Krimi & Spannung

Sahara, der Garten Eden

Rudolf-Gottfried Elias

Sahara, der Garten Eden

Leseprobe:

Kapitel 1 - Der Garten Eden

„St. Lucia ist eine herrliche Insel, Adam-David, hier kommen wir immer gerne her. Du siehst, wir sind fast vollzählig: Ich sehe Boris, Heinz, Sanszo, Anwar, Mao, Kim und deinen Halbbruder David-Adam, unsere anderen fünf Freunde werden bei dem, was wir vorhaben, auch mitmachen wollen. Über 12 Milliarden Menschen tummeln sich inzwischen auf unsere Erde, immer mehr Afrikaner verlassen ihren Kontinent.
Die Ernährung und auch das Trinkwasser für die Menschheit werden immer problematischer, man muss sofort etwas dagegen unternehmen, deshalb sind wir hier zusammengekommen.
Sehen wir uns doch die Erdteile mit ihren Wüsten erst einmal an.
Australien hat zwei Wüsten, einmal die große Victoria-Wüste mit 647.000 km², und des Weiteren die große Sandwüste mit ca. 400.000 km². Allerdings ist der Transportweg für die erforderliche Bewässerung ein enormes Hindernis, nämlich 22.000 km. Lassen wir diese Zahl mal so stehen, immerhin reden wir über 1.047.000 km² Wüste, fast zusammenhängend.
Südamerika hat gleichfalls zwei Wüsten vorzuweisen, einmal die ostpatagonische Halbwüste, die zu Argentinien gehört und die immerhin 673.000 km² Fläche vorweist. Dann in Chile die Atacamawüste mit lediglich 80.000 km². Eigentlich wäre hier nur die Wüste in Argentinien zu beachten, aber der Transportweg für das Wasser dafür sind auch beachtliche 14.000 km.
Nordamerika: Auf diesem Erdteil gibt es drei Wüsten, die eine ist die Great-Basin-Wüste mit 492.000 km², in Mexiko gibt es zwei Wüsten, einmal die Sonorawüste mit ca. 310.000 km², die dritte wäre die Chihuahua-Wüste mit rund 450.000 km². Die Amerikaner haben kein wirkliches Interesse, es kommt eigentlich nur die Chihuahua-Wüste infrage, der Transportweg sind ca. 4000 km über Wasser und 4000 km über Land.
Europa: Europa hat keine echte Wüste. Was gut für Europa ist!
Asien: Das ist unser größter Kontinent, da gibt es die Wüste Kyslkum in Usbekistan und Kasachstan, diese Wüste ist ca. 300.000 km² groß. In China und der Mongolei liegt die Wüste Gobi mit einer gewaltigen Größe von 1.166.000 km², und wenn wir uns Gesamt-Arabien ansehen, gibt es hier die große arabische Wüste mit unglaublichen 2.300.000 km². Die Fläche entspricht zum Beispiel der Fläche von Portugal, Spanien, Frankreich, den Beneluxländern, Deutschland, England, Dänemark und Polen zusammen. Diese Wüste wäre eine Überlegung wert, aber die haben selber Kapital in Überfluss. Da die Zusammenarbeit mit uns nicht nur auf fünf Jahre ausgelegt ist, sondern 99 Jahre andauern soll, sind hier erhebliche, teilweise nicht überbrückbare Hindernisse im Weg. Der Transportweg betrüge ungefähr 11.000 km, davon ca. 800–1500 km über Land.
Als letzten Kontinent hätten wir noch Afrika: Fangen wir im Süden an, da haben wir die Namib-Wüste in Namibia mit ca. 116.000 km², und fast daneben die Kalahari-Wüste mit 260.000 km². Dann haben wir noch im Norden die Sahara!
Es kommt hier eigentlich nur die Sahara infrage, der Transportweg ist ca. 6000 km über Wasser und 0–4.500 km über Land.
Aber lassen wir mal Igor sprechen!“
„Wie ihr wisst, waren Kim und ich an dem Projekt ‚das Jüngste Gericht‘ auch beteiligt, wie alles ausging, ist euch ja bestens bekannt. Kim hat mich bevollmächtigt, auch in seinem Namen zu sprechen. Ihr wisst ja, dass er einen schlimmen Skiunfall hatte.“ Alle lachten. „Manchmal ist er so ein sturer Hund, aber er wollte es nicht wahrhaben und auch nicht hören. Das Verrückte daran ist, er ist nicht bereit daraus was zu lernen, er meint immer noch, er sei 30 Jahre alt, dabei wird er 60 in 31 Tagen. Beim nächsten Abenteuer ist er wieder dabei. Aber er ist ein toller Typ und außerdem mit meiner Schwester verheiratet.
