Mein Freund, das Buch: Diese fünf berührenden Bücher über Freundschaft müssen Sie gelesen haben.
»Es ist ein nicht kleines Wunder, sich selbst zu verdoppeln«, schrieb Michel de Montaigne in seinem einfühlsamen Essay über die Freundschaft. Ein echter Freund, so Montaigne, sei einmalig und nicht mit der Banalität eines Alltagsfreundes vergleichbar. Ein Alltagsfreund ist ein Freund, der einen Zweck erfüllt. Erlischt der Zweck, erlischt die Freundschaft. Doch ein echter Freund, das ist die eigene Seele in einem anderen.
Was Freundschaft ihrem Wesen nach ist, beschäftigte aber nicht nur den Philosophen Montaigne. Auch viele Schriftsteller vor und nach ihm beleuchteten die Freundschaft in ihren Büchern, ihren Märchen, Mythen und Geschichten. Denn Freundschaft ist eine schillernde Sache, die, von allen Seiten betrachtet, ein schönes, wenn auch komplexes Gesamtbild gibt. Damit bringt Freundschaft alles mit, was es braucht, um zum Stoff einer guten Geschichte zu werden: Sie ist selten, schön, vielschichtig, ein Phänomen, das uns alle betrifft und sie bietet vor allem eines: die Chance auf einen interessanten Konflikt. Und was die Liebe für die Freundschaft ist, das ist der Konflikt für eine Geschichte – im Innersten hält er alles zusammen.
Wohl aus diesem Grund wurden schon so viele Bücher über das Thema Freundschaft verfasst. Und sie alle bieten Orientierung. Denn auch Freundschaft kennt nicht nur Sonnenseiten. Doch vielleicht macht sie das gerade aus. Denn Freunde werden, das ist einfach – Freunde bleiben, das ist schwer. Die schönsten Bücher über Freundschaft, die jemals geschrieben wurden und Leseempfehlungen zum Thema aus dem novum Verlag finden Sie in diesem Artikel.
Die fünf schönsten Bücher über Freundschaft, die jemals geschrieben wurden
»Von Mäusen und Menschen«, John Steinbeck
Mit komplizierten Beziehungen kennt John Steinbeck sich aus. Exzellenz in Beziehungsfragen beweist der Literaturnobelpreisträger auch in »Von Mäusen und Menschen«. Die Geschichte, die im Kalifornien der 30er Jahre spielt, behandelt die so tiefe wie tragische Freundschaft von George und Lennie. Die zwei Wanderarbeiter ziehen zur Zeit der Großen Depression von Farm zu Farm, um sich mit Arbeit über Wasser zu halten. George kümmert sich liebevoll um Lennie, der eine geistige Behinderung hat, George jedoch liebt und ihm nicht von der Seite weicht. Körperlich kräftig, ist Lennie, der Hyne, gerne auf jeder Farm gesehen, weswegen auch George von ihm profitiert. Jedoch bringt Lennie, der es nicht besser weiß, sich und andere immer wieder in Gefahr. Zwar träumen George und Lennie von einem besseren Leben, doch als Lennie wieder einmal die Kontrolle verliert, zerschellt der Traum an der harten Realität.
»Narziss und Goldmund«, Hermann Hesse
Gegensätze ziehen sich an. Das zumindest zeigt sich in Hermann Hesses Meisterwerk »Narziss und Goldmund« ganz deutlich. Narziss, ein Geistlicher, der sich dem Kloster und der intellektuellen Lieben verschrieben hat, begegnet Goldmund schon in jungen Jahren. Dass Goldmund als Künstlerseele so ganz anders gestrickt ist als Narziss, tut der Freundschaft keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, beide entwickeln eine jeweils tiefe Faszination füreinander. Doch als Goldmuns aufbricht, um das Abenteuer zu suchen und die Welt mit allen ihren Verlockungen und Gefahren zu erkunden, trennen sich die Wege der zwei Freunde. Vorerst. Ein Buch, das zeigt, dass es gerade die Unterschiede sind, die einer Freundschaft ihren Wert geben.
