus, doch Lindsay lief es kalt über den Rücken. Es klingelte zur nächsten und letzten Stunde. Die vier Freunde verließen ihren »Spionage-Platz« und gingen Richtung D-Klasse. »Können wir heute zu dir kommen, um die Aufgaben in Geschichte auszuarbeiten?«, fragte Tamina Lindsay mit einem Ton, der sie auf andere Gedanken bringen sollte. Robby und Jake nickten begeistert. »Klar! Hauptsache hier weg«, stimmte Lindsay zu. War ja wieder mal klar, die vorigen Stunden waren wie im Flug vergangen und die letzte zog sich lange dahin. Als es klingelte, hatte die Qual endlich eine Ende. Sie gingen alle zusammen zu Lindsay nach Hause. Ihre Mom und ihr Bruder waren ihre Großmutter und ihren Großvater besuchen und ihr Dad war sowieso die ganze Woche arbeiten. Also hatten sie das Haus für sich.Tamina saß vor dem Laptop und recherchierte für die Hausaufgabe in Geschichte. Jake und Robby führten ein Match mit Kugelpistolen. So ging es eine Weile dahin. Dann fielen Lindsay das Waschbecken und die Tests wieder ein. Welchen Zusammenhang gab es zwischen dem Waschbecken und ihr? War es nur Zufall? Nein! Es musste irgendwas geben. Nur was? »He Lindsay, du weißt, dass ich in der griechischen Mythologie eine Niete bin, deswegen eine Frage: Wer sind die Großen Drei und wer ist Ares?« Ja, das war sie, dachte sich Lindsay. »Die Großen Drei sind Zeus, Poseidon und Hades. Ares ist der Kriegsgott.« »Danke.«Lindsay sah aus dem Fenster und bemerkte, dass es regnete. Heute hatte der Wetterbericht aber Sonnenschein angesagt. Komisch. Wie spät es wohl war? Sie sah auf die Uhr, es war drei viertel fünf. In einer halben Stunde kamen ihre Mom und Luke nach Hause. »Tamina?«, fragte Lindsay. Sie sah gähnend zu Lindsay und diese begann zu sprechen.»Meinst du, Miss Aloisia verdächtigt mich?« »Keine Ahnung, wenn, dann hätte sie dich bestimmt schon in der letzten Stunde sprechen wollen. Aber ich an deiner Stelle, würde nicht mehr so viele Gedanken daran verschwenden«, antwortete sie aufmunternd. Dann sah sie auf die Uhr und erbleichte. »So spät schon? Ich muss los.« Sie schaltete den Computer aus, räumte ihre Sachen in ihren Rucksack und stellte ihr Glas in das Spülbecken. »Jake, Robby!«, rief Tamina. »Ich gehe jetzt. Können wir gemeinsam nach Hause gehen?« Sie wohnten in derselben Straße, nur zwei Blöcke von Lindsay entfernt. »Ja, okay«, entschied Robby.»Tschüss, und danke fürs Internet«, bedankte sich Tamina. Robby und Jake winkten zum Abschied. »Keine Ursache, Tschüss!«, erwiderte Lindsay und winkte zurück. Sie wartete, bis sie nicht mehr zu sehen waren, und dann schloss sie die Tür. Jetzt waren sie weg und Lindsay wartete auf ihre Mom und Luke. Sie hörte, wie die Regentropfen an das Fenster klatschten. Donnergrollen ertönte und Blitze erhellten die Nacht. Morgen ist Donnerstag, dachte sie sich. Morgen gehen wir ins Griechische Museum. Deswegen die heutige Aufgabe über Griechische Gottheiten. Als ihre Mom und Luke nach Hause kamen, war es schon halb acht. »Hallo Lindsay, mein Schatz«, ihre Mom umarmte sie. »Hi Lindsay«, lächelte ihr Luke zu. »Du Mom, kann ich mal mit dir reden?