Adam-David, wir haben ja vielleicht vor, das Wetter positiv zu beeinflussen, denn es leben mittlerweile auf unserer Erde fast 12 Milliarden Menschen. Nicht nur der Lebensraum für jeden einzelnen Menschen wird immer kleiner, das Klima insgesamt immer schlechter, und die Ernährung für ca. 12 Milliarden Menschen wird auch ein immer größeres Problem! Ihr wisst alle, Reden nützt nichts, erst wenn alles kaputt ist, wachen die Menschen auf, zu spät auf! Es gibt ja einige Möglichkeiten, die momentanen Probleme zu lindern, die Rede ist von ‚momentan‘. Das hilft jetzt, aber das ist nicht die Lösung für 12 Milliarden Menschen!
Wir wissen, dass zwar viele Staaten die Probleme erkannt haben, aber nicht nur die Widerstände im eigenen Land sind ein Hindernis, sondern oftmals auch die Religionen!
Sehen wir uns doch einmal die vermeintlich kleinen Wüsten an! Australien geht es wirtschaftlich blendend, die gehören zum Commonwealth, und dort bestimmen die USA und Großbritannien. Ehe wir uns mit diesen drei Staaten einig geworden sind, vergehen mindestens zehn Jahre bis zum ersten Spatenstich, das wären zehn verlorene Jahre! Die ostpatagonische Halbwüste wäre eine kleine Option. Die große arabische Wüste mit 2,3 Millionen km² wäre schon eine reizvolle Aufgabe, aber ehe wir dort den ersten Spatenstich getätigt haben, bin ich nicht 60 Jahre alt, sondern 80 Jahre alt geworden, dort sehe ich keine vernünftige Einigung hinsichtlich einer Zusammenarbeit!
Also, wenn wir schon was gemeinsam realisieren wollen, dann gibt es nur eine Option für mich, ich meine natürlich für uns, nämlich die Sahara.
Wenn wir der Menschheit nachhaltig helfen wollen, dann wäre diese Wüste die einzige und auch die richtige Wahl!
Wir haben nicht nur das dafür erforderliche Kapital in unseren Händen, wir wissen, wie man Probleme löst, wir haben auch das dafür erforderliche Know-how, und wir haben vermutlich viel bessere Beziehungen und Verbindungen zu den Staaten bzw. zu den Regierungen als die meisten Staaten untereinander haben!
Also, hier lohnt sich unser Einsatz, die nächsten zwölf Wüsten zusammengerechnet sind nicht größer als die Sahara alleine. Oder noch ein Vergleich, die Sahara ist fast so groß wie Europa! Unsere Welt oder unsere Erde ist nur noch zu retten, wenn wir die Sahara angehen!
Nur wir zusammen sind in der Lage, dieses Projekt zu realisieren, sonst niemand mehr auf dieser Erde!
Alle Anliegerstaaten werden und wollen mitmachen, es sind momentan zehn Staaten und zusammen haben sie auf einem Fondskonto drei Milliarden US-Dollar eingezahlt. Es sind alles Staaten, die für immer saniert wären, aber nur, wenn sie vernünftig haushalten und uns nicht in unserer Arbeit stören und reinreden! Wir sollten die Sahara angehen, denn haben wir Erfolg, werden die Amerikaner, Chinesen und vielleicht die Araber auch nachziehen! Sehen wir uns doch mal die Staaten, die direkt zu der Sahara gehören, an, das wären:
1. Tunesien hat 163.610 km², ca. 12 Millionen Einwohner, 98 % sind Moslems, Staatsdefizit 6 %.
2. Algerien hat 2.381,741 km², rund 34 Millionen Einwohner, 99 % gehören zum Islam, Staatsdefizit ca. 4 %.
3. Marokko mit der Westsahara hat rund 710.850 km², 33 Millionen Einwohner, 99 % sind Moslems, Staatsdefizit 4 %.
4. Mauretanien, 1.030.700 km², 3,5 Millionen Einwohner, 100 % gehören dem Islam an, Staatsdefizit 2 %.
5. Mali, 1.240.142 km², Einwohner: 15 Millionen, 85 % sind Moslems, ein Prozent Christen, Staatsdefizit 3 %.
6. Niger, 1.267.000 km², Einwohner: ca. 17 Millionen, 60 % gehören dem Islam an, Staatsdefizit ca. 3,5 %.
7. Tschad, 1.284.000 km², ca. 11 Millionen Einwohner, 56 % sind Moslems und 42 % Christen, Staatsdefizit 4 %.
8. Sudan, 1.886.068 km², 32 Millionen Einwohner, Moslems 70 %, Christen 5 %, Animisten 25 %, Staatsdefizit 3 %.
9. Ägypten, 1.001.449 km², 80 Millionen Einwohner, 90 % sind Moslems, 10 % Kopten/Christen, Staatsdefizit 8 %.
10. Libyen, 1.775.000 km², 6,4 Millionen Einwohner, dem Islam gehören 97 % an, Staatsdefizit rund 4 %.

