Krimi & Spannung

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Susy B.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Leseprobe:

<strong>Hausstaub</strong>

Gabi stellte erschöpft den Putzeimer beiseite, nahm das Kopftuch ab und blickte, während sie sich die Haare ­ordnete, in den großen Barockspiegel im Hausflur. Was sie da sah, gefiel ihr nicht: eine vorzeitig gealterte Frau um die dreißig, die man gut und gerne zehn Jahre älter schätzen würde. Entmutigt wandte sie sich ab, setzte sich mit einer Tasse Kaffee ins Wohnzimmer und ließ die Jahre Revue passieren: Damals hatte alles wie in einem modernen Märchen begonnen! Vor fünfzehn Jahren hatte sie als Stenokontoristin in den Heine-Werken begonnen. Auf einer Firmenfeier hatte der Chef, ein zwanzig Jahre älterer Mann, mit ihr getanzt. Von da an war es mit ihrer Karriere aufwärtsgegangen. Zuerst wurde sie in eine ruhigere Abteilung versetzt, dann zur Sekretärin des Chefs befördert und kurze Zeit später bat er sie, seine Frau zu werden. Jung und unerfahren, wie sie war, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Viel später erst fiel ihr auf, dass von Liebe niemals die Rede gewesen war. Über die ersten beiden Jahre konnte sie eigentlich nichts Negatives sagen. Kurt behandelte sie mehr als Tochter denn als Ehefrau und erfüllte ihr jeden Wunsch. Natürlich arbeitete sie nicht mehr. Ihre Aufgabe bestand darin, das große Haus und den Garten sauber zu halten, Gäste zu bewirten und ähnlichen repräsentativen Aufgaben nachzukommen. Doch dann hatte kaum merklich die Veränderung ihres Mannes begonnen. Zuerst entließ er alle Hausangestellten, denn er war der Meinung, dass sie sowieso den Haushalt besser führen konnte. Anfangs fühlte sie sich geschmeichelt, doch dann wuchs ihr langsam die Arbeit über den Kopf. Gleichzeitig veränderte sich Kurt. Er wurde plötzlich von Nies- und Asthmaanfällen geplagt. Besuche bei Ärzten brachten zutage, dass er offensichtlich an einer Menge von Allergien litt, besonders aber gegen Hausstaub allergisch war. Das führte dazu, dass zuerst alle Stoffkissen und Vorhänge verschwanden oder gegen nahezu allergenlose ausgetauscht wurden, außerdem sämtliches Mobiliar. Obwohl sie eine junge Frau war, hatte sie sich doch an den schönen deutschen Eichenmöbeln erfreuen können. Jetzt standen hier überall pflegeleichte, abwaschbare moderne Dinger, die keinerlei Gemütlichkeit verbreiteten. Jeden Tag musste sie wischen und putzen. Und wehe, sie hatte einmal eine Ecke vergessen! Kurt kontrollierte abends demonstrativ jeden Winkel des Hauses. Bekam er einen Hustenanfall, so konnte sie sicher sein, dass er Staub entdeckt hatte. Böse, beleidigende Worte waren das wenigste, was sie zu erwarten hatte! Vor einiger Zeit hatte er sogar einen neuen Staubsauger gekauft, der besonders für Allergiker geeignet war.
Sie stand auf, denn ihr war eingefallen, dass sie den Beutel wechseln musste. Tatsächlich war er bereits sehr voll und sie stellte ihn neben sich. Nachdem sie den Deckel geschlossen hatte, betrachtete sie nachdenklich den prall gefüllten Beutel. Schon seit langer Zeit hatte sie den Verdacht, dass die angebliche Allergie nur ein Druckmittel war, um sie zu quälen, denn in der Firma und in den wenigen Urlauben, die sie miteinander verlebt hatten, gab es keine Asthmaanfälle. Sie musste einfach Gewissheit haben!