« »Klar Schätzchen, ich bring nur schnell Luke ins Bett«, antwortete sie mit einem Lächeln. Lindsay wünschte Luke noch eine gute Nacht, dann ging sie in ihr Zimmer und wartete, bis ihre Mom kam. Lindsay hörte ein Klopfen an der Tür und ihre Mom trat ein. Sie setzte sich zu Lindsay ans Bett. »Was gibt’s? Worüber willst du mit mir reden?« »In der sechsten Stunde hatten wir einen Test. Ich wusste mal wieder nichts davon und bekam Schimpfe von Ms. Aloisia.«»Aha, und was ist jetzt das Komische an deinem Tag?«, fragte ihre Mom. »Warte ab, es kommt schon noch. Als es zur Pause läutete, blieben ein zwei Schüler und Tamina, Jake, Robby und ich noch ein bisschen in der Klasse. Neben uns war ein Waschbecken. Ich war so wütend auf Ms. Aloisia, also wünschte ich mir, dass irgendetwas mit den Tests passieren sollte. Natürlich wusste ich, dass es nicht klappen würde, aber nach ein paar Sekunden fing es laut zu blubbern an und dann spritzte ein Wasserstrahl aus dem Waschbecken direkt auf die Tests. Mom, war es nur Zufall?« Ihre Mom machte große Augen. »Hör zu, mach dir darüber keine Sorgen. Mir ist so was Ähnliches auch passiert, aber, … wir werden es euch erklären, wenn mit allen so etwas geschehen ist.« »Wer wir? Und wem erklären?«»Ms. Tuner, Mr. Castle, Mr. Iron und ich. Aber erst in ein paar Tagen«, antwortete sie. »Wieso die Eltern von Tamina, Jake und Robby? Was haben sie damit zu tun?«, hakte Lindsay nach.»Vieles.« Ihre Mom gab ihr einen Gutenachtkuss, umarmte sie, wünschte ihr eine gute Nacht und versicherte ihr, es würde schon alles gut werden. Sie schloss hinter sich die Tür und ging in die Küche, wo sie telefonierte. Lindsay versuchte sich zu entspannen, zog die Vorhänge zu und sah, dass es immer noch regnete. Seufzend zog sie ihren Pyjama an und legte sich ins Bett. Sie löschte das Licht und kuschelte sich in ihre Decke, konnte aber nicht einschlafen. Kein Wunder! Nach alldem, was heute passiert war! Was wollten die Eltern von ihren Freunden ihnen erklären? Was meinte ihre Mom damit, als sie sagte, wenn allen so etwas passierte? So viele Fragen und keiner gab Lindsay eine brauchbare Antwort. Egal, sie musste sich beruhigen, sonst würde an Schlaf überhaupt nicht mehr zu denken sein. Und nach ein paar Minuten spürte sie, wie eine bleierne Müdigkeit von ihrem Körper Besitz ergriff und sie ins Reich der Träume sandte.



Neue Fähigkeiten!

Lindsay wachte wegen eines lauten Knalls auf und spürte einen dumpfen Schmerz. Erst nach ein paar Sekunden fiel ihr auf, dass sie aus dem Bett gefallen war. Sie richtete sich vom Boden auf und ihr Knie begann zu schmerzen. Egal. Lindsay sah auf die Uhr. Es war eine halbe Stunde, bevor sie hätte aufstehen müssen. Sie hatte also genug Zeit, um sich für die Schule fertig zu machen. Lindsay stand auf, zog die Vorhänge zur Seite und bemerkte, dass das Morgenrot bereit war den neuen Tag zu begrüßen. Nach fünfundvierzig Minuten war sie fertig geduscht, geföhnt und angezogen. Lindsay hatte sich für eine dunkelblaue, dreiviertellange Jeans und ein hellblaues Spaghettiträger-Shirt entschieden, da es heute sonnig und warm werden würde. Nach einem befriedigten Blick in den Spiegel ging Lindsay in die Küche, wo ihr Frühstück schon auf sie wartete.