Adam-David, wenn wir vor ca. 20 Jahren nicht alle gemeinsam zusammengehalten hätten, gäbe es die Erde vermutlich nicht mehr! Und doch wollten viele Staaten uns verurteilen. Aber der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat uns in allem Punkten freigesprochen. Wir hatten ja auch die besten Verteidiger, ich höre jetzt noch diesen Werner sagen: ‚Herr Präsident, Sie sind hier der vorsitzende Richter, wenn die Angeklagten verurteilt werden sollen, dann wollen wir auch verurteilt werden‘, und alle Geheimdienstchefs standen auf! Die Krönung war dann das Plädoyer des damaligen US-Präsidenten John Kandler gewesen. Ich muss schon sagen, ich bin heute noch sehr stolz auf uns!
Und dann dieses Superhirn Fred, wie der strahlte, als er den Friedensnobelpreis in Stockholm von der Königin erhielt!
Entschuldigt bitte, ein bisschen Gefühlsduselei hat mich gerade übermannt. Einen ganz wichtigen Punkt hätte ich fast vergessen, genauso wie alle Regierungen, die reden und reden und reden, und es sollte dringend was dagegen gemacht werden. Die Rede ist von ca. 7 Millionen Kindern, die im Jahre 2014 wegen Hunger sterben mussten, jetzt sterben ca. 14–16.000.000 Kinder im Jahr an Hunger, und nichts Entscheidendes wird dagegen unternommen!
Allein das reicht schon aus, dass wir dieses gigantische Unternehmen in die Hände nehmen und realisieren sollten!
Schreiben wir doch unsere Namen und einige Daten dazu auf eine Liste, und fangen wir mit unserem lieben und allseits geschätzten Adam-David Jesaja an:
A) Adam-David Jesaja, 62 Jahre alt, verheiratet, vier Kinder, laut Forbes 2.500 Mrd. US-Dollar reich.
B) Boris Puttein, 61 Jahre alt, geschieden, fünf Kinder.“ „Halt, Igor, von wem weißt du das?“ „Soll ich es sagen?“ „Aber ja doch, wir haben doch fast keine Geheimnisse untereinander.“ „Na gut, aber sei mir bitte nicht böse. Seine Frau ist mit dem Gärtner durchgebrannt, mit ihr hat er zwei Kinder, die anderen drei Kinder jeweils mit einer anderen Frau.“ „Donnerwetter, und ich habe gedacht, das interessiert niemanden! Aber Boris, nicht nur da warst du fleißig, dein Vermögen ist nämlich um das 15-Fache angewachsen und liegt laut der russischen Forbes-Ausgabe bei ca. 900 Mrd. US-Dollar.
C) Heinz Bengler, 62 Jahre alt, verwitwet, drei Söhne, laut Manager-Ausgabe rund 510 Mrd. US-Dollar vermögend.
D) Señor Sanszo, 63 Jahre alt, vierte Ehefrau, neun Kinder, laut Forbes 1.250 Mrd. US-Dollar reich.
E) Anwar Al Sadat, 62 Jahre alt, zweite Ehefrau, vier Kinder, ungefähr 600 Mrd. US-Dollar Vermögen.
F) Mao le Thong, geschieden, 63 Jahre alt, elf Kinder, laut Forbes 1.450 Mrd. US-Dollar vermögend.
G) Kim oh Thak, 59 Jahre alt, ist mit meiner Schwester verheiratet, hat drei Kinder, laut Forbes 560 Milliarden US-Dollar geschätztes Vermögen.
H) David-Adam Jesaja, der Halbbruder von Adam-David Jesaja, 49 Jahre alt, verheiratet, fünf Kinder, 1.350 Mrd. US-Dollar reich.
I) Igor Sebastowitsch, 59 Jahre alt, ledig, sechs Kinder, wie mein Schwager Kim 560 Mrd. US-Dollar vermögend.