»Im Westen nichts Neues«, Erich Maria Remarque
Freundschaft kennt viele Gesichter. Manchmal tritt sie auch als Kameradschaft in Erscheinung, wie es in dem Kriegsdrama »Im Westen nichts Neues« der Fall ist. Wo Angst, Gewalt und Rachsucht herrschen, ist Freundschaft das einzige Licht, das noch durch die Rauchwolken des Krieges dringt. Doch die Freundschaft zwischen den Soldaten Paul Bäumer, Kat, Kropp, Müller und Tjaden geht noch viel weiter, denn sie entwickelt sich zur Bereitschaft der Selbstaufopferung. Wer ein gemeinsames Schicksal teilt, ist durch einen tieferen Sinn verbunden, den auch der Tod nicht scheidet…
»Pu der Bär«, A. A. Milne
Geliebt werden, nicht trotz seiner Schwächen, sondern um derentwillen, das ist die Kernbotschaft von »Pu der Bär«, geschrieben von A. A. Milne. Die Vorlage für den knuffigen Bären Pu und seine Freunde I-Aah, Tiger, Rabbit, Kanga, Roo, Eule und Christopher Robin fand der Autor in den Stofftieren seines Sohnes Robin. Gemeinsam bestreiten die besten Freunde aufregende Abenteuer im Hundertmorgenwald, den Christopher Robin, der einzige Mensch in der Runde, immer wieder aufsucht, um seine tierischen Freunde zu sehen. Am Ende, als Christopher Robin langsam erwachsen Wirt, ist es Zeit, dem Märchenwald Lebewohl zu sagen. Eine Trennung, die A. A. Milne mit den wohl schönsten Wirten einfängt, die am Ende einer Freundschaft stehen können: »Wie glücklich bin ich, etwas zu haben, das den Abschied so schwer macht.«
»Der geheime Garten«, Frances Hodgson Burnett
»Wenn man etwas liebt – eine Blume, ein Tier oder einen Menschen –, dann heilt es.« Freundschaft in allen ihren Facetten erblüht auch in dem Kinderbuch »Der geheime Garten« von Frances Hodgson Burnett. In dem Buch begeben wir der zehn Jahre alten Mary Lennox, die in Indien als Tochter eines reichen, britischen Elternpaars aufwächst. Als Marys Eltern plötzlich sterben, wird sie nach Yorkshire, in das Landhaus ihres verschlossenen Onkels Archibald Craven, geschickt. Das Anwesen ist kühl, verwildert, voller verschlossener Türen – und auch voller Geheimnisse. Eines Tages erfährt Mary von einem geheimen Garten, den seit zehn Jahren niemand mehr betreten hat. Mit Hilfe des gutherzigen Gärtners Ben Weatherstaff, des tierlieben Jungen Dickon und schließlich des kränklichen Cousins Colin entdeckt sie nicht nur den Garten, sondern auch die Kraft von Freundschaft, Mitgefühl und Natur, die so wilde wie wunderschöne Blüten treiben.
Lesenswerte Bücher über Freundschaft sind auch bei uns im novum Verlag erschienen:
»Fünf fabelhafte Freunde«, Jan Louis
Als in der lebhaften Stadt Sonnenau die Sommerferien beginnen, träumen Mia, Ben, Emma und Lukas von einzigartigen Abenteuern. Die fünf fabelhaften Freunde Starko, Koordia, Speedo, Maya und Flexo bieten ihre einzigartigen Fähigkeiten an, um den Kindern bei ihren Abenteuern zur Seite zu stehen. Jedes Kapitel offenbart spannende Herausforderungen und zeigt die Entwicklung von Mut und neuen Fähigkeiten. Ein inspirierendes Buch über Freundschaft, Abenteuer und das Überwinden von Hindernissen.
Hier geht es zum Buch im Onlineshop!
»Fünf Freunde bleiben im Gespräch«, Erich Skopek
»Fünf Freunde bleiben im Gespräch« – welch ein wegweisender Titel zum Anliegen dieses Buches, inspiriert von »Die fünf Freunde« von Enid Blyton, deren Geschichten der Autor in seiner Kindheit verschlungen hat. Nun begibt sich Erich Skopek selbst auf die Suche nach der verlorenen Kunst des Miteinanders und versucht, sie neu zu beleben. Denn, so die Meinung des Autors, echte Beziehungen zu Einzelnen sind rar geworden. Entweder haben die Menschen es verlernt, ein solches Miteinander aufzubauen oder sie scheuen die Mühen und Kosten, um wahre Gemeinschaft wachsen zu lassen. Deshalb, so ist sich der Autor sicher, leiden heute viele Menschen unter Einsamkeit und oberflächlichen Beziehungen. Eine kleine Schar von Freunden beweist nun, dass es sich lohnt, authentische Freundschaft zu leben.
»Nachtlaterne«, eine berührende Kurzgeschichte über Freundschaft, die die Zeiten überdauert, hat Gastautorin Viktoria Harrer außerdem hier für Sie verewigt.
Welche Bücher oder Geschichten über Freundschaft haben Sie im Innersten berührt? Verraten Sie uns Ihre Buchtipps in den Kommentaren!
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