Einige Wochen später

Eine blasse, verhärmt blickende Frau in Schwarz saß dem ermittelnden Kommissar gegenüber und stand ihm Rede und Antwort: „Wie Sie wissen, ist Ihr Mann an einem Asthmaanfall gestorben. Sie sagen, Sie hätten nicht mitbekommen, was passiert ist. Wie soll das geschehen sein? Erzählen Sie bitte!“
Die junge Frau nickte und man konnte fast Tränen in ihrer Stimme vernehmen, als sie leise zu sprechen begann: „An diesem Tag, es war sehr heiß, war ich mit meiner Hausarbeit gerade fertig und hatte mich etwas in den Garten gelegt, als ich das Telefon klingeln hörte. Ehe ich aber abnehmen konnte, hatte der Teilnehmer schon aufgelegt. Da fiel mein Blick auf die Türe des Abstellraumes, die leicht geöffnet war. Mein Mann konnte es nicht leiden, wenn nicht benutzte Räume offen standen. Ich drückte also die Türe ins Schloss und sperrte gleich von außen ab. Im selben Augenblick klingelte das Telefon erneut und ich eilte ins Wohnzimmer. Leider war es offensichtlich wieder eine Fehlverbindung, denn es ertönte das Freizeichen. Ich habe mich geärgert, das tragbare Telefon an mich genommen und bin wieder in den Garten. Hier muss ich nun im Liegestuhl eingeschlafen sein, denn als ich erwachte, stellte ich fest, dass es schon früher Nachmittag war und ich noch einiges zu tun hatte. Ich ging also wieder ins Haus. Beim Blick aus dem Küchenfenster stellte ich fest, dass das Auto meines Mannes in der Einfahrt stand. Er musste also schon hier sein. Ich rief dann seinen Namen, eilte durch alle Räume, aber ich fand ihn nicht. Einer bösen Ahnung folgend öffnete ich die Türe des Abstellraumes. Was glauben Sie, was das für ein Schock für mich war, als ich ihn am Boden liegen sah! Nach dem ersten Schreck habe ich sofort den Notarzt gerufen, aber der konnte auch nur seinen Tod feststellen.“
„So weit, so gut“, unterbrach sie der Kommissar, „laut Arztbericht ist Ihr Mann an einem Asthmaanfall gestorben. Können Sie sich das erklären?“ Eindringlich betrachtete er die junge Frau, die sich soeben die Tränen abwischte und dann mit tränenverhangener Stimme antwortete: „Wahrscheinlich hatte mein Mann sein Spray vergessen – er bewahrte es nämlich immer in der Abstellkammer auf. Unglücklicherweise wollte ich erst nachmittags das neue Rezept einlösen. Nun stelle ich aber auch die vollen Staubsaugerbeutel in die Abstellkammer. Auch diese wollte ich nachmittags entsorgen. Mein Mann muss dann sofort seinen Anfall bekommen haben, wahrscheinlich hat er dann versehentlich die vollen Beutel umgestoßen, sodass sich sein Asthma verschlimmerte. Er hatte dann wohl keine Kraft mehr, die Türe aufzubrechen. Ich konnte ihn ja im Garten nicht hören.“ „Nein, das konnten Sie wohl nicht“, gab der Kommissar zu.
„Eine seltsame Geschichte“, meinte er zu seinem Assistenten, nachdem die Frau gegangen war. „Es gibt keine Mordwaffe und offensichtlich auch kein Motiv.“ „Da haben Sie recht, Chef“, bestätigte sein junger Kollege. „Ich habe etwas recherchiert: In seinem Testament wird der bereits erwachsene Sohn aus erster Ehe bedacht, die Frau geht aufgrund des notariellen Vertrages nahezu leer aus, sie wird wohl wieder arbeiten müssen. Die Fabrik und auch das Haus erbt der Sohn. Und falls Sie hier ein Motiv vermuten – der junge Mann hat ein bombenfestes Alibi. Er wohnt nicht nur einige Hundert Kilometer vom Tatort entfernt, sondern hat zum betreffenden Zeitpunkt gerade unterrichtet, er ist nämlich ­Lehrer. Etwa dreißig Zeugen können das bestätigen.“ „Wir müssen wohl von einem tatsächlichen Unglücksfall ausgehen“, gab der Kommissar zu und schloss die Ermittlungsakten.
Einige Tage später wunderte sich ein Penner namens Hugo, als er auf seinen Streifzügen durch die Müllkippen einen fast neuen Staubsauger fand. „Was doch die Leute so alles wegwerfen“, murmelte er in seinen Dreitagebart und nahm ihn mit. Beim Versetzen würde er sicherlich einige Euro dafür bekommen.