Jetzt schlage ich vor, dass wir einen Vorsitzenden wählen, und da fällt mir kein Besserer als unser lieber Adam-David dazu ein! Wer ist für Adam-David?“ Alle Hände gingen sofort nach oben. „Das ist doch super, also Adam-David, mehr als 100 % Zustimmung kannst du nicht erwarten. Und da kommen ja schon neun Gläser mit Champagner angerollt, also, Adam-David, auf deine Wiederwahl und auf uns!
Prost, Salute, Cheers.“
Adam-David stand auf. „Igor, du hast mich regelrecht überrollt, aber da ihr es ja nicht anders wollt, nehme ich diese Herausforderung an. Aber wir sollten uns schon im Klaren sein, dass das eine gewaltige Aufgabe sein wird!“


Kapitel 2 - 9 in einem Boot

„Da wir uns in der Vergangenheit schon einige Male über dieses Projekt telefonisch austauschen konnten, habe ich mir mal grob überschlägig Gedanken darüber gemacht, wie hoch die Anlaufkosten und in etwa die Gesamtkosten sein könnten. Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass die Sahara ca. 8.700.000 km² groß ist und dass hier schnell, sogar sehr schnell, zusätzlich 200 Milliarden US-Dollar und mehr aufgebracht werden müssen!

1 .Wasserpipeline mit 5 m Durchmesser/Rundrohre, ca. 6000 km, ca. Kosten 280 Mrd. US-Dollar
2. Pumpstationen, 60 Stück, ca. Kosten 180 Mrd. US-Dollar
3. Containerschiffe, sechs Stück, je 400 m lang, ca. Kosten 6 Mrd. US-Dollar
4. Saatgut, Sträucher, Hecken und Bäume, ca. Kosten 16 Mrd. US-Dollar
5. Wasserkanäle in und durch die Sahara, ca. Kosten 160 Mrd. US-Dollar
6. Personalkosten, im Durchschnitt 90.000 Mitarbeiter auf sechs Jahre, ca. 60 Mrd. US-Dollar
7. Containerdörfer, zehn Stück, zehn Krankenhäuser, ca. Kosten 8 Mrd. US-Dollar
8. Ärzte, Krankenpfleger(innen), Wachdienst usw., ca. Kosten 4 Mrd. US-Dollar
9. Hallen, vier Flugplätze, Betonstraßen, ca. Kosten 6 Mrd. US-Dollar
10. Wasserkosten an Grönland und Dänemark, 75 % zu 25 %, ca. Kosten 100 Mrd. US-Dollar

Grob geschätzte Gesamtkosten: ca. 815 Mrd. US-Dollar

Ich habe mir mal drei Varianten ausgedacht, die da wären: Die erste Möglichkeit wäre, die zehn Anrainerstaaten um die gesamte Sahara unterzeichnen uns einen Vertrag, der bei der Weltbank hinterlegt wird, und bei der Übergabe unseres Projektes an diese Staaten erhalten wir bei Verzicht auf jeglichen Einspruch der Anrainerstaaten während der Bauphase 15 Billionen US-Dollar von den Anrainerstaaten. Wir erhalten das Geld von der Weltbank ausgezahlt, und die Weltbank wird sich das Geld von den zehn Anrainerstaaten gesichert holen.
Eine weitere Option wäre die, dass wir ab Fertigstellung des Projektes 15 Jahre plus einer einseitigen Option von weiteren 15 und 15 Jahren erhalten oder die Laufzeit wäre 99 Jahre, und dass wir alle Waren der Äcker und Wiesen auf den Weltmarkt verkaufen dürfen.
Oder wir kaufen den zehn Sahara-Staaten, ihren Sahara-Anteil in Quadratkilometern ab. Der Staat würde ‚Sahara‘ heißen, alle Anbauwaren erhalten diese Staaten zum gleichen Preis, wie unser Ausfuhrpreis in dem jeweiligen Jahr ist.
Wenn wir den zehn Staaten ihren Sahara-Anteil abkaufen würden, natürlich vorausgesetzt, sie wären daran interessiert, welche Forderungssumme könnte auf uns zukommen?
Hat von euch einer eine Vorstellung, wie hoch diese Summe sein könnte?
Prima Anwar, bei deinem Hintergrundwissen, und immerhin ist Ägypten auch ein Mitbesitzerstaat der Sahara, lass uns mal deine Meinung hören. Bevor wir uns mit dieser Zahl beschäftigen oder auseinandersetzen, sollten wir uns aber mit den Einwohnerzahlen befassen. Wer wohnt eigentlich in der Wüste, und vor allen Dingen, wie sehen die wirtschaftlichen Verhältnisse von diesen zehn Staaten aus?

