
Herr Hallervorden, Ihr neues Buch trägt den Titel „Meine erstaunlichen Alltagsabenteuer“. Was hat Sie dazu inspiriert, gerade diesen Titel zu wählen?
Na, der Titel soll ja nur in stark verkürzter Form Lust machen, einzutauchen in all das, was mir mein Leben und meine Fantasie so an skurrilen Dingen beschert haben. Die Geschichten zeigen, dass die besten Sketche das Leben selbst schreibt. Um das zu erkennen, braucht man allerdings eine Prise Humor – denn Humor ist der Schwimmgürtel auf den stürmischen Wellen des Lebens!
Wie kamen Sie auf die Idee, diese Alltagsgeschichten in einem Buch zu sammeln?
Das hat sich so nach und nach ergeben. Über die Jahre habe ich gemerkt, dass meine Erlebnisse oft mehr Lacher und Kopfschütteln hervorrufen als manche Comedy-Nummer. Da dachte ich mir: Warum nicht mal ein Buch draus machen? Und jetzt sitze ich hier und rede mit Ihnen darüber – ist doch herrlich, oder? Tja, Schwein gehabt!
Gibt es eine Geschichte im Buch, die Sie als besonders „erstaunlich“ bezeichnen würden?
Ach, da gibt’s reichlich Material! Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die von den klobigen Kommoden in der Gästetoilette. Ein Bühnenbildner hat uns ernsthaft gefragt, ob wir die vom Sperrmüll hätten. Was macht man in so einer Situation? Man haut einfach eine rührselige Geschichte raus – frei erfunden natürlich. Und voilà, der Kollege war zu Tränen gerührt. Meine Frau hat sich fast schlappgelacht. Das ist Improvisationstheater vom Feinsten! Palim, Palim!
Ihr Buch vereint Humor und Tiefgang. Wie haben Sie diese Balance gefunden?
Na, das kommt doch von alleine! Das Leben ist schließlich ein bunter Mix aus Lachen und Nachdenken. Mir war wichtig, den Lesern nicht nur den einen oder anderen Schmunzler zu entlocken, sondern einfach zu zeigen, dass man auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, was Hübsches bauen kann. Und zwar mindestens eine amüsante Geschichte!
Eine ganz besondere Neuigkeit: Sie sind jetzt das Werbegesicht für den novum Verlag, in dem Ihr Buch erschienen ist. Wie kam es dazu?
Ja, stellen Sie sich vor, die haben mich gefragt, und ich hab gesagt: „Na klar, warum nicht?“ Ich hab ja schon immer höchst unterschiedliche Sachen gemacht – von „Palim, Palim“ bis „Honig im Kopf“. Warum also nicht auch Werbung für gute Autoren? Es hat mir beruflich schon immer Spaß gemacht, jungen Schauspielern, noch unerfahrenen Regieassistenten und angehenden Autoren den Steigbügel zu halten. Jeder steht irgendwann erst mal am Anfang und braucht Tipps und Hilfe. Vielleicht wird einer der schreibenden Anfänger mal ein neuer Goethe! Oder zumindest der nächste Götz Alsmann ...
Das klingt nach einer Herzensangelegenheit. Was wünschen Sie sich, dass Ihre Leser aus „Meine erstaunlichen Alltagsabenteuer“ mitnehmen?
Vor allem wünsche ich mir, dass sie merken, wie reich das Leben ist – selbst an den scheinbar banalsten Tagen. Und wenn sie dann noch mit einem Lächeln und dem Gedanken „Das kann doch nicht wahr sein!“ das Buch zuklappen, dann hab ich meinen Job gemacht. Schließlich gilt: Nicht ärgern, nur wundern!
Vielen Dank, Herr Hallervorden. Es war ein Vergnügen, mit Ihnen zu sprechen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viele Abenteuer – auf der Bühne, im Buch und im Leben!
Danke, danke! Das Vergnügen war ganz meinerseits. Und jetzt entschuldigen Sie mich – irgendwo da draußen wartet bestimmt das nächste Abenteuer auf mich. Tschüssikowski!

Meine erstaunlichen Alltagsabenteuer
Softcover | 152 Seiten
ISBN 978-3-7116-0709-6
EUR(A) 19,90
EUR(D) 19,40
CHF 28.50
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