Drei Jahre später

Gabi saß auf der Terrasse des Hauses, ein Kinderwagen stand neben ihr.
Das Unfassbare war geschehen: Kurts Sohn aus erster Ehe, der nur zwei Jahre jünger war als sie und den sie erst nach Kurts Tod zum ersten Mal gesehen hatte, hatte sich in sie verliebt und nach einer gewissen Bedenk- und Trauerzeit hatte sie seinen Antrag angenommen. Ihre erste Aufgabe war es gewesen, das Haus aus seiner Tristesse zu befreien, neue Möbel, Gardinen und Teppiche anzuschaffen, Partys zu geben, eine Haushälterin einzustellen … Und auch sie lebte auf, das hässliche Entlein glich nun einem schönen Schwan, der mit der alten Gabi nichts mehr gemein hatte. Seit drei Monaten war nun das Glück perfekt: Im Kinderwagen schlief ihr kleiner Sohn.
Da, endlich kam Gerhard nach Hause. Nach der Arbeit war er noch beim Arzt gewesen. Sie begrüßte ihn herzlich und fragte: „Was hast du denn, Liebster? Bist du krank?“ Er machte plötzlich ein ernstes Gesicht: „Eine dumme Geschichte. Ich habe mich testen lassen, du weißt schon, wegen des Hustens, der mich schon längere Zeit quält. Da hat sich dann herausgestellt, dass ich gegen Staub allergisch bin. Der Doktor hat gemeint, wir sollten alles, was Staub anzieht, aus dem Haus schaffen. Die Teppiche, Vorhänge, die schweren Möbel. Auch sollten wir uns einen neuen Staubsauger zulegen, es gibt da extra welche für Allergiker. Und baldmöglichst sollten wir auch den Jungen testen lassen, der Arzt meinte, das Leiden wäre erblich. Aber Liebling, das ist doch kein Grund, so zu lachen! Was hast du denn?“
Gabis hysterisches Lachen klang durch das ganze gemütlich eingerichtete Haus. Sie lachte auch dann noch, als sie zwei Männer mit weißen Anzügen abholten und auf einer Bahre festschnallten.