Jetzt nenne ich euch noch einige vielleicht ganz, ganz wichtige Kriterien, die da wären:
1. Nehmen wir mal an, unser eigentlicher Anteil wäre rund 4,5 Millionen km², dann wären wir nach Russland, Kanada, China, USA, Brasilien und Australien der siebtgrößte Staat auf Erden!
2. Aber wir hätten fast keine Bewohner für diesen Staat ‚Sahara‘.
3. Denn wer soll und wer darf hier wohnen?
4. Gott sei gedankt, dass wir auf der gesamten Erde endlich die Religionsfreiheit haben!

Wenn wir staatliche Unterstützungen finanzieller Art in Anspruch nehmen würden, wollen die sofort das Sagen haben, und das könnte dieses Projekt nicht gebrauchen! Wir müssen unbedingt das alleinige Sagen während der Bauphase haben!
Aber es wäre von Vorteil für uns, wenn wir von Staaten wie Russland, China, USA, Japan, Indien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada, Südkorea, Brasilien, Türkei und Indonesien eine schriftliche Schutzerklärung erhalten könnten. Wir hätten einige Dinge dafür anzubieten, zum Beispiel Sonderkonditionen beim Abkaufen unserer Waren, die aus der Sahara kommen, dann die Möglichkeit der Einwanderung in diesen neuen Staat und eventuell der Abkauf unseres Vertrages!
Gelingt es uns, diese 14 Staaten vertraglich als sogenannte Schutzmächte hinter uns zu bringen, dann lösen wir ganz alleine alle Probleme! Nach außen hin werden uns diese Staaten auch unterstützen, in der Hoffnung, dass wir gut vorankommen, aber das gesamte Projekt nicht fertig bekommen, und dass sie uns dann ausbooten können!
Aber diesen Glauben sollten wir ihnen nicht nehmen, wichtig ist für uns nur ein Punkt: dass die Welt erfährt, dass wir von diesen Staaten militärisch geschützt werden.
Vielleicht wollen die uns ja unser Projekt, wenn es fertiggestellt ist, abkaufen!?
Mit der Infrastruktur müssten wir sofort beginnen, ebenso mit zehn oder mehr Standorten mit sämtlichen Gebäuden, also zum Beispiel Krankenhäuser, Kindergärten, Ganztagsschulen, Wohnhäuser, Sporthallen mit Schwimmbädern, Stadien und Kirchen. Geschäfte und kleine Betriebe werden von alleine entstehen, und Groß- und Weltfirmen werden nachziehen, Airports müssten wir auch sofort bauen, oder bestehende übernehmen!
Das mit den sogenannten Schutzmächten werden wir in den Griff bekommen. Sicherheitshalber sollten wir 900 Milliarden US-Dollar bereitstellen und unsere Verkaufssumme nur unter uns bereden, denn im Laufe der Bauphase werden sicherlich noch vielfältige Probleme auf uns zukommen, die uns vermutlich dazu zwingen werden, noch erheblich zusätzliches Kapital einzubringen, und damit wird sich vielleicht auch unsere Vorstellung hinsichtlich einer Verkaufssumme ändern. Unsere Schutzmächte, und vielleicht kommen noch einige Staaten dazu, werden uns die Summe bezahlen, die wir haben wollen bzw. uns vorstellen.
Und da wir ja alles selber finanzieren, bauen wir auch mit unseren eigenen Firmen. Unser Mitarbeiterpotenzial dürfte groß genug sein, dass wir dieses Projekt alleine angehen können, und außerdem können wir zusätzliches Personal von den zehn Sahara-Staaten aktivieren.
Lassen wir die Forbes-Zahlen einmal einfach so stehen, dann müssten wir zusammen bei 5 % vom jeweiligen Vermögen rund 500 Milliarden US-Dollar sofort als Startkapital einbringen. Und sehr schnell werden unsere restlichen Freunde bei uns auf der Matte stehen, um hier mitzumachen, und die können wir sehr gut gebrauchen! Schauen wir uns doch mal unsere früheren Partner der Reihe nach an. Also unser Wackelkandidat Enotip, wird jetzt von Enrico geführt, d. h. Italien als Staat. Dann hätten wir Scheich Khalid, der könnte uns, also auch mir, bestens in Bezug auf die Sahara-Staaten behilflich sein. Das Gleiche gilt für Rosenstein und Mao, beide sind ein Super-Tandem, unser Giller hat seine Finger auch überall drinnen, und unser Mormone Yong ist sehr, sehr einflussreich in Nord- und Südamerika.“

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 498
ISBN: 978-3-95840-230-0
Erscheinungsdatum: 17.10.2016
EUR 22,90
EUR 13,99

Herbstlektüre