»Guten Morgen, mein Schatz«, begrüßte ihre Mom sie. »Morgen.« Luke aß seine geliebten Schokoflocken in Milch und Lindsay ihren Müsliriegel, mit einer Tasse Cappuccino. »Hast du gut geschlafen Lindsay?«, fragte Luke.Sie nickte, weil sie ihren Mund voll mit Cappuccino hatte. Es klingelte an der Tür und ihre Mom machte auf. »Morgen, ihr Lieben.« »Guten Morgen, Ms. Taylor, ist Lindsay schon fertig?«, fragte Tamina und blickte an Lindsays Mom vorbei. Ihre Mom wollte gerade etwas sagen, aber da stolperte Lindsay schon bei der Tür hinaus. »Tschüss Mom. Bis heute Nachmittag!« »Ähm, tschüss Lindsay!« Sie schloss hinter ihnen die Tür und die Freunde gingen Richtung Schule. Lindsays Familie wohnte nicht weit entfernt, deshalb waren sie schnell dort. »Lindsay, warst du gestern noch beim Friseur?«, fragte Robby und musterte sie genauer. Lindsay fuhr sich durch ihre schulterlangen, gewellten, schwarzen Haare. »Äh nein, wieso?« »Weil deine Haare einen leichten Blauschimmer haben.« Sofort blieb Lindsay stehen und starrte ihn mit großen Augen an. »Einen Blauschimmer?« Lindsay holte die anderen wieder ein. »Ja, komm!« Tamina rannte mit ihr zum Eingang der Schule und zerrte Lindsay gleich in die Mädchentoilette. Die zwei Freundinnen standen vor dem Spiegel und - tatsächlich! Lindsays Haare schimmerten im Licht bläulich. Ihr blieb der Mund offen stehen. Irgendwie gefiel es ihr ja, aber wie konnte das sein? Sie war nicht beim Friseur gewesen und hatte ihre Haare auch nicht selbst getönt. Taminas Finger berührten Lindsays Schultern: »Hat deine Mutter gestern am Abend, so um acht Uhr telefoniert?« Sie sah Lindsay ernst an. Ihre Fingernägel bohrten sich in Lindsays Haut. »Ja, hat sie, warum?« Tamina ließ Lindsay los. »Weil meine Mom gestern Abend auch telefoniert hat. Und zwar mit deiner. Meine Mom war irgendwie geschockt. Ich hörte nicht viel, nur ein paar Sprachfetzen: ›Was, jetzt schon? Ja okay. Ich werde Jason anrufen und du Rick, okay? Gut. Viel Glück, Livia. Bis Freitag!‹ So war es ungefähr. Hast du eine Ahnung, was Jakes und Robbys Dads damit zu tun haben?« »Nein.« Tamina sah etwas überrascht aus, aber sie nickte stumm.»Hast du deiner Mom vom Wasserstrahl erzählt?« »Ja, aber Mom nickte nur und meinte, es sei nichts passiert.« »Aber was hat das alles zu bedeuten?«, wollte Lindsay wissen. Tamina schüttelte nur den Kopf.Ich weiß es auch nicht, dachte sich Lindsay. Nach ein paar Sekunden des Nachdenkens riss sie die Tür auf und ging hinaus. Tamina folgte ihr. Zu ihrem Ärger kam Elisa McLuise, welche Lindsay wirklich hasste, auf sie zu. »Na, Taylor? War es lustig gestern, von Ms. Aloisia zunichte gemacht zu werden?« Elisa grinste sie fies an. Ihre Freundinnen lachten gemein. Elisa versuchte, Lindsay in jeder Situation bloßzustellen. Lindsay bemerkte, dass ein paar Schüler zu ihnen rannten und sie beobachteten. Die ließen kaum einen Streit aus, bei dem sie zuschauen konnten. »Ich wurde nicht zunichte gemacht, und jetzt geh mir aus dem Weg!« Lindsay wollte gerade zu Jake und Robby hinübergehen, als Elisa sie an ihrer Schultasche packte und wütend sagte: »ICH habe immer das letzte Wort! Schreib dir das hinter die Ohren, Taylor!« Sie verpasste Lindsay einen Tritt auf ihr Hinterteil und diese fiel zu Boden. AUTSCH! Das würde blaue Flecken geben. Robby rannte sofort zu Lindsay und sah Elisa wütend an. Aber als er Lindsay anschaute, wurde sein Gesichtsausdruck wieder weich. »Lindsay, alles in Ordnung?« Er half ihr auf die Beine und sie sahen sich ein paar Sekunden lang an. Ihre Nasen waren nur fünf Zentimeter entfernt. Robby war eigentlich sehr hübsch: braune, ein bisschen zerzauste Haare, dunkelbraune Augenbrauen und warme, braune Augen. Total mein Typ eigentlich, dachte Lindsay sich. Warum fällt mir das erst jetzt auf? Sie zwang sich, wieder in die Realität zurückzukehren, auch wenn ihr das gerade nicht so passte.»Äh, klar, danke.« Es waren inzwischen alle Schüler in ihren Klassen. Elisa sah noch mal aus ihrem Klassenzimmer und lachte Lindsay aus, weil sie sozusagen in Robbys Armen lag. Wie kindisch konnte man doch sein, wenn man Elisa hieß. Lindsay versicherte ihren Freunden, dass es ihr gut ginge, und dann begaben sie sich gemeinsam in ihre Klasse. »Wo habt ihr denn gesteckt?« fragte ihr Klassenvorstand Ms. Lubensteiner. »Äh ja, wir wurden … aufgehalten«, versuchte Jake ihr weiszumachen.»Okay, packt alles zusammen, was ihr fürs Museum braucht, und dann geht raus in den Bus. Eure Mitschüler warten schon auf euch!«

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 296
ISBN: 978-3-99038-768-9
Erscheinungsdatum: 15.01.2015
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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Krampus & Nikolo