Heimspiel
Eigentlich war Max Lindner nur ein kleiner Ganove. Schwarzfahrten, Automateneinbrüche und als Höhepunkt seiner Karriere eine vereidigte Falschaussage hatten ihm wenig Ruhm, jedoch einige Gefängnisaufenthalte eingebracht. Und wie jeder kleine Gauner träumte auch er von dem Coup, der ihm nicht nur anerkennenden Ruhm, sondern auch das nötige Kleingeld einbringen sollte, mit dem er sich dann in die Südsee absetzen wollte. Dieser Traum wurde immer dann deutlich, sobald er sich die bunten Prospekte der Reisegesellschaften ansah, in denen froh gelaunte Menschen unter Palmen mit einem Drink in der Hand abgebildet waren. Zeit hatte er genug, denn sein letzter Arbeitsplatz war wegrationalisiert worden. Wer würde ihn, einen fast rentenberechtigten Vorbestraften, denn noch einstellen? Die Zeiten waren hart und er verbrachte seine Tage meist in Kaufhäusern, wo er sich kostenlos aufwärmen konnte. Da seine Arbeitslosenhilfe kaum zum Nötigsten reichte, musste er zu Hause mit dem Heizen sparen.
Heute überflog er wieder einmal eine Tageszeitung, die jemand am Tisch des Kaufhauscafés hatte liegen lassen. Folgende Schlagzeile stach ihm sofort ins Auge: „Schlagerspiel am nächsten Samstag fast ausverkauft. Es wird ein volles Stadion erwartet“. Weiter las er nicht. Natürlich, der ört­liche Verein spielte am Wochenende gegen einen Erstligisten um das Weiterkommen im Pokal. Ins hiesige Stadion passten etwa 40?000 Menschen, bei einem durchschnittlichen Eintrittspreis von 15 e wären das … jedenfalls eine immense Summe.
Während der Woche bastelte er sich dann einen Plan zurecht. Sein Neffe Andreas, der selbst in der Jugendmannschaft spielte und an günstige Karten kam, hatte ihn schon gelegentlich zu einem Spiel mitgenommen. Ohne wirklich etwas von Fußball zu verstehen, genoss er es doch, auf der Ehrentribüne zu sitzen und vom stehenden Fußvolk beneidet zu werden. Er erinnerte sich auch an ein Gespräch mit seinem Neffen, der einmal auf einer feuchtfröhlichen Feier nach einem gewonnenen Spiel beiläufig erwähnt hatte, dass die drei Kassenhäuschen wirklich schlecht gesichert seien und es ein Wunder wäre, dass sie bisher noch niemand überfallen habe. Zwei Hausfrauen und ein Rentner verkauften Eintrittskarten, gegen Ende der ersten Halbzeit kam ein Beauftragter und nahm eine ungesicherte Aktentasche mit den Geldbündeln in Empfang. Laut seinem Neffen gab es in den Kassenhäuschen kein Telefon, geschweige denn eine Alarmanlage.
Max Lindner kaufte sich von seinem letzten Geld in verschiedenen Geschäften eine schwarze Perücke, eine Brille mit Fenstergläsern und eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole. Es gab vor Spielbeginn immer nur sehr sporadische Personenkontrollen und einen unauffälligen älteren Mann würde wohl keiner verdächtigen, randalieren zu wollen. Es war gerade Faschingszeit und sicherlich würde sich auch kein Verkäufer an ihn erinnern. Sein Plan war folgender: Er würde sich am Samstag zuerst einmal an einer der Kassen anstellen und eine Karte kaufen; dabei musste er versuchen, unauffällig das Innere des Kassenhäuschens zu inspizieren. Gegen Mitte der Halbzeit würde er seinen Platz verlassen und nach unten gehen. Den Platzordner und den dort anwesenden Polizisten würde er mit dem Hinweis auf eine angebliche Rauferei in seinem Block zum Nachsehen veranlassen. Er selbst würde sich dann beeilen, das Kassenhäuschen zu erreichen (er hatte sich für das des Rentners entschieden, Frauen gegenüber konnte er keine Gewalt anwenden), zu klopfen, eingelassen zu werden und dem überraschten Kassierer die unechte Pistole an die Brust zu setzen. Sicherlich würde dieser ihm sofort das Geld aushändigen. Danach würde er über die Kleingartenkolonie flüchten, dort irgendwo im Laufen seine Perücke usw. wegwerfen und die nächste U-Bahn nehmen, die direkt zum Flughafen fuhr. Und dann ab ins nächste Flugzeug nach Frankfurt und von dort in die Südsee. In Gedanken daran konnte er fast schon spüren, wie das laue Meerwasser um seine Knöchel spülte.
