Autoren

Richard Beitl

Richard Beitl (1900–1982) wurde in Vorarlberg geboren und war sowohl im akademischen Betrieb in Berlin als auch in seiner „Geburtsheimat“ Montafon gleichermaßen zuhause. Während seiner Berliner Studienzeit in den 20er-Jahren erlebte er – sozial engagiert im Umkreis des Schöpfers der religiös-kulturell reformerischen Studentenbewegung Dr. Carl Sonnenschein – die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Inflation in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, die den geschichtlichen Hintergrund seines zeitgenössischen Berliner Romans bilden. Als Mitarbeiter beim „Atlas der Deutschen Volkskunde“ zu Beginn der dreißiger Jahre und erster habilitierter Volkskundler trug Beitl mit seinen Werken „Untersuchungen zur Mythologie des Kindes“ ([1933], 2007 postum hg. von Bernd Rieken und Michael Simon), „Deutsche Volkskunde“, „Deutsches Volkstum der Gegenwart“ (beide 1933) und mit dem in drei Neuauflagen erschienenen „Wörterbuch der deutschen Volkskunde“ (1936 und öfter), „Im Sagenwald. Neue Sagen aus Vorarlberg“ (1953, Reprint 1982), bedeutend zur Ausrichtung des noch jungen Faches Volkskunde bei.
Als Dichter trugen ihm die wiederholt neuaufgelegten Romane „Angelika“ (zuerst 1939) und „Johringla“ (1951) aus seiner Heimat Montafon und Erzählungen aus Kriegsjahren („Vom Havelland zum Val Serchio. Skizzen 1944/45“, 1976) sowie Lyrik hohe Bekanntheit ein.

Publikationen:

Empfehlungen zum Muttertag