Am Samstag reihte er sich rechtzeitig in die Schlange am mittleren Kassenhäuschen ein, denn er konnte es nicht riskieren, keine Karte mehr zu bekommen. Schon die Menge der Wartenden erfreute ihn. Da würde wohl eine Menge Geld in der Kasse sein! Als er an der Reihe war, konnte er unauffällig beobachten, dass bereits ganze Geldbündel in der Kasse lagen. Die Südsee rückte näher!
Unkontrolliert kam er ins Stadion. Als er sich auf seinen Platz setzte, stellte er mit zufriedenem Blick fest, dass das Stadion tatsächlich ausverkauft schien. Gegen Mitte der ersten Halbzeit, es stand übrigens 0?:?0, erhob er sich, drängte sich wortreich entschuldigend durch die murrende Menge, machte den Polizisten und den Platzordner auf die angebliche Rauferei aufmerksam und beeilte sich nach deren Verschwinden, das Kassenhäuschen zu erreichen. Jetzt musste alles schnell gehen! Das Inspizieren des Platzes, dass sich außer ihm niemand in Nähe des Häuschens befand, das Anklopfen und das Aufreißen der ungesicherten Türe waren eins. Schon zielte er mit seiner Pistole auf den sich erschreckt herumdrehenden Kassierer und forderte: „Geben Sie mir das ganze Geld, schnell!“ Weniger erschrocken als verblüfft sah ihn der Angesprochene an: „Aber ich habe doch gar kein Geld mehr!“
Max Lindner blickte irritiert, hatte er doch diese Antwort in seinem Plan nicht mit einkalkuliert. Unter seiner Perücke schwitzte er plötzlich ganz fürchterlich.
„Reden Sie keinen Unsinn“, schnauzte er zurück, „der Hauptkassierer war doch noch nicht da. Außerdem stand schon in der Presse, dass das Spiel heute ausverkauft sein wird. Und das ist es ja wohl auch. Also lügen Sie mich nicht an und geben Sie mir endlich die Einnahmen!“
„Jetzt beruhigen Sie sich doch“, meinte der Rentner und schob Max Lindner, dessen immer noch auf ihn gerichtete Pistole ignorierend, den zweiten Holzstuhl zu. Der völlig desorientierte Räuber ließ sich tatsächlich nieder.
Der Kassierer nahm dies milde lächelnd wahr und meinte dann: „Sie haben völlig recht, der Hauptkassierer war noch nicht da. Er wird heute auch nicht kommen.“
Max Lindner verstand nun überhaupt nichts mehr, was dazu führte, dass er nicht nur die Pistole einsteckte, sondern auch seine Perücke abnahm.
Unaufgefordert redete der Kassierer weiter: „Sie haben also die Information aus der Presse. Außer der Überschrift haben Sie wohl nichts gelesen.“ Beschämt musste Max Lindner dies zugeben. „Das hätten Sie aber unbedingt tun sollen. Denn am Ende der Notiz war zu lesen, dass aufgrund der hohen Schulden unseres Vereines der Gerichtsvollzieher die heu­tigen Einnahmen pfänden wird. Und genau das hat er vor einigen Minuten getan. Durchsuchen Sie hier alles, Sie werden nichts finden. Im Vertrauen, ich hätte das Geld lieber Ihnen gegeben, aber Sie kommen nun einmal zu spät. So, und jetzt beeilen Sie sich, damit Sie wenigstens die zweite Halbzeit mitbekommen, schließlich haben Sie für das ganze Fußballspiel bezahlt. Dem Jubel nach führen wir.“ Er zog Max Lindner von seinem Stuhl hoch und drängte ihn nach draußen.
„Aber wollen Sie mich denn nicht der Polizei übergeben?“, wandte der verhinderte Geldräuber noch ein.
„Warum sollte ich! Sie haben mir nichts getan, und dass Sie mich mit einer Spielzeugpistole bedroht haben, sieht wohl jedes Kind. Wenn Sie mich wieder einmal besuchen wollen, lesen Sie aber bitte vorher aufmerksam die Tageszeitung. Wählen Sie dann einen Tag, an dem der Gerichtsvollzieher erneut pfänden will, und kommen Sie dann rechtzeitig.“
Ehe sich Max Lindner versah, stand er wieder draußen. Da gerade Pause war, umringten ihn jubelnde Fans und er konnte sofort unerkannt in der Masse untertauchen.
Das Spiel war dann doch noch ganz annehmbar. Sein Verein gewann 2:1 und kam eine Runde weiter. Das bedeutete auch nächstes Mal wieder ein volles Haus. Der Traum vom schönen Leben in der Südsee rückte für heute erst mal in weite Ferne. Und außerdem: Auf Hawaii gab es nicht nur kein Bier, sondern sicherlich auch keine vernünftigen Fußballspiele!

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 50
ISBN: 978-3-99003-324-1
Erscheinungsdatum: 21.07.2011
EUR 9,90
EUR 5,99

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